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Stress-Essen

S$chlitpzaugxe67


Meine Schwester isst auch so unvernünftig, begründet das mit Stress. Sie hätte keine Zeit, sich vernünftig zu ernähren, sie würde abnehmen, wenn sie weniger STress hätte. Das letzte Mal, als sie ihr Gewicht sagte, war sie bei 120 kg bei 167 cm. Und seitdem ist sie noch fetter geworden. Sie sieht feist aus.

Sie schaufelt Mittel gegen hohen Blutdruck in sich sein, ihr Sodbrennen wird mit Säurehemmern bekämpft, die Dosis wird immer größer. Sie kann sich kaum noch bewegen, gerade ist ihr Meniskus operiert worden.

Sie hat dauernd Kopfschmerzen, die Verdauung muß mit Laxoberal in Gang gebracht werden – und sie nimmt auch noch Metformin. Und das alles wegen Stress.

Dass sie dem Körper selbst Stress hoch drei macht, weil sie sich entscheidet, jetzt den 5. Smoothie am Tag zu trinken, darauf noch

1 1/2 Tafeln Schokolade, das 3. Brötchen mit dicker Salami isst und abends sich die Snickers reinkloppt – das ist ihr gar nicht klar. Aber es ist eine Entscheidung. Ihre ureigene. Aber sie sagt, die Umstände sind schuld. Nö, es liegt in ihrer Verantwortung, es ist die Antwort auf ihre Einstellung.


Es ist eine Entscheidung, was man auf den Teller tut. Man entscheide sich also für weniger Stress auf dem Teller, das bedeutet weniger STress für den Körper.

Man unterscheide zwischen sich was vornehmen (es ist nämlich eigentlich gar nicht vornehm, sich falsch zu ernähren und schon gar nicht vornehm, immer dicker zu werden) oder wirklich zu entscheiden = scheiden heißt sich verabschieden.

Wenn man über diese Begriffe mal nachdenkt und sie begreift, hat man mental schon mal ganz andere Perspektiven. Entscheidungseffekt: bevor ich etwas esse, entscheide ich mich noch einmal bewußt. Wenn ich dann 2 Tüten Gummibärchen esse, übernehme ich die Verantwortung, weil ich mich entschieden habe, dies genau so zu tun.

Ich kann dann aber auch den anderen Begriff nutzen: vornehmen. Ich kann vornehm werden und so tun wie Heidi Klum (dient hier einfach nur als schlankes Beispiel), die sich eben seit ewigen Zeiten vorgenommen hat, dass sie das oder jenes auf den Teller legt und das tut sie auch – und gut is....

Gewissen: Wissen ist immer gut. Es zu nutzen, noch besser. Sich mental zu stärken, sich zu sagen: ich weiß jetzt, welches Essen mir gut tut und genau das esse ich jetzt, setzt genau wieder diese Entscheidung voraus. Und egal wie der STress drumherum ist, der Essensstress ist schon mal weg, wenn ich mein Wissen nutze, statt mich zu bequengeln, mal wieder zuviel/das Falsche gegessen zu haben.

Die Einstellung wird es bringen. Ich stelle mich darauf ein, mein Wissen umzusetzen. Zweifel ? Bedeutet hier: fetter, süßer Mist gegenüber vielen Dingen, die harmlos gegessen werden können, die die Figur nicht belasten. Es gibt nur die Einstellung und den Zweifel. Und der Zweifel verliert immer zugunsten des Schlechten.

Ich würde mich immer für das Wissen entscheiden. Das gute Wissen. Sich davon ein Bild machen, um schließlich ein (Vor)Abbild zu werden, nämlich schlank.

Es beginnt im Kopf. Eben genau mit diesen Klarheiten.

Cylfeeni


hallo *:)

Ich möchte gern die 5 Kilo, die ich in den letzten 1 1/2 Jahren zugenommen habe, wieder abnehmen, weil ich mich ohne diese 5 Kilo total wohl gefühlt habe und mich mit echt scheiße fühle.

Sind es denn "nur" die fünf Kilo, weshalb du dich scheiße fühlst? Du schreibst von Stress, den du dann hattest. Wie war es denn sonst immer? Kann es sein, dass dein Körper eben dieses Stressessen so gut kennt, dass er genau in dieser Situation eben auf bekanntes zurückgriff? So unüblich ist dieser Mechanismus nicht, und wenn er es nicht anders kannte, woher sollte er dann wissen, wie er dann reagieren soll? Wie lange hast du denn gebraucht, um die fünf Kilo abzunehmen? Hatte dein Körper Zeit, sich daran zu gewöhnen?

Weil ich, nachdem ich viel abgenommen hatte (war, wie gesagt, früher übergewichtig) so glücklich war. Ich habe mich wohl in meiner Haut gefühlt, ich konnte endlich Klamotten tragen, die ich früher nur an anderen bewundert habe, ich habe in der Zeit auch meinen Freund kennen gelernt, der ziemlich auf das Äußere und gerade die Figur bei Frauen achtet, ich hatte ein viel besseres Körpergefühl, ich war aktiv und fit und... erfolgreich..

:-). Das fühlt sich auch verdammt gut an :)z , wenn man die Klamotten endlich anziehen kann. Nur habe ich bei mir so nach und nach gemerkt, dass es dennoch nicht mein ganz tiefes Empfinden für mich verändert. Es war ein Wunsch, dass es so kommen wird, aber ganz tief in mir drin war es nicht so. Du schreibst, dass du früher übergewichtig warst. Ich wurde es irgendwann und in dieser Zeit fing ich an, mich total abzulehnen, habe perfekt gelernt mich sowas von abgrundtief zu hassen, dass dieses Selbstwohlgefühl gar nicht mehr einziehen konnte. Irgendwann vermutete ich nur noch Ablehnung, weil ich es ja so kannte. Es war irgendwann "einfacher" davon auszugehen, dass ich abgelehnt werde, als wieder zu hoffen und dann enttäuscht zu werden und Angst zu haben. Als dann die letzten Jahre die Kilos purzelten, ich mich freute, merkte ich sehr wohl in Situationen, die mir Angst machten, dass das verminderte Gewicht nicht dazu beiträgt, dass ich mich da besser für mich einsetzn kann. JO: und? Ich war enttäuscht, war wieder von mir enttäuscht, fühlte mich als Versager, wie immer: also warum Gewicht halten? Also das Gewicht war/ist nur ein kleiner Teil vom Selbst und "nur" durch Gewichtsabnahme stärkte sich mein Selbstwohlgefühl nicht so, dass ich eben im hier und jetzt sicherer auftreten konnte.

Aber warum auch? Dieses Versagertum schien irgendwie zu mir zu gehören, also konnte ich ja so gesehen durch Gewichtsabnahme gar nicht gewinnen, eben weil meine selbstdestruktiven Züge in mir überwogen.

