» »

Anti-Depressionsfaden: Was hat euch geholfen?

ChalSl of Dxuty


@ TestARHP

Wow, das ist ja ein ziemlich aufwendiges Ding, das du da betreiben musstest, aber ich kann gut nachvollziehen, dass du dadurch diese Störsender jetzt unter Kontrolle hast. Ich habe auch schon in Rezensionen gewisser Bücher gelesen, dass es in dieser Literatur dabei geht, diese Störsender zu vernichten, worauf ein paar Kommentare kamen, dass eben dieses "Über-Ich" ein Teil unserer Persönlichkeit ist und man diese auf keinen Fall diese wegschlagen sollte. Folglicherweise würde man sich selbst sein Gewissen rauben, oder sehe ich dies total falsch?? Ich habe zum Beispiel auch bei mir selbst festgestellt, dass ich diese Stimme doch auch brauche in bestimmten Situationen.

Ein kleines Beispiel: Eines Tages sass ich im Büro und hatte keine sonderlich gute Laune, als mein Vater ohne böse Absichten ins Büro kam und mich was fragte. Ich weiss nicht mehr, worum es ging, aber weiss, dass ich nach ein paar Sätzen die Beherrschung verlor und ihn anfing zu beleidigen und sagte, er habe was mit seinem Geschäft falsch gemacht etc. Daraufhin verschwand er in sein Büro. Ich beruhigte mich wieder und lief zu seinem Büro und habe ihn noch nie so gesehen. Er sass wie ein Kartoffelsack in seinem Sessel und starrte ins Leere, seine Mimik war total niedergeschlagen und da kamen sofort der Störsender bei mir auf und ich gab dieser Stimme in allen Punkten recht, dass ich ein totaler Vollidiot war, ihn so zu brüskieren.

Wie stehst du zu dieser Geschichte?? Ich denke in einer solchen Situation sind diese Störsender angepasst und verhindern, dass schlimmeres geschieht oder sich das ganze wiederholt?

Denn sie sind zwar ein Überbleibsel der Evolution, denn früher brauchte man eben diese Stimmen viel mehr um zu überleben, zum Beispiel, dass man nicht einfach eine Klippe herunterspringt oder einen Sumpf durchquerte, von wilden Tieren aufgefressen wurde etc. Also das mit den Klippen oder Sumpf gilt heute genauso wie früher, aber du verstehst, was ich meine? Zum Beispiel dürfen die Chinesen (oder Nordkorea??) nicht kritisch gegenüber dem System sein, also gibt es bei ihnen Störsender, die verhindern, dass sie kritische Äusserungen von sich preisgeben, denn wenn ja, würden sie verschleppt und gefoltert werden. So stell ich mir das vor.

TpestKARHP


@ Call of Duty

Ja, die Therapie war hammer- anstrengend und oft sehr verunsichernd für mich.

Ich kann nur sagen, dass man das erst dann machen sollte, wenn man wirklich fest entschlossen ist, mit den Störsendern reinen Tisch zu machen.

dass eben dieses "Über-Ich" ein Teil unserer Persönlichkeit ist und man diese auf keinen Fall diese wegschlagen sollte.

Es ist ja z. B. nicht jeder hypnotisiserbar und selbst wenn, würde man niemand unter Hypnose zu Taten bewegen können, die dieser zutiefst ablehnt.

Insofern finde ich das mit dem Wegschlagen des Über- Ichs sehr theoretisch und im Grunde nicht durchführbar.

Also ich glaube absolut nicht, dass ich mein Über- Ich oder mein Gewissen und meine Moralvorstellungen zerdeppert habe.

Dass so etwas durch eine Therapie passieren kann, kann ich mir nicht vorstellen :|N .

Man bleibt im Grunde derselbe, nur kehrt man wieder zu einer etwas unverfäschteren und dabei gereifteren Form seiner selbst zurück.

Einfacher wird das Leben dadurch natürlich nicht, aber viel unnötiger Seelenballast entfällt.

Allerdings hab ich weniger Schuldgefühle, wenns darum geht, meine eigenen Anliegen für mich stärker in den Vordergrund zu rücken. Ich verbiege mich weniger.

