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Spiegel Beitrag "Wahnsinn wird normal" u.A. die Adhs-Diagnosen

m+nexf


Nein, ich wüsste nicht wieso das ein Schlag ins Gesicht sein sollte. Es hat niemand dir Vorwürfe gemacht oder dich persönlich (bzw. dein Kind) als überdiagnostizierten Fall hingestellt. Wie schon gesagt wurde, muss man sich nicht jeden Schuh anziehen, wenn er nicht passt.

Sauer sein solltest du also eher auf die andere Spezies Arzt, die nicht so gewissenhaft vorgeht, wie du es glücklicherweise erlebt hast. Dass es die gibt kannst du abstreiten, wenn du magst. Das ändert aber nicht, dass es auch anderslautende Erfahrungen dazu gibt.

mGond+shtexrne


@ devilindisguise

Ich empfehle noch einmal das obengenannte Buch "Neues vom Zappelphilipp".

Hab' mal reingesehen. Ganz meine Meinung, kann ich dazu nur sagen. Wer sollte das Buch lesen?

Ich finde es wichtig, Klartext zu reden. Der Autor nennt ADHS das Zappelphilipp-Syndrom. Das ist schon etwas mehr Klartext als ADHS. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Ein Syndrom ist eine Krankheit. Warum sagen die Ärzte es nicht auf Deutsch? "Ihr Kind hat die Zappelphilippkrankheit".

Dennoch ist es eine bislang völlig unbewiesene Behauptung, daß die URSACHE von AD(H)S eine Störung im Hirnstoffwechsel sei.

Ich verstehe nicht, was an dieser Frage so wichtig ist. Kinder sind so wie sie sind. Wir müssen sie so lieben wie sie sind. Was ändert es, ob wir glauben, ADHS-Kinder sind so wie sie sind, weil sie eine Hirnstoffwechselstörung haben, oder weil der liebe Gott sie so geschaffen hat? Anscheinend ändert es viel. Aber was?

b3mexd


Zappelphilipkrankheit

ich weigere mich, eine andere Art der Wahrnehmung, ein anderes Körpergefühl, eine andere Aufmerksamkeitssteuerung generell als Krankheit zu bezeichnen.

Es gibt immer Abweichungen vom Durchschnitt (den Menschen, der überall Durchschnitt ist, gibt es garnicht!!!)

Von daher ist es fast immer das Problem, mit anderen zu leben, zu kommunizieren und auszukommen.

Und wenn es Probleme in der "zwischenmenschlichen Kommunikation" gibt, haben immer BEIDE Seiten das Problem. Und man kann auf beiden Seiten drüber nachdenken, anders zu handeln und zu reagieren ... (oder Pillen zu nehmen!)

Aber Pillen dem Anderen zu verabreichen, damit alles "easy going" wird, halte ich für sehr sehr fragwürdig.

Einige der schwierigsten Erkenntnisse meinerseits war, dass man NIEMALS andere ändern kann ... man kann NUR sich selbst oder sein eigens Verhalten bzw. seine eigene Einschätzung ändern ... NUR seine eigene!

(Sag' mal jemandem, er sei "blöd" und er solle sich ändern ... im Zweifelsfall versteht er Dich nicht, lächelt sagt "Danke" und alles bleibt so wie es war ...)

lg.

bmed

P.S. ich habe nicht behauptet, ich könnte immer nach der o.a. Erkenntnis handeln ... ;-D

lg.

m.ound+ssternxe


@ bmed

Einige der schwierigsten Erkenntnisse meinerseits war, dass man NIEMALS andere ändern kann ... man kann NUR sich selbst oder sein eigens Verhalten bzw. seine eigene Einschätzung ändern ... NUR seine eigene!

Da sind wir wieder nah beieinander. Ich hatte diese Erkenntnis vor noch gar nicht allzulanger Zeit und ich finde es unendlich schwer, diese Erkenntnis umzusetzen. Aber ich glaube, es ist nicht unmöglich.

