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Leute, die ständig gereizt und empfindlich reagieren

J!anM7x4 hat die Diskussion gestartet


kennt ihr ja sicher alle..

Leute, die hochsensibel auf jede noch so banale Äusserung von einem reaigeren, die man irgendwie für die betreffende Person negativ interpretieren KÖNNTE (auch wenns völlig absurd und gar nicht so gemeint ist), die alles, was irgendwie als Kritik aufgefasst werden könnte, auch entsprechend aufnehmen, permanent rumzicken, ständig so eine leichte gereizte Aggressivität verströmen..

was ist los mit solchen Leuten? Oft ist das ja typisch für Borderliner..

steht bei sowas IMMER ein im Kern angeknackses Ego, welches wenig abkann und ständig nach Zuspruch sucht, im Hintergrund? Es kommt mir so vor.. als hätten diese leute ein schwarzes Loch in sich, welches ständig Seelenenergie verschlingt und nach Nachschub verlangt.

Also, ich meine, das solche Verhaltensmuster weit verbreitet und bekannt sind, ist ja klar. Mir gehts eher um den pathologischen Hintergrund. Inwieweit sowas "normal", "einfach nur nervig" oder pathologisch Zeichen für eine Persönlichkeitsstörung (Richtung BL/Narzissmus) ist. Ich vermute, wenn so ein Verhalten sich wie ein roter Faden durch alles durchzieht, eher letzteres, oder?

Antworten
T4inaLoan+dshut


Ich weiß nicht, ob dahinter immer eine Krankheit steht. Ich weiß nur, dass sehr viele Menschen schlichtweg unfähig sind, mit gutgemeinter Kritik vernünftig umzugehen oder sie überhaupt anzunehmen. Was eine Zusammenarbeit oder Weiterentwicklung unmöglich macht. Ich musste das auch erst lernen, weil es eben unangenehme Gefühle in einem auslöst. Aber es ist wichtig, damit man an sich arbeiten kann, damit man reflektieren kann. Eigentlich verpassen diese Menschen etwas ganz Wertvolles. :-)

an.Xfisxh


Ich vermute, wenn so ein Verhalten sich wie ein roter Faden durch alles durchzieht, eher letzteres, oder?

Nein. Es gibt einen großen Bereich von unterschiedlichstem, auch auffälligem Verhalten, der keiner pathologischen Störung zuzuordnen ist. Diesen Bereich nennt man "normal", "gesund", "alle", "jeder" oder auch mal "man". Das seltsame an psych. Erkrankungen ist, dass sie auf definierten Abweichungen einer Norm basieren, die es gar nicht gibt. Jedenfalls nicht so, wie man sich das in seinen Alltagstheorien so vorstellt. Psychische Normalität ist einfach das, was gelebt wird.

Was ist los mit solchen Leuten – sie sind kränkbar. Große Kränkbarkeit kann viele verschiedene Gründe haben. Wenn Dir Deine Erklärung hilft, go for it. Sie kann, wie alle einfachen Erklärungen, nur einen Bruchteil der Realität abbilden, aber ungeachtet dessen den Umgang mit dem ganzen Rest auch erleichtern.

Verletzlichkeit hat großen Einfluss auf die persönliche Kränkbarkeit. Auch hier kann es wieder die unterschiedlichsten Erklärungen und Hintergründe für eine gesteigerte Verletzlichkeit geben.

Viele Beispiele von ganz unterschiedlichen Menschen findest Du z.B. in dem Buch "Mich kränkt so schnell keiner" von Bärbel Wardetzki. Es ist eigentlich ein Buch für eben jene leicht kränkbaren Menschen, aber wenn Dich das Thema interessiert, wäre es sicher auch für Dich interessant zu lesen.

Joan74


Danke für die Antworten.

Fällt mir halt einfach immer mal wieder auf, und es sind eigentlich immer die unausgelichenen Menschen, die zu Minderwertigkeitskomplexen neigen, die ein derartiges Verhalten an den Tag legen.

Versuche da bei mir selber, reflektiert zu sein – wenn ich mich angegriffen/gekränkt fühle, hinterfragen, woher kommt das? Ist es wirklich so böse wie es sich grad für mich anfühlt oder ist es meine eigene Hintergrundgeschichte, die zu einer solchen (Über-)reaktion führt?

Ttin.aLa}ndNshVuxt


es ist auch sehr stark von der eigenen Tagesform abhängig, wie man mit kritischen Worten umgeht. Bin ich schlecht drauf oder gereizt, dann blocke ich erst mal ab und fühle ich zu Unrecht kritisiert, obwohl vielleicht etwas an den Worten des anderen dran ist...

ich habe mich bei einer langjährigen, engen Bekannten nur einmal dazu durchringen können, ihr etwas zu sagen, was mich sehr enttäuscht hatte und danach war sie meine ehemalige Bekannte. Sie konnte absolut nicht damit umgehen und hat kurzerhand den Kontakt beendet. Sowas gibt es auch...

a[.fi/sxh


es ist auch sehr stark von der eigenen Tagesform abhängig, wie man mit kritischen Worten umgeht.

Und auch vom Thema.

TziunaLan?dshut


stimmt, auch vom Thema. Mit dem einen kann man gut umgehen, aber wenn es ein Thema ist, das brenzlig ist oder man da eh schon empfindlich ist...

