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Anti-Depressionsfaden: Was hat euch geholfen?

Ssandria200x6


Guter Tipp, das mache ich auch während der restlichen Mens, aber heute (Tag 1) ist daran nicht zu denken. Ich habe eine Spirale und es ist wirklich heftig. Ich habe vorhin fast k.. müssen und der Schmerz strahlt in Rücken und Beine. Und das war mit einer Tablette, wohlgemerkt. Da geht wirklich gar nichts. Aber ist meist nur einen Tag vorher und an Tag 1, dann ist wieder rum und dann hab ich auch wieder die Power!

Sport und Endorphine :-) für gute Laune und mehr Selbstbewusstein!

PS: Habe im AppStore solche "Hypnose-Clips" gesehen. Also so Audiodateien, wo einem was vorgesagt wird. Soll angeblich auch unterbewusst (?) wirken. Habe mir jetzt mal so eins zum Thema "Entspannung" geholt (war gratis). Das gibt es auch mit positiven Messages, Motivation etc. Ich glaube nicht, dass es bei schweren Depressionen hilft, aber evtl bei depressiven Verstimmungen?

Tzest^ARxHP


Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, dass das Prinzip hilft.

Fürchte aber, dass diese Entspannungs- oder sonstigen positiven Beeinflussungs- Messages zu pauschal für den Einzelnen sind.

z.B. wenn ich Angstattacken hatte, kamen diese aufgrund ganz spezieller Körperwahrnehmung, gekoppelt mit komplett speziellen Gedankeninhalten zustande, die ich in meiner VT aufzudröseln gelernt habe. Ich nenn das meinen ganz persönlichen Dasaster- Cocktail ]:D ;-)

Diese Katastrophenmischung musste ich ja dann nach dem Aufdröseln selber in Hilfreiches, Positives, Förderliches und Konstruktives etc. umwandeln und DAS hat dann geholfen, nach endlosen Wiederholungen und Abwandlungen in immer neuen Sit..

Danach hab ich mich dann besser gefühlt, weil ich meinen "Stimmungssumpf" auf die Art doch ganz gut trockengelegt habe. Allein, ich hab darin ein paar grundlegende Muster erkannt, und kann das Ganze jetzt für mich selber auf eine ziemlich abstrakte Ebene bringen- ohne Stimmungssumpf. Das ist das Ergebnis langer Arbeit an dem Problem.

Meine Therapeutin war knallhart und hat mir zwar Lob und Ermutigung, aber NIEMALS einen Ratschlag gegeben, und heute danke ich ihr immer noch dafür!

Als der Depri für mich noch eher unklar war, hab ich entspr. häufig unter Panik, Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sowie Schuldgefühlen und einem extremen Gefühl von Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit gelitten. Durch allgemeine *:) ;-D "think positive" ;-D *:) Messages hätte ich mich in der Sit. eher verhöhnt oder total überfordert gefühlt. Aber auch genervt und missverstanden.

Ich hätte nicht umschalten können. Das musste ich halt auf dem "Landweg" tun und durch all die Situationen durch, die aufkamen und den Stimmungsmüll bei mir auslösten.

Ausserdem wollte ich mich unabhängig von irgendwelchen Medien von meiner Depression befreien. Wenn ich dann evtl. meinen Clip vergessen hätt :-o , wär ich vllt. in Bedrängnis gekommen- ne, mit sowas hätte ich nicht anfangen wollen.

Als ich die Tabletten nahm, war ich auch unflexibel und musste immer sicher sein, eine Pille mit dabei zu haben, falls mal wieder Panik aufkam. Ich fand mich dadurch schon süchtig und abhängig, und mit so einem Clip hätte ich vllt. ähnliche Befürchtungen.

Darum wollte ich es packen, unter allen Umständen meine Panik und den Depri ohne jede Hilfsmittel in den Griff zu kriegen.

Aber das sind jetzt alles meine eigenen Herangehensweisen. Ich bin eben ziemlich selfmade- puristisch drauf :)z und anderen kann ein Clip sicher ein bisschen helfen, sofern sie sich darauf einlassen können.

Ich selber hätte das wohl nicht geschafft, wegen der Panik.

Es hat lange gedauert, bis ich innerlich wieder etwas lockerer und freier wurde.

C/all "of6 Dutxy


Hi @ all

Habe gestern einen wunderschönen Snowboard-Tag erlebt, dank Schneefall auf einer so gut wie einer leeren Piste :-D :-D

@ TestARHP

Die meisten Dinge sind doch im Grunde eher einfach und total menschlich, und man kanns immer in freundlicher Form erklären und versuchen, andere dabei nicht zu verletzen.

Mit Kritik kann ich nun besser umgehen, da ich sie nicht mehr auf mich persönlich beziehe, denn das habe ich früher getan. Ich habe gelernt, dass eine Kritik nicht (manchmal eben doch…) auf die eigene Person, sondern oft auf eine vorangehende Aktion/Handlung bezogen ist. Als Beispiel ist mir gestern Morgen meine Nachbarin entgegengekommen, bevor ich in die Berge fuhr mit meinem Bruder und meinem besten Freund, und hat mich 5 Minuten lang zugesprochen, dass um 22.00 Nachtruhe wäre und ich leiser sein sollte (hatte Urlaub und darum meinen Bruder oder einen Freund zu Besuch. Wir hatten uns zwar nicht sehr laut unterhalten, da aber das Haus sehr hellhörig ist hört man auch schon normale Gespräche durch die Wände, so weiss ich nun…). Nun habe ich das als Kritik auf meinen Lärm bezogen und sie war nicht auf mich als Mensch böse…

Also muss man selber Hand anlegen und sich die Dinge zurechtrücken, bis es wenigstens schon mal ungefähr stimmt.

dass man SELBST entscheiden soll und das nicht aus Unsicherheit an seine Umgebung abgeben soll

... ist ein wichtiger Punkt im Leben.

Genau derselben Meinung bin ich auch. Man sollte sich nach seinen eigenen Wertvorstellungen richten, denn wenn man so handelt, denkt und fühlt wie man selbst es für richtig hält, muss man sich auch nicht zwangsläufig für etwas schämen im nach hinein, was ich in meiner Kindheit sinnlos oft machte. Jeder hat ein eigenes Weltbild, auch mein Bruder (2 Jahre älter), dem ich nun sehr ähnlich bin, aufgrund unserer Vorstellungen, aber dennoch kleine Unterschiede bestehen. Des Weiteren, wenn man selbst entscheidet kann man auch später niemandem die Schuld für sein Versagen in die Schuhe schieben, denn das ist ja oft eine einfache Entschuldigung.

Ich muss das Gefühl haben, dass ich Vorteile und Risiken kalkulieren kann.

So ist und war es bei mir schon lange. Ich bin nicht solch ein spontaner Typ und muss immer abwägen, was mir eine Tätigkeit für Vorteile bringt und wo mir z.B. eine Situation unangenehm werden könnte (Z.B. wird am 22.2 ein Geburtstag gefeiert, an der ich für die Person, die Geburtstag hat sehr gern teilnehmen würde, aber eine Person da sein wird, die ich unter keinen Umständen begegnen möchte, aber nicht zu verhindern wäre.. also was nun??, also alles in eine Waagschale)

Es gibt da aber ein Lied, " one day", das im Radio rauf und runter lief im Sommer, in dem ein Teil heisst "… and don’t think about all the stories, you could have told" da geht es für mich darum, geniesse dein Leben auch in den "jungen Jahren" (man ist ohnehin so jung, wie man sich fühlt ;-) ), sei auch mal spontan, denn wenn man alt ist, sollte man nicht kommen und sagen, was ich noch alles hätte erleben können.

Als der Depri für mich noch eher unklar war, hab ich entspr. häufig unter Panik, Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sowie Schuldgefühlen und einem extremen Gefühl von Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit gelitten

Mich plagten sehr die Schuldgefühle für Dinge, wofür ich nichts konnte, wie einmal in einer Runde jemand von 4 anderen lächerlich gemacht wurde und bei mir die "Störsender" aufkamen und mich dafür verantwortlich machen wollten.

