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Spiegel Beitrag "Wahnsinn wird normal" u.A. die Adhs-Diagnosen

b@m=exd


Das Kind passt nicht in das gewünschte Bild, also wird es dann halt medikamentös so umprogrammiert, dass es reinpasst. Das ist doch einfacher.

ich möchte nur anfügen: bei leichten Formen kann es auch ohne Ritalin funktionieren. Aber die, die es schwerer getroffen hat, haben durch Ritalin eine Chance, da hast du Recht.

Ich habe schon vor ein paar Jahren ähnlich argumentiert ... und da kommen immer wieder die Bemerkungen ... "Wenn Du allen Kindern Ritalin verweigerst, dann bekommen es auch die nicht die WIRKLICH ADHS haben ... :-o "

Ja, so schwachsinnig wird argumentiert, dabei ist die echte ADHS Diagnose möglich, und damit auch eine Linderung und interessanterweise geht es bei bestimmten Formen OHNE Ritalin!

Alle die anderen sind bloß "gedopt" oder gefügig gemacht ... und das tut weh!

Die Verordnung ist ein Placebo für die Eltern ... und weil der Arzt sie sonst nicht aus seiner Praxis rausbekommt ... oder weil sie solange von einem Arzt zum anderen "hoppen", bis sie mit einer Diagnose und MIT EINEM REZEPT aus der Praxis gehen können ...

Mich würde nur interessieren, ob die "gedopten" Kinder davon später einen Vorteil oder Nachteile haben, wenn sie die Schule verlassen und eine Lehre machen oder studieren ... geht das noch OHNE "Mittelchen"?

Sind die "Doping"-Kids dann vom Notendurchschnitt besser ... und wie sind sie in der Arbeitswelt, kommen sie dann OHNE Ritalin klar oder gibt es das dann später beim REA* ... einmal hin, alles drin :[]

P{fe/ffermrinzliköxr


Keine Ahnung, ich bin kein Doping-Kid ;-D

und interessanterweise geht es bei bestimmten Formen OHNE Ritalin!

Es ist zwar mit viel Arbeit verbunden (Kinder parken geht da gewaltig nach hinten los), aber auch wenn es nicht ohne geht, nur Ritalin halte ich für sinnfrei. Die Probleme lösen sich ja dadurch nun nicht in Luft auf und Strategien helfen beim klarkommen.

Kommt drauf an, wie der Zustand ohne Doping war. Grundsätzlich denke ich aber, wenn man keine Verhaltensweisen erlernt hat, die einem auch ohne Doping das Leben erleichtern, wirds hart. Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich habe einige Taktiken teils erlernt, teils mir selbst "erarbeitet", die ein weitestgehend "normales" Leben möglich machen, ohne im 5-Minuten-Takt anzuecken oder ständig Verzweiflungsanfälle zu bekommen, weil man einfach nicht so ganz kompatibel ist, nichts funktioniert, der Berg mal wieder unüberwindlich ist oder all die anderen Dinge, die einen in den Wahnsinn treiben können. Ich finde es aber nicht schlimm, nicht absolut graue Masse zu sein. Aber wie gesagt, wenn du nicht gelernt hast, damit umzugehen, biste gefickt. Wenn du aber damit umgehen kannst, deine Bezugspersonen damit umgehen können, dann gehts leichter. Just my 2 Cents.

Was passiert, wenn das nur Ruhigstellung war, keine Ahnung. Wahrscheinlich kommts am Ende auf ein normales, lebhaftes Kind raus. :-X

Wenn jemand richtig ADHS hat, und zwar so, dass sein Leben und seine Leistung massiv eingeschränkt sind und das nicht über Verhaltensweisen und Akzeptanz halbwegs kompensierbar ist, ist Ritalin mit Sicherheit ein Segen. Es ist ja auch wahnsinnig belastend, wenn irgendwie nix geht, obwohl man es versucht (und man weiß ja auch, was erwartet wird). Das ist einfach saumäßig frustrierend, für die Eltern zwar auch, klar, aber vor allem für das Kind. Gibt natürlich ein bombiges Selbstwertgefühl.

b.mxed


Es ist ja auch wahnsinnig belastend, wenn irgendwie nix geht, obwohl man es versucht (und man weiß ja auch, was erwartet wird). Das ist einfach saumäßig frustrierend, für die Eltern zwar auch, klar, aber vor allem für das Kind. Gibt natürlich ein bombiges Selbstwertgefühl.

