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Anti-Depressionsfaden: Was hat euch geholfen?

tiuffaxrmi


PS: Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage "Schreib uns mal den Buchtitel auf, der dir so geholfen hat!"

das buch habe ich mir selbst einmal auf "anraten" von jemanden gekauft, in originalsprache (englisch) auf amazon für wenige euro. gibt es wohl aber auch auf deutsch bzw. sicher auch in irgendeiner bibliothek.

d.h. eigentlich bin ich was bücher angeht immer eher skeptisch, aber mein leidendruck war recht groß u. die kraft um zu einem therapeuten zu gehen nicht vorhanden.

"feeling good. the new mood therapy" von david d.burns.

ich glaube, die ansätze und übungen, die man anhand des buches lernt und macht, sind einfach die, die man auch in einer therapiesitzung machen würde (kognitive verhaltuenstherapie). der autor ist selbst therapeut u. hat wohl jahrelange erfahrung auch in der forschung (bereich kognitive verhaltenstherapie).

mir hat es ein stückweit wirklich geholfen – 1) das mich jemand versteht 2) ansätze zeigt, wie ich aus gewissen tiefs und denkspiralen rauskomme

kbakZtu;sx08


Mir hat damals geholfen die Realität richtig anzusehen. Habe ich tatsächlich jetzt finanzielle Probleme? Nein. Nervt mich jetzt gerade jemand? Nein. Bin ich gesundheitlich jetzt angeschlagen? Nein. Beziehungsprobleme jetzt? Nein(vielleicht in ner Stunde, aber in dem Moment muss ich mir die Situation ja nicht versauen oder die Laune verderben lassen. Kann ich in ner Stunde immernoch.) Jobprobleme jetzt zu hause sitzend? Nein. usw. Ist meine Angst begründet, so auf dem Sofa sitzend? Nein.

nKachtsYchwaVermerin


Meine Freundin ist meine Partnerin, also keine nur so Freundin, sondern MEINE Freundin :-)

D4illxes


@ inkognito

Ich war auch schwer depressiv und mir wurde Citalopram verschrieben, leider mit Null Wirkung. Bin dann zu einer Psychiaterin die mir genau erklärte was bei einer Depression im Hirn vor sich geht bzw. was nicht stimmt.

Es fehlen Botenstoffe in den Hirnsynapsen. Die Synapsen bilden mit ihrem Synapsenspalt eine Unterbrechung der Nervenimpulse ohne Synapsen würde das Hirn zuviel Information aufnehmen und könnte dies gar nicht verarbeiten. Die Synapsen lassen mittels Botenstoffen nur soviel durch wie es für die Verarbeitung im Hirn zweckmässig ist.

Die Synapsen produzieren diese Botenstoffe und nehmen sie auch wieder auf je nach Situation in der sich der Mensch befindet. (Schlaf weniger Wachsein mehr)

Bei einer Depression produzieren die Synapsen zu wenig Botenstoffe das Gehirn läuft quasi auf Standgas.

Für 2 Botenstoffe hat man sogenannte Botenstoffwiederaufnahmehemmer´. Die Synapse nimmt mit diesen Mitteln die Botenstoffe nicht mehr auf und so steigt der Botenstoffspiegel wieder auf ein normales Mass und man fühlt sich wenn es wirkt sehr schnell wieder gesund. Es gibt die 2 Mittel SSRI (citalopram) und SRNI (Venlafaxin)

SSRI wirkt nur auf Serotonin. SRNI auf Serotonin und Noradrenalin. Nachdem ich SRNI bekommen habe ging es mir fast schlagartig besser, was wohl auf zu wenig Noradrenalin zurückzuführen war, da ich bei SSRI keinerlei Besserung hatte.

Tausch doch das Mittel nach Rücksprache mit deinem Arzt.

Wenn ein Mittel nicht wirkt braucht man es auch nicht nehmen und Venlafaxin hat die gleichen Nebenwirkungen , wobei ich keine hatte.

T4e]sEtARxHP


@ nachtschwärmerin

Meine Freundin ist meine Partnerin

... ja, das hab ich auch so verstanden :)z :)^ !

Allein, ob befreundet oder in einer Partnerschaft, können sich immer Differenzen ergeben und dann muss man neu abwägen, wie es weitergehen kann.

Manchmal muss man evtl. einen Kontakt abbrechen, und das ist natürlich immer auch traurig.Auch wenns letzten Endes besser ist als weiterzumachen.

