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Stress-Essen

S2. wal3lixsii


@ gradfly

möglicherweise hast du dein Belohnungszentrum auf Selbstkasteiung oder Stress geskillt (mal "schlechtes Gewissen ist scheiße" als Biochemie-These formuliert^^) Und vielleicht mit solch bindender Gleichschaltung dass es in zwei Richtungen funktioniert: einmal die Standard-Variante: Flucht vor irgendwas -> Aktivierung (des Belohnungszentrums) wird angestrebt und dann die insano-Variante: Belohnungszentrum wird aktiviert -> Selbst-Stressung muss her.

(ohne zwingenden Zusammenhang dazu:) Was hälst du von Waldspaziergängen?

gtr4adflAy


@ Desperate

Danke für deine Worte, das hilft mir sehr!!

Ja, ich denke, das Problem ist nicht, dass ich nicht weiß, was mich entspannt, sondern dass ich es nicht tue. Ich denke daran, dass es jetzt gerade gut wäre, z.B. Sport zu machen, aber dann stehe ich doch nicht auf. Ich komm einfach nicht hoch :(v :(v :(v

@ S. wallisii

Deine Art zu denken gefällt mir. Ja, da könnte etwas dran sein. Das hat ja auch Cleeni schon angedeutet. Anscheinend ist da in der Programmierung was grundlegend falsch gelaufen- wie du sagst in beide Richtungen- was erklären würde, dass es mir so schwer fällt, da raus zu kommen.

Waldspaziergänge sind traumhaft- fragst du, ob das eine Möglichkeit der Entspannung für mich wäre? Falls ja: Wie oben schon erwähnt: Ja, das wäre es, wenn ich mich dazu aufraffen könnte, was leider viel zu selten der Fall ist. Das läuft dann so ab: Es geht mir nicht gut, ich überlege, was ich dagegen tun kann, mir kommt die Idee mit dem Waldspaziergang...

...

...

und ich stehe doch nicht auf und gehe raus.

Manchmal ist es auch so, als würde es mir erstmal reichen (ich weiß, das klingt vielleicht reichlich bescheuert), daran zu denken, mir etwas Gutes zu tun, um es dann nicht tun zu müssen. Es nicht zu tun, frustriert dann aber wieder weiter.

Morgen geht es wieder los, nachdem ich Ende der Woche sehr unglücklich war und deshalb am Wochenende nicht gearbeitet sondern nur entspannt habe.

Bestimmt habe ich viel zu viel gegessen, aber ich bin gerade nicht mal mehr in der Lage, das zu denken, weil mich der Gedanke so stresst. Früher mal hat er dazu geführt, dass ich am nächsten Tag nicht mehr so viel gegessen habe, aber das funktioniert nicht mehr.

Für morgen will ich mir jedenfalls doch mal wieder Obst/ Gemüse mit an die Arbeit nehmen und das essen, in der Hoffnung, beides hinzubekommen- arbeiten und nicht frustriert stressessen, aber es ist ja auch nur wieder eine Übergangsgeschichte, weil es mein Problem nicht dauerhaft (wenn überhaupt) löst.

Ich schreibe morgen, wie das mit dem Essen nebenher beim Arbeiten gelaufen ist.

Ach ja, das Buch ist angekommen, aber ich habe noch nicht angefangen, weil ich ein anderes erst noch schnell fertig lesen will.

Liebe Grüße :)*

K.lWeJio


gradfly

Allerdings habe ich dann auch mal Apfelschnitzchen gegessen. Die sind manchmal kein Ersatz für Schokolade, aber hier ging es. Wenn ich am Computer arbeite, ist das Bedürfnis zu kauen und nebenbei etwas essen zu können, sehr hoch.

Essen – sollte bewusst passieren, genossen werden und nicht einfach mal so nebenbei. Das ist natürlich eine Gewohnheit, genauso wie gesundes Essen. Es ist auch Konzentrationssache, denn wenn Du vor dem Computer sitzt und arbeitest und isst, dann ist Deine Konzentration bezüglich der Arbeit ja auch konzentriert. Das sind natürlich auch Automatismen, die sich von alleine nicht ändern, weder wie oft Du isst, was du ist und wann Du isst.

