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Hypochondrie und Angstbewältigung

caatx78 hat die Diskussion gestartet


Hallo meine Liben, sicher kennen mich schon viele auf Grund meiner vielen Beiträge....Leider habe ich hier auch schon negatives erfahren müssen. Aber ich möchte meine Angst bewältigen und endlich wieder unbeschwert leben! Und hoffe hier gleichgesinnte zu finden zum Erfahrungsaustausch! Ich bin weiblich und 34 Jahre alt, habe eine 15 jährige Tochter und arbeite in einem Wohnheim! Ich versuche mal irgendwo anzufangen... Ich hatte sowas das erste Mal mit 19 kurz nach der Geburt meiner Tochter, da dachte ich immer das ich eine Blinddarmentzündung hätte und ich es nicht mitbekomme wenn er platzt und ich das sterbe....Gut das ging dann so 4 Wochen dann war der Spuk vorbei. Dann hatte ich 2010 einen Burn out und alles war wieder da, nur schlimmer als vorher. Aber die Blinddarmangst ist nach wie vor geblieben! Dazu kommen sämliche andere Sachen! Ich hatte auch tierische Angst vor Thrombose weil ich immer Schmerzen im Bein hatte, und prompt bekam ich auch letztes Jahr eine! Und bekomme auch immer wieder Angst wenn ich Schmerzen in den Beinen habe! Auch bei Unterbauchschmerzen sterbe ich tausend Tode, obwohl ich weiß das es auch ganz viele andere Möglichkeiten gibt, das es hier und da mal weh tut....Ihr glaubt gar nicht, was ich schon für Untersuchungen über mich ergehen lassen habe....Aber das muss ein Ende haben, ich will mich nicht mehr davon bestimmen lassen! Ich war auch schon bei einem Therapeuten und irgendwie hat der mir nicht geholfen, ich weiß nicht ob ich irgendwie den Falschen hatte! Das Problem ist auch, wann weiß man das es ein akuter Schmerz ist den man Ernst nehmen sollte und wann weiß man das es die Seele ist. Das ist wie ein Teufelskreis finde ich! Ich kann auch nicht jeden Tag zum Arzt laufen, mir ist das ganze auch ziemlich peinlich....Zu dem kommt dazu, dass man irgendwann nicht mehr Ernst genommen wird und das tut ziemlich weh. Ich hoffe das mir hier jemand aus seiner Erfahrung berichten kann....Ich würde mich freuen zu wissen das man nicht alleine ist. Vielleicht hat auch jemand einen Erfolgsbericht der das alles zwar kennt, aber überwunden hat. Also ich freue mich auf zahlreiche Antworten....

Eure cat @:) :)*

Antworten
c(adt78


Seht ihr heute morgen von geschrieben und schon hab ich wieder Schmerzen im Bein! ":/

S&plitt7ersexele


Hallo Cat...

Ich kann dir leider keine patente Problemlösung an die Hand geben. Einzig das "geteiltes Leid ist halbes Leid" kann ich dir anbieten. Für mich persönlich hat das aber nichts mit Hypochondrie zu tun, sondern einzig und allein mit einer Angststörung.

Schönes Beispiel, wegen deinem Bein, das jetzt wieder schmerzt. Neulich hatten unsere Pferde Würmer. Diese Art können Menschen auch bekommen. Das sind die so genannten "Arschmaden". Das Weibchen guckt Nachts aus dem Hintern, legt Eier in die Hautfalten, zieht sich zurück und stirbt ab. Das Sekret mit den Eiern verursacht tierischen Juckreiz. Wie nicht anders zu erwarten, hat mich mein Poppes die Nacht so gejuckt und ich konnte trotz meiner "Koma Pillen" kaum schlafen. Ein "gesunder" Mensch kann das nicht nachvollziehen... Wenn jetzt in dieser Woche zwei Leute aus meiner Familie an Herzversagen sterben, dann weiß ich jetzt schon, das ich die ganze Woche darauf mit Herzschmerzen zu kämpfen haben werde.

Ich habe leider keine Lösung und ertränke das in Alkohol, oder in so viel Arbeit, das mir alles andere weh tut.

c3at7x8


Hallöchen Splitterseele....

Ja aber Alkohol ist auch nicht wirklich die Lösung oder? Obwohl ich zugegeben muss, das ich das eine Zeit lang auch gemacht habe. Aber es bringt nur noch mehr Probleme mit sich...Finde ich...Ja das kann kein Mensch nachvollziehen der sowas nicht durch gemacht hat...Oder?

