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Ich habe schwere Depressionen, seit 5 Jahren durchgehend

N^oire+Lou<ve


Jacky,

dann wünsche ich dir ganz fest, dass du sie nicht absagst.

Als Außenstehender sieht das ja erstmal eher seltsam aus: Du willst eigentlich unbedingt hingehen und weißt, dass es dir gut geht und trotzdem glaubst du, dass du den Termin eher absagen wirst. ABER, auch wenn ich diese spezielle Situation nicht nachvollziehen kann – so weiß ich doch, dass es so Art innere Zwänge gibt, die andere nur schwer nachvollziehen können....

Raff dich heute noch mal auf, dann werden es zwei schöne Tage hintereinander.

Gruß

J2ack1y7x8


um nochmal auf aug. frage nach der bisherigen medikation zu kommen: (habe die verschiedenen mg zahlen nicht mehr im kopf u die jeweilige dauer, was ich wie lange genommen habe, nur noch ungefähr)

begonnen vor ca. 6 jahren mit Trimipramin, ca. ein halbes oder auch dreiviertel jahr.

vor 5 jahren dann von dem neurologen: mirtazapin, aufgrund starker gewichtszunahme gewechselt auf citalopram + promethazin (atosil-aufgrund von schlafstörungen), überhaupt nicht gewirkt, gewechselt auf venlaflaxin, und seit ca. anderthalb jahren keine medikamente mehr, da ich ja nicht mehr zu dem neurologen gegangen bin u auch nochmal ordentlich an gewicht zugenommen habe. das jahr, dass ich jetzt beim psychotherapeuten war habe ich überhaupt keine medikation eingenommen, da ich das von mir aus erstmal aufgrund meines schon vorhandenen übergewichtes ablehne und ich bei den bereits genommenen präperaten entweder kaum eine wirkung oder auch unverträglichkeit gespürt habe.

Jxackxy78


@ NoireLouve

danke dir @:)

ja ich hoffe auch, dass ich mich nachher nochmal aufraffen kann. als aussenstehender kann man das auch schwer nachempfinden, konnte ich ganz früher auch nicht. und das wünsche ich echt niemandem. bei mir findet immer ein innerer kampf statt und die antriebslosigkeit u traurigkeit gewinnen ständig, obwohl der kopf was anderes will. das wiederrum macht mich dann wütend auf mich selbst, weil ich es wieder nicht geschafft habe, obwohl ich schon immer versuche, mir nicht daran die schuld zu geben denn das verschlechtert meine stimmung ja noch mehr. so ungefähr kann man das erklären. ich hoffe ich kriege heute nochmal die kurve, aber das kann ich dann erst nachher sagen.

N9oirePLouxve


Ja, das mit der Wut auf sich selbst kenne ich auch. Und wie du schreibst, es macht die Stimmung nur noch schlechter, deswegen frage ich mich wieso man (oder ich) es nicht schafft, diese Wut nicht hochkommen zu lassen. So wie du schreibst habe ich das Gefühl, dass du dich auch schon ganz gut kennst und ich schätze mich ähnlich ein und dennoch schafft man es nicht die Wut abzustellen ??? ? Ich versteh es nicht. Das hat so etwas Selbstzerstörerisches.

Vielleicht könntest du versuchen daran zu denken, dass du die Verabredung überhaupt ersteinmal angenommen hast – hättest ja auch gleich ablehnen können. :)*

JWa cky78


ich denke mal, ich habe mir die letzten jahren in sämtlichen situationen immer wieder die schuld gegeben, ich habe michirgendwann für alles, was in meinem leben schief gelaufen ist verantwortlich gemacht. deshalb wahrscheinlich auch die wut auf mich selbst. vom kopf her weiß ich, dass ich für meinen jetzigen zustand nichts kann, das waren zuviele schicksalsschläge, zuviele enttäuschungen u verletzungen. aber irgendwann habe ich mich gefragt, warum in MEINEM leben immer soviel schief läuft u habe angefangen die schuld bei mir zu suchen, da es ja nicht sein kann dass es immer an den anderen liegt. das gefühl hat sich so in mir gefestigt, dass ich deshalb immer wieder in bestimmten situationen wütend auf mich werde. das ist eine erkenntnis, die ich für mich gemacht habe u was mein letzter therapeut auch vermutet hat.

ich denke mal, wenn man mit sich im reinen ist u mit sich zufrieden ist, dann entstehen solche gefühle auf einen selbst erst garnicht. weiß nicht wie das bei dir aussieht.

