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Suizidgedanken, obwohl die meisten Depressions-Symtome weg sind

b abbenls%abxbel hat die Diskussion gestartet


Hi,

vor ca. einem Jahr bin ich an schweren Depressionen erkrankt, mit allem was dazugehört (massive Schlafprobleme, Niedergedrücktheit, Suizidgedanken,...). Nach einem Suizidversuch war ich dann in der geschlossenen Klinik und bin jetzt ambulant in Psychotherapie und in psychiatrischer Behandlung. Ich nehme eine Reihe von Medikamenten und bin soweit auch wieder ganz fit, kann normal schlafen, mich konzentrieren etc, aber irgendwie lassen mich diese Gedanken an den Tod nicht in Ruhe. Es ging eigentlich bergauf doch nun habe ich das Gefühl dass aller Fortschritt zu Nichte ist. Aber diesmal ist es eben anders, ich sehe alles klar und trotzdem trage ich diese Gefühl in mir drinnen, es ist als ob etwas meine Seele erdrückt und mich am Atmen und Leben hindert, aber ich weiss nicht was. Gibt es etwas wie eine Todessehnsucht, unabhängig von Depressionen?

Ich hoffe, dass es nur eine Phase ist, doch andererseits weiss ich dass ich diese Gefühl schon lange in mir trage, schon bevor ich die Depressionen bekam. Ging es wem ähnlich? Was hat euch geholfen? Ich fühle mich zur Zeit einfach so total hilflos. @:)

Antworten
Borocmbkeerkü ch4lxein


Hast du mit deinen behandelnden Ärzten und deinem Therapeuten schon darüber gesprochen? Bist du medikamentös eingestellt?

bfabbe lsa+bbexl


Mit meinem Therapeuten werde ich Montag darüber sprechen, mein Psychiater weiss davon. Ich bin medikamentös eingestellt, durfte jetzt sogar die Tabletten zum Durchschlafen weglassen, was auch kein Problem war. Mein Psychiater hat mich nach konkreten Suizidplänen gefragt, worauf ich meinte, dass ich keinen konkreten Plan habe, nur halt diesen Drang in mir.

B$rombe=erkPüchxlein


trotzdem trage ich diese Gefühl in mir drinnen, es ist als ob etwas meine Seele erdrückt und mich am Atmen und Leben hindert, aber ich weiss nicht was. Gibt es etwas wie eine Todessehnsucht, unabhängig von Depressionen?

Ja gibt es, das zeigt aber auch das noch nichts in Ordnung ist. Ich denke der wichtigste und richtigste Schritt wäre am Montag mit deinem Thera zu reden.

Mein Psychiater hat mich nach konkreten Suizidplänen gefragt, worauf ich meinte, dass ich keinen konkreten Plan habe, nur halt diesen Drang in mir.

Was sagte er denn dazu?

bjab&belsabtbxel


Was sagte er denn dazu?

Da mir meine Mutter nun für 2 Wochen zur Seite steht (ich bin sonst alleine), meinte er, dass wir schauen wie sich das entwickelt und gab mir einen neuen Termin für die Zeit danach, bei Bedarf kann ich natürlich vorher zu ihm kommen. Die Tabletten soll ich alle so weiternehmen wie vorher auch.

B]rombe+e[rk-üch:lexin


Da mir meine Mutter nun für 2 Wochen zur Seite steht (ich bin sonst alleine)

Ich denke als "Aufsichtsperson" (nicht falsch verstehen) nicht schlecht. Ich meine er hätte sonst die Klinik in erwägung gezogen ...

D=illxes


@ babbelsabbel

ich hatte auch in meiner Depression konkrete Suizidgedanken. Abgehalten hat mich der Glaube meine Lebensversicherung würde bei Suizid nicht zahlen und meine Familie wäre nicht versorgt. Die Depression wurde gut ausgeheilt und die Suizidgedanken waren vollkommen weg.

Ich bin nach 4 Jahren in eine schwere Manie reingeschlittert und man holte mich in der Klinik wieder runter, mit dem Effekt, dass ich wieder depressiv bin , zwar nicht so schlimm wie damals aber die Gedanken an Suizid die ich damals hatte, kehren wieder im Kopf zurück, es sind nur Gedanken daran , keine konkreten Pläne der Ausführung. Ich glaube , dass solche Gedanken sich ins Hirn einbrennen und sie wenn man sich nicht gut fühlt automatisch wiederkehren. Die Gedanken sind derzeit bei mir , wäre es nicht besser wenn ich nicht mehr da wäre. Die Gedanken sind aber nicht so schlimm als das ich mich als gefährdet ansehen würde. Wenn das der Fall wäre, würde ich sofort in die Klinik. Vielleicht ist es wie bei mir, dass du immer noch depressiv bist eben nicht mehr so stark.

bfabbeulsaxbbel


Der Gedanke an die Personen, die mich lieben, wie Familie hilft mir auch, bis jetzt nichts konkretes durchzuführen, aber ich habe hin und wieder Angst, dass ich es irgendwann einfach ausblende.

Ich habe auch Angst, dann zu spät um Hilfe zu bitten, weil mir dann in dem Moment ja alles egal wäre (so wie damals, als ich es versucht habe).

Wie ist es, wenn man denkt man tut sich etwas an und fährt dann in die Klinik, ich denke dieser Schritt ist auch sehr schwer.

beabb-elsxabbel


Und was würde in der Klinik passieren? Würde ich dann auf andere Medikamente eingestellt werden? Ich versteh das einfach nicht, es ging doch wirklich bergauf :°( ...