Vielen Dank noch für deine Erläuterungen zum Störsender. Für mich war der "evolutive Überbleibsel" soweit eine gute Erklärung für den Sender. Dennoch ist deine Ansicht viel einleuchtender und macht insofern auch mehr Sinn für mich, dass es "selbst erlernte" Reaktionen auf Ängste oder Problemstellungen sind, die man nicht lösen konnte und da gibt es wahrscheinlich so einiges bei mir, kann ich mir vorstellen, da ich schon immer versuchte, meine Probleme auf meine Art zu lösen. Nun verstehe ich auch, warum ich nicht ins Militär wollte, da ich schlichtweg ein Trauma in einem Tennislager, als mich Neonazis bedrohten, nicht verarbeitet hatte, denn seither wollte ich nie mehr ein Lager besuchen :|N .

Die Situation mit meinem Vater bezieht sich noch auf Dezember letzten Jahres und ich versuche, so gut es geht, diese zu rekonstruieren, da in der Zwischenzeit eine Menge Schlimmeres los war (zurzeit werde ich nur ein wenig vom Pech verfolgt, aber es könnte es immer noch schlimmer treffen und bessere Zeiten werden folgen ;-D )

Zu dieser Zeit belastete mich das Ende der Beziehung meines Bruders und ich war extrem frustriert über mich selbst, da ich einfach nicht da war, wo ich sein wollte und mich meine partielle Antriebslosigkeit in den Wahnsinn trieb. Ich musste einfach meinem Frust den freien Lauf lassen, denn es konnte da jeden Treffen, so denke ich, was natürlich überhaupt nicht gut war. Des Weiteren habe ich auch öfters gereizte Phasen und da kommt es teils gar nicht darauf an, was gesagt wird, es ist so, als ob mein Kopf nur auf einen Angriff wartet, um dann gleich alles raufkommen zu lassen ]:D , denn ich merke, dass ich dann teils vieles auf einmal loswerden muss und viel Unerwartetes hochkommt. Es kommt mir auch jetzt noch teils mehr hoch, als mir selbst lieb ist, da ich nicht mehr stauen möchte, sondern ** Befreien und Entleeren**

@ nachtschwaermerin

Ich finde es toll, wie du dein Leben soweit wieder im Griff hast :)= :)= . Du klingst für mich schon viel bodenständiger und sicherer in deinen Plänen und Absichten, als da, wo du den Faden eröffnet hast, da standst du meiner Meinung nach ein wenig neben den Schuhen.

Zu deiner Situation mit der Mitbewohnerin denke ich, musst du dir einen Ruck geben, über deinen Schatten springen und sie darauf ansprechen. Vielleicht fragst du einfach mal, ob sie an einem Abend einmal Zeit für dich hat für eine Sache und dann fällt dir die Eröffnung des Gesprächs, denke ich, leichter, denn wenn mir jemand kommt und in einem ernsten Ton sagt, er hätte mit mir was zu besprechen, bin ich gewissermassen schon auf etwas vorbereitet.

Ich selbst muss nun, was mir ausgesprochen eine Riesenhürde darstellt, Ingenieurbüros und dergleichen anrufen, um ein Praktikum zu organisieren. Klingt vielleicht für manche nach einer leichten Sache, was es für mich überhaupt nicht ist.

Du meinst, du seist 27 (=Ich +5 ;-D ) spiessig.

Ich bin es nach deiner Definition schon :)z und es stört mich nicht die Bohne, wenn andere kommen und mich Stubenhocker nennen würden :|N , denn das wäre ihr Bier, was sie von mir denken würden.

Als Beispiel sitze ich lieber zuhause und höre klassische Musik von Ludovico Enaudi, Filmmusik, Enya oder einfach nur guten Oldie Sound, anstatt mit Tinnitus aus einem Club mit ohrenbetäubender Musik wieder nach Hause zurückzukehren. Ich weiss, ich bin nicht normal in dem Sinne, aber wer ist das schon. Ich habe halt immer schon gegen den Strom geschwommen und dreh nun mein eigenes Ding.

Die Gemeinschaft beim Sport ist das A und O!

Hier würde ich auch jedem das Seine sagen.

Ich treibe Sport mehr und teils lieber alleine als in Gemeinschaft. Klar mag ich auch Mannschaftssport, aber in meiner Depri wollte ich einfach nur allein sein und bin alleine auf mein Bike gestiegen und einen Berg hinauf geradelt. Mache ich auch nächsten Sommer wieder, wenn mich niemand begleiten möchte.

So, alles Gute euch allen

TVestA+RHxP


@ Call of Duty

Schuldgefühle für Dinge, wofür ich nichts konnte

Das ist ein ganz klassisches depressives Muster:

"Für die Fehler und das Unglück anderer bin ich allein verantwortlich".

Da passiert irgendwem irgendwo und irgendwann ein Fehler oder Unglück, du bekommst es mit. Zack, gibst du dir die komplette Schuld, weil du aus irgendwelchen Gründen nicht mit an der Vermeidung dieser Sache beteiligt warst, theoretisch aber hättest eingreifen/helfen sollen oder können. Auch wenn nicht, greift die Sache mitunter.

Klarer Fall von Störsender :)z ]:D

Das kann man rational ganz klar auseinandernehmen und durch angemessene Gedanken und Gefühle ersetzen :)z

Bei mir war immer ganz viel Perfektionismus, gekoppelt mit Schwarz- Weissdenken angesagt.

Perfektionismus geht so:

"Ich muss alles immer perfekt machen, perfekt sein, mich perfekt fühlen, auf andere perfekt wirken".

Perfekt= fehlerfrei. Fehlerfrei ist, wenn keiner dran rummäkelt UND ich mich dabei wunderbar fühle.

Da denkt man schon beim Lesen: halloooo?? ;-D ;-D ;-)

Schwarzweissdenken gibt dieser Sache noch den letzten Schliff:

Ich habe etwas gemacht, das ist gut gelungen. Alle sagen: super :)^ :)^ Nur einer findets doof und ein anderer macht ein Weiss nicht :-| – Gesicht.

Das sind aber nur 2 von 20 und zack! finde ich, ich hab alles versemmelt.

Denn es ist ja so nicht perfekt.

Oder ich selber sehe einen winzigen Fehler, denke, he, das ist falsch, jeder siehts ??woher weiss ich das im Voraus ??? und zack, schmeiss ich alles in den Müll.

Dabei wäre der winzige Fehler sicher kaum wem aufgefallen :)z ;-D .

Als diese Geschichten bei mir gerade richtig griffen, war ich, weil depressiv, nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu tun, weil ich mich mies fühlte. Gut fühlen gehörte in meinem Depri- System aber zu einer perfekten Handlung dazu. Schon Scheisse %-| . Also kostete es mich entsetzlich viel Kraft, trotzdem meinen Haushalt zu machen oder was zu Essen einzukaufen oder mal spazieren zu gehen. Nicht mal Essen klappte richtig, mir war vor Panik ja dauernd schlecht!

Irgendwann hab ich an meinem eigenen Verstand gezweifelt, weil ich mich doch so tierisch abmühte, alles super hinzukriegen und dann DAS ]:D :-o :-o :-o :-o :-o :-o .

Darum konnte ich auch schlecht Kritik ertragen, das hat mein eh schon marodes Selbstbewusstsein immer wieder in Frage gestellt.

Altes Schultrauma: wenns kritik vom Lehrer hagelte und dann schlechte Noten, gab es für mich fast immer Riesenärger zuhause, das hatte Folgen.

Also hab ich gelernt: Kritik = der Vorbote einer Katastrophe, aus der ich nicht rauskomme.

Inzwischen wird mir bei Kritik nur noch ein ganz klein wenig mau ;-)

z. B. bin ich derzeit wirklich ätzend erkältet und krank geschrieben. Ich bin noch in der Probezeit und musste mich schon einige Male zur Ordnung rufen, weil ich am Postkasten stand, tief durchatmete und mich innerlich auf den Kündigungsschrieb rüstete :-o

Als Kind hatte ich oft stressbedingt Bauchweh und Erbrechen, weil ich vor der Schule Angst hatte.