S{plitterMseexle


Huhu Cat ;-)

Ich hoffe es wurde nicht so verstanden, das ich Alkohol als Lösung anbiete ;-)

Ganz im Gegenteil... Der hat meine Ängste noch verschlimmert!

Du musst dir mal die Situation vorstellen: Ich habe 8 Pferde und plötzlich habe ich Angst in den Boxen bekommen. Ich konnte da nicht mehr rein, wenn meine Pferde drin standen. Da habe ich mit Alkohol nachgeholfen. Mit drei Bockbier (6 Normale Bier) war alles gut... Aber wehe ich hatte kein Bier... Da bekam ich plötzlich auf der Weide Probleme usw.

Nein, Alkohol ist keine Lösung! Der macht die Nerven noch mehr kaputt. Leider vergesse ich das selber hin und wieder :(

Ä4ngstli4che83


Hallo *:)

also ich kann auch nur geteiltes Leid anbieten :)_ . Ich habe auch Hypochondrie wie man an meinem beiden Beiträgen bis jetzt wohl schon lesen kann. Mich überfallen Ängste vor Krankheiten und lassen mich gewisse Zeit nicht los. Bis dann eine neue Angst kommt :-( Ich denke zu viel nach, jedes geringe Risiko macht Angst ":/ Eigentlich würde ich es gerne ohne Therapie hin bekommen...

cXaxt78


Hallo Splitterseele....Nein Alkohol ist keine Lösung für Probleme,da hast Du Recht...Ich stell mir das auch schlimm vor, wenn man weiß, man muss auf die Weide und man weiß, das man dann wieder Probleme bekommt....

Hallo Ängstliche83

Ja so ist es bei mir auch, eine Angst, bis eine andere Angst das ablöst. Mit dem zuviel denken kenne ich leider irgendwoher. Ja ich habe ja ne Therapie gemacht, aber es hat sich leider nicht viel verändert. Deswegen versuche ich es auch allein zu bewältigen!

SJimDone8x63


Liebe Cat, ich habe jetzt nicht genau solche Probleme wie du, war aber oft bei Familienaufstellungen. Da sind häufig Leute, die viele körperliche Probleme ohne organischen Befund haben. Daher kann ich dir nur zu einer Familienaufstellung raten, das könnte dich wirklich weiter bringen.

Dranbleiben rät Simone

c[a/t78


Hallo Simone....

Danke für deine Antwort, bei so einer Familienaufstellung war ich schon mal, das hat mich nicht wirklich weiter gebracht! Und bei Psychotherapeuten komme ich mir immer so blöde vor, also das heiße, da wo ich bis jetzt war, die versuchen einem gleich immer irgendwelche Stimmungsaufheller oder Psychopharmaka zu verabreichen! Ich bin sonst ein fröhlicher Mensch und bin total gegen diese Sachen. zumal ich selbst in einer Einrichtung arbeite, wo diese Medikamente an der Tagesordnung stehen! Daher weiß ich, dass sie nicht jedem helfen! Ich habe auch mal einem Therapeuten gefragt, wann und wie ich es unterscheiden kann, wann es akut ist oder wann seelisch! Er meinte dann ich sollte es ignorieren. Hmm keine kompetente Antwort finde ich jetzt! Weil überleg mal dann ist wirklich was, und sitz dann auf dem Stuhl und versuche es zu ignorieren! ;-D

Äpngstlixche83


gibt es hier echt nicht noch mehr Hypochonder?

BVrovmbe9erkXüchDl7ein


gibt es hier echt nicht noch mehr Hypochonder?

Gibt es ganz sicher – nur viele sind noch nicht bereit ihre hypochondrie zuzugeben. ;-)

ccat78


Das stimmt wohl! Aber bevor man Hilfe bekommt oder was gegen tun will, muss man das Kind beim Namen nennen!

NYajimx86


Hallo Ihr lieben,

also ich leide auch unter Hypochondrie. Meine Ängste wandeln und schließlich ist es zur Hypochondrie geworden.

Man hat mal ne Gute Zeit dann wieder schlechte....mal ist es stärker mal leicht.

