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Nachts endlos wach, tagsüber könnte ich immer tief schlafen

Aweesxsa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe schon seit langem das Problem das ich an jedem Tag gut und tief schlafen könnte - und nachts nicht. (Ausnahme waren jetzt die vergangenen Tage weil ich da ein Medikament genommen habe dass heftige Nebenwirkungen hatte)

Woher kommt das bloß?

Ich stochere da im Nebel. So richtig wach fühle ich mich immer nur spätabends bzw nachts.

Da hatte ich schon die wildesten Vermutungen - so in etwa, dass ich vielleicht irgendwie nur dann das Wachsein "ertrage" wenn definitiv keiner eine Erwartung an mich hat. Wie eben mitten in der Nacht wenn alle anderen schlafen...

Klingt lächerlich, aber irgendwie... ist das für mich wirklich so ein Gefühl.

Geht es Euch auch so ???

LG

Aeessa

Antworten
kqamikaxze


So richtig wach fühle ich mich immer nur spätabends bzw nachts.

Du bist eben eine krasse Eule – so wie ich. Mein natürlicher Rythmus, wenn ich weder Kinder noch Arbeit hätte, sähe so aus: Laaaaange ausschlafen (mindestens bis 12 Uhr), danach schön frühstücken mit viel Espresso und so gegen nachmittag werde ich dann richtig fit. Mein Hoch ist abends bis ca. Mitternacht, dann noch ein paar Stunden zum Ausklingen bis so 3-4 Uhr morgens und wieder ab ins Bett. In meinen Semesterferien hatte ich einmal sogar einen Rhythmus 5 Uhr früh ins Bett – Aufstehen um 14 Uhr. Das ist bei einem normalen Alltag natürlich nicht machbar. Bin z.B. heute notgedrungen um 8 Uhr aufgestanden, damit die Kinder in den Kindergarten kommen und trinke gerade meine 2. Kanne Espresso – müde bin ich trotzdem.

so in etwa, dass ich vielleicht irgendwie nur dann das Wachsein "ertrage" wenn definitiv keiner eine Erwartung an mich hat. Wie eben mitten in der Nacht wenn alle anderen schlafen...

Ja, alles ist nachts so schön ruhig und friedlich, es hat so ein Gefühl von Freiheit.

STpl4itter]sexele


@ Kamikaze:

"Krasse Eule" ist in dem Fall ziemlich daneben. Wenn jemand von einem "Problem" spricht, dann ist es für diese Person nicht "Normal". Und wenn ich lese, das dieses "Problem" auf einmal aufgetreten ist, dann geht es sich hier nicht um den Bio-Rhytmus der TE.

@ Aeessa:

Schlaflosigkeit kann endlos viele Gründe haben und ganz vorne weg: Der Gang zum Arzt macht i.d.R. immer Sinn. Um dir eine bessere Antwort zu liefern, wäre natürlich der Familienstand nicht uninteressant. Lebst du alleine? Hast du Kinder? Und ähnliche Informationen...

Deine Vermutung "Nur wach, wenn keine Erwartungen" könnte auch das komplette Gegenteil sein. Denn Abends/Nachts wenn alles ruhig ist, kommen oftmals das "Grübeln". Tagsüber hat man oft Ablenkung, Beschäftigung und Aufgaben zu erledigen, so das wir unsere "Probleme" ganz gut ausschließen können. Nachts holen die Dämonen einen dann...

Warum ich auch in deinem Fall wieder einmal zu einem Arztbesuch rate:

Ich hatte diese permanenten Schlafstörungen auch. Nach einer gewissen Zeit bekommt man ziemlich böse Nebenwirkungen. Hyper nervös, man sieht Schatten, hört Geräusche usw. Das kann dann gerne Mal in ein richtig heftiges Problem enden. Für mich war der Gang in einen großen Supermarkt die Hölle. Die ganzen Gänge, Menschen, Geräuschkulisse usw. Schlafentzug wird nicht umsonst als Foltermethode eingesetzt. Damit ist nicht zu spaßen!

kZamVikaxze


Ach Splitterseele, hör doch auf. Der Begriff "Eule" ist anerkannt für Menschen, die spät ins Bett gehen und spät aufstehen. Krass deshlab, weil dies bei der TE vielleicht besonders ausgeprägt ist. Wenn etwas "Normal" ist, kann es trotzdem Probleme verursachen, weil der Alltag auf Lerchen, also Frühaufsteher ausgelegt ist- das schließt sich ja nicht aus.

