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Leute, die ständig gereizt und empfindlich reagieren

K7leiSo


Jan74

Auch hier. So gut wie nix zum Thema an sich, überwiegend Unterstellungen in meine Richtung. Unabhängig davon ob die zutreffend sei mögen oder nicht, geht es einfach nicht darum.

Ich finde, das ist doch ein gutes Beispiel. Die Leute kritisieren und Du reagierst mehr oder minder zumindest mal etwas empfindlich. Kommt das etwas hin, was Du meinst?

Jnanx74


jein ;-)

-HCrazFyleSni-


@ Dumal

Kritikfähigkeit, in beide Richtungen, ist ja etwas was man lernen muss.

Achja, vielleicht sollten das manche eher beherzigen und an sich arbeiten als andere und nicht gleich zu drastischen Kosenamen greifen. :p> Ich mein ja nur so.Aber das sich abgrenzen scheint ja gut zu klappen. :=o

KYlexio


Jan74

jein

Zumindest ist es die Situation, die ich kenne. Entweder kommt ungefragte Kritik oder sie kommt nicht themenbezogen, also so wie Du es auch schreibst - gefragt ist die Meinung zu einem Thema mit einem Rahmen und es kommt Kritik zu einem anderen Thema. Das was hier und wie Du schon erwähnt hast, in viele anderen Fäden so schön demonstriert wird. Also - absolut normales Verhalten heutzutage. Dass dann der eine oder andere aggressiv reagiert, ist nachvollziehbar, umso öfter solche Bemerkungen kommen. Bei einem allgemeinen Thema, das nur beleuchtet werden soll, nicht unbedingt so schlimm, aber die Aggression kann schon steigen, je dringender das Problem ist und lauter Kommentare, womöglich auch sehr unsachliche kommen, die gar nicht auf die Problemstellung eingehen. Umgekehrt weiß ich eben nicht, was Du konkret eigentlich meinst. Ich regariere nicht aggressiv, sondern gar nicht auf unaufgeforderte Kommentare. Ganz beliebt sind ja Kommentare bezüglich rauchen. Zu beobachten sind auch Kommentare bezüglich Gewicht anderer, Aussehen, Nationalität, etc. - wo Kommentare nicht mehr nur Kommentare sind, sondern einfach diskriminierend und Ignoranz in solchen Fällen ist gleich Zustimmung. Aber wie schon erwähnt, ich weiß nicht, worauf Du Dich konkret beziehst und das alles basiert ja alles auf fehlendem Selbstbewusstsein und natürlich sind das psychische Störungen, aber wer hat schon keine.

J2anx74


Hm, ist ja eine vielschichtige Thematik. Inwiefern mein eigenes Verhalten auch in die Kategorie dessen fällt, auf was ich ursprünglich hinaus wollte, kann ich gar nicht so sagen.. vielleicht teilweise (daher für mich alles in allem auch durchaus lehrreich).

Eigentlich hat keinstein das genau auf den Punkt gebracht, denke ich..

Also meiner Erfahrung nach haben solche Leute häufig eine sehr hohe Vulnerabilität durch verschiedene Erlebnisse, die alle darauf hinauslaufen, dass sie sich abgelehnt fühlen. Dass Ablehnung einen überhaupt schmerzlich trifft, setzt voraus, dass man selbst auch nicht das gesündeste Selbstwertgefühl hat. Das kann schon direkt bei der Erziehung losgehen und sich durch das ganze Leben ziehen, weil immer mehr "oben drauf" kommt. Wer viel mit anderen verglichen wurde (in negativer Weise) kann diese negative Sicht auf sich ja später übernehmen. Ich denke auch mal, dass solche Leute wenig Vertrauen haben, da sie ja überall Angriffe sehen und auch denken, dass sie persönlich gemeint sind.

Trifft z.T. sicher auch auf mich selber zu, aber die Leute, die ich eigentlich meine, sind da noch wesentlich krasser. Dass Rauchen und Gewicht sensible Reizthemen sind, leuchtet mir auch ein – wobei allerdings auch kritische Kommentare in diese Richtung oft angebracht sind. Wenn jemand im Herzforum z.B. über hohen Blutdruck und seltsame Herzsymptome klagt und dann erwähnt das er raucht, unsportlich und übergewichtig ist, dann ist es schon angebracht, daran Kritik zu üben.

ich finde, es kommt generell auf das "wie" an – je nachdem, wie Kritik rübergebracht wird, ist die Bereitschaft, sie auch anzunehmen, mehr oder weniger groß. Ich denke, der dabei entscheidende Faktor ist, ob, neben der Kritik, auch grundsätzlich Respekt und Wertschätzung mitschwingt, oder gleich die ganze Person pauschal herabgewürdigt wird. Wenn man das Gefühl hat, jemand respektiert einen grundsätzlich, ist man ja auch eher bereit, von dem dann Kritik anzunehmen.

T3ina+LandsIhuxt


Wenn man das Gefühl hat, jemand respektiert einen grundsätzlich, ist man ja auch eher bereit, von dem dann Kritik anzunehmen.

das stimmt. Solche Szenarien erlebt man auch hier im Forum. Besonders aufpassen muss man eben beim Schreiben, da jegliche Mimik und einfach ein reales Gegenüber fehlt. Ich kritisiere nur Menschen, die mit etwas bedeuten, weil es mir da auch wichtig ist. Und weil ich weiß, es geht auch und ich kann es so rüber bringen, dass der andere sich nicht total angepisst fühlt. Und andersherum wünsche ich mir das auch für mich selbst. Mein engster Freund musste das auch erst mal lernen, aber es war ein weiter Weg, bis er aufgehört hat, sich selbst und andere zu belügen. Es bringt einem ja auch nichts und vor allem bringt es einen nicht weiter in der Entwicklung.