Meine Eltern haben oft gesagt, ich simuliere und bin gar nicht krank. Ich sollte mich mal zusammenreissen. Prompt hing ich erst recht überm Eimer ]:D :-p

Da musste ich mich dann vorgestern echt hinsetzen und die ganze Sache durchorgeln:

Bin ich erkältungs-immun, nur weil über meinem neuen Job noch das Schild "Probezeit" hängt? nein. Hab ich Angst vor dem Job? nein, der macht Spass.

Bin ich nun schlechter als meine ebenfalls kranken Kolleginnen? nein. Ich hab da ja auch die Vertretungen gemacht, obwohl es mir nicht in den Kram passte.

Kann ich was dafür, wenn kaum Einspringer da sind? nein, das ist Betriebssache.

Werd ich mitmal gesünder, wenn ich mich trotzdem hinschleppe und dann noch alle andern anstecke? nein.

Ich glaube, ich brauch den Rest der Woche auch noch und es fällt mir schwer, mich noch mal krank schreiben zu lassen. Merke aber, ich kriegs einfach noch nicht wieder hin.

Also geh ich spätestens übermorgen früh zum Doc, und lass mich noch mal krankschreiben.

Eine ziemlich fette Erkältung, die mich anderthalb Wochen ausser Gefecht gesetzt hat.

Das ist dafür normale und angemessene Zeit. Der Doc verschreibt mir keine Antibiotika (will ich auch nicht) und so lange ich noch Fieber bzw.Temperatur habe, bleib ich zuhause. Basta.

Mein Vorsatz: Ich zeige kein selbstschädigendes Vermeidungsverhalten und stelle mich der Sache, ich muss mich nicht rechtfertigen.

Du siehst, ich bin immer noch bei der Sache, was die VT- Techniken angeht.

Sport treib ich lieber alleine, weil ich auch da ein Schultraume hab- ich war immer ne totale Sportniete und war sportlich in der Klasse immer nur bei den Losern und in der Flaschenmannschaft.

Die anderen waren IMMER toller, schneller, konnten alles besser, irgendwann war ich es leid damit und bins bis heute.

Trauma in einem Tennislager, als mich Neonazis bedrohten

Also ich glaube, ich würde auch ohne eine solche Erfahrung nicht zum Militär gewollt haben.

Auf dieses "Lager"- Feeling stehe ich auch nicht.

Ich war mal mit 12 in einem Zeltlager am Meer und eigentlich war ich dafür noch ein bisschen zu klein.

So weit weg von zuhause, nur im Zelt wohnen, draussen regnete es und alles war klamm, das fand ich mitmal bedrohlich und schlug mich prompt mit Übelkeit und Erbrechen rum. Das hat sich erst nach einer Woche etwas gebessert. Es waren grosse weisse 10- Personen-Leihzelte und den klammen, muffigen Geruch da drin vergess ich nie! Später wurde es dann knallheiss, dann dransalierten mich immer wieder grössere Kinder, und ab da war ich zeltlager- kuriert :(v .

Ingenieurbüros und dergleichen anrufen, um ein Praktikum zu organisieren

Ich drücke dir die Daumen, dass du was Gutes findest :)* :)* :)* :)* .

Nein das ist wirklich nicht einfach, diese Bewerberei ist ein steiniger Acker.

Bei sowas hilfts mir immer, die Betriebe schon mal vorab zu checken, z- B. im Internet.

Das hat mir bei meinem jetzigen Job das Gefühl gegeben, dass ich da irgendwie schon mal war, fand ich cool und es hat mir im Vorstellungsgespräch doch sehr geholfen, weil ich ganz konkrete Fragen stellen konnte, um Interesse zu zeigen.

*:)

Ceall o!f Duxty


@ TestARHP

"Ich muss alles immer perfekt machen, perfekt sein, mich perfekt fühlen, auf andere perfekt wirken".

Ich habe etwas gemacht, das ist gut gelungen. Alle sagen: super. Nur einer findets doof und ein anderer mag ein Weiss nicht… Gut fühlen gehörte in meinem Depri- System aber zu einer perfekten Handlung dazu.

Da sprichst du auch aus meinem Leben. Ich hatte schon immer den Drang alles perfekt zu machen, aber wusste doch nicht, dass man sich damit nur selbst kaputt macht. Des Weiteren habe ich mich in der letzten Zeit sehr viel mit dem Thema Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl auseinandergesetzt und eben diese Perfektion kann ein Zeichen eines geringen Selbstwertgefühls sein, womit ich seit der Mobbingzeit zu Leben hatte, mir aber nie bewusst war. Ich weiss noch genau, dass ich bis Ende der Volksschule nie gross an mir zweifelte oder mich klein machte, so wie ich das die letzten Jahre mit Erfolg getan hatte.

Ich kann dir sagen, dass auch meine Stiefmutter (54) unter Perfektion leidet, denn für sie muss immer alles perfekt und sehr, sehr sauber sein. Kein Staubkörnchen darf man mehr sehen. Dennoch weiss ich, dass sie im Inneren sehr sensibel ist und ihr Auftreten für mich lediglich eine Fassade darstellt, denn sie ist dermassen verzweifelt, dass sie selbst in die Esoterik flüchtet, wo sie mich auch einmal hin schickte. Da sass eine Frau vor mir mit einer Art Sprungfeder (Tensor) und beschwörte irgendwelche Geister in den Raum, die mir weiterhelfen sollten, und fuchtelte dabei mit der Feder herum. Dann wurde sozusagen die Feder vom Geiste geführt und zeigten ihr auf, wo meine Probleme waren (Sie schwang die Feder horizontal hin und her und zählte dabei von eins aufwärts und da, wo sozusagen meine Schwäche war, schlug die Feder in die Vertikale) und ich musste mir einige Sätze merken, wie die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern und die Zukunft liegt erst noch vor dir und dabei einatmen, Augen schliessen etc. völliger Brainwash %-| . Der Ansatz mit den Merksätzen war ja gut und Recht, aber das rund herum brauchte ich nun wirklich nicht, denn per Zufall hatte mir damals die Stiefmutter einige ihrer Sätze genannt und ich musste haargenau dieselben merken.

Nun, zu meiner Perfektion weiss ich auch, dass ich mich nur akzeptieren konnte, wenn ich perfekt gewesen war und somit dann vom Gefühl her erst dann anderen genügte, aber da liegt ja der Fehler. Man muss nie jemandem, ausser sich selbst genügen, denn sonst würde man nach den Wertvorstellungen anderer Leute leben (=reaktiv) und nicht mehr über sich selbst entscheiden (=proaktiv). Denn es gibt auch in der Natur keine Perfektion. Die Perfektion entsteht nur in unseren Köpfen (es sei denn mathematische Figuren wie ein Kreis oder so). Für jede und jeden ist ein perfekter Mensch wieder eine andere Definition.

Ich bin nun soweit angekommen, dass ich bei der Arbeit schon mein Bestes geben werde, aber wenn ich Fehler mache, ist es auch recht so. Wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht und niemand ist perfekt. Des Weiteren habe ich aufgehört, mich selbst zu kritisieren und immer wieder etwas zu suchen, mit dem ich unzufrieden wäre, denn so würde ich mein ganzes Leben damit verschwenden, immer wieder neue Makel zu suchen. Ich mag mich nun so, wie ich bin, mit allen positiven und negativen Seiten, Stärken und Schwächen und nur schon das legt mir schon ein sehr gutes Gefühl an den Tag.

