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Stress-Essen

ggradBflxy hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich kann derzeit wieder an mir beobachten, dass ich nicht (moderat) abnehme, wie ich das eigentlich möchte, sondern nur mit Mühe und Not mein momentanes Gewicht halten kann, eher schleichen sich immer mehr Gramm auf die Waage, so dass ich in absehbarer Zeit deutlich zunehmen würde.

Mein Problem ist, dass ich immer dann esse, wenn ich viel Stress habe und unter Druck stehe. Das mache ich schon, seit ich Kind bin und viele kennen es sicher auch von sich selbst: Schokolade tröstet.

In meinem Fall geht es auch, aber nicht nur, um Schokolade. Gerade, wenn ich, wie jetzt, sehr viel arbeiten muss, stopfe ich mir das Essen richtig rein, am liebsten die fett- und zuckerreichen Dinge, alles, was ich gern esse, alles, was mir vermeintlich gut tut.

Es ist nicht nur Arbeit an sich, die stressig ist, es ist auch damit verbundene Unsicherheit, wie es beruflich weitergeht, viel Druck, gerade ein kleiner Rückschlag und so ein Berg, dass ich beim Anschauen Angst bekomme und mich immer wieder anhalten muss, nicht in Panik zu geraten. Würde das passieren, würde ich in eine richtige Starre verfallen und gar nichts mehr machen- gab es auch schon.

Um diesen Druck zu kompensieren, esse ich blöde Sachen- Burger, Pizza, Nüsse, Schokolade, usw. Hinterher habe ich ein extrem schlechtes Gewissen, denn gerade ein paar Stunden zuvor hatte ich mir doch vorgenommen, damit ist jetzt Schluss, ich esse wieder weniger und gesünder.

Fakt ist aber: Ich habe es nicht in der Hand. Ich kann es nicht kontrollieren. Ich muss essen, damit ich weiterarbeiten kann.

Dass ich es nicht kontrollieren kann, lässt mich aufhorchen und ich vermute, es liegt daran, dass das Essen so viele Funktionen in meinem Leben hat, mich tröstet, entspannt, glücklich macht, usw.

Daran möchte ich etwas ändern, denn würde ich zunehmen (ich bin normalgewichtig, Gefahr von Untergewicht besteht nicht), würde mich das auf andere Art unglücklich machen (ich war mal übergewichtig) und da will ich nicht mehr hin.

Mit diesem Faden möchte ich ein bisschen für mich darüber reflektieren, wenn ich z.B. mal wieder so viel gegessen habe, was ich nicht wollte, will aufschreiben, wie ich mich fühle, usw., da ich hoffe, dass mir das hilft, mich ein bisschen besser zu verstehen und dann etwas an meinem Essverhalten zu ändern.

Mit diesem Faden möchte ich aber auch fragen, ob ihr so etwas kennt und was es ist, das ihr an psychischem Stress mit Essen kompensiert, ob ihr Lösungen gefunden habt, etwas zu verändern, ob ihr Anregungen und Ideen für mich habt.

Ich habe den Faden in Psychologie eröffnet, weil ich merke, dass er mir in Übergewicht oder Ernährung weniger passend erscheint. Es geht mir weniger darum, darüber zu sprechen, was ich in welchen Mengen wann gegessen habe oder was gesund ist, sondern um das Rätsel, was eigentlich bei mir passiert, dass ich unkontrolliert esse und wie ich diese psychischen Probleme in den Griff bekommen kann.

Was nicht geholfen hat:

- Sich vornehmen, weniger und gesünder zu essen.

- Sich vornehmen, statt Schokolade einen Apfel oder eine Karotte essen.

- Weniger arbeiten.

- Aufhören, mir über das Thema Gedanken zu machen.

Ich hoffe, es gibt hier Leute, die das verstehen und vielleicht selbst kennen. Ich bin im Moment sehr verzweifelt, ich will das alles so nicht, ich will meine Kontrolle zurück und selbst entscheiden, was ich esse, ich will verstehen, was ich eigentlich brauche und ich glaube, ich bekomme es allein nicht.

Hallo, mein Name ist gradfly und ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen.