Die meisten Dinge sind doch im Grunde eher einfach und total menschlich, und man kanns immer in freundlicher Form erklären und versuchen, andere dabei nicht zu verletzen. Dass das dann anderen trotzdem nicht immer gefällt oder in den Kram passt, ist ja mal klar :)z

Passiert einem selber doch auch dauernd: andere tun und denken Dinge, die einem total gegen den Strich gehen und man wär manchmal geradezu DANKBAR für eine Erklärung, damit man das mal versteht ]:D .

Während meines Studiums hatte ich einen super tollen Dozenten, er war Psychiater. Ich hab mich mit ihm über Sinn oder Unsinn von Therapie unterhalten und er hats ziemlich einfach auf den Punkt gebracht:

Therapie ist ok, wenn es einem danach besser geht.

Von denen, die es damit aber mit dem Streben nach Wohlbefinden übertrieben haben, hat sich schon manch einer zum Arschloch therapieren lassen ]:D ;-) :=o

und da hab ich versucht, mich dran zu halten.

Egal wie man es macht: man wird es nie allen recht machen können und da hilfts dann einfach, zu seinem Tun und Denken auch zu stehen – o.g. Entschlossenheit vorausgesetzt. Die Leute sind überraschend verständnisvoll, wenn man eine Erklärung für sein Verhalten und Denken abgibt.

Und so lange man nicht komplett rücksichtslos wird, hat man doch sehr viel Spielraum.

Zu der Zeit des Gesprächs mit meinem Dozenten gings mir noch sehr gut.

Von Depressionen hatte ich höchstens mal ein paar Ansätze, die ich damals eher als gelegentliche Verstimmungen und somit als normal wahrnahm.

Ich dachte: ja, wenn ich irgendwie mal mit meinem Latein am Ende wäre, würde ich auch eine Therapie machen.

War ich aber nicht, und so hatte sich das Thema bei mir für die nächsten paar Jahre erledigt.

sie sind zwar ein Überbleibsel der Evolution

Meiner Meinung nach ist Angst und die körperlichen Reaktionen darauf ein Überbleibsel der Evolution. Man schwitzt, das Herz wummert, man versucht eine Gefahrenquelle zu sichten, um sich dann blitzartig für Flucht oder Kampf zu entscheiden.

Wie im Dschungel :)z

aber da leben WIR ja nicht mehr.

Trotzdem ists sinnvoll, heute auch noch Angst zu haben, sonst hätt uns längst die Straba überrollt oder wir wären unters Auto gekommen, oder hätten uns irgendwie riskant verhalten.

früher brauchte man eben diese Stimmen

... das stimmt prinzipiell.

Störsender sind bloss nicht ganz so archaisch und universell, das ist eine Nebenwirkung der Zivilisation und der Erziehung, und die Verarbeitung derselben glückt nicht immer ;-) :=o obwohl die Eltern in den meisten Fällen ihr Bestes taten!

Drum sind Störsender für mich was anderes, nämlich erlernte, aber nicht mehr angemessene Reaktionen auf frühere Ängste, als man jünger war, sich hilflos gefühlt hat und mangels eigener Erfahrung und eigener Handlungsmöglichkeiten nicht adäquat reagieren konnte.

Also das heisst, man konnte nur irgendwie ausweichen, sich anpassen und sich dabei verbiegen, Macken entwickeln.

Man stand unter grosser Anspannung ohne Möglichkeit, diese auf sinnbringende Art zu kanalisieren. So hat man früher natürlich auch schon nach allgemeingültigen

Unversallösungen für seine damaligen Probs gesucht und mal was gefunden, mal nicht. Aber die Zeit geht weiter und bald sind selbst die besten kindlichen Denkergebnisse veraltet und nicht mehr für einen persönlich zeitgemäss und geeignet!

Solche alten Inhalte werde irgendwann mal zu "Datenmüll" im Seelenhaushalt, wenn man es nicht schafft, das mit der Zeit selber zu korrigieren bzw. zu "upgraden".