Es war und ist ganz komisch innerlich, wenn ich merke, dass ich mich nicht für mich einsetzen will. Mittlerweile sehe ich es, damals sah ich das nicht so, denn ich wollte mich komplett fertig machen, auch wenn ich mir sagte, dass ich doch eigentlich lernen wollte.

Meine damalige Therapeutin sagte mir mal, dass es mir nichts bringen wird abzunehmen (also damals... so 2004 rum ... also ich war von 2001 bis 2007 bei ihr). Denn damals hatte ich voll so einen Drang abnehmen zu wollen und es klappte auch anfangs. Jo... und dann kam wie sie es sagte: es schnellte wieder nach oben. Und das war nicht nur der Jojoeffekt... also wenn schon der psychische Jojoeffekt ;-)). Sie meinte, dass dieses Gewicht/ das Fett meine Schutzmauer sei und wenn ich sie jetzt runterreiße, würde ich komplett wehrlos dastehen. Sie hatte Recht, nur glauben konnte ich es vorher nicht. So hielt ich mein Gewicht zwar eine Weile.. vielleicht so ein halbes Jahr und dann hielt ich es nicht mehr aus. Dieser Zwang den ich ans Gewichtabnehmen heftete wurde immer größer: ich wollte es doch schaffen, sonst bin ich doch wieder ein Versager. Joah: ich wollte doch ein Versager sein, damit ich wieder so "liebevoll" mit mir umgehen konnte. Also habe ich ja so gesehen doch gewonnen, zumindest der destruktive Teil in mir. Aber bewusst war mir das damals nicht so, dass ich ja eigentlich mich weiterhin zerstören wollte. Habe mich nur gewundert, warum ich mich denn nicht über mich freuen konnte, wenn die Kilos purzelten. Also klar kurzweise freute ich mich schon, war voll euphorisch. Aber wehe es kam irgend ein Stress dazwischen und das musste noch nicht mal ein riesen Stress sein, sondern unbekannte Situationen.

Auf der einen Seite suche ich Anerkennung, wo immer ich sie bekommen kann, auf der anderen Seite mache ich mich selbst fertig und erkenne mich selbst nicht an.

So ging/ geht es mir auch. Es ist ja auch gar nicht unmenschich Anerkennungen schön zu finden. ;-) Ich merke jedoch, dass auch wenn ich welche bekomme und dann auch noch annehmen kann, dass dies dennoch nicht auf diese innere Position geht, bei der bei mir die Selbstannerkennung sitzt. Also ich fühle mich trotzdem nicht besser.

Leider habe ich das Selbstbewusstsein nicht von innen heraus. Ich muss immer von außen "zufüttern", damit ich stark und selbstbewusst bin.

Geschieht dies denn auch?

Daher rühren auch meine Versagensängste und die schlimmste Angst, die ich habe- einfach nie genug zu sein. Nicht gut genug, nicht stark genug, nicht dünn genug, nicht schön genug, einfach nicht genug.

Für wen nicht genug?

Bei mir war es auch so und das Gefühl ist auch streckenweise noch da ;-). Ich habe sehr gut gelernt die Erwartungen von meinem nächsten Umfeld zu erfühlen und zu erfüllen. Es war damals einfach so, sonst gab es negative Konsequenzen. Aber dies hat nichts mehr mit dem zu tun, worauf es jetzt ankommt. Diese Züge werden leicht ausgenutzt, und erfüllen vor allem mich selbst nicht mehr.Und da sind auch ganz viele Zwischenschrittfragen: will ich, dass es mir besser geht? Was mache ich, wenn diese Erwartungen nicht mehr so extrem sind? Wie handele ich dann?

ich sehe mir jeden Tag zu, wie ich zunehmen, wie ich ungesunden Mist in mich reinstopfe, wie mir Klamotten nicht mehr passen oder einfach scheiße an mir aussehen,...

Bei mir war es auch so, dass irgendwann, als ich einen bestimmten Gewichtspunkt wieder überschritten hatte, mich nur noch fertig machte, mir teilweise alles egal wurde und jo: ich mich wieder selbst geißeln konnte. Dies kannte ich ja und ich hab es ja auch nicht anders verdient. Dieses Zusehen habe ich perverserweise genossen: ich wollte mich ja eigentlich ganz tief fertig machen. (ich schreib dir das jetzt, wie es bei mir ist, klingt vielleicht sehr extrem, aber so war es und vielleicht kannst du das dann etwas besser nachvollziehen, wie viel da eigentlich dranhängt und eben nicht "nur" die Zahl auf der Waage, oder das Kniepen der Klamotten).

Wenn es also im Job nicht läuft, muss wenigstens das Gewicht stimmen.

Meinst du, dass immer alles stimmen muss?

Ich an mir merke, dass ich dies verlangte, weil ich mit miesen Situatione eigentlich gar nicht angemessen umgehen kann. Also jeder hat doch mal schlechte Momente. Ich gestehe mir diese nicht zu, weil ich merke, wie schwer es ist, diese auszuhalten. Also diese Gefühle die da hochkommen zulassen zu können, ohne gleich zu meinen, voll abzustürzen? Und diese Momente gehen ja auch nicht weg, wenn man weniger auf der Waage hat. Denn auch wenn es jetzt vielleicht verrückt klingt: damals in der Therapie dachte ich echt, dass es mir bei Heilung nie mehr schlecht geht.

Bei jemandem, der dieses Ur(selbst)vertrauen hat,

Und dies wird dir auch keiner geben können :*. (sehe ich zumindest so, weil ich merkte, dass auch wenn ich darüber traurig war, mir der Wunsch dies haben zu können, mich nicht handungsfähiger macht. Weil: wer soll es mir geben? Das tut verdammt dolle weh und dauert auch und kommt bestimmt auch immer mal wieder hoch). Jetzt geht es darum dennoch zu lernen Vertrauen zu fassen (so lapidar hingeschrieben, ich weiß). Das WIE ist ein Thema für sich. :)* Ich lass das jetzt mal so stehen, sonst verzettel ich mich.

Das habe ich gestern getestet ]:D Aber entweder verstehe ich es noch nicht oder ich kann es gerade einfach nicht zulassen

Also bei mir hat es jetzt so von 2009 bis jetzt gedauert, dies so sehen zu können und es ist auch nicht so, dass ich es immer so sehe. Als ich das damals mal probierte, habe ich genau so reagiert wie du und wenn ich jetzt so deine Sätze lese, sehe ich auch etwas, was ich damals bei mir nicht so sehen konnte: ich hatte wieder etwas, wo ich mich als Versager sehen kann.

