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Stress-Essen

DjespXerSate0]1


gradfly, möchte dir nur sagen, dass ich alles mitlese und mitfühle. Aber irgendwie denke ich, dass Cleeni, Kleio und wallisii einfach besser unterstützen können. Ich kann dich so gut verstehen, aber ich kann nicht helfen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass du meinen Stress ein zweites Mal lebst, ist fast schon ein bischen unheimlich 8-)

Deswegen kann ich dir auch nicht wirklich einen Rat geben, weil es sich für mich ja irgendwie "normal" anhört. Ich kann dir nur nochmal sagen, was mir geholfen hat. Und das ist in erster Linie das Entzerren der Arbeitszeit gewesen. Ich habe jetzt einen Terminkalender und notiere, wann ich was erledigen "möchte". Immer klappt es auch heute noch nicht, aber irgendwie ist eine erkennbare Struktur spürbar, daran kann ich mich festhalten, und ich kann Dinge sichtbar als erledigt abhaken.

Ganz schwierig: Berufliche Telefonate. Ich hasse es wie die Pest, das macht mir Bauchschmerzen. Und gegen diese Art von Bauchschmerzen hilft ja bekanntlich Schokolade. Jetzt schreibe ich mir abends einen Zettel, wen ich am nächsten Tag anrufen muss. Morgens! Nach dem Frühstück. Klappt es, habe ich einen guten Tag. Es kann aber genauso gut sein, dass ich es wegen irgendwas belanglosem verschiebe. Dann habe ich verloren, esse erst noch eine Kleinigkeit, dann ist es eh egal, dann mache ich es eben morgen und futtere gegen das flaue Magengefühl an. Ein ganzer verschenkter Tag!!! Und genau das will ich nicht mehr. Ich habe einfach keine Lebenszeit zu verschenken. Wer hat das schon?

gpradfxly


Ich versuche mal, auf das einzugehen, was ich noch nicht beantwortet habe und am Ende schreibe ich auch noch, was in den letzten Tagen bei mir passiert ist.

@ Kleio

Hingegen ist es doch kein muss, da Du dich dafür entschieden hast, also es willst.

Ja, das stimmt. Eigentlich handele ich ja auch danach, d.h. ich arbeite eben einfach und versuche, immer weiter zu kommen. Zu dem Zeitpunkt war da dann nur noch ein dumpfes Gefühl übrig geblieben, dass etwas nicht passt und mit der Arbeit zusammenhängt, denn ich erzähle mir selbst ja aus Motivationsgründen immer das Gegenteil, dass ich meine Arbeit mag und sie mich erfüllt, dass es mich interessiert und Spaß macht. Insofern war die Feststellung, dass ich meine Arbeit eigentlich zum K*** finde und deshalb frustriert bin, erstmal gut. Dein Satz ist als nächster Schritt umso besser, denn ja, ich habe das entschieden :)^

Du hättest Dir bis dahin auch viel Gutes tun können, wie Dir auf die Schulter klopfen, dass Du diese deadline erreicht hast. Das baut doch auch auf.

Das muss ich erst wieder neu lernen. In der letzten Zeit habe ich das alles wirklich nur ausgehalten, wenn ich mir gesagt habe, dass ich nach der Deadline erstmal NICHTS machen muss. Deadline erreichen, Schulter klopfen und weitermachen ging gar nicht mehr. Wie bei einem Langstreckenläufer, der keine langen Strecken mehr laufen kann, sondern nach jedem Sprint hechelnd am Wegrand liegt... Liegt wohl an der Tatsache, dass ich immer sprinte.

das ist nun einmal mein Tempo

Tja, und ich habe einfach noch keine Ahnung, was mein Tempo ist. Ich schwanke zwischen sehr schnell und viel arbeiten und nicht und langsam arbeiten. Daran liegt es wohl auch, dass mir die Pendelbewegung so unpassend vorkommt. Ich habe auf jeden Fall schon herausgefunden, dass die Schnelligkeit eigentlich Druck von früher ist, ein Glaubenssatz, den ich mal so gelernt habe. Der mir Angst macht.

Das Dämliche an allem, womit ich mich auseinandersetze, ist das Ambivalente daran.

Wenn ich etwas schaffen will, muss ich "schnell" sein und viel arbeiten. (So fange ich an.)

Wenn ich durchhalten will, muss ich auch mal langsam sein (der erste Schritt ins Unglück)

Wenn ich etwas schaffen will, muss ich mein Tempo finden und es ist okay, wenn das "langsam" ist (Druck rausnehmen).

Wenn ich nett zu mir sein will, muss ich nichts machen. (JETZT bin ich gestolpert).

Wenn ich etwas schaffen will, muss ich also doch "schnell" sein und viel arbeiten, sonst mache ich gar nichts. (Der geschlossene Kreis)

Ich kann im Moment mein eigenes Tempo gar nicht finden, weil ich 2 Dogmen gegenüberstehe, die sich gegenseitig ausschließen: Ich muss schnell sein. Ich muss langsam sein.

Beides steckt in mir als Glaubenssatz, beides ist total manifestiert in mir drin. Dass das so ist, habe ich im Prinzip gerade eben erst herausgefunden und ich habe noch keine Ahnung, wie ich mich davon befreie und meinen eigenen Glaubenssatz definiere, der frei ist, von dem, was man mir früher eingebläut hat (schnell sein) und was ich mir als Ausgleich eingebläut habe (langsam sein). Klingt das logisch und sinnvoll?

ich möchte im Nachhinein sagen können, was ich getan haben, egal ob das nun die Arbeit ist, eine Unterhaltung oder fernsehen.

Ich habe mich selbst ziemlich verloren oder auf der Suche nach mir noch gar nicht gefunden. Jedenfalls verliere ich mich immer wieder. Das sind die Zeitpunkte, wenn ich Dinge nicht mehr bewusst mache, arbeiten, essen, Freizeit. Ich bin nur getrieben und denke nicht an mich. Jedenfalls nicht wirklich. Jedenfalls nicht, wenn ich versuche, hinter all diese getriebenen Verhaltensregeln, die ich mir aufgestellt habe, zu schauen. Ich werde bei Gelegenheit, das wieder aufgreifen und überlegen, was tatsächlich und nicht nur vermeintlich gut für mich ist. (Nicht arbeiten ist es jedenfalls nicht ;-)).

Beim Selbstbewusstsein geht es meiner Meinung nach nicht darum, sich selbst zu bewerten, sondern sich so anzunehmen, wie man ist. Dafür wiederum muss man sich seiner Selbst bewusst sein und so wie Du schreibst, so weißt Du gar nicht, wer Du bist, was Du denkst.

Wahr ist, was wahr ist. Genau. Das weiß ich auch heute noch nicht und es ist wohl von allen Herausforderungen die größte, denn da hinzuschauen, wird immer wieder von mir selbst, bzw. dem, was ich vordergründig als Gedanken- und Verhaltenskonstrukt aufgebaut habe zu meiner Personen torpediert. Ich weiß noch nicht, wie ich diese wenig hilfreichen Gedanken, die ja in mir drin sind und sich nicht immer als anerzogen, fremdbestimmt oder falsch gelernt enttarnen. Es ist ein bisschen, als müsste ich auf der Suche nach mir durch einen Urwald laufen, in dem ich ständig Versionen von mir begegne, die ich nicht bin, die sich aber als "ich" ausgeben. Metaphorisch gesprochen, ich meine damit nicht, dass ich mehrere Personen bin.

Ich werde oft wegen meiner Fragen kritisiert, vor allem, weil ich jede Aussage hinterfrage. Das kommt natürlich aus meiner Geschichte, weil ich durch dieses Hinterfragen der oft scheinbar doch absolut einfachsten Aussagen gemerkt habe, dass ich entweder nicht wusste, warum ich etwas sagte oder weil es einfach irgendwo übernommen war.

Das fehlt mir manchmal. Vermutlich weiß mein Unterbewusstsein, dass das Hinterfragen von sich selbst Arbeit bedeutet. Und natürlich habe ich Angst, dass unter einer Zwiebelschale eine Bananenschale hervorlugt und behauptet, eine Zwiebelschale zu sein. Gott verdammt (entschudligung), ich traue mir selbst echt keinen Meter. Kann man das lernen, sich selbst wieder zu trauen? Im Grunde kommt es ja daher, dass ich mal die Erfahrung gemacht habe, dass ich etwas falsch verstanden habe, man mir also zu recht nicht trauen kann.

Was ist eigentlich so schlimm daran, Dich mit Dir zu beschäftigen?

Ja, genau das. Ich mache Fehler, wenn ich mich mit mir beschäftige.

Bist Du auch nur dann liebenswert, wenn Du einen Partner hast, einen Job und xy kg hast?

Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Glück und Erfolg? Partner, Job, usw. wären Erfolg. Mich selbst annehmen, mich wiederfinden, usw. Glück. Hmm, das ist vielleicht sehr platt geschrieben und soll nicht dichotom klingen. Aber ich sehe es genau andersrum als du, oder? Seltsam. Auch darüber habe ich nie vorher nachgedacht. Vermutlich, weil in meinem Kopf Erfolg eine Bedingung von Glück ist.

Die Lösung ist doch gar nicht so viel Druck zu machen.

Die Lösung wäre also eine neue Art des Antriebs zu finden, der ohne Druck funktioniert. Das ist einleuchtend und immer noch unvorstellbar. DAS habe ich als Kind gelernt, das habe ich als Erwachsene so weitergemacht, obwohl ich als Kind immer versucht habe, mich dagegen zu wehren. Und trotzdem weiß ich nichts "Besseres", um mich zu aktivieren, als mir Druck zu machen.

Es ist eine reine Übungssache und erlernbar.

Und wenn ich es gelernt habe, bin ich mit meiner Arbeit fertig, weil bis dahin alles für mich neu ist. Schade, dass ich das Wissen dann später nicht mehr brauche. Dann brauche ich nur noch die Essenz daraus: Lieber mal sehr viel mehr Zeit einplanen, weil alles immer mehr Zeit braucht, als ich denke.

Mit meinem Selbstwert hat meine Leistung gar nichts zu tun.

Bei mir schon. Ich bin so normal im Andersein ]:D Ich definiere mich sehr über Leistung, weil ich mal gelernt habe, dass ich nur dann etwas wert bin. Da ich mich als Person gar nicht wirklich kenne oder mag, ist es auch schwierig, damit aufzuhören.

