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Anti-Depressionsfaden: Was hat euch geholfen?

ThestA"RHP


@ Call of Duty

10jährigen Therapie

...nein nein, doch keine 10 Jahre ;-D ;-D auuu weia ;-D ;-) Die Therapie selber hat bei mir anderthalb Jahre gedauert.

Sollte ich mich da vllt. nicht ganz klar ausgedrückt haben, hab ichs garantiert so gemeint:

In den 1,5 Jahren hab ich die Methodik erlernt und mir antrainiert sowie mich mit Infos versorgt. Gleichzeitig hab ich natürlich auch angefangen das selbsttätig zu machen- zuhause, zwischen den einzelnen Sitzungen! Ich war ja nicht stationär untergebracht.

Nach Ende der Sitzungen hat für mich die eigentliche Therapie angefangen: nämlich das komplett selbständige Anwenden und auch eigenständige Verändern der ganzen Sachen ohne die immer wiederkehrende Gelegenheit, einer Therapeutin darüber zu berichten!

Es hat was vom Führerschein: richtig fahren lernst du erst erst in der Praxis ;-) .

VT gibts in Deutschland auf Krankenkasse.

Ich hatte erstmal 25 Sitzungen genehmigt bekommen- klar mit der Möglichkeit, noch weitere dranzuhängen.

Sie haben aber ausgereicht. Will sagen: das Programm hab ich in 25 Terminen durchgeackert und war danach reif für die freie Wildbahn.

Ich habe danach aber die erwähnten 10 Jahre gebraucht, um die Ergebnisse wirklich zu festigen.

Als ca. 15 Termine rum waren, hab ich die letzten Tabletten genommen und bin danach nie mehr zum Arzt wegen sowas.

Klar gings mir immer wieder mal ziemlich schlecht, aber ich hab einfach mit den VT Techniken weiter gearbeitet, bis die Beschwerden und die innere Unsicherheit definitiv und solide nachliessen.

alle Therapien, die länger als 2 Jahre dauerten, würden weniger Sinn machen

Eine Therapie sollte sich wirklich nicht zu lange hinziehen :|N .

Therapie ist nicht das Leben, sondern eine Ausnahme- Episode, das sollte kein Standard werden.

Viele Leute gehn z. B. zur Psychoanalyse.

Dort wird kein Behandlungsplan erstellt, sondern "frei assoziiert".

D. h. der Patient redet ganz frei und zufällig nach Befinden über das, was ihm jetzt gerade durch den Kopf geht, und der Analytiker versucht, aus seinen Notizen, die er dabei macht, ein Muster zu erkennen, das dann im Gespräch bearbeitet wird.

Es entwickelt sich dabei zwischen Patienten und dem Analytiker auch eine Beziehung, wobei der Patient den Analytiker zu seiner Bezugsperson macht, fast wie die Eltern oder andere für ihn wichtige Personen! Diese fiktiven Personen, die in den Analytiker hineininterpretiert werden, können auch wechseln- je nach Befindlichkeit des Patienten. Dem kann der Analytiker dann auch Rückschlüsse über das Problem des Patienten entnehmen.

So können Jahre vergehen, und das Gelingen der Sache ist sehr von Zufallsergebnissen abhängig. Der Analytiker versucht nämlich NICHT, zielgerichtet bestimmte Themen oder Problemgebiete zu bearbeiten, alles sollte vom Patienten ausgehen.

Somit ist es auch nicht gesagt, dass die Psychoanalyse zu einer nachhaltigen Verbesserung des Befindens des Patienten führt. Im Gegenteil, vielen geht es erstmal richtig schlecht, weil sie sich ohne Struktur in ihre Probleme vertiefen und sich mögl.weise auch darin verirren.

Auch kann der Patient sehr abhängig vom Analytiker werden- er braucht dann die Therapiesit. zu seiner momentanen Entlastung, arbeitet aber nicht wirklich, d. h. zielgerichtet und systematisch an seinen Probs.

Ich kannte mal eine Frau, die von ihrer Analytikerin abhängig geworden war und dort seit gut 8(!!!) Jahren hing ging, aber ihre Depressionen und Ängste wurden nicht besser.

Sie war nicht dazu zu bewegen, die Analyse abzubrechen und es vllt. mal mit einer anderen Methode zu versuchen. Der Grund: sie brauchte ihre wöchentliche "Beichtstunde", sozusagen.

Das ist ein Beispiel für eine missglückte Therapie.

Naklar ist die persönliche Entwicklung nie ganz abgeschlossen.

Man lernt immer noch mal was dazu :)z :)^ wär ja auch graus, wenn nicht! aber ich glaube, dass die grundsätzliche Entwicklung schon relativ früh abgeschlossen ist und nicht mehr all zu sehr veränderbar ist. Ich schätze, dass das zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr bis kurz vor der Pubertät der Fall ist. Alles, was man dann, während und auch nach der Pubertät dazu lernt, wird in das Grundgerüst ein- bzw. dazu gebaut oder auch mal wieder ausgemistet ;-).

Aber das Grundgerüst bleibt. Jedenfalls gehts mir so! Auch nach meiner Therapie und jetzt ebenfalls, trifft das auf mich zu.

Ein Glück, dass diese Ängste und der Depri, sofern erlernt, auch wieder zu VERlernen sind, also man bauts ein und mistets auch wieder aus. Uff :=o ;-D .

Sehr gut, dass du deinen Störsender zurückdrängen konntest bei der Biochemikerin :)^ .

Denn Vermeidungsverhalten bei Ängsten ist sehr kontraproduktiv, damit bestätigst du die Angst, was aber falsch ist.

Ich glaube wirklich, dass du mit ner VT gut bedienst wärst, da lernst du ne echte Feinabstimmung deines Störsender- Bekämpfungsprogramms :)z :)^

Danke für die guten Besserungswünsche :)z ;-D , ich glaub ich bin übern Berg mit dieser Grippe :)z

Dir wünsch ich auch noch einen schönen Abend!