Aber um nochmals auf diese Störsender zurück zu kommen. Ich weiss nun, dank dir :)z :)^ :)= , dass eben diese "komischen Gefühle" selbst erlernte Reaktionen auf Ängste und Problemstellungen sind, auf die wir früher nicht adäquat reagieren konnten und nicht direkt eine gute Lösung gefunden haben und diese dann zum Datenmüll unserer Seele wurden(Wie auch beim Computer, den man von Zeit zu Zeit bereinigen sollte, auch wenn ich sonst nichts von Compis verstehe). Kommen wir nun in eine ähnliche Situation meldet sich der innere Kritiker (Störsender) mit alten Gedankeninhalten und Gefühlen auf diese Situation, die eigentlich nicht mehr zeitgemäss sind. In deiner VT musstest du ja alles notieren und analysieren, von wo das kommt, wer das gesagt hat, also meinst du damit, ob eine autoritäre Person das dir einmal vorwarf oder einfach dieser Störsender mit den Parolen?? Ich denke, dass bei mir viele dieser Gefühle durch mich selbst einst erschaffen wurden. Dann sagst du, muss man diese Sprüche und Parolen durch Konstruktives ersetzten.

Also zu meinem aktuellen Beispiel mit der Nachbarin bekam ich das Gefühl der Niedergeschlagenheit und der grossen Enttäuschung von mir (nicht irgendwie grosse körperliche Reaktionen wie Schwitzen oder Zittern). Die Stimme machte mich ja fertig, dass ich zu unfähig war, in dieser Situation den ersten Schritt zu machen etc. Nun muss ich diese Stimme (oder sind es die Gefühle, oder Beides?? ) also durch einen ermutigenden Satz oder Ähnliches ersetzen, damit ich das richtig verstehe?? Klar sagst du mir jetzt nicht was genau, denn dass hatte dich deine Therapeutin auch selbst machen lassen, aber mir geht es darum, dass Prinzip zu verstehen.

Das zweite Beispiel betrifft heute Morgen, als ich total verschlafen hatte, obwohl ich früher aufstehen wollte. Ich erwachte und genau da kam einer dieser lästigen Störsender und machte mir Vorwürfe, warum ich nicht früher aufgestanden bin und das Gefühl dabei erneut grosse Enttäuschung und eine gewisse Niedergeschlagenheit.

Vielen Dank für deine Unterstützung, ich werde natürlich berichten, wie weit ich jeweils bin mit der Bewerbung. Nun muss ich all meinen Mut zusammenfassen und heute Nachmittag den ersten Anruf erledigen. :-/ :-/

Wünsche einen schönen Nachmittag allerseits *:) und dir eine gute Besserung TestARHP :)* :)* (als Tipp empfehle ich dir Vitamin C 1000mg. Ich nehme jeden Tag eine, wenn ich merke, dass ich krank werde, gar 3-6 an einem Tag und bis jetzt klappt das ganz gut)

DXillexs


als Tipp empfehle ich dir Vitamin C 1000mg. Ich nehme jeden Tag eine, wenn ich merke, dass ich krank werde, gar 3-6 an einem Tag und bis jetzt klappt das ganz gut)

Wenn du Vitamin C oral einnimmst, scheidet der Körper alles was über das was der Körper (Darm) aufnehmen kann wieder direkt aus.

Ich lasse mir Vitamin C und Zink bei einer Erkältung immer mit Kochsalzlösung intravenös geben manchmal auch prophylaktisch.

Hilft rasend schnell, Erkältung ist nach 2 Tagen weg.

T-estOARHUP


Hallo Call of Duty!

Störsender können sich auf verschiedenen Grundlagen entwickeln.

Störsender sind so interne Parolen, die sich im Laufe der Entwicklung so bilden, ohne dass mans so richtig bemerkt.

meinst du damit, ob eine autoritäre Person das dir einmal vorwarf oder einfach dieser Störsender mit den Parolen??

Einfach nur ein Störsender aus dem Nichts, das gibts nicht. Der Störsender kommt immer, weil man ihn sich irgendwann in irgend einer Sit. selber gebastelt hat.

Hauptquellen gibts meiner Erfahrung nach drei:

Eltern/Erziehung, "die anderen" also Mitschüler, Freunde, Jugendliche und jüngere Leute, mit denen man so zusammen war/ist und als absolut wichtige Quelle, die eigene Störsenderfabrik ;-) im Kopf.

Da bildet man sich auf einer seltsam abstrakten Ebene eigene Parolen, die nicht weniger wirksam sind.

Kinder können ja nichts Grundlegendes überblicken, hinterfragen und kritisieren, sie sind komplett von den Eltern abhängig.

Aber genau so abhängig sind Kinder auch anderen Kindern gegenüber. Will sagen, als Kind nimmt man seine Stellung im Klassengeschehen genau so kritiklos hin, wie ein Naturereignis.

Ich bin auch ziemlich autoritär erzogen worden und viele dieser damaligen Grundsätze hab ich als Kind natürlich auch vollkommen kritiklos übernommen.

Das allein hat mich schon zu der Parole gebracht: Klappe halten, ich bin eh zu blöde, unerfahren, und qualifiziert und vor allem: andere sind IMMER schlauer, besser, blah...

Tja, und mit so einem Grundpäckchen wirds Kritisieren und sich Wehren oder Grenzen setzen später nicht gerade leichter, wenn man dann die Message von dreisten Klassenkameraden noch mal eingebläut kriegt.

Hänseleien, Gemobbe aufm Schulhof und all dieser Kram vertiefen die Sache ungemein und DANN legt man noch mehr Parolen nach im Grusel- Register ]:D

Die Frage: wer sagt das?

bezieht sich darauf, ob es irgendwann jmd. gab, der das tatsächlich gesagt hat oder etwas Ähnliches, woraufhin bei einem selbst die Parole entstand.

Es ist wichtig, den Ursprung möglichst genau herauszufinden.

Denn dann kann man noch viel plastischer den Unterschied zwischen "früher" und"heute" unterscheiden.

Meine Mutter war sehr autoritär, der Laden musste immer wie geschmiert laufen. Ihr oft rezitierter Leitsatz war: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Davon hab ich einiges übernommen. Ich kann mich ganz schlecht auf andere verlassen und muss immer die Kontrolle darüber haben, dass die Sachen so passieren wie ich will, sonst werd ich sauer. Ganz die Mama ;-D ;-D allerdings hab ich Humor und sie war bierernst.

Womit ich ganz klar punkte, denn mit Humor geht vieles besser ;-) .

Zu der Sache mitder nachbarin.

Das hätt ich halt so gemacht:

Die Stimme, was hat sie denn genau gesagt? Satz für Satz notieren.

Und jede Einzelheit hätt ich dann nach bewährter Methode zerpflückt.

Du schreibst:

dass ich zu unfähig war, in dieser Situation den ersten Schritt zu machen etc

Da kann man schon gut dran rumquetschen ;-) ]:D !

Unfähig.

Wozu genau denn? Und WIE fähig musst du denn sein, und: wer sagt dass du fähig sein MUSST- wär das jetzt oder allgemeingültig?? Ja oder nein?

Kannst du das übernehmen? (ja oder nein) wenn nein, warum?

Den ersten Schritt machen.

Musst du das? Wenn ja: wer sagt das? Und wieder: wäre das jetzt relevant oder allgemeingültig? ist das so für DICH praktikabel? Kannst du dass unterschreiben, ja oder nein? Und warum?

Wenn du zwischen Ja oder Nein zweifelst: sofort alle Zweifel aufschreiben und genau so untersuchen.

Es ist mühsam und nervt, aber heizt den Störsendern maximal ein und ist sehr gut für dich :)z :)* :)* .

Es ist :)^ wirklich :)^ wie ein Reinigungsprogramm für die Festplatte ;-D ;-D ;-D

Und nicht vergessen: das Frustablassen im Teil 1, wo man eeendlich mal all die negativen kleinen miesen Gedanken auflistet, ist gut- und das Wichtigste ist aber der zweite Teil:

Das Ersetzen der miesen Sachen durch wirklich gute, tröstliche, hilfreiche und förderliche, die realistisch machbar sind. Man darf erst aufhören und abschliessen, wenn wirklich ALLES bereinigt ist und man tatsächlich aufatmet.

Das muss gleich im Anschluss sein, damit man auch umlernt.

total verschlafen hatte, obwohl ich früher aufstehen wollte

Auch da kann man ansetzen:

Was hast du denn genau gefühlt und gedacht in dieser Situation? Und dann jede einzelne Sache nach obiger Methode analysieren.