Liebe Grüße :)*

Antworten
Sf. vwal8lisixi


Mit diesem Faden möchte ich ein bisschen für mich darüber reflektieren, wenn ich z.B. mal wieder so viel gegessen habe, was ich nicht wollte, will aufschreiben, wie ich mich fühle, usw., da ich hoffe, dass mir das hilft, mich ein bisschen besser zu verstehen und dann etwas an meinem Essverhalten zu ändern.

gute Idee, aber:

Hinterher habe ich ein extrem schlechtes Gewissen, denn gerade ein paar Stunden zuvor hatte ich mir doch vorgenommen, damit ist jetzt Schluss, ich esse wieder weniger und gesünder.

warum drehst du es nicht um, also ergründest zuerst und nimmst dir dann was vor? Das dürfte es erstens leichter machen und zweitens sparst du dir das schlechte Gewissen welches Gift ist, macht aus jedem "aufhören" einen langen Kampf ;-) Und sollte in dem Kampf das Ergründen doch irgendwie auf der Strecke bleiben holt dich die wie auch immer geartete Kompensation früher oder später woanders wieder ein.

Vielleicht ist's auch nur mein persönlicher Spleen, aber ich würde es an deiner Stelle jedenfalls so machen dass du dir das einfach mal erlaubst und währenddessen, ohne störendes schlechtes Gewissen, ganz genau hinsiehst was da genau vorgeht.

Flüchte, Süchte und sogar selbstschädigens Verhalten sind, wenn auch etwas verdrehte, Selbstschutzmechanismen, weder böse noch bestrafenswert (schlechtes Gewissen, Sanktionen, kampfige Entzüge).


nur eine Möglichkeit, die überhaupt nicht zutreffen muss:

Es ist nicht nur Arbeit an sich, die stressig ist, es ist auch damit verbundene Unsicherheit, wie es beruflich weitergeht, viel Druck, gerade ein kleiner Rückschlag und so ein Berg, dass ich beim Anschauen Angst bekomme und mich immer wieder anhalten muss, nicht in Panik zu geraten. Würde das passieren, würde ich in eine richtige Starre verfallen und gar nichts mehr machen- gab es auch schon.

du erwähnst auch Kontrolle, und auch bezüglich dieser Ängste geht es um Kontrolle, deine Reaktion ist vielsagenderweise (findest du nicht?) kontrollloses Futtern, vielleicht wär's gut diese Ängste auf tiefer emotionaler Ebene zuzulassen anstatt zu versuchen sie unter Kontrolle zu bringen? Vielleicht wäre auch Lähmung ein Ausdruck gescheiteter Kontrolle.

Vielleicht kannst du die Angst ein wenig durchleben, sie annehmen, es ist schließlich nicht verboten Angst zu haben, (dich vielleich sogar dann ganz bewusst mit ein wenig Süßigkeiten trösten ]:D *in Versuchung führ* ;-D ;-) ) und ihr so an Macht entziehen.

Hallo, mein Name ist gradfly

;-D

...

in jedem Fall, was du auch findest oder wie auch immer du's angehst: alles Gute dafür :)*

grradxfly


@ S.wallisii

Danke für deinen Beitrag!

warum drehst du es nicht um, also ergründest zuerst und nimmst dir dann was vor?

Das habe ich Ende letzter Woche gemacht, mit dem Erfolg, dass die Waage 3 Tage später 1 Kilo mehr anzeigt :(v

Wenn ich gar nicht mehr darauf achte, dann wird alles nur schlimmer und inzwischen fühle ich mich so unwohl, wie schon lange nicht mehr :-/ :-/

Es ist wie ein Sog, ich kann schon gar nicht mehr sagen, was Huhn und was Ei war, also, fühle ich mich nun unwohl, weil ich das nicht hinbekomme oder bekomme ich es nicht hin, weil ich mich unwohl fühle. Ich will da nicht hin!!!

Flüchte, Süchte und sogar selbstschädigens Verhalten sind, wenn auch etwas verdrehte, Selbstschutzmechanismen, weder böse noch bestrafenswert (schlechtes Gewissen, Sanktionen, kampfige Entzüge).

Selbstschutz. Ja, das glaube ich, aber ich kann es nicht auf mich übertragen. Klar schütze ich mich, z.B. davor, panisch zu werden und alles hinzuschmeißen. Oder vor Verletzungen.

Das Problem ist, dass meine Wunden und Verletzungen gesetzt sind. Die sind da. Ich kann nichts dagegen tun. Sie gehen nicht weg. Und ich kann sie offensichtlich nicht loslassen. Immer mal wieder, ja, aber ich weiß nicht, wie ich das dann mache. Und es kommt ja doch alles wieder. Laute Ängste zu versagen.

