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Probleme anderer Leute von sich selbst abgrenzen

Tiig?eqrlilliel)ife hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich habe ein Problem. Ich habe eigentlich mehrere, aber ich will jetzt mal hier anfangen, da es akut ist im Moment. Mein Problem mindert meine Lebensqualität teilweise erheblich, und ich hab da keine Lust mehr drauf. ._.

Also, ich beginne mal von vorne. Ich bin ein recht mitfühlender und sensibler Mensch. Ich habe viele Freunde, die ich aus dem Internet kenne. Nicht nur oberflächliche Bekanntschaften, sondern Leute, die ich seit mehr als sieben Jahre kenne zum Teil und auch schon oft direkt getroffen habe. Der einzige Grund warum ich diese Leute nicht öfter sehe ist der, dass ich aus Österreich komme und die meisten Leute aus Deutschland. All das ändert nichts daran dass ich diese Leute gut kenne und jeden Tag über das Internet Kontakt mit ihnen halte. Mein Freundeskreis ist nunmal größtenteils nicht aus Österreich. Jetzt ist die Sache die, dass ich ein sehr besorgter Mensch bin, wenn es um Leute geht, an denen mir was liegt. Meine Freunde wissen dass sie immer mit mir Kontakt aufnehmen können wenn sie ein Problem haben, und wenn sie mich in der Nacht rausklingeln aus dem Bett bei dringenden Sachen. (Ist noch nie passiert.)

Allerdings merke ich, dass mich die Probleme meiner Freunde wohl genauso belasten wie sie. Einfach weil ich Angst um sie habe und besorgt bin. Hierzu kann ich sagen, dass ich nunmal leider ein Talent dafür hab, dass all diese liebenswerten Menschen, bzw ein großer Teil von ihnen, irgendwie vom Leben gezeichnet sind, schlimme Dinge durchgemacht haben. Ich hab viele Situationen erlebt, in denen ich einfach nur Angst hatte, dass sich meine Freunde umbringen würden, und die meisten waren wohl auch wirklich schonmal selbstmordgefährdet. Ich selbst war das nie, hatte eigentlich nie Probleme, die mich an so etwas auch nur entfernt hätten denken lassen, da ich das Leben als etwas Wertvolles betrachte. Auch hab ich mich nie geritzt oder so. Die meisten der Leute zu denen ich heute Kontakt habe aus diesen Internetkreisen sind stabil – denke ich. Ich wollte hier jetzt verdeutlichen, dass ich sehr sehr oft in Situationen war, in denen ich mir um meine Freunde große Sorgen machen musste. Sei es dass mir jemand in einem Anfall von Verzweiflung urplötzlich Bilder von sich zeigte in denen er sich die Arme aufschnitt, die Kollegen vor einigen Jahren im Berufsschulinternat die ich gut leiden konnte und die sich nicht nur ritzten (einmal sogar so tief, dass ihm schwindelig wurde), sondern auch Selbstmordandeutungen usw machten. Ich könnte jetzt zig Beispiele aufzählen, was es da so gab. Aber das ist nicht der Sinn der Sache, ich will nur verdeutlichen dass ich da einiges miterlebt hab. Und ich bin jemand der immer da sein will für seine Freunde. Bzw generell helfen möchte. Würde nun ein wildfremder Mensch an einer Klippe stehen und springen wollen, würd ich es genauso wenig über's Herz bringen, ihm nicht gut zuzureden und davon abhalten zu wollen. Auch wenn ich ihn nicht kennen würde. Meine Mutter meinte mal "Du zerfleischst dich für deine Freunde." Und das stimmt gewissermaßen auch. Ich merke nur, dass es für mich selbst eine Minderung der Lebensqualität ist, wenn ich bei jedem Pups in Sorge bin, dass es jemandem schlecht geht. Und ich merke dass es zentral die Sorge ist, dass sich jemand was tun könnte, auch wenn ich wie gesagt der Meinung bin, dass meine Liebsten eigentlich alle stabil sind in der jetzigen Lebensphase (Kenne die ja schon seit bald 8 Jahren.)

Kurzum ein Beispiel: Guter Freund, gute Freundin. Beide zusammen. Und wenn ich mal mitkriegen dass die sich zoffen, bin ICH es, der unter Strom steht. Das bringt doch niemandem was. Ich will ja für meine Freunde da sein wenn es ihnen scheiße geht. Aber ich will mich endlich abschotten können. Wenn ich so fertig bin bringt das weder denen was, noch mir. Ich will helfen können, ohne dass es mich selbst belastet. Es ist immerhin immer noch das Problem der anderen Leute, nicht meines. Rational weiß ich das. Aber wie kann ich es schaffen, dass ich das auch übernehme?