Wer hat denn verbal so auf Dich eingedroschen? Wird es nicht Zeit diesem Zensor die Klappe zu schließen, die Du so übernommen hast? Nicht dass er nicht gebraucht wird – es ist ungemein wichtig diese Stimme in sich zu haben und sie einzusetzen, aber doch für einen selbst und gegen sicicht h.

Mein Vater und meine Mutter.

Und später ich.

Der Zensor ist immer noch seeeehr groß und macht immer noch so viel Angst. Vor Strafe. Vor Demütigung. Vor Herabwürdigung und Abschätzigkeit.

Ich fühle mich klein, wenn ich darüber nachdenke, ob und was ich dem entgegen setzen kann :°(

Später mehr- ich habe schon so oft hier geschrieben, aber noch nie bin ich beim Schreiben in meinem eigenen Faden so oft an die Zeichengrenze gestoßen. Ich nutze sie mal, um etwas Luft zu holen.

Mir ist etwas schwindelig... %:|

gVradxfly


Ich bin jetzt kurz rausgegangen, auch, weil ich gemerkt habe, dass der "Hunger" kommt. Ich habe mir was zu trinken gekauft, weil ich das Gefühl hatte, ich habe vielleicht manchmal nur Durst, wenn etwas essen will und ich trinke ja sowieso zu wenig.

Dabei ist mir aufgefallen, dass das Büro verlassen und laufen nur wieder Flucht vor dem eigentlichen Gefühl ist. Und etwas zu trinken nur wieder Ersatz. Trinken statt essen mag gesünder sein, aber mehr dann auch nicht.

Als es mir die letzten Tage nicht gut ging, habe ich viel geweint. Ich hatte einen sehr guten Zugang zu mir selbst und er hat dazu geführt, dass ich keinen Hunger mehr hatte. Ausgelöst wurde das viele Weinen von vielen Erkenntnissen. Ich brauchte also einen Auslöser, um mich zu finden. Das scheint mir jetzt, gerade, aktuell, nicht so leicht zu sein. Ich kann doch nicht immer rumheulen und den Schmerz zulassen, damit der Hunger weggeht... Oder?

Ich habe am Wochenende in einem Rutsch das Buch gelesen, das Kleio mir empfohlen hat und es hat mir viel gezeigt, von dem ich noch nicht alles anwenden kann, aber das braucht wohl auch etwas. Am eindruckvollsten für mich fand ich die Überlegung, dass hinter allem eine körperliche Empfindung steht. Natürlich weiß ich schon lange, dass ich kein Körpergefühl habe, aber was das genau bedeutet, wird mir erst langsam klar.

Wenn ich darüber nachdenke, wo in meinem Körper ich gerade etwas spüre, dann würde ich sagen, irgendwo zwischen dem Kloß im Hals und dem flauen Gefühl, das direkt neben den Schmetterlingen im Magen sitzt. Anscheinend bringt mich das Schreiben dazu, dass da ein Schmerz aktiviert wird, den ich kaum wahrnehmen kann.

In dem Zusammenhang wird im Buch beschrieben, wie ich ein inneres, verlassenes Kind in mir habe und auch das konstituierte Kind sowie die Wächter werden thematisiert. Das innere Kind kenne ich schon. Und ich weiß auch, welche unterschiedlichen Gefühlsfiguren in mir zuhause sind. Und ich habe schon das ein oder andere Mal aufgeschrieben, was meine Glaubenssätze sind.

Dabei ist mir klar geworden, dass es einen Teil der Glaubenssätze aus meiner Erziehung gibt. Obwohl ich mich dagegen immer gewehrt habe und ihnen die Stirn bieten wollte, habe ich mir ein konstituiertes Kind daraus erschaffen, sprich, das sind die Gegensätzlichkeiten, die ich wahrnehme.

Ich komme noch nicht so richtig an mein inneres, verlassenes Kind ran. Ja klar, irgendwo sitzt da ganz tief ein Schmerz und ich kann lokalisieren, wo der in meinem Körper sitzt, aber ich kann damit nichts machen. Wenn ich gedanklich an dieser Stelle bin, breche ich ab und flüchte wieder. Ich muss nochmal nachlesen, es gab im Buch Anregungen dazu, aber man kann nicht direkt alles aufnehmen oder umsetzen.

Ich habe es am Wochenende total genossen, mir selbst so nah zu sein, so viel zu heulen und keinen Hunger zu haben. Manchmal, wenn Essenszeit war, habe ich in mich reingehört und nichts gehört. Kein Hunger. Ich habe zum ersten Mal seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen, als ich gebraucht habe, das war total schön :-) Und selbst als mir in einem Laden mein Lieblingsschokoriegel vor der Nase rumgeschwirrt ist, hatte ich nicht das Bedürfnis ihn zu kaufen. Nein, ich wollte ihn nicht.

Ich will mehr davon. Mehr von diesem emotionalen Sättigungsgefühl, aber ich weiß nicht, wo ich es im Alltag herbekomme. Im Büro ist es anders und schlimmer.

Fortsetzung von vorhin

@ Kleio

Was könntest Du im Akutfall machen und was könntest Du machen, dass es gar nicht mehr zum Akutfall kommt? Wo könntest Du ansetzen – nur 2-3 Dinge? Du kannst schlechtein Vollbad nehmen, wenn Du mitten im Job bist, oder?

Also die gedankliche Badewanne im Büro hat was ;-D

Nein, ernsthaft. Ich weiß es nicht. Das ist ja des Pudels fette Beute- bislang habe ich immer gegessen und das fällt mir auch immer wieder zuerst ein. Aus der Situation rausgehen? Auch physisch, d.h. aus dem Büro gehen und 5 Minuten um den Block laufen? Dabei in mich reinhören und überlegen, was der Akutfall ist und ob er ein Ernstfall ist? Verstehen, was in meinem Kopf abläuft, damit ich sehe, welche Glaubenssätze gerade wieder quer schlagen? Hmm. Sowas?

Dem Akutfall vorbeugen kann ich mit allem, was ich gerade angefangen habe und womit ich noch weiter machen will. Ich habe verstanden, dass es da Gedanken in meinem Unterbewusstsein gibt, die unendlich stark sind, aber nicht hilfreich. Ich habe auch verstanden, wo sie herkommen.

Gibt es bei Dir gar nichts, das Dir gefällt? Yoga hast Du z. B. erwähnt. Würde es Dir gefallen?

Doch, gibt es. Schwimmen mag ich gern. Tennis und Badminton (beides aber nur so, nicht um Punkte zu zählen, darauf reagiere ich recht allergisch und dafür bräuchte ich auch jemanden, mit dem ich das machen könnte). Ski fahren. Kein Allwettersport in meiner Region. Yoga würde ich gern mal ausprobieren. Aber ich trau mich nicht. Ich kann mich nicht aufraffen, mir eine Gruppe zu suchen und ich habe immer Angst hinzugehen. Ich hasse Fitnessstudios. In der Vergangenheit bin ich am besten immer mit dem Schwimmen gefahren. Das kann ich allein machen. Dazu brauche ich niemanden sonst. Ich muss mich keiner Gruppe anschließen, usw. Nur im letzten Jahr habe ich es nicht geschafft. Ich kriege es mit viel Anstrengung einmal hin, aber ich bekomme keine Regelmäßigkeit rein und ich kann mich schlecht motivieren, denn wenn ich einmal da war, kommt sofort das Gefühl, ich müsse nett zu mir sein und hätte für ein Jahr genug gemacht.

Auch hat es geholfen mich beim Arbeiten zu beobachten, wenn ich mich so auf 360 gebracht hatte und mich dann gefragt habe, was wäre jetzt eigentlich, wenn ich mich nicht so aufgeregt hätte?

DAS ist mal eine gute Frage. Ich sollte sie mir über den Schreibtisch kleben...! Ich stelle fest, ich nehme mich selbst immer nicht zu ernst, ich kann über mich lachen, aber das ist gar nicht gut in meinem Fall, denn ich sollte lieber alles andere nicht zu ernst nehmen, so wie die Arbeit z.B.

Schwupps, und schon geht es daneben und sofort, wenn ich denken will, es sei nicht so schlimm, wenn ich es nicht schaffe und beende, dann ginge das Leben trotzdem weiter, kommen Gedanken daran, dass das ein Versagen wäre, dass ich dann viel Zeit in meinem Leben verschwendet hätte und ich sehe viele böse blickende Gesichter von Menschen, die ich enttäuscht habe >:( >:( >:(

@ S. wallisii

Ich zwing mich auch äußerst selten zu etwas, für mich finde ich das auch richtig so, allerdings ist das etwas wofür man dann auch bereitwillig die eventuellen Konsequenzen tragen muss ;-D

;-D Wenn ich das auch so entspannt sehen würde mit den Konsequenzen, könnte ich das machen ;-) Davon bin ich aber noch weit entfernt.

(ein roter Faden scheint die Selbststressung bei dir jedenfalls schon zu sein.. aber ^^ nun stress dich deswegen nicht selbst dich nicht selbst zu stressen ;-D ;-))

Doch, verdammt. Es stresst mich, und zwar gewaltig ]:D ]:D ]:D Ich komme da nur eben auch nicht raus, wie du siehst- NOCH nicht ;-) ]:D ;-D

ist ein nett zu lesender Faden geworden (die ernsthafte Suche in sich selbst statt im Außen erinnert mich an frühere Forumszeiten (sowas ist selten geworden, oder was auch sein kann, ich bilde mir das nur ein^^))

Danke, das liest sich schön! (Ja, manchmal denke ich das auch und es hat aus diesem Grund auch ein bisschen gebraucht, bis ich mich getraut habe, diesen Faden zu eröffnen. Ist ja schon ein ganz schöner Stripease, den man hinlegen muss, wenn man das hier ernst meint und es einem was bringen soll |-o :)z )

Die Tränen und Schmerz könnten ja durchaus Indizien für beginnende Auflösung bestehender Muster oder Glaubenssätze sein, wäre also sehr positiv. In Hinblick auf den Beitrag davor scheint mir das jedenfalls recht wahrscheinlich. :)^

Ja, es hat mich einen Schritt weitergebracht, auf jeden Fall. Du glaubst nicht, wie sehr ich mich darüber freue. Den Begriff Auflösung würde ich allerdings in dieser Hinsicht vorsichtig oder noch nicht verwenden, ich muss noch ein paar Schritte mehr laufen, um zu einer Lösung zu kommen.