Erfahrungsgemäss stehen bei solchen Verschlaf- Aktionen zumindest bei mir immer Ängste vorm Aufstehen im Hintergrund, wenn ich was vorhabe, was mir Angst macht. Besonders sowas nehm ich immer verschärft unter die Lupe.

Gegen Panik hilft Info, hab ich mir zum Gegenmittel gemacht.

denn wenn man weiss, was passieren kann und auch darauf vorbereitet ist, ists gar nicht mehr so schlimm. Nur nicht den letzten und eigentlich auch besten :)z :)^ Teil vergessen, die guten Gedanken für jeden einzelnen Negativpunkt!

Ich wünsch dir einen panikfreien ersten Anruf, wirst sehen, das klappt viel besser als man so denkt.

Derweile hab ich mich heute mit drei kl. Autoritätsgeschichten rumgeschlagen und beruhige mich gerade wieder:

ich war beim Doc und liess mich krank schreiben. Beim letzten Mal hatte er mit sonorer, tönender Stimme gesagt:

Frau Test, ich bin mir sicher, ab Donnerstag sind Sie bestimmt wieder fit!

Das klang für mich fast wie ein Befehl. Ich war überhaupt nicht fit und in solchen Momenten gerät mir alles zur Katastrophe.

Da hörte ich das alte "Simulanten" programm raus:

Schluss mit Krankfeiern! wenn du noch mal hier eintrullerst, dann setzt es was! Du gehst malochen, ist das klar ]:D !

Das gesellte sich dann zum schlechten Gewissen dem Team gegenüber, die müssen mich ja vertreten.

Rein arbeitstechnisch passt es mir selbst auch nicht, ich war gerade dabei, mich beiden Kids durchzusetzen und werd wohl wieder von vorne anfangen, wenn ich zurückkomme.

Aber das ist was anderes.

Ich hatte also heute vormittag mal wieder das gute alte schlechte Schulschwänzer- Gewissen, gekoppelt mit der Bibberfrage:

Schreibt der Doc mich nun krank oder nicht? (=schreiben meine Eltern eine Entschuldigung? Oder muss ich jetzt trotzdem zur Schule?)

AUUU WEIIAA :-o :-o

Ich rief mich zur Ordnung und – bummelte dermassen :)z :)z , so dass ich gerade noch rechtzeitig beim Doc war. Verpennt hab ich heute nicht- hätt aber passieren können ]:D

Der Doc sah mich und war total nett. Er hat mich ohne Trara noch weiter krankgeschrieben.

Als ich heimkam, war die Sache noch nicht ausgestanden.

Ich musste ja noch im Dienst anrufen- das gleiche Prob "reloaded".

Ich riss mich zusammen und machte es sofort – man hatte Verständnis, obwohl ich schon über eine Woche krank bin jetzt. Man hats ja auch an meiner Stimme gehört.

Dann hatte ich aus dem Briefkasten einen Schrieb vom Arbeitsamt geholt- wenn ich dieses graue Papier schon sehe, wird mir flau.

Ärger dräute- ich wollte den Brief nicht aufmachen. Auch da riss ich mich zusammen und dachte: was wollen die schon? Ich bin doch abgemeldet?

Naja, nun wollen sie Nachweise, die sie gar nicht mehr brauchen. Ich bin ja jetzt schliesslich abgemeldet und da sollen sie ne Schlussrechnung schicken, und fertig iss.

Hoff ich doch :=o .

Im Deprizustand hätte mich sowas gekillt. Im Vergleich dazu bin ich echt cool geworden.

Jetzt werd ich mir noch einen heissen Tee machen gehen. Vitamin C nehm ich auch schon täglich, diesmal hats nicht viel gebracht, es ist ein Virus leider...

Also ich drück dir die Daumen für deinen Aktionen!

*:)

C%allw of Dxuty


@ Dilles

Wenn du Vitamin C oral einnimmst, scheidet der Körper alles was über das was der Körper (Darm) aufnehmen kann wieder direkt aus.

Hmmm also irgendwie verstehe ich das nicht so ganz, wie du das gemeint hast. Vitamine kommen meistens oral in den Organismus (Früchte und Gemüse) und werden somit zwangsläufig vom Darm aufgenommen. Ausser den Vitaminen K, A, D, E, die fettlöslich sind, sind alle anderen wasserlöslich und meiner Meinung nach wird soviel vom Körper aufgenommen wie nötig und der Rest wieder über den Urin ausgeschieden.

@ TestARHP

wer sagt dass du fähig sein MUSST

Ist es sehr relevant zu wissen, wer das mal gesagt hat?, denn ich kann manchmal nur ahnen, in welcher Situation Ähnliches gesagt wurde, bin aber nie wirklich zu 100% sicher. Manchmal kann ich keine direkte Verbindung zu Früherem verknüpfen und dann denke ich, muss ich es wohl selbst einmal zu mir gesagt haben.

Das Ersetzen der miesen Sachen durch wirklich gute, tröstliche, hilfreiche und förderliche, die realistisch machbar sind. Man darf erst aufhören und abschliessen, wenn wirklich ALLES bereinigt ist und man tatsächlich aufatmet.

Das muss gleich im Anschluss sein, damit man auch umlernt.

Sry, dass ich so viele Fragen stelle, aber ich möchte da nicht etwas Falsches machen. Aber wenn du sagst, diese miesen Sachen ersetzen, dann kann ich selbst wählen, womit ich diese Parolen entschärfen kann.

Das Beispiel mit dem Verschlafen:

In der Depression konnte ich die erste Zeit sehr schlecht schlafen und dann kam eine sehr lange Zeit, dass ich übermässig viel schlief, wodurch ich morgens teilweise mit dem Wecker in der Hand wieder erwachte |-o . Damit hatte ich oft meinen Vater enttäuscht, ganz zu schweigen von mir selbst, da ich es ja schliesslich auch mir selbst beweisen wollte. Er sah das ganze dennoch ziemlich locker, ganz im Gegenteil zur Schule, denn da durfte man nur selten verschlafen und mir ist das dennoch das eine oder andere Mal passiert und ich denke, dass vielleicht aufgrund der Drohung des Lehrers, wenn man drei Mal verschläft, muss man eine Strafaufgabe erledigen, wie einen Aufsatz schreiben oder ein Referat halten und ich hasse Referate.

Ich war nun also heute Morgen sehr enttäuscht von mir und gleich danach niedergeschlagen. Die Parolen waren eben: warum hast du verschlafen? kannst du nicht mal ein bisschen mehr Disziplin an den Tag legen? Diese Sätze könnten aber auch von meiner Mutter her stammen. Ich denke, die Sätze waren auf die Situation bezogen etwas allgemeingültig, da es mir erst seit geraumer Zeit widerfahren ist und es vorkommen kann, dass man verschläft, deshalb ist dieser Spruch nicht dieser Situation angepasst. Ich kann in dieser Situation auch meine eigene Stellungnahme dazu haben, die etwas diplomatischer wäre als diese Sprüche.

Um dann in dieser Situation dies Sprüche zu entschärfen kann ich zum Beispiel tief einatmen, mit der Faust auf den Tisch schlagen oder nur in die Hände klatschen und dann diese Parolen für mich niedertrampeln und sagen, so, mein kleiner Jack ]:D (wie erwähnt, habe ich meinen Kritiker so getauft ;-D ) , du hältst mal deine Klappe und lässt mich für mich selbst sprechen, denn ich bin nun ein erwachsener Mann und kann mein Handeln und Tun selbst bestimmen, da brauchst du gar nichts mehr zu sagen...

Wäre das, deiner Ansicht hilfreich?? Ich möchte nur sicher gehen, dass ich dein Prinzip verstanden habe und selbst ein bisschen ausprobieren kann :)z

Ich habs heut einfach nicht geschafft. Irgendwie plagen mich ein wenig Versagensängste, weil alles neu ist und ich nicht mehr in der Schule bin und einer von vielen wäre, der Fehler macht, sondern für jemand Fremden arbeiten muss und nicht weiss, wie auf Fehler reagiert würde. Das liegt auch daran, dass ich bei meinem Vater Fehler machen durfte und nun habe ich das Gefühl, ich würde fertig gemacht werden bei einem Fehler...Ich denke einfach zu viel nach über schlimmes, das mir geschehen könnte, anstatt dies auszublenden. Ich merke an dem Punkt, dass ich noch nicht ganz das Selbstvertrauen erlangt habe, dass ich gerne möchte, denn ich weiss, dass ich sehr sensibel bin und mit Kritik nun mal noch nicht gut umgehen, das braucht noch seine Zeit.

