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Ich habe schwere Depressionen, seit 5 Jahren durchgehend

J)ack]y7A8


@ Schlitzauge

sag mal, liest du eigentlich nur oberflächlich was ich hier schreibe? ich habe nun mehrfach geschrieben, daß ich mir hilfe suche, daß ich vorhabe eine neue therapie zu beginnen, auch in kombination mit medikamenten, wenn ich noch weiter abgenommen habe und ich habe auch geschrieben, daß ich, falls die nächste ambulante therapie nichts bringt, um einen klinikaufenthalt nicht drum rum komme. du stellst mich immer noch hier hin, als wenn ich keine hilfe WILL und einfach meinen arsch nicht hochkriegen WILL. so langsam werde ich echt stinkig! wahrscheinlich hast du dir nur meinen ersten post durchgelesen und bildest dur darüber jetzt eine meinung! hättest du weiter gelesen, dann hättest du mitbekommen, daß ich durchaus bereit bin mir helfen zu lassen, aber ich möchte es erst nochmal ambulant versuchen, da ich MOMENTAN noch nicht dazu bereit bin in eine klinik zu gehen, das heißt aber nicht, daß ich vielleicht in einem halben jahr anders darüber denke! also lass es bitte mich hier hinzustellen, als wenn ich mir nicht helfen lassen will, weil ich die wahrheit evtl. nicht hören will usw! ich kenne die wahrheit bereits! Ich lebe jeden Tag damit! u ich weiß selber, das bewegung u raus gehen hilft, ich bin depressiv aber nicht unterbelichtet!

nur scheinst du immer noch nicht begriffen zu haben, dass bei einer depression einfach die kraft des KÖNNENS nicht da ist und das nix damit zu tun hat, das man nicht WILL. ich weiß nicht warum du immer auf diesem Nichtstun rumreitest! weil es wahnsinnigen spass macht nur zuhause zu sein. weil es wahnsinnigen spaß macht, seinen alltag nicht mehr bewältigen zu können. weil es wahnsinnigen spaß macht, mit den kleinsten dingen total überfordert zu sein, weil man keine kraft hat. weil schlafstörungen wahnsinnig spannend sind! stimmt schon, ich muß mich einfach mal zusammen reißen! nur was soll ich dann in einer klinik, wenn es doch angeblich an mir liegt? du widersprichst dich und wenn du keine ahnung hast dann halt dich doch einfach mal mit deinen tollen weisheiten zurück! ich hoffe für dich, daß du niemals in so eine situation kommst, aber du würdest es bestimmt ganz alleine und ohne hilfe schaffen!!

und was du geschrieben hast, von wegen unter der woche ginge es, nur am we nicht. woher hast du das? habe ich hier irgendwann behauptet, daß ich die ganze woche über arbeite und am we frei habe? nein. ich arbeite immer 5 tage und habe dann 5-6 tage frei! ich arbeite NICHT von mo-fr und habe dann am we frei.

J=ackyx78


@ Schlitzauge

im übrigen mußt du mir kein verständnis entgegen bringen. wenn du kein verständnis für meine situation hast, dann halt dich doch einfach zurück. ich erwarte nicht, daß jeder meine lage versteht, aber das muß man mir hier auch nicht immer wieder schreiben. ich habe schonmal erwähnt, daß ich mir hier erfahrungen von gleichgesinnten erhofft habe. aber es gibt leute die verstehen es anscheinend nicht u meinen sie müssen einem ihre meinung aufdrücken, egal ob das angebracht ist oder nicht! ich gehe auch nicht in eine faden für alkoholiker u teile ihnen mit, daß sie sich mal zusammen reißen sollen und mal starken willen zeigen sollen! wie könnte ich auch, wenn ich selbst nicht in der situation drin stecke? das ist nicht sinn u zweck eines solchen forums!

D-oGrkas-FTabitxa


Du bist so sauer und wütend, aber dass in einem offenen Laien-Forum auch ein paar Beiträge dabei sind, die vielleicht nicht ganz dem entsprechen, was man zu lesen wünscht oder hofft, ist völlig normal. Du kannst das den Usern jedenfalls nicht vorschreiben. Und es kamen doch auch viele gute Tipps.