Ich brauche Erfolgserlebnisse. Ohne kann ich nicht leben. Ich brauche nichts Großes, ich muss nur einfach spüren, dass es vorwärts geht. Und das geht es momentan nicht. Das macht mich traurig und wütend auf mich selbst. Deshalb ist das hier so unglaublich schwer:

Vielleicht kannst du die Angst ein wenig durchleben, sie annehmen, es ist schließlich nicht verboten Angst zu haben

Ich nehme mir gar nicht die Zeit, mich auf meine Ängste zu "stürzen", ich habe Angst vor der Angst. Ich muss immer weitermachen, ich kann nicht stehen bleiben, denn vielleicht gehe ich dann gar nicht mehr weiter und ich muss doch weiter.

Ich versuche, über Rückschläge hinweg zu sehen, versuche, mir nicht anmerken zu lassen, wie sehr mich alles auffrisst (?!), immer weiter, weiter, dem Druck stand halten, aber ich kann dem Druck nicht stand halten. Ich kann an meinen Problemen, also an dem, was mich stresst, nichts ändern.

Bin ich der einzige Mensch, der genau das erlebt? Gibt es niemanden, dem es auch schon so ging? :°( :°( :°(

s`chn-eckbe19x85


@ gradfly

Vielleicht könnte dir eine Verhaltenstherapie dabei helfen, diese Handlungsschemata aufzuweichen?

Das Problem kann man in den seltesten Fällen so lösen, dass der Auslöser beseitigt wird. Viel mehr geht es doch um den Umgang (schädlich / nicht schädlich) mit Problemen.

PS: Bin übrigens auch eine emotionale Esserin, momentanes Hauptproblem (nach vorhergehender Fresssucht) sind bulimische Phasen, wenn ich das Leben sprichwörtlich zum Kotzen finde. Einfachen Ausweg aus dem emotionalen Essen habe ich noch keinen gefunden, wenn ich ehrlich bin.

Cxleenoi


hallo gradfly *:),

ich kann derzeit wieder an mir beobachten, dass ich nicht (moderat) abnehme, wie ich das eigentlich möchte, sondern nur mit Mühe und Not mein momentanes Gewicht halten kann, eher schleichen sich immer mehr Gramm auf die Waage, so dass ich in absehbarer Zeit deutlich zunehmen würde

Was hast du dir für Ziele gesetzt? Warum hast du dir die Ziele so gesetzt, wie du sie dir gesetzt hast? In diesem Satz von dir steckt so viel Kampf drin, bei dem es eigentlich schwer ist, dass du für dich was anerkennendes herausziehen kannst.

Mir sind diese Kreisläufe sehr vertraut. Man selbst macht von diesem Gewicht so viel abhängig. Es hat einen in der Hand, obwohl man selbst glaubt, dass man doch eigentlich will, dass es einem besser geht. Du schreibst von Versagensängsten, die scheinen dir vertraut zu sein. Wenn du dich jetzt so an dein Gewicht "klammerst": kann es sein um von den eigentlich Ängsten abzulenken?

Verstehst du was ich meine? Wenn ich mich über mein Gewicht fertig machen kann, kann ich mich fertig machen. Was wäre, wenn ich dieses Problem nicht mehr hätte, worüber könnte ich mich dann fertig machen? S.wallisii (*:)) schrieb schon von Flüchten und Süchten und selbstdesktruktivem Verhalten und du schriebst von deinen Wunden und Verletzungen die da sind. Wie die Süchte, Flüchte usw aussehen ist im Endeffekt egal, ganz tief in uns drin sprechen sie immer das gleiche Gebiet an: Verletzungen, die uns zugefügt wurden, beabsichtigt, oder unbeabsichtigt, mutwillig oder unbewusst ist doch egal: wir fühlen uns verletzt und damit umzugehen ist schwer oder für manche unmöglich, also "flüchten" wir uns in andere Gebiete, wollen andere Probleme angehen, aber ganz tief schreit eigentlich etwas ganz anderes und wir wundern uns, warum wir denn dieses Problem (in dem Falle das Gewicht) nicht angehen können.

Du schriebst von Versagensängsten und nach der Suche nach Erfolgserlebnissen. Ich denke, dass es menschlich ist, sich Erfolg zu wünschen. Aber wer sagt denn, dass wenn man mal versagt, ein Versager ist? Klingt vielleicht komisch, aber wir verbinden gleich mit Versagen, dass wir nichts wert sind, oder? Dieser Mechanismus muss sich ja irgendwie entwickelt haben und das steckt dann tief drin. Frage dich mal selbst, was dir real passieren kann, wenn du mal versagst? Was suchst du dir für Herausforderungen? Die eigentlich schon von vornherein schon zum Scheitern verurteilt sind und dann eigentlich gar nichts mit deinen Fähigkeiten zu tun haben? Dinge, bei denen es mal passieren kann zu versagen, aber aus den Fehlern lernen kann? Was wäre in dem Fall an einem Versagen so tragisch?