Das so zulassen zu können dauert. Zu fühlen, wie viel man essen will auch. Denn da gehört echt ne Menge (Selbst)vertrauen dazu, was ja auch nur langsam wachsen kann. Aber auch damals die Schritte haben dazu geführt, dass ich es heute so sehen/fühlen kann, auch wenn ich damals nicht so sah und eigentlich dann ja auch hätte aufgeben können. Die Sofortrezepte gibt es nicht. Meine Therapeutin hat mal gesagt, dass wenn man Verhaltenszüge ändern will, mindestens genauso viel Zeit braucht, wie die Verhaltensweisen Zeit hatten in uns einzuziehen. Das stimmte mich damals nicht besonders glücklich. Aber ich denke ich merke mittlerweile etwas, was sie meinte, weil es ja um tiefe Veränderungen geht und nicht darum die Haare neu zu frisieren.

Die Verhaltensweisen die du jetzt noch hast, sind nicht falsch. Damals haben sie dir garantiert geholfen, aber eben heute nicht mehr. (Zitat meine Thera *g*).

Wie soll das funktionieren mit dem Schokolade genießen und dadurch so frei sein, dass man sie gar nicht essen will?

Mir ging es nicht darum zu sagen, gar keine Schokolade mehr zu essen, sondern eben nicht mehr so zu fressen, sondern genießen und das kommt irgendwann. Also da ist der Drang danach nicht mehr so. Vor allem weil es ja gar nicht um die Schokolade an sich geht, sondern um deine gelernten Verhaltensweisen mit Stress oder ähnlichem umzugehen. Das ist ja ein Drang fressen zu müssen und nicht ein eigentliches Verlangen nach Schokolade, weil es dir um die Schokolade geht.

Wie machst du das ???

So genau kann ich es gar nicht sagen, weil ich diesem ganzen Essen nicht mehr so viel Gewicht

C*leexni


weiter gehts ;-):

nicht mehr so viel Gewicht beimesse. Es sich nicht mehr alles ums Essen/Fressen dreht. Aber wie schon geschrieben: das dauert. Ich kann ja nur für mich sprechen, aber so richtig verändert: also äußerlich hat es sich so ab 2009, nachdem ich nochmal mächtig zunahm. Aber die Jahre davor in Therapie waren genauso wichtig, auch wenn es da noch nicht so auf der Waage zu sehen war.

:)*

g]rHadf<ly


Guten Morgen :)D

Gestern war soweit ganz okay. Ich versuche gerade, meinen Jobstress ein bisschen in den Griff zu bekommen, weil ich glaube, dass mein Essensverhalten tatsächlich damit zusammen hängt, ich also kompensiere, dass es im Job nicht läuft, indem ich mir Essensglücksmomente schaffe. Zur Zeit ist meine berufliche Zukunft einigermaßen unsicher und ich kann mich recht schlecht aufraffen, das in die Hand zu nehmen und mich um eine Lösung zu kümmern, denn es ist den ganzen Tag viel zu tun, viel Arbeit. Zusätzlich macht mir die Arbeit gerade nicht wirklich Spaß, ich bin ständig nur unter Strom und habe Deadline-Druck. Wie gesagt versuche ich deshalb, diese Woche weniger zu arbeiten und habe z.B. gestern einfach auch mal was anderes gemacht, damit ich ein bisschen runterkommen kann.

Andersrum versuche ich außerdem, mich jetzt morgens zum Frühstück zuhause an den Tisch zu setzen und mir dafür Zeit zu nehmen, statt um 11 Uhr an der Arbeit mit knurrendem Magen zu warten, bis ich mittags essen kann. Zum Abehmen ist das bei mir eigentlich nicht geeignet, aber ich möchte erst einmal was gegen die Heißhungerattacken tun und es erscheint mir sinnvoll, darauf zu achten, dass ich kein Loch im Magen habe.

In der Zeit, in der ich viel abgenommen habe, hat es mich "glücklich" gemacht, Salat zu essen. Das war perfekt, ist aber leider gerade nicht so. Im Moment esse ich ziemlich viele Kohlenhydrate, egal, ob morgens oder abends, auch daran will ich was ändern. Außerdem komme ich zur Zeit abends immer erst recht spät zum Essen und solange das so ist, will ich mir was an die Arbeit mitnehmen, damit ich nachmittags auch noch was habe.

Ich weiß schon, 5 Stunden ohne, damit der Blutzuckerspiegel runtergeht, aber das verstärkt halt im Moment den Heißhunger und es ist so einfach, sich dann Schokolade zu kaufen...

Was die Tatsache anbelangt, dass ich überhaupt so bin, sprich, Essen als Problemlösestrategie einsetze, dieses Anerkennungsdefizit immer wieder ausgleichen muss, Angst habe zu versagen, usw. gehe ich auch wieder an. Es ist nicht so, als würde ich das nicht wissen/ kennen. Ich habe früher schon viel davon bearbeitet und aufgearbeitet. Aber es kommt eben wieder. Ich weiß alles und trotzdem bin ich noch verletzt. Ich habe Probleme, loszulassen und zu verzeihen. Ich bin ständig wütend, weil ich so hilflos bin und daran nichts ändern kann. Das wiederum hält mich davon ab, meinen dauerhaften Frieden damit zu machen und die Situation zu akzeptieren, wie sie ist. Temporär klappt das immer mal wieder gut.

Wie macht man das denn? Wie lässt man los? Wie macht man weiter, ohne dass das auch noch die Gegenwart beeinflusst?

@ white magic

Danke noch einmal für die Idee mit Weight Watchers. Ich verstehe, was du meinst und ja, das könnte auch für mich sinnvoll sein. Eine Gruppe gibt es in meiner Stadt, aber es erscheint mir relativ teuer zu sein. Da ich nicht weiß, wie es beruflich weitergeht und ich mich schon seit einiger Zeit total eingeschränkt habe und sparen muss, weiß ich nicht, wie ich das gerade unterbringen soll. Kostenlose Varianten gibt es wohl nicht, oder?

@ Schlitzauge

Ja, blöd mit deiner Schwester, aber genau richtig: Es ist ihre Verantwortung. Leider neigt man bei Überforderung dazu, diese abgeben zu wollen und auf andere Umstände zu schieben. Ich denke, mit 120 und mehr Kilo ist sie inzwischen an einem Punkt, wo sie vielleicht nicht mehr daran glaubt, es hinbekommen zu können. Und wenn, dann müsste sie ja zig Kilo abnehmen (was natürlich eigentlich Quatsch ist, weil jedes Kilo bei ihr gut wäre), das erscheint ihr vielleicht unerreichbar.

Was ich aber zu deinem Beitrag sagen wollte:

Ich finde die Idee, sich mit den Wortbedeutungen (in ihrem wörtlichen und/ oder ursprünglichen Sinne) auseinander zu setzen sehr gut. So gut, dass ich mir das als Erinnerungshilfe aufgeschrieben habe. Danke für dieses Wort-Spiel, auch das hilft mir weiter und kommt mir in der Tat sehr nahe, auch mal aus einer sprachlichen Perspektive zu betrachten, was ich da eigentlich mit mir mache.