J`ackyQ7{8


Hallo Dorkas- Tabita *:)

ich erwarte auch nicht, daß mich jeder versteht u jeder meiner meinung ist. es ärgert mich nur, daß ich mich hier ständig wiederholen muß u trotzdem hier hingestellt werde, also ob ich keine hilfe will. ich hatte nicht vor, mich hier von völlig unbekannten leuten über den schweregrad meiner erkrankung belehren zu lassen, von leuten, die grade mal ein paar zeilen von mir gelesen haben u meinen sie könnten hier eine diagnose stellen. ich hatte nur vor mich hier auszutauschen mit leuten, denen es ähnlich geht.will niemandem etwas vorschreiben, aber habe in meinem ersten post gefragt ob noch jemand solche erfahrungen hat. eine ganz einfache frage. Es ist nicht in meiem sinn gewesen, daß hier alles in grund u boden diskutiert wird, was aber leider passiert ist. ein einfacher austausch mit gleichgesinnten ist wohl kaum möglich. Von daher lasse ich es dann eben.

Habe bereits nachgefragt, ob der faden geschlossen oder gelöscht werden kann u hoffe dem Wunsch wird nachgekommen.

die guten tipps habe ich übrigens zu kenntnis genommen :)z

B5romb~eerküc\hleixn


@ Jacky78

Vielleicht ist dieses Forum was für dich ...

[[http://www.psychic.de/forum/]]

Dort findest du Gleichgesinnte, die sich vielleicht besser in dich reinversetzen können.

J;ackxy78


@ Brombeerküchlein

vielen Dank... @:) @:) *:)

D&illxes


Und wenn man dazu noch im dunklen Schlafzimmer liegt, bloß keine Sonne an den Körper läßt, um da schon mal die Hypophyse ein wenig zu stimulieren, ist es genau das: man fläzt in Untätigkeit.

Nochmal: ich weiß, wovon ich spreche.

@ schlitzauge

ich glaube du weisst es leider überhaupt nicht wovon du sprichst angesichts unten stehender Zahlen.

Die für Depressionen typische Hoffnungslosigkeit mündet schätzungsweise bei jedem zehnten Betroffenen in den Suizid. Jedes Jahr nehmen sich rund 10 000 Menschen das Leben, etwa doppelt so viele, wie bei Verkehrsunfällen starben. Dem stehen schätzungsweise fünf bis zehn Mal so viele Suizidversuche gegenüber, die aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfasst werden.

Selbst stand ich kurz vor dem Suizid, das mit dem dunklen Zimmer und das meiden von Tageslicht ist eine der letzten Phasen die dann in Suizidgedanken münden oft dann mit einer Sekundenentscheidung diesen auszuführen. Ich habe 2 Vetter durch Suizid verloren, einer hat sich erhängt der andere ist von der Brücke gesprungen.

Glaubst du wirklich in dieser absolut finsteren Gedankenwelt kann man sich zu irgendwas aufraffen. Das schlimmste für mich war tatsächlich damals grelles Tageslicht. Deshalb vergleichen viele Depressive sich in diesem Stadium mit Zombies lebende Tote in denen der größte Wunsch reift sich umzubringen damit das Leiden ein Ende hat.

Ein suizidal Depressiver will keine Bewegung er will kein Tageslicht, er will am Ende nur noch sterben. Für einen der diese Erfahrung nicht gemacht hat ist es selbstverständlich leicht zu sagen reiss dich zusammen geh raus und bewege dich. Diese eigentlich logischen und rationalen Gedanken hat ein Depressiver nicht. Mich hat damals meine Frau fast schon mit körperlicher Gewalt dazu gebracht zum Psychiater zu gehen, der mir Gott sei Dank mit einem AD geholfen hat.

Als Gesunder habe ich oft schon mit Schrecken an meine Gedankenwelt in meiner Depression zurückgedacht. Man kann es fast nicht glauben so gedacht zu haben, wenn man aus der Depression raus ist.

Angesichts von 10.000 ausgeführten Suiziden von Depressiven und bestimmt 3mal sovielen Suizidversuchen, sind deine Ratschläge völlig fehl am Platz und für jeden schwer Depressiven ein Keulenschlag. Schau dir doch das eingestellte Video von Holsboer an er hat tausendfache Erfahrung mit Depressiven.

sneMlli6x0


@ Jacky78

Ich habe jetzt nicht alle Seiten gelesen, aber zumindest die ersten beiden und die letzte. |-o

Da du Leute suchst, denen es ähnlich geht wie dir, melde ich mich mal. Ich bin fast 20 Jahre älter als du und mich begleitet diese Erkrankung auch schon seit meinem 18./19. Lebensjahr. Nicht durchgängig schlimm, aber immer wieder mit akuten Phasen. Die letzte nun seit Anfang 2011.

Deine Schilderungen trafen so auch auf mich zu: zu Hause aufraffen, um zur Arbeit zu gehen, dort geht es meist, ich setzte sogar den ewig Rumjammernden noch was entgegen. Und bin ich wieder zu Hause, fällt alles von mir ab und ich könnte mich nur noch verkriechen.