J:ack~y7x8


was die verabredung angeht, ich nehme meistens verabredungen erstmal an, denn in dem moment wo ich mit freunden oder wen auch immer telefoniere u darüber gesprochen wird, ist es völlig normal für mich zuzusagen u ich fühle mich in dem moment, als würde ich das packen. aber sobald das gespräch beendet ist, geht es dann auch schon los. die einfachste verabredung stellt für mich eine riesen hürde dar, die ich irgendwie überwinden muß, komme mir dann vor als hätte ich einen riesigen berg vor mir, den ich irgendwie abarbeiten muß, kann das schlecht erklären.

ich denke mal, wenn ich die verabredungen von anfang an absagen würde, dann hätte ich überhaupt keine freunde mehr. erfinde dann meistens irgendwelche ausreden. man entwickelt echt schauspielerische talente.... :-(

SPch$litzsauge6)7


mußte mich immer irgendwie alleine aus der scheiße holen, wenn ich einmal drin saß u hab es auch irgendwie immer geschafft. ich war nie von jemanden abhängig, ich hab mich immer selbst über wasser halten müssen. wenn ich jetzt in ne klinik gehe, nehmen andere ( therapeuten, ärzte) mein leben "in die hand" oder nehmen mir was von meiner eigenverantwortung ab u das macht mir angst.Daß ich mich in andere hände begeben MUß u mir helfen lassen MUß. denn bisher mußte ich das nicht u ich hab enorme schwierigkeiten, auch im alltag, andere leute um hilfe zu bitten. so meinte ich das. Dass ich nicht automatisch entmündigt bin u auch mitspracherecht hab das weiß ich. geht mir nur darum, daß andere sich dann um mich kümmern das macht mir echt zu schaffen u das ist hält mich noch davon ab, in eine klinik zu gehen.

Klar. Das beginnt damit, schon morgens früh aufzustehen, sich kalte Güsse geben zu lassen, danach mit der Depressionsgruppe 3 STunden durch den Wald zu laufen, um durch die Bewegung mal ein paar nette Hormone fließen zu lassen. Und man müßte zugeben, dass man sich danach besser fühlt. Und man müßte zugeben, dass man das zu Hause auch machen könnte, aber es ist bequemer, sich dort einzurichten, statt sich zu überwinden.

Klar, so ein Klinikaufenthalt könnte das tumbe Leben arg durcheinander bringen, weil man zu Aktivitäten angehalten wird. Man müßte etwas ändern. Der A.schtritt in einer Klinik – den gibt einem zu Hause niemand. Und wenn man den nicht will, sollte man auch mit dieser Krankheit nix tun.

Dann bleibt es so wie es ist und der Satz, ich würde gerne normal leben, ist nicht wirklich ernst gemeint. Es ist erwiesen, dass körperlich Aktivität die Depression lindert. Und sich nicht aufzuraffen, auch einen klinischen Aufenthalt als Auftakt zum Besseren zu verwenden, ist eine Entscheidung die man trifft– zum weiteren Stillhalten und des nicht Wollens.

Nach einem Schlaganfall muß man auch den Körper mühsam trainieren, warum bei Depression nicht auch die Seele?

Depression ist eine Krankheit, gegen die man meines Erachtens sogar mehr tun kann als gegen jede eine massive körperliche Erkrankung. Man muß sich entscheiden. Scheiden von Fläzen auf dem Sofa und Internet und Tv (Eingangsposting der Lieblingsbeschäftigung) hin zur Aktivität. Entscheiden fürs Leben.

Jdac>kyx78


Man muß sich entscheiden. Scheiden von Fläzen auf dem Sofa und Internet und Tv (Eingangsposting der Lieblingsbeschäftigung)

Ich habe im eingangsposting nicht behauptet, daß es meine "Lieblingsbeschäftigungen" sind oder? Oder hört sich mein Posting so an, als ob es mir Spaß macht nur zuhausr "rumzufläzen", wie du es nennst? Ich glaube zwischen "auf dem Sofa fläzen" und meiner Situation besteht ein Unterschied!

Hast Du mit Depressionen zu tun oder schonmal zu tun gehabt? oder woher hast du deine erkenntnisse?

Deillxes


Depression ist eine Krankheit, gegen die man meines Erachtens sogar mehr tun kann als gegen jede eine massive körperliche Erkrankung.