Übrigens hab ich auch nicht nur Bekannte rausgeschmissen, sondern bin auch selber mitmal ignoriert und nicht mehr kontaktet worden. Ebenfalls von alten Bekannten, die haben sich ohne Kommentar oder Angabe von Gründen einfach nicht mehr gemeldet.

Das waren allerdings welche, die irgendwann selber gemerkt zu haben schienen, dass ich nicht mehr als Dauer- Kummerkasten tauge.

Während es mir durch die Therapie immer besser ging, hat sich mein damaliger Freundeskreis ziemlich gelichtet. Ich weiss, ich würde heute andere Kontakte haben wollen und hab sie auch.

*:) *:)

D5ill[es


@ testarhp

es ist für einen Depressiven extrem schwierig diese Krankheit jemandem zu erklären. Richtig verstehen kann das keiner der nicht depressiv war. Ich mache deshalb Freunden die sich etwas abgewandt haben keinen Vorwurf , ich war alles andere als ein lustiger Zeitgenosse. Es hat sich durch Besserung meiner Depression aber alles wieder eingerenkt.

Über die Krankheit selbst tausche ich mich mit Betroffenen aus. Das Problem ist man ist sehr schwer erkrankt und man sieht es einem nicht an, wenn ich mein Bein breche bedauert mich jeder weil sie meinen Gips sehen. Den Schaden im Kopf sieht man nicht foglich wird er von der Umwelt nicht wahrgenommen oder als Schwäche angesehen.

TKestpARHxP


es ist für einen Depressiven extrem schwierig diese Krankheit jemandem zu erklären

... ja, das kann man wirklich kaum erklären. Bis es mich selber erwischte, konnte ich es mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was im Kopf so abgeht, wenn man Depressionen hat.

In meinem früheren Freundeskreis waren welche dabei, die auch depressive Beschwerden hatten und Therapie machten, aber auch welche, die selber nie damit zu tun hatten.

Ich bin über die ganzen Veränderungen nicht mehr traurig, sondern finde das jetzt ganz ok so, wie es ist. Damals hatte ich nicht die Power, um da noch was dran zu klären – ich war damals auch nicht gerade unterhaltsam :-| und heute ist der Zug damit längst abgefahren.

Den Schaden im Kopf sieht man nicht

... :)^ so ist es, es hat seine Vor- und Nachteile.

Ich lebe eher im Hier und Jetzt, und tausche mich über meine psychische Befindlichkeit mit einem ausgesuchten Teil meiner heutigen Bekannten aus, ab und zu auch hier.

Ansonsten ist mein Leben derart unauffällig und normal geworden, dass es gar nicht angesagt ist, irgendwelche Dinge zu erwähnen gegenüber Leuten, die ich nur flüchtig kenne.

ich glaube, meine neuen Kolleginnen wären nicht so nett, wenn sie mehr über meine Geschichte wüssten :=o .

...und auf mitleidig- entsetzte Blicke hab ich erst recht keine Lust.

Ich trenne bestimmte Dinge sorgfältig voneinander, besser ists :)z

Dfil:les


@ testarhp

Wie du auch in meinen Postings siehst geht mir die Geschichte noch gewaltig im Kopf herum. Ich habe auch 2 Vettern durch Suizid verloren , die sich nicht behandeln liesen.

Es ist ein oft tödlich ausgehende Krankheit die mich gewaltig verändert hat. Es wird mich wohl mein ganzes Leben begleiten.

njacht<schtwaermxerin


An Dilles:

Genau wegen der Suizidgedanken und der Gefahr möchte ich alles tun, was ich kann damit es doch noch irgendwann wieder gut wir, damit ich mich irgendwann gut fühle. Glücklich bin. Ich war letztes Jahr an meinem persönlichen Tiefpunkt, wo es mir schon egal war, ob ich wieder aufwache oder nicht, und weil ich aber gesehen habe, wie sehr mein rücksichtsloses Verhalten meiner Freundin, meinen Freunden und meinen Geschwistern (zu denen ich Kontakt habe, welcher gut ist) weh getan hat, habe ich mich in die Klinik begeben. Und ich glaube, dass das zu dem Zeitpunkt das einzige war, was ich noch tun konnte.

D5ilxles


nachtschwärmerin

Bei meiner Depression bin ich nur mit Medikamenten rausgekommen die sensatiónell angeschlagen haben.

Leider bekam ich letztes Jahr eine Hypomanie und musste in die Klinik . Es hat mir richtig gut getan. Nur der Einstieg in den Alltag nach 2 Monaten Klinik war sehr schwer und hat mich wieder in eine Depression getrieben.

Lass es langsam angehen wenn du wieder draussen bist.