Das Problem ist aber, dass es Kinder gibt, deren Eltern kommen und kommen und kommen damit nicht zurecht ... obwohl das Kind kein ADHS hat :-o

Keine Ahnung, ob es dazu einen Begriff gibt, aber Kinder und Eltern sind dann eben "inkompatibel" ... :-X

Und für die sieht das Ganze genauso aus, wie Du es für ein echtes ADHS-Kind beschrieben hast ... ":/ ... und dann packt der Arzt irgendwann doch das Rezeptbuch aus ... :=o

PTfeffe3rminzl~ikör


...anstatt die 3 Spielekonsolen zu verbieten, den Eltern Feinfühligkeit, Konsequenz etc. ins Hirn zu implantieren und ihnen zur Not mit Klatsche klarzumachen, dass ihr Kind nicht "unnormal" ist, sondern einfach nur ein Kind, was Bezugspersonen braucht, die es lieben, aber nicht 24/7 die Glotze. Jip.

HQappy ;Bana na


So ist das halt in der heutigen Gesellschaft. Kinder die nicht passen und nicht funktionieren werden eben krank geredet und bekommen einen medikamentösen Maulkorb verpasst.

Ficken und Kinder in die Welt setzen (weil die ja ssooo süß sind) ist halt leichter, als sie im Anschluss auch zu erziehen und ihnen viel Liebe und Selbstvertrauen zu geben.

Ich hatte mal in einem Wohnheim für Kinder und Jugendliche gemacht. Was ich da so erlebt habe wie lieblos die meisten Eltern mit ihren Kids umgegangen sind, das tat echt in der Seele weh. Da würde ich auch auffällig werden.

Da freuen sich die Kids das sie mal von ihren Eltern besucht werden und dann können es die Eltern gar nicht erwarten wieder abzuhauen nach ein paar Minuten. Oder wie genervt sie waren wenn kranke Kinder abgeholt werden mussten. Die Kids fahren am Wochenende immer heim. Andere Kinder hatten mit 6 Jahren kaum sprechen gelernt weil ihre Eltern sich in ihrem ganzen jungen Leben nie mit ihnen beschäftigt haben.

Wieder andere waren mit einer angeblichen Lernschwäche auf Lernförderschulen. Das einzige was mir auffiel war die Kids waren weder dumm noch begriffen sie langsam. Sie waren einfach nur unglaublich faul. Wollten halt nichts für die Schule machen. Also schickt man sie doch da hin wo nicht viel gemacht werden muss und alle im Schritttempo erledigt wird :=o :(v

Ein Junge bekam jeden Morgen seine Ritalin rein gedrückt damit er ruhig wurde. Er hat wohl auch ADHS. Allerdings glaube ich da auch nicht so wirklich dran. Denn auch er wurde von seinen Eltern missachtet und im Stich gelassen. Es ist doch kein Wunder das ein Kind dann alles tut um Aufmerksamkeit zu bekommen. Seine Mutter war jedes Wochenende begeistert wenn sie ihn abholen "MUSSTE". Sie hat ihn teilweise kaum eines Blickes gewürdigt. :-(

Manche Leute sollten wirklich niemals Kinder bekommen um einem unschuldigem Seelschen viel Schmerz und Leid zu ersparen.

b4mexd


Es gibt auch andere Methoden, sich mit ADHS-auffälligen Kindern zu befassen.

Die einen nennen es Familienaufstellung, die anderen sprechen von "Energie", die jemand hat.

Ich nenne es mal "Konstitution".

Wenn ein Kind eine von den Eltern sehr verschiedene Konstitution hat, wird es kaum oder garkeine "korrekte" Ansprache erhalten.