Gut für mein Selbstwohlgefühl ;-) :)^ :)z

hallo *:)

Hallo Cleeni *:) @:)

Kann es sein, dass dein Körper eben dieses Stressessen so gut kennt, dass er genau in dieser Situation eben auf bekanntes zurückgriff?

Genau. Kenne ich so. Ich war schon früh übergewichtig (als Kind), als Jugendliche wurde es schlimmer und mehr, obwohl ich da natürlich auch immer wieder abnehmen wollte (als auch die Probleme, die mich heute noch beschäftigen schlimmer wurden) und als junge Erwachsene, als ich alles bearbeitet hatte und dachte, ich hätte es verstanden und abgehakt habe ich abgenommen. Einmal 15 Kilo, dann wieder 7 Kilo hoch, als ich eine kleine Sucht besiegen musste und danach wieder 13 runter.

Mir fehlen die Strategien- was macht man denn statt zu essen, um seine Probleme zu lösen? Wie geht man mit Verletzungen um, mit Stress, mit Druck vor allem, mit den Ansprüchen an sich selbst- in einem Satz: Wie kümmert man sich gut um sich selbst und passt auf sich auf? Das habe ich nie gelernt... :(v

merkte ich sehr wohl in Situationen, die mir Angst machten, dass das verminderte Gewicht nicht dazu beiträgt, dass ich mich da besser für mich einsetzn kann.

Ja klar, das kenne ich auch. Die Gewichtsabnahme ändert einen Menschen nicht direkt, sondern nur indirekt, indem man seine Haltung in gewissen Punkten ändert und neue Strategien lernt, wie man sich für sich einsetzen kann.

Kann ich aber nicht :(v Oder ich vergesse es alle 2 Jahre wieder. Es ist einfach nicht in mir drin. Da soll es aber hin. Ich will das so sehr. Ich will abschließen mit dem, was mich von früher belastet und ich will ein glückliches Leben in der Gegenwart führen und mich auf die Zukunft freuen.

Aaaahhhhhhh, ist das denn zu viel von mir verlangt? Kann ich das denn nicht einfach mal hinbekommen?

>:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:(

meine Schutzmauer sei und wenn ich sie jetzt runterreiße, würde ich komplett wehrlos dastehen.

Für mich sehe ich das so: Früher, als ich noch "klein" war, da hatte ich nichts anderes. Aber jetzt bin ich (einigermaßen ]:D ) erwachsen, ich müsste eigentlich was anderes haben. Zum Beispiel habe ich die Freiheit, das zu tun, was ich will. Da sind keine anderen Erwachsenen mehr, die das entscheiden, was gut für mich ist. Ich habe mehr Wissen als früher, mehr Erfahrung und ein bisschen gesunden Menschenverstand eigentlich auch, das müsste doch eigentlich reichen. Warum tut es das nicht?

Ich glaube, ich muss weiter darüber nachdenken, wie ich mich selbst behandele und weiter daran arbeiten, mir die Aufmerksamkeit zu schenken, die ich von anderen eben nicht bekomme. Aber kaum fängt mal jemand an und ist mir nicht so wohlgesonnen (derzeit- das System >:( ), tute ich ins gleiche Horn und finde ich sooo scheiße.

So- und JETZT bin ich gerade vom Schreibtisch aufgestanden und durch die Wohnung getigert, weil ich dachte, ich müsste was essen. Schoki gibt es hier grad keine, aber ein Brot mit meinem Lieblingskäse.

Ich MUSS was anderes finden, um mich zu trösten. Self-talk?

Geschieht dies denn auch?

Du meinst, ob ich dann stark und selbstbewusst bin? Na klar bin ich das ]:D Ich weiß doch, dass ich das sein muss, also bin ich es auch. Ich behaupte mich in meinem Job, ich bin eine starke Frau für meinen Freund und letztlich bin ich das auch für mich. Ich will so sein. Ich möchte gern mit "Leichtigkeit" und Selbstvertrauen Herausforderungen meistern und nicht unter einer Decke gekauert jammern, wie scheiße sich das Leben mal wieder gegen mich stellt und die Welt sich gegen mich verschworen hat, was ich aber auch nicht anders verdiene...

Ich kenne dieses Muster. Es gehört in 2 frühere Generationen meiner Familie und ich habe schon vor sehr langer Zeit beschlossen, da nicht mitzumachen. Ist ein Scheißclub ;-) Dem will man nicht angehören, auch wenn einem die lebenslange Mitgliedschaft bereits in die sprichwörtliche Wiege gelegt wurde :(v Manchmal, so wie im Moment, hapert es jedoch mit der Umsetzung, weil ich in dieser Hinsicht nie das Abbild von jemandem sein konnte, weil niemand Vorbild für mich war.

Für wen nicht genug?

Für mich und die ganze Welt. Gegebenenfalls passt es zu mir, dass meine eigenen Ansprüche sehr hoch sind, aber, oh, und siehe, da ist es, das Selbstbewusstsein, das liegt daran, dass ich viel Potential habe. Eigentlich kann ich ruhig anspruchsvoll sein, ich habe schon so einiges drauf... ;-) ]:D

gxraodfly


will ich, dass es mir besser geht? Was mache ich, wenn diese Erwartungen nicht mehr so extrem sind? Wie handele ich dann?

Logisch betrachtet: Natürlich will ich, dass es mir besser geht. Und wenn die Erwartungen (du meinst deine eigenen?) nicht mehr so extrem sind, sind sie vielleicht auszuhalten und zu erfüllen, das wäre doch toll. Aber es kippt natürlich auch voll schnell: Vielleicht handele ich dann gar nicht mehr, weil es sich nicht lohnt, weil es keine Herausforderung ist und weil es einem nicht das gibt, was man braucht.

Es ist eine Gradwanderung zwischen Über- und Unterforderung. Damit lebe ich schon mein ganzes Leben- ich schwanke von einem Extrem ins andere und wieder zurück. Immer schlagen die Wellen hoch. Und wenn das so ist, will ich, dass das Meer in mir mal Ruhe gibt und einfach still vor sich hin plätschert. Ist das so, brauche ich wieder mehr Action. Erwartungen an mich sind immer auch der Motor dafür, aktiv zu werden. Ich will nicht erstarren, ich muss immer weiter gehen. Wenn ich stehen bleibe, wenn ich mich nicht weiter entwickele, wenn ich nichts mehr mache, was soll ich dann noch hier?

Dieses Zusehen habe ich perverserweise genossen: ich wollte mich ja eigentlich ganz tief fertig machen.