*:)

C all 6of CDu?ty


@ TestARHP

Die Therapie selber hat bei mir anderthalb Jahre gedauert.

Entschuldige vielmals |-o , da hab ich wohl etwas missverstanden. Hoffentlich nimmst du mir das nicht übel ;-)

Es entwickelt sich dabei zwischen Patienten und dem Analytiker auch eine Beziehung, wobei der Patient den Analytiker zu seiner Bezugsperson macht, fast wie die Eltern oder andere für ihn wichtige Personen! Diese fiktiven Personen, die in den Analytiker hineininterpretiert werden, können auch wechseln- je nach Befindlichkeit des Patienten. Dem kann der Analytiker dann auch Rückschlüsse über das Problem des Patienten entnehmen.

So können Jahre vergehen, und das Gelingen der Sache ist sehr von Zufallsergebnissen abhängig. Der Analytiker versucht nämlich NICHT, zielgerichtet bestimmte Themen oder Problemgebiete zu bearbeiten, alles sollte vom Patienten ausgehen.

Das war genau der Aspekt, den mein Vater damit meinte, wenn man zu lange in Therapie ist, dass dann eine Bindung entstehen kann, die destruktiv und kontraproduktiv wirken kann.

Der zweite Absatz kommt mir sehr bekannt vor :)z . Zu meiner Zeit bei dem Psychiater war dies so. Zu Beginn lief es oft wie folgt ab: Als ich das Zimmer betrat und im Sessel Platz nahm, wollte ich so lange warten, bis er den Anfang macht und mir gezielt Fragen stellt. Deshalb folgte teils ein langes, peinliches Schweigen und ich wurde irgendwie immer nervöser. Ich mochte es nicht, wenn wir uns wortlos ansahen und fing an darüber zu reden, was mich belastete, jede Woche und immer dasselbe. Mit der Zeit war es so, dass ich mich daran gewöhnt hatte, gleich zu reden, um eben dieses peinliche Schweigen zu umgehen. Im Anschluss fragte er immer, was ich gegen meine Probleme unternehmen wollte, ja frag das einen Depri. Ich verstehe dich, dass man seine eigenen Lösungen finden sollte, aber er gab mir nicht ansatzweise Hilfestellungen, nur immer wieder das nette Angebot der Medikamente. Du hast mich beispielsweise auf die Störsender aufmerksam gemacht und wie man damit umgehen kann, ohne zu sagen, was ich fühlen oder denken sollte, um die Parolen zu entschärfen, denn eben das ist ja meine Aufgabe. Zu dieser Zeit übrigens wusste ich nichts von diesen Störsendern. Ich wusste gar nichts. Er sagte mir weder dass ich ein geringes Selbstwertgefühl/Minderwertigkeitskomplexe hatte und daran arbeiten könnte noch sonst irgendetwas (doofe Rechtschreibung, ich bin mir es gewohnt, diese Wörter auseinander zu schreiben), was beispielsweise die Störsender anbelangt. Ich habe bisher alles selbst herausgefunden und mich selbst diagnostiziert, meine Probleme aufgespürt und vieles schon verbessern können. Nun bin ich, dank dir – Ich kann einfach nicht damit aufhören, dir zu danken :-D :)z :)^ :)= @:) - wieder ein Stückchen weiter und wieder merke ich, wie ich mich ein wenig leichter fühle. Die Biochemikerin gab mir des Weiteren den Tipp, mehr im Leben zu akzeptieren und nicht zu fest gegen gewisse Dinge ankämpfen zu wollen und das Leben bewusst mit mehr Freude zu leben, da wir ohnehin eine kurze Zeitspanne auf dieser Erde haben und da hat sie vollkommen Recht. Das Leben ist zu kurz, um sich täglich den Kopf zu zerbrechen.

Mein Vater hat mir gestern 3 CDs von Viktor Frankl gebrannt, wo er die Logotherapie erklärt. Ich werde mir diese CDs einmal anhören und davon berichten. Dein Rat mit der VT bleibt mir sicher im Hinterkopf, aber da mein Vater sehr positiv über diese Therapeutin spricht, versuch ich es einmal. Wenn nicht, werde ich mich gleich nach einer VT erkundigen.

Nun denn, einen wunderschönen Tag und ich halte dich und die anderen auf dem Laufenden *:) *:)

T:est}AR<HxP


Hallo Call of Duty,

naklar nehm ich dir das nicht übel :-) , dass du das nicht ganz verstanden hattest. Ich hab ja auch ganz schön viel geschrieben!

Also dein Psychiater, den du da hattest, klingt sehr nach alter Schule => Freud und die Psychoanalyse.

Es ist trotzdem ok, dass er dir halt nichts über dein eher geringes Selbstwertgefühl gesagt hatte, er wollte ja auch, dass du es selber benennst!

Er hat sicher nach einer anderen Methode gearbeitet, und mir als VT- Befürworterin wäre das zu "schwammig" und nicht präzise genug.

Ich wollte nicht mehr unter dem Depri leiden müssen und wollte keine langen Umwege.

Tipp, mehr im Leben zu akzeptieren und nicht zu fest gegen gewisse Dinge ankämpfen zu wollen

:)^ :)z Das klingt schon mal ok, es wäre mir natürlich ;-) zu pauschal ;-) ;-D .

Da hätt ich dann evtl. gefragt: was genau wäre denn da mehr zu akzeptieren?

Ein paar Stichworte hätten mir schon gereicht!

Es gibt wirklich Dinge, an denen man nichts ändern kann, und wenn man die bekämpft, rennt man gegen Windmühlenflügel an. Bei anderen ist vllt. eine Art Kompromiss drin, und ein paar kann man tatsächlich ändern.