TLe)stAxRHP


@ Dilles

Das tut mir leid mit deinen beiden Vettern :)z :)_ :°_ :°_ ... es ist schwer mit anzusehen, das sich einige keine Hilfe suchen oder dazu nicht mehr in der Lage sind :-o :|N :°_ .

Ich hatte auch eine Phase mit starken Suizidgedanken, das war zu Anfang meiner Therapie. Da kam mir der rettende Gedanke, dass ich doch besser nur meine Probleme in diesem Teich versenken sollte, anstatt auch abzugluckern- mich erwischt es eh eines Tages...

Symbolisch dafür tat ich was anderes: ich schrieb meine Probs auf ein paar Zettel, tat diese in einen Umschlag und – legte sie auf die Zugschienen. Das kam irgendwie gut, als der Zug darüber donnerte ]:D und ich blieb aber da :=o ;-D

Ich wehre mich bis heute mit Händen und Füssen gegen den verdammten Depri.

Die Sache hat auch mein Leben komplett verändert und ich bin manchmal darüber geschockt, wenn ich das so überblicke. Mir ist eine Menge der jugendlichen Unbeschwertheit flöten gegangen. Andererseits finde ich viele Leute auch total oberflächlich, was mich ebenfalls oft schockt. Ein oberflächliches leben will ich auf keinen Fall führen – dann wär ich nicht mehr ich selbst. Ich war nämlich auch früher schon eher ernst, auch wenn ich Witze riss.

Weil ich weiss, welche Untiefen man so erreichen kann, weiss ich mehr als viele, die so dahin leben, und so gehts sicher allen, die hier posten.

Obwohl ich das mit meinem normalen Alltagsleben aber nur ziemlich bedingt in Einklang bekomme, versuche ich trotzdem, was draus zu lernen, um ein immer bewussterer Mensch zu werden. Das kostet mich ne Menge Kraft, aber anders gehts für mich nicht.

Depressionen sind in meiner mütterlichen Familie viel vorgekommen, meine Oma und eine Grosstante haben sich das Leben genommen.

Gottlob sind die Möglichkeiten, mit denen man sich heute helfen kann, weit besser als früher. Meine ebenfalls depressive Mutter hat auch noch nicht sehr davon profitiert – statt Tabletten und Therapie hat sie getrunken.

Mein Vater hat phasenweise angstlösende Sachen genommen – Valium und Librium und sowas- alte Medikamente, die heute nicht mehr verabreicht werden.

Klare Sache – ich weiss, wo ich das alles herhabe.

Naja, man kann nun mal nicht aus seiner Haut raus, und ich versuche halt, die Dinge so hinzubiegen, wie es für mich ok ist.

Bislang hats geklappt, und das wünsch ich euch allen hier genau so!

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

C"allI of Duxty


@ nachtschwaermerin:

Gratuliere, dass du dich dennoch für deinen Abschluss entschieden hast. :)= :)=

Jedoch fällt mir auf, dass du unter Distress (chronischem Stress) stehst, Arbeit, Abschlussarbeit, Prüfungen..., was in einer Depression meiner Meinung nach pures gift ist (Cortisol, Adrenalin?), denn die entzündungshemmenden Hormone schwächen zusätzlich das Immunsystem. Wie ich eben gelesen habe ist Serotonin auch für den Abbau der Stresshormone zuständig und bei einer Depression hat man ja generell einen Serotoninmangel, wodurch die Stresshormone länger im Organismus ausharren. Gibt es für dich keine Möglichkeit, den Stress zu reduzieren, denn ansonsten würde die Depression doch noch länger dauern??

Ein kleiner Tipp: Mir hat es gebracht, kleine, übersichtliche und machbare Ziele für den Tag zu setzen, auch wenn es hiess, nur zwei Briefe zu öffnen. Das gibt unterbewusst einem doch sicher das Gefühl, doch noch etwas leisten zu können.