Mein Problem ist, dass ich immer dann esse, wenn ich viel Stress habe und unter Druck stehe. Das mache ich schon, seit ich Kind bin und viele kennen es sicher auch von sich selbst: Schokolade tröstet.

Ja, das kenne ich auch und hey: Schokolade schmeckt doch auch wirklich, oder? Weißt du was, also ich kenne dies sehr sehr gut. Aber inzwischen sehe ich das etwas getrennter: ich merke an mir, dass erst dieser Zwang jetzt in Stress nicht essen zu dürfen, wieder Stress macht und es doch eigentlich gar nicht ungewöhnlich ist, etwas verbotenes zu machen: es reizt doch und wenn dann noch so ein innerer Mechanismus ist, der sich daran labt zu sehen, wie "lieb" ich mit mir umgehe, fühlt sich bestätigt und dann werden verschiedene Regler bedient: ich fresse, weil ich so ne bescheuerte fette Kuh bin, ich habe wieder mal versagt, weil ich es doch eigentlich gar nicht will, also kann ich auch fressen. Aber schmeckt mir dann die Schokolade? Ne.

Was würde passieren, wenn du da, wie wallisii auch schon schrieb, auch mal hier den Spieß umdrehst und eben mal die Schokolade genießt? Klingt total verdreht, ich weiß und ist auch komisch. Aber vielleicht ja auch nicht. Ich merke zumindest bei mir, dass diese Schuld-und Versagensgefühle viel viel mehr wiegen, weil sie innerlich in mir etwas bedienen, was ich ganz lange bedienen wollte. Die Schokolade konnte eigentlich gar nichts dafür. Es ist ein langer Weg und er wird bestimmt auch nicht ohne Neben-, Einbahnsraßen oder Sackgassen verläuft.

Also ich kann ja nur von mir berichten und besonders jetzt im Moment, wo es mir nicht so gut geht und ich auch viel mehr Schokolade esse, merke ich, dass ich mich ein bisschen so verhalte wie vor ein paar Jahren, da hatte ich aber viel mehr auf der Waage und sah jedes Kilo, was dann aber durch mein Verhalten danach noch höher schnellte, als jetzt. Mir geht es schon ein halbes Jahr nicht so prickelnd durch äußeren Stress, doch zeigt die Waage nicht diese monströse Zahl wie damals. Die Grundsucht ist da, wenn ich das nicht so sehen würde, würde ich mir was vormachen. Doch ich verhalte mich jetzt nicht gezwungen anders, sonders es kommt schon von innen. Dadurch habe ich zwar die Neigung mehr zu essen, aber ich brauch es nicht unbedingt. Aber das hat echt lange gedauert und ich lege für mich auch nicht die Hand ins Feuer, dass ich keinen Rückfall mehr haben werde, hey: wir sind Menschen. Doch so auf längere Zeit betrachtet denke ich mal schon, dass es nicht mehr diese riesen Ausreißer hat. Denn vom Stress her ist es eigentlich stressiger als damals, (nur damals setzte ich mir noch mehr eigenen Stress) und ich halte dennoch mein Gewicht und das nicht, weil ich jetzt da gesondert drauf achte, sondern es ist "einfach so" und dazu zählt, dass ich Gewichtsschwankungen zulassen kann (auch wenn da dennoch innerlich manchmal noch ne Stimme kommt ;-)). Aber diese riesen Schwankungen nach oben gab es jetzt schon seit zwei Jahren nicht mehr. Ich probiere mich nicht mehr so von der Waage abhängig zu machen und falls es doch mal so sein sollte, dann ist es so. Dadurch geht es schneller durch.

Also so wie es wallisii schon schrieb: reinbegeben in die Ängste. Wobei ich aber ehrlichhalber (? ":/ ) dazu sagen muss, dass es auch eine Gratwanderung ist und ganz viel mit Vertrauen zu tun hat. Denn jo die Grenze zum selbstschädigenden Verhalten ist da natürlich sehr nah und das Eis sehr dünn, doch anders scheint es nicht zu gehen um seine Grenzen auszubauen und sich selbst mehr und mehr zu vertrauen und sich selbst wohlzufühlen (ich beantrage hiermit eine Wortneuschöpfung die neben Selbstwertgefühl Platz nehmen soll: Selbstwohlgefühl ;-) :-))

Es ist nicht nur Arbeit an sich, die stressig ist, es ist auch damit verbundene Unsicherheit, wie es beruflich weitergeht, viel Druck, gerade ein kleiner Rückschlag und so ein Berg, dass ich beim Anschauen Angst bekomme und mich immer wieder anhalten muss, nicht in Panik zu geraten

