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Ich habe schwere Depressionen, seit 5 Jahren durchgehend

Jva<ckyk7x8


ich habe nicht vor, hier den persönlichen kontakt zu finden..... ich suche leute, die evtl auch mit depressionen zu tun haben/ hatten! wozu ist ein forum sonst da?? Persönlichen kontakt habe ich zu meiner familie u meinen paar freunden! ich weiß auch, dass ein forum keinen persönlichen kontakt ersetzen kann, das habe ich auch nicht vor! nur habe ich leider in meinem familien-und freundeskreis niemand, der mit depressionen zu tun hat u von daher können sie sich auch nicht in meine lage versetzen.

dafür, dass du 25 jahre mitarbeit in der psychotherapie geleistet hast, verstehst du mich, bzw. das was ich schreibe aber sehr schlecht. Und das ist jetzt nicht als Angriff gedacht sondern nur eine Feststellung meinerseits!

wünsche Dir alles Gute.

D;illBes


@ aug233

Wenn ich grundsätzlich sage, ich will mir von keinem Menschen helfen lassen, dann kann ich nur -diese gilt nur für mich selbst!!! – meine Situation mir klar aufzeichen und dann in Büchern oder dem Internet nach ähnlich gelagerten Situationen suchen und schauen, wie diese gelöst wurden.

Eine richtige Depression ist keine Befindlichkeitsstörung wie du sie hattest, es kann keine Depression gewesen sein, wenn du selbst durch klar aufzeichnen da raus gekommen bist. Aus einer Depression kommt man nicht auf dem Wege heraus den du aufzeichnest. In einer Depression hat man keine klaren Gedanken, kann daher nichts klar aufzeichnen.

Depression ist eine anerkannte organische Krankheit, wie z.B. Diabetes. Du kannst ebensowenig durch klares aufzeichnen Insulin produzieren wie für die Depression Botenstoffe produzieren.

Genau diese Ratschläge sind das Letzte , dass man den an Depression erkrankten geben sollte, das trifft sie wie ein Keulenschlag. "Du musst dich nur zusammenreissen , dann geht das weg" . Das ist Mitnichten der Fall, man schätzt, dass fast 90 % der Suizidfälle auf einer Depression beruhen. In einer Depression verliert man komplett das Selbstbewusstsein, da sind solche Ratschläge, die man als Depressiver bekommt ein weiterer Schlag ins Selbstbewusstsein dass die Spirale nach unten weiter befördert.

Vielleicht wäre es gut sich im deutschen Depressionsforum über diese Krankheit mal ein Bild zu machen.

mLause


Hallo zusammen,

ich leide auch an der Depression, weil ich allein bin, habe keine Freunde.Viele sagen man muss spazieren gehen,viel reden .Ich frage mich selber mit wem muss ich reden, weil ich allein bin und nur in der Wohnung. Allein spazieren vertraue ich mir nicht .Und wo soll ich gehen ? Wenn ich Ziel hatte eine Freundin besuchen dann würde etwas leichte die Wohnung verlassen.Wenn ich allein einkaufen gehe,bin sehr unruhig von der Angst und denke ich die andere Leute sehen das ich Depression habe.Wenn du erhlich bist und möchtest kämfen gegen Depression zusammen ,weil wer Depression haben die können auch es verstehen nicht jeder versteht es.Viele sagen das ist nur keine Lust was zu machen.Viele verstehen nicht das ist eine Krankheit.

Wenn du auch so fühlst und weiss nicht mehr weiter schreib mir bitte zuruck.

MRilkyx_e77


@ Jacky78:

Wie geht es dir, wenn du in der Arbeit bist? Fühlst dich dich dort dann besser oder kannst du die Arbeit nur sehr schwer bewältigen?

JjacBky7x8


@ Milky_e77

Wenn ich arbeiten bin, fühle ich mich ganz gut, das ist eigentlich ganz komisch, wenn ich dort bin fühle ich mich relativ "normal", bin eigentlich gut drauf (je nachdem mit welchen kollegen ich Dienst habe... ;-D ). Da "funktioniere" ich völlig normal, bin bei den meisten kollegen sehr geschätzt, bin sehr selbstbewußt,kümmere mich um vieles u fühle mich voller energie, eigentlich genau das gegenteil von dem, was ich zuhause bin. Das ist auch momentan die einzige Regelmäßigkeit, die ich in meinem Leben habe. Mein (letzter) Therapeut sagte mir, daß das sehr gut ist u ich das auch so beibehalten soll u daß ich auf der Arbeit das Gefühl habe gebraucht zu werden u dort eine Funktion habe. Ihm ist auch aufgefallen, dass ich mich nie über meinen Job beklagt habe oder über die schwere Arbeit ( Altenpflege), was er von anderen Patienten aus dem Pflegebereich auch anders kennt.

