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Spiegel Beitrag "Wahnsinn wird normal" u.A. die Adhs-Diagnosen

M8iLssAIvo hat die Diskussion gestartet


Ich habe neulich von meiner Mutter den benannten Artikel mitgebracht bekommen und ihn aufmerksam gelesen.

[[https://magazin.spiegel.de/reader/index_SP.html#j=2013&h=4&a=90638343]]

Er ist unglaublich spannend wie ich finde. Denn wie oft habe ich mich gefragt wieso die Burn Out Diagnosen, das ADHS Syndrom und die Bipolare Störung und viele weitere Krankheiten immer mehr Zuwachs nehmen. Ich versuchte es mir mit der heutigen Art und Weise zu Leben & die Gegebenheiten des Lebens anders zu verarbeiten, zu erklären.

Jedoch nach diesem Artikel sehe ich das anders.

Wie oft höre ich Eltern sagen, dass Kind hat ADHS und werfen mir dabei einen bedeutungsvollen Blick zu?

Ganz ehrlich? Das regt mich ja am meisten auf. Das Kinder, nur weil sie Kinder sind & wir mit ihrem Wesen nicht klar kommen, ganz schnell mal zum Arzt geschleppt werden und dann mal eben ne Packung Medikamente kriegen.

Wieviele Kinder aus meinem näheren Umfeld (auch Verwandschaft) kenne ich, die trotzig, stur, manchmal agressiv aus dem Bocken herraus hochgesteigert,hibbelig & auch nicht wirklich aufmerksam sind in Situationen in denen sie es nicht sein wollen? UNGLAUBLICH VIELE! Und ich gehe stark davon aus, dass wenn diese Kinder nicht solche tollen Eltern hätten, die ihre Kinder so nehmen wie sie sind, sie auf ihrem Weg begleiten, sie einfach Kinder sein lassen jedoch in angebrachten Situationen gekonnt eingreifen würden, diesen Kindern würde mit manch anderen Eltern der Stempel ADHS aufgedrückt werden...

Und ich finde es zum kotzen, dass unsere Gesellschaft das alles mit sich machen lässt.

Sich und die Kinder nur all zu gerne "psychisch krank oder gestört" hinzustellen, wo man früher gesagt hätte, das Kind ist schwierig...naja dann ist das halt so. Und das alles warum?? Warum geben sich soviele Menschen mit Diagnosen zufrieden??

Ich würde mich freuen, wenn sich hier noch mehr für diesen Artikel interessieren und eine Meinung dazu haben.

Antworten
Snplitter<seexle


Hallo Miss Avo :)

Ich habe zu diesem Thema schon sehr lange eine Meinung, aber mir schon reiflich überlegt, ob ich diese mal wieder schreibe. Bisher hat mir diese nicht viel Freunde eingebracht.

Plakativ und Provokativ: Mindestens 80% der "betroffenen" Eltern sind nicht in der Lage ein Kind zu erziehen! Punkt!

Nach dem Hundeprofi, den Pferdeprofis, warte ich auf die Neuauflage der "Super Nanny". In allen Fällen läuft es auf das Gleiche hinaus und das ist das, was keiner hören will: Herrchen, Besitzer oder Eltern sind schuld!

Das andere Ding ist einfach die Verblödung unserer Kinder und die machtlosigkeit der Eltern. Meistens durch Zeitmangel und eigenen Sorgen. Schulkinder unterliegen mittlerweile einem massiven Druck. Leistungsdruck innerhalb der Schule und einem menschlichen Druck innerhalb der Gemeinschaft. Du must genau die Klamotten anhaben, du musst ein Handy haben usw. Alles vorgelebt von dem Fernsehprogramm, vor das wir unsere Kinder setzen, damit die bloß Ruhe geben und wir mal Ruhe haben!

Kinder wollen beschäftigt werden, gefordert und wollen Grenzen aufgezeigt bekommen! Das ist wissenschaftlich erwiesener Fakt! Leider befindet sich kaum noch ein Elternteil in der Lage, diese Grenzen zu setzen.