@ TestARHP:

Was meinst du mit VT?, wie VT-Denksport (kenne leider nicht immer alle Abkürzungen, vor allem, was die Medis anbelangt |-o )

Und ich möchte auch dir ein Kompliment geben, dass du weder rauchst noch trinkst. Ich selbst rauche zwar nicht, mehr, aber an den Wochenenden trinke ich schon ab und zu gerne (aber in massen. Die wilden Jugendjahre habe ich hinter mir)

@ tuffarmi:

Mit der vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung gebe ich dir vollends recht, denn unser Körper funktioniert nun mal nicht ohne und ich bin der Meinung, dass man vielleicht eine Depression doch verhindern könnte, wenn es nirgends einen Mangel gibt. Denn meine Orthomolekularärztin hatte meinem Vater gesagt, sie hätte aufgrund meiner Werte meine Depression schon kommen sehen. Warum hat sie mich dann nicht vorgewarnt?? Des Weiteren hat sie mir nahegelegt, dass es ohne zusätzlichen Präparate heute beinahe nicht mehr funktioniert, da unsere Böden teils völlig übernutzt sind. Wen wundert es, wenn die Erdbevölkerung immer mehr zunimmt und unsere westliche Wegwerfgesellschaft nicht mal ein bisschen bremst mit der Nahrungsmittelverschwendung.

@ Electra 73:

Ich würde zu einer Blutanalyse zusätzlich noch eine Urin- und Haaranalyse empfehlen, damit du einen einheitlichen Check hast und siehst, was dir alles fehlt.

@ Dilles:

Das Nervensystem funktioniert ja elektrisch-chemisch-elektrisch. Also zuerst gibt es einen Impuls/Reiz, der genug gross sein muss, um ein Aktionspotential auszulösen (Alles-oder-Nichts-Prinzip) wodurch ein Aktionspotential über spannungsgesteuerte Natrium-Kalium Kanäle zu den Synapsen weitergeleitet wird, dort chemisch über den synaptischen Spalt wandert und wieder in elektrische Impulse am Axonhügel weitergeleitet wird. In einer Depression hat man ja zu wenige Botenstoffe in den Präsynapsen, nimm ich mal an, obwohl immer noch die gleichen Impulse weitergegeben werden ??? Aber warum hat man zu wenige Botenstoffe?? Ich meine, wenn ich das so sehe, sind dies chemische Zusammensetzungen, wie auch unser ganzer Organismus, und ein Mangel dieser Botenstoffe lässt sich meiner Meinung nach doch aufgrund fehlender Zutaten zurückführen. Als Beispiel: Sobald einem Konditor der Zucker ausgeht, kann er ja auch keine süssen Backwaren mehr herstellen??

Ich versuche ein bisschen zu verstehen, wie eine Depression biochemisch entstehen kann, denn damit eine Depression entsteht, braucht es ja, wie für andere Krankheiten bestimmte Voraussetzungen? Also gehen wir von einem Dauerstress aus: dann wird das ganze Serotonin dafür verwendet, um die Stresshormone abzubauen und somit bleibt ja folglich weniger für Glücksgefühle übrig und man würde depressiv werden...

es ist für einen Depressiven extrem schwierig diese Krankheit jemandem zu erklären

Also ich wollte während meiner depressiven Phase mit niemanden darüber sprechen, ausser der Familie, weil ich mich sogar dafür schämte, keine Ahnung warum. Heute würde ich es jemandem so erklären, indem ich diese Person fragen würde, ob diese schon mal einen richtig schlechten Tag hatte, denn jeder hatte ja schon welche im Leben, glaube ich, und diese dann meine Symptome der Depression erläutern und diese bitten, sich vorzustellen wie das wäre, wenn man sich den ganzen Tag so fühlt und dann bitten, das ganze noch auf eine gefühlte Unendlichkeit auszudehnen.

Zum Thema Suizid muss ich leider sagen, dass ich mich auch täglich vorgestellt habe, wie es wäre, dem ganzen ein Ende zu setzen, jedoch stellte ich mir immer auch vor, was ich meinem Umfeld damit antun würde, dass dann wegen mir auch noch andere depressiv werden könnten und nur schon das hinderte mich daran. Zusätzlich habe ich mir Ziele gesteckt, die ich unbedingt noch erreichen möchte, wie eine Weltreise, eine Safari-Tour in Afrika etc.

Eine kleine Frage noch an alle: hattet/habt ihr in der Depression nicht auch ein dissoziatives Verhalten?? d.h. ihr habt zum Beispiel mit jemanden geredet und dabei an andere Dinge gedacht, oder bei der Arbeit oder sonst einer Tätigkeit??

Des Weiteren hatte mir mein Vater einen Tipp gegen diese lästige Grübelstimmen gegeben. Er sagte mir, ich sollte sie mir wie reale Gestalten vorstellen und mich mit ihnen unterhalten, wenn ich dann eine Zeit lang meinen Gedanken den freien Lauf gegeben hätte, dann musste ich ihnen sagen, so das Gespräch war nett und ist nun beendet, nun verschwindet und kommt ein anderes Mal wieder, dann werde ich mich mit euch weiter unterhalten. So konnte ich mich teils länger auf etwas konzentrieren, war aber verdammt schwierig...