- Arbeiten funktioniert bei mir so (typische Prokrastinatorin): Ich komme erst überhaupt nicht in die Gänge, schiebe Dinge vor mir her und bin total langsam, wenn ich doch endlich anfange. Ich muss mich wirklich zwingen. Das ist die Phase, in der mir wieder bewusst wird, wie frustrierend das alles ist, dass ich derzeit einen Job mache, mit dem echt negative Gefühle verbunden sind und ich das einfach durchziehen muss.

Ja, aber aus irgend einem Grund hast Du Dich doch dafür entschieden und zwar, weil Du damit ein Ziel erreichen willst. Warum also nicht positiv ansehen und Dich des Gedankens entledigen, dass Du "musst" und Dich "zwingen musst"? Das alles ist Stress und Druck. Hingegen ist es doch kein muss, da Du dich dafür entschieden hast, also es willst.

Dummerweise habe ich dann auch vergessen, wie man arbeitet. Ich habe das Gefühl, dass ich mir jetzt eine Pause verdient habe. Dass ich ein Recht darauf habe, mal nichts zu tun. Mir etwas Gutes zu tun.

Du hättest Dir bis dahin auch viel Gutes tun können, wie Dir auf die Schulter klopfen, dass Du diese deadline erreicht hast. Das baut doch auch auf.

- Bei allem, was ich tue, fehlt mir die Balance. Ich habe kein Gleichgewicht. Ich pendel von einer extremen Seite zur nächsten (denn nach heute muss ich wieder 3 Tage damit verbringen, mich aufzuraffen) und wieder zurück. Ich will in der Mitte anhalten, aber das geht einfach nicht, ich habe keine Kontrolle bzw. weiß ich einfach nicht wie man langsam schaukelt.

Wieso sollst Du langsam schaukeln müssen? Ich weiß nicht, aber ich könnte das nicht. Ich habe ein bestimmtes Arbeitstempo und das ist nun einmal mein Tempo. Ich kann höher drehen und noch höher, aber nie unter dieses Normaltempo. Ich kenne die Neigung gut, weniger geradezu schlechter zu leisten, weil plötzlich 3 Tage für etwas da sind, die ich normalerweise in 2 Stunden machen würde, aber wer hält mich denn davon ab, es in 2 Stunden zu tun und die restliche Zeit andere Dinge zu tun? Ich sage immer, ich möchte im Nachhinein sagen können, was ich getan haben, egal ob das nun die Arbeit ist, eine Unterhaltung oder fernsehen. Wenn ich heute nicht sagen kann, was ich mir gestern angeschaut habe, dann war das vergeudete Zeit, denn ich will bewusst leben. Das gilt für alles, auch z. B. für das Fernsehen.

Damit spricht du in der Tat einen wichtigen Punkt an. Auch da ist es extrem. Ich war schon immer anders, wollte immer normal sein, konnte das nicht und wurde noch mehr anders und wollte noch mehr normal sein... Ich nehme mir auch gar keine Zeit, um herauszufinden, wie ich eigentlich bin oder hinzunehmen, dass ich beides bin- anders und normal. Ich möchte integriert und nicht isoliert sein, das ist es wohl, was bestimmt, wie ich sein möchte. Meiner Erfahrung nach bin ich umso isolierter, je mehr ich anders bin.

Beim Selbstbewusstsein geht es meiner Meinung nach nicht darum, sich selbst zu bewerten, sondern sich so anzunehmen, wie man ist. Dafür wiederum muss man sich seiner Selbst bewusst sein und so wie Du schreibst, so weißt Du gar nicht, wer Du bist, was Du denkst.

Ja und nein. Es ist beides. Mein Leben zurück bedeutet (danke, dass du mich so hinterfragst, es hilft mir, wenn ich das, was ich geschrieben habe, noch einmal bewusst anschaue und überlege, was es bedeutet), dass ich eine Vorstellung davon habe, wie mein Leben sein soll. Die Auseinandersetzung mit mir und den immer gleichen Geistern aus der Vergangenheit gehört nicht dazu. Ganz sicher nicht. Mein Leben, wie es sein soll, beinhaltet eine aktive gradfly, die erfüllt ist (!!) von dem, was sie tut, den Menschen zu denen sie Kontakt hat und die mit sich selbst im Reinen ist (=selbstbewusst).