Die Kunst ist, die entsprechenden Sachen zu erkennen, und wenn man seinen gesunden Menschenverstand dabei einschaltet, ists gar nicht so schwer.

und das Leben bewusst mit mehr Freude zu leben, da wir ohnehin eine kurze Zeitspanne auf dieser Erde haben

... :)z :)z stimmt natürlich auch, für mich war das ein Ziel, wo ich unbedingt hinkommen wollte. cist aber auch pauschal: WAS genauz sol mir denn mehr Freude bereiten? Was kann ich nicht mehr geniessen und möchte ich das ändern? Und gibt es auch noch andere Sachen, die ich endlich mal geniessen will?

Ich musste mich dazu ein bisschen hin erziehen, z. B. die netten Kleinigkeiten wieder bewusst zu geniessen. Meine Störsender sind zwanghafte, missgünstige alte Trutschen ;-) die gönnen mir nicht den Dreck unterm Fingernagel ]:D sofern ich sie walten lasse..

Wenns mir also mal auch nur ansatzweise besser ging, liefen sie gleich zur Hochform auf.

In solchen Phasen hab ich die härteste Arbeit gehabt, sprich: stapelweise Protokolle geschrieben ;-) Das war durchaus eine Klippe: mit fings an, besser zu gehen und prompt gingen die Depriattacken wieder los. Man hätte denken können, :-o :-o die Therapie hilft ja gar nicht :°( :°( !

Da hab ich mich immer wieder bewusst zur Konsequenz angehalten :)z , damit ich die Dinge nicht schleifen lassen würde. Ich musste oft meine ganzen Kräfte zusammenraffen, um die Attacke dann doch noch aufs Protokollblatt zu kriegen und verdammt noch mal ]:D KEINE Tablette einzuwerfen.

Es ist immer erstaunlich, was man dann doch noch so alles schafft :=o . Hätt ich vorher gewusst, wie anstrengend die Sache würde, hätte ich die Therapie gar nicht erst angefangen.

Dann wär ich den Weg des geringeren (innerlichen!)Widerstandes gegangen, hätte weiter Tabletten genommen und den Doc gewechselt, wenns mir dann nicht immer blendend gegangen wäre.

Heute bin ich froh, dass ich das so gemacht habe.

Ja, informier dich mal umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten, die dir in Sachen Therapie offenstehen!

Viktor Frankl ist mir unbekannt werd mal drauf googeln.. Ich muss aber auch sagen, seit meiner VT hatte ich keinen weiteren Anlass mehr, mich über anderweitige Methoden zu informieren.

So jetzt muss ich mich mal ein bisschen pflegen. Bin immer noch erkältet, das fängt an, sich festzusetzen >:( {:(

Bis bald!

*:) *:)

C|all o|f kDutxy


Hi

Freud und die Psychoanalyse

Wenn ich Freud höre, bin ich aber schon angetan, nicht dass ich seine Werke studiert habe, aber heute gibt es viele "self-made" Psychologen :-/ , hat mich mein Vater auch davor gewarnt, die das Gefühl haben, das Rad neu erfunden haben und lediglich alten Wein in neue Flaschen schütten und meinen: Das ist die Lösung aller Probleme. Ich bin auf einen gewissen Herrn Eggetsberger gestossen, aufgrund eines Tipps aus einer PN. Der schreibt über ein "denkendes-Ich" (=Ego), -Warum verwendet er für das Ego einen eigenen Begriff?? Oder gibt es den tatsächlich in der Fachsprache? Ich denke nicht wirklich- das in der Vergangenheit lebt und in die Zukunft projiziert und einem eben in der Gegenwart negative Sätze ins Bewusstsein flüstert. Wie, wenn das so oder so wäre, dann wäre ich glücklich, früher war es besser, wieso kannst du es jetzt nicht genauso machen etc. In dem Sinne meint er wahrscheinlich den inneren Kritiker ]:D ein Stück weit. Was aber interessant ist, dass wenn man im Hier und jetzt lebt, dass man sozusagen diesem denkenden-Ich die Kraft weg nimmt, da für ihn die Gegenwart nicht wirklich existiert und "dieses Ego" nur durch Gedanken aufrecht erhalten wird. Hier erwähnt er auch den Fehlschluss ich denke, also bin ich. Nun bin ich per Zufall auf eine Hypnose Seite gekommen %-| , die auch von diesem Herrn lanciert wurde und das nimmt mir den letzten Funken Glaubwürdigkeit weg :(v . Klar, Neurofeedback hin oder her, aber was der da betreibt, ist einfach nur Schund und eine Manipulation des Gehirns, was vielleicht temporär Abhilfe verschafft, aber sicher nicht die Ursachen seiner Probleme anpackt. Ich habe es schon gemerkt, wenn man sich auf das konzentriert, womit man beschäftigt ist und nicht noch an x anderen Dingen denkt, ist man ausgeglichener, weiter nichts und das ist eine Weisheit, die es schon länger gibt, als dieser Herr lebt. Um wieder auf das wesentliche zurück zu kommen, ich denke die alten Werke sind viel hilfreicher als viele der heutigen kommerziellen Bücher und Ratgeber, die nicht wirklich viel helfen, ausser einem das Geld aus der Tasche zu locken.

Da hätt ich dann evtl. gefragt: was genau wäre denn da mehr zu akzeptieren?

Ein paar Stichworte hätten mir schon gereicht!

Tatsächlich hat sie (Biochemikerin=BC)die Akzeptanz erst im Verlaufe des Gesprächs erwähnt, als ich ihr ein wenig über meine Vergangenheit berichtete ;-) : Scheidung, Auszug, Mobbing, Depri, meine Sensibilität.