D)ilNles


@ babbelsabbel

das Durchführen eines Suizids ist eine Blitzentscheidung die innerhalb von Minuten getroffen wird.

Meine Familie ist über Generationen immer wieder mit Depressiven und Suiziden behaftet gewesen. In meiner Zeit haben sich 2 Vetter von mir das Leben genommen. Beide für alle Beteiligten völlig ohne irgend welche Vorankündigungen. Der schlimmste Fall war mein Vetter der sich am Hochzeitstag ins Auto setzte und seiner Frau sagte er müsse noch kurz ins Büro. Er fuhr auf die Kochertalbrücke (120m hoch) stieg aufs Autodach und stürzte sich runter. Geplant hatte er es länger denn er hatte sich eine Weste von der Strassenbehörde besorgt, ohne die er sofort einen Alarm ausgelöst hätte auf der Videoüberwachten Brücke.

Achte genau auf deine Gedanken, keiner kann sie lesen! Falls du konkrete Pläne schmiedest geh sofort in die Klinik oder bitte deinen Psychiater sofort um sedierende und angstlösende Medikamente.

Mach das rechtzeitig , denn wie ich aus eigener Erfahrung weiss, die Entscheidung und Ausführung gehen blitzschnell. War auch bei Torhüter Enke so.

bqabbelsa bbxel


das Durchführen eines Suizids ist eine Blitzentscheidung die innerhalb von Minuten getroffen wird.

Ja, und genau das beunruhigt mich ja so.

D[iyllexs


Und was würde in der Klinik passieren? Würde ich dann auf andere Medikamente eingestellt werden? Ich versteh das einfach nicht, es ging doch wirklich bergauf ...

Depressionen verlaufen in Episoden. Es ist nicht unnormal , dass sie wiederkehren.

Mein Psychotherapeut hat mir das erst gestern erklärt. Der Hirnstoffwechsel ist nicht berechenbar. Man kann nicht sicher sagen ich nehme das und dann passiert das, oder die Depression ist auf Dauer weg. Ich wurde vor meiner Manie innerhalb 2-3 Wochen von der Depression geheilt , danach geht meine Depression mit dem gleichen Mittel nicht mehr weg.

In der Klinik wirst du zunächst ruhig gestellt, meist mit Benzodiazepinen, man fühlt sich sehr gut damit. Diese Mittel sind aber abhängig machend und gleichzeitig wird versucht mit ADs die Stimmung aufzuhellen. Der Vorteil der Klinik ist die Rundumbetreuung und das Fehlen der Möglichkeit sich etwas anzutun.

DOill^es


@ babbelsabbel

wenn dich der Gedanke daran beunruhigt, dann nutze diese Zeit in die Klinik zu gehen.

Wenn es dich nicht mehr beunruhigt , dann wirds gefährlich!

In meinem Klinikaufenthalt hatte ich 2 Frauen die entlassen wurden und nach 2 Tagen wiederkamen, weil sie genau deine Gedanken hatten und entschieden haben bevor es schlimmer wird komm ich zurück.

Du bist in der Klinik geborgen und frei von jedem Stress.

Mir ging es draussen wieder schlechter, und ich sehne mich oft wieder an die Geborgenheit. Ich habe das Malen angefangen habe Musiktherapie Sport und viele andere Sachen gemacht. Mit diesen Gedanken die du hast , zieh dich einfach in eine gute Klinik zurück.

N>ur_epin\_Opa


@ babbelsabbel

In der Klinik wirst du zunächst ruhig gestellt

Das stimmt so nicht. In der Klinik wird nichts gegen deinen Willen gemacht. Wenn du keine benzos möchtest bekommst du auch keine. Es gibt viele andere Mittel um dich erstmal runter zu holen – da brauchts nicht immer benzos – auch bei schweren depressiven Episoden nicht.

Dxillses


In der Klinik wird nichts gegen deinen Willen gemacht. Wenn du keine benzos möchtest bekommst du auch keine.

In meiner Hypomanie wurde ich von 6 Pflegern überwältigt und auf einem Bett fixiert.

Gegen meinen damaligen Willen wurde ich dann intramuskulär mit Quetiapin von meiner Manie runtergeholt. Im Nachhinein bin ich den Ärzten dankbar, dass sie gegen meinen Willen eine Zwangsbehandlung durchgeführt haben.

Ärzte haben in Ausnahmesituationen das Recht so etwas anzuordnen, wenn Leib und Leben des Patienten in Gefahr ist. Ich habe in meiner Manie sämtliche Mittel verweigert und die Manie wurde immer schlimmer, ich bin Nachts um 3 Uhr im Umgang auf der Station eine Stunde gejoggt, habe Feueralarm ausgelöst und war schlaflos und hyperaktiv. Schlicht für die Gesellschaft schwer zu ertragen, obwohl man sich selbst unheimlich gut fühlt.

Nach der Zwangsmedikation wurde ich wieder Normal. Ein Depressiver ist das Gegenteil und wird sich auch gegen Medikamente nicht groß wehren. In Ausnahmesituationen geben sie Benzos. Diese stellen zunächst eine Krücke dar um die akuten Suizidgedanken in den Griff zu bekommen. Keinesfalls sind diese zu einer Dauertherapie hilfreich, es ist nur in akuten Fällen meist das einzige Mittel. Wie z.B. Quetiapin bei der Manie. Dauerhaft Quetiapin einzunehmen begünstigt meist eine Depression in der ich z.B. wieder stecke.

Wenn man mir aber das Quetiapin wegnähme würde ich evtl. wieder manisch.

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