Grund, konkret, ist jetzt der, dass eine Freundin, von der ich ebenso weiß dass sie viel, viel Scheiße mitgemacht hat, urplötzlich eine Nachricht hinterlassen hat, dass sie das nächste Monat nicht da sein wird, wegen "unschöner, unvorhergesehener Ereignisse, die radikale Maßnahmen erfordern." Ich hab sie kurz per SMS kontaktiert, dass sie mich jederzeit anrufen soll wenn sie etwas braucht. Aber ich hab kein Bock, jetzt wieder tagelang bzw ein ganzes Monat lang in Sorge zu leben. Ich will endlich wieder ein Lebensgefühl ohne Sorge um meine Liebsten. Immerhin ist es ja eigentlich nicht mal mein Problem und man hat mich ja noch nichtmal um Hilfe gebeten. Trotzdem bin ich es, dem sich der Magen umdreht vor Sorge, und das geht so einfach nicht mehr weiter. ._.

Wie kann ich mich also abschotten? Ich wäre für jeden Tipp dankbar. Sorry falls der Text oben wirr ist, das bin ich im Moment auch.

Antworten
T$igerOl+ill2ielxife


Was mir dazu nun noch einfällt: Ein sehr guter Freund aus meiner Nähe, eigentlich nahezu der einzige den ich in meiner Nähe habe, und den ich seit Kindertagen kenne, von ihm weiß ich, dass er nie an Selbstmord gedacht hat oder so was in der Richtung. Er war nie labil, hat sich nie geritzt, gar nichts in diese Richtung. Wenn er nun zB sagt, dass es ihm scheiße geht, bin ich auch da für ihn, aber ich bin weit weniger besorgt. Das Gefühl der Sorge ist dann schwächer, da ich weiß, dass er nicht Gefahr läuft, sich was zu tun oder so. Es ist einfach ein Unterschied, ob ein "Mir geht's scheiße" von jemandem kommt, der schon mal selbstmordgefährdet war oder vlt labil ist, oder ob es von jemandem kommt, der nie eine Tendenz in die Richtung hatte, wenn ihr versteht, was ich meine...

C.all o[f Dutxy


Hi

Deine Geschichte kommt mir insofern bekannt vor, als dass ich auch eine sehr sensible Person bin, die auch für jeden und allen da sein möchte, und da liegt auch der Hund begraben, also bei mir. Ich habe gemerkt, dass es mit der Zeit einfach nicht mehr funktioniert, das ganze Übel Anderer zu beseitigen, denn jeder ist für sein Leben selbst zuständig, auch wenn das in erster Linie egoistisch klingt. Ein gesundes Mass an Egoismus braucht jeder und vor allem jetzt du.

So hart es klingt, aber alle diese Personen leben ein Stück weit von deiner Energie und diese fehlt dir nun schlichtweg. Versuche mit Sport und dergleichen einen Ausgleich zu finden und versuche, mehr auf dich selbst zu achten, denn was bringt deine Hilfe, wenn du dich schlussendlich selbst in einem Loch wieder findest. So ist es nämlich mir ergangen. Zwar nicht aufgrund der Hilfsbereitschaft, aber aufgrund von psychischer Überbelastung aufgrund zwischenmenschlicher Probleme (Stiefmutter).

Vielleicht musst du deine Hilfsbereitschaft auf die wirklichen "dringenden Fälle" beschränken und jene, die sich selbst helfen können sich selbst überlassen, so weit es geht.

Was aber fest steht, du musst hier und jetzt handeln, denn du bist darauf und daran, deine Ressourcen zu verbrauchen, ein Stress kann entstehen, der in einen Dauerstress (Distress) übergehen kann und dich in eine Depression stürzen kann, denn wir sensible Personen haben auf gut deutsch "die Arschkarte" gezogen und sind anfälliger auf seelische Erkrankungen (meine Depression lässt hier freundlich grüssen).

Ich hoffe, du kannst meinen Beitrag verwenden und bin sehr gespannt auf deine Stellungnahme.

