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Wie findet man (echte) Freunde?

ndever_0evexr hat die Diskussion gestartet


Ich bin neu hier angemeldet. Habe schon oft hier mitgelesen, aber nun muss ich mir einfach mal was von der Seele schreiben, was mich sehr belastet.

Das Problem ist: Ich habe keine Freunde! Und ich habe noch nie welche gehabt!

Das Problem begann schon in meiner Kindheit/Teenagerzeit. Ich komme aus einer sehr ländlichen Gegend. Und das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, ist extrem klein. Es gab nur 2 andere Personen in meinem Alter hier, von denen der eine ziemlich auf die schiefe Bahn geraten ist und der andere sehr früh sehr weit weggezogen ist. Und hier auf dem Lande kennt halt jeder jeden. Es fiel mir immer schon sehr sehr schwer hier Anschluss zu finden, da normalerweise die Jugendlichen aus einer Ortschaft immer so unter sich bleiben. Man bleibt also immer ein "Außenseiter" in den anderen Orten und hat als "Fremder" dort echt keine Chance als gleichwertig akzeptiert zu werden. Naja, und da das halt so ist (die umliegenden Orte sind übrigens alle größer, aber auch nicht so sehr groß) dass die Leute aus einem Ort immer unter sich bleiben und es in meinem Ort halt keine jungen Leute gab, war ich zwangsläufig immer allein. Ich hatte ja immer die Hoffnung dass das alles schon irgendwann irgendwie besser werden würde.

Ich muss jedoch sagen ich tue mir schon sehr schwer damit hier wegzuziehen. Ich hänge an meiner Heimat, es ist eine wunderschöne (Urlaubs-)Region und meine Familie verfügt hier auch über recht üppige Anwesen, wodurch ich viel Platz gewohnt bin und weshalb auch gar nicht in einer Stadt mittendrin wohnen kann.

Es gibt eine große Stadt, die in ca. 30 min Fahrzeit gut zu erreichen ist und in der ich mich auch sehr sehr wohl fühle und in der ich mich aus beruflichen Gründen fast täglich aufhalte. Ich unternehme gerne was in der Stadt, aber direkt in dieser Stadt würde ich ungern wohnen (30 min Fahrzeit find ich ja jetzt auch nicht so dramatisch). Nur leider leider leider ist es mir auch nach ca. 10 Jahren, in denen ich regelmäßig in dieser Stadt verkehre, nicht gelungen, dort Kontakte zu knüpfen!

Ich bin beruflich schon sehr eingespannt. Ich muss auch sagen ich habe nicht die Zeit eine Freundschaft aufrechtzuerhalten, in der man sich jeden 2. Tag auf einen Kaffee trifft und gemütlich plaudert. Aber ich denke mir immer, es muss doch auch andere Leute geben, die recht viel arbeiten und die haben trotzdem soziale Kontakte. Und eine Freundschaft zu führen bedeutet ja nicht dass man sich täglich melden muss. Aber ab und an mal quatschen oder mal was trinken gehen wäre schon schön...

Naja, ich habe noch 3 "Bekannte" aus meiner Schulzeit früher, die aber allesamt jünger sind als ich. Naja, was soll ich sagen... diese 3 haben einen SEHR großen Bekannten- / Freundeskreis und sind untereinander die 3 besten Freundinnen. Und ich kann mich mühen und mühen und mühen... egal was ich tue, ich bin bei ihnen einfach nicht als "richtige" Freundin angesehen. Ich bin halt immer so die Bekannte, die man halt mal fragt, wenn sonst keiner Lust hat was zu machen. Es gibt ab und zu mal Phasen (letzten Sommer z. Bsp.) da hat der Kontakt (der aber fast immer von mir ausging) fast wöchentlich stattgefunden und man hat sich oft gesehen. Im Herbst wurde der Kontakt wieder etwas weniger. Mittlerweile hatten 2 von ihnen Geburtstag. Ich habe ihnen gratuliert, aber wurde nicht eingeladen zur Feier (ich weiß aber dass beide gefeiert haben), was ich dann halt auch nur so deuten kann, dass ihnen die Freundschaft zu mir nicht wirklich was bedeutet (ich hatte übrigens alle 3 zu meinem letzten Geburtstag eingeladen.) Bisher war das halt immer so, dass ich halt schon merke, dass ich von diesen 3 Damen nur "benutzt" werde, ich aber dann halt doch immer noch gedacht habe: "komm, dann geh halt ab und an mit ihnen weg wenn du die Gelegenheit hast, es ist immer ganz lustig, und es ist immer noch besser als gar nicht weg zu kommen." Aber mittlerweile habe ich gar keine Lust mehr darauf. Ich will mich nicht länger veräppeln lassen.

Das Ende vom Lied ist aber halt nun, dass ich an einem Tag wie heute alleine zu Hause auf der Couch sitze obwohl ich Karneval so sehr mag und ich mir extra ein schönes Kostüm gekauft habe. :-( :(v

Ich habe die letzten 2 Wochen die 3 Mädels kontaktiert um was an Karneval zu unternehmen. Ich habe aber keine so wirklichen direkten Antworten bekommen, also mehr so drumrum Gerede. Dank Facebook weiß ich aber, dass sie heut abend auf der Piste sind... woraus ich dann wieder nur schließen kann, dass sie mich halt einfach nicht dabei haben wollen.

Alleine irgendwo hin gehen kann ich einfach nicht. Ich brauch zumindest immer jemand, mit dem ich dorthin gehen kann. Wenn ich erst mal da bin, könnte ich eventuell auf eine Begleitung verzichten. Aber ich kann einfach nicht alleine eine Veranstaltung betreten. :-|

Naja, was soll das Gejammer... ich weiß dass man andere Menschen nicht ändern kann, nur ich kann was ändern.

Also, wie lerne ich neue Leute kennen?

Ich bin im übrigen gar nicht so schüchtern (war ich vielleicht früher mal)... eher im Gegenteil. Ich bin recht selbstbewusst. Mir fällt es eigentlich relativ leicht, mit Fremden Leuten ins Gespräch zu kommen (vielleicht wirke ich auf manche eher verklempten Leute sogar schon zu offen ;-D )... nur das hält dann halt irgendwie immer nur für ein paar Sätze oder maximal für einen Abend. Mehr ergibt sich irgendwie nicht. Ich denke, ich habe auch kein abstoßendes Äußeres. Klar, ich bin kein Topmodel, aber ich denke schon dass ich ganz tageslichttauglich und gepflegt bin. Ich verfüge über eine überdurchschnittliche Bildung und habe auch eigentlich sonst keine Eigenschaften oder Äußerlichkeiten, die auffallen würden.

Bei meinen Arbeitskollegen und Kolleginnen sowie bei Kunden bin ich ebenfalls sehr beliebt, jedoch geht das nicht über das geschäftliche hinaus (Kollegen sind halt auch entweder 10 Jahre jünger oder 20 Jahre älter).

Ich habe übrigens auch eine feste Beziehung (dank Internet... seit über 3 Jahren... Fernbeziehung... noch... aber das ist wieder ein ganz anderes Thema). Aber es ist halt nicht das selbe, nur mit meinem Freund auszugehen... manchmal fehlt einfach eine Freundin mit der ich mal quatschen kann. ;-D

Ich habe schonmal versucht übers Internet Mädels in meinem Alter kennen zu lernen. 2 habe ich auch näher kennen gelernt. Da stellte sich aber heraus, dass diese beiden so verzweifelt waren und mit ihrem Leben so ganz und gar nicht klarkamen und auch allein nichts mit sich anzufangen mussten und um ehrlich zu sein war es mir dann ganz einfach zu stressig, jeden Tag 5 mal telefonieren zu müssen und über jeden Toilettengang berichten zu müssen... :-/ Weiß nicht, ich stelle mir unter Freundschaft irgendwie was anderes vor.

Nach außen hin führe ich eigentlich das perfekte Leben! Ich bin (fast) immer zu einem Späßchen aufgelegt, habe eine positive Ausstrahlung, habe einen super Job, stehe finanziell sehr gut dar, habe einen Partner an meiner Seite, habe schon so viel erreicht in meinem Leben und bin dabei noch mehr zu erreichen - Nur ich habe keine Freunde! Und das ist so ein Punkt, den können Leute, mit denen ich mich unterhalte, irgendwie gar nicht verstehen.

Auch von meinen Arbeitskollegen kann sich NIEMAND vorstellen, dass ich jetzt grad zu hause alleine auf der Couch sitze und vor lauter frust eben eine RIESEN-Portion Schoko-Pudding gefuttert habe... |-o Für die war es sonnenklar, dass so eine "Powerfrau", wie ich es bin, heute nach der Arbeit erst gar nicht mehr nach Hause fährt sondern sich gleich mit "IHREN Mädels" ins Getümmel stürzt (war ja schon verkleidet auf Arbeit).

Nur irgendwie gibt es "meine Mädels" nicht... :-(

Antworten
T"ravis9 Bic6klxe


Hallo Never, keine (oder zu wenig, oder die falschen) Freunde zu haben, ist sicher eine Sache, mit der Du zumindest in guter Gesellschaft bist. Wer kann schon sagen, sich noch nie einsam gefühlt zu haben?!? Manch einer hetzt von Party zu Party, immer umgeben von einer Rotte Bewunderern, und ist dennoch todunglücklich. (Kein Mythos!) Andere haben nur Ihre Katze und Arbeitkollegen und brauchen auch nicht mehr. Es ist [da gibt's n Wort, aber ich komm nich drauf]. Schätze ein TIpp der schulterklopfenden Form wie "Macht nichts. Bist noch jung wird schon. Such dir nen Sportverein" wäre wohl zutreffend aber nicht unbedingt den-Nagel-auf-den-Kopf-treffend.

Noch nie Freunde gehobt zu haben?!? (Ich bemühe mich um VOrsicht, aber... ) Das ist nicht gut! Ich bedaure wirklich dir so den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber wenn es in deinem Leben an Menschen mangelt, dann ist es weit davon entfernt perfekt zu sein. Und ich werde noch böser: Wenn das schon seit Jahrzehnten so läuft, dann liegt es nicht nur an dem Land oder der vielen Arbeit... Es kann, in erster Linie, eigentlich nur an DIr liegen. Aber: Das heißt nicht, dass es deine Schuld ist. Wahrscheinlich kommst Du aus einer Familie, aus der der Archetypus, der Du bist, (Das bist Du nämlich!) immer kommt. Und auch die sind nicht schuld. Schicksalhafte Verstrickungen sind das. Das ist aber nicht unlösbar. Deine Prognose ist gut! Das Problem, das bist nicht DU – Es haftet DIr nur an!! Es braucht nun Leute, Die dir in wohlwollender Absicht einen ehrlichen SPiegel vorhalten.

Selbsthilfegruppe oder Gruppenanalyse (Selbstzahler). Eltern, die aus dem Kanuverein oder so, die können das nicht.

Alleine geht es nicht!!! Fahrzeiten sind in Kauf zu nehmen. Genauso wie die Trauer und die Zeit die es braucht.

nDeverm_eBver


Hm... irgendwie weiß ich aber nicht was ich noch machen soll.

Meine Eltern leben auch sehr isoliert. Sie haben überhaupt keine Kontakte nach außen. Sie wollen es aber auch nicht anders - definitiv. Ich habe schon viele Gespräche mit ihnen geführt, sie sind abends lieber zu hause. Sie gehen NIE weg (und damit meine ich nicht selten, sondern wirklich NIE. Niemals ins Kino, ins Theater, nie ins Restaurant und auch nie aufs Straßenfest).

Manchmal denke ich, wenn meine Eltern früher mehr mit mir weg gegangen wären, hätte ich auch Freunde dabei gefunden.

Naja, aber die Zeiten sind halt vorbei.

Nie Freunde gehabt zu haben? OK, es gibt noch 2 Personen des anderen Geschlechts, die ich vor 15 Jahren in der Schule kennen gelernt habe und ich seit 10 Jahren nicht mehr regelmäßig sehe. Sie wohnen beide weit weit weg. Der eine 300 km weit weg, der andere 600 km weit weg in die andere Richtung. Wir haben sporadisch Kontakt. Als ich vor 3 Jahren zufällig beruflich in der Stadt war, in der der eine lebt, hat dieser sich prompt frei genommen (und ich musste ihn nichtmal darum beten) um 2 Tage lang was mit mir zu machen dort. Der andere hat mich nach Jahren sporadischen Kontakts kürzlich auf einen runden Geburtstag eingeladen. Dieser hat wirklich einen RIESEN-Bekannten-Kreis (kommt auch durch gewisse Ämter, die er bekleidet). Zu diesem Geburtstag wollte er aber (nach eigener Aussage) nur die für ihn wichtigsten Leute einladen (waren inkl. seiner Familie ca. 30 Leute). Und ich war dabei, was mich wirklich sehr geehrt hat. Vielleicht sind diese beiden meine wahren Freunde? Ich denke schon dass man das so sagen kann. Aber das ist ja alles schön und gut, das bringt mir aber an einem Abend wie gestern recht wenig, wenn der eine 600 und der andere 300 km weit weg wohnt.

Ich habe irgendwie das Gefühl, ich bin "zu spät" dran um feste neue Freundschaften zu knüpfen. So wie ich das sehe, kennen sich die guten Freunde in meinem Umfeld eigentlich alle schon aus der Kindheit bzw. aus der Schule.

Bei den wenigen Kontakten, die ich hier habe, ist es halt einfach so, dass, wenn eine Unternehmung zu stande kommt, die Initiative ausnahmslos von mir ausgehen muss. Ich sehe halt aber auch, dass die anderen oft Sachen ohne mich unternehmen (dank Facebook) - aber sie würden mich niemals fragen, ob ich mitkommen mag. Das ist so das Problem an der Sache. Und das verletzt mich halt.

Sportverein... weiß nicht. Um ehrlich zu sein fehlt mir im Moment die Zeit dazu bzw. wäre es äußerst schwierig mit meinem Beruf zu vereinbaren. Ich war jedoch in einem Verein, aber außer oberflächlichen Bekanntschaften hat mir das eigentlich nichts gebracht. Und oberflächliche Bekanntschaften brauch ich nicht noch mehr. Ich sehne mich nach einer tieferen Freundschaft.

a,.fisxh


Ich habe irgendwie das Gefühl, ich bin "zu spät" dran um feste neue Freundschaften zu knüpfen. So wie ich das sehe, kennen sich die guten Freunde in meinem Umfeld eigentlich alle schon aus der Kindheit bzw. aus der Schule.

Mir geht es sehr ähnlich.

Ich hatte immer temporär Freundschaften mit den Menschen, die sowieso tagtäglich in meiner Nähe waren – Schule, Studium. Aber sobald das vorbei war, verliefen die Kontakte im Sand.

Bei den wenigen Kontakten, die ich hier habe, ist es halt einfach so, dass, wenn eine Unternehmung zu stande kommt, die Initiative ausnahmslos von mir ausgehen muss.

Hier genau dasselbe. Und wenn man etwas zusammen macht, bleibt es unverbindlich. Ich schaff es nicht auf diese nächste "Ebene" von "Ganz nett, kann man mal treffen" zu Freundschaft und der damit einhergehenden Vertrautheit (so sollte eine Freundschaft doch irgendwie sein?).

Hab auch eine feste Beziehung und zwei Menschen, die mehrere hundert Kilometer weit weg wohnen – die sind noch am ehesten meine Freunde, aber ehrlich gesagt reicht das nicht, um mich als in irgendein soziales Netz eingebunden zu sehen.

Ich kann nie mal eben jemanden anrufen, um einfach über den Tag zu reden – weil in meinen Alltag außer meinem Partner niemand eingebunden ist, keiner weiß Bescheid, was gerade so bei mir los ist. Oder mich spontan mit jemandem treffen, um einfach "soziales Zusammensein" zu genießen. Wenn ich etwas tun möchte, tu ich es allein oder mit meinem Partner. Der ist toll, aber so auf Dauer.. :-/

Niemand außer meinem Partner reflektiert mich, ich fühl mich langsam fast überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Gibts mich überhaupt noch? ;-D

Ich sehne mich nach einer tieferen Freundschaft.

Oh ja..

aC.Wfish


Und zum Thema "zu spät dran sein" – ja, das Gefühl habe ich auch. Die richtig festen Freundschaften scheinen mir die zu sein, in denen zwei Menschen schon lange Jahre ihres Lebens miteinander geteilt haben, eben weil sie auf dieselbe Schule gegangen sind usw. Die Möglichkeit gibts ja jetzt nicht mehr. ":/ Ich weiß gar nicht, wie man jemandem sein ganzes Leben erklärt, damit der einen dann kennt.

Chhat}ty


Freunde zu finden, geht eigentlich in jedem Alter. Es geht est mal darum, zu definieren, was Freunde sind.

Freunde zu finden ist ein aktiver Vorgang. Man muss was dafür tun.

Um Menschen zu treffen, die etwas mit einem gemeinsam haben, müsste man erst mal seine Interessen definieren und dann schauen, wo man Gleichgesinnte treffen kann. Da gäbe es Chor, VHS-Kurse, Sprachenkurse, Sportvereine, Fotogruppen....... Das kann aber schon mal 2-3 Jahre dauern, bis man da jemanden findet. Man muss dann auch Rückschläge in kauf nehmen.

Wir haben durch diverse Umzüge über teilweise mehrere hundert km unseren Freundeskreis immer wieder anpassen müssen. Dabei sind einige weggefallen, andere dazu gekommen. Es war aber immer auch mit Arbeit verbunden, die Leute kennen zu lernen. Und nicht immer hat es geklappt. Bei manchen haben wir nach ein/zwei Jahren feststellen müssen, dass es für die Dauer nicht reicht.

Andere haben die Umzüge überdauert, obwohl man sich teilweise mehrere Jahre nicht gesehen hat.

Wenn man zu Hause sitzt und nur darüber grübelt, dass man keine hat, dann kommen die nicht gelaufen und klingeln an der Türe.

Da es in Deinem Dorf ja keine Leute gibt, die dich interessieren, müsstes du halt für deine Freizeitgestaltung auch die Stadt nutzen. Wenn dann jemand interssantes dabei ist, fragt man, ob derjenige evtl. noch Lust hat, nachher etwas (reicht ja "auf einen Kaffe" )zu trinken..... Da gibt es so viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber man braucht Fantasie und Ausdauer.

Viel Glück

nQevXer_exver


a.fish

Das was du schreibst könnte echt von mir kommen! ;-D

Ich kenne das ganz genau so! Ich hatte in Schule/Uni schon immer so "Bekanntschaften", weil man halt in einem Boot saß. Aber das ganze ging halt nicht so wirklich eine Ebene tiefer, also echte, vertraute Freundschaft.

Man kennt viele Leute. Wenn man sie durch Zufall irgendwo sieht, dann grüßt man sich und redet kurz mit ihnen, aber es bleibt halt einfach bei dem Oberflächlichen. Es gelingt mir einfach nicht, dass ich mich mit diesen Leuten mal verabreden könnte und mit ihnen was unternehmen könnte. Wie soll ich das auch anstellen. Einfach einen flüchtigen Bekannten fragen, ob er am nächsten Abend mit mir ausgeht? Theoretisch wäre das möglich, aber ich glaube praktisch würde sich derjenige bzw. diejenige wohl ziemlich überfahren fühlen.

Du beschreibst es total teffend: außer meinem Freund weiß niemand bescheid, was so gerade bei mir los ist! Es gibt außer ihm (und natürlich meinen Eltern) niemandem in meinem Leben, den darüber auf dem Laufenden halten würde. Das ist irgendwie traurig.

Und dann ist es halt mittlerweile auch manchmal so, dass ich mich frage, worin der Sinn liegt, mich alleine mit meinem Freund in eine Bar zu setzen und dort zu völlig überteuerten Preisen was zu trinken, wo ich das mit ihm alleine auch zu hause auf meiner Couch günstiger haben kann, wenn man eh mit sonst niemandem ins Gespräch kommt. :-/

a^.faish


Man kennt viele Leute.

Also ich z.B. nicht. ;-D Ich habe im Gegensatz zu Dir Probleme, auf andere Menschen zuzugehen. Ich kenne ein paar – und da ist es leider genauso wie Du sagst.

Aber dass Du schnell in Kontakt kommst, das ist doch eigentlich eine gute Ausgangsbasis. :-) Ich denke, vielleicht muss man durch eine u.U. auch längere Zeit oberflächlichen Kontakt durch, damit man sich irgendwann mal näher kennt.

Und vielleicht sowas:

Einfach einen flüchtigen Bekannten fragen, ob er am nächsten Abend mit mir ausgeht?

wirklich machen – denn selbst wenn er sich überfahren fühlt, heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem etwas bringt. Gibt es derzeit jemanden, mit dem Du gern engeren Kontakt hättest?

b\ellLagixa


Ich musste schon öfter mal neu anfangen... und es ist tatsächlich sehr schwer echte Freunde zu finden, wenn man mal über die Ausbildung hinaus ist.

Mir ist dabei wichtig, dass es ein Geben und Nehmen ist... und auf Augenhöhe.

Aber ich hatte Glück und habe meine beste Freundin tatsächlich im Alter Ü30 gefunden.

Übers Internet... aber aus der Nähe.

Wir sehen uns nicht täglich, aber wenn es brennt, dann sind wir füreinander da, wir sehen uns alle 1-2 Wochen, früher öfter, seit dem Kind ein bisschen weniger.

die Freundschaft hält nun schon über 10 Jahre.

Ich glaube das ist ein wenig wie bei der Partnersuche auch.... es gehört auch Glück dazu, Menschen zu finden mit denen man so viel Nähe aufbauen kann, dass es echte Freunde werden.

Man darf nur einfach nicht aufgeben.

:)*

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