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Stagnation in der Therapie und im Leben

TUrooxmp


Naja, die Gedanken und Probleme wegschieben halt. So gut wie es eben geht. Anstatt sich ihnen zu stellen, lieber verdrängen. Schwierig aus diesem Verhalten raus zu kommen, wenn man es über Jahre hinweg so gehandhabt hat. :(v

T&rooxmp


Das Jahr ist fast rum und es hat sich nichts getan, es wird eher wieder schlechter.

Meine Berufliche Reha ist nun schon ein paar Monate vorbei und der Antrag auf verlängerung der Therapie läuft noch. Ich hatte gute Chancen in eine Ausbildung zu gehen, nachdem ich während der Reha ein Praktikum gemacht habe, das hat sich dann aber auch wieder erledigt. Zwar versuche ich momentan doch noch in Ausbildung zu kommen, was vermutlich auch klappen dürfte, allerdings wird das so eine ganz konfuse Sache wo ich direkt ins zweite Lehrjahr einsteige. Davor habe ich unglaubliche Angst, vor den Menschen und davor es wieder nicht zu schaffen.

Als es hieß, das mit der Ausbildung würde nicht klappen war ich erleichtert und gleichzeitig enttäuscht. Jetzt wo es heißt, es klappt vielleicht doch, erdrückt mich meine Angst davor, das ich am liebsten doch nicht damit anfangen möchte.

Aktuell nehme ich auch keine Medikamente mehr, da es einen "Streit" mit meiner Neurologin gab. Sie wollte mich einfach nicht mehr wirklich behandeln, weil einfach kein Erfolg zu sehen war. Lange Geschichte. Vielleicht geht es mir aktuell deswegen auch wieder relativ schlecht. Selbstmordgedanken schleichen sich täglich in meinen Kopf, essen sowie schlafen klappt nur sehr schlecht oder gar nicht.

Ich habe so viele Dinge im Kopf, Dinge die mir einfach keine Ruhe lassen und mich verzweifeln lassen. Während ich mich dann Gedanklich selbstbemittleide, wechselt der Gedanke zur eigenen vernichtung meiner Person. Wieso bin ich so schwach, wieso krieg ich nichts gebacken, wieso jammer ich nur rum anstatt die Dinge anzupacken...Wieso...Wieso...Wieso...

Mein Tag verläuft dementsprechend sehr lethargisch. Irgendwann wenn die Sonne aufgeht ins Bett legen, 1-2 Stunden wach liegen und dann mindestens 12 Stunden schlafen, aufstehen, duschen und dann den PC anwerfen und nur sinnlos rumzusurfen, vielleicht etwas zocken oder einfach nur irgendeinen anderen stumpfen Krahm machen. Irgendwann vor 0 Uhr vielleicht noch eine kleinigkeit essen und und vor dem Tv darauf warten das es wieder hell wird. Schlimm.

Sollte das mit der Ausbildung klappen, wird mir das natürlich wieder eine Tagesstruktur geben, aber es wird mich nicht besser fühlen lassen. Ich finde einfach an nichts gefallen, es belastet mich eher. Klar es wird mich temporär während des Arbeitens ablenken, aber das wars auch schon. Und selbst dann sind die Gedanken immer präsent.

Wäre ich nicht so ein Feigling hätte ich es schon längst beendet, aber nichtmal das krieg ich hin...

T`rooxmp


[...]

Und leider immer noch hier in meinem Körper und dieser eigentlich doch schönen, aber für mich unfassbar hässlichen Welt, gefangen.

Ich bin tatsächlich in der Ausbildung, die Arbeit gibt mir auch einen normaleren Tagesablauf und sie lenkt mich auch ab – so wie ich es vorausgesehen habe. Aber hat das etwas im Kern geändert? Nein. Es ist wieder ein Weg den ich gehe, wie jene die ich schon zuvor en Mass gegangen bin und alle in eine Sackgasse geführt haben.

Ich bin natürlich kein Hellseher und gerade dieses sich selbst einreden – das es nie besser wird, sondern eher noch schlimmer – führt vielleicht auch dazu – das es wirklich so passieren wird. Aber wie soll ich es ändern wenn es keinen Einzigen Punkt gibt um einzusteigen – halt zu finden und kraft zu zu sammeln? Der Kreis, die Spirale – wie auch immer man es nennen mag – dreht sich unaufhörlich weiter und blockiert jeden Versuch um da draus zu entkommen.