Braucht es viel Lob und die Eltern kennen das nicht, wird es vor "Lobmangel" verdursten und alles daran setzen, die Aufmerksamkeit der Eltern zu erlangen. Auch und vor allem durch NEGATIV-Aktivitäten. Peng, die Schelte, (Ohrfeigen und Dresche gibt es ja nicht mehr) bringt die so dringend benötigte Aufmerksamkeit

Ist das Kind eher introvertiert und gefühlsbetont, hat aber "kopfbetonte" Eltern, wird es ebenfalls nie die richtige Ansprache bekommen. Es wird zwar "über den grünen Klee" gelobt, das ist ihm aber egal. Es benötigt "emotionale Wärme und Anteilnahme". Die Eltern werden es bei Trauer, Ängsten und Schmerz mit Erklärungen "zutexten" obwohl es bloß ein wenig "ich leide mit Dir" gebraucht hätte ... ERST DANN ist es empfänglich für "ist doch nicht so schlimm, weil ...".

Ich habe mal versucht Eltern auf diese Thematik anzusprechen. Ich konnte den Eltern auch sagen, was und wie sie ihr Kind ansprechen sollten ...

... ES WAR IHNEN EGAL!!!!!!!!

Professor, Arzt, Pille, Saft, Sonderschule, Erbkrankeit, Psychose, ADHS ... das alles war ihnen lieber, als ihr Verhalten probeweise mal zu ändern, und zu schauen was passiert ...

Ok, das Problem sind die Eltern, nicht die Kinder!

m5ond?+stKernxe


@ bmed

Du siehst eine Familie. Du siehst, wo es im argen liegt. Du sprichst das Problem an und wirst als Chauvi beschimpft. So kommt man nicht weiter.

Du beschreibst einen Teufelskreis aus "Lobmangel" und unangemssenem Verhalten. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Wird er aber nicht. Statt dessen wird das Kind mit Medikamenten ruhig gestellt.

"Unser Land muss kinderfreundlicher werden." Das sagt sich leicht in Sonntagsreden. Leider haben Kinder keine starke Lobby.

b>me&d


Du siehst eine Familie. Du siehst, wo es im argen liegt. Du sprichst das Problem an und wirst als Chauvi beschimpft. So kommt man nicht weiter.

ja, so komme "ich" nicht weiter ;-) (Muss noch lernen, wie man sowas sanft an den Mann oder die Frau bringt ...)

Du beschreibst einen Teufelskreis aus "Lobmangel" und unangemssenem Verhalten. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Wird er aber nicht. Statt dessen wird das Kind mit Medikamenten ruhig gestellt.

Ja, das ist der Teufelskreis, und der muss durchbrochen werden. (Medikamente durchbrechen den NICHT!) Das geht aber auch nur von "außerhalb", indem man der Familie oder den Erziehungsberechtigten ein paar "Handlungsmuster" an die Hand gibt.

"Unser Land muss kinderfreundlicher werden." Das sagt sich leicht in Sonntagsreden. Leider haben Kinder keine starke Lobby.

Nun, stellt sich die Frage, was "kinderfreundlich" ist. Es nutzen nicht noch mehr Spielplätze, Kindertagesstätten, Zebrastreifen, Fußgängerampeln, Bolzplätze oder Ganztagsschulen, solange die Erziehungsberechtigten Personen mit ihrem eigenen Leben nicht klarkommen.

Es wurde oben schon mal geschrieben, dass Kinder aus der "Bildungsferne" und Kinder von Langzeitarbeitslosen eher von dieser "übertriebenen" ADHS-Medikation betroffen sind.

Gerade bei Langzeitarbeitslosen unterstelle ich immer "jede Menge Zeit", um sich mit den Kindern zu beschäftigen oder auf sie einzugehen ... aber das scheint grundfalsch zu sein. Diese Leute haben Probleme mit sich, mit ihrer Umgebung, und leider auch mit ihren Kindern. ":/

Weiterhin halte ich "Alleinerziehend" nicht für Kinderfreundlich. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich (oder meine Frau) mit bestimmten Situationen besser umgehen kann, wenn da noch ein Partner ist, der entweder bestärkt oder ggf. eine andere Sicht auf die Situation hat ...