Ich werde oft wegen meiner Fragen kritisiert, vor allem, weil ich jede Aussage hinterfrage. Das kommt natürlich aus meiner Geschichte, weil ich durch dieses Hinterfragen der oft scheinbar doch absolut einfachsten Aussagen gemerkt habe, dass ich entweder nicht wusste, warum ich etwas sagte oder weil es einfach irgendwo übernommen war. Und so habe ich eine Zwiebenlschale nach der anderen abgetragen. Das bedeutet ja nicht, dass ich nichts tue, was ich will, sondern manchmal eben nur die Dinge zu erkennen, warum ich etwas tue und ob ich das überhaupt will. Deswegen stelle ich auch solche Fragen. Was ist eigentlich so schlimm daran, Dich mit Dir zu beschäftigen?

Mein Leben zurück bedeutet auch, dass die letzten Jahre nicht immer nur schlecht waren, sondern dass ich immer mal wieder das Gefühl hatte, so dürfe es weitergehen. Vor allem, wenn ich nach einer größeren Anstrengung mal wieder etwas erreicht hatte oder nach dem Einsatz von viel Mut etwas Neues gewagt hatte und das geklappt hat.

Und was, wenn mal Dinge schlecht laufen werden, Du in 20 Jahren merkst, dass Deine Fähigkeiten sich ändern? Watschst Du Dich dann nur noch verbal ab? Wer stellt denn fest, wann Du etwas erfolgreiches getan hast?

Das letzte Mal ging es mir so, als ich nach dem Studium endlich meinen ersten richtigen Job in der Tasche hatte, viel abgenommen hatte und meinen Freund kennen gelernt hatte. Dann ist es kontinuierlich schlechter geworden.

Alles Dinge, die ich nie als Erfolg verzeichnen würde. Job – ist Glückssache, genauso wie der Freund. Darauf habe ich gar keinen Einfluss. Abnehmen ist sicher ein Erfolg, aber das heißt doch, dass Du dich nur dann annimmst oder gar gut findest, wenn die Wage eine bestimmte Zahl nicht überschreitet. Bist Du auch nur dann liebenswert, wenn Du einen Partner hast, einen Job und xy kg hast?

Ventil kommt aus dem Wort-um-feld des Druck ablassens und der Tatsache, dass ich fühle, wie sehr ich unter Druck stehe. In meinem Kopf bin ich ein kleiner Vulkan, der vor sich hinbrodelt, bis irgendwann der Ausbruch bevorsteht, weil alles raus muss, weil der Druck zu groß ist. Und ich hätte gern ein Ventil, das ich einfach aufdrehen kann, um den Druck abzulassen. Wieso sind das alles Sprungbretter zur nächsten Sucht? Kannst du das etwas erläutern?

Naja, eben von einer Sucht zur nächsten im Belohnonssystem. Die Lösung ist doch gar nicht so viel Druck zu machen.

K/leio


gradfly

Ich liebe Listen und Pläne- weil ich dann Dinge durchstreichen kann, die erledigt sind.

Und ein Grund sich diesen Erfolg sich vor Augen zu halten. Etwas durchgestrichen heißt auch, Ziel erreicht.

Ich bin total unrealistisch, was das Einschätzen von Zeit anbelangt. Im Alltag kann ich das sehr gut, aber da habe ich ja alles schonmal gemacht und weiß, wie lange etwas dauert. An der Arbeit verschätze ich mich jedes Mal wieder, weil ich einfach daneben liege und alles immer länger dauert als ich annehme.

Das gehört mit zum Planen – mögliche Schwierigkeiten mit einzuplanen. Es ist eine reine Übungssache und erlernbar.

Die ist irgendwie gar nicht relevant, stimmt. Wo bekomme ich die denn her? Ich finde das Jetzt immer so verbesserungswürdig, dass ich mich in die Zukunft denk, dahin, wo alles gut ist, wo ich bin, wie ich jetzt nur sein will...

Es werden sich wahrscheinlich immer Verbesserungsmöglichkeiten finden. Das gehört ja auch mit zum Arbeitsprozess bzw. der Entwicklung. Das bedeutet aber doch nicht, dass etwas nicht gut gemacht wurde und das Ziel erreicht wurde. Das sind alles Dinge, die ich zur Selbstmotivation nehme, es das nächste Mal besser (immer auf das Ziel bezogen) mache, nicht zu verwechseln dass ich dann dadurch besser bin. Mit meinem Selbstwert hat meine Leistung gar nichts zu tun.