Viel Kraft und Ausdauer wünsche ich dir. :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Liebe Grüsse aus der Schweiz

T{iKge7rlillhielifxe


Ausgleich. Du meinst damit einfach etwas, das mir Freude bereitet? Das könnte ich natürlich probieren. Mit sowas hab ich zwar ziemliche Antriebs- und Motivationsprobleme, ich versuche aber, die in den Griff zu bekommen (Ist ein anderes Thema, zu dem ich, wenn ich es nicht selbst schaffe, auch einen Thread eröffnen werde). Ja, das was du über Egoismus sagst, ist das was ich rational weiß. Ich bin aber froh dass man es mir bestätigt. Die Sache ist nur die, dass dieser Zustand ja schon seit langem so ist. Dass ich viel zu besorgt bin und so weiter. Was können Anzeichen einer Depression sein? Wenn ich so drüber nachdenke... ich hab wie eben gesagt Motivations- und Antriebsprobleme, auch Haarausfall... (Bei dem ich nicht weiß ober psychisch oder physisch bedingt ist.) Könnten das schon Anzeichen von einer Depression sein? Wenn dem so ist, wäre es die Überlegung wert, dass ich mich mit nem Doktor auseinandersetze.

Ich danke dir auf jeden Fall für deine Antwort. Ich werde versuchen, das zu beherzigen. Ich schätze ich bin viel zu sehr das, was man als Gutmenschen bezeichnet. ._.

ad.fixsh


Könnten das schon Anzeichen von einer Depression sein?

Ja, könnte sein. Grübeln, Gedankenschleifen und das (emotionale, gedankliche) Kreisen um die immerselben Themen sind auch mögliche Anzeichen.

Wenn Deine eigene Grundkonstitution wieder stabiler ist, wirst Du vielleicht auch Deine Grenzen klarer spüren und ziehen können. Wie genau man das macht.. keine Ahnung. Ich bin darin auch nicht besonders gut. Ich versuche, innerlich Distanz zu den meisten anderen Menschen zu halten, dann betreffen mich ihre Themen nicht so.

Ich schätze ich bin viel zu sehr das, was man als Gutmenschen bezeichnet. ._.

Da solltest Du Dir vielleicht nochmal durchlesen, wen und was man als "Gutmensch" bezeichnet, das ist kein nett gemeinter Begriff. ;-)

T=iglerli/lliexlife


Wie peinlich. o.o Ich seh grad. Warum schaue ich auch erst, nachdem ich den Mund aufgemacht habe... xD' Danke für den Hinweis, a.fish. Ich meinte es zwar auch negativ, aber nicht in diesem Sinne... :)

Nun gut, dann werde ich ab jetzt probieren, eine (gesunde) Spur egoistischer zu handeln und vor allem das "OMG BIST DU OKAY?!" sein zu lassen. Ich denke, wenn sie wissen dass sie zu mir kommen können, sollte das schon reichen...

Ich danke euch beiden sehr für eure Antworten. *flausch* <3

aV.f|ixsh


Wie peinlich. o.o Ich seh grad. Warum schaue ich auch erst, nachdem ich den Mund aufgemacht habe... xD' Danke für den Hinweis, a.fish. Ich meinte es zwar auch negativ, aber nicht in diesem Sinne... :)

Hehe, macht ja nichts. Ich hab nur auch schon mal jemanden sehr stolz sagen hören, er wäre eben ein Gutmensch. ..was in etwa so ist, als würde man stolz sagen, man sei eben ein Idiot. ;-D

"gutmütig" war vielleicht das Wort, das Du gesucht hattest?

Ich denke, wenn sie wissen dass sie zu mir kommen können, sollte das schon reichen...

Ja und dass Du in diesem Momenten ansprechbar und bei ihnen bist. Aber nicht ununterbrochen, wenn sie Deine Unterstützung gar nicht anfragen. Das braucht es gar nicht.

ThigePrlil0lielif4e


Und genau das ist was ich ab jetzt umsetzen werde. Wird ne Umgewöhnung sein, aber definitiv besser für alle. Muss gerade an ne Freundin denken, die zu mir sagte, dass sie sich nur wünscht, dass ich mir einmal einen Tag lang nicht um andere Leute sorgen mache. Iwie versteh ich das jetzt auch. Ich hoffe dass das meine Lebensqualität verbessern wird. :) Danke nochmal.

C=all of? Dutxy


Hi nochmals

Ich war leider nicht in der Lage, mich früher zu melden.. sry

Ich habe soeben nach dem "Gutmensch" recherchiert und folgende Textstelle erscheint mir beachtenswert:

"Der Gutmensch fühlt sich aufgrund eingebildeter höherer moralischer Einsichten und Lebensweise über andere Menschen erhaben. Gutmenschen halten sich für die einzig anständigen Menschen und sind sehr leicht dabei, andere Menschen, die nicht ganz ihrem moralischen und politischen Ideal entsprechen, als unmenschlich zu diffamieren. Gutmenschen sind Moralisierer, peinlich genau in jeder Äußerung und Träger der Political correctness. Ihr Maß an moralischer Gutheit und politischer Korrektheit erwarten sie auch von anderen."

aus: [[http://www.wikimannia.org/Gutmensch]]

Also du würdest von dir behaupten, dass du alle, die nicht nach deiner Weltanschauung und Einsichten konvertieren möchtest, damit sie so denken und handeln wie du?? So habe ich die Definition für mich interpretiert.