Zuhause dieses fertig machen für die Arbeit, dieses Aufraffen das fällt mir schon schwer aber wenn ich dann da bin dann geht es.Klar gibts auch mal Tage, wo ich dann auch beim Arbeiten nicht gut drauf bin, aber eher selten. Komme gut mit meinen Kollegen klar u manchmal denke ich mir, Gott wenn die wüßten was mit mir los ist. Niemand würde auf diesen Gedanken kommen. Falle auf der Arbeit auch so gut wie nie aus, feiere wirklich nur krank, wenn ich ernsthaft was habe, was sehr sehr selten ist, zuletzt vor 3 jahren. Arbeiten funktioniert also ganz gut u ich hoffe, daß das so bleibt...

JKackzy78


@ Dilles

Du sprichst bzw. schreibst mir aus der Seele. Die meisten Leute verwechseln eine Depression mit einer Befindlichkeitsstörung, deshalb sind auch die psychotherapeutischen Praxen heutzutage dermaßen überlaufen, da jeder meint er habe Depressionen u gehört auf die Couch. Und dann können Leute wie ich, die wirklich nicht mehr klar kommen u ernsthaft Hilfe brauchen bis zu nem halben Jahr auf einen Platz warten :(v

Du hast Recht, man kommt da alleine nicht mehr raus und das ist der Unterschied.

Ich erwarte ja garnicht, daß man mich versteht, wenn man selbst nichts damit zu tun hat. Kann man ja auch nicht. Aber dann sollte man sich mit seinen klugen Ratschlägen einfach mal zurückhalten. Aus meiner Familie u aus meinem überschaulichen Freundeskreis wissen die meisten Bescheid, dass ich Depressionen habe (allerdings nicht wie schwer es wirklich ist u daß ich mittlerweile nur noch zuhause bin, da ich sehr gut schauspielern kann mittlerweile). Ich habe es aufgegeben, ihnen zu erklären, wie es in mir aussieht, da sie sich nicht in mich reinverstezen können u dann auch so sachen kommen: " ja dann mußte deinen hintern mal hochkriegen, dann lass uns doch mal öfter was unternehmem" oder sowas. Geh doch mal wieder zum Sport! Wie soll man Menschen die es nicht kennen erklären, daß der kopf zwar will aber es einfach nicht machbar ist. Ab und zu habe ich ja Gott sei Dank Tage, an denen ich mich dann u wann mit Leuten treffe, aber es ist ganz selten geworden u kostet mich unheimlich viel Überwindung u Kraft. Das ist wahnsinn. Früher hab ich mich fertig gemacht u raus. Heute bruache ich einige Stunden um mich endlich aufzuraffen um mich fertig zu machen... und überlege noch 1000 mal ob ich die verabredung absagen soll.

Ich treffe mich heute vormittag mit einer freundin zum stadtbummel, heute abend fahre ich zu nem freund fußball schauen u morgen nachmittag treffe ich mich mit nem alten schulfreund auf einen kaffee. Ich habe mir viel vorgenommen ( für mich ist das wirklich viel), ich bin gespannt ob ich diese 2 tage genauso rumkriege. ich hoffe es, daß ich nicht wieder absage u doch nur zuhause bleibe....

Diese Woche noch werde ich zu meinem Hausarzt fahren u mit ihm die momentane Situation besprechen ( neue Therapie usw.) und dann mal schauen. Vorher werde ich noch meinen alten Therapeuten anrufen, ihm sagen daß ich nicht mehr zu ihm kommen möchte u mal sehen wie er die situation einschätzt. Ich hoffe es geht bald weiter, daß ich schnell wieder weiter machen kann u eine gute praxis finde.

JHa.ckyx78


@ mause

du hast keine depression, du bist einfach nur alleine. Freunde mußt du dir schon selbst suchen.

J7an7t4


Ähm.. das halte ich für eine etwas gewagte These. Möglicherweise hat mause sehr wohl eine Depression. Woher sollen wir das wissen?

