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Spiegel Beitrag "Wahnsinn wird normal" u.A. die Adhs-Diagnosen

Ipn-Kog iNito


da hier anscheinend keiner ahnung hat, wie psychisches verhalten gemessen wird oder wie ein psychologe arbeitet, verabschiede ich mich nun. *:)

IYn-Kog DNfito


...das ist nämlich ungefähr so, wie als wenn ich mich über die arbeit vom bäcker aufrege aber selbst keinerlei ahnung habe, wie das brot denn zustande gekommen ist.

M iss>Avo


Also bevor du das so schnell abtust..ich scann mir den Artikel morgen ein und dann guck ich mal ob ich den irgendwo hochladen kann. Dort ist sehr wohl die Rede von Zahlen und den Menschen die darüber bestimmen welche Krankheiten wie definiert werden dürfen und somit auch ins Handbuch kommen...

Ist unglaublich interessant!

Keiner hat gesagt es gibt keine psychischen Krankheiten. Ich selbst habe bei Psychologen & Psychiatern auf der Couch & dem Stuhl gesessen & habe ein Medikament gegen Panikattacken bekommen.

Jedoch sollte man das gut und lange abwägen und schauen ob es nicht auch anders geht.

MTis-sAvo


Ja, aber wer bestimmt diesen Standard?

Genau darum geht es auch in diesem Artikel!

Ich lad´s morgen hoch. Am besten diskutieren wir garnich weiter, sonst schaukelt sich das hoch.

Ich würd den Artikel so gerne als Grundlage haben um die eben genannten Stammtischprotokolle vom Tisch zu haben :-)

Aipr_ikosFenmarxmelade


Mein Therapeut ist sehr vorsichtig mit Diagnosen. Er formuliert das bei mir mehr als Tendenzen, nicht so wie viele andere "Sie haben dieses oder jenes", sondern "Sie neigen...".

Im Übrigen kotzt es mich auch an, wie schnell viele dabei sind, irgendwelche Urteile zu fällen. Und das nicht bloß im therapeutischen Sinne. Wenn jemand irgendwie abnormal erscheint, kriegt er ganz schnell nen Stempel aufgedrückt, habe ich das Gefühl.

E>nglein5Aurorxa


Solange Menschen sich selbst oder anderen kein Leid zufügen und selbst keinen inneren Leidensdruck empfinden, kann man dem ganzen keinen psychologischen Krankheitswert beimessen. Es ist ein anderes sie gesellschaftsauffällig zu nennen bzw. sie modulieren zu wollen, aber das hat nichts mit Krankheit zu tun.

Das ist ein Leitprinzip der modernen Psychopathologie und nur weil sich ein paar nicht allzu helle Geister vor Diagnosen nicht retten können, heißt das nicht, dass man alle verschreien muss.

Toller Buchtipp dazu: Irre! - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen

Jeder hinreichend gute Psychater wird, bevor irgendwelche Medikamentennamen fallen, erstmal Tests anordnen bzw. versuchen Tipps zu geben, die eine Änderung des Lebensstils betreffen. Das läuft nicht mal ebenso ab.

mNneMf


Sich und die Kinder nur all zu gerne "psychisch krank oder gestört" hinzustellen, wo man früher gesagt hätte, das Kind ist schwierig...naja dann ist das halt so. Und das alles warum?? Warum geben sich soviele Menschen mit Diagnosen zufrieden??

Weil es immer einfacher ist, Sachen irgendwie zu benennen, eine Rechtfertigung zu haben, die es gar nicht braucht, und die Verantwortung ein Stück weit abzugeben, zum Beispiel an die Ärzte, die das schon medikamentös in den Griff bekommen werden.

es gibt sehr wohl mathematische messverfahren (-instrumente) für abweichungen vom standard, die in's krankhafte gehen mit leidensdruck.

Ja genau, weil allen Rezepten gewissenhafte Messungen vorangehen ;-D

stammtischgeprolle ohne grundlage.

Thesen sind ohne Belege vielleicht sinnlos, aber sicherlich nicht gleich Geprolle. Dass du hier reinstolperst und immer und immer wieder mit diesem Begriff um dich wirfst ist doch auch nichts als ein Versuch, die Meinungen hier zu negieren, allerdings auch ohne Zahlen und Fakten und daher ein Schnitt ins eigene Fleisch. Gerade wenn du doch so viel Ahnung hast, solltest du die Unwissenden doch aufklären, statt nur große Töne zu spucken. Mit dem Geprolle hast wennschon du hier begonnen, merkst du das nichtmal ":/

...das ist nämlich ungefähr so, wie als wenn ich mich über die arbeit vom bäcker aufrege aber selbst keinerlei ahnng habe, wie das brot denn zustande gekommen ist.

Wenn nach dem Brot alle Kunden ne Woche mit Magen-Darm flachliegen, ändert das Zustandekommen des Brotes erstmal gar nichts an seiner gefährlichen Wirkung. Mieses Beispiel also.

M issAvxo


:)^ :)^ :)^ mnef & EngleinAurora

Kennt einer von euch eine Seite wo man PDF Dateien hochladen kann und andere sich diese dann runterladen können?

Ich verzweifel hier gleich %-|

w/hiYt|e "magic


ist das der aktuelle Spiegel?

Dann würde ich mir den gerne kaufen.

A2rka>scha


Ich finde das Thema sehr interessant und gehe hier mit Splitterseele konform. Danke, für deinen tollen Beitrag. :)=

M7i-mixko


Ich stehe dem Thema kritisch gegenüber, habe aber nicht das Gefühl, dass man hier diskutieren kann. Inkognito hinterfragt eure Aussagen, aber ihr lasst euch gar nicht darauf ein. Ich versuche es dennoch einmal.