Ja, es geht, aber es macht mir unendlich große Angst. So wie es meiner Oma Angst macht sich hinzuknien, weil sie Probleme hat, wieder aufzustehen. Ich will nicht darin verharren müssen, obwohl es mein Traumzustand ist- nichts tun müssen. Ich meinte, dass ich dann, statt einer Sendung zu sehen, die mir Spaß macht, eher stundenlang diese Reality-TV-Sch*** ansehe, statt z.B. zu lesen, Musik zu hören, zu schreiben, all die Dinge zu machen, die ich eigentlich gern machen würde.

Also doch nicht "nichts sondern Fernsehen, surfen, etc. Nicht fernsehen, sondern lesen, nicht irgendwie gedankenlos surfen, sondern Musik genießen. Es macht Sinn dieses "nichts" zu benennen.

Argh, das macht mich so wütend Aber auch diese Wut schließe ich ein. Ich schließe alles in mir ein- anscheinend.

Ja, da kann man doch so schön auf sich eindreschen, wenn man wieder einen Fehler gemacht hat, nicht wahr? Wer hat denn verbal so auf Dich eingedroschen? Wird es nicht Zeit diesem Zensor die Klappe zu schließen, die Du so übernommen hast? Nicht dass er nicht gebraucht wird – es ist ungemein wichtig diese Stimme in sich zu haben und sie einzusetzen, aber doch für einen selbst und gegen sicicht h.

Ich brauche Entstressungstaktiken, aber auch das ist ja nicht neu- an sich.

Nein, denn durch Theorie wirst Du Dein Verhalten nicht ändern. Durch ein anderes Verhalten wirst Du es ändern.

Das mache ich bisher zur Entspannung:

Was könntest Du im Akutfall machen und was könntest Du machen, dass es gar nicht mehr zum Akutfall kommt? Wo könntest Du ansetzen – nur 2-3 Dinge? Du kannst schlechtein Vollbad nehmen, wenn Du mitten im Job bist, oder?

Ich müsste also auch hier einiges "umprogrammieren" und gute Erfahrungen mit Sport und Bewegung machen. Darüber muss ich noch nachdenken. Es entspannt mich einfach nicht, es ist zusätzlicher Stress, dass ich mich aufraffen muss.

Das Aufraffen ist am Anfang einfach anstrengend, da ist der Wille gefragt. Wenn es denn zu etwas ist, das Dir dann aber gefällt. Sich zu etwas zu drängen, das einem nie Spaß gemacht hat, sehe ich nicht als Lösung. Auf der anderen Seite gibt es unzählige Sportarten, manche, die ausschließlich dafür da sind zu entspannen. Ich z. B. würde gerne einmal Bogenschießen (gibt ja unterschiedliche probieren). Gibt es bei Dir gar nichts, das Dir gefällt? Yoga hast Du z. B. erwähnt. Würde es Dir gefallen?

Ich müsste doch nur einfach kontinuierlich alles machen. Gesund und regelmäßig essen, stetig und ruhig arbeiten, zwischendurch entspannen. Ich bekomme es nicht hin Ich fühle mich müde und schlapp, aber am schlimmsten ist eben der Gedanke, dass ich mich "ausruhen" kann, dass ich es heute mal locker angehen lasse, dass ich mich belohnen will für die letzten stressigen Tage/ Wochen.

Bei mir hat da nur der Plan geholfen, in dem all diese Dinge enthalten waren und eben der Tritt in meinen Allerwertesten es auch zu tun.

Auch hat es geholfen mich beim Arbeiten zu beobachten, wenn ich mich so auf 360 gebracht hatte und mich dann gefragt habe, was wäre jetzt eigentlich, wenn ich mich nicht so aufgeregt hätte? Welchen Einfluss hätte es auf meine Arbeit. Ich habe es probiert. Tatsächlich gar nichts, denn mehr als schnell arbeiten kann ich nicht. Also lohnt es sich gar nicht, sich derart zu erregen. Aufregung, Erregung – sind nicht positiv. Anregend zu arbeiten, das macht für mich Sinn, dabei Spaß haben, etc. Zu hoher Druck ist sogar hinderlich, weil ich oft gelähmt war, wenn ich nur daran gedacht habe, was ich nicht alles zu machen habe. So ging die Arbeit schwieriger und schlechter vor sich.