DBieKrquemxi


Es ist ja auch wahnsinnig belastend, wenn irgendwie nix geht, obwohl man es versucht (und man weiß ja auch, was erwartet wird). Das ist einfach saumäßig frustrierend, für die Eltern zwar auch, klar, aber vor allem für das Kind. Gibt natürlich ein bombiges Selbstwertgefühl.

Mitunter ist es eben für die Eltern deutlich frustrierender, als für das Kind. Und wenn die Eltern anfangen, zu überlegen, was mit dem Kind denn nicht stimmen könnte, anstatt es eben mit seinen "Unzulänglichkeiten" erstmal anzunehmen, sind SIE es, die die Entwicklung von SelbstWERTgefühl des Kindes ausbremsen. Eltern möchten ungern einen Zappelpfillip, Klassenclown oder Tollpatsch als Kind, aber solche KInder gibts nunmal, und die sind nicht alle krank.

Unser Land muss kinderfreundlicher werden."

fangen wir doch bei den Eltern an.....

Svplivttersxeele


Ich sehe i.d.R. die Schuldfrage bei den Eltern. Allerdings glaube ich auch, das mit der ADHS Diagnose sehr fahrlässig um sich geworfen wird und längst nicht jedes Positiv diagnostizierte Kind auch wirklich erkrankt ist.

Ich möchte aber auch mal eine Lanze für die Eltern brechen. Ich selber habe einen Sohn (wird 12) der aber nicht bei mir lebt und den ich mittlerweile auch nicht mehr sehe, aber das ist ein anderes Thema.

Ich glaube wir setzen unsere Kinder einem zu großen Streß aus und erwarten teilweise auch zuviel. Meine Mutter war damals Hausfrau und wenn die mal nicht konnte, hat meine Oma schräg gegenüber gewohnt und ist eingesprungen. Heute kommt die Mutter von der Arbeit (400 Euro Job), wenn das Kind aus der Schule kommt. Im Idealfall kocht sie dann und macht noch eben mit dem Kind die Hausaufgaben. Aber spätestens dann, muss sie sich um den Haushalt kümmern und das Kind ist auf sich allein gestellt.

Zusätzlich sind viele Full Time Jobs mittlerweile mit so viel Stress und Druck verbunden, das man nicht mehr über die Energie verfügt, um ein Kind zu fordern und auszulasten. Etwas das Kinder aber bitter benötigen.

Leute die schon öfter Beiträge von mir gelesen haben, wissen was jetzt kommt... Richtig...! *lach* Der Verweis auf die Tierwelt ;-) Wenn mein Fohlen wegen schlechtem Wetter zwei Tage im Stall bleiben muss, dann ist das misten in der Box kein Zuckerschlecken. Die quillt so was von über, vor Energie... Selbiges gilt für meinen fast zweijährigen Hund. Wenn ich den nicht richtig auslaste und der 4 Stunden alleine ist, dann beißt der sich die Pfote blutig.

D#i"eK}ruexmi


Allerdings glaube ich auch, das mit der ADHS Diagnose sehr fahrlässig um sich geworfen wird und längst nicht jedes Positiv diagnostizierte Kind auch wirklich erkrankt ist.

Ja, aber wie kommen denn die Fehl-Diagnosen zu Stande? Es ist ja die Eltern, die mit dem "mit unserem Kind stimmt was nicht, da muss man doch was tun können, damit es besser funktioniert" zum Arzt rennen. Und wenn der rustikale Landarzt ihnen gesagt hat, sie sollten ihr Kind annehmen und ihre Erziehung überdenken, rennen sie zum nächsten Arzt.

Ich weiß jedoch nicht, ob die Zeit der Eltern für das KInd hier wirklich so wichtig ist. Meine Mutter war auch ganztags zu Hause, Oma im gleichen Dorf immer "Gewehr bei Fuß", dennoch war ICH kaum im Haus. Wir sind als Kinderpulk -egal, bei welchem Wetter- draußen unterwegs gewesen, haben uns ausgetobt, Kräfte gemessen, Abenteuer erlebt etc. Denn unsere Mutter war sich sicher, dass wir auch mit 5 jahren nicht so blöd sind und vor einen Trecker laufen.