*:) *:)

gfradf:lxy


@ Cleeni

um Selbstkasteiung geht, machst du es nicht.

Ja, da ist was dran. Je mehr ich über alles nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, dass ich sehr stark in gegensätzliche Richtungen Tau ziehen betreibe. Das muss ganz schön anstrengend sein und wenig effizient. Übel, dass ich mir all das antue, weil ich mir was "Gutes" tun will :(v

Merke aber, wie sehr dieses Fressmuster innerlich noch "Macht" hat.

Nicht schön diese äußeren Umstände. Wenn du magst- hier oder per PN- ich freu mich, wenn du schreiben magst (verstehe aber auch, wenn nicht). Du bist natürlich schon viel weiter als ich, wenn du gleich danach schreibst, dass du dich dafür nicht mehr verteufelst dafür. Irgendwann möchte ich da auch ankommen. So weit bin ich noch nicht.

Das Gewicht ist ein kleiner Seismograph von viel viel mehr ;-).

Ja, das ist er in der Tat. Nur ist es eben zu kurz gedacht, was ich bislang gedacht habe: Dass es an mir liegt, dass es meine Schuld ist, wenn ich immer mehr zunehme, weil ich esse, wenn ich mich mies fühle. Vielleicht wäre es ein guter erster Schritt, wenn ich diese Schuldgedanken ablege. Es gibt Gründe, warum ich Stress-Esser bin. Ich habe nicht genug Zugang zu mir und meinen körperlichen Empfindungen, ich habe eine dicke Schicht aus Schokolade um den Schmerz gebaut und es ist seltsam, die Schokolade schmelzen zu lassen, statt mehr Schokolade in die Löcher zu stopfen, aus denen der Schmerz raus will.

Ich empfehle heulen. Und Schmerz zulassen.

Keine Ahnung, ob du damit überhaupt irgendwas anfangen kannst, aber ich fand es schon erstaunlich.

Doch, klar, in unserer verzerrten Welt macht das durchaus Sinn ;-D

Hast du dich mal mit deinen Glaubenssätzen auseinandergesetzt? Vielleicht täusche ich mich und jemand hier kann mir widersprechen, wenn es so ist, aber ich meine, dass da deine negativen Glaubenssätze aktiviert wurden. Einer meiner negativen Glaubenssätze ist: Ich bin zu langsam und zu dumm, um zu arbeiten. Ein anderer: Ich bin zu hässlich, um Freunde zu haben. (Oh, ich merke gerade: Der ist sehr sehr alt und ich habe ihn schon ein bisschen mit heilsamen Erfahrungen überschrieben, neuer wäre: Ich bin hässlich, aber ich kann trotzdem Freunde haben). Was wäre dein Glaubenssatz für die Situation, die du beschrieben hast?

Ich denke, das ist ganz tief verankert und hat vielleicht bis jetzt auch immer so funktioniert, weil ich es wollte. Aber grad merke ich eben, dass ich mich frage, warum ich mich denn rechtfertigen muss? Ergo: warum brauch ich dieses Stressessen?

:)^ :)^ :)^

@ Desperate

gradfly, möchte dir nur sagen, dass ich alles mitlese und mitfühle. Aber irgendwie denke ich, dass Cleeni, Kleio und wallisii einfach besser unterstützen können.

Hmm, das würde ich so nicht sehen. Ich werte nicht, wer mich "besser" unterstützen kann. Für mich ist das ALLES hilfreich. Ich fand es auch hilfreich, als mir am Anfang jemand riet, zu den WW zu gehen, weil mir die Überlegung gezeigt hat, dass es nicht das ist, was mir gerade hilft, weil ich nur wieder Kontrolle und Konsequenz dort hinsetzen würde, wo ich gerade Bewusstsein und Verständnis brauche.

Ich kann dich so gut verstehen, aber ich kann nicht helfen.

Doch Desperate, alles, was du schreibst, hilft mir. Es tut unendlich gut, dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, dem es so geht. Und es hilft auch, WAS du schreibst, egal, ob du von Situationen schreibst, die dir schwer fallen oder ob du Ratschläge gibst.

Sag mal, was soll das denn, dass du dich so unter Druck setzt, was hier "richtig" und "gut" wäre zu schreiben? ]:D ;-D :)_ Wenn dir nicht danach ist, was zu schreiben, schreib nicht- ich jedenfalls habe hier schon oft die Erfahrung gemacht, dass meine Beiträge mir selbst nicht gefallen, wenn ich nur das Gefühl habe, ich hätte eine "Verpflichtung", jemandem zu antworten. Es gibt keine Verpflichtung hier. Ich finde das gut :)z Aber wenn du Lust hast, hier zu schreiben und auch über dich und nicht nur für mich zu schreiben, dann mach es. Wenn es dir weiterhilft, schreib! Hier ist grundsätzlich alles willkommen- eigene Erfahrungen und Fragen, Ratschläge und Hinweise und ich mag, wie oben geschrieben, selbst Beiträge, denen ich persönlich nicht zustimmen kann, weil ich mich trotzdem damit auseinandersetze und dadurch besser erkenne, was ich eigentlich will.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass du meinen Stress ein zweites Mal lebst, ist fast schon ein bischen unheimlich 8-)

Ja, das Gefühl kenne ich. Hatte ich auch schon. Es gab dann 2 Möglichkeiten: Entweder ich hatte das Gefühl, ich profitiere davon, indem ich es für mich selbst noch einmal reflektieren kann, wenn ich darüber schreibe oder es hat zu viel bei mir aufgewirbelt, dann habe ich mich zurückgezogen. Immer so, wie es mir selbst gut tut.

Morgens! Nach dem Frühstück. Klappt es, habe ich einen guten Tag. Es kann aber genauso gut sein, dass ich es wegen irgendwas belanglosem verschiebe. Dann habe ich verloren, esse erst noch eine Kleinigkeit, dann ist es eh egal, dann mache ich es eben morgen und futtere gegen das flaue Magengefühl an. Ein ganzer verschenkter Tag!!! Und genau das will ich nicht mehr. Ich habe einfach keine Lebenszeit zu verschenken.

Oh man, Desperate, DAS kenne ich soooo gut. Ich nehme mir etwas vor. Wenn es klappt, prima. Wenn es klappt, verzweifele ich an mir selbst und verschenke einen ganzen Tag. Denn es ist ab diesem Moment ja ohnehin egal. Wenn ich es bis jetzt nicht geschafft habe, dann mache ich es den ganzen Tag nicht mehr. Morgen ist ein neuer Tag. Ein besserer Tag. Dann schaffe ich es...

Das hat bei mir dazu geführt, dass ich immer früher angefangen habe zu arbeiten. Je mehr ich in den Morgen quetschen konnte, desto besser ging es mir und ich habe auch den Nachmittag und den Abend durchgehalten. Der Erfolg am Morgen hat mich motiviert. Aber ich merke, während ich darüber schreibe, dass das auch Nachteile hat. Ich will immer total früh ins Bett gehen, damit ich morgens möglichst früh aufstehen kann. Dabei fehlt mir dann aber andererseits die Zeit am Abend, um runterzukommen, Freizeit zu haben, Zeit mit meinem Freund zu verbringen.

Ich glaube, ich kann es nicht aushalten zu arbeiten, wenn ich Unangenehmes noch vor mir weiß. Kannst du Unanagenehmes (im Allgemeinen) aushalten? Ich will z.B. auch immer erst alle Arbeiten erledigt haben (auch zuhause muss ich erst aufräumen), bevor ich mich entspannen kann. Auch hier kasteie ich mich total, um Struktur und Ordnung aufrecht zu erhalten. Wie ist das bei dir?

@ alle

Ich habe es ja schon angedeutet, die letzte Woche über ist ziemlich viel passiert, alte Wunden sind aufgerissen, ich habe viel Neues gelernt, usw.

Ich glaube, die erleichternste Erkenntnis war: Ich bin nicht schuld. Es ist nicht meine Schuld, wie man mit mir umgegangen ist und was ich getan habe, um mich zu schützen. Und es spielt keine Rolle, um man mir das mit Absicht und purer Boshaftigkeit oder unbewusst und unbeabsichtigt angetan hat. Jahrelang habe ich andere in Schutz genommen, weil es vermutlich wirklich nicht böse gemeint war. Das spielt aber keine Rolle, weil es trotzdem passiert ist.

Ich bin nur verantwortlich, wie ich jetzt damit umgehe. Ich muss nur schaffen, mit mir selbst zufrieden zu sein und sowas nicht an andere weiterzugeben (meine potentiellen Kinder z.B.).

Ich will nicht mehr an allem schuld sein. Ich muss die Schuld loswerden, denn sie ist ein Teil dessen, was als Kloß in meinem Hals sitzt. Und offensichtlich ist sie auch ein Teil der Selbststressung.

Eine 2. Sache, die mir aufgefallen ist: Als ich so viel abgenommen habe, war das eine geschickte Sache, denn ich habe es ernsthaft geschafft, meiner Esssucht weiter frönen zu können und dabei abzunehmen. Statt Schokolade habe ich eben Salat in mich reingestopft. Das war aber nicht so schlimm, weil eine Schlüssel Salat eben nicht auf den Hüften sitzt, aber mir ist eingefallen, wie ich früher aus der Uni heimkam, mir meinen Salat gemacht habe und allein eine ganze Schüssel vor dem Fernseher in mich reingestopft habe. Von der Art des Essens und der Maßlosigkeit damit, war das nichts anderes im Moment mit der Schokolade.

Manchmal finde ich mich in meiner Hilflosigkeit ja doch ein bisschen süß und kreativ... ;-)

Die Erkenntnis ist deshalb gut, weil sie mein momentanes Verhalten relativiert. Es ist nicht so, dass ich in der Vergangenheit so supergut war, als ich viel abgenommen habe, es ist vielmehr so, dass ich genauso war wie jetzt und nur Schokolade gegen Salat getauscht hatte.