Ich hoffe, dass ich dich (und auch andere) nicht zu fest damit belagere, aber mich interessiert es brennend, wie du damit umgegangen bist, da ich erst dank dieses Fadens ein bisschen mehr Verständnis erlangt habe. :)z :)=

wünsche euch allen einen wunderschönen Abend weiterhin :-D

T3estA!RHxP


@ Call of Duty

Ist es sehr relevant zu wissen, wer das mal gesagt hat

Manchmal ist es das, den wenn man sich die Protokolle aufschreibt und sowas notiert, kriegt man nach und nach heraus, ob es früher mal bestimmte Leute waren, die einen mit Parolen versorgten.

Wenn du man sich nicht so genau erinnerst, kann man es einfach so machen, dass man die Sit. genau festhält, in der man die Depri/ Panikattacke kriegt. Auch da kann man viel feststellen, WANN es einen besonders oft anficht, sodass man Vorkehrungen treffen kann oder die Sit. insgesamt genauer einzuschätzen lernt.

Bei mir wars z. B. in klassischen Situationen wie der sog. ÄHEM- Situation:

Ärgerlich, Hungrig, Einsam, Müde. Diese Zustände triggern bei mir Parolengedanken.

Da gilts, dann erstmal zu schlafen, zu essen, vllt. mal mit jmd. zu telefonieren, oder mich zu beruhigen. Müde trifft am ehesten zu, da entgleisen meine Gedanken besonders gern. Also morgens, wenn noch verpennt, gehts gleich rund. Abends gehts mir meist sehr gut- ein klassisches depressives Symptom.

Des weiteren könnten es auch einfach selbstgemachte Parolen sein, die als Hintergrund so eine Art Allgemeinkonsens zu haben scheinen.

Sachen wie: Man macht ??das so bist du man ???, das ist nun mal so ??immer ???, also stell dich nicht so an (denn wer sich anstellt, ist ne Memme ??aber wer sagt DAS schon wieder ???) und du meinst, dass du ähnlicher Ansicht bist, aber du kriegst jedes Mal ein mieses Gefühl, wenn dir so was durch den Kopf schiesst. Klarer Fall von Störsender.

kann ich selbst wählen, womit ich diese Parolen entschärfen kann.

Ja, klar! Unbedingt! Die Entschärfer müssen von dir kommen. Denn nur du kannst wirklich wissen, was dir in der betreffenden Sit. wirklich hilft.

hältst mal deine Klappe und lässt mich für mich selbst sprechen, denn ich bin nun ein erwachsener Mann und kann mein Handeln und Tun selbst bestimmen

Das klappt ab und an, sofern es nicht zu pauschal ist.

Ich bin immer dafür, der Sache genau auf den Grund zu kommen und da hilft mit der Faust auf den Tisch haun und In die Händeklatschen nicht, denn das ist nicht mehr und nicht weniger als Spannungsabfuhr. So lange du das machst, ist es noch nichts Konstruktives.

Manchmal ist vielmehr eine gewisse ]:D Ignoranz ]:D auch ganz ok. Dann denk ich einfach: Jaja., redet ihr Störsender nur, ch denke jetzt trotzdem Folgendes...bitte ausfüllen! ... oder tue trotzdem Folgendes: ...bitte ausfüllen!...

oder: Naja, Störsender, jeder darf hier seine Meinung haben, und darum tue und denke auch ich, was ich will. Ihr könnt übrigens gern zugucken, welchen Spass ich hab, wieviel ich auch heute wieder schaffe usw..

Das ist mein elegantester Trick, der kostet mich am wenigsten innerliche Kraft.

Denn dann hau ich halt nicht mit der Faust auf den Tisch, sondern gehe direkt zu etwas Konstruktivem über- nämlich der Tat (egal, was) und die führt zu einem Ergebnis, dafür lob ich mich dann auch, oder ich konzentriere mich weiter auf meine positiven Gedanken und ignorier den Störsender dabei möglichst komplett. DAS ist für mich hilfreich. Es macht den Sender zunichte.

Er darf nicht mehr Aufmerksamkeit kriegen, als zu seiner Eliminierung nötig ist ]:D .

Da hab ich mir eine sehr radikale und regelrecht militante Einstellung angewöhnt und denke strikt strategisch.

Hilfreich ist alles, was hilft ;-) . Für mich ist alles hilfreich, was mich gross und den Störsender und das Problem klein macht.

Und was mir viel innerlich Luft und Platz verschafft, den Störsender aber in einen Käfig sperrt, der so klein ist wie ein Stecknadelknopf. oder noch kleiner ;-D :)^

Diese Versagensängste kannst du genau so aufdröseln: In welcher aktuellen Sit. bist du gerade, wie fühlst du dich, welche körperlichen Reaktionen hast du, was sind deine Gedanken (sicherlich kommt un eine Riesenlawine an Gedanken ;-) ) und dann entschärfst du jeden einzelnen mit hilfreichen Einfällen dagegen. Und versuchst, das in die Tat umzusetzen und dich für jeden Schritt auch tüchtig zu loben. Denn das ist nicht nur nötig sondern auch eine nette Tat von dir selbst für dich :)z :)^ :-D

denke einfach zu viel nach über schlimmes, das mir geschehen könnte

... ausblenden hilft NULL :|N

Diese Befürchtungen kannst du genau so unter die Lupe nehmen – s. oben. Alles, was fiese Gefühle dieser wohlbekannten, fiesen, lauen, mauen Art auslöst, sollte man unter die Lupe nehmen. Ich hatte einen Haufen Arbeit damit, und sie wird wohl auch nie ganz getan sein. Aber den grössten Misthaufen hab ich glaub ich wohl entsorgt :-p und inzwischen hab ich Routine ]:D

Ich bin sicher, du packst das auch, du versuchsts schon, es wird klappen. Jeder kann lernen, und umlernen kann man auch.

Nun kenn ich deine Problemlage nicht so ganz genau, drum empfehl ich durchaus, einen Therapeuten zu suchen, der VT anbietet.

Wöchentliche Gespräche über das in der Woche Notierte und Erlebte, können sehr unterstützend wirken und mich hat es doch sehr stabilisiert, diesen Prozess auch irgendwie von jmd. überwachen zu lassen. Es werden nämlich konkret ausgelotete Therapieziele angesteuert, also es wird sehr zielgerichtet und auf keinen Fall "ins Blaue" gearbeitet.

Plus, ich kriegte Infos über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über Depressionen und Stressmechanismen (das würde hier den Rahmen sprengen) und auch das hat mir sehr geholfen.

Man wird dabei kein neuer oder anderer Mensch, aber viel Kleinkram fällt nach und nach weg, das hat man dann nicht mehr, vermisst es aber auch nicht ]:D

*:)

Tfes<tAxRHP


... hoppla! da hab ich aus Versehen einen Riesenabsatz als Zitat gemacht, sorry!

komisch, versteh ich nicht... ":/

Ceall of yDutxy


@ TestARHP

ÄHEM- Situation:

Ärgerlich, Hungrig, Einsam, Müde.

Wow, ich habe eigentlich nie darauf geachtet, in welchen Situationen sich die Störsender melden, aber da hast du was Wahres angesprochen. Zum Gefühl Einsamkeit kann ich dir noch ein Lied davon singen, als ich auf einmal alleine in der Wohnung war. Ich dachte ich hätte niemanden mehr, da die Isolation am Abend teils unerträglich war, vor allem auch aufgrund der Depression. Da habe ich gelesen, dass nicht das Alleinsein per se, sondern das negative Gefühl ausschlaggebend ist ]:D , das wir dem Alleinsein zuschreiben. Genau da hat es bei mir, nach der Depression selbstverständlich, klick gemacht und nun geniesse ich jede freie Minute, in der ich Herr über MEIN LEBEN bin und auf niemanden Rücksicht nehmen muss :)z .