C*all +of" Dxuty


Da ich hier Buchtipps gefunden habe möchte ich mich mit zwei Büchern anschliessen, die ich zwar beide nicht gelesen habe, aber gute Rezensionen darüber gelesen habe. Das erste Buch heisst "Phönix Prinzip, die Kunst sich selbst zu retten" von Ingrid Kraaz von Rohr und Gabriele Pörner. Des Weiteren bin ich auch auf das Buch "Selbst-Prinzip – Vom Glück die eigene Bestimmung zu leben" von Alexander Jürries gestossen, was auch sehr interessant klingt.

Falls jemand diese Bücher schon gelesen hat, wäre ich um eine Bewertung eines dieser Bücher sehr froh. Sonst werde ich sie mir sicher zulegen. Schaden kann es ja nicht ;-)

TPeastARHxP


@ Call of Duty

Mit VT ist Verhaltenstherapie gemeint, das ist eine Abkürzung dafür.

Diese Therapiemethode ist ziemlich analytisch und findet vor allem im Hier und Jetzt statt, was sehr gut bei Depressionen und Ängsten ist. Also ich fand die Therapie sehr gut, für mich war das genau das Richtige. Dass die Therapeutin sehr sachlich,wissenschaftlich und und emotional eher kühl drauf war, fand ich absolut gut. Das heisst natürlich nicht, dass sie unfreundlich war, aber sie hats nicht übertrieben, sonst hätte sie nur wieder den Depri getriggert, den ich ja weghaben wollte.

Ich bin nämlich ziemlich emotionsgeladen und mach dermassen viel aus dem Bauch heraus, dass es wirklich nicht immer rational war und ist.

Darum kenn ich mich mit meinen Gefühlen zwar bestens aus, aber hatte nicht sehr viel Ahnung davon, was ich selber dabei im Hinterkopf denke und da lag bei mir viel im Argen.

Ich wusste schon vor der Therapie ziemlich gut, wo in meiner Familiengeschichte die Knackpunkte sind.

Diese Dinge wollte ich therapeutisch nicht noch mal aufarbeiten müssen, das hätte mir nicht viel Neues gebracht. Dass es mir als Kind gefühlsmässig oft schlecht ging und warum, war mir ja klar!

Darum war es für mich schockierend, dass ich trotz all dieser Erkenntnisse so beschissen wie nur irgendwas draufkommen konnte.

Ich hatte ja schon selber alles getan, um meine Biographie aufzuarbeiten!

In der Verhaltenstherapie lernte ich dann, dass in meinem Kopf ein Gewitter von alten gedanklichen Mustern, Parolen und Schlüssen aus vergangenen Situationen tobte und mich in Schach hielt. Allein, das ging so schnell ab, dass ich nie bemerkte, dass ich tatsächlich was Bestimmtes GEDACHT hatte, bevor ich so überschiessende Ängste, Depressionen und und Panik kriegte.

Mit diesem Kram habe ich mich dann während der Therapie täglich herumgeschlagen, aber ich habs nach und nach und mit viel Hartnäckigkeit ganz ok in den Griff gekriegt.

Derzeit bin ich nur noch manchmal etwas unsicher, ein echter Fortschritt.

Für Leute, denen es ähnlich geht, habe ich hier auch einen Buchtipp, das hat mir meine

Therapeutin empfohlen.

Arthur Freeman/Rose DeWolf: "Die 10 dümmsten Fehler kluger Leute" PIPER Verlag

Liest sich sehr launig- slapstickmässig- amerikanisch, aber es voller kognitiver VT- Tricks, die man immer wieder gut für sich anwenden kann, wenn einen Ängste und Panik aus dem Ruder laufen lassen. Es hat mir sehr geholfen, irgendwie den Überblick über das ganze Chaos zu behalten.

t^uffarxmi


In der Verhaltenstherapie lernte ich dann, dass in meinem Kopf ein Gewitter von alten gedanklichen Mustern, Parolen und Schlüssen aus vergangenen Situationen tobte und mich in Schach hielt. Allein, das ging so schnell ab, dass ich nie bemerkte, dass ich tatsächlich was Bestimmtes GEDACHT hatte, bevor ich so überschiessende Ängste, Depressionen und und Panik kriegte.

genau das ist die sog. kognitive verhaltenstherapie von der ich oben sprach – ich finde sie hilft wirklich! sicher nicht für jeden, aber für die leichten bis mittelschweren depressionen durchaus denke ich! ;-)

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