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Spiegel Beitrag "Wahnsinn wird normal" u.A. die Adhs-Diagnosen

INn-Kog 7Nito


....aber haben die kinder, deren auffälligkeiten anerzogen sind,

denn weniger probleme?

sozialisation und enkulturation sind hartnäckig.....

bxmexd


Aber es gab ein untrügliches Zeichen... ritalin wirkt nur auf die gewünschte Weise wenn man wirklich ADHS hat.. ansonsten hat es nämlich kaum wirkung oder eben unerwünschte gegenteilige Wirkung...

stimmt nicht so ganz: Soweit ich weiß, hat Ritalin oft auch Wirkungen, wenn kein ADHS vorliegt. Gerne wird es von Studenten bei Prüfungsstress genommen ...

Von daher kann man nur sagen:

WENN Ritalin keine oder die Gegenteilige Wirkung hat, ist es KEIN ADHS.

Wenn Ritalin wirkt, dann kann es immer noch sein, dass AUCH KEIN ADHS vorliegt.

mVn`ef


ads-kindern kann man mit den normalen erziehungsmaßnahmen

Eben. Aber dafür müsste man vor der Diagnose die Erziehungsmethoden der Eltern erstmal hinlänglich beobachten. Die selbst nennen sie wohl in den meisten Fällen "normal" im Sinne von richtig, gut und nicht ursächlich.

I,n-Kogg Nxito


also ich habe keine ahnung,

ob ihr alle aus erfahrung sprecht,

aber die diagnostik, bis das komische rezept dann hier lag – und so war es auch bei allen anderen, die ich kenne – war irre. das wird nicht einfach so aufgeschrieben,

sondern auch die eltern – und ihre erziehungsmaßnahmen – sind auf dem prüfstand.

bSmexd


aber die diagnostik, bis das komische rezept dann hier lag – und so war es auch bei allen anderen, die ich kenne – war irre. das wird nicht einfach so aufgeschrieben,

offensichtlich nicht immer oder oft nicht ":/

b/eet-le?juicTe2x1


Naja bis ein kind 6 wochen ca in ner tagesklinik landet muss ja auch einiges vorgefallen sein..und das waren grundschulkinder vom alter her..

Da wurde natürlich dann auch mit den eltern gearbeitet und an der erziehung an der Kommunikation mit den kindern..an allem..auch mit verschiedenen psychologen etc..

Bmed.. natürlich kann ritalin auch wirken ohne adhs aber dann oft anders.. bei studenten ist ed zb dann leistungssteigernd aber nicht beruhigend. .etc..

m}nef


ob ihr alle aus erfahrung sprecht,

Ja.

Du brauchst also nicht immer wieder zu sagen, andere Beiträge entsprüngen mangelnder Kenntnis.

Nein die Diagnostik lässt nicht immer lange auf sich warten, es geht ihr nicht immer ein irres Procedere voraus und die Therapie ist auch nicht immer ausgereift.

mAond7+`steornxe


@ bmed

Wollen wir das "An wem liegt es"-Spielchen spielen? Du (und auch alle anderen hier) bist/sind herzlich eingeladen mitzuspielen.

Der Einfachheit fange ich mal an. Du bist der Meinung, es liegt an den Eltern. Die Eltern glauben, es liegt an dem Kind. Sie gehen mit dem Kind zum Arzt. Es liegt an dem Arzt, der vorschnell zum Rezeptblock greift, sagt DieKruemi. Ihr gefällt ein "rustikaler Landarzt" besser (mir natürlich auch):

Und wenn der rustikale Landarzt ihnen gesagt hat, sie sollten ihr Kind annehmen und ihre Erziehung überdenken, rennen sie zum nächsten Arzt.

Aber auch der Landarzt macht es falsch, sage ich. Anstatt die Eltern mit einem guten Ratschlag nach Hause zu schicken, müsste er bemerken, dass die Eltern ein ernsthaftes Erziehungsproblem haben. Es liegt also an dem Landarzt, der die Probleme der Eltern nicht sieht und sie einfach wieder nach Hause schickt. Der nächste Arzt ist schlauer. Er schickt die Eltern zu einer Erziehungsberatung ...

Wie sieht Eure "An wem liegt es"-Geschichte aus?

Was lerne ich daraus?

@ In-Kog Nito

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Ich habe alles aufmerksam gelesen und mir viele Gedanken dazu gemacht. Kann das aber unmöglich alles aufschreiben.