Da meinte sie: Es bringt es nicht, der Scheidung -was ich auch längst nicht mehr mache- hinterher zu trauern, sondern zu akzeptieren, dass das geschehen ist und gewissermassen das Positive daran sehen- wie, dass nun beide meiner Eltern wieder glücklich sind, also das kommt jetzt von mir ;-) – und evtl. Lehren oder persönliche Schlussfolgerungen daraus ziehen oder schlicht etwas daraus lernen. Sie stammt aus dem Ostblock (Serbien) und meint, der Grund, dass dort z.B. immer Krieg herrscht sei eben der, dass diese Leute einfach nichts aus ihren Fehlern lernen und immer wieder die Gleichen begehen. Sie hat dort auch eine Bekannte, die beide ihre Söhne im Krieg verlor und ihr Mann auch verstorben wäre und sie akzeptierte dies als Wille Gottes, da sie gläubig war. Dieses Beispiel brauchte sie aber, um mir zu verdeutlichen, dass Gläubige oft ausgeglichener sind als Ungläubige, da diese ihr Schicksal vermehrt akzeptieren würden als ich zum Beispiel (Sie hat nicht mich explizit erwähnt, aber ich bin dieser Meinung ;-D ). Als weiteres Beispiel hatte sie mir folgende Geschichte erzählt. Eines Tages lernte sie eine Frau kennen, die seit ihrer Schwangerschaft sehr dick geworden war und sich selbst gar nicht mehr mochte und sich immer mehr verkroch und nichts mehr richtig anpackte. Als sie auf die BC traf, sagte die BC zu ihr, sie sei auf gutem Wege in einer tiefen Depression zu landen und es läge an ihr, nun etwas zu unternehmen. Daraufhin besuchte sie einen Therapeuten und ihre Aufgabe bestand einfach darin, vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst zu akzeptieren, klingt eigentlich simpel, hat bei ihr scheint es Wunder bewirkt. Aufgrund dieser Tatsache, wahrscheinlich gab es auch noch andere Tipps, aber die BC hat vor allem die Akzeptanz damit unterstreichen wollen, nahm sie plötzlich 20-30 Kilo in kürzester Zeit ab und fühlte sich auch glücklicher, je länger, je mehr.

Mit dem Bekämpfen, begründete die BC dies so, indem sie sich an die Wand stemmte und verdeutlichte, je mehr sie gegen die Wand drückt, umso stärker drückt sie auch zurück ]:D . Sie erklärte mir dies u.a. in Bezug auf negative Eigenschaften. Wenn man eine negative Eigenschaft hat, sollte man sie auch akzeptieren, was aber für mich nicht heisst, dass man nicht daran arbeiten könnte. Ich zum Beispiel kann teils ziemlich temperamentvoll sein. Nun akzeptiere ich das als eine meiner negativen Eigenschaften und arbeite auch daran, mich nicht so schnell aufzuregen. Des Weiteren nannte sie noch das Wetter oder den Sport, wenn nicht sein Favorit gewinnt, dass man dies so hinnehmen sollte, wie es eben ist.

"WAS genauz sol mir denn mehr Freude bereiten? Was kann ich nicht mehr geniessen und möchte ich das ändern? Und gibt es auch noch andere Sachen, die ich endlich mal geniessen will?"

Die Frage nach dem WARUM (warum bin ich hier, warum stehe ich auf am Morgen, warum mach ich dies und das) und WAS WILL ICH sind grundlegende Fragen, die man sich regelmässig stellen sollte, wenn nicht sogar täglich, bin ich der Meinung. Denn ich denke, man macht alles irgendwie bewusst, auch wenn man es vermeintlich unbewusst macht. Nichts, was man im Leben macht, geschieht zufällig, sondern dem gehen Gedanken voran.

"Es ist immer erstaunlich, was man dann doch noch so alles schafft . Hätt ich vorher gewusst, wie anstrengend die Sache würde, hätte ich die Therapie gar nicht erst angefangen.

Dann wär ich den Weg des geringeren (innerlichen!)Widerstandes gegangen, hätte weiter Tabletten genommen und den Doc gewechselt, wenns mir dann nicht immer blendend gegangen wäre.

Heute bin ich froh, dass ich das so gemacht habe"

Zunächst möchte ich dir gratulieren, dass du nicht mehr zu den Medis gegriffen hast und die Strapazen auf dich genommen hast :)= :)= :)^ :)z :)z , denn sie tragen nun doch seit längerem Früchte und sind in dem Sinne viel nachhaltiger, als wenn du ein ganzes Leben nicht mehr auf die Medikamente verzichten könntest.

Ich habe hierzu noch Spruch aus einer Serie, Scrubs, die mich oft anregen, über das Leben nachzudenken:

"Nichts, was sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoss"

In dem Sinne, hab einen schönen Tag und viel Erfolg weiterhin bei deiner Erkältungsbekämpfung :)z

Bis bald *:) *:)

TOestxARHP


Hallo Call of Duty,

du bist ja ganz schön aktiv bei der Therapie/und Therapeutensuche!

Also dieser Eggetsberger scheint so eine Art Modifikation von Freuds Theorien zu betreiben.

Ich selber halte Freud für DEN Wegbereiter der Psychotherapie, aber in der heutigen Zeit sind die Sachen, die er konzipiert hat, nicht mehr zeitgemäss.

Er ist von der ziemlich rigiden Sexualmoral und der grundsätzlich lustfeindlichen Einstellung seiner Epoche ausgegangen. Daraus hat er logischerweise die Schlussfolgerung gezogen, dass unterdrückte sexuelle und auch aggressive Regungen Neurosen auslösen, weil sie aufgrund der Unterdrückung unterbewusst wirken. Die suchen sich ja dann auch einen Weg, um ausgedrückt zu werden.

