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Ich habe schwere Depressionen, seit 5 Jahren durchgehend

B3rombe3erküxchlein


@ Dilles

Du drehst es dir in jedem Thread wie du es brauchst.

In einem anderen Faden schreibst du man ist als schwer Depressiver arbeitsunfähig und nicht mal in der lage ne DVD zu gucken – und hier schreibste: Natüüüüürlich kann man arbeiten. Na was denn nun? Du musst dich schon mal für eine Aussage entscheiden. Du machst dich doch mit deinen widersprüchlichen Aussagen völlig unglaubwürdig.

Ein suizidal Depressiver will keine Bewegung er will kein Tageslicht, er will am Ende nur noch sterben. Für einen der diese Erfahrung nicht gemacht hat ist es selbstverständlich leicht zu sagen reiss dich zusammen geh raus und bewege dich. Diese eigentlich logischen und rationalen Gedanken hat ein Depressiver nicht.

Stimmt. Dieses rationale Denken hat ein Depressiver nicht mehr. Aber: nichts anderes wird in einer Klinik gemacht. Du wirst "gezwungen" raus zu gehen.

Ich selbst war "nur" eine Woche in der Klinik und habe sofort nach dem Aufnahmegespräch einen Plan vorgelegt bekommen.

1. Patienten stabil machen ggf. auf Medikamente einstellen

"Welpenschutz" drei Tage

Nach den drei Tagen gings los:

malen, basteln, singen,Sport,Enstpannungsübungen erlernen,Gespräch mit Thera, Gruppengespräch,1h Bewegung an frischer Luft mit Betreuung usw.

Denk nicht, das ich bis 18 Uhr auch nur eine freie Minute hatte (ausser der Mittagschlaf).

7 Uhr wecken mit Frühsport

11:30 Mittag essen

12 Uhr bis 13:30 Mittagschlaf

18 Uhr Abendessen.

Ansonsten und zwischen den Mahlzeiten wie siehe oben.

Also ich weiß sehr wohl auch wovon ich spreche.

Letzten endes bin ich aus der Klinik raus, weil ich eben mit diesem straffen Plan nicht klar kam und habs ambulant hinbekommen.

J(akcky7x8


@ selli60

vielen dank dafür :)* :)*

ich denke, es ist echt ein langer, schwerer weg den man gehen muß, um da erstmal hin zu kommen, wo du jetzt bist. ich stehe ja noch so ziemlich am anfang, auch wenn ich schon lange weiß, daß ich hilfe brauche u schon mehrere anläufe genommen habe, hilfe in form einer ambulanten therapie in anspruch zu nehmen. bis jetzt leider ohne erfolg aber ich werde es weiterhin versuchen, denn das ist kein leben. was die nächste zeit bringen wird, werde ich sehen und ob ich dann bereit bin in eine klinik zu gehen. werde erstmal wieder mit kleinen schritten anfangen und hoffen, daß ich irgendwann bereit bin mich in eine klinik zu begeben. möchte einfach nur, daß mein altes ich irgendwann wieder da ist und sich mein denken, handeln und fühlen sich einfach wieder normalisieren, denn es ist echt erschreckend, was die depression daraus gemacht hat :°( :°( :°(

@ Dilles

ja das sind eben gute beispiele, daß man niemand vor dieser krankheit geschützt ist. und ich denke mal, wenn man in der öffentlichkeit steht, dann ist es noch weitaus schwieriger, sich diese krankheit einzugestehen, eben weil die gesellschaft immer wieder mit unverständnis auf das thema depressionen reagiert. man kann nur hoffen, daß sich das irgendwann endlich mal ändert.

J'aYcky}78


@ Brombeerküchlein

wie lange hast du mit der ambulanten therapie gebraucht, um wieder ein normales leben zu führen?

Das sind auch so bedenken die ich habe, was einen klinikaufenthalt betrifft: ob ich so einen zeitplan durchhalte, da ich eh schon probleme habe mit terminvorgaben usw. ob es dann so sein wird, das sehe ich natürlich erst, wenn ich es ausprobiere aber so wie ich mich selbst einschätze, könnte es evtl. schwierig für mich werden, wenn alles genau nach zeitplan und vorgaben geht, aber gut anders ist es eben ja auch nicht möglich. vllt. irre ich mich ja auch u würde es hinkriegen. aber beruhigend zu wissen, daß man es auch mit einer ambulanten therapie schaffen kann, wenn man schon so weit war, daß man in einer klinik war.

Dlillxes


Du drehst es dir in jedem Thread wie du es brauchst.