Genau genommen bin ich jetzt viel weiter, weil mir das langsam immer mehr bewusst wird. Es ist alles in meinem Kopf noch ein bisschen konfus und manchmal verstehe ich mich selbst noch nicht richtig, aber das kommt schon noch- hoffe ich.

Lieben Dank allen, die mir hier schreiben, es hilft sehr!

:)* :)* :)*

C:lee]nxi


huhu *:)

. Ich habe mir was zu trinken gekauft, weil ich das Gefühl hatte, ich habe vielleicht manchmal nur Durst, wenn etwas essen will und ich trinke ja sowieso zu wenig.

Willst du denn nicht essen, wenn du essen willst?

Das scheint mir jetzt, gerade, aktuell, nicht so leicht zu sein. Ich kann doch nicht immer rumheulen und den Schmerz zulassen, damit der Hunger weggeht... Oder?

Warum nicht so lange heulen, wie du heulen willst und dann gucken? Sagt doch keiner dass es "immer" so sein muss, wie du schreibst. Warum willst du gleich vorher irgendwas klären, bevor du dich in den Fluss begibst? (Frage an dich und nur mal so: das frage ich mich selbst auch, weil ich in deinen Buchstaben auch mich sehe... also falls es jemanden interessiert ]:D ) Was verändert sich an dem Weg, wenn du diese Frage vorher beantwortest? (kannst du sie überhaupt beantworten?) Warum stellst du die Frage? Warum nicht ausprobieren und dann gucken? Und wenn du mal weinen willst und dann wieder mal nicht. Was spricht dagegen? Was spricht aber auch mal wieder zu essen?

Ich denke, es ist auch sehr ambivalent, immer etwas ins Essen reininterpretieren zu wollen.

boah du schreibst so viel, ich fühle mich wie früher, nur das jetzt jemand anders so viel schreibt ;-) @:)

Ich habe es am Wochenende total genossen, mir selbst so nah zu sein, so viel zu heulen und keinen Hunger zu haben.

Hey!!!!! was zählt mehr, als du selbst ??? :-D :-D :-D: du hast es genossen, ohne komma und ohne aber einfach: PUNKT ;-) :-D.

Stipease, den man hinlegen muss, wenn man das hier ernst meint und es einem was bringen soll

Du ;-), wir sind doch hier unter uns ;-) ;-D

Du bist natürlich schon viel weiter als ich, wenn du gleich danach schreibst, dass du dich dafür nicht mehr verteufelst dafür. Irgendwann möchte ich da auch ankommen. So weit bin ich noch nicht.

Wenn wir alle Bäume sind, sind es vielleicht andere Äste und Zweige, die in deinen Augen bei mir weiter sind, als bei dir, aber dafür andere nicht, wie bei dir... also nüscht mit viel weiter (wenn man es im Ganzen betrachtet). Heißt jetzt nicht, dass ich das niedermachen möchte, was grad so passiert und was ich erreicht habe (hast du gehört Cleeni ??? *g*)

Vielleicht wäre es ein guter erster Schritt, wenn ich diese Schuldgedanken ablege. Es gibt Gründe, warum ich Stress-Esser bin

Kannst du ja probieren. Bei mir hat es Jahre gedauert und dauert ja immer noch an, diese Gedanken nicht mehr so wichtig zu nehmen. Also besser gesagt, geschieht es, dass sie sich nicht mehr so wichtig anfühlen. Ich habe mir dann und wann gesagt, dass ich weiß, dass ich die Schuldgefühle habe und auch weiß warum. Also das war und ist noch so ein Zwischenschritt.

Es gibt Gründe, warum ich Stress-Esser bin. Ich habe nicht genug Zugang zu mir und meinen körperlichen Empfindungen, ich habe eine dicke Schicht aus Schokolade um den Schmerz gebaut und es ist seltsam, die Schokolade schmelzen zu lassen, statt mehr Schokolade in die Löcher zu stopfen, aus denen der Schmerz raus will.

Meine Therapeutin hat mir mal ein schönes Bild dazu genannt: also ich sprach immer von Mauer. Sie sagte dann, dass ich es ja mal probieren kann, einen kleinen Stein aus der Mauer rauszupulen, dahinter zu fühlen und dann für mich guckfühle, ob ich ihn wieder dahin packe oder weglasse. Also je nachdem wie ich es brauche. Also nicht gleich alles wegschmelzen lassen, wenn die Haut nicht hinterher kommen kann und du dann nackig da stehst. Klar, wenn du es probieren willst, warum nicht? ;-) Ist ja wie mit dem Kind und er heißen Kochplatte ;-).

Ich empfehle heulen. Und Schmerz zulassen.

Wenn es denn geht, dann ja, wenn nicht, ist es eben so. Als ich anfing Gefühle zuzulassen, fühlte es sich auch toll an, endlich weinen zu können. Joah.. ich hab mich dann vor den Spiegel gestellt und wollte zugucken, wie ich heule.. hmmm ich glaube, ich hab mich dann verschreckt *g* ;-D . War dann nüscht mehr ;-). Erst wieder, als ich den Druck von mir nahm.

Hast du dich mal mit deinen Glaubenssätzen auseinandergesetzt?

Es gab mal eine sehr exsessive Phase ja, die scheine ich gebraucht zu haben. Heute, also wenn es mir mies geht, bleibe ich da auch etwas näher dran am analysieren, ansonsten probiere ich eher etwas davon wegzukommen, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich totdenken kann. Kennst du das Lied von Natasha Bedingfield [[http://www.youtube.com/results?search_query=natasha+bedingfield+unwritten unwritten]]? Ich hoffe das geht, ich kann grad keine Lieder hören. Das kam damals in meiner Hoch-zeit .... dieser Text war damals sehr beschreibend.

Also doch ich setze mich schon damit auseinander, aber will mich da auch nicht immer allzu ernst nehmen und nur danach agieren und reagieren.

Vielleicht täusche ich mich und jemand hier kann mir widersprechen,

Was sagt das widersprechen deiner Meinung nach aus?

Ich bin hässlich, aber ich kann trotzdem Freunde haben

Und auch wenn ich hässlich bin, kann ich trotzdem Freunde haben?

Was wäre dein Glaubenssatz für die Situation, die du beschrieben hast?

Hmm, ich hab grad nüscht festes, das war ne Feststellung, wie beschrieben, mal sehen, wie es einzieht und dann mal gucken. Aber kann auch sein, dass ich grad einfach keine Zeit habe um da einen neuen zu bilden. Oder ich komm grad einfach nicht ran, ist aber auch ok.

Ich bin nicht schuld. Es ist nicht meine Schuld, wie man mit mir umgegangen ist und was ich getan habe, um mich zu schützen.

:-D :-D :-D

Manchmal finde ich mich in meiner Hilflosigkeit ja doch ein bisschen süß und kreativ... ;-)

;-D x:) ;-D Wir sind schon echt geschickt beim Selbstaustricksen ;-). *g*

Genau genommen bin ich jetzt viel weiter, weil mir das langsam immer mehr bewusst wird.

:-D

Es ist alles in meinem Kopf noch ein bisschen konfus und manchmal verstehe ich mich selbst noch nicht richtig, aber das kommt schon noch- hoffe ich.

Weißt du, es ist ja nicht gesagt, dass wenn es weniger konfus ist, einfacher ist ;-). "Musst" halt bei dir gucken, wie du es willst und was sich für dich gut anfühlt und das muss nicht das unkonfuse sein, es kann sogar das konfuse sein, weißt du es? Was ich damit sagen will: es gibt da kein richtig und falsch, es sei denn du fühlst es für dich so, dass du etwas nicht möchtest und dann ist es doch gut, oder?

g:ra+dflZy


@ Cleeni

Ja, Mist, ich weiß. Es bricht gerade alles einfach so raus. Ich will mich ja kurz halten, aber es geht gerade nicht irgendwie |-o Ich versuchs!

Erstmal, und damit keine Missverständnisse entstehen: Das hier

Und auch wenn ich hässlich bin, kann ich trotzdem Freunde haben?

war nicht auf DICH bezogen. Ich meinte nur, dass das einer von MEINEN vielen Glaubenssätzen ist. Hoffe, das kam nicht falsch an @:)

Willst du denn nicht essen, wenn du essen willst?

Hmm. Doch. Und nein.

Ich will beobachten, wann und warum ich essen will. Ich will lernen zu fühlen, ob ich wirklich Hunger habe oder ob es gerade irgendwas anderes ist, was mein Geist und mein Körper wollen, das ich bisher nur mit Essen "behandelt" habe.

Also, wenn ich Hunger habe und esse dann, ist das okay. Aber wenn ich eigentlich traurig bin und esse deshalb, will ich nicht essen. Ich möchte das einfach trennen. Und ich muss mir echt richtig Mühe geben, das zu fühlen, weil ich so lange einfach immer gegessen habe, egal, ob Hunger oder nicht.

In dem Buch, das ich gelesen habe, gibt es den Begriff des emotionalen Hungers und alles baut eigentlich darauf auf, dass emotionales Essen oder Stressessen eben bedeutet, dass man ein (meist) negatives Gefühl "bekämpft" oder "zudeckt", indem man isst. Das finde ich für mich sehr passend und nachvollziehbar. Ich hatte ja eh beobachtet, dass ich esse, obwohl ich keinen Hunger haben kann, weil ich z.B. gerade gegessen hatte. Oder Heißhunger bekomme, obwohl ich keinerlei Hunger verspüren sollte (theoretisch und körperlich), weil ich eben genug Nahrung aufgenommen hatte.

Mein emotionaler Hunger wäre dann mehr so das weinende, verletzte, tottraurige, verlassene Kind in mir, das schreit. Das ist okay, aber ich habe ihm bisher immer nur was zu Essen in den Mund gesteckt, um es vom Schreien abzuhalten- nicht sehr nett ;-D Ich möchte gern nachfragen, was ihm in der Situation gerade fehlt und wie es sich fühlt in der Hoffnung, dass ich den emotionalen Hunger mit emotionaler Zuneigung stillen kann und nicht mit Schokolade (oder nicht immer jedenfalls).

Bei mir ist das alles so zugeschüttet, dass ich gar nicht mehr erkenne, welcher Hunger wirklich Hunger ist, weil mein Körper Nahrung und Energie braucht und welcher Hunger etwas völlig anderes ist. Das ist ja das Schlimme. Natürlich kann ich mir dann weiter erlauben zu essen, aber es macht mich ja nicht "glücklich". Es ist wie dieses Kinderspiel, wenn die Kleinen versuchen, ein Dreiecksbauteil in eine Kreisöffnung zu stecken und es passt einfach nicht.