Also ich bin der Meinung Leben und Leben lassen. Jeder sollte im Leben eigene, autonome Entscheidungen treffen und da werde ich auch nicht reinpfuschen.

Dass du hilfsbereit bist könnte ja daran liegen, dass es jemand anderem schlechter geht als dir und du dich aufgrund deiner Sensibilität es nicht haben kannst, dass es anderen schlecht geht und dich gewissermassen verpflichtet fühlst, ihnen zu helfen. So bin ich teilweise, denn ich kann es nicht mit ansehen, wenn jemand trübsal bläst.

Des Weiteren mit Ausgleich meine ich auch Dinge, die dir Freude bereiten und generell Aktivitäten, welche den Stress abbauen wie Sport.

Zu den Symptomen einer Depression gehörten bei mir:

-Innere Leere

-Freudlosigkeit, genereller Verlust an Interessen (nichts bereitete mir Freude mehr)

-Schlafprobleme (vor allem früh am Morgen aufwachen)

-Grübeleien, Teufelskreislauf an negativen Gedanken

-Angstzustände, zunehmende Isolation und sozialer Rückzug

-Appetitlosigkeit, Energiemangel und Müdigkeit den ganzen Tag

-Antriebslosigkeit

-Verlangsamung der kognitiven Fähigkeiten (rationale Denkvermögen lässt nach)

Ich hoffe, das genügt dir, um ein Bild davon zu machen.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag und wäre froh, wieder von dir zu hören.

Ganz Liebe Grüsse

T|igerlUil+lielifxe


Ja, ne, diese Definition trifft überhaupt nicht zu auf mich. Vergesst das. Ich dachte, die Definition von Gutmensch wäre eine andere. Ich bin demnach keiner. Ich hab Sch**** geschrieben. Ich fühl mich nicht über andere Leute erhaben, ich halte nicht viel von politischer Korrektheit und ich bin auch kein Moralapostel. Vergesst das bitte. xD Ich hatte als Gutmenschen die Leute im Kopf, die ständig helfen wollen und es nicht sehen können wenn es anderen schlecht geht. Also hab ich geschrieben, dass ich wohl einer wäre, was aber Blödsinn war. Denn Gutmenschen werden offenbar anders definiert als ich dachte. Ich hatte einfach eine falsche Definition im Kopf. Das kommt davon wenn man den Mund aufmacht ohne sich zu informieren. ^^

Zu der Liste: Ein paar der Dinge treffen zu. (Schlafprobleme, sind bei mir eher Traumprobleme, Müdigkeit, Grübeleien), aber ich weiß nicht, ob das nicht zB an falscher Ernährung liegt bzw meinem wegen der Arbeitslosigkeit nicht vorhandenen Tagesrhytmus, der schwankt ziemlich. Antriebslosigkeit... JA. Gegen die kämpfe ich seit langem an. Angstzustände... auch, aber die liegen eher an einer ungesunden Vorliebe zum Genre Horror in allen Belangen.

Mal sehen. Ich werde mich wieder melden, wenn ich mehr weiß oder sich was ändert. Vielen Dank euch allen für eure Antworten, mich freut das wirklich. *mal alle flausch* <3

CSalMl ofZ Dutxy


Hi Tigerlillielife :-D

Ich bin froh, von dir zu hören :)z , dachte schon, dieser Faden wäre ausgestorben.

Wie geht es dir?? Und schaust du darauf, dass du jetzt auch vermehrt auf dich selbst achtest??

Ja, Arbeitslosigkeit ist was, das einem zu schaffen machen kann. Als ich mit dem Studium abgebrochen hatte und wirklich nicht mehr weiter wusste, konnte ich temporär (bis jetzt |-o ) bei meinem Vater arbeiten. Die Perspektivlosigkeit nicht zu wissen, was ich mit der Zukunft anstellen sollte, drückte sehr. Versuch, unbedingt genug Vitalstoffe zu dir zu nehmen, das ist sehr wichtig und vor allem während man unter Stress steht. Ein Spruch: Du bist, was du isst. Das gilt auch fürs Wohlbefinden

Zu Beginn dachte ich auch an einen guten Menschen bei "Gutmensch". Weiss du, sich Irren und Fehler machen sind menschlich. Mein Vater sagt da immer: "wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht"

Nun denn, ich wünsche dir alles Gute :)* :)* :)* und lass mal wieder von dir hören :)z