Störsender können auch Sachen sein, die einem früher von den Erwachsenen immer eingebläut wurden oder Schlussfolgerungen, die man selber aus früheren Sit. mit früheren Gleichaltrigen, mit Lehrern oder wem auch immer gezogen hat, die aber auf das Hier und Jetzt gar nicht mehr passen.

Man hat das alles kritiklos hingenommen und es ist einem in Fleisch und Blut übergegangen.

Einmal Routine im Denken geworden, wird es nicht mehr geändert.

Wenn man dann als Erwachsener in eine Sit. kommt, die einen an früher erinnert, greifen die Störsender ein, schlagen Fehlalarm :=o und pusten alte Parolen und Gedankeninhalte um sich. Im Kopf naklar.

Störsender sind verdammt routiniert, die sind blitzschnell und meinens eigentlichvllt. sogar gut.

Aber sie sind, viel zu pauschal und das ist schlecht.

Möglicherweise hat dich deine schlechte Laune in der o.g. Sit. mit deinem Vater in einen Zustand versetzt, der dich an irgendwas erinnerte, und dann hast du ihm angebrüllt, weil dir die Sit. ähnlich wie etwas Früheres vorkam.

Ich hoffe, dass du das mit deinem Vater wieder bereinigen konntest :)* :)* .

Man könnte pauschal denken: ach, jetzt lässt Call of Duty mal wieder seine miese Laune an anderen aus %-| .

Die Frage ist eher: was genau ist in deinen Gedanken tatsächlich passiert?

Was kam dir an der Sit. so ...bitte ausfüllen!... vor, dass du gebrüllt hast, anstatt einfach deinem Vater zu sagen:

Ach menno ich hab heute ultra schlechte laune, weil... Erklärung... !

Klar, du hättest dich auch einfach so zusammenreissen können :)^ . Aber wärs dir damit besser gegangen? Hättest du dann bessere Laune gehabt? Oder hättest du, immer noch grummlig, deinem Vater innerlich sein nerviges Verhalten %-| :-p vorgeworfen, aber mit einem seltsam blöden Gefühl :=o ?

Und genau an DER Stelle hockt der Störsender. Beim blöden Gefühl.

Genau dieses ewige blöde und miese Gefühl wollt ich endlich mal loswerden.

Durch diese Protokollführung hab ich gelernt, genauer wahrzunehmen, was ICH denn jetzt eigentlich möchte, und natürlich kann ich das auch in einer vernünftigen Form anderen gegenüber ausdrücken.

Ich wollte einfach nur in meinem kleinen unauffälligen Alltag besser klarkommen, weiter nichts.

Mit weniger bzw. schwächeren Störsendern fühlt man sich dabei einfach besser und ruht mehr in sich. Das heisst aber nicht ,dass man nach so ner VT krisenproof o:) o:) ist, aber ich bin froh, dass ich diese Sachen in mir selber mal bereinigt habe.

nhachtscAhwaeermexrin


Hallo ihr Liebe,

da war ich 2 Tage nicht da und habe richtig was zu lesen gehabt, ich freue mich über eure Beiträge.

Also, meine derzeitige Situation ist die, dass ich darauf warte, ob ich zu meinen Abschlussprüfungen an der Uni zugelassen werde. Wir müssen erst eine Abschlussarbeit schreiben und dann haben wir noch mal krasse 10 Prüfungen... und derzeit lebe ich in einer WG und die neue, die letztes Jahr bei mir eingezogen ist, nervt mich zu tode. Die hat selbst ne krasse Ess- bzw. Zwangsstörung (alles was sie isst, wir in Joggingeinheiten umgerechnet, es geht so weit, dass ich Gummibärchen nur in meinem Zimmer nasche, weil ich das Gefühl habe, ich darf das nicht in ihrer Gegenwart... ich fühle mich wirklich unwohl mit ihr. Besonders, weil sie auch noch so jung ist – 5 Jahre jünger, bin selbst 27...). Naja, und wenn ich nicht so feige wäre, würde ich sie gerne bitten einfach auszuziehen, damit meine Partnerin bei mir einziehen kann, weil ich meine Wohnung liebe und meine Partnerin sich auch sehr wohl in meiner Wohnung fühlt. Ja, ich bin halt feige. Ich wünsche mir ein Wunder, weiß aber, dass ich sie wirklich direkt bitten muss, weil sich nichts ändert.