Mein Chef hat mir direkt damals Opipramol 100 mg gegeben....da ich weiß wie das wirkt und die Symptome unterdrückt und beim einschlafen nur hilft habe ich sie nie genommen. Bei mir ist es so das ich extrem auf Körpersignale achte. So bal dich etwas habe denke ich das es ne schlimme Erkrankung ist und ich sterben muss. Ich bin selber im Gesundheitswesen tätig aber seit der Erkrankung kann ich leider nicht rational denken und die Tatsache das man sich auskennt...verschlimmert die Erkrankung bei mir. Da ich sehr gläubig bin und daher auch mein halt im Glauben suche und gefunden hab geht es mir besser.....dennoch glaube ich das ich auch zum Psychiater gehen werde um an der Ursache zu arbeiten......Medikamente allerdings will ich nicht einnehmen.

Es ist so das man oft nicht ernst genommen wird. Ich habe das Glück gehabt eine gute Ärztin gefunden zu haben und auch der Psychiater war und ist sehr nett und kompetent. Meinem Bekannten und Freunde habe ich die Erkrankung erklärt das sie nun Verständis haben und es verstehen. Das wichtigste ist das man damit offen umgeht und es den Leuten erklärt.

S/tepOh-B3ountxy


*:) Ich schließe mich mal an ;-)

Mal ganz überzogen gesagt, rede ich mir auch bei jedem Zipperlein ein, ich könnte sterben %-| - und auch ich bin genervt von mir selbst.

Ich habe einen AV-Block 2. Grades, d.h. mein Herz macht immer mal 'ne Pause. Aber angefangen hat das glaube ich alles 1995, als meine Oma starb. 1997 in meiner ersten eigenen Wohnung hatte ich nachts zum ersten mal diese Pausen - in dieser Nacht bin ich 1.000 Tode gestorben! Ich bin alle 2 Minuten ins Bad und habe mir Wasser über die Arme laufen lassen, ich war hundemüde, wollte aber das Licht nicht ausmachen - und eigentlich auch nicht schlafen, weil ich Angst hatte, am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen. Ich kannte die Pausen nicht und wusste nicht, was da gerade passiert. Den Notarzt wollte ich auch nicht rufen, weil ich Angst hatte, der könnte mich in die Klinik bringen..... So hatte ich die ganze Nacht in meiner 1 Zimmer-Bude das Licht angelassen und quälte mich, bis endlich 7h war und machte mich dann auf den Weg zum Hausarzt.... Ich denke, ich habe mich damals innerlich einfach gegen die eigene Wohnung gesträubt. Ich wollte zwar einen Wohnung - aber alleine sein fand ich doof. Ich mag es heute noch nicht gerne. Und auch heute habe ich diverse Zipperlein, die mir immer Angst machen. Kopfschmerzen könnten bei mir immer gleich ein Gehirntumor sein, denn ich habe ja eigentlich nie Kopfschmerzen - und wenn, dann muss es schon einen schlimmen Grund haben. Außerdem macht mein Herz noch immer die Pausen, und auch dann habe ich noch Angst, es könnte "vergessen" weiter zu schlagen. Meine Hände bizzeln mir öfter - dann habe ich natürlich immer gleich einen Schlaganfall. Und jeder Eisprung ist eine Blinddarmentzündung.... ich könnte noch ewig weiter aufzählen. Wegen meiner eingeschlafenen Hände und Füße hatte ich gerade wieder einen Neurologen Termin. Und ich habe ein gutes Gefühl, denn ich denke, ich habe einen "Glücksgriff" aufgetan mit diesem Herrn. Ein einfacher Test: stellt Euch hin, Füße zusammen und Augen zu. Ich habe geschwankt, als wäre ich betrunken!!!! Der Arzt lachte und sagte "Sie sollten weniger Alkohol trinken" (ich trinke NIE, weil es mir nicht schmeckt) und wir lachten zusammen. Dann sagte er "Zählen Sie mal von 100 rückwärts" - ich begann zu zählen. Er sagte "Schneller" ich zählte schneller und dann sagte er "Okay - Augen auf. Haben Sie was gemerkt?" und ich sagte "Beim Zählen habe ich nicht geschwankt" und er sagte "Richtig! Ich habe Sie abgelenkt und alles war gut. Das ist ein ganz leichter Test, der darauf hinweist, dass es Sie in einem psychischen Ungleichgewicht stehen" - Er hat auch noch andere Tests gemacht und mich zum MRT der Wirbelsäule geschickt - ich denke, die Ergebnisse sind nächste Woche da - und ich bin wirklich schon sehr gespannt darauf....

Ä6ngsotlicthe83


Also ich schwanke aber auch stark...ist das nicht bei jedem so?

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