Der Gedanke, etwas zu trinken gestern war, dass es vielleicht sogar noch mehr außer Hunger-Hunger und emotionalem Hunger gibt, das ich brauche. Dabei ist mir wieder eingefallen, dass ich immer zu wenig trinke und schon öfter mal den Gedanken hatte, dass ich auch was hätte trinken können, nachdem ich gerade etwas gegessen hatte.

Und dann ist mir wieder aufgefallen, dass diese Verbindung zwischen mir und mir sooo schwach nur ist. Sie war am Wochenende mal kurz da und ich konnte mit mir selbst kommunizieren, was ich brauche, als ich diesen ganzen Schmerz zugelassen habe, aber jetzt ist es wieder weg. Ich bin im Büro. Ich bin äußerlich gut drauf, innerlich frustriert wegen der Arbeit und einiger anderer Dinge, aber das "spüre" ich jetzt nicht mehr. Braucht wohl Zeit.

Was verändert sich an dem Weg, wenn du diese Frage vorher beantwortest? (kannst du sie überhaupt beantworten?) Warum stellst du die Frage? Warum nicht ausprobieren und dann gucken? Und wenn du mal weinen willst und dann wieder mal nicht. Was spricht dagegen? Was spricht aber auch mal wieder zu essen?

Dann kann ich entscheiden, ob ich heulen oder essen will (um es mal ganz platt auszudrücken). Ich werde nicht dogmatisch, ich will auch lernen, ein bisschen loszulassen und nicht so streng zu sein, aber ich möchte, dass es wieder meine Entscheidung ist. Ja, ich denke, ich kann sie beantworten, wenn ich gut in mich reinhöre. Am Wochenende gings. Ich muss es jedenfalls noch lernen, bin noch kein Experte ;-) Nicht ausprobieren, weil das hieße, ein schlechtes Gewissen zu bekommen und das will ich nicht mehr. Wenn ich esse, und viel Schokolade esse, dann will ich mich hinterher nicht auch noch schuldig dafür fühlen. Im Moment denke ich, das klappt besser, wenn ich einen Schritt langsamer gehe und erstmal rausfinde, warum ich gerade essen will.

Keine Angst, es spricht nichts dagegen, wieder zu essen. Ich bin mir sehr sehr sicher, dass die letzte Tafel Schokolade nicht die letzte in meinem Leben war und ich werde mir nicht die Hand abhacken sie essen, wenn ich darauf Lust habe. Ich will sie nur nicht immer und immer wieder aus den für mich falschen Gründen essen. Ich möchte nicht mein Stressessen rechtfertigen und dann doch damit weitermachen. Wenn es schon so ist, dass ich das tue, dann will ich es auch ändern, gerade jetzt, wo es mir bewusst wird.

Es wäre doch irgendwie nicht hilfreich, wenn ich nur eine Seite des Ganzen voran treibe und mir zwar den Druck nehme und mir sagen, dass das Stressessen okay ist, dann aber nicht versuche, am Stress etwas zu ändern, oder?

Trial and error im Moment. Keine Ahnung, wohin es führt, aber den Körper zu erfühlen und zu erspüren finde ich gut. Das ist, als würde ich damit ein Bedürfnis stillen, das ich schon immer hatte, aber nie wusste, wie das geht.

ansonsten probiere ich eher etwas davon wegzukommen, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich totdenken kann.

Ja, das finde ich gut. Es ist ein bisschen das, was ich meine, wenn ich sage, dass ich immer versucht habe, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Ich finde es auch nicht sinnvoll, wenn man sich totdenkt. Je nach Phase. Meine hat gerade viel mit Denken zu tun, aber das ist in Ordnung für mich, hatte ja vorher eine lange Phase, in der ich überhaupt nicht nachgedacht habe, damit ich vor lauter Denken das Leben nicht vergesse ;-)

Was sagt das widersprechen deiner Meinung nach aus?

Naja, ich war unsicher und wollte nichts "Falsches" schreiben, weil die Thematik für mich recht neu ist. Ich würde es blöd finden, jemandem etwas zu schreiben, was ich nur falsch verstanden habe. Deshalb war das ernst gemeint: Wenn jemand es anders sieht, würde ich mich freuen, weil meine subjektiven Wahrheiten, vor allem im Moment, wo sie teilweise gerade erst entstehen, nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Unwritten ist voll schön!!

und dann ist es doch gut, oder?

Ja klar. Ich wollte damit nur sagen, dass ich merke, wie ich mich gerade in so einer Umbruchs-, Übergangs-Wieauchimmer-Phase befinde, in der ich viel Neues lerne, aber noch nicht weiß, was ich mit den Infos alles anstelle, was davon für mich gut ist und bleibt, was mir nichts sagt und wieder geht. Das geht nicht alles auf einmal. Das ist auch der Grund, wieso man diese Schleifen dreht. Ich merke z.B. an vielem, was du schreibst, dass ich mich noch nicht wirklich annehmen kann. Ich will mich immer weiter verändern und es besteht natürlich die Gefahr, dass ich wieder nicht bei mir selbst ankomme, und auch, dass die Veränderung zu einer anderen Art Selbststressung wird, aber das werde ich dann sehen.

Genug für heute ;-D ;-) :-D

Liebe Grüße :)*

CIlepenxi


Ja, Mist, ich weiß. Es bricht gerade alles einfach so raus. Ich will mich ja kurz halten, aber es geht gerade nicht irgendwie |-o Ich versuchs!

Ach Quatsch!!! So war das nicht gemeint ;-). Ich habe nur mein Staunen ausgedrückt, ohne damit ausdrücken zu wollen, dass du weniger schreiben sollt :-o. Wow. Hey, schreib, wie dir die Finger gewachsen sind ;-).

Schreib in deinem Stil ;-). Alles andere wirkt bestimmt komisch, wer weiß, ob du damit dann noch etwas anfangen kannst ;-).

Erstmal, und damit keine Missverständnisse entstehen

:-o und wieder staune ich. Neee du, das hab ich überhaupt nicht auf mich gemünzt, sondern wollte fragen, ob dir dieser Satz auch so passt, wie ich ihn schrieb. :-)

Naja, ich war unsicher und wollte nichts "Falsches" schreiben, weil die Thematik für mich recht neu ist.

Hmmm, und wer kann sagen, ob es falsch ist? Was wäre denn falsch?

Wenn jemand es anders sieht, würde ich mich freuen, weil meine subjektiven Wahrheiten, vor allem im Moment, wo sie teilweise gerade erst entstehen, nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Es schmeckt etwas eigenartig, also klar, kann jemand schreiben, wenn er es anders sieht, aber heißt es dann für dich, dass er "Recht" hat? Also jo, ich kenne das auch von mir ;-), doch probiere ich dann auf mich zu hören, wie sich das geschriebene anfühlt, und ob ich überhaupt damit etwas anfangen kann. Es kann ja sein, aber es muss nicht und dies hat lange gedauert: also sich selbst da mehr zu vertrauen und nicht alles abreden, was von einem kommt.

Ich staune hier grad bei mir, wie sich die Gefühle zu einem ändern und was man selbst da macht, damit es so kommt. Ich kann das gar nicht so direkt beschreiben, aber es sind bestimmt viele Teile, die dazu führen und ich kann nicht direkt sagen, dass, weil ich x, v, gemacht habe, a, d dabei entstanden ist. Also ich finde es schon hilfreich in sich zu hören, aber glaube immer mehr, dass es da echt auf das für sich selbst gesunde Maß drauf ankommt und es bestimmt nicht Ziel ist, dass man genau weiß, dass wenn man etwas bestimmtes macht, dies oder jenes als Reaktion entsteht. (Mag konfus klingen, aber es fühlt sich momentan jedenfalls "richtig" an).

Ein ganz unzusammenhangloses Beispiel, bei dem ich grad selbst etwas staune: vor meinem Umzug habe ich sehr viele Klamotten ausgemistet, wollte eigentlich noch mehr ausmisten, konnte ich aber nicht, auch wenn mir meine Rübe gesagt hat: hey komm, gib das weg, habe ich mit mir gerungen. Vieles habe ich dann doch nicht weggegeben. So, jetzt ein Jahr später bin ich wieder mal dabei und? Es sind schon wieder fast zwei große Mülltüten, obwohl ich doch erst ausgemistet hatte. Ich habe mich da grad schon gefragt, wie das geht, habe momentan keine "richtige" Erklärung, aber Fakt ist: das was ich heute weggebe, hätte vor einem Jahr noch nicht weggeben können und hab mich damals etwas über mich selbst geärgert, weil ich es nicht geschafft habe. Doch heute ist die "Bindung" zu den Klamotten (*g*;-D) eine andere und es ist kein Ringen mehr. Jetzt kann ich mich fragen, warum es damals nicht geklappt hat und mich dafür rügen. Aber hmmm, warum eigentlich? Vielleicht wollte ich die Klamotten damals ja doch behalten und dachte nur, dass ich doch etwas ausrangieren muss? Warum nicht auf sich selbst hören? Warum irgendwie doch mit anderen vergleichen und dann so handeln wollen?

So, jetzt auf das Thema hier bezogen: weil immer wieder die Frage aufkommt, warum trotzdem essen? Vielleicht können wir doch uns da noch mehr vertrauen, obwohl wir es uns nicht trauen?

Crleexni


bin grad etwas leergedacht ;-) @:)

gGradxfly


Am besten geht es mir im Moment, wenn es mir schlecht geht... und deswegen geht es mir gut.

Ich stelle fest, dass ich es sehr brauche, ganz nah bei mir zu sein. Das läuft bei mir offensichtlich darüber ab, dass ich Schmerz zulasse. Ich nehme an, das liegt daran, dass ich das lange nicht mehr gemacht habe, weil ich eigentlich keine Lust habe, dass dieser Schmerz immer präsent ist.