Habe letzte Woche ein Buch zum Thema Depressionen gelesen und da war ein Absatz, der mich wirklich getroffen hat. Es ging um Verantwortung... und zwar ging es darum, dass man für SICH SELBST Verantwortung tragen soll und muss und dass man SELBST entscheiden soll und das nicht aus Unsicherheit an seine Umgebung abgeben soll. Ich habe mich da so drin wiedererkannt. Das war schlimm, weil ich immer die Verantwortung abgebe, weil ich mir (s.o.) immer wünsche, dass sich Dinge von allein regeln... so nach dem Motto: Wunder passieren von oben... und so... sehr realistisch mein Wunsch! ;-)

Und dann wünsche ich mir halt, dass wir zusammen erstmal vor Ort bleiben, ich meinen Abschluss machen kann, ich in Ruhe weiter arbeiten kann nebenbei... und mit meiner Partnerin ist es schwer, weil sie halt sehr sprunghaft und begeisterungsfähig ist, immer alles in MEGAPHASEN erlebt und durchlebt und mich das fertig macht. Ich DAS nicht kann. Aber in ihrer Therapie ist das auf jeden Fall Gegenstand und wir hatten ein sehr gutes Gespräch am Wochenende, in welchem wir darüber geredet haben, dass wir vor Ort bleiben wollen, dass sie sich vor Ort was sucht (Arbeit etc.) und wir versuchen "Alltag" zu leben, etwas, dass wir seit 1,5 Jahren nicht haben und noch nie hatten. Aber ich sehne mich so sehr danach ein bisschen runter zu kommen, vielleicht gemeinsam zum Sport zu gehen, abends zusammen essen, morgens zusammen einen Kaffe trinken bevor wir aus dem Haus müssen.

Ich sehne mich danach ein bisschen SPIESSIG mit ihr zu werden. Keine Alkoholexzesse, keine durchgemachten Partynächte... mit Freunden und lieben Menschen meine (unsere) Zeit verbringen und uns ein echtes Leben aufbauen. Glücklich sein.

Alles Liebe

T'estARxHP


Hallo Nachtschwärmerin,

ich kann dich da echt verstehen, dass du einfach nur ein ruhiges und nettes Leben mit deiner Partnerin führen möchtest. Spiessig find ich das auf gar keinen Fall :|N !

Vielleicht schafft sie es ja, vorort zu bleiben?

Es ist auf jeden Fall sehr gut :)* :)* :)* , dass sie ihre Sprunghaftigkeit in der Therapie bearbeiten will.

Was deine neue WG Genossin angeht: also wenn ich in ihrer Gegenwart Lust auf was Süsses hätte, würde ich das auch ungehemmt essen und mir das nicht verleiden lassen, nur weil sie in Joggingeinheiten denkt ;-) .

wünsche, dass sich Dinge von allein regeln

... ach ja, das wär spitze :)- :)- :)- , da kann ich mich dir nur anschliessen :)^ .

OK, vieles regelt sich durchaus von allein, dann aber oft gar nicht so >:( , wie man es selber gern hätte ;-) . Also muss man selber Hand anlegen und sich die Dinge zurechtrücken, bis es wenigstens schon mal ungefähr stimmt.

dass man SELBST entscheiden soll und das nicht aus Unsicherheit an seine Umgebung abgeben soll

... ist ein wichtiger Punkt im Leben :)z .

Man kann sich mit Hilfe guter Planung durchaus trauen, eigene Entscheidungen zu treffen und sie durchzuführen :)^ :)z und es klappt dann auch!

Für mich ists immer wichtig, zu wissen, wohin genau das führt, wenn ich dies oder jenes tun würde, und was ich dann in etwa erwarten kann. Ich mach total ungern was "ins Blaue"!

Unwägbarkeiten nerven mich total. Das finde ich alles andere als abenteuerlich und spannend, ich finds eher verunsichernd und nervig.

Ich muss das Gefühl haben, dass ich Vorteile und Risiken kalkulieren kann.

Klar, 100%zufrieden und glücklich für immer, das ist man nie.