Das klappt ab und an, sofern es nicht zu pauschal ist.

Okay, jetzt habe ich verstanden. Die Störsender erfolgreich mit inhaltlich ausgereiften "Entwaffungen" neutralisieren. Mit der Faust auf den Tisch klopfen oder in die Hände klatschen wäre für mich wie ein symbolischer Alarm, he, da versucht dich jemand zu erniedrigen, wehr dich und zeig ihm, wo es lang geht. Dann eigene förderliche Gedanken und Gefühle als Ersatz zu den unguten Gefühlen und Parolen "kreieren". Ich denke dass ich da richtig liege, dass derselbe Störsender immer wieder kommt, aber immer geschwächter, bis er auf einmal weg ist.

Als Beispiel habe ich immer noch eine gewisse "Soziophobie",die Angst vor Menschenmassen, ich darf hier aber nicht selbst eine Diagnose stellen, denn mein Vater warnt mich davor, diese Bilder nicht als solche zu Leben und mir dann einzubilden, ich leide darunter.

Also wenn ich nur schon daran denke, dass ich nächstes Jahr unter vielen Studenten auf dem Campus herumirre und mich wieder auf viele neue Gesichter und Charaktere einstellen muss, meldet sich mein Störsender, aber hallo.

Versuch es nicht, du bist nicht liebenswert, es wird dich eh keiner mögen (obwohl ich weiss, dass ich durchaus ein liebenswerter Mensch mit einem grossen Herzen bin, kommt dieser Störsender dennoch immer wieder und lässt mich nicht in Ruhe)

Es liegt daran, dass ich einfach nicht mehr über die notwendigen Kapazitäten verfüge, verletzt zu werden (zu schön, um wahr zu sein) und deshalb möchte ich auch nicht unter vielen Leuten sein, denn die Wahrscheinlichkeit steigt bei vielen Leuten, dass ein schwarzes Schaf darunter ist, das es eben auf mich abgesehen hat. Klar, sind das nun Verschwörungstheorien, aber ich habe nun einfach noch nicht die Energie, um Kränkungen jeglicher Art zu verarbeiten, da noch ein Haufen aus der Vergangenheit wieder aufgewärmt werden muss, was ich leider bis dato zu verdrängen versuchte, aber damit ist nun Schluss. Ich merke hier auch, dass mein Selbstwertgefühl doch noch ziemlich klein ist und ich mit mir selbst noch sehr unsicher bin, aber das braucht seine Zeit, um die Wunden der letzten Jahre zu heilen.

Was mir dennoch auffällt, dass ich mich zum Beispiel bei mir in der Umgebung wieder einigermassen normal ins Getümmel werfen kann, ohne dieselben heftigen Gefühle und Parolen wie vor einem dreiviertel Jahr, denn die sind viel weniger "krass". Das liegt auch daran, dass ich eben schon selbst dagegen begonnen habe anzukämpfen, aber kann ich, dank dir, nun die geeigneten Mittel finden, um diese zu eliminieren.

Hab vielen Dank soweit :)z :)z :)^ :)^ :)= :)= :)= , auch an alle anderen für eure Tipps und Tricks, für deine wunderbaren und für mich leicht verständlichen Ausführungen und deiner investierten Zeit, denn ich merke, dass ich doch einige Stunden mit Schreiben beschäftigt bin, was mir aber doch auf eine Art Freude bereitet. Weiter möchte ich allen ein Kompliment geben, denn ihr seid gute, hilfsbereite Menschen :)= :)= :)z :)z , die man in dieser westlichen, geblendeten Gesellschaft oft vergeblich sucht. Weiter so.

Zum Praktikum hatte ich leider noch nicht den Mut aufgebracht, einen Telefonanruf zu pflegen, aufgrund zahlreicher Störsender. Ich überlege, ob es nicht besser wäre, zunächst ein halbes Jahr ein Praktikum mit körperlicher Arbeit und dann ein nächstes halbes Jahr in einem Büro zu arbeiten, denn ich merke jetzt schon, dass ich psychisch teilweise schnell erschöpft bin nach einem Tag im Büro, ganz im Gegenteil zur körperlichen Erschöpfung, die einem das Gefühl gibt, etwas geleistet zu haben und man geistig noch total fit ist.

drum empfehl ich durchaus, einen Therapeuten zu suchen, der VT anbietet

Ja, danke. Ich habe auch selbst gemerkt, dass ich gewisse Blockaden habe, die ich mit einem Therapeuten bereinigen sollte. Mein Vater hat mir einen Therapeuten empfohlen, der bei Alfred Längle in Ausbildung war und auf Basis der Logotherapie (=Existenzanalyse) arbeitet. Keine Ahnung, was das nun wieder bedeutet. Aber ich werde ihn sicher auf eine VT ansprechen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Rest des Abends und freue mich wieder auf neue Beiträge.

Dir TestARHP wünsch ich weiterhin eine gute Genesung :)* :)*

Tvest%ARH!P


@ Call of Duty

Hallo, ich hab dein Posting gelesen, hab aber erst später Zeit, drauf einzugehen,habe noch ein bisschen zu tun hier!

bis dann *:) *:)

T/estMAuRsHxP


@ Call of Duty

... so jetzt hab ich Zeit ;-)

Danke erstmal für deine Genesungswünsche- ist in Arbeit ;-) mir gehts wieder ganz ok soweit, bis auf die ramponierte Stimme ;-) :)_

Also diese Störsender sind tückisch. Wenn man einen eliminiert hat, dann heisst das vor Allem anfangs nicht, dass diese Sache dann weg wäre. Es ist ein Prozess, eine Entwicklung. Man muss diese Entschärfungen immer und immer wieder machen, das ist zäh! Du siehst ja, dass ich selbst nach über 10Jahren noch damit zu tun habe- wenn auch nicht mehr indem Umfang und der Stärke wie zu Anfang der Therapie.

Ich wiege mich jedenfalls nie in Sicherheit, dass mir so ein Absturz wie damals nie mehr passieren wird, auch wenn es derzeit recht unwahrscheinlich ist.

Die Muster, von denen die Störsender kommen, docken immer wieder neu an und in den unterschiedlichsten Sit. Da braucht es viel Routine und ZEIT, um das im Ganzen zu überblicken. Das bedeutet, dass du bis auf weiteres immer ein Auge darauf haben musst, was gerade passiert und wie du dich dabei fühlst, und ob irgendwo mal wieder was Neues andockt.

Solltest du eine VT machen wollen, würdest du eine grosse und nützliche Bandbreite an Informationen viel mehr und konkreter, als ich hier so bieten kann und dann für die Zeit der Therapie ziemlich konkrete Anleitungen für deine spezielle Problemlage bekommen.

Es wird eine genaue Diagnose und eine Art Behandlungsplan erstellt, und dazu wird eine entsprechende Zielsetzung erarbeitet, die angestrebt wird.

Deswegen fällt es mir jetzt auch schwer, zu weiteren Einzelheiten bzgl. deiner persönlichen Sit. etwas zu sagen- bitte nicht enttäuscht sein! Diese Dinge sind komplex, und trotz meiner eigenen Therapieerfahrungen kann ich jetzt nicht alles richtig einschätzen.

Störsender erfolgreich mit inhaltlich ausgereiften "Entwaffungen" neutralisieren

Ja, genau darum geht es.

Plus: mit der Anleitung eines VT- Therapeuten bist du dabei weniger von Zufallsergebnissen abhängig, sondern fast jeder Versuch, einen Störsender zu überrumpeln, wird klappen und das macht die ganze Sache dann auch so effektiv. Es fing irgendwann sogar an, mir fast Spass zu machen, mal wieder so ein Ding zu erwischen ;-D ]:D

Irgendwann ists dir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass du das auch ohne Therapeuten kannst. Dieser Punkt bestimmt dann auch den Abschluss der Therapie, weil dir die Sitzungen nichts mehr bringen.