Deine Vergleiche mit der Tierwelt sind mir echt sympathisch @:)

s)unn*y80O6


Heftiges Thema – aber oftmals einfach ein falscher Umgang mit dem Kind, ob mit oder ohne ADHS!

Ich selber bin ein Kind der 80er und da nannte man ADHS nur Zappelphilipp und Therapien und eine vernünftige Aufklärung, so wie Heute, gab es alles noch nicht. Medikamente gab es zwar auch schon, aber meine Eltern hatten versucht, mich ohne Medikamente und den tollen Babysitter Fernseher zu beschäftigen. Ich war im Sportverein, viel Draußen, Radtouren gab es mind. einmal die Woche usw., da meine Eltern wussten, dass ich NICHT einfach nur rum sitzen durfte. Mein großes Glück war es auch, in der Schule in eine Klasse zu kommen, in der die Klassenlehrerin selber ein ADHS Kind hatte. Sie hatte damals meiner Mutter erklärt, was ADHS bedeutet und wie ein Kind mit ADHS denkt und fühlt. Damit Sie besser auf mich eingehen konnte.

Früher war es viel Unwissen, Heute dagegen, hab ich so das Gefühl, will jeder Mal mitreden und keiner oder kaum jemand denkt an das Kind, Hauptsache das Kind ist ruhig und verhält sich immer und in jeder Situation, lieb und brav. Kinder sollen Heute oftmals "kleine Erwachsene" sein und da fällt besonders ein Kind auf, das sich nicht dementsprechend benimmt, dass es aber Kinder sind, vergessen viele Erwachsenen. Natürlich müssen Kinder auch lernen sich zu benehmen, aber Kinder haben noch nicht so eine lange Aufmerksamkeitsspanne, wie ein Erwachsener und müssen sich auch immer wieder austoben dürfen. Während meiner Ausbildungszeit und auch später habe ich einige Zeit im Kindergarten gearbeitet, da musste ich fast täglich mit dem Kopfschütteln, wie schrecklich, da haben sich die Kinder dreckig gemacht! Ja, OH wie schrecklich, da haben sich doch tatsächlich die Kinder dreckig gemacht :-o , wie schlimm, haben die keine Waschmaschine!? ":/ Ich kann es echt nicht verstehen, aber sagen darf man dazu genau so wenig wie zum Thema ADHS, die meinen Ihre Kinder haben ADHS, weil Sie es irgendwo gelesen haben, oder von Familienmitgliedern, Freunden oder anderen Personen gehört haben, informieren sich im I-net, finden natürlich Ihre Kinder in der Auflistung der Symptome wieder und gehen zum Arzt. Der bekommt natürlich nur von der Mutter (oder wer auch immer mit dem Kind zum Arzt geht) zu hören welche "Symptome" das Kind hat und der Arzt stimmt zu. Je nachdem wie die Mutter dann die "Symptome" beschreibt bekommt das Kind dann Medikamente und alle sind glücklich. Ja, alle sind glücklich, wenn das Kind dann Medikamente bekommt die es nicht braucht oder selbst wenn es gerechtfertigt ist, das das Kind Medikamente bekommt (die paar Prozent die die Medikamente brauchen, um ein halbwegs adäquates Leben zu führen) sind oft so gar noch falsch eingestellt, ja dann sind alle glücklich, Hauptsache die Eltern haben Ihre Ruhe!