JUan74


Ich finds nur ärgerlich wenn Leute sich absolut weigern, einzusehen, das sie selber es sind, die sich ständig "daneben benehmen", aufgrund ihrer gereizten Überempfindlichkeit. Dann hat man die Situation – jemand ist ständig gereizt, man muss andauernd aufpassen was man sagt, die Person nimmt sich das recht heraus, ständig zu meckern wenn ihr was nicht passt was man gesagt hat, aber all das muss man sich brav anhören (denn für Kritik an diesem Verhalten an sich ist erst Recht keine Bereitschaft vorhanden).. was tun dann? Auf Dauer nicht tragbar in sozialen Beziehungen, oder?

Sroph%ie_l=iebxt


Hallo Jan74,

es klingt so, als hättest Du eine bestimmte Person oder Personen im Sinn....und als hättest Du Dein Urteil eh schon gefällt ;-D .

Ich denke, dass in den meisten Fällen nicht gleich irgendwelche Persönlichkeitsstörungen dahinter stecken. Das Leben geht an keinem von uns spurlos vorbei.....und so sind etwas auch prosttraumatische Belastungsstörungen und Burn Out-Geschichten oft mit erhöhter Aggressivität verbunden.

Ich kenne das auch von mir......nach einem traumatischen Todesfall in meiner Familie habe ich mich sehr verändert, spürte auch oft große Aggressionen wegen Kleinigkeiten....aber es ging natürlich nicht um diese Kleinigkeiten ging: das waren nur die Auslöser. Ich haderte dann auch immer stark mit mit selber: wenn man doch grade so brutal vor Augen gehalten bekommen hat, was wirklich (nur) zählt, warum kann man sich dann noch über Kleinkrams aufregen?? Nun ja, einfach weil die große Sache soviel Kraft zieht.....Da kann niemand was dafür und das Umfeld muss sich natürlich nicht alles gefallen lassen. Wohl dem, der dann eines hat, das Grenzen setzt aber eben auch da ist und bleibt!

Sfophiqe_lxiebt


posttraumatisch.....nicht prosttraumatisch |-o

J]anx74


Naja, nicht EINE bestimmte Person, einer einfach so diverse, die ich bisher kennengelernt hab, wo sich diese Verhalten wie ein roter Faden durchzieht..

Ab wo man von "Persönlichkeitsstörung" spricht ist ja eh Definitionssache. Ich finde die Definition, das ein "Störung" eine übertrieben starke Ausprägung einer "Eigenschaft" ist, so stark, das sie Leidensdruck erzeugt, relativ brauchbar. Insofern würde ich schon sagen das man da von "Störung" sprechen kann (wenn Leute z.B. mit ihrer Überaggressivität sozial beziehungsunfähig und auf Dauer einsam werden, und Lebensplanungen im familiären und beruflichen Bereich daran scheitern. Wobei dann allerdings oft, wie ich geschrieben hab, die Einsicht fehlt).

M+ollie<nchexn


Komisch, dass ich da grad an eine bestimmte Person Kollegin denken muss. Jan, du weißt schon.

Vor allem das hier

Ich finds nur ärgerlich wenn Leute sich absolut weigern, einzusehen, das sie selber es sind, die sich ständig "daneben benehmen", aufgrund ihrer gereizten Überempfindlichkeit. Dann hat man die Situation – jemand ist ständig gereizt, man muss andauernd aufpassen was man sagt, die Person nimmt sich das recht heraus, ständig zu meckern wenn ihr was nicht passt was man gesagt hat, aber all das muss man sich brav anhören (denn für Kritik an diesem Verhalten an sich ist erst Recht keine Bereitschaft vorhanden).. was tun dann? Auf Dauer nicht tragbar in sozialen Beziehungen, oder?

passt genau.

Was diese Person betrifft, denke ich, erreicht es allmählich die Grenze zwischen "ist halt etwas zickig" und "schon ein wenig krankhaft".

Soweit ich diese Person kenne, hat sie Panik, schlecht zu sein in dem, was sie tut, nicht zu genügen, braucht dringend Zuwendung, benimmt sich aber genau so, dass das Gegenteil provoziert wird, und beschwert sich darüber ("Wenn man sieht, dass ich im Stress bin, kann man doch wohl mal…" (ihr die Hilfe hinterher tragen natürlich, nachdem man sich vorher ihr Gezicke anhören durfte)).

Kriegt sie das Geforderte dann doch mal (z.B. von mir, weil ich einigermaßen weiß, wie es um sie steht und Mitleid empfinde), ist sie butterweich und zuckersüß und die liebste Person der Welt. Aber wehe wenn nicht.

Leider kann ich das mit dem Zuwendung zuteil werden lassen in letzter Zeit nicht mehr, weil sie immer krasser wird, jetzt kriegt sie (verbale) Schläge von mir zurück und ist ganz geschockt.

JQan7x4


Jein.. die Person spielt da mit rein, aber eigentlich gehts dabei um diverse Leute mit denen ich bisher zu tun hatte, die da alle ähnlich gestrickt sind. Die Person ist sozusagen die Inspiration dazu, aber es geht eher ums Allgemeine.

Aipri4kosen]marmexlade


Dann solltest du dir Menschen rauspicken, die besser damit klar kommen, wenn man mal was sagt... oder eben darauf achten, dass du die Sachen vielleicht anders formulierst. Man kann Kritik auch anders formulieren. :)

Vor allem sollte man sie nicht so formulieren, dass sich jemand abgewertet fühlt und leider passiert das leicht. Obwohl das sicherlich niemand so will.

a4.fixsh


Ab wo man von "Persönlichkeitsstörung" spricht ist ja eh Definitionssache.

Ja, nur werden diese Definitionen nicht nach Gutdünken von Laien erstellt. ;-)

Warum willst Du so gerne, dass diese Person(en) krank sind?

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