Ich persönlich brauche das, ich giere förmlich danach, zu erfahren, was ich noch ändern kann an mir oder meinem Leben. Deshalb sind mir Freunde, die mir auch mal sagen, wenn ich etwas falsch mache, lieber als die, die mir ständig sagen, dass immer die anderen Schuld seien. Denn das bringt mich nicht weiter. Ich will aber weiter kommen und lernen. Aber alles hat seine Grenzen und auch ich habe meine persönliche Grenze, so wie jeder. Nur bei dem einen sind sie enger als bei anderen.

Ich hatte auch eine Bekannte, die Kritikrestitent und sehr schwierig war. Da habe ich mich erst gar nicht getraut und als es dann doch mal dazu kam, hat sie mir gleich die Freundschaft gekündigt. Das fand ich sehr sehr schade. Aber viele Menschen, die beim vorsätzlichen Lügen erwischt und damit konfrontiert werden, reagieren so. Sie blocken und machen zu, statt darüber nachzudenken. Ich bin gewiss nicht Fehlerfrei, das ist niemand, aber es ist einfach schwierig mit Menschen, die so dicht machen. Andererseits muss man sich natürlich auch nicht alles gefallen lassen. Ein interessantes Thema irgendwie...

M]ollie^nchexn


Ich beziehe das jetzt ausdrücklich auf niemanden hier im Faden, aber manche Leute machen es einem auch schwer, Kritik respektvoll anzubringen. Leute zum Beispiel, die sich durch eigenes (Zu-)Gut-Darstellen anderen gegenüber erhöhen und überlegen fühlen wollen. Da macht es mir dann fast schon Spaß, die etwas brutaler auf den Boden der Realität zurückzuholen.

Prinzipiell bin ich aber natürlich auch für respektvolle Formulierungen.

TTi;naLandxshut


Mollienchen, woher willst du wissen, dass du dann in dem Moment auf genau so einen (Zu) Gut-Menschen gestossen bist. Woran erkennt man das? Ich hatte früher immer das gegenteilige Problem. Dass ich mich schlechter gemacht habe, als ich bin. Deshalb konnte ich sehr lange mit Komplimenten überhaupt nicht umgehen. Aber ich habe inzwischen mit so vielen Menschen zusammen gearbeitet, dass ich fast automatisch mit dem reflektieren begonnen habe. Weil ich es musste. Aber ich habe mich nicht dagegen gewehrt, weil es eben unabdingbar ist. Gerade, wenn man Kinder hat. Ich bin in meinem Leben auch öfter auf Menschen getroffen, die glaubten, perfekt zu sein oder in der Erziehung alles richtig zu machen. Doch das war ein Irrtum, denn es gibt keine perfekten Menschen. :-)

J?any74


Mir sind zwei einfache Regeln (allerdings nur in Bezug aufs Schreiben hier im Forum, also quasi die "Meta-Diskussion") eingefallen:

1. Wenn ich einen Beitrag schreiben will, aus welcher Motivation heraus will ich das dann tun? Will ich ein Diener sein, dem TE weiterhelfen (und grundsätzlich mir Respekt begegnen, was aber auch drastische Äusserungen ggf. nicht ausschliesst) bzw. den Faden an sich bereichern, oder will ich in Wirklichkeit eigene Profilierung daraus ziehen? (und dann möglichst auch nur dann schreiben, wenn das erste der Fall ist)

2. Wenn das zweite der Fall ist, warum meine ich, das tun zu wollen/müssen?

Damit ist man dann zwar gleich "mittendrin im großen Thema" (wie meine Psychotherapeutin das genannt hat), aber erscheint mir relativ einfach und sinnvoll. Zumindest Punkt 1 lässt sich ja auch recht gut umsetzen, der zweite ist ja schon komplizierter.

M olli#enchBen


@ TinaLandshut

Mollienchen, woher willst du wissen, dass du dann in dem Moment auf genau so einen (Zu) Gut-Menschen gestossen bist. Woran erkennt man das?

In dem Fall, auf den ich mich beziehe, kenne ich die Person recht gut und weiß daher einfach, dass so manche Behauptung von ihr nicht stimmt. Beispiel: Sie hält sich für eine gute Autofahrerin. Ich bin aber schon mal mit ihr mitgefahren und weiß daher, dass es nicht stimmt.

Generell werde ich aber immer skeptisch, wenn jemand positive Eigenschaften an sich besonders oft und vehement betont. Aber natürlich sage ich nicht gleich jedem meine Meinung ins Gesicht, vor allem wenn ich den anderen kaum kenne. Aber im beschriebenen Fall kennen wir uns gut genug, dass ich das machen kann.

@ Jan74

Wenn das zweite der Fall ist, hat man's halt aus irgendeinem Grund "nötig" – z.B. Überlegenheitsgefühl spüren wollen (weil man das im restlichen Leben eher selten kann).

Bei den meisten Schreibern dürften wohl beide Punkte in variablen Anteilen zutreffend sein, denn reinen Altruismus gibt es nicht.

MVollPienchxen


Reinen Egoismus dagegen erstaunlicherweise schon. Denke ich.

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