Manchmal hab ich das Gefühl das von vielen Eltern vergessen wurde, das Kinder, Kinder sein müssen, um normale/gesunde Erwachsen zu werden. Sportvereine oder eine Kindgerechte Freizeitgestaltung, damit sich Kinder austoben können, gibt es bei vielen nicht, da es entweder zu teuer ist (es gibt ja auch nichts was kein Geld oder weniger kostet) oder die Eltern so mit sich und Ihrem Leben beschäftigt sind, das Sie die Verantwortung für Ihre Kinder abgeben. Der Kindergarten und die Schule macht das schon, dann geht das Kind, das teilweise noch unter drei Jahre ist oder ab drei Jahre in die Kita, von morgens kurz vor 8 Uhr bis nachmittags um 17 Uhr, damit man arbeiten gehen kann (natürlich das Geld muss ja auch da sein, das vergesse ich nicht, aber muss es so sein?) und danach wird das Kind vorm Fernseher geparkt, weil der Haushalt ja auch noch da ist und man platt ist vom arbeiten. Ich sehe das jetzt bei meinem Bruder, er und seine Frau haben jetzt gerade Ihr erstes Kind bekommen und die Kleine ist jetzt schon in der Krippe angemeldet, da man ja wieder arbeiten gehen will. Dabei könnten die sich das ohne Probleme leisten mit einem Gehalt über die Runden zu kommen. Ich frag mich dabei, warum haben die Zwei ein Kind? Um es in der Kita abzugeben? :|N

Bei der Einstellung die viele Eltern haben, wird mir schlecht! Ob Sie Ihre Kinder mit Medikamenten füttern, die nicht notwendig sind oder ob Sie vergessen, das Kinder sich auch austoben müssen und nicht immer nur still und lieb sind.

Ich hoffe, das irgendwann wieder Kinder, Kinder sein dürfen!

SYplitt<erseele


Hallo Kruemi,

ich glaube das du mindestens in meinem Alter (33) eher älter bist. Das ist das Generationsproblem welches ich nicht auch noch in meinen Post packen wollte, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Es sind natürlich nicht nur die Eltern als Personen. Ich meine damit auch die Rahmenbedingungen, die aber durch das Elternhaus gesteuert werden. Während früher die "blökende" Kinderschar normal war, wollen heute schon die wenigsten, das ihr Kind mit denen um die Häuser zieht.

Den Leistungsdruck den unsere Generation auf den Schultern spürt, geben wir an die Kinder weiter.

Meinen Sohn (das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen) hätten Ärzte sicher auch ADHS diagnostiziert. Der ist über Tisch und Bänke, Hausaufgaben war gar nicht dran zu denken. Meiner Meinung nach, war es ein ganz normaler Junge, aber weder meine EX noch ihre Mutter in der Lage, dieses Kind altersgerecht groß zu ziehen. Der hatte kein ADHS... Der hatte nur keinen Menschen, der ihm Grenzen gesetzt hat.

S5pliyttersUeelxe


@ sunny:

Ich bin auch ein Kind der 80'er ;-)

Und ich glaube manchmal das die Diagnose ADHS auch gerne mal in Anspruch genommen wird, wenn das eigene Kind aus der Reihe tanzt^^

H5app9y Bannanxa


Während früher die "blökende" Kinderschar normal war, wollen heute schon die wenigsten, das ihr Kind mit denen um die Häuser zieht.

Heute scheinen Eltern überhaupt nicht mehr zu wollen, das sich ihr Kind aus ihrem Blickfeld entfernt. Die Kinder werden verweichlicht und mit ständiger Angst um sie groß gezogen.

Wenn ich bedenke was ich mit Freunden in meiner Kindheit alles angestellt habe (man bedenke Handys gab es da noch nicht für Kinder, unsere Eltern wussten nicht wo wir waren, wir waren teilweise schon vormittags aus dem Haus und kamen erst nachmittags oder Abends wieder), wir sind mit Fahrrädern durch die Gegend gefahren (und einmal fast von der Polizei aufgegriffen wurden, weil ich mit ner Freundin auf dem Gepäckträger in Schlangenlinien auf einer Hauptstraße gefahren bin |-o ) und das mitten in der gefährlichen Großstadt ]:D . Wir kamen oft müde und völlig verdreckt wieder heim etc.

Heute würden die meisten Eltern ihre Kids wahrscheinlich nur unter strengster Beobachtung zum nächsten Laden gehen lassen. Kind könnte sich ja verlaufen oder ein Kratzer holen.

Ansonsten vegetieren sie im goldenen Käfig vor sich hin, dürfen sich kaum austoben und werden dem entsprechend unruhig und unausgeglichen. :(v

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