Ich hatte diese permanenten Schlafstörungen auch. Nach einer gewissen Zeit bekommt man ziemlich böse Nebenwirkungen. Hyper nervös, man sieht Schatten, hört Geräusche usw. Das kann dann gerne Mal in ein richtig heftiges Problem enden. Für mich war der Gang in einen großen Supermarkt die Hölle. Die ganzen Gänge, Menschen, Geräuschkulisse usw. Schlafentzug wird nicht umsonst als Foltermethode eingesetzt. Damit ist nicht zu spaßen!

Davon schreibt die TE aber nichts. Ob es bei Aeessa um den Biorhythmus geht oder eine Krankheit, weißt Du also genauso wenig wie ich.

DAespQerate0x1


Liebe Aeessa, an diesen Zustand erinnere ich mich noch sehr gut. Solange ich gearbeitet habe, war alles perfekt, sobald ich aber daheim war, musste ich mich zwanghaft bis abends wachhalten. Habe dann festgestellt, dass es an meiner Partnerwahl gelegen hat, ich wollte einfach in den Schlaf flüchten. Nach der Trennung war ich tatsächlich wieder frischer :)z

T(his T7wilighXt Garxden


- Aber kannst du denn nicht tagsüber etwas schlafen, wenn dein Kind im Kiga ist? Oder bist du am arbeiten?

- Bist du denn eine Eule?

- fühlst du dich tagsüber vom Alltag/KInd ausgelaugt und überfordert? Dann käme deine eigene Theorie bestens hin!

NuordNsterxn75


Hallo Aeessa,

mir fallen dazu spontan zwei Punkte ein:

1. ich bin definitiv eine Nachteule und habe auf jeden Fall auch ein ganz starkes Bedürfnis dann "endlich mal alleine zu sein", sprich, ich bin gerne wach, wenn es um mich herum ruhig ist und mich niemand mehr "stört".

alles ist nachts so schön ruhig und friedlich, es hat so ein Gefühl von Freiheit.

:)z

btw:

Habe dann festgestellt, dass es an meiner Partnerwahl gelegen hat, ich wollte einfach in den Schlaf flüchten.

Das kann ich prinzipiell auch nachvollziehen, war bei mir in einer ähnlichen Situation aber genau anders herum: ich bin lieber (alleine) aufgeblieben ;-D .


2. angeregt durch diesen Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/644515/]]

habe ich genau zu dem Thema kürzlich mal (wieder) ein bisschen im Internet quergelesen, und bin dabei auf die Diagnose "DSPS" gestoßen:

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Delayed_sleep_phase_syndrome]]

Ich weiß natürlich nicht, ob’s bei Dir passt, aber kannst ja mal reingucken...

Grob zusammengefasst: Es gibt Menschen, die tatsächlich einen deutlich verschobenen Biorhythmus haben, dafür gibt es auch biologische Grundlagen (verzögerte Melatoninausschüttung o.ä.). Es ist eben keine "klassische" Schlafstörung/Schlaflosigkeit, weil man ja schlafen kann, nur eben zu anderen Zeiten. Leider gibt es wohl keine überzeugenden Behandlungsformen (z.B. komplizierte Schlafschemata) und den nur bedingt nützlichen Hinweis, doch auf Nachtschicht oder Heimarbeit auszuweichen. Oder auch: "Some DSPD individuals nap, even taking 4–5 hours of sleep in the morning and 4–5 in the evening.”