Ich finde also praktisch immer eine Ausrede, warum ich essen "muss" (damit meine ich, ungesundes, aber leckeres Fast Food und Schokolade vor allem). Das ist auch meine Art, Essen zu genießen. Ich genieße, was mir nicht gut tut (erinnert mich an Sucht).

Es ist keine Ausrede. Stress ist Stress, ob negativ oder positiv.

S). w(allxisii


@ gradfly

Deine Art zu denken gefällt mir.

danke, gleichfalls, ist ein nett zu lesender Faden geworden (die ernsthafte Suche in sich selbst statt im Außen erinnert mich an frühere Forumszeiten (sowas ist selten geworden, oder was auch sein kann, ich bilde mir das nur ein^^))

Waldspaziergänge sind traumhaft- fragst du, ob das eine Möglichkeit der Entspannung für mich wäre?

ja, und yeah das mit dem Aufraffen ist natürlich ein ernstes Hemmnis. Ich zwing mich auch äußerst selten zu etwas, für mich finde ich das auch richtig so, allerdings ist das etwas wofür man dann auch bereitwillig die eventuellen Konsequenzen tragen muss ;-D

Manchmal ist es auch so, als würde es mir erstmal reichen (ich weiß, das klingt vielleicht reichlich bescheuert), daran zu denken, mir etwas Gutes zu tun, um es dann nicht tun zu müssen.

ne, ist nicht im geringsten bescheuert, eher ein ganz normaler Mechanismus. Schon die Vorstellung gut zu sich zu sein tut gut, höchst flüchtige Sache und natürlich nicht nachhaltig, aber (wie immer^^) kein Grund das mit schlechtem Gewissen zu versehen. Warum diesen positiven Effekt wenn er mal vorkommt (ihn anzustreben würde vermutlich eh nicht klappen ^^) nicht einfach mitnehmen ohne sich gleich schlecht deswegen zu fühlen? (ein roter Faden scheint die Selbststressung bei dir jedenfalls schon zu sein.. aber ^^ nun stress dich deswegen nicht selbst dich nicht selbst zu stressen ;-D ;-))

@ Kleio

Ich werde oft wegen meiner Fragen kritisiert, vor allem, weil ich jede Aussage hinterfrage.

;-D .. Es wäre allerdings schon direkt befremdlich wenn du das anders handhaben würdest.

Cpldeeenxi


sondern dass ich es nicht tue. Ich denke daran, dass es jetzt gerade gut wäre, z.B. Sport zu machen, aber dann stehe ich doch nicht auf. Ich komm einfach nicht hoch :(v :(v :(v

und wenn es dir, wie wallisii schrieb, um Selbstkasteiung geht, machst du es nicht. Also muss ja alles nicht stimmen, aber ich für mich merke bei mir, dass es genau das ist und noch andere Dinge, aber das zählt dazu und somit ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen (im negativen Sinne).

Ich habe momentan bedingt durch einige äußere Umstände die so einiges ins Wanken bringen auch wieder so eine Fressphase. Ich fühle mich nicht wohl und bin traurig. Merke aber, wie sehr dieses Fressmuster innerlich noch "Macht" hat. Und vielleicht nehme ich jetzt wieder ein paar Kilo zu, aber was anders ist als sonst: es ist nicht mehr so extrem, dass ich dagegen ankämpfe und mich dafür verteufele und wenn ich den Wunsch habe mich zu verteufeln und es mache, ist es nicht mehr die riesen Kette die da dran hängt, sondern der eine Teil. Ich probiere es jetzt langfristig zu sehen: ich will dadurch, ich will nicht mehr, dass das Essen diese große Macht hat und wenn dies damit etwas abebbt und ich dann nach und nach diese Kilo wieder abnehme und die Stimmen innerlich nicht mehr so laut werden, wird dieser Kreislauf durchbrochen und wenn nicht, dann eben weitergucken, aber ich merke, dass es mir hilft und das messe ich nicht an der Waage, das kann ich nicht an der Waage messen.