Leider ist es ja wirklich so, dass der Druck auch von außen steigt. Wir sind eine Leistungsgesellschaft und ich habe auch das Gefühl, dass wir immer mehr machen müssen um bestehen zu können. Deshalb ist es doch wichtig mit sich selbst achtender umzugehen oder? Und vielleicht ist ja dann er nicht mehr (oder weniger) vorhandene Eigendruck entscheidend diesen Berg an Arbeit zu schaffen. Vielleicht tritt man dann sicherer auf und fühlt sich mit sich selbst wohler, sodass auch der von außen aufgesetzte Druck nicht mehr ganz so negativ erscheint. Und wenn nicht: wer will es einem wegnehmen, diesen Druck als diesen zu empfinden, weil es ja wirklich so ist und nichts mit den eigenen Fähigkeiten zu tun hat.

wenn ich z.B. mal wieder so viel gegessen habe, was ich nicht wollte, will aufschreiben, wie ich mich fühle, usw., da ich hoffe, dass mir das hilft, mich ein bisschen besser zu verstehen und dann etwas an meinem Essverhalten zu ändern.

Da steckt immer so viel Druck und Kontrolle dahinter. Wir haben verlernt/ nicht gelernt auf uns zu hören und meinen dann immer mit Druck und Kontrolle dagegen zuhalten. Nehmen uns andere als Maß, nur nicht uns. Aber vielleicht könnten wir es doch? Das ist garantiert ein ellenlanger Weg, aber ich merke, dass wir da ganz viel von uns lernen können und eben nicht nur die Versager sind, wie wir meinen. Klingt grad alles so blümlichschön, ich weiß, aber hey: wir leben nur einmal, nur jetzt. Und diesen Weg zu gehen ist nicht blümlich einfach, auch wenn es so schön und vielleicht etwas geschwollen klingt.

Was nicht geholfen hat:

- Sich vornehmen, weniger und gesünder zu essen.

- Sich vornehmen, statt Schokolade einen Apfel oder eine Karotte essen.

- Weniger arbeiten.

- Aufhören, mir über das Thema Gedanken zu machen.

Das habe ich auch gemerkt. Wenn du selbst schon so schön schreibst, dass dir der Ersatzapfel nicht geholfen hat, hast du mal probiert, die Schokolade zu genießen?

Und dies hier:

ich habe Angst vor der Angst.

Diese miese Schwester der Angst hat es echt in sich ;-). Sie hält zurück, sie lässt uns nicht an uns ran und dadurch wird sie immer mächtiger. Denn Angst ist doch menschlich.

:)*

C.leenxi


Bin ich der einzige Mensch, der genau das erlebt? Gibt es niemanden, dem es auch schon so ging? :°(

Was wäre daran so schlimm, wenn du der einzige Mensch wärst, dem es so gehen würde? Verbindest du das auch wieder mit Versagen? Merkst du was? Irgendwie schleicht sich sowas in so viele Gedanken/ Handlungen ein. Eigentlich willst du was anderers aussagen, willst Hilfe, doch auf der anderen Seite schreist du förmlich: Ich bin ein VERSAGER!!

CAleexni


dieser bl**de Karnevalsmiley >:(

gyradfxly


Hallo schnecke, hallo Cleeni,

danke für eure Worte, ich muss darüber nachdenken und schreibe später noch einmal. Vieles davon (be)trifft mich :°( :°(

Selbstwohlgefühl- ich unterstütze Initiativen, dieses Wort im Duden aufzunehmen :)^

Bis später

C7le0enxi


:)* :)*

w9hite1 magic


Hallo TE,

ich bin auch so ein Stressesser.

Bin in fast der gleichen Situation wir du. Ich hatte letztes Jahr im mai mein Gewicht erreicht und bin jetzt wieder 2 Kilo drüber. Mein Problem ist, das ich immer denke

"ach die zwei Kilo sind nicht schlimm"

und so geht es mit jeden Kilo was drauf geht.

Gut das ich noch bei den WW alas Goldmitglied bin und das auch bleiben möchte. Dahe rhab ich zumindest außerlich den Druck, dass ich bis Mai (da ist meine Verlängerung fällig) wieder die zwei Kilo runter haben muss.

Ich esse Schoki meistens wenn ich kopfmäßig "arbeite", also beim lesen oder Computerspielen.

Ich esse gerne weil ich sehr gut koche und mir mein essen super schmeckt.

ich essen wenn ich mich mit meinem Freund gezofft habe oder es einfach ein anstrengender Tag war.