Das ist eine Maske, die ich mühsam aufrecht erhalte, damit auch ja Keiner aus meinem Umfeld mitbekommt, wie es mir wirklich geht. Da ich immer noch in der Lage war zu arbeiten, hatte ich mir eine Psychologin gesucht, die ich anfangs wöchentlich aufsuchte. Trotzdem reichte Ende 2011 die Kraft nicht mehr aus, diese Fassade aufrecht zu erhalten. Ich musste mich krankschreiben lassen.

Ich ging jedes Mal mit einem beklemmenden Gefühl wieder zum Hausarzt: schreibt er mich auch weiter krank? Ich fühlte mich nicht in der Lage zu arbeiten, wollte aber auch keine Medikamente einnehmen aus Angst vor der Gewichtszunahme.

Er verordnete mir tägliche Spaziergänge, die ich dann auch immer mal mit einer Freundin machen konnte, der es ähnlich ging und die dadurch auch zu Hause war.

Da es für seine Begriffe aber nicht recht vorwärts ging, drückte er mir behutsam ein Prospekt von einer Psychosomatischen Station eines Krankenhauses in einer anderen Stadt in die Hand. Ich solle es mir mal anschauen und darüber nachdenken.

Ich muss sagen, ich war zu dem Zeitpunkt so weit und sooooo froh über dieses Angebot, dass ich nach ein paar Tagen dort anrief, um mich anzumelden. Leider war die Wartezeit ewig (zumindest für mich in dieser Situation – wäre lieber heute als morgen dahin gegangen) – hat mich dann noch mal richtig runtergezogen.

Als ich dann endlich dort "einziehen" konnte, war ich tierisch aufgeregt, alles in mir zitterte. Und als die Schwester mit mir das Aufnahmegespräch führte, konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten – so viel Aufmerksamkeit für mich war ich nicht mehr gewöhnt.

Es wurde gesagt, ich solle keine Fassade zeigen und könne immer kommen, wenn etwas wäre.

Tja ... :-/ Wenn man das aber gar nicht gewöhnt ist – soooo schnell kann man das gar nicht ablegen. :|N

Was soll ich sagen – nachdem ich 6 Wochen dort war, sagte man mir von mehreren Seiten, jetzt sei ich soweit. :-o Insgesamt war ich 8,5 Wochen da und es war sehr gut für mich. :)^

Das heißt nicht, dass nun alles wieder in Butter wäre. Ich gehe auch jetzt noch zu meiner Psychologin, bin in der Klinik auf Venlafaxin morgens und Mirtazapin abends eingestellt worden und gehe nun auch in Abständen zur Psychiaterin (vor dem Klinikaufenthalt war ich bei ihr nicht).

Es ist auch weiterhin ein Kampf und ich stürze immer mal wieder ab – aber nicht so weit wie vorher und kann schneller wieder aufstehen.

Übrigens gab es auch viele Patientenschulungen in der Klinik. Da habe ich unter anderem gelernt, dass das Wort "zusammenreißen" eigentlich ein Paradoxon ist: man kann etwas auseinanderreißen, aber zusammen-...? ":/

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Zeilen ein wenig Mut machen. *:)

J}ackyx78


@ Dilles

Ich denke das Thema Depressionen wird in dieser Gesellschaft immer ein Tabuthema bleiben.

und wenn man, so wie ich, noch arbeiten geht, siehste ja, dann redet man nicht von einer schweren Depression, dann fläzt man eben nur zuhause rum. so einfach ist das!

Suizidgedanken hatte ich im leben auch schon mehrfach ( bereits im alter von ca. 11 jahren, was an meiner fam. situation lag), momentan habe ich solche gedanken aber nicht, (die letzte phase mit solchen gedanken ist schon ein bißchen was her.)

Wenn man mal an den Fußballprofi Robert Enke zurück denkt: Er hat sich aufgrund seiner Depressionen das Leben genommen, war mehrfach in psychiatrischer Behandlung, ist auch bis 2 Tage vor seinen Suizid "arbeiten" gegangen u hat nach aussen hin ein ganz "normales" leben geführt. Eigenartig. Passt ja dann auch nicht in die "Weltweiten Richtlinien", auf denen so schön rumgeritten wird. und im ICD-10 steht da bestimmt auch nix von geschrieben, daß man bei depressionen 2 Tage vorm suizid noch arbeiten geht. Wahrscheinlich hatte auch er keine schwere depression, sondern einfach nur einen schlechten tag... passt man nicht in das allgemeine krankheitsbild, dann wird man nicht für voll genommen. wenn sich dann ein mensch wie robert enke, der im öffentlichen leben steht, das leben nimmt, dann wird ein paar wochen ein riesen spektakel über das thema depressionen gemacht u ruck-zuck gerät es auch wieder in vergessenheit...