Denn wenn ich ehrlich bin, war es bis jetzt immer so, dass auch wenn ich mal wieder etwas zunahm, es wieder runter ging und jetzt auf die Jahre betrachtet insgesamt, wie schon geschrieben die 37kg.

Das Gewicht ist ein kleiner Seismograph von viel viel mehr ;-).

CUlee,ni


die ernsthafte Suche in sich selbst statt im Außen erinnert mich an frühere Forumszeiten

;-) *seufz* :-). hachja... früher... ;-D

gWradrflxy


Ihr seid sooo cool- danke @:) @:) @:)

Mehr später und euch einen schönen Tag ;-)

Liebe Grüße :)*

gvroa`dfxly


Heute ist ein mieser Tag.

Ich muss eine Arbeitsaufgabe lösen, die ich noch nie vorher hatte und dabei fällt mir wieder auf, wie schlecht ich im Lösen von Problemen bin. Nicht, dass ich an sich zu blöd wäre, aber dass ich nicht auf Anhieb weiß, wie es geht, versetzt mich etwas in Panik.

Etwas ist gut... jetzt habe ich 2 Stunden mit anderen unwichtigen Dingen verbracht und wenn ich könnte, würde ich damit weitermachen. Kann ich aber nicht, Donnerstag ist mal wieder Deadline-Tag und außerdem beobachte ich mich ja gerade deshalb so genau, damit ich etwas ändern kann.

Ich esse übrigens gerade nebenher Apfleschnitzen und Weintrauben. Angefangen habe ich mit dem Essen, als ich gemerkt habe, dass das alles nicht so einfach funktioniert, wie ich es gern hätte und ich in völliger Ahnungslosigkeit hier rumsitze und am liebsten weglaufen möchte.

Wenn ich esse, kann ich bleiben.

Oh man, ich entschuldige mich, wenn das alles sehr seltsam klingt, ich kann mich nicht besser ausdrücken, ich versuche zum ersten Mal in Worte zu fassen, wie ich mich in einer dieser ständig auftauchenden Stresssituation fühle.

Wenn ich esse, vertreibe ich damit das flaue Gefühl in meinem Magen, das nicht Hunger ist. Das Gefühl in meinem Magen ist Angst zu versagen, Angst, dass die Zeit wegläuft, Angst, dass ich meine Deadline nicht einhalten kann. Insgesamt: Eine existentielle Angst, nicht gut genug zu sein und nicht in der Lage, Aufgaben zu lösen.

Ich wünsche mir jemanden, der mir hilft und zeigt, was ich machen muss, aber hier ist niemand, den ich fragen kann und ich will auch nicht immer jemanden fragen müssen (was ich aber, wenn ich die Gelegenheit habe, trotzdem mache), weil man das bestimmt hinbekommen kann. Es ist eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe, die mir wieder mehr als simpel erscheinen wird, wenn sie gelöst ist.

So, immerhin ist mein Magen jetzt tatsächlich gefüllt, ich verspüre ein Völlegefühl. Es ist, als würde mir das ein bisschen helfen, um runterzukommen, um ruhig zu werden und die Panik zu verdrängen. Jetzt gehe ich wohl noch eine rauchen. Und dann:

Ich setze mich gleich wieder an das Problem. Ich versuche mir ein paar Infos anzulesen und nicht panisch zu werden, wenn ich nachdenke und alle Faktoren in meinem Kopf sortiere. Es nervt nur immer, dass ich das muss und es nicht einfach so weiß.

Nur noch einmal für mich: Ich weiß, woher das kommt. Früher zuhause musste ich auch immer funktionieren und alles gleich richtig hinbekommen. Da war auch schon kein Platz für Fehler und für "Lernen". Entweder, ich habe genau gemacht, was ich sollte oder ich wurde "gescheucht". Meist mit Worten und angeblich antreibenden Sätzen wie "Jetzt mach schon!" "Nun los!" oder "Du musst das SO machen!" und "Das kann doch nicht so schwer sein!".