STchliTtzaugex67


Ich habe schon oft gelesen, dass Kinder unruhig und zappelig geworden sind und aggressiv durch falsche Ernährung. Farbstoffe und dauernd Süßigkeiten, Milchsucht und Knorr und Mäcdoof.

Kinder, die dieses Zeugs nicht mehr bekommen hatten, entwickelten anfangs richtig Entzugserscheinungen. Und plötzlich hatten sie keine Auffälligkeiten mehr....

Aber die Eltern, die minderwertigen Mist an ihre Kinder verfüttern haben meist auch kein Erziehungshirn.

S>up<erkrxöte


Hallo, ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, wollte aber trotzdem was niederschreiben was mich beschäftigt.

Mein Ältester Sohn wird im Sommer 10 Jahre alt. Wir haben ein prozedere hinter uns, das fing an als er zwei Jahre alt wurde, er sprach nicht.

Mir wurden geraten mit ihm zur Frühförderung zu gehen und ich hoffte auf Hilfe. Geredet hat er daurch nicht, aber zumindest traf ich Eltern dort die größere sorgen hatten.

Mit drei sprach er langsam, er konnte zählen(diese sehr gut), die farben, all sowas.

Wir zogen um und mit 5 Jahren kam er in ein Integrativ Kindergarten auf empfelung des Kinderarztes da mein Sohn einfach mit der Sprache gute zwei Jahre hinterher hingte.

Dort wurde ich kurz vor der Einschulung meines Sohnes von den drei dort betreuenden Erzieherinnen regelrecht bequatscht meinen Sohn auf die Förderschule zu geben, das wollte ich nicht. Er hat zu dieser Zeit nur noch schwierigkeiten mit ein paar lauten, sonst nichts. Er konnte zählen, schreiben (seinen Namen)usw.

Sie meinten aber er würde in der Grundschule untergehen, das dürfte ich meinem Sohn nicht antun, ich hätte keine Ahnung, sie wüßten es besser, sie könnten vergleichen. Sie stellten mich als böse Mutter da die die Augen verschliessen würde vor der Realität, ich hatte echt Tränen in den Augen vor Wut.

Mein Sohn kam auf die Grundschule, er war und ist sehr gut. Die Lehrerin hatte darauf Verdacht auf Asberger ]:D , ich meinte er wäre schon mit 4 Jahren im SPZ (sozialpädriatisches Zentrum) zur Untersuchung gewesen, sein IQ ist sehr gut, aber nicht über durchschnitt und auch ansonsten unauffällig.

Naja, er wurde nochmals untersucht, mein Sohn ist durchschnitt, das kam raus ;-D .

So allem Übel fing das auch bei Sohn Nr.2 so an, habe aber direkt ein Riegel davor geschoben, kein SPZ. Es reicht mir, er hat halt auch spät angefangen zu sprechen (dafür ist er jetzt nie ruhig :-D ) und er kann nicht gut basteln.

Und nein, meine Kinder sehen selten Fernseh, sie sind ziemlich ruhig (bis auf die Tochter). Ich mußte mir in den letzten Jahren sehr viel Kritik anhören, wurde vieles gefragt, z.B ob ich meinen Kindern vorlese (tue ich, gerne sogar), ob sie draussen spielen (ja, aber es sind eher die Insektenforscher). Sobal ein Kind aus dem Schema fällt wird sich draufgestürzt. Mir wurde auch unterstellt ich wäre überfordert, nur hab ich davon selbst nichts gemerkt.

Spielplatz, das ist hier echt traurig, der ist immer voller Glasscherben, voller Hundescheisse. Auf vielen Wiesen steht ein Schild auf dem steht "betreten verboten". Letztens kam uns ein Kampfhund entgegen, mein 6 jähriger hatte Angst, die Besitzerin hat sich tierisch aufgeregt und gab mir zu verstehen das ich schuld sei ;-D .

Es wird sich sehr oft über Kinder geärgert und gemeckert, selbst über das winzige Lachen meiner kleinen wurde sich schon beschwert.

Ich finde es schon das es einem sehr schwer gemacht wird als Eltern gelassen zu bleiben und bleibt man gelassen wird es einem auch zum Vorwurf gemacht.

Mir wurde auch vorgeworfen das mir Sohn Nr.2 gleichgültig sei nur weil ich nicht mit ihm zum Psychologen gerannt bin.