Ich esse bei der Probe für unser Musical, weil es einfach da steht und jetzrt kurz vor der Premiere ein hoher Druck herrst und ich einfach Futter fürs Hirn brauche.

Kauen entspannt mich und hilft mir beim denken.

Du bist nicht alleine :)_

PrIxA


Ich habe auch so ein "Exemplar" zuhause, Stressesser, alles was da war, im Büro immer eine Tafel Schokolade usw. im Schieber. Auch zuhause, alle Reste wurden vernichtet, Chips, Cola....

Verzeifelte Versuche das Gewicht zu reduzieren, schlank im Schlaf, dies das, Tabletten... nix hat geholfen.

Er ist dann zu den WW, hat begleitet >= 18 kg abgenommen (sind immer noch 13 übrig) und ist seitdem zufrieden.

Die Büroschoki wurde gegen einen Obstkorb getauscht, Reste bleiben Reste, das Cola ist Light, Chips nicht mehr tütenweise. Langer Weg...

Wünsche die viel Erfolg bei der Suche deines Weges :)-

PiIA


PS: Schoki für uns nur noch Bitter, 70-80 %, das beruhigt den Geist und befriedigt die Gelüster. ;-D

w"hitle mxagic


Er ist dann zu den WW, hat begleitet >= 18 kg abgenommen (sind immer noch 13 übrig) und ist seitdem zufrieden

jou damit habe ich es auch geschafft.

gxrLad/fly


Ich habe ein bisschen gebraucht, musste mich ein bisschen von dem Druck befreien und über das nachdenken, was mir hier geschrieben wurde. Jetzt möchte ich gern darauf eingehen und hoffe weiterhin auf Beiträge, die mir helfen, weiter zu denken und mir neue Impulse geben, mein Problem zu lösen. Ich schreibe unten dann auch noch, was ich inzwischen gemacht habe und wie der Tag heute gelaufen ist.

@ schnecke

Viel mehr geht es doch um den Umgang (schädlich / nicht schädlich) mit Problemen.

Ja. Eigentlich weiß ich das, aber manchmal vergesse ich es wieder und weil ich den Auslöser nicht beseitigen kann, wird der Umgang schädlich :(v Ich muss mir immer sehr viel Mühe geben, auf mich selbst zu achten.

emotionale Esserin

Klar weiß ich eigentlich auch, dass dieser Ausdruck für mich stimmt. Trotzdem musste ich aber erstmal nachlesen und ich bin auf Vieles gestoßen, was auf mich zutrifft, obwohl ich mich noch nie so genannt habe. Das hilft mir sehr weiter (danke @:) @:) ), weil es mir bewusst macht, dass ich das Essen so sehr zweckentfremdet habe. Als logische Lösung würde mir dazu einfallen, dass man 2 Dinge tun sollte: a) die Probleme angehen, wegen denen man isst, um glücklich zu sein (vereinfacht gesagt) und b) andere Strategien finden.

Glaubt ihr, man kann Handlungsmuster durchbrechen und andere Strategien lernen?

Schneckchen, ich kenne zumindest den Gedanken, dass ich gern kotzen gehen möchte, aber meine Hemmschwelle ist zu groß, weil ich jemanden kenne, der bulimisch ist. Du sagst, du hast noch keinen Ausweg gefunden- hast du denn schon was probiert, lässt du dir helfen?

Ich würde dir auf jeden Fall wünschen, dass du das Leben irgendwann nicht mehr zum kotzen findest :)*

@ Cleeni

Danke für deinen langen Beitrag @:) Danach ging gestern erstmal gar nichts mehr. Heute versuche ich mal sachlich, deine Fragen zu beantworten:

Was hast du dir für Ziele gesetzt?

Ich möchte gern die 5 Kilo, die ich in den letzten 1 1/2 Jahren zugenommen habe, wieder abnehmen, weil ich mich ohne diese 5 Kilo total wohl gefühlt habe und mich mit echt scheiße fühle. Damals habe ich fast meinen kompletten Kleiderschrank aussortiert und neu gekauft, weil ich mich so gefreut habe, dass ich recht viel abgenommen hatte. Dann habe ich versucht, aufzuhören zu rauchen, hatte Stress, brauchte irgendwas, woran ich mich festhalten konnte, wollte unbedingt Nichtraucherin sein, bin daran verzweifelt und ja... jetzt rauche ich wieder und habe trotzdem zugenommen ]:D %-|

Warum hast du dir die Ziele so gesetzt, wie du sie dir gesetzt hast?