Trotz allen Be- und Verarbeitens, das ich schon hinter mir habe, ist das ein neuer Aspekt, mit dem ich mich noch nicht auseinander gesetzt habe. Genieße ich es auch, mich fertig zu machen? Warum sollte ich das genießen. Ich handele so, klar, weil ich das kenne, so gelernt und vorgelebt bekommen habe, aber genießen? Möglicherweise ja, aber ich muss darüber weiter nachdenken.

Meinst du, dass immer alles stimmen muss?

Ich versuche, das nicht zu meinen. Mein Unterbewusstsein ist jedoch gegen mich- ja, in der Tat, alles muss stimmen, Fehler sind nicht erlaubt, Versagen schon gar nicht, Perfektion ist selten erreicht, aber gern gesehen.

Und dies wird dir auch keiner geben können

Ich weiß... :°( Ich bin diejenige, die es sich geben muss, jedenfalls sagte das mal meine Therapeutin früher, aber ich scheine das nicht zu können und es erscheint mir fraglich, ob ich das kann, wenn niemand und nichts sonst dazu in der Lage sind.

Das WIE ist ein Thema für sich.

Genau. Das Wie verstehe ich nicht, ich weiß nicht, WIE es funktioniert.

mindestens genauso viel Zeit braucht

Na, dann aber los... Dieser Gedanke macht mich zum weißen Kaninchen. Auf meiner Uhr steht, die Hälte der Zeit ist abgelaufen... ich komme zu spät... ich muss mich beeilen...

Ernsthaft: Ja, ich weiß, aber ich bin so ungeduldig, und ich bin nicht mehr 15, es muss mal was passieren, dauerhaft passieren. Ich will immer rennen, obwohl ich weiß, dass ich dann stolpere. Dabei könnte ich auch langsam einen Schritt nach dem nächsten machen und würde vermutlich schneller sein als ständig hinzufallen und wieder loszurennen.

nicht mehr so viel Gewicht beimesse.

Liegt das daran, dass du nicht mehr ein Versager sein musst, der das nicht hinbekommt? Liegt es vielleicht auch daran, dass du andere Quellen für dein Selbstbewusstsein gefunden hast? Dass du in anderen Bereichen "erfolgreich" bist?

Danke Cleeni und allen, die hier schreiben :)= :)= :)=

Ich bin tief drinnen sehr verzweifelt und was ihr schreibt, hilft mir sehr, denn ich kann mich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit meinem Problem beschäftigen und es lösen.

Liebe Grüße an alle und danke für weitere Gedanken und Meinungen @:) @:) @:)

CSleenxi


*:)

als junge Erwachsene, als ich alles bearbeitet hatte und dachte, ich hätte es verstanden und abgehakt habe ich abgenommen. Einmal 15 Kilo, dann wieder 7 Kilo hoch, als ich eine kleine Sucht besiegen musste und danach wieder 13 runter.

War es denn so abgehakt? Meine Therapeutin sagte mir mal, das Leben verläuft wie eine Spirale, du kommst immer wieder mal in alte Gebiete zurück und dann wieder schrittchenweise nach vorne. So erlebe ich es zumindest. Ein von dir beschriebenes "abgehakt" kenne ich gar nicht. Also abgehakt in dem Sinne: ich kann es jetzt nachvollziehen und es wirft mich nicht mehr so komplett aus der Bahn ja, aber merken tu ich immer (noch) etwas. Ich gehe jetzt nur anders damit um.

Mir fehlen die Strategien- was macht man denn statt zu essen, um seine Probleme zu lösen? Wie geht man mit Verletzungen um, mit Stress, mit Druck vor allem, mit den Ansprüchen an sich selbst- in einem Satz: Wie kümmert man sich gut um sich selbst und passt auf sich auf? Das habe ich nie gelernt... :(v

Kann ich grad nicht so richtig nachvollziehen, weil du – wie im ersten Zitat schriebst, dass du alles bearbeitet hättest. Und das was jetzt hier in diesen Fragen nochmal extra steht, ist doch eigentlich auch dein Anliegen vom ganzen Faden oder? Und ich glaube, dass wenn jemand dies so in in paar Sätzen beantworten könnte, mit diesem Wissen ne goldene Nase verdienen würde. Jeder muss da seinen Weg finden und eine Art ist eben, wie du es gemacht hast, hier zu schreiben. :-)

:(v Oder ich vergesse es alle 2 Jahre wieder. Es ist einfach nicht in mir drin. Da soll es aber hin. Ich will das so sehr. Ich will abschließen mit dem, was mich von früher belastet und ich will ein glückliches Leben in der Gegenwart führen und mich auf die Zukunft freuen.

Hier wieder: du willst abschließen, obwohl du es doch schon hast, wie du schreibst. Wir verändern uns doch auch und solche Verhaltensweisen, sind doch auch nicht von hier auf jetzt drin und können immer wieder angewendet werden. Da verlangst du ganz schön viel von dir (und eigentlich etwas, was doch zum Scheitern verurteilt ist – ok.. kann ja sein, dass dies auch eine Motivation ist).

Aber jetzt bin ich (einigermaßen ]:D ) erwachsen, ich müsste eigentlich was anderes haben.

(bezieht sich auf die Schutzmauer)

Das bestreitet doch auch niemand. Aber darum geht es dir doch auch da Strategien zu lernen und nicht gleich um welche zu haben? Wer soll dir dieses Rezept geben? Es wird es bestimmt nicht geben und auch Misserfolge werden dazugehören und mal ein paar Stehenbleiber und nicht gleich wieder loshetzen, weil man doch dies und jenes muss muss muss muss muss muss.

Ich habe mehr Wissen als früher, mehr Erfahrung und ein bisschen gesunden Menschenverstand eigentlich auch, das müsste doch eigentlich reichen. Warum tut es das nicht?

Hast du genau in diesem Bereich mehr Erfahrung und Möglichkeiten zum Lernen gehabt? Durch dein Schreiben wirkt es so, dass du dich einer Zensur unterziehst, bei der Maßstäbe angesetzt werden, die dir nicht entsprechen, nicht entsprechen dürfen (?- Frage an dich)

Was verändert die Antwort auf die letzte Frage, an deiner Situation?

Ich MUSS was anderes finden, um mich zu trösten. Self-talk?

Warum musst du dich trösten? Wenn ich deine Sätze so durchlese, kommt es mir so vor, als ob so viele Dinge grad brodeln und du nach einem Anker suchst, dass Essen siehst, dich aber dafür verteufelst. So ganz klar ist mir allerdings noch nicht, was du dir ganz konkret vorstellst, was sich ändern könnte/ müsste. Es sind alles so weitläufige Begriffe wie: System – Gewicht – Stress und dass du am liebsten alles und sofort anders haben willst.

Na klar bin ich das ]:D Ich weiß doch, dass ich das sein muss, also bin ich es auch.