In einem anderen Faden schreibst du man ist als schwer Depressiver arbeitsunfähig und nicht mal in der lage ne DVD zu gucken – und hier schreibste: Natüüüüürlich kann man arbeiten. Na was denn nun? Du musst dich schon mal für eine Aussage entscheiden. Du machst dich doch mit deinen widersprüchlichen Aussagen völlig unglaubwürdig.

@ Brombeerküchlein

ich drehe überhaupt nichts wie ich es brauche.

Genau das Beispeil Enke zeigt doch, dass man eine Fassade aufbauen kann und je nach Schwere der Depression noch ein für die Umwelt normales Leben führen kann. Die freie Zeit ist dann umso schlimmer, wie bei Enke, die Depression wird immer schlimmer und am Schluss kann man dann wirklich gar nichts mehr machen, man vergräbt sich total und geht dann auch nicht mehr zur Arbeit, die Gedanken drehen sich im Kreis und Suizidgedanken werden stärker. Enke ist drei vier Tage vor seinem Suizid auch nicht mehr ins Training. Diese Phase des totalen Abkapseln in sich selbst dauert nicht sehr lange, entweder man lässt sich helfen oder man ist tot. Bei mir waren es 2 Tage in denen ich gar nicht mehr aus dem Bett bin. Ich hatte Gott sei Dank ein Umfeld dass mich zwang zu Psychiater zu gehen und ein Mittel zu bekommen , das mir schnell half. Die akute Hilfe wurde damals mittels Benzos die mich ruhig stellten gemacht.

Dril'l<es


@ Brombeerküchlein,

bei 10.000 Depressionssuiziden sollte eigentlich das Ziel sein die Krankheit zu entstigmatisieren.

Man sollte nicht gezwungen sein wie Enke eine Fassade aufrechtzuerhalten. Damit man von den Leuten nicht mehr hört "Reiss dich zusammen" . Genau das bringt die Leute dazu ein Leben aufrechtzuerhalten, dass man eigentlich nicht mehr leben kann.

Betroffene würde sich das früher eingestehen und rechtzeitige Hilfe in Anspruch zu nehmen, es würde viele Suizide weniger geben.

Viele haben Angst zuzugeben zum Psychiater zu gehen oder sie gehen in einer anderen Stadt zum Psychiater weil sie Angst haben erkannt zu werden beim Gang in die Praxis.

D$orkas-^Tabitxa


Hallo Jacky, @:)

ja, danke für deine Antwort, und ich verstehe dich schon. Es tut mir nur leid zu lesen, wenn hier dermaßen aneinander vorbei geschrieben wird, wie es teilweise der Fall war.

Ich denke, was die Psyche angeht, kann es keine Schwarz-Weiß-Einteilungen geben, und die subjektive Krankheitsempfindung sollte ausschlaggebend sein.

Es wäre schade, wenn du hier aufgibst, schreib weiter, sicher lesen viele interessiert mit – wie ich. *:)

s}ell|i60


@ Jacky78

Obwohl ich in die Klinik wollte, hatte ich auch unbeschreibliche Angst davor, ob ich dann überhaupt in der Lage bin, das alles mitzumachen, was ich soll. Wie komme ich im Mehrbett-Zimmer klar, wie mit Toilette, wenn ich nicht gehen kann, weil grad besetzt ist ... ?

Was muss ich für Klamotten mitnehmen und wieviele? Am ersten Wochenende musste ich ja dort bleiben, dann konnte ich jeweils von Samstag nach Frühstück bis Sonntag Abend nach Hause.

In der Klinik wurde man immer montags gefragt, was man sich für die Woche vorgenommen habe. Da mir nix einfiel, wurde mir dann für die 1. Woche vorgeschlagen: die Therapien und die Klinik kennenlernen.

Das kam mir schon wieder zu simpel vor – aber am Ende der Woche war ich fix und fertig, weil manches nicht so lief, wie es sollte. :°( Da erst wurde mir bewusst, was die damit gemeint hatten. Vor allem aber hatte ich mich mal wieder (wie so oft) selber unter Druck gesetzt.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht deine Zweifel bestärkt. :-/ Man kann es schaffen – und wenn etwas zu viel wird, muss man das auch sagen und mit den Therapeuten reden. Da findet sich immer eine Lösung. Weil ich gerade morgens durch mein Rheuma am meisten Schmerzen habe, musste ich nicht mit zum Frühsport. In der letzten Woche habe ich freiwillig mitgemacht. Die Patienten können sich zum Teil auch gegenseitig motivieren. Das gehört auch dazu.

Aber es ist nicht unbedingt jedermanns Sache, siehe Brombeerküchlein, muss man auch akzeptieren – dafür gibt es halt noch die Tageskliniken. Einige der Patienten von meiner Station gingen nach dem KH-Aufenthalt noch da hin.