Heutzutage leben wir aber heute in einem wissenschaftlich und sexuell aufgeklärten Umfeld und leiden eher unter Reizüberflutung, und somit greift Freuds Konstrukt nicht mehr wirklich.

Hypnose und Neurofeedback würde ich bei Depressionen und Ängsten ebenfalls nicht als geeignet ansehen, weil man dabei wohl weitgehend die Kontrolle abgibt.

Man muss halt lernen, innerlich die Zügel selber wieder in die Hand zu nehmen.

Tabletten, Hypnose, alle möglichen Heilsversprechen neuartiger Methoden, das gehört für mich alles in die Tonne :(v .

Für mich gibts halt nur einen Weg und das ist der strapaziöse VT-Landweg ;-) .

Klar, es gibt Leute, die sagen: vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt!

Aber ich bin gar nicht so erfolgssüchtig. Ich hatte nur von dem entlosen Einsager- theater die schnauze gestrichen voll und werde die Mistviecher bis ans ende meiner Tage bekämpfen.

Übrigens: je weniger Einsager, desto besser fand ich ich selber und desto weniger doof kamen mir bestimmte Eigenschaften vor, die ich an mir bis dahin unpassend, hinderlich, negativ, etc. fand. Inzwischen ists für mich nebensächlich, ob ich mich zu dick, zu dünn, meine Haare hässlich, oder meinen Grundcharakter missraten oder sonst was finde. Ich denke GAR NICHT mehr darüber nach ;-D ;-D

Die VT war für mich der einfachste Weg:

weitgehend tablettenfrei

der Zeitraum der Therapie absehbar

und ein stationärer Aufenthalt mit anschliessender ambulanter Psychiatrie- Mühle unnötig.

Eine ideale Lösung muss einfach sein, unkompliziert und realistisch machbar. Plus, man solle auch nur nach sowas streben. Man sollte nicht nach Sachen streben, die man eher schwer oder gar nicht erreichen kann, ist eher meine Devise ;-)

Ich wollte meinen komplizierten Seelenhaushalt (der noch dazu von Einsagern durchsetzt war) total ausschlanken, damit ich innerlich zielgerichteter werde und endlich nicht mehr leide.

Das ist mir zu einem grossen Teil gelungen.

Mittlerweile bewerte ich kaum noch irgendwelche meiner Eigenschaften als positiv oder negativ, ich seh die Dinge eher kommentarlos- eingereiht.

Und bei anderen frag ich mich nur noch: nervt mich das oder nicht?

Inspirierts mich oder nicht?

Find ich das moralisch vertretbar oder nicht?

Ist das für mich realistisch machbar oder nicht?

Sehr viel Drum und Dran hab ich in meinem Denken nicht mehr, und bin total dankbar dafür.

Tja, das bringt mich halt alles nach Haus und in mein eigenes kleines einfaches Leben.

Früher hätte ich sowas abgrundtief spiessig und beschränkt gefunden.

Aber ich machs bewusst so, ich könnte auch anders ]:D :°( . Will ich aber nicht ;-D ;-D .

So, nun ists Abendbrotzeit und Zeit für mein Schnupfenmittel (es wird schon besser, uff).

Also bis bald,

*:) *:)

K'aDte.r_/3,-x8


ich machs kurz.

nimm eine Pinwand, in der mitte ein Strich. die linke Seite blau die rechte schwarz anmalen.

jetzt machst du Notizen was dich bedrückt pickst sie an die schwarze Seite, an die blaue Seite pickst du die possitiven Erlebnisse, und jetzt achte streng darauf das die negativen weniger und die Possitiven mehr werden,mache das bis das schwarze Feld leer ist. ich habe mit dieser Methode vor Jahren meine Frau aus einer tiefen Depri geholt. sie macht das heute noch sie sagt das sei eine Wohltat und sie habe sich dadurch in Kontrolle.

T>esBtARxHP


@ Kater_3-8,

hey das ist eine super Idee :)^ :)^ denn da SIEHT man ja seine Ergebnisse, sowas find ich immer toll!

*:) *:)

C^all {of Duxty


@ TestARHP

"du bist ja ganz schön aktiv bei der Therapie/und Therapeutensuche!"

Ich bin einerseits auf der Suche nach Therapeutensuche und nach Ratgebern, da man ganz autonom mit ihnen arbeiten kann. Ich habe dank dem Internet nun mal meinen Selbstwert wieder ordentlich aufpoliert und manche Ängste schon unter Kontrolle bekommen, oder gar vertrieben.

Andererseits möchte ich auch generell meinen Horizont erweitern und interessiere mich langsam auch für die Psychologie. Ich finde es sehr interessant, wenn ich Leute und ihr Verhalten lesen kann, denn das ist mir bei der Ex-Freundin meines Bruders sehr gut gelungen und habe mich und ihn vor ihrem manipulativen Verhalten bewahren können, so gut es ging. Ich habe auch ein gewisses Gespür dafür, habe ich des Öfteren gemerkt. Nicht, dass mein Bruder dies nicht selbst könnte, aber die rosarote Brille ist wohl jedem bekannt. Des Weiteren merkte ich, dass diese Frau von der Energie von anderen lebte und nur aufgrund von Mitleid und extremer Aufmerksamkeit anderer existieren kann, so glaube ich. Fazit: Ich möchte nichts mehr mit ihr zu tun haben, da sie mich weder konstruktiv aufbaute oder eine Bereicherung für meinem Leben darstellte, sondern vielmehr ein Hindernis, das sich mir absichtlich in den Weg stellen wollte.