":/ Der erste Teil vom Satz liest sich gut, aber der Rest ab Smiley überhaupt nicht mehr, wodurch der erste auch für mich an Wirkung verliert. Wie siehst du dies?

Ich kenne dieses Muster.

und

Ist ein Scheißclub ;-) Dem will man nicht angehören, auch wenn einem die lebenslange Mitgliedschaft bereits in die sprichwörtliche Wiege gelegt wurde :(v

Naja, da gehen ja die Geister auseinander, was die Auswirkung von Anlage/Umwelt betrifft. Klar, kannst du nur bei dir gucken, aber ich finde, dass auch wenn sehr viel Anlage mit reinspielt, du es jetzt in der Hand hast, etwas zu machen (das kann sich mies anfühlen, dies so zu MÜSSEN, aber vielleicht fühlt es sich ja auch ganz anders an). Ich kann den Unmut sehr gut verstehen, so ist es ja nicht ;-). Dennoch: es wird niemand anders machen für dich. Mich macht das von Zeit zu Zeit zwar auch noch wütend, aber das ist dann in der Zeit eben so und dann zieht es mal wieder weg.

Eigentlich kann ich ruhig anspruchsvoll sein, ich habe schon so einiges drauf... ;-) ]:D

Dagegen spricht ja auch nichts, aber was hat dies mit deinem Selbstwohlgefühl zu tun? Ist es nur davon abhängig?

Es ist eine Gradwanderung zwischen Über- und Unterforderung.

Ich glaube, dass das gar nicht so wenige immer auspendeln. Willst du denn einen breiteren Weg, der nicht so in den Extremen ist? Würde dich das zufriedenstellen? Der Rest von dem Abschnitt wirkt jedenfalls nicht so, vor allem willst du ja immer in Action sein? Was spricht mal gegen ein Sitzenbleiben? Warum hast du da so riesen Angst davor? (falls du Angst davor hast)

Warum sollte ich das genießen.

Weil es dich vielleicht doch nicht befriedigt, wenn du etwas erreichst und dann immer und immer und immer noch weiter willst.

ja, in der Tat, alles muss stimmen, Fehler sind nicht erlaubt, Versagen schon gar nicht, Perfektion ist selten erreicht, aber gern gesehen.

Sagt wer? Ich denke du weißt selbst, dass dies total unrealistisch ist, so etwas zu erreichen. Es gibt da so einen "Glauben" der sagt, dass das Unterbewusstsein kein "nicht" kennt. (nur mal so dahergedacht jetzt ;-)), vielleicht trichterst du ja genau deshalb ein, die Sätze ohne ein "nicht" ein, die oben stehen ;-)).

Ich bin diejenige, die es sich geben muss, jedenfalls sagte das mal meine Therapeutin früher, aber ich scheine das nicht zu können und es erscheint mir fraglich, ob ich das kann, wenn niemand und nichts sonst dazu in der Lage sind.

Wie meinst du, dass niemand dazu in der Lage sei? Meine Therapeutin war manchmal sehr "cool" – also auf deutsch: kühlknallhart... wenn ich in diesen Schlaufen drin hing und meinte, dass aber ICH dies nicht könne, sagte sie: warum glauben Sie, dass ausgerechnet Sie so außergewöhnlich besonders sind und es nicht schaffen können, wie manch andere x:) ]:D ? ]:D joah.. getroffen war ich damals und sehr baff... aber sie hatte Recht.

Na, dann aber los...Auf meiner Uhr steht, die Hälte der Zeit ist abgelaufen... ich komme zu spät... ich muss mich beeilen...

Wohin? Warum so hastig? Willst du als erster bei dir am Grab stehen? ;-)

Dieser Gedanke macht mich zum weißen Kaninchen.

;-) na da hast du doch gleich ein Kostüm für Montag ]:D ;-) :)* Warum hetzt du dich so?

Ich will immer rennen, obwohl ich weiß, dass ich dann stolpere.

Du erlaubst es dir ja noch nicht mal zu stolpern :)* .

Liegt das daran, dass du nicht mehr ein Versager sein musst, der das nicht hinbekommt?

Ich hab nie gesehen, dass ich gar keiner war (sorry ich werd grad etwas sentimental ]:D :°( :-) hab grad das Bedürfnis mal schief zu grinsen ;-))) ... Also ich konnte aber nicht sehen, dass ich keiner war und dass ich dann nochmal was nicht hinbekam lag nicht vorrangig an meine Fähigkeiten, sondern an dem Druck der von außen kam und den ich dann über die Jahre verinnerlichte und jo alles dafür tat, dass das Bild so bleibt: weil lieber dieses Bild, als gar kein Bild von mir. Meine Therapeutin hat dann irgendwann mal gesagt: Frau Cleeni, Sie sind dabei sich etwas sehr gutes aufzubauen und das TROTZ der widrigen Umstände. Haben Sie jemals daran gedacht, dass Sie vielleicht noch viel mehr Kraft gehabt hätten um dies vielleicht in kürzerer Zeit zu schaffen (Studium (1. Phase) ging von 2000 – 2007, weil ich vorher immer kurz vor den Prüfungen nicht mehr konnte, die letzte Prüfung wird in diesem Jahr sein.. zweite Phase war 2008-2010 und jo... die allerletzeste Prüfung kommt dieses Jahr) oder noch mehr zu leisten? ":/ ) Ne So habe ich das noch nicht gesehen. Eher fühlte ich mich wie ein Versager und: natürlich war ich der versagerlichste Versager und schlimmer als die anderen ;-)).

Aber das Bild wandelt sich nur langsam. Aber wie soll es auch schneller gehen? ;-) Ich habe heute noch Tendenzen, aber die probiere ich nicht zu verteufeln und wenn ich sie doch verteufeln will, dann will ich mich nicht dafür verteufeln, weil ich sie verteufele ;-).

Und ganz ehrlich: so realistisch betrachtet gab es noch keine Situationen, wo ich sagen kann: da habe ich versagt (also klar, sagen/fühlen tat/tu ich da öfter), aber gemessen an dem was man so meint, dass dies Kriterien sind, bei denen man beurteilen kann, dass man versagt hat: also Prüfungen o.ä., da bin ich noch nie durchgefallen (ok.. doch es gab mal eine Klausur während des Studiums: Stochastik *g* ;-D ;-D , die hab ich vergeigt. und: boah war mal ein schönes Gefühl.. also jetzt nicht negativ und auch nicht selbstverteufelnd ;-)). Wenn man natürlich ein Nichtantreten als Versagen ansieht, dann habe ich sehr oft versagt, aber ich weiß, warum ich es nicht konnte und jo, dann habe ich da eben mal versagt, und? ;-) kein Weltuntergang (und wenn es für andere ein Weltuntergang ist und sie meinen, mich dafür verurteilen zu müssen, sollen sie doch. (ist nicht immer so einfach, dies immer so zu fühlen, aber ich merke, dass ich es so will) Vor allem, weil es auch Menschen gibt, die dies eben nicht so als Weltuntergang sehen und warum muss ich mich dann also immer nur nach den richten, bei denen ich nur schlecht ausgehen kann? ;-)

C{le}enxi


Liegt es vielleicht auch daran, dass du andere Quellen für dein Selbstbewusstsein gefunden hast?