Ich spiel also noch mal das "an wem liegt es"-Spiel. An wem liegt es eigentlich, dass es immer mehr Kinder mit der Diagnose ADHS gibt? An den Kindern, an den Eltern, an den Lehrern, an den Psychologen, an den Ärzten usw. etc.. Kurz und gut es liegt an allen, nur an uns nicht. Wir wissen, wie man richtig mit ADHS-Kindern umgeht.

bgmed


Habe heute wieder versagt ... hätte erst loben sollen (kein Fake, sondern für was echtes) und dann meinen Tadel (oder "Verbesserungsvorschlag") anbringen ... :=o

(habe mich nur entrüstet bzw. aufgeregt ... ok, nächstes Mal!)

Ist natürlich schwierig, wenn man dem einem Kind emotioal rüberkommen muss, bevor man was erklärt, dem andern Kind erstmal ECHTES Lob bzw. Aufmerksamkeit spenden muss, beovor man es mit Emotionen oder Unzulänglichkeiten "belämmert" ...

(und bei Erwachsenen ist es genauso und genauso schwierig)

Wissen ist das eine (und das einfachere), MACHEN (und zwar richtig) ist die nächste Stufe (und damit SCHWIERIGER!)

%:|

m0ondV+st5ernxe


ich weigere mich, eine andere Art der Wahrnehmung, ein anderes Körpergefühl, eine andere Aufmerksamkeitssteuerung generell als Krankheit zu bezeichnen.

Es gibt immer Abweichungen vom Durchschnitt (den Menschen, der überall Durchschnitt ist, gibt es garnicht!!!)

Ok, von mir aus. Mir ist es letztlich egal, ob man diese Kinder als krank bezeichnet. Die Frage ist doch vielmehr: Was macht man mit Kindern, die nicht mehr gruppenfähig sind und für die Eltern so anstrengend, dass sie nicht mehr weiter wissen?

aFnonym~767


Ich habe eine völlig andere Meinung als jeder andere hier im Thread, aber wenn ich diese preisgeben würde, würde ich gesperrt und mein Post gelöscht werden.

Deswegen schreibe ich einfach mal: Meiner Meinung nach hat hier im Thread noch keiner die Wahrheit geschrieben.

Zu Ritalin und Methylphenidaten: Es ist nun sehr gut dokumentiert, dass eigentlich alle Amokläufer Methylphenidate oder andere psychiatrische Medikamente nahmen.

[[https://www.cchrint.org/tag/school-shootings/]]

[[http://healthimpactnews.com/2012/increase-in-school-shootings-linked-to-antidepressant-prescription-drugs/]]

Die potenziellen Nebenwirkungen dieser Medikamente sind absolut monströs. (Ich gehöre keiner Sekte an.)

I>n -Ko{g1 eNito


was bringt das nun, wenn du deine meinung nicht sagst?

a$nonPym76x7


Nichts. Ich würde halt gern, aber ich kann nicht.

mEonnd+stxerne


Du machst mich neugierig.

Zu welcher Frage hast Du eine Meinung?

bcm(ed


Die Frage ist doch vielmehr: Was macht man mit Kindern, die nicht mehr gruppenfähig sind und für die Eltern so anstrengend, dass sie nicht mehr weiter wissen?

Nein, das ist der Fehler im System. Es gibt Voraussetzungen, die mal jemand festgelegt hat, oder die sich eingebürgert haben. Leider ist der Korridor für "aktzeptables" Verhalten und die Reaktionen von Eltern, Erziehern und Lehrern immer schmaler geworden (und oft haben die Leute, die Erziehen als Beruf haben "überhaupt keinen Bock", sich mit "bockigen" Kindern auseinanderzusetzen ... lieber eine Gruppe, Klasse mit "Streber-Mädels" ... das ist wie "Ponyhof" und Kreuzfahrt in einem ... ]:D)

Die Frage ist doch wirklich VIELMEHR: Wie befähigt man Erwachsene, Lehrer, Erzieher, mit "Aushnahmekindern" umzugehen. Wie nimmt man Eltern den Druck, etwas machen zu müssen, etwas darstellen zu müssen, heile Familie spielen zu müssen, wenn es im Moment nicht geht ??? ?