Aber man kanns mit Hilfe eigener Entscheidungen doch oft so hinkriegen, dass es einem weit besser geht als vorher.

Und hat man da schon mal was geschafft, ist man stolz und das Selbstbewusstsein wird gefördert.

Was ich allemale besser finde, als passiv für mich hin zu leiden.

Das Leben ist eine Art Tauschgeschäft ;-) macht oder kriegt man dies, geht oder kriegt man was anderes leider nicht und umgekehrt, und man muss sich dann halt entscheiden, und vorher muss man dann für sich abwägen, welche Entscheidung weniger unangenehme Konsequenzen nach sich zieht.

Das allein schon klar auf dem Schirm zu haben, ist eine gute Grundlage für realistische und machbare Entscheidungen.

SQand`ra200x6


Das klingt jetzt vielleicht banal, nach den ganzen beeindruckenden Ausführungen hier, aber mir hilft es, wenn ich absolut antriebslos und traurig bin bzw mich verloren fühle, eine eigentlich total simple Tätigkeit auszuführen. Und das einfach Tag für Tag, nur immer einen Tag am Stück sehen.

So als Beispiel: Ich mache meine Excel-Datei auf und "kümmere" mich um mein Konto (rumrechnen, eintragen, abgleichen, angucken). Mal wieder gucken was mein Handytarif so macht, ob mein Stromzählerstand sich noch im Rahmen hält oder sowas.Das gibt mir total schnell ein Gefühl von Kontrolle über mein finanzielles Leben.

Oder ich trage alles Geschirr was ich finden kann zusammen und schmeiße einfach nur die Spülmaschine an. Das gibt mir Kontrolle über meine häusliche Umgebung.

Ich nehme mir die kleinen 1,5 Hanteln und mache ein paar Schulter/Armübungen, bis ich nicht mehr kann. Das dauert bei meinem Trainingszustand vielleicht 10 Minuten ;-) und ich habe mich wieder richtig gespürt und bin nicht mehr so distanziert von mir selbst.

Ansonsten hilft es einfach mit Leuten zu reden, zu chatten, Kontakt zu suchen. Wenn ich mich nicht aufraffen kann, aus dem Haus zugehen, dann ist Chat das beste überhaupt, um abgelenkt zu sein.

Und zu guter Letzt, das Allheilmittel schlechthin (guckt unbedingt mal rein, das ist zuckersüß und 100% live – aber Warnung: macht süchtig, sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt!)

[[http://new.livestream.com/FosterKittenCam/RipleysKittens Babykatzen]]

TtestA[RHP


Hi Sandra!

klingt jetzt vielleicht banal

... isses aber nicht ;-D :|N .

Mit fast den selben Sachen hab ich mich aus meinem Tief auch rausgekruschtelt:

Sachen im Haushalt machen und sporten, damit ich wieder Kontakt zu mir selbst kriegte,

Niedlich sind die kleinen Miezis! Aber ich hab leider ne Katzenallergie, drum hab ich mir ein Aquarium hingestellt.

Zahnkarpfen (Guppies und Platies) vermehren sich und man kann sie züchten. Macht ebenfalls süchtig ;-D

Regelmässige Aktivitäten sind das A und O, wenns einem schlecht geht, man sollte nicht zuviel abhängen.

Ich bin ja auch nicht nur mit meinen therapeutischen Protokollzetteln rumgerannt ;-) .

*:)

SqandGr{a2006


Niedlich sind die kleinen Miezis! Aber ich hab leider ne Katzenallergie, drum hab ich mir ein Aquarium hingestellt.

Das klingt super, ich finde Aquarien haben einen sehr ästhetischen Wert UND sind dazu ja auch noch ein Hobby, gar nicht mal so ohne, was man da alles wissen muss und wiviel Zeit man damit verbringen kann.