Greezz

T:igehrlil%lielixfe


Seufz. Hier bin ich wieder. Und merke, dass ich es einfach nicht schaffe, mit den Gedanken wegzukommen von Freunden, wenn sie Hilfe brauchen oder es ihnen scheiße geht. Auch wenn ich in der Theorie weiß, dass das albern ist und das keinem was bringt. Ich kann das einfach nicht umsetzen. Nem Freund geht's sehr, sehr beschissen, und ich merke, dass ICH deshalb den Abend nicht genießen kann, weil ich mir die ganze Zeit nur Sorgen mache, die Gedanken nur rund um diese Person drehen. Anstatt dass ich es abgrenzen und mein eigenes Leben genießen kann. Auf diesen Abend heute hatte ich mich zB einfach gefreut, einfach nur entspannen. Und es geht nicht. Weil eine ANDERE Person Schwierigkeiten hat. Ich weiß nicht, wie ich es abgrenzen soll. Ich will mich ja auch nicht ablenken. Ich will sehr wohl dran denken KÖNNEN, aber ohne dass es mir selbst nahe geht. Ich will nicht mehr, dass meine Lebensqualität unter den Problemen meiner Freunde leidet... die wollen das genauso wenig. Ich weiß einfach nicht, wie ich es auf die Reihe kriege, das praktisch umzusetzen. Dass ich, ohne mich krampfhaft ablenken zu müssen, auch an die Dinge die passieren denken kann, ohne dass ich mit einem Klotz aus Angst und Sorge in der Brust rumlaufen muss. Es ist wirklich zum Kotzen. Ich weiß genau, wenn ich nun etwas tu, das mir Freude bereitet – zB mich hinsetzen und Videospiele spielen, einen Becher Eis essen, ein bisschen FRPG – wäre ich die ganze Zeit in Gedanken wieder bei den Sorgen der anderen Leute und könnte es nicht genießen.

Gnah. *Haare rauf* >_< Ich will nicht jammern, so ist das nicht gemeint. Ich brauch nur einfach einen Tipp, einen Trick, eine Methode, eine Übung, IRGENDWAS, das mir hilft, eine geistige Barriere zu bauen dass die Probleme anderer nicht zu meinen eigenen werden. Man sagte mir, dass es hart wäre, also dass man es lernen muss und es ein wirklich hartes Stück Arbeit ist. Aber hat jemand irgendeinen Tipp, wie ich da beginnen kann? Ich merke dass es so nicht weitergeht.

Liebste Grüße und ein Küsschen,

Tigerlillielife

Csall aof Dxuty


Hi Tigerlillielife

Ich habe deinen Beitrag gelesen und werde später einen Beitrag dazu verfassen. Hab etwas Geduld und ich wünsche dir viel Kraft soweit :)* :)*

TLigerlilWlielqi-fe


Hi, Call of Duty. :)

Mir geht's jetzt im Moment ganz gut. Ich hatte nur an diesem Abend wieder ein Tief weil es einem Freund scheiße ging. Aber generell – Lass dir Zeit, stresse dich nicht. Ich mag Stress nicht und ich stresse auch ungern andere Leute. Nimm dir alle Zeit der Welt. Tausend Dank schonmal im Vorhinein. <3

Liebe Grüße,

Tigerlillielife :)

miond+usternxe


Ich brauch nur einfach einen Tipp, einen Trick, eine Methode, eine Übung, IRGENDWAS, das mir hilft, eine geistige Barriere zu bauen dass die Probleme anderer nicht zu meinen eigenen werden. Man sagte mir, dass es hart wäre, also dass man es lernen muss und es ein wirklich hartes Stück Arbeit ist. Aber hat jemand irgendeinen Tipp, wie ich da beginnen kann?

Ja, es gibt eine Methode. Ich hatte auch dieses Problem, dass ich mir ständig vielzuviele Sorgen um andere Menschen gemacht habe. Die Methode ist ganz einfach. Den Sorgen NICHT nachgeben, nicht anrufen, keine SMS schreiben, keine Hilfe anbieten. Die Umsetzung ist sauschwer. Ich musste meine Sorgen ertragen. Ich "durfte" nicht mehr helfen und musste mich dem gefühlten Vorwurf aussetzen "Was bist Du für ein Mensch, dass Du Dich nicht um ... kümmerst? Er braucht doch Deine Hilfe". Es hat ein paar Jahre gedauert. Aber inzwischen geht es besser.

P.S. Ich mach mir keine Sorgen um Dich. ;-) Du bist ein erwachsener Mensch. Du kriegst das Kind schon geschaukelt.

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