"je weniger Einsager, desto besser fand ich ich selber und desto weniger doof kamen mir bestimmte Eigenschaften vor, die ich an mir bis dahin unpassend, hinderlich, negativ, etc. fand. Inzwischen ists für mich nebensächlich, ob ich mich zu dick, zu dünn, meine Haare hässlich, oder meinen Grundcharakter missraten oder sonst was finde. Ich denke GAR NICHT mehr darüber nach"

Ich sage: Chapeau :)= :)^ :)z . Das ist für mich der erstrebenswerte Zustand, denn ich erwische mich immer noch dabei, mich zu kritisieren, auch wenn es nur ein Zahn ist, der seine Stellung wieder wechselt und das Gefühl hat, er müsse nun schräg zu seinen Kameraden stehen ;-)

Des Weiteren bin ich der Meinung, der Mensch sollte voll und ganz nach seinem Wesen und Charakter und nicht nach seinem Äusseren beurteilt werden. Das, was wir vom Gegenüber sehen, kann man mit einem Eisberg vergleichen. Ein paar Prozente liegen über dem Wasser, und der Rest liegt schöne im Dunkeln und Verborgenen. Ich meine ein Buch urteilt man auch nach dessen Geschichte, die darin geschrieben steht und nicht nach der Hülle, obwohl, zugegeben heute die Werbung einen immer mehr zu dieser Verrücktheit verleitet.

@ Kater_3-8

"jetzt achte streng darauf das die negativen weniger und die Possitiven mehr werden ,mache das bis das schwarze Feld leer ist."

Dankeschön, hier ist jeder froh jede Form von Ratschläge und Tipps. Eine kleine Randbemerkung meinerseits. Es klingt zu einfach, wie du dies hier aufführst. Hat es deine Frau ohne professionelle Betreuung geschafft??

Ich meine, das Prinzip ist wunderbar, aber ich bin zum Beispiel an einem Punkt anbelangt, wo ich ohne kompetente Hilfe vielleicht die falschen Massnahmen treffe um die schwarze Liste zu bereinigen. Ich weiss, was auf welche Liste gehört, doch nicht mehr zwingend, wie mit den einzelnen Punkten der schwarzen Liste umzugehen ist. Ich habe einen Begriff gefunden, der meine Angst vor Menschenmassen beschreibt, nämlich "ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung". Ich weiss, dass ich sehr introvertiert und zurückhaltend geworden bin, nicht so schnell eine tiefe Bindung eingehe und zunächst mehr beobachte, aber ich weiss nicht, wie ich damit umgehen sollte. Nun hat mir TestARHP viele gute Ratschläge gegeben, wodurch ich eigentlich an viele meiner Probleme arbeiten könnte, ich möchte aber jemand haben, der professionell und sachlich beurteilt, ob ich nicht etwas falsch mache und sich mein Problem gar verschlimmert aufgrund möglicher falscher Angehensweise.

Schönen Abend und eine gute Nacht *:) *:)

T@est2ARHxP


Hallo Call of Duty,

sollte voll und ganz nach seinem Wesen und Charakter und nicht nach seinem Äusseren beurteilt werden

...ein Ideal, dem nicht alle nacheifern ;-) und ob Leute mich nach dem Äusseren grundsätzlich be- oder verurteilen, ist mir inzwischen auch weitgehend egal.

Denn das ist dann nicht mehr mein Bier, ich bewerte mein Äusseres schon lange nicht mehr nach Kriterien, die durch die Medien geistern.

Ich lauf deswegen ja trotzdem nicht wie eine Vogelscheuche rum!

Die meisten finden mich übrigens nett, da bin ich sicher- ich bin eh kein grosses Tier und mach nicht viel Wind.

Viel ist bei mir in Sachen Mode sowieso nicht drin. Ich hab nämlich kein Auto, fahre viel Fahrrad und da müssen die Klamotten und Schuhe vor allem erstmal radl- tauglich und wetterfest sein.

Wenn man sich verstellt oder anders als sonst anzieht, verlängert man nur die anstrengende Zeit, in der man sich damit "Eindruck machen" muss %-| und damit verschwende ich keine Energien. Es ist effektiver, sich gleich so zu geben, wie man ist und auch, seine Meinung zu äussern. Das hat den Vorteil, dass man dann auch irgendwie nicht beim Mogeln

]:D erwischt ]:D werden kann und killt dabei praktischerweise *:) auch gleich den Störsender, der einem ständig pauschal vorschrault, man würde :-o IIIIMMER :-o :-p :-p nur bluffen und blenden!

Habe beobachtet, dass einen andere dann auch weniger auszutricksen versuchen.

Wenn man weniger doppelbödig wirkt, besteht für andere auch weniger Anlass, einem gegenüber das Visier runterzulassen und mit dem Verstellen anzufangen. Es sei denn, sie haben irgendwie selber Probleme oder ungute Absichten.

Es werden also viele Sachen cooler, nicht nur man selbst 8-) ;-)

Es freut mich, dass es dir inzwischen schon wesentlich besser zu gehen scheint, und dass du Kontakte beenden konntest, die dich zuviel Kraft gekostet haben- das musste ich vor ein paar Jahren leider auch mal machen.

Klar hat man dann vllt. einen etwas kleineren Bekanntenkreis, der ist dann aber wirklich nett und man hat diese Leute dann auch wirklich gern um sich :)z .

So bis bald erstmal, einen schönen Tag noch @:) !

*:) *:)

Kpater_x3-8


Call of Duty

meine Frau hatte zuerst Medizinische Hilfe aber dank den Antidepressivas die sie schlucken musst wurde sie immer anteilnahmsloser und zum Teil gar nicht mehr ansprechbar,

bis ich das mit der Pinwand gemacht habe, habe ihr dadurch die möglickeit gegeben selbstbestimmend was zu machen, zuerst war sie ein bisschen skeptisch aber mit der Zeit bekamm sie richtig Spass daran und von da an ging es mit Ihr wieder aufwärts. diese Methode habe ich beim mir schon vorher gemacht aber nicht im zusammenhang mit Depression sondern

um eine entscheidung die mein Leben umkrempelte, und sie war sehr possitiv, weil du jeden Moment deine eigenen Entscheide bewerten kannst, indem du das was auf blau geschoben hast austesten kannst ob es Dir was gebracht hatt, oder du es wieder auf schwarz verschiebst. :)^

CUall! "oJf Dxuty


@ TestARHP

"Denn das ist dann nicht mehr mein Bier, ich bewerte mein Äusseres schon lange nicht mehr nach Kriterien, die durch die Medien geistern."