Anscheinend muss ich mich aber erst einmal damit abfinden, dass der Schmerz bleibt und es deshalb schwachsinnig ist, ihn ignorieren zu wollen. Ich habe mich im letzten Jahr viel zu sehr vernachlässigt. Nicht, dass ich mir was Böses wollte- einfach nur, weil ich versucht habe, so zu tun, als würde ich den Schmerz nicht kennen und als gehöre er nicht zu mir.

Ich habe Angst, dass ich, wenn ich den Schmerz zu oft oder zu sehr zulasse, in so eine Opferhaltung reinrutsche. Ich möchte kein Opfer sein. Ich glaube fest daran, dass ich selbst die Verantwortung für mich und mein Leben habe und ich möchte diese auch übernehmen, statt mich zu bemitleiden, wie schwer ich es hatte/ habe.

In meiner letzten Schleife war das wohl der größte Schritt, den ich gehen konnte. Mich verabschieden vom Schmerz und ein Leben führen, von dem ich früher immer geträumt hatte, mit "normalen" Klamotten in "normaler" Größe, mit einem "normalen" Freund, einer "normalen" Familie (pfüühhhh), einer "normalen" Wohnung und einem "normalen" Job sowie "normalen" Freunden.

Das hat mir auch gut getan, ich würde diese Erfahrung nicht missen wollen, aber wieder einmal habe ich dabei vergessen, dass ich eben ich bin und der Schmerz zu mir gehört.

Es geht mir besser, jetzt, da ich das verstehe. Ich möchte gern lernen, den Schmerz an meiner Seite zu akzeptieren, ohne mich von ihm leiten zu lassen. Den Mittelweg finden zwischen dem, was ich als Kind gemacht habe und dem, was ich als Gegengewicht dazu in den letzten Jahren kreiert habe. Für mich liegt irgendwo dazwischen das, was ich bin und womit ich mich gut fühle.

Ich weine immer noch sehr viel, weil ich dann am deutlichsten spüre, wie ich mir selbst nah sein kann. Das ist in Ordnung, es hatte sich einiges angestaut. Es wird auch wieder aufhören, denke ich. Ich würde gern wissen, ob ich auch anders einen Zugang zu mir selbst finden kann und ich frage mich im Moment, wie ich es schaffe, auch dauerhaft nah bei mir zu bleiben, wenn die Heulphase rum ist und ich leergeweint bin.

Das Weinen nimmt mir den Hunger. Es ist unglaublich und ich kann es wirklich nicht fassen, aber wenn ich weine, habe ich keinen Hunger.

Ich ignoriere die Waage, weil das tägliche Wiegen mich in letzter Zeit immer frustriert hat, aber ich spüre stattdessen, dass es meinem Körper gefällt, wenn ich ihn nicht so "schinde"- mit dem vielen, anstrengenden Essen... Ich fühle mich besser und leichter, proportionierter und ich sehe es natürlich auch im Gesicht. Da ich mich nicht wiege, kann ich nicht sagen, was das in Kilos bedeutet, ich denke mal zwischen -0,5- -1 Kilo.

Es ist mir gerade nicht wichtig, was es in Zahlen bedeutet. Aber im Bett zu liegen und sich nicht total überfressen zu fühlen, ist ein sooooo gutes Gefühl, dass ich in den letzten Nächten meine Zimmerdecke angegrinst habe. Seit Anfang der Woche merke ich auch, dass ich viel mehr Energie habe. Es fällt mir nicht mehr so schwer, mich zu bewegen, ich fühle mich leichter. Das ist lustig, weil ich mich ca. 10 Kilo leichter fühle, die ich ja nicht leichter bin.

Ich versuche gerade, mir auch zuhause wieder Raum für mich zu schaffen und mich abzugrenzen. Mir fehlt es so sehr, allein in meinem alten WG-Zimmer zu sitzen und Musik zu hören und dabei mitzusingen. Mir fehlt es auch so sehr, allein und für mich zu sein, weil ich immer Rücksicht auf andere nehmen will, weil ich kleiner werde, wenn ich mit anderen zusammen bin.

Ich muss das unbedingt lernen, keine Ahnung, wie, aber mir wird bestimmt etwas einfallen. Wer hätte das gedacht? Mit 17 und noch mit 22 war es mein größter Alptraum, allein zu sein. Einen ganzen Tag allein zu sein. Selbst ein paar Stunden allein zu sein war unerträglich. Ich glaube, das hat dann so mit 27 angefangen, dass ich gelernt habe, es zu genießen, wenn ich allein bin. Seit etwas über einem Jahr wohne ich wieder nicht mehr allein. Das fehlt mir total :°(

g$r{adfrlxy


@ Cleeni

Neee du, das hab ich überhaupt nicht auf mich gemünzt, sondern wollte fragen, ob dir dieser Satz auch so passt, wie ich ihn schrieb. :-)

Okay, dann ist es ja gut!

also sich selbst da mehr zu vertrauen und nicht alles abreden, was von einem kommt.

Das fällt mir in der Tat schwer. Ich habe eben irgendwas "gelernt", dass ich mich nicht auf mich verlassen kann, weil ich Dinge manchmal missinterpretiere, weil ich Sachen anders verstehe als andere und irgendwie quer denke.

Ich kann das gar nicht so direkt beschreiben, aber es sind bestimmt viele Teile, die dazu führen und ich kann nicht direkt sagen, dass, weil ich x, v, gemacht habe, a, d dabei entstanden ist.

Musst du ja auch nicht. Ich denke, das meiste läuft in dieser Hinsicht ungewusst ab. Für die eigene Intuition ist das sicher besser. Ich bin tatsächlich immer sehr verkopft, wenn ich an so etwas rangehe.

Ich finde es übrigens voll schön, wie du siehst, wie du dich weiterentwickelt hast und über dich selbst staunst :)^

Dein Klamottenbeispiel ist gut und off topic kenne ich das natürlich auch, und zwar genau so, wie du es beschrieben hast ;-D

On topic weiß ich auch, wie und was du meinst. Es ist das gleiche, wenn ich sage, dass ich in meiner letzten Schleife an einen bestimmten Punkt gekommen bin, aber nicht weiter. Ich bin noch ein bisschen zwiegespalten, ob es gut ist, dass ich versuche, mich weiter zu "fordern" und gerade im Moment das vorantreibe, mich weiter zu entwickeln, aber ich finde, solange es nicht überfordernd ist, kann man sich ruhig auch ein bisschen anstrengen. Man macht das ja für sich selbst. Nur zwingen wäre eben blöd- klar- manche Klamotten fristen dann eben wieder ihr Dasein in der letzten Ecke des dunklen Schranks, weil klar ist, dass ich keine Lust mehr habe, sie anzuziehen, aber herausgeholt werden sie, wenn es dafür Zeit ist und nicht vorher.

So, jetzt auf das Thema hier bezogen: weil immer wieder die Frage aufkommt, warum trotzdem essen? Vielleicht können wir doch uns da noch mehr vertrauen, obwohl wir es uns nicht trauen?

Ja, es ist eine "sichere" Sache zu essen. Es ist effektiv (für den Moment), es hat uns früher mal gerettet, usw. Deswegen kommt man immer wieder auf die Idee. Und das wird man solange, bis man es nicht mehr braucht, oder meinetwegen nicht mehr immer braucht. Ich glaube z.B., dass ich immer anfällig bleiben werde für Stressessen und ich bin weit entfernt zu sagen, ich habe es überstanden, aber es geht ja auch eigentlich mehr darum, es zu verstehen (denn das ist nicht dasselbe wie überstehen- aber auch schön ;-)) Wie siehst du das für dich?

Ich glaube, ich bin soweit, dass ich gern ein bisschen was lernen möchte, was ich dem entgegen setzen kann und offensichtlich passt mein Gefühl, denn ich schaffe es ja, mit dem Schmerz umzugehen, ihn rauszulassen und zu ertragen und das ist für mich besser als zu essen. Ich erlaube mir trotzdem gerade dauerhaft, das zu essen, worauf ich Lust habe. Nur eben nicht sofort, sondern erst, wenn ich mir beantwortet habe, warum ich essen will.

Stressessen, das eigentlich emotionaler Hunger ist, macht einfach überhaupt nicht satt :|N Es macht nur unglücklich und ich mag Essen doch gern, ich koche gern, ich genieße Essen, ich gehe gern essen, usw. Ich möchte wieder dahin und nicht mit vollem Bauch auf dem Sofa liegen und mich trotzdem hungrig fühlen.

Liebe Grüße *:) @:) *:)

CQleeexni


Ich habe eben irgendwas "gelernt", dass ich mich nicht auf mich verlassen kann, weil ich Dinge manchmal missinterpretiere, weil ich Sachen anders verstehe als andere und irgendwie quer denke.

;-), das ist mir auch nicht unbekannt. Aber bloß, weil man sich selbst dann an der breiten Masse misst und in den eigenen Augen schlecht abschließt, heißt es ja nicht, dass man selbst dann zwangsläufig falsch liegt. Da zu differenzieren fällt mir auch noch schwer. (Also es ist ja schon möglich, dass man selbst doch falsch liegt). Hmmm, vielleicht siehst du es selbst gar nicht so extrem wie ich. Bei mir ist es so, dass ich echt lange nur in Extremen dachte. Also dass entweder alles falsch ist, oder auch andersrum, dass nur ich richtig liegen kann *g*. Das relativiert sich und auch das Fühlen, dass ich mich gar nicht messen muss oder vergleichen muss, also als Grundangst keine Angst haben muss, immer falsch zu liegen, nimmt einen Druck. Es macht es zwar nicht unbedingt einfacherer, weil dadurch dann wieder andere Herausforderungen entstehen, aber so etwas ganz fundamentales ist da, was ich nicht mehr in Frage stelle.

Manchmal überlege ich, wenn ich hier so schreibe, dass es auf andere bestimmt alles so banal oder selbstverständlich wirkt und gehe davon aus, dass alle anderen dies für gar nicht ungewöhnlich halten und danach leben, was für mich selbst so nicht selbst verständlich ist. Das war zu meiner Forumsanfangszeit auch ein Grund, weshalb ich gar nichts schrieb, weil ich ja dachte, dass es nicht denkenswert ist. Aber ne, auch wenn andere damit kein Problem haben, heißt es ja nicht, dass man selbst damit kein Problem haben kann.