@ schlitzauge,

ich vermute ganz stark, dass du keine Depression hattest. Eher eine Befindlichkeitsstörung.

Depression ist eine körperliche Krankheit keine psychische.

Um es fertig zu bringen nicht mehr auf dem Sofa rumzufläzen, muss man zuerst die organische Erkrankung des Hirnstoffwechsels einigermassen in Ordnung bringen. Erst dann ist man in der Lage irgendwelche Aktivitäten anzugehen.

Das ist in der Klinik nicht anders, die akuten Fälle machen bei den Aktivitäten Anfangs nicht mit, bis sie medikamentös eingestellt sind, und zu Aktivitäten in der Lage sind.

Nichts anderes ist es mit deinem Beispiel eines Schlaganfallpatienten. Der ist auch erst nach einer medikamentösen Behandlung langsam fähig körperliche Ausfallerscheinungen nach und nach wieder zu erlernen und zu trainieren.

Wieder und wieder muss man hier erklären was längst in der Medizin anerkannt ist. Depression ist ein organisches Leiden, dass man nicht mit dem Satz: Reiss dich zusammen ,heilen kann. Mit diesem Satz stellt man Depressive als Schwächlinge oder Faulenzer dar, obwohl ihr Leiden unvorstellbar für einen niemals Depressiven ist und es keine Krankheit ist die mit einem starken Willen geheilt werden kann.

Man kann auch keine schwere Diabetes mit starkem Willen heilen.

JNackEy7x8


@ Dilles

Habe mich echt zusammenreißen müssen. du triffst es auf den Punkt. Dem muß man nichts mehr hinzufügen.

Danke! :)^

Blrombe-erküchlxein


Ihr müsst euch ja hier nicht zerhacken. ;-D

@ schlitzauge,

ich vermute ganz stark, dass du keine Depression hattest. Eher eine Befindlichkeitsstörung.

Das hatten wir ja schonmal,ne Dilles? Der einzige hier im Forum mit Depressionen bist du. Alle anderen haben "nur" Befindlichkeitsstörungen. ;-)

Was dir nicht in deinen ergoogelten Kram passt, wird eben nicht akzeptiert.

Depression ist eine körperliche Krankheit keine psychische.

Depressionen sind laut Katalog eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom.

Natürlich können Krankheiten Depressionen auslösen aber es ist und bleibt eine seelische Erkrankung und da kannste auf und nieder hüpfen.

Gibt ja auch Schwangerschaftsdepressionen. Ja die heißen so – du würdest es Befindlichkeitsstörung nennen – denn sie sind ohne Medikamente und ohne Therapie bei Schwangerschaftsende weg. Aber sie heißen Depression auch wenn du das nicht so nennen würdest. Aber es geht nicht nach dir, sondern nach dem was ein Arzt diagnostiziert. Deswegen finde ich es eine ungeheuerlichkeit, einem User ne Befindlichkeitsstörung zu diagnostizieren wenn der Arzt der meinung ist, das es eine Depression ist. Auch wenn du medizinisch interessiert bist – im endeffekt hat aber der Arzt studiert und du nicht. Alles was du "weißt" hast du aus medizinischen Lehrbüchern und dem Internet.

Ich hoffe du bekommst ne passende Antwort von schlitzauge!

Jta)cky78


@ Brombeerküchlein

hallo *:)

möchte nicht, dass sich hier gestritten wird, echt nicht!

ich fand es aber auch ein ding, was schlitzauge da von sich gegeben hat. ich werde hier abgestempelt, als ob ich einfach nur faul bin u kein bock habe mich aktiv zu betätigen! das zeigt mir, dass schlitzauge keine ahnung hat von einer depression. ich erwarte auch nicht, dass mich jeder versteht u sich jeder in mich hineinversetzt, aber wenn man keine ahnung von einem thema hat dann muß man sich auch nicht dazu äußern und schon garnicht in so einer anmaßenden form, wie schlitzauge es getan hat. Ich äußere mich ja auch nicht zu irgendwelchen themen, wo ich keine ahnung von hab. ich hatte vor, mir hier evtl. ratschläge oder erfahrungsberichte zu holen, von leuten die selbst betroffen sind. Aber es war nicht meine absicht, dass sich hier gestritten wird!!