Nehmt es mir nicht krumm, aber ich nehme die Beispiele einfach mal aus der Tierwelt (damit wir Handys und Co. mal vergessen können)

Mein Hund hat ADHS und ein Teil meiner Pferde auch. Eigentlich haben die kein ADHS, sondern sind einfach "unterbeschäftigt". Wenn mein Hund 4 Stunden alleine ist, beißt der sich das Bein blutig. Wenn ich telefoniere, klappert der seine "Verbotsliste" ab, weil motzen und raus schmeißen doller ist, wie gar keine Beachtung. Brauch der Hund jetzt Tabletten? Brauch der Hund einen Psychologen? Nee... Ich muss ihn mehr beschäftigen!

Ich kann die Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder vor die Glotze oder den PC setzen um dann zu jammern: Ich glaube mein Kind hat ADHS. Wo soll denn der kleine Körper mit seinen Energien hin? Wo soll der sich abschleifen, wenn man für Förmchen klauen schon verklagt wird?

Und nochmal zur Erklärung: Ich rede nicht von "wirklich" ADHS erkrankten Kindern, sondern von der Mehrzahl der falsch diagnostizierten Kindern! Die nichts dafür können, das ihre Eltern Blindgänger sind, oder gedacht haben, das ein Kind bekommen genauso unproblematisch wäre, wie eine Katze aus dem Tierheim holen.

Ich komme nochmal auf die Tierwelt zurück. Unser Fohlen (4 Monate alt) ist ein Energiebündel. Die will rennen, springen, hampeln... Wenn die zwei Tage in der Box steht (weil Wetter Mist) dann wird die kleine "verhaltensauffällig". Aber deshalb hat ja nicht das Fohlen eine Schraube locker, sondern die Haltungsbedingungen stimmen in dem Moment nicht, oder?

Und so ist das auch beim Menschen. Da könnt ihr gerne drüber lachen, aber bei mindestens 80% der ADHS Kids könnte man die Pillen weg lassen, weil die "Haltungsbedingungen" nicht stimmen, oder man wie bei Kampfhunden die Eltern zur Tauglichkeits-Prüfung schicken müsste.

Ich weiß... Harte Worte, aber sehe ich leider so...

MxissAxvo


Und genau das denke ich auch. Nur hast du es treffender formuliert! Ich hab mich zu dolle aufgeregt & dann gleich geschrieben ;-D

Wenn ich merke mein Sohn ist soooo wütend weil mal wieder irgendwas nicht klappt, dann sag ich ihm er soll in sein Zimmer gehen, das Kissen durch das ganze Zimmer pfeffern & solange brüllen aus vollem Bauch bis er sich besser fühlt. Das ist kontrolliertes Wut rauslassen. Und es klappt ;-D Ich hab ja auch nen Boxsack ]:D

Das ist nur ein Beispiel...

LVie0sqchen4g9b


Möchte dir Recht geben, Splitterseele :)^ !

Ich bin auch eines dieser Kinder, wo die Eltern unglaubliche Fehler gemacht haben, die mich verhaltensauffällig werden ließen - begünstigt noch durch eine nicht behandelte Hashimoto-Thyreoditis - und als meine Eltern mich in die Psychiatrie steckten, was wurde ihnen da gesagt:

"Sie sind nicht Schuld, es ist die Krankheit, die aus ihr spricht %-| !"

Jaja... zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht mal eine Diagnose!

Ich wollte auch nie eine, das basierte Alles auf Zwang.

Als ich sie bekam habe ich jahrelang darunter gelitten weil ich dann echt dachte, ich hätte ein Ding an der Klatsche.

Angeblich hätte ich auch einen Sing-Zwang (habe beim Tisch abräumen immer gesungen im Krankenhaus) und einen Lach-Zwang (weil ich diesen Aufenthalt anfangs so absurd fand, dass ich tatsächlich in vielen Situationen gelacht habe).

Was ist heute?

Heute kann ich sagen, dass ich nicht verrückt bin. Mir fällt es immernoch schwer mich beim Singen, was ich früher sehr gerne tat, fallen zu lassen und zu lachen, manchmal bin ich auch etwas depressiv.