Weil ich, nachdem ich viel abgenommen hatte (war, wie gesagt, früher übergewichtig) so glücklich war. Ich habe mich wohl in meiner Haut gefühlt, ich konnte endlich Klamotten tragen, die ich früher nur an anderen bewundert habe, ich habe in der Zeit auch meinen Freund kennen gelernt, der ziemlich auf das Äußere und gerade die Figur bei Frauen achtet, ich hatte ein viel besseres Körpergefühl, ich war aktiv und fit und... erfolgreich...

In diesem Satz von dir steckt so viel Kampf drin, bei dem es eigentlich schwer ist, dass du für dich was anerkennendes herausziehen kannst.

Jaja, eine Kämpferin, das bin ich... manchmal ist das aber nicht sehr zielführend, manchmal verschwende ich vielleicht auch meine Kraft und kämpfe an der falschen Front, dachte ich, als ich das gelesen habe, denn im 2. Teil steckt viel Wahrheit:

Auf der einen Seite suche ich Anerkennung, wo immer ich sie bekommen kann, auf der anderen Seite mache ich mich selbst fertig und erkenne mich selbst nicht an. Leider habe ich das Selbstbewusstsein nicht von innen heraus. Ich muss immer von außen "zufüttern", damit ich stark und selbstbewusst bin. Daher rühren auch meine Versagensängste und die schlimmste Angst, die ich habe- einfach nie genug zu sein. Nicht gut genug, nicht stark genug, nicht dünn genug, nicht schön genug, einfach nicht genug.

Wenn du dich jetzt so an dein Gewicht "klammerst": kann es sein um von den eigentlich Ängsten abzulenken?

Es könnte sein, dass du recht hast. Dann würde ich eben der Tatsache, dass ich an der Arbeit so viel Druck und Stress habe, damit begegnen, dass ich meine Anerkennung = Efolgserlebnisse auf einem anderen Gebiet suche und was wäre da besser geeignet? Und natürlich habe ich mich im letzten Jahr sehr genau beobachtet, ich sehe mir jeden Tag zu, wie ich zunehmen, wie ich ungesunden Mist in mich reinstopfe, wie mir Klamotten nicht mehr passen oder einfach scheiße an mir aussehen,...

wir fühlen uns verletzt und damit umzugehen ist schwer oder für manche unmöglich, also "flüchten" wir uns in andere Gebiete, wollen andere Probleme angehen, aber ganz tief schreit eigentlich etwas ganz anderes und wir wundern uns, warum wir denn dieses Problem (in dem Falle das Gewicht) nicht angehen können.

Vielleicht pendel ich so hin und her- Job und mein Körper, das sind definitiv die "Hauptbeschäftigungsgfelder", um mir Anerkennung und Erfolg oder auch Ablehnung und Misserfolg abzuholen. Wenn es also im Job nicht läuft, muss wenigstens das Gewicht stimmen. Und wenn das mit dem Essen scheiße läuft, dann wenigstens, weil ich dafür mehr an der Arbeit hinbekomme. Macht das Sinn?

Aber wer sagt denn, dass wenn man mal versagt, ein Versager ist?

Den Satz hat mir schon einmal jemand gesagt. Bei jemandem, der dieses Ur(selbst)vertrauen hat, ist das einfach- dann funktioniert eben mal etwas nicht so, wie es soll, na und, es geht weiter und hat keinen Einfluss darauf, wie sich jemand sieht. Bei mir ist das anders. Wenn ich mein Selbstbewusstsein daraus ziehe, was ich mache und wie ich aussehe, ist es eine existentielle Not, wenn ich in einem der beiden Bereiche versage. Dass das gerade in beiden Bereichen so ist, erklärt meine totale Verzweiflung und auch den Druck, den das bei mir auslöst.

Was würde passieren, wenn du da, wie wallisii auch schon schrieb, auch mal hier den Spieß umdrehst und eben mal die Schokolade genießt?

Das habe ich gestern getestet ]:D Aber entweder verstehe ich es noch nicht oder ich kann es gerade einfach nicht zulassen. Ich genieße ja die Schokolade, wenn ich sie esse. Aber ich esse sie aus den falschen Gründen. Und deshalb kommt hinterher das schlechte Gewissen. Leider würde es wohl auch nichts helfen, wenn ich mir erlaube, so viel Schokolade zu essen, wie ich will. Es würde mich nur unglücklicher machen, weil ich weiß, dass alles auf meinen Hüften landet. Ich sehe es, jeden Morgen.