Was "Existenzanalyse" ist, weiss ich nicht, aber ich weiss, dass VT erwiesenermassen bei Depressionen, Angstzuständen und Zwängen das Beste ist, was man dagegen anwenden kann.

Es versetzt einen in die Lage, das unabhängig vom Therapeuten zu praktizieren.

Sprich, man kriegt ganz konkrete METHODEN beigebracht und wird ausdrücklich dazu angehalten, sich selber auch eigene Methoden zu erarbeiten, die man anwendet.

Möglicherweise erarbeitest du dir auch noch ganz andere Sachen als ich! Da ist ja jeder anders!

Aber so, wie ich dich jetzt grundsätzlich einschätze, glaube ich, dass VT auch für dich nützlich wäre.

Es ging mir während der Therapie schon nach wenigen Wochen merklich und solide besser.

Ich hatte 25 Sitzungen. Die ersten 2x wöchentlich, dann 1x, dann alle 2 Wochen und so weiter, je nachdem wie lange Zwischenzeiten ich schaffte. Die letzten Sitzungen lagen 1 Monat auseinander, da war ich schon fitter und wurde langsam "therapiemüde".

Da hat die Therapeutin vorgeschlagen, das nun zu beenden, und ich war einverstanden.

Ich hatte keinen Bedarf mehr, und wollte auch nicht mehr. Zu merken daran, dass ich die letzten 3 Sitzungen um 1 Haar vergessen hätte!

Übrigens fand ich, dass es bei dieser Methode so sehr auf die Methode ankommt, dass es weniger wichtig ist, den Therapeuten auch zu MÖGEN.

Klar, man muss miteinander kramen können und einen gewissen Draht haben, aber das wars dann auch.

Es hat sich fast wie eine Unterrichts- Stunde angefühlt- die Therapeutin war freundlich, ein eher intellektueller Typ, sehr wissenschaftlich und professionell. Das fand ich wie schon mal erwähnt, gut.

Da kommen keine Abhängigkeiten auf, die hinderlich sind.

Denn das Ziel ist ja dabei, selber klarzukommen, und ich kam klar. Die Therapeutin war jedenfalls sehr zufrieden mit mir.

Solltest du dich also für eine solche Therapie entschliessen und auch einen Therapeuten finden, drück ich dir im Voraus schon mal die Daumen.

ob es nicht besser wäre, zunächst ein halbes Jahr ein Praktikum mit körperlicher Arbeit und dann ein nächstes halbes Jahr in einem Büro zu arbeiten

Das könnte jetzt mal kein Störsender sein ;-) :)^ , sondern eine gute Idee! Wenn du es in dieser Zeit schaffst, zeitgleich eine Therapie anzufangen, würde sich das gut ergänzen.

Überleg dir einfach mal in Ruhe, was du da machen willst, dann kannst du den Anruf mit konkreteren Vorstellungen tätigen und fühlst dich sicherer.

*:) *:)

CHall Jof PDuty


Hi @ all & TestARHP

Ich habe deinen Bericht gelesen und werde heute (Sonntag) darauf antworten.

Wünsche allen einen schönen Sonntag :)z

Cvall &oft DuRty


Einen wunderschönen guten Abend allerseits :-)

@ TestARHP

Also diese Störsender sind tückisch

Wenn man aber bewusster lebt, merkt man auch, wenn sie versuchen, einen anzugreifen ]:D . Gestern fiel mir das wieder auf. Ich wollte zur Biochemikerin gehen, um mich zu erkundigen, ob ihr Angebot noch stehen würde mit der gratis Analyse. Ich sass da bei meinem Vater im Büro und fragte ihn, ob ich zu ihr gehen sollte und er meinte, warum nicht. Da kamen sie: Hör doch auf, was denkt sie wohl, wenn du einfach klopfst und um etwas bittest, versuch es gar nicht erst, sie wird dich wieder weg schicken.

Hier nahm ich sie bewusst war und je länger ich wartete, umso nervöser wurde ich. Ich bekam ein flaues Gefühl im Magen, meine Hände wurden schweissig und ich begann vor dem Büro herum zu laufen und überlegte, wie ich sie darauf ansprechen sollte. Mein Vater nahm mich da auf den Arm und sagte: Pass auf, denn sie wird mit einer Keule hinter der Tür auf dich warten oder wenn du nicht klopfen möchtest, dann lege dich doch einfach vor die Tür und sie wird dann irgendwann mal über dich stolpern ;-D . Er hatte aber Recht, ich meine, was konnte mir im schlimmsten Fall schon passieren? Dass sie mich vielleicht höflich weg bitten würde, weil der Zeitpunkt ungelegen käme?? Für mich war einfach die ganzheitliche Situation unangenehm, jemand um etwas zu bitten, aber ich gab mir dennoch einen Ruck und sagte dem Störsender: So nun sag ich dir mal was Freundchen: Ich werde mich gut, sicher und selbstbewusst fühlen, wenn ich gleich klopfen werde und niemand denkt schlecht von mir, schon gar nicht ich selbst. Dann lief ich zur Tür und klopfte. Im Anschluss war ich wieder ca. für 1 Stunde in ihrem Labor verschwunden und diskutierte und diskutierte….

Deswegen fällt es mir jetzt auch schwer, zu weiteren Einzelheiten bzgl. deiner persönlichen Sit. etwas zu sagen- bitte nicht enttäuscht sein

Keineswegs bin ich enttäuscht. Ich bin dir, wie schon erwähnt, sehr, sehr dankbar für deine Erfahrungen und Tipps, die du mit mir teilst.

Zur VT bin ich ein Stück weit schon begeistert, jedoch brauch ich einen guten Therapeuten, denn der Psychiater, zu dem ich gegangen bin, konnte mir nicht wirklich helfen und wollte mich immer zu Medikamenten drängen. Darum werde ich nun einen Psychologen o.Ä. aufsuchen. Ich gebe eben dieser Therapieform mal eine Chance. Wenn es nichts nützt, wird es wohl auch nicht schaden ;-) . Ich habe auch schon mit meinem Vater darüber gesprochen und auch erzählt, dass ich im Forum schreibe und mich austausche und von deiner 10jährigen Therapie berichtet und was für gute Tipps du mir schon gegeben hast. Er meinte, dass -Ich bin mir nun nicht ganz sicher ob das wirklich Längle war oder eine andere Person- ihm jemand sagte, alle Therapien, die länger als 2 Jahre dauerten, würden weniger Sinn machen. Frag mich nicht, wie das gemeint ist, ich werde ihn nochmals genauer danach fragen, aber ich habe mich schlagartig wieder an deine Worte erinnert:

Therapie ist ok, wenn es einem danach besser geht.

Ich denke, dass du vielleicht innerhalb von einem Jahr alle nützlichen Tipps und Tricks erhalten kannst, die dir Abhilfe verschaffen können, aber im Endeffekt ist die Persönlichkeitsentwicklung doch nie richtig abgeschlossen, so meine Meinung. So komisch das auch klingen mag, aber ich habe heute 1h 40min. mit meiner Mutter telefoniert und sie sagt, sie könne von mir schon lernen in Bezug auf das Leben. Ich sage, man lernt nie aus und kann in dem Sinne auch immer ein wenig an sich selbst arbeiten, denn niemand ist vollkommen und man wird es auch nie sein. Des Weiteren habe ich in der Schule gelernt, dass das Gehirn ständig damit beschäftigt ist zu verhindern, dass sich unsere Persönlichkeit "verändert". Zum Beispiel ist man sicherlich nicht mehr zu 100% derselbe nach einer Weltreise, wie vor einer. Alle Sinneseindrücke und alles Erlebte prägen ja den Menschen

@ nachtschwaermerin

Wie geht es dir?? Bist du mit deinem Wohnungs-Dilemma schon weiter gekommen und hast deine Mitbewohnerin einmal ansprechen können??

Wünsche allen einen schönen Abend und dir TestARHP weiterhin eine gute Besserung :)z

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