wenn ihr meint euch streiten zu müssen dann macht das bitte per PN ansonsten werd ich zusehen, daß ich mich hier wieder lösche u dass der faden gelöscht wird, sowas brauche ich echt nicht!!

ob die depression nun eine körperliche oder psychische krankheit ist, ist mir eigentlich auch völlig egal, aber es muß ja körperliche ursachen zu haben, denn ansonsten würden antidepressiva ja nicht wirken können. da es ja mit dem gleichgewicht der botenstoffe im gehirn zu tun hat, und antidepressiva dieses ungleichgewicht wieder ausgleichen (jetzt mal grob ausgedrückt), hat es ja wohl organische ursachen. denke mal es ist eine mischung aus beidem, aber wer hier nun recht hat oder nicht, soll mir auch egal sein. ich persönlich finde Dilles Beitrag hat hand u fuß, im gegensatz zu dem, was schlitzauge von sich gegeben hat. meine persönliche meinung. woher er sein wissen bezieht, ist mir ehrlich gesagt egal.

also bitte keinen streit u keine diskussionen hier, hab ich echt keine lust drauf persönlichen kleinkrieg. :(v :(v :(v

Danke.

C:har?lie..3


@ Jacky78

Schlitzauge hat sachlich gesehen recht aber sie vergisst das Wichtigste bei der Sache: die psychische, emotionale Seite.

Sie hat völlig ausgelassen, wie es sich für einen Betroffenen anfühlt sich aufzuraffen, wie er sich währenddessen fühlt, wie stark die Psyche dagegensteuert. Was dann eben zu einem unglaublichen inneren Kampf führt. Und wenn man sowieso schon angeschlagen ist -Stress, Überforderung, Probleme- beugt man sich nun mal. Will nicht kämpfen weil man seelisch zu erschöpft ist.

-aber es muß ja körperliche ursachen zu haben, denn ansonsten würden antidepressiva ja nicht wirken können. da es ja mit dem gleichgewicht der botenstoffe im gehirn zu tun hat,-

Ursachen würde ich nicht sagen. Also nicht bei jeder Depression. Ursächlich ist schon oft die Psyche. Aber der Körper – das Gehirn, die Hormonfunktionen – geht anders mit Stress und Co um als bei anderen Menschen, hier kommt dann die körperliche Komponente zum Tragen.

Und wenn man lernt anders mit Stress und Co umzugehen, funktioniert auch irgendwann der Körper wieder.

Es sei denn, es hat wirklich vom Ursprung her rein organische Gründe. Das will ich gar nicht bestreiten, dass es das ebenso gibt. Dass der Körper vom Einen zu viel oder von was Anderem zu wenig ausschüttet, produziert oder wie auch immer. Die Synapsten einfach falsch gepolt sind.

Ich meine damit, weder kann man sagen: Gib Dir einfach mal einen Arschtritt, dann wird das schon (Schlitzauge) noch kann man sagen: Es ist rein organisch, ein paar richtige ADs und alles ist gut (Dilles).

Doch ich möchte auch noch etwas zu Deiner Situation sagen:

Kommt mir sehr bekannt vor.

Ich habe da vielleicht einen kleinen Tip. Du schreibst, Du würdest Dein Schlafzimmer abdunkeln und Dich dort verkriechen. Ich kenne das von mir auch. Man fühlt sich nicht unbedingt immer ganz schrecklich, sondern man ist vielmehr in seiner eigenen Höhle. Abgeschirmt von all' dem "Bösen" was draußen lauert. Es gibt Einem ein kleines Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit. Blöd ausgedrückt, aber vielleicht verstehst Du was ich meine?

Was ich dann gemacht habe war es mir gemütlich zu machen, aber ich machte zumindest tagsüber die Rollläden hoch. Je nach Wetter das Fenster auf. Ich ließ also die Außenwelt ein kleines Stückchen -kontrolliert?- in meine Höhle. Vogelgezwitscher, gedämpfte Stimmen der Nachbarn und so weiter. Schon so ein bis zwei Stündchen später kam ein wenig mehr Antriebslust. Ich hatte ganz fest geplant im Bett zu bleiben* und fand mich wenig später beim Wäscheaufhängen wieder ;-) So zum Beispiel.