Scupe.rkröxte


Achso, auch wenn man mir gleich versucht den Schuh anzuziehen auf dem steht "in der Erziehung versagt", den ziehe ich mir erst gar nicht an. Natürlich fällt es auf das ich in letzter Zeit furchtbar viel von Kindern mit ADHS, mit Sprachstörung, mit Phimose :-/ und was auch immer gehört habe.

Klar hab ich mich da auch schon gefragt wie dies kommt. Aber heute wird auch viel mehr auf Dinge geachtet die vor 20 Jahren noch keiner wußte, das es die gibt.

Es werden ja schon bei den U Untersuchungen Listen abgearbeitet, im Kindergarten geht es mit "Delfin" Test weiter und auch den "Bildungsdokumentation" die die Erzieherinnen über jedes Kind führen weiter.

Dann wird eingeschult und ab da gehts erst richtig los. Viele Kinder müssen lernen bis zum umfallen damit sie bloß nicht auf die Hauptschule kommen. Am besten ist klar das Gymnasium ;-) , sollte das dann mit ach und krach (und viel lernen zuhaus) dann erreicht sein steigt das Pensum nochmal enorm an.

Man merkt, ich bin zickig >:( . Aber es gibt nun auch mehr Kinder mit Migräne, mehr mit Stresssymtome :-| . Und viel mehr Kinder mit wenig freizeit.

Szupetrkröxte


Hab ein Cousin mit ADHS, der hat selber darunter gelitten, einfach weil er sich nicht konzentrieren konnte, immer auffiel (obwohl er nicht wollte).

Und ich kann behaupten das seine Eltern gut zu ihm waren, er sicher viel aufmerksamkeit bekommen hat und sich auch im Sport viel ausgetoben konnte.

Das wollte ich nur mal kurz anmerken. Mich hat er damals als sein Babysitter aufjedenfall den allerletzten Nerv geraubt, und ich hab echt viele Kinder erlebt.

dXev~ilintdisgyuisxe


Ich empfehle noch einmal das obengenannte Buch "Neues vom Zappelphilipp".

Niemand leugnet, daß die Symptome real und quälend sind.

Dennoch ist es eine bislang völlig unbewiesene Behauptung, daß die URSACHE von AD(H)S eine Störung im Hirnstoffwechsel sei.

Ebenso leugnet niemand, daß Ritalin die Symptome lindern kann (kann!). Das bedeutet aber nicht, daß Ritalin das einzig wirksame "Mittel" ist.

b<eetmlejumicex21


Mal ein privater Fall, mein Bruder hat nen 6 jährigen Pflegesohn...ich empfinde ihn nicht immer auffällig, aber ne miese Konzentration hat er, und er titscht wirklich regelmäßig abends aus. Anfangs dachte ich an Übermüdung, an "Show weil besuch da ist" oder an sonstwas... inzwischen bin ich mir sehr sicher das es ne Mischung aus Erziehung und Zuckerkonsum ist... ohne scheiß, man merkt mit jedem Stück schokolade wie es heftiger wird... mein Bruder meint das auch, aber was tun sie? NICHTS.

Also ich hab die ja lieb,aber da würde ich am liebsten ausflippen...Der kleine fängt dann richtig an zu randalieren, beschimpft seine Mutter mit Worten die ich nicht mal kenne und was tut sie?Konsequent ignorieren... ok mag ihre Art der Erziehung sein, aber das kann man doch nicht als normal einstufen.

Jetzt kommt hinzu das die leibliche Mutter wohl sehr depressiv ist und während der Schwangerschaft so einige Medis genommen hat, die schieben es halt auch darauf, aber ne richtige Diagnostik gibts da nicht. Außer nem I-Kindergarten, 1 jahr rückstufung zur einschulung und den immer währenden Erwähnungen der Fortschritte, die ich leider gar nicht so sehe für 6,5 Jahre...

I\n-Ko}g1 Ni0txo


@ mnef

das habe ich nicht behauptet.

mich hat das bloß am anfang sehr gestört, dass pauschal unterstellt wird, jeder psychologe greift mal schnell zur diagnose ads.

genauso kam deutlich raus, dass wohl nicht bekannt war, wie so eine diagnose überhaupt erstellt wurde.

zum dritten kamen schnell die phrasen:

die müssen nur mal an die frische luft.

alles drei zusammen ist für echte betroffene doch ein schlag in's gesicht, oder?

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