Also könnte das

Aber kannst du denn nicht tagsüber etwas schlafen, wenn dein Kind im Kiga ist?

vielleicht doch passen?

Liebe Grüße,

B'osxe


Hi Aeessa, nun mir ging es lange Zeit ähnlich und ich genoss auch immer die Ruhe und die Stille in der Nacht.

Dann fing ich einen neuen und auch harten Job an, musste früherer als sonst raus, so 6-6.30 Uhr und siehe da, ich ging Nachts freiwillig vor 12.00 Uhr ins Bett. Gut heute ist eine Ausnahme, ich bin gerade erst von einem Saunaabend zurück, gestern konnte ich auch nicht gut einschlafen, erst um 2.00 Uhr. Ich habe aber oft so gegen 21.00 Uhr einen toten Punkt, dann könnte ich wenn ich im Bett wäre und bettfertig wäre auch schlafen, gehe ich über den Punkt und habe vielleicht etwas gedöst, dann kann ich oft später nicht einschlafen, so war es Gestern auch. Ich empfehle Dir, mal einfach alles anderes machen, schon am Morgen, statt Kaffee dann Tee usw. den Trott und eingefahren Rhythmus mal überlisten, wie es dann in meinem Fall der Job war und auch noch ist. L.G. Bose :-)

GwehtjEamalg)arnixcht


Mir ging es ähnlich..pardon, mit geht es ähnlich. Mein Job? Machbar wann immer ich will. Zum Glück.

Früh tagsüber bin ich einfach zu gar nicht zu gebrauchen. Mein Tag; ich schlafe bis 13 Uhr, frühstücke, arbeite, dann esse ich mittag (dann, wenn andere locker Abend essen), dann beginnt mein "Tag". Ich trainiere oder mache sonstwas, wo der Körper was leisten muss, dann, wenn andere sich ins Bett legen. Würde ich um 10 trainieren, könnte ich mir das sparen, es klappt gar nichts, um 22 Uhr hingegen schon. Ich esse Abend gegen 3 Uhr, schlafe selten vor 4 Uhr, eher 5 oder auch mal 6, wenn andere wieder aufstehen.

War ein großes Problem, als ich noch zur Schule ging. Ich konnte mich NIE auf einen Tagesablauf einpendeln, den andere als normal ansehen, egal, wie sehr mich der Alltag durch die Schule, Familie usw. dazu zwingen wollte, es ging einfach nicht.

Wie gesagt, ich kann nur von Glück reden, dass mein Job auch nachts machbar ist. Klar, in der Ausbildung musste ich auch dadurch, tagsüber zu arbeiten, zur Berufsschule zu gehen usw., aber sobald man mit der Lehre fertig ist, ist es egal, wann mans macht, hauptsache, man macht es, und das ordentlich - und das kann ich am besten ein paar Stunden später als andere ;-)

Seit ich aufhören konnte, mich zu einem Tagesablauf zu zwingen, der so gar nicht meinem Naturell entspricht, geht es mir besser. Ich kann mehr leisten als vorher, kann bessere Leistung bringen, was mich jedoch weniger Anstrengung kostet, als vorher die "schlechtere" Leistung.

Bei vielen klappt es vielleicht, wenn man durch Job oder anderes gezwungen wird, sich an ein Leben am Tag anpassen zu müssen. Bei mir, wie gesagt, klappte es nie. Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und fahre damit sehr gut.

Gzehtja9mal"garnicxht


Nachtrag; schlafen "kann" ich auch, immer. Aber eben nie eher als oben geschrieben. Und wenn doch, dann nur DEUTLICH eher, und dann auch nur für eine halbe Stunde..ich kann also durchaus gegen 22 Uhr einen "Mittagschlaf" machen ;-) aber könnte nie die Nacht dann durchschlafen bis morgens.

AuewessTa


Wow, danke - so viele Antworten.

Der Punkt ist, dass ich wirklich schon sehr viel probiert habe.