Es gibt Tage da fühle ich mich kurzzeitig motiviert – manchmal für ein paar Stunden und manchmal nur für einen ganz kurzen Augenblick – dieses Gefühl ist der Wahnsinn – aber das Gefühl danach – weil ich es nicht halten konnte – eines der schlimmsten.

In meinem Kopf schwirren noch viele Träume obwohl ich weiß, das ich sie vermutlich nie realisieren werde und während ich vor mich hinträume zieht die Welt und meine Zeit auf ihr dahin.

Ich beneide meine Mitmenschen, die sich an kleine Dinge erfreuen können, sich nicht gelangweilt fühlen weil sie eigentlich total unsinnige und dämliche Dinge tun oder darüber reden. Ich beneide Menschen die sich gegenseitig vertrauen können und sich halt geben und ich dazu nicht in der Lage bin – nie das Gefühl habe, für jemand anderes Wertvoll zu sein.

Ich würde meine Gedanken gern besser zum Ausdruck bringen können – möchte das mich jemand wirklich versteht – am liebsten meine Pein in jenen Kopf drücken – diese Person meinen Schmerz fühlen lassen, so wie ich ich fühle – aber dann meldet sich meine helle Seite in mir. Ich möchte niemanden Leid zufügen – davon gibt es in dieser Welt genug. Schmerz der größer ist als mein eigener und trotzdem manche Menschen nicht davon abhält ihr Leben zu leben.

Und ich?

Möchte unsterblich sein, aus der Hoffnung heraus – das ich einestages meinen Platz finden werde.

Möchte unsterblich sein, aus der Verzweiflung heraus – um den Schmerz, für mein Scheitern, in alle Ewigkeit zu ertragen.

Ich will die Welt brennen sehen und erblühen – in mir tobt ein Kampf, der mir alle Energie raubt um in der wirklichen Welt ein Stückweit zufrieden und glücklich zu sein.

Aber für pathetischen Mist reicht es immer mal wieder – ich hasse mich.

s;en81


Wieso bin ich so schwach, wieso krieg ich nichts gebacken, wieso jammer ich nur rum anstatt die Dinge anzupacken...Wieso...Wieso...Wieso...

Diese Gedanken kommen mir leider bekannt vor.

Sorry, dass ich nichts hilfreiches beitragen kann.

aiug2l33


Ja, für pathetischen Mist ist genügend Platz, aber mal ausführlich zu schreiben was es für eine Ausbildung ist und was dort erlebt wird, dafür reicht es nicht – oder?

Unsterblich – ist jeder, düngt zunächst die Eichen auf dem Friedhof (oder Birken, eben je nach Gegend!), dann formt es sich um und irgendwann verschwindet er mit dieser Erde in einem "schwarzen Loch" um als neuer Stern geboren zu werden. Du gehst dieser Welt nicht verloren!

T\ro}o;mp


@ sen81

Ist nicht schlimm, hab den Thread heute in erster Linie für mich weitergeführt – um den Kram mal wieder los zu werden – aber auch mit Aussicht auf ein paar Kommentare – egal in welche Richtung.

@ aug233

Das du ein sehr pragmatischer Mensch zu sein scheinst, das ist mir schon aufgefallen als ich diesen Thread begonnen habe – nichts für ungut.

Danke für dein Interesse, aber ich möchte nicht jedes Detail preisgeben – es hat zudem keinerlei Mehrwert und ist somit nicht relevant.

Obwohl dein pathetischer "wir alle sind nur Sternenstaub" Mist sich meinem Mist angleicht – hast du hoffentlich trotzdem die wahre Aussage/ Botschaft/ Gedanken/ what ever dahinter verstanden oder?

S*onnen<scheiNn$1971


Kennst Du dieses Buch? Das hat recht gute Rezensionen bei Amazon – vielleicht hilft es Dir.

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Trr oomxp


@ Sonnenschein1971

Kenne ich noch nicht, glaub ich zumindest – dabei hatte ich schon einige Bücher zum Thema in der Hand. Ich werd es mir wohl mal anschauen und durchlesen – hohe Erwartungen habe ich jedoch nicht.

Aber danke für den Tipp – hast du es selbst gelesen – Erfahrungen damit gemacht?

SlonnoenscYhein19971


Ich habe mir es gekauft, aber erst angefangen zu lesen, bin noch nicht durch damit.

Jyanj74


Wie siehts denn mit so simplen Dingen wie Sport und körpericher Trainiertheit aus? Ist wichtiger, als man so denkt..

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