Ich lege da bei mir selbst einen anderen Maßstab an, wenn andere mit einem Problem zu mir kommen, oder mal hilflos sind, bin ich eher immer erstaunt, was die sich trauen: also mal emotional zu sein, für sich einzugestehen ein Problem zu haben. Bei mir selbst sehe ich es, oder besser gesagt, sah ich es immer anders, weil ich mit Dingen Probleme habe, womit andere kein Problem haben und dann eher mit Nichtsituationsantworten kommen. Also klar, jeder reagiert anders, aber ich hatte immer das Gefühl, dass meine Probleme keine Probleme sein dürfen, weil ja alle anderen immer darauf eine Lösung haben, die für mich aber oft keine Lösung ist, weil schon selbst oft ausprobiert oder eben für andere unvorstellbar, überhaupt damit ein Problem haben zu können.

Dies merke ich momentan immer öfter. Also besser gesagt, reagiere ich momentan immer mehr nicht mehr so, dass ich es einfach abnicke, sondern bleibe schon dabei, dass es eben grad mein Problem ist. Ich will mich nicht daran festbeißen, doch ich will auch nicht den fünften vor dem ersten Schritt machen, oder gar einen Schritt, der gar nicht meinen Schritten entspricht.

Ich habe mir sehr lange nicht selbst ge-traut. Ich weiß auch nicht, ob es einfacher ist, sich zu trauen, wenn man dadurch dann vielleicht auf Wegen ist, die von nicht so vielen beschritten werden, oder sehr viele eben ganz andere Erfahrungen machen. Ich merke für mich nur, dass ich selbst, wenn ich es so probierte wie die anderen zu machen, oft unglücklich und verzweifelt war, weil es sich nicht so anfühlte, als ob ich bin, doch ich konnte auch nicht sagen, wer oder was ich bin.

Momentan verändert sich sehr viel. Jetzt geht es nicht nur den Klamotten an den Kragen, sondern auch vielen Gegenständen hier, die meine Bude verzieren. Ich habe mir während des Studiums sehr viele Dinge gekauft, von denen ich dachte, sie mal irgendwann gebrauchen zu können und sicher ist es bestimmt auch so, doch es ist sooooooooooooo viel, dass ich selbst gar nicht mehr weiß, was ich habe und vor allem Dinge, mit denen ich momentan nichts anfangen kann und deshalb gar keinen Platz habe (innerlich wie äußerlich), für Dinge, die mir jetzt helfen könnten. Es ist voll. Wenn ich das jetzt so betrachte, habe ich echt Angst feststellen zu müssen, dass meine Bude vielleicht leeeeer wäre, ich nichts hätte. Klingt bestimmt so theatralisch grad, doch ich habe so gar nicht den richtigen Platz hier, davon mal abgesehen und wenn ich tiefer fühle, kann ich auch jetzt nicht sagen, wie es denn anders aussehen könnte. Doch, dass etwas weg muss, das merke ich jetzt.

Ich denke, dass meine Wohnungsadipositas auch etwas mit der gesamten Situation zu tun hat und um mal nach 4343 Zeichen mal endlich zum Thema zu kommen ]:D : Das Gewicht scheint kein anderer Parameter zu sein, ich brauche es, so lange ich es brauche und ich hatte es so lange ich es brauchte nicht mehr und nicht weniger und diese riesen Angst mit jedem Kauen die Waage nach oben schnellen zu sehen, hat garantiert viel mehr auf der Waage bewirkt, als das eigentliche Kauen.

Ich finde es übrigens voll schön, wie du siehst, wie du dich weiterentwickelt hast und über dich selbst staunst :)^

Dankeschön @:)

Ich glaube z.B., dass ich immer anfällig bleiben werde für Stressessen und ich bin weit entfernt zu sagen, ich habe es überstanden, aber es geht ja auch eigentlich mehr darum, es zu verstehen (denn das ist nicht dasselbe wie überstehen- aber auch schön ;-)) Wie siehst du das für dich?

Ich denke auch, dass dies mein Motor ist, der Zeit hatte lange zu gedeihen. Es ist ja eigentlich egal, wie sich die Sucht bei jedem gestaltet, die Ursachen unterscheiden sich ja nicht. Ich merke aber, dass es jetzt so ist, dass ich es bin, die darüber urteilt und entscheidet, was ich mache und ich will nicht mehr, dass mich die Urteile anderer so sehr beeinflussen, dass ich etwas gegen mich mache und wenn ich es doch machen sollte, dann hat es auch einen Grund, aber ich will anderen nicht mehr so viel Macht über mich geben. Ich merke, dass wenn ich mir selbst nicht so traue, ich dann doch schnell bei anderen gucke und vergleiche und ich denke aber auch, dass es auch gar nicht schlimm ist, aber ich habe es für mich eben sehr oft verurteilt, so nach dem Motto: sogar dafür zu blöd.

Das schwierige für mich ist, da trotzdem zu gucken, dass mal selbst doch mal schwach sein darf und auch mal gucken darf, wie es andere machen.

Momentan ist es so, dass hier so viele Baustellen offen sind, dass ich doch aufs Essen zurückgreife, aber nicht mit den Verurteilungen. Ich sehe aber, was grad los ist und dass ich so schnell keine anderen Möglichkeiten habe, jedenfalls so viele. Ich packe es schon an, doch dieses Anpacken kostet Energie, sodass ich schon sehe: ok Cleeni, du kannst jetzt auch mal etwas nicht wissen. Und wenn ich jetzt wieder etwas zunehmen sollte. Ich weiß, dass wenn ich wieder etwas mehr Energie habe, auch wieder öfter zum Sport gehe und dass dies mir gut tut.

Ich möchte wieder dahin und nicht mit vollem Bauch auf dem Sofa liegen und mich trotzdem hungrig fühlen.

:-)

Wer hätte das gedacht? Mit 17 und noch mit 22 war es mein größter Alptraum, allein zu sein. Einen ganzen Tag allein zu sein. Selbst ein paar Stunden allein zu sein war unerträglich.

Ich denke, weil es irgendwie damit verbunden wird, dass alleine sein etwas mit leer sein zu tun hat. Das sehe ich nicht mehr so, ja es war mal so und ich kam aus dem Grübeln nicht mehr raus, aber nein, wie du schriebst: ich kann das auch genießen.

Hast du denn die Möglichkeit, dir diese Nieschen wieder zu geben?

Liebe Grüße @:)

gPradflxy


Heute ist wieder ein weniger guter Tag.

Es ist Montag, ich bin arbeitsunmotivert und vorhin habe ich es nicht geschafft, erst einmal inne zu halten, bevor ich Schokolade esse, obwohl ich nicht wirklich Lust auf Schokolade oder Hunger hatte, sondern einfach mal wieder genervt war.

Ich versuche, mir ein Beispiel an Cleeni zu nehmen und mich nicht über mich selbst zu ärgern.

Es zeigt mir aber trotzdem, dass ich den Zugang zu mir wirklich "pflegen" muss- irgendwie beginnt er schon wieder zu verschwinden, wenn mal ein paar Tage Normalität herrscht :(v

Hat jemand eine Idee, wie man "bei sich selbst" bleiben kann ???

@ Cleeni

Ich antworte noch auf deinen Beitrag, muss jetzt erstmal weiter. Wünsche dir einen guten, sonnigen Start in die Woche- hach, ich liebe es, wenn die Sonne scheint ;-D

Liebe Grüße :)*

Cclee)nxi


Ich versuche, mir ein Beispiel an Cleeni zu nehmen und mich nicht über mich selbst zu ärgern

Du, das geht/ging bei mir überhaupt nicht von hier auf jetzt. Und dieses "nicht ärgern" sieht auch nicht so aus, dass ich, wenn ich dieses extreme Gefühl in mir drin habe, mich zu ärgern, dass ich mir dann dies verbiete. Ich lass es eher zu und so nach und nach, war/ist es dann so, dass dieses Abneigungs-Ärgergefühl nicht mehr so extrem ist. Ich kann auch nicht genau sagen, wann sich das geändert hat, das war und ist eher fließend.

Ich habe auch noch heute diese Momente, aber sie ziehen nicht immer diesen Rattenschwanz nach sich (also dann noch mehr Frustfressen). Und genau dies ist mir wichtig. Es ist echt unterschiedlich: mal ärgere ich mich und merke aber, dass ich mich dann nicht ganz so ernst nehmen muss, also klar, ich weiß, warum das Gefühl kommt und dann kommt es und dann geht es aber auch wieder. Ich stell mir aber beim Ärgern mich mehr diese vielen Verbote auf oder geh mit mir nicht so "liebensgewürzig" um, und wenn ich doch mal wieder die schönsten Liebesbekundungen für mich habe, dann ziehen sie nicht mehr so tief ein UND ich vergesse nicht, was da sonst noch so drin ist in mir (also an positiven Dingen). Das ist der Unterschied.

Außerdem scheint es momentan auch so zu sein (weil ich ja schrieb, dass ich grad wieder solche Heißhungerattacken habe), dass es vielleicht doch etwas organisches ist, aber das wird erst abgeklärt und falls es so sein sollte, hätte ich ja noch weniger Grund gehabt mich über mich zu ärgern, weil der Körper eben einen Grund hatte, dies zu verlangen und es rein gar nichts mit Stress-Essen zu tun hätte. Das finde ich grad echt bemerkenswert. Heißt aber nicht (weil ich es grad innerlich etwas rieche ;-)), dass ich mich jetzt dann immer darauf berufen will. *g* Wir sind ja echte Meister im Verdrehen usw ;-).

Und falls es so sein sollte, merke ich eben, dass es echt wichtig ist, das zu unterscheiden, oder zu berücksichtigen, dass es nicht immer so sein muss, wie es scheint. Wer weiß, wie oft ich mich schon fertig gemacht habe, obwohl der Körper dies aus einem ganz bestimmten Grund verlangt hat. (Ich schreib das jetzt nur, weil es eben so facettenreich alles ist).

Was bedeutet für dich "bei sich selbst bleiben". Für mich heißt das auch, anzunehmen, wenn es mal nicht so ist und sich nicht dafür zu verteufeln.