Ich bin jetzt erwachsen und gerade dabei den Kontakt zu meinen Eltern weitgehend abzubrechen, sie tun mir einfach nicht gut und manipulieren mich.

Die Hashimoto wird jetzt auch behandelt.

Alles in allem werde ich das schon hinkriegen :)z .

Aber für mich ist das Thema Psychologe gestorben.

P.S.:

Natürlich gibt es Menschen, die tatsächlich seelisch krank sind und Hilfe brauchen, dass will ich gar nicht in Abrede stellen, aber man sollte eben aufpassen, was man da tut, und auch mal die andere Seite sehen :)* !

M}iss7Avo


Und deswegen finde ich diesen Artikel, falls ihr ihn gelesen habt, so unglaublich wichtig. Ich hoffe er hat viele Menschen erreicht, ganz besonders solche wie deine Eltern Lieschen. Nicht weil sie böse Menschen sind (das hörte sich irgendwie grad so an wie ich´s geschrieben hab) sondern zum wachrütteln. Zum Nachdenken...

Es tut mir ehrlich leid für dich, dass du so eine schlimme Erfahrungen machen musstest @:)

LhieDschexn49b


Es tut mir ehrlich leid für dich, dass du so eine schlimme Erfahrungen machen musstest @:)

Danke @:) .

Ja... es war schon schlimm. Ich hab meinen Eltern damals gesagt, dass ich es ihnen niemals verzeihen werde, wenn sie mich da rein stecken, aber sie haben mir nicht zugehört, keiner hat mir zu gehört.

Aber... so what? So ist das Leben... manchmal sticht es mit einem eiskalten Messer zu und manchmal scheint die Sonne auf deine Haut :-) .

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Artikel noch nicht gelesen habe, wollte nur schon schnell was schreiben, bevor die Psychotherapie-Vertediger-um-jeden-Preis auftauchen |-o .

Ich werde das jetzt aber nachholen @:) .

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass meine Eltern irgendetwas erreichen kann. Ich habe es schon so oft versucht *seufz*.

L5iefschepn49xb


Ohh... da kann man ja nur die Einleitung lesen.

INn-Kog{ Nixto


bei solchen fäden hätte ich persönlich ja gerne immer eine statistik,

wieviele kinder denn tatsächlich richtig falsch diagnostiziert wurden, wann, wo und in welchem zeitrahmen.

alles andere ist stammtischgeprolle.

R{ud(y'6sBrxaut


Mit Diagnosen psychischer Krankheiten ist es sowieso so eine Sache. Bei psychischen krankheiten gibt es nicht so eindeutige Symptome, wie bei körperlichen Erkrankungen. Da kann der Psychiater dir eine schizophrene Paranoia diagnostizieren. während du für den anderen ein psychisch gesunder Mensch bist oder an einer ganz anderen Krankheit leidest.

Deshalb ist das mit Falschdiagnosen eben alles eine Frage davon, wie viele und welche Psychologen einen diagnostiziert haben.

Ein Grund, warum ich Psychologen generell ziemlich skeptisch gegenüber bin.

(Man kann übrigens in jegliches Verhalten eine psychische Störung hineindeuten, wenn man denn nur will.)

L#iescBhen4x9b


bei solchen fäden hätte ich persönlich ja gerne immer eine statistik,

wieviele kinder denn tatsächlich richtig falsch diagnostiziert wurden, wann, wo und in welchem zeitrahmen.

Wie viele es sind weiß ich leider nicht, aber dazu werden vermutlich keine Statistiken erhoben werden, da es sich wirtschaftlich nicht rechnet. Der Psychologen-Boom ist einfach zu groß gerade.

alles andere ist stammtischgeprolle.

Das sagt sich immer leicht ;-) . Woran machst du das denn fest?

Ihn-KJog Nxito


Mit Diagnosen psychischer Krankheiten ist es sowieso so eine Sache. Bei psychischen krankheiten gibt es nicht so eindeutige Symptome, wie bei körperlichen Erkrankungen. Da kann der Psychiater dir eine schizophrene Paranoia diagnostizieren. während du für den anderen ein psychisch gesunder Mensch bist oder an einer ganz anderen Krankheit leidest.