Ansonsten hatte ich den Gedanken, das dieses "immer alles alleine mit mir selber ausmachen, nix abgeben können" ja auch sehr viel damit zu tun hat, sich selber unter Druck zu setzen; sich unter dem Zwang zu wähnen, alleine alles hinkriegen zu müssen etc., und das hat möglicherweise bereits elementar mit den Gründen für die Depression zu tun. Nur so als Gedanke.

Aber es gibt ja nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten.. pharmakologische Therapie und Psychotherapie, am besten beides in Kombination. Was soll man sonst machen?

JDackyx78


@ Jan

na für mich hört sich das eher so an, daß sie einsam ist. klar wenn ich keine freunde habe kann ich nirgends hingehen u verlasse dann natürlich selten meine wohnung. gut vllt. liege ich daneben u ziehe mal meine übereilte aussage zurück, dafür weiß ich ja nix über sie. für mich hat sich das eben so angehört, dass sie einfach niemanden hat wo sie was mit unternehmen kann. da war ich vllt zu schnell mit meiner antwort.

ja du hast recht, dass ich immer alles mit mir selbst ausmache, das wird auch so ein faktor sein. aber kenne es eben nicht anders. als ich noch zuhause gelebt hab war es schon so, dass ich alleine klar kommen mußte, meine "erziehungsberechtigten" haben sich nicht wirklich um mich u meine belange bekümmert, weshalb ich dann auch sehr früh, mit 16 ausgezogen bin u seitdem mein leben immer alleine gemeistert habe. und das ist in mir drin. würde niemals auf die idee kommen, mich mal bei einer freundin richtig auszuheulen, denn ich habe die letzten jahre immer wieder feststellen müssen, dass die menschen viel zu sehr mit sich u ihren problemen beschäftigt sind und von anderen problemen nichts hören wollen. das ist einfach so u deshalb habe ich meinen freundes-oder besser gesagt bekanntenkreist stark reduziert. ansonsten habe ich einfach das gefühl, ich belästige die leute mit meinen problemen, oder wenn ich in anderen sachen mal hilfe brauche (z.B.: als ich noch keinen führerschein hatte) es ist schlimm für mich jemanden aus meinem freundeskreis um hilfe zu bitten. ich weiß daß es quatsch ist aber es ist in mir drin.Ich wiederrum höre mir probleme meiner "freunde" immer wieder an u versuche immer zu helfen soweit es mir möglich ist. aber davon abgesehen, fragt auch niemand groß danach wie es mir geht, was ich fühle usw. von daher, alles gut!

Ja ausser therapie u medikamente gibt es keine möglichkeiten. mich würde nur mal interessieren ob es auch leute gibt, die es auch in so einer form betroffen waren u wie sie da raus gekommen sind. gibt ja auch verschiedene fornen der therapie.

JxaKn74


zu mause noch kurz.. es besteht ja auch die Möglichkeit, das sie, weil es ihr so schlecht geht, gar nicht den Antrieb hat, auf Leute zuzugehen. Aber es kann natürlich auch sein dass Du recht hast. Man kann es einfach nicht sagen, nach den paar Zeilen.

Und ich finde den Aspekt den Du beschreibst (in Bezug auf Dich) schon ziemich wichtig. Ich finde, es klingt so als setzt Du Dich enorm selber unter Druck, da kristallisieren sich zwei markante Faktoren heraus:

- "ich habe nich das Recht, Hilfe zu verlangen; anderen mit meinen Problemen zu behelligen. Das bin ich nicht wert, ich darf den anderen nicht mit meinem Kram auf die Nerven gehen"

- "ich muss die Dinge alleine in den Griff kriegen"

Daraus spricht – wenig Selbstwertgefühl, wenig "Recht auf gesunden Egoismus", wenig Erwartung in Bezug auf Liebe und Wertschätzung durch andere, dafür sehr hart zu sich selber sein. Das so eine Mentalität und das daraus resultierende Verhalten auf Dauer arg an der seelischen Substanz nagt und in eine Depression führen kann, liegt doch auf der Hand (bei einer real-Bekannten von mir wars ähnlich; hat auch wenig offen geredet, immer Fassade nach aussen aufrecht erhalten, weil sie irgendwie dachte, sie "dürfe" nicht offen zu ihren Problemen stehen usw usf, ist dann irgendwann ziemlich zusammengebrochen mental und dann Klinikaufenthalt).

Aber das was ich da schreibe gehört ja inhaltlich schon in eine Therapie. Ich nehme an, solche Aspekte wurden da besprochen? Ich rate Dir, weiter in diese Richtung zu forschen. Vermutlich setzt Du Dich selber unter einen enormen Druck (den Du nach so vielen Jahren schon gar nicht mehr merkst). Also, guten Therapeuten suchen und das aufarbeiten, oder?