Ich kann leider auch keine Katzen halten (Stadtwohnung 30 qm, dauernd unterwegs, wäre Tierquälerei). Daher diese Ersatzbefriedigung mit der LiveCam – davon bekommt man auch keine Allergie 8-) – höchstens einen Cuteness-Overkill x:)

Ich finde auch, dass die banalsten Sachen oft am meisten Wirkung haben. Als z.B. mein Freund (Fernbeziehung) nach einer relativ langen Zeit bei mir (zwischen den Jahren bis in den Januar hinein) wieder nach Hause gefahren ist, war ich ziemlich fertig und konnte es irgendwie gar nicht in der leeren Wohnung aushalten. Hatte Angst vor dem was kommt, dem Ende der Ferien, den neuen Aufgaben, einfach allem, dazu hefitges Herzklopfen und einen dicken Kloß im Hals.

Also habe ich mir einen Brief geschnappt, der sowieso unbedingt weg musste, und bin einfach nur raus. Statt nur zum Briefkasten zu gehen, bin ich 60 Minuten zügig spazieren gegangen. Das hat so extrem geholfen, ich konnte durchatmen und mich beruhigen und wieder positiv denken, und die leere Wohnung war danach nicht mehr der Feind, sondern wieder mein kuscheliges Wohlfühlnest. :)^

TqeBstARxHP


Hi Sandra,

inzwischen bin ich was Zahnkarpfen angeht, zum Aquaristikfreak geworden!

Man muss ich da schon ganz schon reinarbeiten, damit so ein Becken gut "läuft".

Auch die Pflege ist eine Beschäftigung, die nicht nebenher machbar ist. Man hat Ablenkung und muss Wasser schleppen = Sport ;-)

Es ist total wichtig, sich durch viele Aktivitäten positive Erfolgserlebnisse zu gönnen.

Diese Einstellung hatte ich aber schon immer – ich mach Musik, hab die Fische, nähe, sporte!

TV hab ich keins, weil mich das sehr stört. Ich finde die TV- Stimmen immer so hysterisch- nervig-aufgeregt und Filme überfordern mich irgendwie, die meisten sind viel zu schnell geschnitten.

So fiese Stimmungen kenn ich auch. Wenn das WE rum war, oder auch wenn die Woche rum war und ich auf WE umswitchen musste. Sowas fiel mir als ich noch dolle depressiv war, sehr schwer. Es fiel mir sagenhaft schwer, mich aufzuraffen und mit meinem Freund in Urlaub zu fahren – war der aber rum, hatte ich Probleme, nach Hause zu kommen.

Nach einem tollen WE wieder in die Woche zu müssen, ist eh schon fies, aber auf Depri kommts rüber wie ne Riesenkatastrophe :-o

Aber wenn ich ein schönes WE vor mir hatte, hatt ich auch Schiss: da dachte ich meist: so getz gehts los, jetzt muss ich die Dauer- Stimmungskanone sein und bei dem Gedanken daran hätt ich mich schon maximal verkriechen können. Ich hab mich einfach zu sehr sehr unter Druck gesetzt.

Wenn das WE rum ist, bin ich tagsüber oft allein- hab nen Teilzeitjob. Da muss ich mich auch heute erstmal wieder bei mir selber einfinden, und bis dahin bin ich irgendwie "verspult".

Eine Sache, die ich aber schon lange kenne: wenn ich früher meine Mutter/Familie mal für ein paar Tage sah, war ich auch verspult, wenn ich dann wieder in meiner heissgeliebten Räuberhöhle sass und mich nicht wirklich darüber freuen konnte.

Vermutlich ist das normal, eine Art Aschermittwochsstimmung oder sowas.

Nach der ganzen Action fällt man kurzzeitig in eine Art Loch.

Nach einer Weile ists wieder ok.

n`achEtschlwaerNmerin


Nichts, was hilft, ist banal!!!

Genau DARUM geht es hier doch; dass wir uns austauschen, was UNS PERSÖNLICH geholfen hat!

Mir hilft Sport, wenn ich mich motiviert bekomme. Gegen zu große Unlust hilft es, dass ich mit Freunden zusammen Sport mache und somit irgendwie hilfreiche Verpflichtungen habe. Katzen, Fische... go for it!!! Ich würde seit Jahren gerne wieder reiten gehen, fällt mir grade auf. Rede irgendwie immer mal wieder darüber, aber tue nichts – typisch für mich. Wenn ihr wisst, was ich meine.