Hmmm... ich habe gar nicht so direkt nach Quellen gesucht, weil ich ja glaubte, eh immer zu versagen. ;-) Es gab aber einige glückliche Fügungen, wodurch es steigen hätte können und es an mir lag, dies auch so anzunehmen. ;-) Zwei große Bereiche sind: Fotografieren und Sport. Beim Fotografieren war es so, dass ich es gerne mache, aber es nicht immer so sah, wie die anderen (also wie sie meine Bilder ansahen). Das rückte dann nach und nach ein, denn doch eigentlich mach ich das sehr sehr gerne.

Beim Sport ist es so, dass ich durch Zufall auf eine Person gestoßen bin, die selbst ein Studio eröffnete und eine Art hat, die einfach mitreißt x:) x:). Da hat es sehr lange gedauert, ehe ich da nachziehen konnte innerlich: ich war hin- und her gerissen, war mitgerissen, war begeistert, dennoch war da Angst und Scham und Unwohlsein (grad wegen Gewicht und Gelenkigkeit). Doch es war schon fast süchtigmachend: ich liebte es und hasste es zugleich: ich konnte mich fertig machen, wenn ich mich mit anderen verglich. Ich verkroch mich bei Kursen in der letzten Reihe, damit mich niemand sah, machte mich fertig, wenn mal eine Choreografie nicht gleich saß, ich war verkrampft: musste aber immer hin: ich geißelte mich, wenn ich mal keine gescheiten Sätze zusammen bekam, weil ich bei Angst stotterte oder gar nichts sagen konnte, oder einfach ruhig war. Doch ich musste hin. Es machte mir Spaß, aber es tat auch sehr weh und ich fühlte mich unwohl und wohl zugleich. Das war innerlich echt schwer auszuhalten. Mittlerweile ist es so, dass es rieeeeeeeeeeeeesen Spaß macht, ich mich auf die Musik einlassen kann (nachdem mein Körper dies schon viel eher zeigte, aber es da auch Phasen gab, in denen ich es mir verbot, weil ich ja auch eigentlich versagen wollte, weil es mir nämlich riesen Angst machte, so locker und frei zu sein ;-)). Ich in den Spiegel gucke und denke: ey, das bist du!!!!!! Andere mir sagen, dass ich ja so voll easy wirke und alles kann, sehen wie ich abnahm (sind jetzt 37kg, dort fielen die letzten 17kg und der Körper verformt(e) sich auch also muskelmassemäßig ;-)).

Und dies anzunehmen war ein K(r)ampf. Ein inneres hin und her. Und es ist auch teilweise heute noch so, dass es mal wankt. Besonders wenn die Trainerin sich auf mich verlässt und joah.. dreimal darfst du raten: ich es dann vergeige und ne falsche Choreo drauf hab. Aber nur, wenn ich mir den Druck mache. Und dann sind da noch Phasen, in denen ich mir den Druck machen will... aber das lässt nach.

Aber doch. Ich habe das Gefühl, dass dieser Sport auch zum größeren Selbstwohlwert beiträgt.

KGlexio


gradfly

Vielleicht liest Du einmal "Sehnsucht und Hunger" von Maria C. Sanchez

g'rTadYfly


:(v :(v :(v

Es ist aber auch nicht einfach.

Heute wollte ich zum ersten Mal diese Woche wieder ein bisschen mehr arbeiten, sitze am Schreibtisch und träume von Schokohasen und M&Ms. Gedanklich bin ich schon durch die ganze Wohnung gelaufen und habe nach Schokolade gesucht.

Ich kann es doch nicht ändern- ich muss arbeiten. Und ich kann doch nicht die ganze Zeit "nett" zu mir sein und mir erlauben, mich dabei Kilo und Kilo dicker werden zu lassen, DAMIT ich arbeiten kann.

Ich kann es nicht lösen, ich habe keine Lust auf die Arbeit, ich habe Zeitdruck, aber ich habe auch eine Entscheidung getroffen: Ich will das durchziehen. Noch so ca. ein halbes Jahr. Wenn ich dabei aber jeden Tag am Schreibtisch eine Tafel Schokolade mit 600 Kalorien in mich reinschaufel, dann hasse ich mich nach dem halben Jahr noch mehr.

Nein nein nein, ich kann mich nicht darauf einlassen, es zu akzeptieren, dass ich dann wieder übergewichtig bin.

:°( :°( :°(

Oh man, blöd, jetzt ist der Druck wieder total krass da in beide Richtungen. Ich MUSS jetzt irgendwas essen (Frühstück gab es um 9).

Gehe später oder morgen noch auf die Posts von euch, Cleeni und Kleio, ein, muss nur erstmal weiter arbeiten.

Liebe verzweifelte Grüße %:| und wenigstens ein paar Kraftsternchen für mich

:)* :)* :)*

KZlexio


gradfly

Heute wollte ich zum ersten Mal diese Woche wieder ein bisschen mehr arbeiten, sitze am Schreibtisch und träume von Schokohasen und M&Ms. Gedanklich bin ich schon durch die ganze Wohnung gelaufen und habe nach Schokolade gesucht.

Gerade das ist aber der Moment, wo Du "anhalten" solltest, also innehalten und spüren, welche Gefühle Du jetzt hast? Der Hunger ist es ja nicht. Was also spürst Du? Was löst den Stress aus?

K<lei_o


gradfly

Es ist aber auch nicht einfach.

Nein, aber spiel "leicht" eine Rolle?

D>esp^eqrate0x1


Oh, darf ich hier mitmischen? Hatte schon in dem Faden "Süßes, wie oft kommt es bei euch auf den Tisch?" geschrieben, aber du, gradfly, beschreibst haargenau mein Leben. "Eigentlich" erfolgreich, "eigentlich" nicht dick, "eigentlich" die totale Powerfrau, "eigentlich" hat man´s wirklich drauf... Wäre da nicht das Stress-Essen und die -vermutlich sogar unbegründete- Angst vorm Versagen. Bei mir war es zum Schluss so, dass ich ab mittags nur noch Süßigkeiten gegessen habe. Das hört sich vielleicht nicht schlimm an, aber ich habe wirklich ALLES gegessen. Manchmal drei Tüten Haribo plus Chips plus Schokolade. Und ich konnte nicht eher aufhören, bis ALLES leergegessen war.