Warum werden viel mehr ADHS-Kinder in "armen", "bildungsfernen" und "arbeitslosen" Familien diagnostiziert :-o :-X ":/

Nein, nicht etwa, weil es ansteckend ist, sondern weil die ELTERN mit SICH und ihren vermeintlichen Problem(chen) nicht zurecht kommen ... und da ist keine Zeit, sich mit dem Verhalten von Kindern auseinander zu setzen ...

... DIE ELTERN bzw. die ERWACHSENEN sind das Problem (oder deren Situation), und FAST NIE das Kind!!

minef


Mir ist es letztlich egal, ob man diese Kinder als krank bezeichnet. Die Frage ist doch vielmehr: Was macht man mit Kindern, die nicht mehr gruppenfähig sind und für die Eltern so anstrengend, dass sie nicht mehr weiter wissen?

Ihnen helfen ohne ihnen einzubläuen "Du bist krank, du bist krank". Für einige mag das eine vernachlässigbare Kleinigkeit sein, ich sehs andersrum.


Meiner Meinung nach hat hier im Thread noch keiner die Wahrheit geschrieben.

Na was, mega Verschwörung der Regierung, um Amokläufer zwecks Vertuschung anderer Dinge nur so heraufzubeschwören? Pharmalobby? – sags oder lass es.

Es ist nun sehr gut dokumentiert, dass eigentlich alle Amokläufer Methylphenidate oder andere psychiatrische Medikamente nahmen.

Das heißt aber nicht, dass diese Medikamente dazu führen. Statistiken muss man schon korrekt auslegen oder es bleiben lassen, wo es nicht eindeutig möglich ist.

mDondL+ster>ne


Ihnen helfen ohne ihnen einzubläuen "Du bist krank, du bist krank". Für einige mag das eine vernachlässigbare Kleinigkeit sein, ich sehs andersrum.

Stimmt. Ich relativiere meine Meinung. "Du bist krank" ist in diesem Zusammenhang eine Beleidigung. Eltern, die rumerzählen, wie krank ihr Kind ist, sollte man immer die Gegenfrage stellen: Was ist ihr Problem? Damit sind wir hier:

... DIE ELTERN bzw. die ERWACHSENEN sind das Problem (oder deren Situation), und FAST NIE das Kind!!

und das Kind hat ein Problem.

Wie nimmt man Eltern den Druck, etwas machen zu müssen, etwas darstellen zu müssen, heile Familie spielen zu müssen, wenn es im Moment nicht geht ??? ?

Gute Idee! Also statt die Eltern mit immer neuen Erziehungsratschlägen zu belasten, muss man sie entlasten, Druck von ihnen nehmen. Vielleicht das Kind raus aus der Familie holen? Blasse, kränkliche Kinder wurden früher verschickt. Gibt's das noch?

mdond4+sterxne


heile Familie spielen zu müssen

Die Kinder spielen heile Familie, weil die Familie in Wahrheit kaputt ist. Harter Job!

sKopriahin


Ein Grund, warum ich Psychologen generell ziemlich skeptisch gegenüber bin.

(Man kann übrigens in jegliches Verhalten eine psychische Störung hineindeuten, wenn man denn nur will.)

Ganz genau! Und zwar das was sie selber gerne hätten, auch dann wenn man wegen ganz anderer Dinge da ist.

Und wenn man schon mal welche getroffen hat, stellt man fest, daß sie selber nicht unbedingt in der Realität leben.

Wie war das noch bei dem Freud: Wenn ich bisexuell dann steckt in anderen auch bisexuallität, dann läuft in der Kindheit nur was schief. %-|

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