Was wichtig ist: Die ADHS Zahlen sind massiv gestiegen, ich meine um 42 %. Mir erscheint das auch komisch, denn ohne einen möglichen Auslöser (alles auf die "Medien" zu schieben ist nun auch lächerlich) solche massiven Zuwächse zu verzeichnen kann ich mir nicht vorstellen.

Jedoch müsst ihr euch auch vorstellen, dass eine ADHS Diagnose nicht einfach so fällt. Normalerweise hat ein Psychologe ein schweres Studium hinter sich, im Idealfall einige Jahre Berufserfahrung und natürlich Richtlinien, an die er sich zu halten hat. Da kann er nicht einfach ein Rezept ausstellen, nur um schnell Kohle zu machen. Da wird das Kind ausgiebig untersucht, es werden (neurologische) Messungen gemacht und so oder so erstmal geschaut, ob man das schwierige Verhalten auch mit einer entsprechenden Therapie in den Griff kriegt. Erst am Schluss steht die medikamentöse Behandlung. Natürlich gibt es auch hier schwarze Schafe, aber gibt es (leider) in jedem Ärztebereich.

Mich stört hier diese klare Sichtweise ohne Reflektion von der anderen, der Psychologenseite. ADHS ist offiziell eine Störung! Es wäre fahrlässig, hier nicht zu handeln. Die Diagnostik kann ein Psychologe treffender aufnehmen als ein Laie, wäre schlimm, wenn nicht. Natürlich ist es schwer, zu sehen, was Ursache und Wirkung ist. Fakt ist: Die Eltern kommen mit ihren Kindern zum Psychologen, weil der Leidensdruck groß ist. Ob das schlimme Verhalten des Kindes bedingt ist durch schlechte Erziehung oder ob da tatsächlich neurologische Faktoren im Gehirn eine Rolle spielen, das gilt es, herauszufinden. Ich halte es für unangebracht, dann zu sagen "jedes normale Kind wird auch schon diagnostiziert" usw.

Merke: Es geht bei ADHS Kindern nicht um Kinder, die ab und zu mal aufmüpfig, und unkonzentriert sind. Es geht um eine Störung, bei der das Kind zu nichts mehr in der Lage ist, was bsp.weise schulische Leistungen angeht, weil es ihm schlicht nicht möglich ist, sich zu konzentrieren. Es wäre dramatisch, wenn man hier nicht eingreifen würde! (Die Grundschule ist die Basis für die fortlaufende schulische Laufbahn, es wäre fatal, wg. einer unbehandelten Störung Beeinträchtigungen zu erhalten) Aber WIE man eingreift, bleibt dem Psychologen überlassen. Medikamente sollte man tatsächlich als letzten Ausweg sehen.

Noch eine letzte Anekdote: Ich bin angehende Grundschullehrerin und eigentlich in jeder Klasse sind Kinder mit ADHS vorhanden. Anfangs habe ich so gedacht wie ihr "ach, Modediagnose", aber tatsächlich, die betroffenen Kinder hatten wirklich diese Störung, waren aber noch unbehandelt. Eines der Kinder fing an herumzulaufen und bekam nichts mehr um sich herum mit, es musste ständig hereinrufen, unkonzentriert war es sowieso, es war so hibbelig dass man es ab und zu herumjoggen hat müssen, damit es Energie abbaut – klingt alles normal, aber das war wirklich extrem. Letzteres, mit dem Laufen, hat es mehrfach in einer Stunde gebraucht. Es sind alles normale Verhaltensweisen, aber wenn man das in diesem Extrem selbst sieht, in dieser Intensität, dann wird einem klar, was eine echte ADHS Störung ist. Es wäre fahrlässig, das nicht zu behandeln.

H!aust0antex76


@ Lieschen49b

So ähnlich war es bei mir auch. Ich habe eine Schilddrüsenüberfunktion, die niemand erkannt hat. Stattdessen wurde ich zu Therapeuten gejagt, weil ich ja so "nervös" war. Mir wurden Symptome unterstellt, die ich nie geäußert hatte. Aber das was wirklich zählte, dafür hat sie niemand interessiert. Alle Therapeuten meinten auch nur, mir würde die Krankheitseinsicht fehlen. Erst als ich schwanger wurde, hat man sich mal meine Schilddrüse genauer angeschaut. Aber da war es dann auch zu spät, Jugend verkorkst. Kontakt zu meinen Erzeugern habe ich auch nicht mehr. Wenn einem noch nicht mal die eigenen Eltern glauben, wer dann? Natürlich gibt es behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen. Deshalb habe ich den Spiegel-Artikel verschlungen. Und wenn ich mich so umschaue, in meinem Bekanntenkreis, dann gibt es einige Kinder, die meiner Meinung nach eben einfach "Kinder" sind mit allem was dazu gehört, aber aus denen die Eltern und Ärzte behandlungsbedürftige Patienten machen.

Und das tut mir dann wiederum für die leid, die wirklich krank sind.

S7.y wal7lisxii


ich würde das nicht hochladen und hierher verlinken an deiner Stelle^^ Dafür gibt's andere Foren und dort ist Der Spiegel auch schon längst in jeglicher Ausgabe hochgeladen, illegal versteht sich – und das wär's auch wenn du das tätest und hierher verlinkst. ;-)

M2isstAvo


Mh nagut ":/

Es war der Spiegel vom 21.01.2013, der ist mir leider jetzt erst in die Hände gefallen.

IZn-Ko/g Nito


[[http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-01/Barmer-Bericht-ADHS-Diagnosen-Kinder]]

greift den spiegel auf.

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