Jta"n74


(übrigens spricht auch aus Deiner Antwort auf Mause eine gewisse Härte, geradezu Erbarmungslosigkeit. "Jammer nicht rum, selber schuld, was tun musst Du schon selber!" Wenn Du so auch mit Dir selber verfährst, wundert mich die Depression nicht).

J$aXcky7x8


Ja du liegst schon richtig mit dem, was du schreibst. das wurde auch schon in miener therapie thematisiert u ich bin mir darüber auch im klaren, dass ich nicht alles mit mir selbst ausmachen muß u kann u dass ich mit sicherheit meine leute nicht belästigen würde usw. aber wenn man das in sich drin hat u auch nicht anders gelernt hat dann ist es schwer seine innere einstellung zu ändern. das werde ich alleine eh nie schaffen, das kann ich nur mit hilfe schaffen.

mir sind sehr viele sachen bewußt, warum meine situation so ist u warum ich so bin wie ich bin. Es ist zuviel in meinem Leben schief gelaufen, sachen für die ich meistens nichts konnte, u viele ereignisse u menschen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Dass heutzutage vieles in meinem leben nicht funktioniert (z.B.: beziehungen) resultiert daraus, was diese ganzen erfahrungen in den ganzen jahren jahren aus mir gemacht hat u wie ich mich verhalte. ich muß nur einen guten therapeuten finden mit dem ich endlich mal alles aufarbeiten kann u der mir helfen kann da wieder raus zu kommen und das wird bestimmt einige jahre in anspruch nehmen, denn es sind zuviele sachen aufzuarbeiten. mit meinem letzten therapeuten hatte ich leider kein glück, also heisst es weiter suchen u wieder von vorne anfangen... das problem ist, man sieht nicht unbedingt beim ersten mal ob der therapeut einem helfen kann u ob es passt. das hat sich bei mir erst nach mehreren sitzungen nach u nach gezeigt, somit habe ich wieder ein jahr verschenkt. naja kann man vorher eben nicht wissen. hoffe habe beim nächsten mal mehr glück.

Duillexs


@ Jacky

Jan hat Recht nur mit Psychotherapie kommst du nie aus einer Depression heraus.

Das muss man kombinieren. Meine Psychiaterin war sogar der Meinung , dass während der Depression Psychotherapie nicht viel bringt, dem schließe ich mich an.

Zuerst das richtige Mittel finden und wenn es einem besser geht, dann Psychotherapie um die Depression richtig auszuheilen.

Depression ist eine organische Erkrankung des Hirnstoffwechsels. Die Synapsen produzieren zu wenig Botenstoffe.

Da kann man mit Botenstoffwiederaufnahmehemmern die Botenstoffe anreichern.

Es gibt 2 Gruppen SSRI Serotoninwiederaufnahmehemmer und SRNI Serotonin und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer.

Die erste hat mir nicht geholfen , die zweite schlug ein wie eine Bombe, innerhalb 2-3 Wochen fühlte ich mich wieder richtig gut.

Meist probieren die Ärzte die erste (Citalopram,Cipralex, Setralin) aus ,wenn die nicht hilft die zweite (Venlafaxin,Trevilor). Wieso nicht gleich die zweite verstehe ich nicht.

anu+g233


unter dem Nick-Namen: Sunflower_73 gibt es hier eine ausgebildete Psychotherapeutin, das ergibt sich aus ihren Anmerkungen und eigenen Fragen – vielleicht hat die eine Idee

a u9g23A3


Als Ergänzung zu dem Hinweis von @Dilles: Es gibt ausgebildete Psychotherapeuten, die auch Ärzte sind und damit in der Lage, Medikamente zu verordnen; es gibt sogar Psychotherapeuten, die sowohl Medizin wie auch Psychologie studiert haben und damit beide Bereiche abdecken; der Idealfall ist ein Arzt (selbstverständlich auch immer "Ärztin"); der Facharzt für Psychiatrie ist; Facharzt Psychosomatische Medizin; und Dipl.-Psychologe; das würde bedeuten: Psychologie studiert; Medizin studiert; Ausbildung Facharzt Psychiatrie; Ausbildung neueres Muster Facharzt Psychosomatische Medizin.

Eine solche Rarität dürfte wissen, wie mit Medikament und Gespräch geholfen werden kann.

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