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Wer musste schon in der Öffentlichkeit brechen und wie war das?

B0l"oxi


Mir hat übrigens ein Kind während meiner Ausbildung zur Erzieherin sehr geholfen...

Die Kleine, damals 4 Jahre alt und auf dem Stand eines 6 Monate alten Kindes, war behindert und hatte zudem ein Reflux-Problem. So kam es häufig vor, dass sie beim Frühstück quer über den Tisch gebrochen hat oder auch, wenn sie auf meinem Schoß saß. Anfangs habe ich sie dann an meine Kollegin abgegeben, aber irgendwann konnte ich damit umgehen.

K&lett]erpfl:anz;el80


Als ich ein paar Monate in Indien war hab ich mir wie es sich gehört was ordentliches eingefangen und ich war gerade mitten in ner stadt, 50 meter von dem größten heiligtum der Sikhs entfernt und hatte ganz plötzlich den drang mich zu übergeben. Habs noch gerade geschafft in den schatten zu gehen hinter ne holzbank und hab mich da übergeben. Ich weiß bis heute nicht ob das der Polizist und die anderen die in der Nähe waren mitbekommen haben, zumindest haben sie sich nichts anmerken lassen oder ich habs nicht gemerkt. Also ich war ganz froh, dass keiner gucken kam oder was gesagt hat, vielleicht hats echt keiner mitbekommen, was ich aber kaum glauben mag, weil da welche grade mal 5 meter entfernt standen.

Hatte mir das ehrlich gesagt kurz vorher und währendessen schlimmer vorgestellt, aber ich hab gekotzt und bin dann weitergegangen und gut war.

AJeesxsa


Krass ist halt, dass ich mein eigenes Erbrechen so dermaßen unter Kontrolle habe – selbst bei einer Magen-Darm-Grippe.

Das kenne ich auch :)z

Schön vor allem wenn dann die Mutter vor einem steht - mir ging es ja als Kind auch schon so - und die dann vor einem steht und einen zu überreden versucht sich den Finger in den Hals zu stecken "Mach das doch, dann geht es Dir doch besser!" {:(

Das waren wie sie mir heute sagte, dann die Momente, in denen ihr klar wurde, dass ich in der Hinsicht ein ernstes Problem habe.

pxhil#0mwena


Danke euch für die Erklärungen! @:)

Ich kann jetzt ein bisschen besser verstehen, was sich dahinter verbirgt.

Und ich verknüpfte seit dieser Zeit mit dem Erbrechen ein direktes Gefühl von totaler Lebensbedrohung.

Und ja, so geht es mir auch. Ich habe Höhenangst und bekam schon schwitzige Hände, wenn ich nur auf eine Leiter steigen sollte. Jetzt ist es ein bisschen besser.

Ich habe als Kind, beim Wandern mit meinen Eltern, mal gesehen, wie ein Bergsteiger abgestürzt ist. Das hat mich so geprägt, dass ich Höhe ohne den Tod nicht mehr hinkriege.

F]lamexchen


star

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/644092/3/]]

wir sind nicht allein!!!!!! :)_ ]:D %:|

Jdulilxy


Ich war 10 oder 11 Jahre alt und mit meiner Mutter beim Einkaufen. Mir ging es schon den ganzen Tag nicht so gut, und in der Schlange an der Kasse ist es dann passiert ... mein Blick fiel auf das Chips-Regal und im nächsten Moment hab ich auch schon auf das Kassenband gekotzt.

Meine Mutter hat mich daraufhin rausgeschickt, um einen Mülleimer zu suchen, damit ich da reinbrechen kann, falls noch was käme. Ich hab mich noch schnell bei der Kassiererin entschuldigt und bin dann raus, meine Mutter ist drinnen geblieben und hat das Kassenband gereinigt. An die Reaktionen der anderen Kunden kann ich mich nicht erinnern.

War bisher das einzige (und ich hoffe, das letzte) Mal, dass ich mich in der Öffentlichkeit übergeben musste.

Frlamecxhen


upps sorry falscher Thread ]:D ]:D ]:D ]:D ]:D ]:D ]:D

ASee^s$sga


Bloxi

Ich glaube, Kinder können einen prima Konfrontations-Therapie darstellen ;-) Man muss sich dann seinen Ängsten stellen, kann nicht mehr einfach wegsehen, wegrennen, muss sich so weit wie es geht zur Ruhe bringen - auch wenn es am Anfang kaum geht.

Aber wenn mein Kind vor Ekel bebend vor mir sitzt und ich bin die einzige die helfen kann... dann *muss* ich helfen auch wenn ich dabei das Gefühl habe ich kriege einen Herzinfarkt vor Herzrasen...

Und hinterher merkt man "Hoppla, ich habe es ja überlebt!"

Ich glaube, zumindest bin ich jetzt was mein eigenes Erbrechen betrifft nicht mehr ganz so ängstlich wie früher. Ich hoffe es wird mit der Zeit immer weniger.

W+int3erkinxd


Ich bin leider Emetophobiker (wenn auch momentan mit einer guten Phase) :)D

Ich habe mich einmal als kleines Kind wegen Keuchhusten in einem Supermarkt übergeben, peinlich war es mir zu dem Zeitpunkt nicht, meine Mutter hat es dann mit Taschentüchern aufgewischt. Und bei einer Feier hatte ich zuviel Teqila ( {:( ) intus, und hab mich auch vor meinen Freunden übergeben, das hab ich aber nicht mehr mitbekommen :=o o:)

Für mich ist es auch schlimm, anderen dabei zusehen zu müssen, auf dem Schulweg hat sich mal einer im Bus übergeben, bei einer Studienfahrt ebenso (da wars dann aber der Alkohol ;-D )...