Deshalb ist das mit Falschdiagnosen eben alles eine Frage davon, wie viele und welche Psychologen einen diagnostiziert haben.

Ein Grund, warum ich Psychologen generell ziemlich skeptisch gegenüber bin.

(Man kann übrigens in jegliches Verhalten eine psychische Störung hineindeuten, wenn man denn nur will.)

also so etwas wäre mir echt neu.

es gibt sehr wohl mathematische messverfahren (-instrumente) für abweichungen vom standard, die ins krankhafte gehen mit leidensdruck.

und warum argumentieren ohne zahlen bzw. quellen stammtischgeprolle ist?

das erklärt sich wohl selbst....

L4iesche'n49xb


Mit Diagnosen psychischer Krankheiten ist es sowieso so eine Sache. Bei psychischen krankheiten gibt es nicht so eindeutige Symptome, wie bei körperlichen Erkrankungen. Da kann der Psychiater dir eine schitzophrene Paranoia diagnostizieren. wärhend du für den anderen ein psychisch gesunder Mensch bist oder an einer ganz anderen Krankheit leidest.

Deshalb ist das mit Falschdiagnosen eben alles eine Frage davon, wie viele und welche Psychologen einen diagnostiziert haben.

Ein Grund, warum ich Psychologen generell ziemlich skeptisch gegenüber bin.

(Man kann übrigens in jegliches Verhalten eine psychische Störung hineindeuten, wenn man denn nur will.)

Ganz genau @:) !

Dem ist Nichts hinzuzufügen.

In der Einrichtug, in der ich war, hat ausnahmslos JEDER eine Diagnose erhalten. Warum nur, fragt man sich da ":/ ? Sind wir heute denn alle bekloppt?

Und als ich gesagt habe, dass ich nicht glaube, dass ich psychisch krank bin, was sich ja später auch bestätigt hat, wurde mir gesagt, dass das normal sei, dass ich das denke, und das fehlende Krankheitseinsicht ein Symptom meiner angeblichen Erkrankung sei.

Da haben dann jahrelang Psychologen und Mitarbeiter vom Jugendamt auf mich eingeredet, ich solle doch endlich eine Krankheitseinsicht entwickeln.

":/

Tja, und letztendlich war ich tatsächlich nicht krank bzw. habe nicht diese Erkrankung.

Diese Möglichkeit wurde aber nie in Betracht gezogen :-| .

Ivn-Kogi Nitxo


aber dazu werden vermutlich keine Statistiken erhoben werden, da es sich wirtschaftlich nicht rechnet. Der Psychologen-Boom ist einfach zu groß gerade.

eben.

stammtischgeprolle ohne grundlage.

ein rezept für ads-medikamente oder psychopharmaka ist meist ein btm-rezept.

und diese und der patient (unter einer kennnummer) werden ganz sicher erfasst. das steht jeder auswertung zur verfügung.

L'iesXchen4x9b


also so etwas wäre mir echt neu.

es gibt sehr wohl mathematische messverfahren (-instrumente) für abweichungen vom standard, die in's krankhafte gehen mit leidensdruck.

Ja, aber wer bestimmt diesen Standard?

Und du sagst auch schon:

Leidensdruck.

In meinem Fall hatten die Eltern den Leidensdruck, nicht ich.

und warum argumentieren ohne zahlen bzw. quellen stammtischgeprolle ist?

das erklärt sich wohl selbst....

Wo sind deine Quellen @:) ?

L`iescyhenL49jb


eben.

stammtischgeprolle ohne grundlage.

Wenn du mir nicht erklären kannst was beispielsweise an meinen Beiträgen Stammtischgeprolle sein soll dann lass diese Bezeichnung doch bitte ":/ .

ein rezept für ads-medikamente oder psychopharmaka ist meist ein btm-rezept.

und diese und der patient (unter einer kennnummer) werden ganz sicher erfasst. das steht jeder auswertung zur verfügung.

Ja. Aber was sagt das darüber aus, ob der Patient das Medikament tatsächlich braucht?

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