Wach geworden bin ich Anfang des Jahres, als ich mit meinem Lebensgefährten im Urlaub war. Ich kann mit Worten nicht beschreiben, was ich für einen Heißhunger auf Süßigkeiten hatte. Und was für Schmerzen im Oberbauch. Sodbrennen, Bauchspeicheldrüse, keine Ahnung. Ich hatte echt den Schock meines Lebens, kam mir vor wie ein Junkie auf Entzug. Jeden Tag legte das Zimmermädchen zwei Schokokugeln auf das Bett. Mein Freund hat sie jeweils auf meine Bitte sofort entfernt, später ging ich dann auf die Suche. Ekelig, ich habe mich so vor mir selber geekelt.

Mein Glück war wahrscheinlich, dass das alles im Urlaub passiert ist und mein Liebster mich wirklich so unterstützt hat. Wieder zuhause jedenfalls wollte ich keine Süßigkeiten mehr essen, nichts mehr. Ich will nicht abhängig sein von Süßem, will diese verflixten acht Kilo wieder weghaben, die mich um mein persönliches Schönheitsideal bringen, und die mich in meiner beruflichen Aktivität bremsen. Mein letztes Berufsjahr war der absolute Horror, hat mich viel Kraft, Nerven und Geld gekostet. Das habe ich jetzt gedanklich abgehakt, das neue Jahr wird besser, weil ich ich bin und "eigentlich" alles schaffen kann!

Seit Mitte Januar bin ich also aus dem Urlaub zurück, habe sämtliche Süßigkeiten aus der Wohnung entfernt. Ich will das nicht mehr, und ich schaffe das auch. Habe zwei Klio abgenommen. Ich weiß, das ist nicht viel, aber für meine Seele ist es sehr viel.

Und gestern habe ich nachmittags zum ersten Mal wieder einen großen Cookie gegessen und genossen.

Für das neue Jahr habe ich beruflich ein neues, großes Projekt in Angriff genommen, und allmählich fange ich an, mich darauf zu freuen. Bis jetzt hatte ich nur Angst, aber die konnte ich mir auch mit drei Tüten Haribo nicht wegfuttern...

Vielen Dank, wenn ihr bis hierhin gelesen habt.

gOrad2fly


@ Kleio

Danke erst einmal noch für den Buchtipp- hast du das Buch selbst gelesen? Rezensionen bei einem bekannten Online-Versanhaus sind teilweise auch kritisch, dass man als Leser nur lernt, DASS man emotionaler Esser ist, aber nicht, wie man es in den Griff bekommt. Was meinst du?

Gerade das ist aber der Moment, wo Du "anhalten" solltest, also innehalten und spüren, welche Gefühle Du jetzt hast? Der Hunger ist es ja nicht. Was also spürst Du? Was löst den Stress aus?

Ja, das habe ich gemacht. Und auch versucht, mein Wissen bewusst einzusetzen (siehe Beitrag weiter vorn). Ich habe dann erstmal nur ein Bonbon gegessen (ganz ohne ging nicht). Was ich fühle:

- Druck: Ich muss diese Arbeit schaffen, ich muss weitermachen.

- Langeweile: Ich könnte einschlafen bei dieser Arbeit, hab die Motivation verloren und vergessen, was ich daran mal spannend und interessant fand.

- Kognitiv anspruchsvoll: Ich muss mich voll konzentrieren.

- Frust: Es ist noch soooo viel und ich komme kaum voran. Und selbst wenn ich was gemacht habe, ist es immer noch soooo ein Berg. Wann hört das endlich auf?

- Wut: Meine Güte, ich sollte mich nicht so anstellen, es ist nun einmal meine Arbeit, ich muss sie machen, ich hab doch ein Ziel, jeder Mensch arbeitet, kann doch nicht sein, dass ich so ein Theater habe- andere haben viel mehr/ viel Stressigeres zu tun

Nein, aber spiel "leicht" eine Rolle?

Es ist Ausdruck meiner Ungeduld mit mir selbst. Ich habe eigentlich alles, was ich brauche. Mein Gehirn funktioniert zufriedenstellend, ich habe alle Arbeits"werkzeuge", alle basic needs sind soweit befriedigt, also müsste ich es doch super hinbekommen.

Und als ich jeweils viel abgenommen habe, da war es leicht. Hatte ich mal den Anfang geschafft und eine gewisse Zeit durchgehalten, ging es wie von selbst. Und als mir meine Arbeit noch Spaß gemacht hat, ging auch das wie von selbst. Jetzt quäle ich mich gerade nur (gefühlt).

@ Desperate

Bis jetzt hatte ich nur Angst, aber die konnte ich mir auch mit drei Tüten Haribo nicht wegfuttern...

Das ist wohl auch mein Problem. Die Angst, es nicht zu schaffen, geht nicht weg. Nie. Und ich bin weiter entfernt davon, dass es wieder besser läuft als du. Ich hab die Schokolade schon 1000mal weggeworfen, neue gekauft, welche geschenkt bekommen, weggelegt und doch wieder gegessen :(v

Ich glaube, du bist auf einem richtig guten Weg und ich freue mich für dich, dass du ein neues Projekt in Angriff nehmen kannst :)^ :)^ Alles Gute und weiterhin viel Power dafür :)*

@ Cleeni

Ich reagiere später auf deinen Post, dazu muss ich mir ein bisschen mehr Zeit nehmen!

Und weiter geht's, versuche noch ein bisschen zu arbeiten. Oh, die Sache mit der Einstellung. Wie wäre es mit: Ich arbeite jetzt noch 1-2 Stunden.

Danke allen @:) @:) @:) , die mir schreiben, eure Hilfe ist sehr sehr willkommen, selbst das Innehalten würde ich vergessen, wäre ich nicht daran erinnert worden %-|

C7leevni


:)*

Gerade das ist aber der Moment, wo Du "anhalten" solltest, also innehalten und spüren, welche Gefühle Du jetzt hast? Der Hunger ist es ja nicht. Was also spürst Du? Was löst den Stress aus?

:)z

sUc1ullixe


Ich kenne dieses Problem auch.

Wenn ich verliebt bin (wie zur Zeit ),Schmetterlinge als sättigendes Bauchgefühl habe, klappt es mit dem Abnehmen viel leichter..

Ich habe nur wenig Kilo abzunehmen,um mein Idealgewicht zu erreichen und möchte es auch für mich unabhängig von der Liebe tun.Beim Abnehmen fühle ich mich so sehr empfindlich sensibel,habe eher irgendwelche Ängste ,leichte Depressionsgefühle und dann wieder euphorische Gefühle,wenn ich meinen Schutzpanzer nicht spüre.Es fällt mir auch leichter,wenn ich täglich Sport betreibe,z.B.Gymnastik zu hause.

Wenn ich Druck oder Stress oder Frust habe oder mich innerlich einsam fühle, schaffe ich das Abnehmen nicht.

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