Phil0mena

aber das potentiell bedrohliche Moment leuchtet mir persönlich so gar nicht ein. Kann das jemand in Worte fassen?

Mh ":/ Bei Emetophobikern hat das glaub ich viel mit dem Kontrollverlust zu tun. Man hat Angst davor, keine Kontrolle über seinen Körper zu haben, und wenn man brechen muss, kann man sich das ja überhaupt nicht verkneifen... Bei anderen reagier ich übrigens auch so, wie hier im Faden beschrieben, ich werde panisch und fast schon sauer auf denjenigen. (Früher fand ich es bei anderen Menschen auch so schlimm, zu wissen, dass sie gebrochen haben, dass ich tagelang auf Abstand geblieben bin ":/ )... Liegt bei mir aber (wenn man mal vom Ekel absieht) hauptsächlich daran, dass ich Angst habe, mich anzustecken, was dann wiederum zu Kotzerei auf meiner Seite führen könnte ":/

Es ist wirklich nicht leicht in Worte zu fassen ":/


Meine Mutter hatte letztens Magen-Darm-Probleme (allerdings ohne Erbrechen, auch wenn ihr schlecht war)... Da war ich eigentlich relativ ruhig, habe auch von ihr gekochtes gegessen... da hat mich mein Verhalten fast etwas gewundert, aber ich habe momentan eine recht gute Phase. Wie ich jetzt reagieren würde, wenn die Situation wirklich akut bei mir wäre, also dass ich selbst Magen-Darm-Grippe hätte, oder mich jemand anspeit oder ich es sonst irgendwie mitbekomme und nicht weg kann... ":/ Ich glaube, ich würde wieder sehr in Panik verfallen...


Ich darf mir darüber gar nicht so viele Gedanken machen, je mehr ich mich mit der Emetophobie beschäftige, desto schlimmer werden meine Ängste – vielleicht so als Tipp für die anderen Emos hier @:) :)D

pbetite>-v}einarde


aber das potentiell bedrohliche Moment leuchtet mir persönlich so gar nicht ein. Kann das jemand in Worte fassen?

Ich probiere es mal anhand meines Beispiels zu erklären:

Bei mir habe ich das Gefühl, dass die Angst vorm Erbrechen im Alter von 14 Jahren entstanden ist. Damals war ich lebensbedrohlich krank und musste mitten in der Nacht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Los ging es, als ich mit den schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens und furchtbarem Brechreiz aufgewacht bin und mich ab da an ständig übergeben musste...zu Hause, im Rettungswagen auf der Fahrt ins Kh, im Kh...

K~rähxe


Ich habe während meiner Schulzeit bestimmt drei/viermal in die Klasse gekotzt, einmal auch beim Sportunterricht, einmal auf dem Weg zur Uni... %-| In Folge einer Gastritis (mir wurde dadurch häufig übel), habe ich auch eine furchtbare Angst vor dem Erbrechen entwickelt...hat mich ne Zeit lang 100% ausgeknockt. Jetzt kann ich damit besser umgehen. Leider muss ich mich sehr heftig und schmerzhaft übergeben und merke auch nicht, wenns wirklich ernst wird. Da mir schnell aus diversen Gründen schlecht wird, ist das natürlich besonders blöd. >:(

Das angstauslösende Moment ist für mich der totale Kontrollverlust über mich selbst...kenne ich sonst überhaupt nicht...

K`rähxe


Ach ja...nicht nur Kinder härten da ab, auch Katzen ;-D

W]int5erkxind


Interessant, dass viele Emos mit dem Brechen wirklich traumatische Ereignisse verbinden... Ich kann bei mir kein Ereignis festmachen, dass die Emo ausgelöst hat ":/ Ich war als kleines Mädchen (mit vielleich 8 oder 9 Jahren) schon panisch, als sich meine Cousine auf ihren Frühstücksteller übergeben hat, bin aufgesprungen und hab das Heulen angefangen ":/ Zwischendurch war es aber okay, in der Pubertät war der Ekel zwar präsent, aber nicht diese Panik und er hat mich auch nicht davon abgehalten, mich so arg zu betrinken, dass ich brechen musste ":/ Nachdem ich die Schule beendet hab, war die Angst dann zwar da, aber noch nicht so präsent und krass, wie später ":/

Ganz schlimm war es 2010, da konnte ich zeitweise kaum Bus fahren, weil ich so Angst hatte, dass sich jemand übergeben muss, bzw. dass mir schlecht wird, und ich nicht rauskomme :-/

Naja, worauf ich hinauswill: Ich kann bei mir kein Ereignis benennen, die meine Phobie ausgelöst haben könnte

W/inte+rkijnd


Ich sollte ins Bett zzz @:)

Ich kann bei mir kein Ereignis festmachen, dass die Emo ausgelöst hat

das ohne s |-o

Ich kann bei mir kein Ereignis benennen, die meine Phobie ausgelöst haben könnte

das statt die ;-D

A:eesxsa


Ich war als kleines Mädchen (mit vielleich 8 oder 9 Jahren) schon panisch,

Der Auslöser könnte ja auch sogar noch vor der bewussten Erinnerung liegen oder nur diffus sein. Bevor man acht oder neun ist kann einem ja schon eine Menge passiert sein.

Hast Du darüber mal mit Deinen Eltern gesprochen?

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