*:)

Klleio


gradfly

Ja, das stimmt. Eigentlich handele ich ja auch danach, d.h. ich arbeite eben einfach und versuche, immer weiter zu kommen. Zu dem Zeitpunkt war da dann nur noch ein dumpfes Gefühl übrig geblieben, dass etwas nicht passt und mit der Arbeit zusammenhängt, denn ich erzähle mir selbst ja aus Motivationsgründen immer das Gegenteil, dass ich meine Arbeit mag und sie mich erfüllt, dass es mich interessiert und Spaß macht. Insofern war die Feststellung, dass ich meine Arbeit eigentlich zum K*** finde und deshalb frustriert bin, erstmal gut. Dein Satz ist als nächster Schritt umso besser, denn ja, ich habe das entschieden

Weißt Du, es geht im Leben oft gar nicht darum, ob es Spaß macht oder nicht. Klar wäre es toll, wenn sich nur diese Fragen stellen würden, so ist es nicht. Oft sind einfach Vernunftentscheidungen nötig, weil man ja überleben will, weil man sich davon etwas verspricht. Das hat aber dann oft zur Folge, dass es keinen Spaß macht. Hinzu kommt dann oft dieses "ich muss" und damit hat man sich so viele Steine um den Hals gelegt, dass es ungeheuer schwer ist durch so eine Zeit zu kommen. Dabei ist man es selbst, die die falsche Frage stellt. Zumindest war das so meine Erkenntnis. Ich muss, ich muss das, ich muss das, etc. Das ist so, als würde einer hinter mir stehen und die Peitsche schwingen. Beschwingt an die Arbeit gehen, ist da nicht mehr. Ich finde auch hier eine Verbindung zwischen Vernunft und Gefühl wichtig. Dem Kind in mir und der Vernunft, etc. und zwar möglichst so, dass ich zumindest offen auf so eine Situation zugehen kann und mir dann Detail-Spaßfaktoren suche. Ein banales Beispiel, wie das Putzen. Na, wenn jemand keinen Putzgen hat, dann ich. Aber, muss sein. Ganz schlecht – muss sein, dann ist das wie Zwangsarbeit. Ich, mein eigener Wärter. Gefällt mir das Ergebnis, also wenn es sauber ist? Nona. Also, ist das schon mal etwas, womit ich mich aufbauen kann. Ich tue es, weil ich dann Freude haben werde. Gut, also das Putzen kann ich nicht ändern, aber ich kann da schon noch ein paar andere Dinge beeinflussen, wie Musik im Hintergrund, dann geht es schon mal leichter. Was ich aber auch für mich festgestellt habe ist, dass mir oft nicht unbedingt Spaß oder leicht wichtig oder am wichtigsten ist. Von mir aus kann mein Leben superschwer (natürlich rein subjektiv aus meiner Sicht) sein, wenn es schön ist und dann muss ich mir auch diese Frage stellen und nicht, ob es gerade Spaß macht oder leicht ist.

Wahr ist, was wahr ist. Genau. Das weiß ich auch heute noch nicht und es ist wohl von allen Herausforderungen die größte, denn da hinzuschauen, wird immer wieder von mir selbst, bzw. dem, was ich vordergründig als Gedanken- und Verhaltenskonstrukt aufgebaut habe zu meiner Personen torpediert. Ich weiß noch nicht, wie ich diese wenig hilfreichen Gedanken, die ja in mir drin sind und sich nicht immer als anerzogen, fremdbestimmt oder falsch gelernt enttarnen. Es ist ein bisschen, als müsste ich auf der Suche nach mir durch einen Urwald laufen, in dem ich ständig Versionen von mir begegne, die ich nicht bin, die sich aber als "ich" ausgeben. Metaphorisch gesprochen, ich meine damit nicht, dass ich mehrere Personen bin.

Mir hat z. b. bei meiner Selbstakzeptanz mein Umgang mit anderen geholfen. Ich hätte und würde andere niemals derart kritisch betrachten, wie mich, besonders wenn ich jemanden auch noch gerne habe. Da ist – was hat mir letzten jemand gesagt: Kleios Sicht meiner "Probleme" ist "vergebend” (im Sinne einer Erklärung, warum es nur so sein konnte) und verständnisvoll. Das hilft mir schon, mich an der Nase zu nehmen und mich selbst so zu behandeln und möglichst liebevoller mit mir umzugehen.

Kann man das lernen, sich selbst wieder zu trauen? Im Grunde kommt es ja daher, dass ich mal die Erfahrung gemacht habe, dass ich etwas falsch verstanden habe, man mir also zu recht nicht trauen kann.

Trauen – Bertrauen – Selbstvertrauen. Ja, das kann man lernen.

Was ist eigentlich so schlimm daran, Dich mit Dir zu beschäftigen?

Ja, genau das. Ich mache Fehler, wenn ich mich mit mir beschäftige.

Wie meinst Du das? Aus meiner Sicht gibt es da gar keine "Fehler"-quelle. Es geht ja nur darum herauszufinden, wie man ist, welche Gefühle man hat, welche Fähigkeiten, welche Wünsche, etc. Es geht nicht um Kritik oder Bewertung.

Bist Du auch nur dann liebenswert, wenn Du einen Partner hast, einen Job und xy kg hast?

Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Glück und Erfolg? Partner, Job, usw. wären Erfolg. Mich selbst annehmen, mich wiederfinden, usw. Glück. Hmm, das ist vielleicht sehr platt geschrieben und soll nicht dichotom klingen. Aber ich sehe es genau andersrum als du, oder? Seltsam. Auch darüber habe ich nie vorher nachgedacht. Vermutlich, weil in meinem Kopf Erfolg eine Bedingung von Glück ist.

Meine Frage, ob Du nur dann liebenswert für dich bist, wenn Du einen Partner, einen Job, bestimmte kg hast kommt die Antwort über Glück und Erfolg. Wie kommt das?

Die Lösung wäre also eine neue Art des Antriebs zu finden, der ohne Druck funktioniert. Das ist einleuchtend und immer noch unvorstellbar. DAS habe ich als Kind gelernt, das habe ich als Erwachsene so weitergemacht, obwohl ich als Kind immer versucht habe, mich dagegen zu wehren. Und trotzdem weiß ich nichts "Besseres", um mich zu aktivieren, als mir Druck zu machen.

Was könnten das für Motivatoren sein? Was würde Dich motivieren können außer Druck?

Kule[io


gradfly

Bei mir schon. Ich bin so normal im Andersein Ich definiere mich sehr über Leistung, weil ich mal gelernt habe, dass ich nur dann etwas wert bin. Da ich mich als Person gar nicht wirklich kenne oder mag, ist es auch schwierig, damit aufzuhören.

Jaja, das ist schon klar :-) , dass Du Dich über Leistung definierst. Wie schon erwähnt, dann ist jemand also nichts wert, der nicht leistet, nicht genug leistet, was?

Es gibt ja die Möglichkeit mich als Mensch zu bewerten und meine Leistung. Daswegen ändert sich mein Wert nicht. Also etwas differenzieren. Natürlich ist das ein Lernprozess, denn es ist oft so, dass Umgebung und auch generell viele Menschen andere gleich als Person abwerten, wenn eine Sache abgewertet wird.

Der Zensor ist immer noch seeeehr groß und macht immer noch so viel Angst. Vor Strafe. Vor Demütigung. Vor Herabwürdigung und Abschätzigkeit.

Hast Du Dich mal versucht mit Deinem Zensor außeinander zu setzen, ihm zu widersprechen oder auch mal zu hinterfragen?

Wenn ich darüber nachdenke, wo in meinem Körper ich gerade etwas spüre, dann würde ich sagen, irgendwo zwischen dem Kloß im Hals und dem flauen Gefühl, das direkt neben den Schmetterlingen im Magen sitzt. Anscheinend bringt mich das Schreiben dazu, dass da ein Schmerz aktiviert wird, den ich kaum wahrnehmen kann.

Schreiben kann schon zu einer tiefen Auseinandersetzung mit sich selbst führen.

Also die gedankliche Badewanne im Büro hat was

Auf jeden Fall ;-D – hast Du denn so viel Phantasie? Ich meine sich gedanklich in so eine Situation zu begeben und runterzukommen, wäre ja auch eine Lösung.

Nein, ernsthaft. Ich weiß es nicht. Das ist ja des Pudels fette Beute- bislang habe ich immer gegessen und das fällt mir auch immer wieder zuerst ein. Aus der Situation rausgehen? Auch physisch, d.h. aus dem Büro gehen und 5 Minuten um den Block laufen? Dabei in mich reinhören und überlegen, was der Akutfall ist und ob er ein Ernstfall ist? Verstehen, was in meinem Kopf abläuft, damit ich sehe, welche Glaubenssätze gerade wieder quer schlagen? Hmm. Sowas?

Also ich tue das durchaus, wenn ich schon vor dem explodieren will und nicht verhindert habe, dass es soweit kommt. Dann gehe ich raus.

Yoga würde ich gern mal ausprobieren. Aber ich trau mich nicht. Ich kann mich nicht aufraffen, mir eine Gruppe zu suchen und ich habe immer Angst hinzugehen. Ich hasse Fitnessstudios.

Yoga gibt es ja auch auf Hochschulen oder wird auch von anderen Lehrer angeboten. Ich war im Leben noch in keine Fitnessstudio und habe es auch nicht vor. Trotzdem habe ich z. B. einen Thai-Chi Kurs gemacht.

Chi Gong wäre auch empfehlenswert, weil Du gewisse Übungen auch überall machen kannst, wenn Du vor dem Kopiere stehst, in irgend einer Schlange wartest, etc.

Schwupps, und schon geht es daneben und sofort, wenn ich denken will, es sei nicht so schlimm, wenn ich es nicht schaffe und beende, dann ginge das Leben trotzdem weiter, kommen Gedanken daran, dass das ein Versagen wäre, dass ich dann viel Zeit in meinem Leben verschwendet hätte und ich sehe viele böse blickende Gesichter von Menschen, die ich enttäuscht habe

Da würde ich noch eine Stimme nachsetzen und diesen Sensor zum Schweigen bringen. Es ist ja nicht so, dass es zielbringend wäre Versagen, wobei mir das Wort so gar nicht gefällt, aber ich bleibe mal dabei, zu irgnorieren. Es gibt nun einmal Dinge, die ich kann und die ich nicht kann. Es gibt Dinge, die ich erreiche und nicht erreiche. Die Frage am Ende ist dann, wie bewerte ich mich, wenn ich etwas nicht schaffe. Tröste ich mich oder zücke ich die Peitsche.

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