*auch ein guter Trick: Plane mal ganz feste, nimm es Dir unbedingt vor: Ich gehe heute in mein Schlafzimmer, mache sonst gar nichts, ich bin ganz faul. Drehe also den Spieß mal um: Treibe Dich nicht an etwas zu tun, sondern treibe Dich an eben nichts zu tun. Erlaube es Dir. Sage Dir, dass es ok ist -was es ganz klar auch ist, denn Du erfüllst Deine Pflichten, trägst die nötige Verantwortung-. Nimm Dir selber den Druck aus dem Ganzen.

Und Du wirst Dich wundern, wie schnell Du auf ein Mal "Lust" hast doch was anderes zu tun als rumzuliegen. :)*

Jxackyx78


Hallo Charlie,

das was du beschrieben hats, mit der eigenen höhle und das abgeschirmt sein von all dem"bösen", das trifft wirklich zu. einerseits ist es ein kleines bißchen ein gefühl von sicherheit und andererseits hasse ich es, weil mein leben an mir vorbei zieht.

mit dem gemütlich machen das macht bei mir keinen unterschied mehr, fühlt sich gleich schlecht an.

ab und an mache ich das mit dem rollo hoch oder bleibe auf der couch im wohnzimmer (wo es dann hell ist, das kann ich nicht abdunkeln), und das ist schon ein unterschied, da hast du recht. nur leider sind solche momente nie von langer dauer, d.h. dass es mal mehrere tage an einem stück sind.

das mit dem spieß umdrehen ist auch eine gute idee, so erwarte ich nix von mir, kein druck da u ärgere mich dann auch nicht, und sollte ich dann überraschenderweise doch etwas "unternehmen", wäre das ein erfolgeserlebnis... einleuchtend.

Danke für den netten Beitrag! @:) @:)

DRill-es


@ Brombeerküchlein,

Prof.Dr.Dr.Florian Holsboer ist einer der angesehensten Depressionsforscher der Welt am MaxPlanckInstitut in München. Hier sein letztes Statement zum Forschungsstand der Depression:

Die Erforschung des Gehirns mit Methoden der Naturwissenschaften einschließlich der experimentellen Psychologie haben hier eine neue Sichtweise geschaffen: Die Depression ist eine Erkrankung des Gehirns. In diesem Organ werden in Milliarden kleiner Nervenzellen, die alle in komplexen Schaltkreisen in Verbindung zueinander stehen, Lebenseinflüsse registriert und gespeichert sowie die entsprechenden Antwortmuster programmiert und an alle anderen Gewebe des Körpers weiterversendet. In welcher Art und Weise die äusseren Einflüsse, die wir über Sinnesorgane wie Augen und Nase, Geschmacksnerven und Körperberührungen aufnehmen in unserem Gehirn abgespeichert werden, hängt von unserem früheren Gebrauch des Gehirns, also den abgespeicherten Informationen ebenso ab, wie von unserer genetischen Ausstattung.

Hier noch ein Video von ihm indem er klar die Symptome einer schweren Depression erklärt und auch darauf hinweist, dass ein Depressiver zu beinahe nichts mehr in der Lage ist, zu allerletzt hilft ihm der Satz :"Reiss dich zusammen"

[[http://www.youtube.com/watch?v=irCrGQ20Vx4]]

Man findet Holsboer zwar in Google was ihm aber damit nicht seine Kapazität abspricht.

Es gibt psychische Depressionen die sind aber mehr im psychotischen Bereich , und man nennt sie dann auch meist Psychose, oder psychotische Depression, diese wird aber völlig anders behandelt.

Die Depression die ich hatte, und von der hier geschrieben wird, war eine endogene Veranlagung die exogen durch extremen Stress ausgelöst wurde.

Wie Holsboer in seinem Video sagt können 60-70% der Depressiven mit ADs relativ schnell geheilt werden. Diese ADs wirken nicht auf die Psyche machen auch nicht abhängig sondern wirken auf das Organ Hirn im speziellen auf den Stoffwechsel, der organisch gestört ist.

Die häufigsten verwendeten ADs die bei diesen 60-70% wirken sind Botenstoffwiederaufnahmehemmer die den Botenstoffspiegel in den Synapsen wieder in Ordnung bringen, also eine klare organische Fehlfunktion des Hirnstoffwechsels in Ordnung bringen. Die restlichen 30-40% sind ebenfalls Organisch erkrankt nur schlagen diese Mittel nicht an. Dafür gibt es dann Medikamentenkombinationen oder Elektrokrampftherapie um ebenfalls den Stoffwechsel im Hirn anzuregen und in Ordnung zu bringen.

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