Sehe ich auch so :)z :)^ … Bei mir waren es aber nicht die Medien, sondern gute Freunde und weil ich reaktiv verhielt, also nach ihren Vorstellungen lebte, um es ihnen und nicht mir recht zu machen, habe ich mir selbst ein Bein gestellt und geriet immer tiefer in den Strudel %-| %-| . Klingt traurig, ist es auch und einfach nur dumm :|N .

"Wenn man sich verstellt oder anders als sonst anzieht, verlängert man nur die anstrengende Zeit, in der man sich damit "Eindruck machen" muss."

Man führt nur einen Kampf gegen das eigene Wesen/Ich, den man nur verlieren kann ;-).

"Wenn man weniger doppelbödig wirkt, besteht für andere auch weniger Anlass, einem gegenüber das Visier runterzulassen und mit dem Verstellen anzufangen"

Gleich und Gleich gesellt sich gern ;-) :)z

"Es freut mich, dass es dir inzwischen schon wesentlich besser zu gehen scheint, und dass du Kontakte beenden konntest, die dich zuviel Kraft gekostet haben"

Vielen Dank und ich hoffe, mein Bruder verinnerlicht sich dies auch einmal, denn ich kann nicht zusehen, wie jemand anders in sein Verderben rennt.

Von mir gibt’s die Blumen erst nach diesem kommerzialisierten Tag @:) XD

By the way: wie steht es um deiner Gesundheit?? :)* :)*

@ Kater_3-8

Vielen Dank für deine Ausführungen, so macht es auch für mich mehr Sinn :)^ :)z . Warum bin ich da nicht von selbst drauf gekommen ":/ . Ich denke, ich bin einfach unsicher, dass ich etwas falsch anpacke und womöglich meine Ängste sich verschlimmern könnten, ich denke aber nicht, wenn man merkt, es verschlimmert sich, muss man sein Problem halt anders anpacken ;-)

So habt einen guten Start ins Wochenende und bis bald *:)

T>estAxRHP


Hallo Call of duty, danke der Nachfrage, mir gehts noch nicht ganz, aber fast wieder ok.

Bin froh übers Wochenende, werd cool abhängen, und mal überlegen, welches von meinen verschiedenen Fahrradwracks ich aufmöbeln lasse ;-) das kostet nicht so viel wie ein neues, denn hier bei uns ist viel Fahrradklau, da investier ich so wenig wie möglich... ":/

Bis bald,

*:) *:)

PAunKixz


Depressionen kenne ich. Ich habe viele Dinge erlebt, welche Narben hinterlassen haben. Ich kann die Dinge benennen und vieles zu den Akten legen. Ich bin sehr entschlossen diese Bataille zu gewinnen. Leider ist die Depression oft stärker als ich.

Es war vor ungefähr sieben Jahren, als ich zuletzt das Leben richtig genossen habe. Ich denke oft an diese Zeit zurück, wo ich unbeschwert und furchtlos durchs Leben ging und wünsche mir nichts mehr als mein Leben wieder leben zu können.

Ich mache mir sehr viel Gedanken darüber, was mich so unglücklich und traurig macht. Einerseits ist da die physiologische/pathologische Seite des Problems, die bei mir sicherlich im Ungleichgewicht ist. Ich denke, dass sich das beheben lässt. Ich strebe eine Therapie an, welche den persönlichen und biochemischen Wurzeln des Problems auf den Grund geht. Dies mit natürlichen Heilmitteln und Änderungen im Lebensstil.

Was mir aber Angst macht und mich überfordert ist die Realität. Die Welt ist für mich grausam und ungerecht. Das Leid trifft mich direkt im Herzen. Ich habe das Gefühl keine Schutzwand mehr zu haben, die es meiner Ansicht nach braucht, um ein einigermassen happy Leben führen zu können. Gleichzeitig wehre ich mich, die Augen davor zu verschliessen. Ich leide nicht nur selber aber auch mit anderen und für andere. Ich bin ein sehr sensibler Mensch, habe viel Liebe zu vergeben und versuche niemandem Leid zuzufügen.

Vor einigen Jahren habe ich Dinge realisiert, welche mich unglaublich wütend, traurig und hoffnungslos machen.

Wir leben auf einem Planeten mit so viel Ungerechtigkeit, Leid, Unterdrückung... Ich weiss nicht, wie ich da fröhlich und zufrieden leben soll. Ich kämpfe aktiv gegen einige dieser Ungerechtigkeiten aber es frisst mich auf.

Grosse Traurigkeit, Lustlosigkeit, soziale Isolation sind die Folgen.

Ich muss aus diesem Zustand raus. Ich habe nicht mehr die Kraft so weiterzumachen. Ich muss was ändern!

Habt ihr ein Rezept?

@ anniesmockingjay

Strahlender Sonnenschein, Blumen die nach dem Winter wachsen, das Lächeln von einem Fremden auf der Straße, das Lachen von Kindern, die von allen schlimmen Dingen im Leben nichts wissen – auf das alles schaue ich bewusst, wenn ich mich nicht gut fühle. Das Leben muss nicht mehr an jeder Ecke für mich eine positive Überraschung bereit halten, denn ich habe gelernt, dass auch kleine Dinge den Tag retten können.

Ich mag sehr, was du geschrieben hast. Solche Dinge können wirklich den Tag retten!