JAac-kxy78


@ Dorkas- Tabita

danke, freut mich zu lesen, dass es hier noch interessierte gibt! @:) @:)

ja finde es auch schade, was u wie ier teilweise geschrieben wurde u mich echt wütend gemacht. wie man sieht, geht es ja auch anders u das freut mich echt!

ich denke auch, es kann keine schwarz-weiß einteilung geben und es ist bei einer depression wahrscheinlich nicht anders wie bei anderen krankheiten auch, man kann die symptome u den verlauf nicht auf alle patienten verallgemeinern. sicher gibt es für jede krankheit richtlinien aber jede krankheit verläuft bei vielen menschen eben unterschiedlich.

solange es hier nicht wieder in diskussionen und belehrungen ausartet, schreibe ich natürlich gerne weiter, denn es interessiert mich schon, andere erfahrungsberichte hier zu lesen von menschen, die einen klinikaufenthalt hinter sich haben und auch welchen die es ambulant geschafft haben. ich muß für mich meinen eigenen weg finden u gehen, aber es kann ja nicht schaden, zu lesen, wie es andere geschafft haben, da ich eben in meinem umfeld niemanden mit depressionen kenne u da ain austausch eben nicht möglich ist.

Jwackyx78


@ selli60

nein, meine zweifel hast du nicht bestärkt. ich denke mir schon, daß es schwierig werden würde in einer klinik u daß es kein spaziergang wird. habe momentan noch das problem, daß ich mich selbst ständig unter druck setze und der meinung bin, ich MUß immer alles schaffen, und läuft es nicht so wie ich es erwarte, dann kommen nichts als negative gefühle hoch u ich werde erstmal wieder zurück geworfen. ich denke auch das man es schaffen kann, wenn man denn auch zugibt, wenn es einem zuviel wird u dann mal einen schritt zurück gehen kann.

wie gesagt, ob ich das durchhalten würde weiß ich nicht. das würde ich dann eben sehen wenn es soweit ist. und wenn man es nicht schafft, sowie es bei Brombeerküchlein der fall war, dann ist es wichtig nicht aufzugeben und den weg in einer ambulanten therapie weiter zu gehen und das ist mit sicherheit auch nicht einfach, da am ball zu bleiben :)^ :)^

Jqa%cbky978


und da ich schon ziemlich lange eigentlich garnix mehr schaffe (ausser arbeiten), kann man sich ungefähr vorstellen, daß in mir eigentlich nur noch negative gefühle sind. es sei denn ich hab mal wieder einen tag, an dem ich es schaffe was zu unternehmen.

sJelklix60


Das mit dem eigenen Druck kenne ich ja leider auch zu gut. Umso wichtiger war es , dies mal zu durchbrechen. Ich hatte auch wieder Erfolgserlebnisse in der Klinik und wieder gelernt, etwas zu genießen, auch mal faul sein zu dürfen.

Meine Ärztin und Therapeutin dort waren ja sogar der Meinung, dass ich vielleicht auch nicht mehr arbeiten könnte, so wie es mir jedes Mal ging, wenn die Sprache auf die Arbeit kam. Habe mich dann auch mal zum Thema EU-Rente beraten lassen – aber irgendwie wollte ich das auf gar keinen Fall. Das hatte mir dann wahrscheinlich noch mal einen richtigen Schub verpasst – ich wollte unbedingt wieder arbeiten können.

J'ackBy7I8


@ selli60

das glaube ich dir.

also ich bin froh, dass ich noch arbeiten kann, auch wenn ich mich dazu aufraffen muß u manchmal die brocken so hinschmeißen könnte und es auch auf arbeit sehr anstrengend u stressig für mich ist, aber das geht gott sei dank noch. hätte ich meine arbeit nicht mehr, ich denke mal dann würde es schlimm ausgehen hier, denn es ist das einzige was ich noch habe, auch wen es mir nicht immer gefällt u die arbeit sehr stressig ist. habe gott sei dank auch tolle kollegen mit denen ich arbeite. wäre das nicht, dann wäre ich mit sicherheit auch schon krankgeschrieben.

etwas genießen, das ist bei mir schon ewig her. mal etwas für mich tun was mir gut tut. denke mal muß erstmal meine einstellung zu mir ändern, dann kriege ich das auch wieder hin :)z :)z

s[ellix60


denke mal muß erstmal meine einstellung zu mir ändern

Das ist doch schon ein guter Ansatz. :)^

JvaCckxy78


ja ich bin froh, daß ich diese erkenntnis schonmal habe... hab schon so einige erkenntnisse gemacht, muß es nur schaffen sie auch zu verinnerlichen.

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