Ich bin daran regelmäßig verzweifelt, hab mich klein und versagend gefühlt... und wenn ich das jetzt lese, sind es die gleichen Sätze, die ich mir unbewusst selbst vorsage, wenn ich vor einem Problem wie gerade sitze :(v

Und dann lasse ich es viel zu oft lieber sein... ich stelle mich höchstens der Hälfte all dieser Probleme... wenn möglich, umgehe ich sie geschickt, ich vermeide die Auseinandersetzung mit mir selbst. Obwohl ich früher immer versucht habe, mich zu wehren, aufständisch und rebellisch war- ich habe alles in mir aufgenommen, jeden kleinsten Versagens-Satz und ich glaube noch immer daran, dass ich nicht an mich glauben kann... obwohl ich doch schon so oft daran gearbeitet habe, mich Selbstbild zu entzerren... :°( :°( :°(

Mit Apfel-Weintrauben-Kloß im Hals :-X %:| ,

gWr9aSdfslxy


Eine Tafel Schokolade und viele Tränen später... ich bin jetzt da, wo es weh tut. Ist wohl gerade etwas übergeschwappt :°(

SZ. 'walMlisxii


Die Tränen und Schmerz könnten ja durchaus Indizien für beginnende Auflösung bestehender Muster oder Glaubenssätze sein, wäre also sehr positiv. In Hinblick auf den Beitrag davor scheint mir das jedenfalls recht wahrscheinlich. :)^

g=radfuly


Nur ganz kurz:

Irgendwie ist diese Woche alles ein bisschen sehr viel. Dienstag der Stress an der Arbeit und dass alles rauskam. Das habe ich dann meinem Freund erzählt. Er hat echt super reagiert :(v und sich gleich mal genau so verhalten, wie ich es nicht ertragen kann. Will hier nicht mehr dazu schreiben, naja, seitdem mit ihm weitgehend Funkstille, Arbeitsproblem nicht gelöst, heute Deadline, bin einfach nur fertig. Fühle mich deshalb gerade nicht in der Lage, hier viel zu schreiben. Versuche gerade eher, alles ein bisschen "in mir" zu behalten, weil ich ja schlecht an der Arbeit verheult rumlaufen kann. Essen ist sehr ungesund, viel, viel Schokolade, aber jetzt ist es mir echt egal... ist eh alles sch*, da interessiert auch nicht, wenn ich sch aussehe und noch mehr zunehme...

gbradflxy


Super, so sollte das nicht formatiert sein...

gOradxfly


Note to self:

Seit ich mir wenigstens hier Luft gemacht habe, auch, was die privaten, zusätzlichen Probleme anbelangt, die ich eigentlich mit mir selbst ausmachen will, geht es mir etwas besser. Ich war doch früher schon immer so, dass es mir sehr geholfen hat, wenn ich mich bei Leuten ausquatschen konnte- wieso muss ich immer alles allein schultern wollen und seit wann ist das so?

ColSeenxi


*:) :)*

Ich will nur mal kurz ein paar Gedanken hier bunkern ;-). Weißt du was mir heute morgen bewusst geworden ist? Bei mir ist es so, dass ich, wenn ich den Wunsch habe mal für mich zu sein, mal ganz alleine, meine immer eine Erklärung dafür haben zu müssen. Dieser große Wunsch ist besonders, wenn es stressig ist, oder Erneuerungen anstehen. Eigentlich ist das ja nicht schlimm, aber ich habe immer das Gefühl mich erklären zu müssen.

Und weißt du was dann bei mir passiert? Ich will mich nicht erklären müssen und dann, wenn ich in diesen Situationen bin und mehr esse, habe ich dann nicht mehr das Gefühl mich erklären zu müssen, weil ich glaube, dass wenn ich eh so sch*** aussehe, eh keiner näher an mich rankommen möchte. Also liefere ich mir selbst die Erklärung, was ja eigentlich überhaupt nicht stimmen muss, aber ich glaube es, denn wenn ich mich so unausstehlich fühle, kann ich nicht glauben, dass mich dann jemand stören wird.

Ich denke, das ist ganz tief verankert und hat vielleicht bis jetzt auch immer so funktioniert, weil ich es wollte. Aber grad merke ich eben, dass ich mich frage, warum ich mich denn rechtfertigen muss? Ergo: warum brauch ich dieses Stressessen?

Also so ganz ausge-fühlt ist das noch nicht, aber heut morgen, kamen mir auf einmal diese Gedanken.

Keine Ahnung, ob du damit überhaupt irgendwas anfangen kannst, aber ich fand es schon erstaunlich.

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