Drillexs


@ Nachtschwärmein

alleine Sport zu treiben ist in einer Depression fast unmöglich, weil man völlig antriebslos ist. Helfen tut mir auch Tennismannschaftssport, jede Woche Training und Spielen , man hat dafür im Voraus bezahlt und geht dann auch hin und in der Gruppe entwickelt sich ein Gruppenzwang, wenn man fehlt wird sofort angerufen weil im Doppel dann einer fehlt wenn man nicht hingeht. Ich muss mich auch immer zwingen aber überwinde meinen inneren Schweinehund.

Ssandrat200x6


Die Gemeinschaft beim Sport ist das A und O!

Ich habe kein Auto mehr, mein Kumpel nimmt mich mit zum Training (ist auf dem Land draußen). Ich weiß, er wartet auf mich, er will pünktlich los. Das zwingt mich, zu einer gewissen Uhrzeit vom Schreibtisch/Couch aufzustehen und mich fertig zu machen und gefälligst meinen Hintern zu ihm zu bewegen ;-)

Auch die anderen dort zu sehen, ist Motivation.

Allerdings habe ich im Herbst, wo es mir wirklich nicht gut ging, nur sehr wenig trainiert. Keine Ausrede an meinen Kumpel, Trainer und die anderen war mir zu blöd, schlechtes Gewissen war kaum spürbar. Wenn man gerade in so einer Phase drinsteckt, helfen diese allgemeinen Ratschläge nicht mehr so gut.

Ich finde, man muss dann aufpassen, nicht in diese Schiene reinzurutschen, wo man denkt "Jetzt geht es einfach nicht, ich warte bis/ob es wieder besser wird". Sondern man sollte lieber immer mal wieder abklopfen, ob es HEUTE denn nicht doch geht...ruhig sich selbst ein wenig nerven, genau zu begründen, warum es denn angeblich unmöglich sein soll.

DAi/llaes


Sondern man sollte lieber immer mal wieder abklopfen, ob es HEUTE denn nicht doch geht...ruhig sich selbst ein wenig nerven, genau zu begründen, warum es denn angeblich unmöglich sein soll.

Ja so mach ich es auch immer, man denkt an seine Sportskameraden und welche Gründe gibt es eigentlich diese zu entäuschen. Es fällt einem dann außer das es einem psychisch nicht so gut geht nichts ein. Man geht dann trotzdem und wenn man heimgeht fühlt man sich wohl.

TXes=tARxHP


Man geht dann trotzdem und wenn man heimgeht fühlt man sich wohl.

ja, mir gehts genau so, obwohl ich meinen Sport alleine treibe.

Ich hab meinen Ergo unddie hanteln zuhause. Beim Ergoradeln ist aber mein Freund oft da und wir unterhalten uns, während er auch noch am PC sitzt. Das reicht schon aus, und schon gehts mir erheblich besser!

SJandra2?00x6


Oh die Ironie! Gerade red ich noch vom Sport und jetzt lieg ich da, von 17-20 Uhr hatte ich dermaßene Bauchschmerzen (hab meine Tage), dass ich das Training absagen musste und mich nur noch gekrümmt habe alle 3-5 Minuten. :(v Das hebt die Laune :-p

Tmes3tARHP


Sport hilft auch gegen sowas, echt.

Ich hatte damit auch immer ziemlich viel zu tun, seit ich viel Sport mache, ist es wirklich besser. Nix mehr mit alle 3-5 Min. krümmen. Dauert zwar, hilft aber :)z

Inzwischen hau ich mich gerade dann aufs Radl, wenn es mir mental scheisse geht.

Ich nehm auch keine Rücksicht mehr drauf, ob ich gerade die Mens hab oder nicht.

Derzeit bin ich erkältet, das ist ein Grund zu pausieren, der Rest ist keine körperliche Krankheit. Ich mag mich nicht mehr länger von meinem Körper tyrannisieren lassen, sei es durch den Depri oder psychosomatische Reizdarmbeschwerden oder PMS.

Versuch es ruhig mal, Ergoradeln und ein bisschen was für die Rücken-und Bauchmuskulatur tun, ist wirklich gut! :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH