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Fühle mich alleine obwohl ich nicht alleine bin

mfuscleCmxan66 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie dem Titel zu entnehmen ist fühle ich mich oft alleine, obwohl es dafür eigentlich keinen logischen Grund gibt. Es ist viel mehr ein Gefühl in mir, von dem ich nicht weiß, woher es kommt.

Ich bin 20, schwul und habe in Dingen Liebe nicht gerade das große Los gezogen. Bin seit fast 6 Jahren in meinen besten Freund verliebt und erst seit ca. 3-4 Monaten dabei, von ihm loszukommen. Ich bin aber sehr gut mit ihm befreundet.

Ich leide an einer Zwangs- und Kontrollstörung und bin auch deshalb nicht gerne alleine bzw. habe Probleme damit, wenn ich denke, alleine zu sein.

Ich habe ansonsten auch gute Freunde, eine beste Freundin, meinen besten Freund und mit meinen Eltern und der restlichen Familie habe ich eine gute Beziehung und sehe sie auch alle 6 Wochen im Schnitt.

Trotzdem habe ich oft das Gefühl alleine zu sein und gerade jetzt in diesem Moment ist es wieder so weit.

Wohne noch zuhause und meine Eltern sind heute bis Donnerstag in den Urlaub gefahren.

Jetzt sitze ich zuhause, meine Freunde würden eigentlich etwas unternehmen aber ich habe eigentlich keine Lust, heut was zu machen und groß in die Stadt zu gehen. Viel lieber hätte ich jemanden, der einfach jetzt hier ist, hier bei mir zuhause. Meine beste Freundin ist aber gerade aus der Klausurenzeit der Uni raus und muss jetzt ihrer Schwester beim Umzug helfen und mein bester Freund schreibt morgen seine erste Klausur und muss deshalb auch viel büffeln. Und wie gesagt, der Rest ist gerade irgendwo in der Stadt in einem Shishacafé und ich bin hier zuhause und kann mich nicht aufrappeln, nachzukommen. Ich hab keine Lust reinzufahren sondern hätte gerne dass jemand hier ist. Das geht aber nicht, ich steh mir also selbst im Weg.

Ich habe oft abends das Gefühl alleine zu sein, obwohl ich das eigentlich nicht bin.

Ich weiß wirklich nicht woher das kommt... Geht es jemandem ähnlich?

Lg

Antworten
E7qu~ili,zer


Du brauchst eine Beschäftigung! :)z Was hälst du davon, wenn du deiner Freundin und ihrer Schwester beim Umzug helfen würdest? Dass bringt dich auf andere Gedanken.

kGiesedlste*in87


Hi muscleman,

ich hab mir jetzt auch grad mal deine Beiträge angeschaut und will ebenfalls meinen Senf dazu geben ;-) Wenn ich dir auch vermutlich nicht viel helfen kann, weil ich selber das gleiche Gefühl habe...

Der Tip mit der Beschäftigung von Equilizer ist aber echt gut! Wenn ich mich ablenke, besonders durch andere Menschen, hab ich auch nicht mehr dieses Gefühl. Man hat dann einfach nicht die Möglichkeit, über sich selbst nachzugrübeln. Ich habe auch meistens keine Lust, was zu unternehmen. Wenn ich dann aber dazu regelrecht gezwungen werde, finde ich es doch immer ganz nett. Sag halt man deinen Freunden, dass sie sich so lange nerven sollen, bis du mitkommst :-), um dich aus deiner Lethargie rauszureißen. Wobei jetzt Shisha rauchen auch nicht so meins wär...

Oder probier's mal mit (hehe) Sport. Und lege es irgendwie so, dass du immer abends gehst. Dann hast du an den Abenden schonmal nicht die Möglichkeit, dich allein zu fühlen!

pLart&ykrIacxh0r


Hey muscleman!

Mir ging es auch so zumindest bis ich endlich einen Partner gefunden hatte. Und das viel bei mir genau mit der Zeit zusammen mit der ich auf die Uni kam.

Ich denke du kannst das ganze auch als Art Zäsur sehen wenn du zu studieren beginnst. Du wirst sehen, dann hast so viel neues zu entdecken, lernst neue Leute kennen, musst natürlich auch wenn du brav bist lernen. Das alles lenkt dich mehr als nur ab. Ich bin damals vom Land in die Stadt gezogen in eine WG und das war dann auch das erste mal weg von den Eltern. Das ganze Leben ändert sich damit.

Vielleicht findest du dann auch einen Partner für dich, wenn du mal nicht mehr bei deinen Eltern wohnst ist das vielleicht als Schwuler auch leichter. Für mich war es das zumindest.

Was ich damit eben sagen will ist, setz dir ein Ziel, dass du mit diesem neuen Abschnitt "Uni" auch was in deinem Leben änderst. Wenn du dir dieses Ziel setzt und es auch erreichen willst (wovon ich ausgehe wenn du perfektionistisch veranlagt bist), dann musst du ja auch vorplanen. Soll heißen Studium auswählen, informieren, vielleicht eine eigene Wohnung suchen, umziehen etc. Da gibt es sooooo viel zu erledigen vorher. Selbst wenn du erst im Oktober zu studieren beginnst (was ich nicht weiß, einige fangen ja auch jetzt an) hättest du im Frühjahr einiges vorzubereiten für Oktober dann.

Naja und im Endeffekt wird dein Gefühl alleine zu sein wohl auch daher kommen, dass du dich schätze ich mal nach einem Partner sehnst der auch am Abend zusammen mit dir einschläft. Ich weiß nicht ob du auf der suche bist nach jemanden, oder ob dich das mit deinem besten Freund noch belastet. Aber irgendwann wirst du dich wohl auf die Suche machen müssen. Ich kann nur von mir berichten. Mein Freund ist derjenige, der es geschafft hat, dass ich nicht mehr allein bin. Ohne ihn wäre ich leider sehr allein, weil ich leider nicht wirklich viele Freunde habe.

Naja so viel zu meiner Story ^^. Kopf hoch: Wenn du mal ganz neue Projekte anfangst ala Uni und Partner suchen, dann kriegst sicher bald ein andres Lebensgefühl.

mQuscLle2maunx66


Hey :)

Erstmal Dankeschön für die Antworten.

Ich glaube, ich hab auch die Wurzel allen Übels gefunden: Es hat sich letzte Woche eine Art "Anfall" angebahnt was meine Zwänge betrifft. Ich habs irgendwie kommen sehen dass da noch was kommt, hab leider wirklich keinen Sport gesehen und war dadurch unzufrieden mit mir selber und dann ist in der Zeit in der ich sturmfrei hatte mein bester Freund bei mir eingezogen. Alles in allem so ziemlich das dümmste was ich hätte tun können...

Aber ihr habt recht. Am besten ist einfach eine Beschäftigung, komme auch gerade aus dem Fitnessstudio und bin jetzt wirklich müde, hab also gar keine Zeit groß nachzudenken. Manchmal ist es aber auch so, dass ich nicht mal im Fitness richtig abschalten kann... Aber meine perfektionistische Denkweise macht einfach vieles so anstrengend und kompliziert. Das ist für mich das erste, wo ich ansetzen muss. Jemand der immer danach strebt perfekt zu sein wird nie zufrieden sein. Ich werde also zusehen, meine Erwartungen schleunigst runterzufahren und das klappt eigentlich auch ganz gut.

Was meine Zwänge betrifft habe ich soweit alles erledigt und hab mich auch wieder einigermaßen gefangen. Ich habe mir für die Zwänge Regeln aufgestellt an die ich mich zu halten habe damit es läuft und die hab ich alle über Bord geworfen, kein Wunder dass dann nichts klappt. Das hat mich dann wirklich sehr belastet... habe mich auch leider wieder meinem besten Freund etwas angenähert und das war auch wirklich dumm. Es steht irgendwie nachwievor im Raum, ob er was von mir will oder nicht. Nicht dass er geoutet wäre oder er dabei wäre zu merken, dass er was für Männer empfinden kann, da wäre er der letzte der das tut selbst wenn es so wäre, aber selbst wenn da was ist mach ich mich einfach nur kaputt und deshalb hab ich jetzt beschlossen dass ich es so mache wie in den letzten 3-4 Monaten: Alles freundschaftlich und sobald auch nur der erste Gedanke kommt, dass er das ja jetzt auch so und so gemeint haben könnte, hau ich mir selber auf die Finger.

Ich denke also, ich habe jetzt klare Regeln für mich geschaffen und jetzt sollte es für mich leichter sein, mit der ganzen Situation klar zu kommen.

Das mit der Uni stimmt auch: Es wird sich dadurch nochmal so viel ändern... Das war im letzten Wintersemster auch so doof. Es haben wirklich ausschließlich alle zu studieren angefangen, nur ich nicht. Und wieso? Weil die Arschlöcher den NC in Psychologie nochmal um 0,1 angehoben habe... Danke. Jetzt gehts im Sommersemester mit meinem Zweitwunsch Lehramt los und im Winter werd ich mich voraussichtlich nochmal für Psychologie bewerben, einfach mal schauen. Vielleicht gefällt mir Lehramt auch so gut dass ich gleich dabei bleiben will und mich nicht mehr bewerbe, wer weiß. Aber damals hab ich mich so sinnlos gefühlt, keine Arbeit und nichts gehabt zu dem Zeitpunkt der Uniabsage und ich hab mich eigentlich echt drauf gefreut. Neue nette Leute kennenlernen und mit den anderen Freunden zur Uni gehen – tja, Pech. Ich, der, der sich das so gewünscht hat, kann nicht anfangen. Aber was solls, jetzt ists ja bald so weit und 5 Monate zur Überbrückung in einem Krankenhaus zu arbeiten ist sicher auch nicht doof :). Das Leben ist eben kein Ponyhof :).

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