Im Moment schlafe ich vier, fünf Stunden wenn mein Kind im Kindergarten ist, und dann noch mal soviel wenn mein Kind schläft (habe jetzt schon geschlafen)

Zum Thema "einfach mal zur richtigen Zeit das richtige Tun" - ich habe diesen verschobenen Rhythmus seit ich ein Kind war. Immer schon, Egal in welcher Arbeitssituation, in welcher Lebensphase, völlig egal was ich versucht habe - über Wochen: es war immer so, dass ich nachts leicht hätte wach sein können, und tagsüber nicht.

Ich habe wirklich schon alles versucht von sehr früh aufstehen, mich wirklich zwingen nicht tagsüber zu schlafen.... alles Mögliche. Ich hatte schon Arbeitsstellen bei denen bin wegen des Arbeitsweges morgens um 4 aufgestanden und abends um 19 Uhr nachhause gekommen. Ich bin dann eingeschlafen - todmüde. Und um 23 Uhr wieder aufgewesen, egal was ich versucht habe ich konnte nicht schlafen um gewisse Uhrzeiten (so 23 Uhr, Mitternacht, ein Uhr, zwei-Uhr - da werde ich einfach wach egal wie müde ich sonst bin).

Nach sechs Monaten war ich einfach nur krank weil ich nur noch am Wochenende schlafen konnte.

Im Moment bin ich ja zuhause und daher werde ich wohl jetzt erstmal weiter so "Stückchen"-Schlafen praktizieren - immer für ein paar Stunden.

Heute bin ich aber innerlich ganz ruhig und vielleicht kann ich wenigstens gleich wieder dösen :-)))

D9arumxa


Bin auch eine Eule in der Hinsicht (siehe Uhrzeit ;-D ).

Vor allem wenn ich, wie jetzt gerade, für eine Prüfung lerne.. das geht ab 0 Uhr am besten, da dann keiner mehr stört.

M`adamVe Chare1nton


hmm.......also erstmal kann ich dich beruhigen, mein Psychiater hat zu mir gesagt (hab das selbe Problem) dass manche Menschen einfach extreme Schlafgewohnheiten haben, manche kommen unter 12 Stunden Schlaf nicht aus, manche sind extreme Eulen (wie oben schon genannt wurde) - das heißt nicht dass dahinter immer ein psychisches Problem steckt o.ä.

mir hat folgendes geholfen: Sport, jeden Tag

am besten vorm Schlafengehen, ich geh jetzt immer um Mitternacht oder etwas später ins Bett wenn ich morgens früh rausmuss, wenn nicht geh ich um 3 Uhr Nachts/Früh - und dann steh ich zu Mittag um Punkt 12 auf. - wichtig ist eine klare Struktur!

etwas anderes wärs wenn du auch depressive Verstimmungen hättest, da müsste man dann schauen ob dein Rythmus daher rührt *:)

AYeeksxsa


Ich habe in der vollschulischen Ausbildung (war eher ein Studium) auch so gelernt: Vormittags Vorlesungen bzw Unterrricht, bis zum Nachmittag. Dann nachmittags Pause/schlafen - abends ab 20 Uhr lernen bis zum nächsten Morgen um 4 - dann noch mal drei Stunden Schlaf.

Oder auch: Auftragsarbeiten, Interviews in Schriftform übertragen (vom Bandgerät ins Schriftliche übertragen) Eine echt langwierige, manchmal nervige Arbeit. Und ich habe in einer Nacht mehr Arbeit geschafft als an drei Tagen.

Damals habe ich auch mal geglaubt ich müsse mich dann ja jetzt am Riemen reißen. Das Ende vom Lied war, dass ich mit der Arbeit fast in Verzug geraten wäre weil ich so laaangsam wurde... Ich bin einfach auch wenn ich nachts im Bett liege, tagsüber müde!!!

Ich überlege schon lange ob ich nicht mal näher untersuchen lassen sollte ob mein Melatoninausstoß einfach falsch passiert. Ich bin mir fast sicher.

G2eht4jamJalgfarn1ichxt


Klare Struktur kann ich nur unterschreiben!! :)z

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