Ach scheiße, ich komme nicht raus aus dem Denkschema, oder? Kann man mir das bitte noch einmal erklären? Wie soll das funktionieren mit dem Schokolade genießen und dadurch so frei sein, dass man sie gar nicht essen will? Es ist meine Art, nett zu mir zu sein. Ich erlaube mir Schokolade. Und wenn ich gaaanz nett sein will, erlaube ich mir, so viel ich will. :(v :(v :(v

Die Grundsucht ist da, wenn ich das nicht so sehen würde, würde ich mir was vormachen. Doch ich verhalte mich jetzt nicht gezwungen anders, sonders es kommt schon von innen. Dadurch habe ich zwar die Neigung mehr zu essen, aber ich brauch es nicht unbedingt.

Wie machst du das ???

Deshalb ist es doch wichtig mit sich selbst achtender umzugehen oder?

Wie macht man das denn? Verdammt >:(

@ white magic

Du bist nicht alleine :)_

Danke, das ist gut, ich wünschte, ich hätte deine Gelassenheit :)=

@ Pia

Er ist dann zu den WW

Ja, das würde mir helfen, wenn nicht eigentlich was anderes dahinter stecken würde. Ich glaube, ich muss erst einmal herausfinden, was genau der Stress bei mir eigentlich ist. Offensichtlich ist es nicht einfach nur "viel Arbeit". Danke für deine guten Wünsche @:)

@ all

Einiges von mir selbst ist mir noch immer ein Rätsel, aber vieles, was mir hier geschrieben wurde, hat getroffen und ich dachte gestern, als ich mich etwas beruhigt hatte, dass es doch eigentlich klar war. Es hätte mir klar sein können. Ich kenne mich doch eigentlich. Ich habe doch schon viel gemacht, viel reflektiert und aufgearbeitet. Und doch holt mich die dämliche Vergangenheit immer wieder ein und stellt mir ein Bein. Ich habe sie nicht kommen sehen und sie hat mich von hinten eiskalt erwischt :°(

Ich denke immer, ich weiß doch eigentlich alles, wieso schaffe ich es nicht, nett zu mir zu sein, auf mich zu achten, nicht die gleichen Fehler in Variation wieder begehen.

Ich habe mir jetzt erstmal selbst ein bisschen Druck genommen und trete diese Woche an der Arbeit ein bisschen kürzer. Das ist gut und erleichternd. Außerdem habe ich heute Morgen zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder gefrühstückt. Eigentlich mache ich das nie, weil ich, wenn ich schon morgens esse, die ganze Zeit Hunger habe- meistens. Es gab aber auch mal eine Zeit, da hat es mir gegen Heißhungerattacken geholfen und auch, so richtig bewusst zu essen. Heute habe ich einen Schokoriegel gegessen und sonst normale Portionen. Und ich habe weiter nachgedacht.

Wie lässt man los? Wie achtet man auf sich?

Danke und liebe Grüße :)*

wohixte =maxgi0c


gradfly

WW: Ich kann es dir in deiner Situation nur ans Herz legen. Es ist für mich nicht nur eine Diät. Wobei es das tatsächlich nicht ist, sondern es ist eine Umstellung der Ernährung und dadurch stellst du auch dein Leben um.

Die Treffen sind/waren für mich immer wie Therapiesitzungen. Ich bin daraus gestärkt, motiviert und immer ein millimeterchen selbstbewusster rausgegangen.

Es geht dort um viel mehr als nur essen. Es geht um Umgebung, es geht um äßere und inner Einflüsse. man kann sich drot "auskostzen" man darf dort zugeben schwach geworden zu sein und wird trotzdem wieder aufgebaut.

Man lernt Selbstkontrolle und mit jedem Kilo was runter geht, verliert man noch mehr Selbstzweifel, gewinnst Selbstbewusstsein, bewundert sich und seine eigene menatle Stärke.

Und das Beste ist, die lassen dich nicht alleine. wenn du dein Gewicht erreich thast, kanns´t du Goldmitglied werden und so lange du das Gewicht hälst, kannst du umsonst zu den treffen gehen, dein leben lang.

Mir hat es unglaublich viel geholfen. Ich bin dadurch sogar zu Hause ordentlicher geworden, ich habe gelernt auf meinen Körper zuhören. ich habe gelernt mein essverhalten zu analysieren und mir dessen bewusst zu werden.

Klar habe ich auch mal "Rückfälle" so wie jetzt das ich wieder 2 Kilo mehr drauf habe, als ich möchte. Aber durch die Goldcard habe ich den Druck, das ich es bis Mai wieder runterhabe,w eil ich eben weiter Goldmitglied bleiben möchte. Daher werden es niemal mehr als die 2 Kilo mehr werden, man zieht dann selber die reisleine.

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