TcestxARHP


Hallo PunKiz,

Dinge realisiert, welche mich unglaublich wütend, traurig und hoffnungslos machen.

Wir leben auf einem Planeten mit so viel Ungerechtigkeit, Leid, Unterdrückung

...die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten der Welt, vor allem der Menschen, das belastet mich auch oft :)z . WARUM kann man nicht einfach glücklich sein ":/ ? Ich glaube, da gibts eine einfache biologische Antwort darauf, und ich finde das selber total blöde |-o und tierähnlich, aber irgendwie komme ich immer wieder drauf:

Es ist einfach nur unsere biologische Natur :-p .

Wir sind von Natur aus so gepolt, dass wir Gegensätze brauchen und haben müssen, um eins vom anderen unterscheiden zu können. Wenn man nicht selber schon mal was Schlechtes getan oder erlebt hat, und deswegen ein schlechtes Gewissen oder Reue usw. gefühlt hat, dann weiss man auch nicht, dass es sich besser anfühlt, was Gutes zu tun, oder zu erleben.

Wenn man also nicht genau weiss, wie es ist, glücklich zu sein, dann ist man auch nicht geschockt, wenn einen der Depri erwischt. Umgekehrt gehts ja auch- wenn man aus dem Depri wieder auftaucht und mitmal feststellt: Hey wow! mir gehts ja seit JAHREN endlich mal wieder richtig super, ich bin ja depressionsfrei!! dann weiss mans auch nicht zu schätzen oder bemerkt es noch nicht mal.

Die Welt ist ein Ding, das rotiert seit Milliarden von Jahren und seit es Leben gibt, wird gekämpft.

Biologischerweise ist es bei uns so angelegt, dass wir eines Tage sterben und instinktiv wissen wir das, wir kämpfen um jede Sekunde länger, und um alles, was wir dafür brauchen. Das machen wir nicht aus Jux und Dollerei, sondern weils notwendig ist.

Wenn man gegen die Depressionen ankämpft, ist es ja ganz ähnlich, wir wollen uns wieder froh und VITAL und LEBENDIG fühlen, und wehren uns gegen die Einschränkungen durch den Depri.

Ich glaube, es ist leichter, gegen die Depression was zu tun anstatt die Welt zu bessern.

Das Leben ist von vorne herein ernst, weil wir ja wissen wie es endet!

Und auch weil wir wissen, dass nichts Bestand hat.

Das Schöne daran: der Depri hat auch keinen ]:D ;-)

Meine akute Depriphase ist zum Glück schon lange her und ich will sowas nie mehr erleben.

Obwohl ich (s. meine Postings) echt hart und bislang auch erfolgreich dran gearbeitet habe, ist mein Leben nie mehr so geworden, wie es davor war. Ich bin sehr viel ernster geworden und wenn das nicht so wäre, dann wärs wohl auch keine Depression gewesen :=o

Ich hab das halt jetzt immer im Hinterkopf und passe fast ununterbrochen auf mich auf.

Wer sowas nie hatte, ist beneidenswert unbelastet und geradezu "arglos".

Als ichs auch noch war, hab ich mich auf alle möglichen Sit. und Leute eingelassen, ohne an die Folgen zu denken. Heute bin ich nicht mehr so offen und spontan, weil ich auf meine Nerven aufpassen muss und- weil ich die Folgen sehe, wenn ichs täte.

Ich hab aufgehört, mir zu wünschen oder mir zum Ziel zu setzen, wieder auf die Weise glücklich zu sein, wie es vor der Depression der Fall war.

Schliesslich habe ich den Entschluss gefasst, mich nicht mehr unter Druck zu setzen, also auch nicht mit sowas.

In dem Sinne empfehl ich dir: setz dich nicht länger unter Druck,

die Welt zu bessern

immer happy zu sein (man IST nun mal nicht immer happy!!)

es allen recht zu machen :=o

immer nett zu sein %-| (brüll auch mal, das tut verdammt gut ;-D ]:D !)

und bloss ja nicht damit, immer allen gefallen :-p zu müssen, egal ob durch dein Aussehen, deine Persönlichkeit oder deine Gedanken, Worte, Handlungen!

Überleg nur mal:

gefällt dir denn, wie

andere Leute aussehen, sich kleiden, gefallen dir die Ansichten anderer immer, gefällt dir denn, was die so alle sagen, die Leute ;-) %-| ?

Und kümmern sich "die anderen" darum, ob sie dir gefallen?

Nein :-| .

kannst du das ändern?

Nein :-| .

Na also ;-) .

Auf gehts, die dicken Stiefel angezogen und als erstes das :-p watteweiche :-p Harmoniebedürfnis in den Arsch getreten!

Das ist nur dazu da, um einen selber dumpf %:| in Schach zu halten.

Ohne sowas lebt es sich weit besser, auch wenn es etwas anstrengender ist, zugegeben....

Also versuch, dir dein Leben Stück für Stück so einzurichten, dass du dich drin wohl fühlst, und dazu gehört auch, ohne Zögern möglichst viel von dem rauszuschmeissen, was dich dabei stört.

Immer nur glücklich sein klappt trotzdem nicht. Denn wenn man dauerhaft NUR glücklich ist, dann weiss man auch nicht mehr was Gück ist, man vergisst es, weil dann die nötigen Gegensätze wegbleiben. Sieh es einfach mal philosophisch :)z

*:)

C'all *of Dut/y


Guten Abend zusammen :-)

Ich werde morgen ausführlicher schreiben, da mir die Zeit nicht mehr reicht. Kleiner Tipp schon jetzt: Achte auf dich selbst und dein Leben. Ein gesunder Egoismus gehört nun mal zum Leben dazu. Ich bin auch sensibel und weiss, wie du dich fühlst.

Hab Vetrauen und bis bald :)* *:)

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