Jtac7ky78


@ selli60

danke für deinen beitrag @:)

ich muß mich auch aufraffen um zur arbeit zu gehen, wenn ich erstmal da bin dann geht es u es ist wie bei dir, ich bin dort selbstbewußt, witzig, arrangiert, genau das gegenteil von dem, was ich zuhause bin. und ich denke mal, der grund, warum ich zur arbeit gehe ist auch nur, um die fassade aufrecht zu erhalten.und was habe ich dann noch? nichts mehr. ich weiß es nicht. es ist eben die letzte regelmäßigkeit die ich noch habe.

wie gesagt, momentan bin ich einfach noch nicht bereit für diesen schritt in eine klinik, aber ich schließe es für die nähere zukunft nicht aus. vom kopf her denke ich mir auch, daß mir ein stationärer aufenthalt helfen könnte, aber wie gesagt momentan wäre dieser schritt einfach zu groß für mich. wie das in ein paar monaten aussieht weiß ich nicht.

hast du seit der medikamenteneinnahme zugenommen? habe beide präperate schon genommen (nicht gleichzeitig) und einiges zugenommen.

wie geht dein Umfeld, Familie-Freunde damit um? Bei mir wissen alle, daß ich depressionen habe, daß ich in psychologischer behandlung war, aber nicht, wie weit es wirklich ist, daß ich nur noch zuhause bin usw. ich kann eben gut schauspielern.

wie oft gehst du jetzt noch zur psychologin u psychiaterin?

freut mich, daß es dir mittlerweile wieder soweit gut geht :)^ :)^ ich hoffe da komme ich auch bald wieder hin.

wünsche dir weiterhin viel kraft :)* :)* :)*

DNilOlexs


@ Jacky

Enke ist ein gutes Beispiel, er hat Hochleistungssport getrieben und war Nationaltorhüter, er hat sich daher zwangsläufig viel bewegt und war fast den ganzen Tag im Freien.

Er hat sich in seinen Bundesliga- und Nationalspielen auf höchstem Niveau bewegt.

Enke war in Behandlung bei Holsboer der ihm leider nicht helfen konnte.

Als Depressionskranker kann man erahnen was er durchgemacht haben muss, er hat tagsüber seine Befindlichkeit unterdrücken können, und ist dann zu Hause laut seiner Frau fast psychisch zusammengebrochen. Sein Leiden war so schlimm wie ich es beschrieben habe . Man empfindet den Tod irgendwann als einzigen Ausweg und als Freund der einen von diesem Leiden erlösen kann.

Wie Holsboer erklärt wirken die verfügbaren ADs nur bei 60-70%. Die 30-40% haben einen sehr großen Leidensweg und können eigentlich nur in der Klinik behandelt werden, genau dies hat Enke gescheut weil er die Reaktion der Menschen (Nationaltorwart in Psychiatrischer Klinik) gefürchtet hat. Dieses Stigma hatte ich auch geglaubt, dass es nach seinem Tod etwas überwunden wird, leider wird man hier immer wieder eines Besseren belehrt.

s eQlRli6M0


@ Jacky78

Vielen Dank für die :)* – die kann man doch immer gebrauchen.

Bei meinen früheren Episoden hatte ich jedes Mal ein Problem damit, das meiner Umwelt und auch meiner Familie offen kundzutun, hatte dann allerhand andere Gründe vorgeschoben. (Mein Mann wusste aber Bescheid.) Wenn ich z.B. jeden Montag in meine Gruppenstunde ging, ging ich für die Kinder halt zum Sport, was auch nicht geschwindelt war, da wir immer vorher zu einer Physiotherapie gingen. ;-)

Nun sind ja meine Kinder erwachsen und aus dem Haus – da konnte ich auch mit ihnen darüber reden. Meine Kollegen wussten auch mehr oder weniger, dass mich die ständige Überforderung auf Arbeit dahin gebracht hatte. Muss dazu sagen, dass ich auch Schmerzpatientin bin und sich die Depression u.a. auch in massiven ständigen Schmerzen äußerte, von denen ich mich gar nicht mehr erholen konnte.

Da es in der Klinik ein sehr umfangreiches Angebot gab, nicht nur verschiedene Formen der Psychotherapie, sondern auch Physiotherapie, u.a. Med. Trainingstherapie an Geräten, und ich außerdem jeden Abend dort Tischtennis spielen konnte, also viel Bewegung hatte, dann noch 2mal in der Woche zum Abendessen nur Salatteller, hatte ich in der Zeit dort insgesamt sogar ca. 8 kg abgenommen.

Diese habe ich mir zu Hause leider wieder angefuttert :°( , weil ich nicht so diszipliniert bin und außerdem durch meinen Büro-Job nicht mehr so viel Bewegung habe.

Bei der Psychologin habe ich eigentlich einen Turnus von 2 Wochen, hatte mir aber letztens erst nach 4 Wochen einen Termin geben lassen, weil ich sonst gar nicht mehr zurecht gekommen wäre wegen anderer Termine. Bei der Psychiaterin war ich jetzt so alle 6 Wochen, weil wir auch das Venlafaxin nochmal erhöht hatten. Aber wenn sich das eingespielt hat, muss ich da sicher nicht mehr so oft hin.

Für eine Klinik solltest du wirklich bereit sein, sonst bringt es nichts. Ich habe dort mehrere Patienten erlebt, die anscheinend den Sinn der ganzen Sache nicht verstanden hatten. Die meinten immer, die würden nichts mit ihnen anstellen – da könnten sie auch genausogut wieder nach Hause gehen. Die hatten nicht erkannt, dass nicht die Ärzte und Therapeuten mit ihnen etwas anstellen sollten, sondern sie selber mitwirken und aus den Angeboten das für sie Wirkungsvollste annehmen und umsetzen sollten. Die meckerten an Allem und Jedem rum. Da hatte ich quasi das Gleiche in Grün wie "Draußen" – war aber eine gute Übung für mich. Und es konnte ja immer wieder ganz aktuell besprochen werden.

Ich habe auch z.B. eine angeordnete Maßnahme nach Rücksprache mit der Ärztin wieder "abgewählt", weil sie mir nicht gut tat.

Das war auch so ein Satz, der mich dort total geflasht hatte und den ich lange Zeit für mich nicht umsetzen konnte: "Es soll Ihnen hier gutgehen. Sie sollen nichts tun, was Ihnen nicht guttut."

Ich drücke dir die Daumen, dass du, wenn du dann soweit bist, auch so einen Ort findest, an dem du es dir gutgehen lassen darfst und kannst. Und das ist nicht im Sinne von Faulenzen zu verstehen, sondern als Achtsamkeit für sich selbst. Es schließt nicht das An-sich-Arbeiten aus.

Auch für dich :)* :)* :)* :)* :)*

D,il"lexs


Weiteres Beispiel ist Ralf Rangnick, als Trainer hat er sich ebenfalls den ganzen Tag bewegt und war im Freien. Trotzdem hat er eine schwere Depression bekommen und ist in eine Klinik, in der man ihn heilen konnte.

Rangnick hat bis heute keine neue Trainerstelle angeboten bekommen, Grund wird sein, dass man ihn als schwach und nicht belastbar ansieht.

Rangnick hat das Glück was viele nicht haben , er hat schon genug Geld verdient und ist auf das Ansehen schwach und nicht belastbar zu sein, nach so einer Krankheit, nicht angewiesen.

S7chlit,zaugex67


Es ist wirklich schon abartig, wenn man selbst 17 Monate Klink wegen Depression hinter sich hat und einem dann immer noch gesagt wird, man hätte keine Ahnung und Suizid usw.

Wieviel Erfahrung brauchts eigentlich noch? Vor Jahren wurde auch noch uneffektiver behandelt, moderne Kliniken gehen entsprechend der Gehinforschung neuere effektivere Wege, das kann eine ambulante Therapie, selbst wenn sie 3 x die Woche ist nicht leisten. Da verplempert man ja schon mit die Häflte mit dem Geplänkel, wie geht, was ham se gemacht.

Es gibt ja auch Tageskliniken. Fakt bleibt, dass man in Kliniken besser betreut wird als mit der Aussage, vielleicht bin ich ja im halben Jahr soweit. Wenn nicht? Was dann? Wieder Monate vergeudet, die einen von einem Leben, wo es einem besser gehen könnte. Wartezeit vielleicht noch mal wieder Monate, dann kann man sich vielleicht auch wieder nicht aufraffen....

Verschenkte Lebenszeit, und gerade, wer hier Suizid erwähnt, wäre eben in einer Klinik besser unterstützt als zu Hause auf dem Sofa.....

S+unflowder_73


@ Schlitzauge:

Dem ist nicht hinzuzufügen. Danke! :)^ :)= :)z

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