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Kann man "Warten", Gelassenheit und Geduld mal lernen?

CRleo 'Edwa|rds& v. 5Davonpxoort hat die Diskussion gestartet


Wenn ja wie?

Ich gebe ja zu, dass ich noch nieee warten konnte. Gelassenheit? Fehlanzeige! Geduld? Was ist das?!

Jeder der mich kennt, ermahnt mich auch dazu oder sagt mir auch: "Dass du aber auch nicht warten kannst."

Abwarten, Warten, Geduld... alles ein Graus.

Was noch schlimm ist, wenn mir dann die Nerven durchgehen und mich dieser innerlicher "Flatter" packt. Also... Beispiel: Ich erwarte was, suche was und es ist zum Greifen nah doch dann packt mich die Aufregung, dass ich zum Beispiel nicht mal einen Brief öffnen kann oder sowas. Oder die Schublade. Dann zittere und zappel ich, ganz schlimm. Sind auch alles ganz unerwachsene Verhaltensweisen und man sollte meinen, dass man mit fast 26 doch mal etwas ruhiger und gelassener wird. :|N Und nicht durch die Gegend flitzt wie so ein Kind dass die Geschenke aufmachen will an Weihnachten.

Aktuell.. natürlich... habe ich diese Phase und es ist nicht schön, weil ich noch einen Monat warten muss, über einen Monat, auf zwei Sachen, die mir viel bedeuten und in dieser Zeit lebe ich nicht. Genau aus diesem Grund kam jetzt das Psychologieforum ins Spiel. Mein Leben in der Zeit hat keinen sonderlichen Wert, qualitativen Wert, weil meine Gedanken nur um das kreisen. %-|

Das ist auch mein Problem: Ich lebe nur von Stein zu Stein, aber keine durchgehende Linie. Nun, es ist ja so, dass das Leben 365 Tage im Jahr hat, und eben nicht nur aus gewissen speziellen Tagen oder Momenten besteht.

So und wie lernt man das nun nicht nur von verschiedenen Momenten zu leben ":/

Das ist nicht schön und es strengt auch an.

Antworten
Hwa%ppy >Banwana


Ablenkung durch Hobbys die einen einbinden. Einer erfüllenden und Spaß machenden beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Ansonsten bin ich auch nicht gerade der geduldigste Mensch. Ich hasse es z.B. wenn sich jemand auch nur um 5-10 Minuten verspätet, ich habe keinerlei Ausdauer bei Gesellschaftsspielen, ich kann auch oft nicht ewig still sitzen, da werde ich total hibbelig. Aber es ist nie so das es mich einschränkt. Klar für meine Mitmenschen sind meine Pünktlichkeitsmanie und mein Hass gegenüber Unpünktlichkeit, nur schwer zu ertragen, aber da müssen sie durch. ]:D

CNleo ^Edwar@ds9 v%. Dav(onpoort


Tu ich aber ich empfinde keinen Spaß :-/ ich mache zwar dann, aber... ja, es läuft trotzdem alles an mir vorbei.

Bin ich vorhin schnell nach Hause geflitzt, wegen einem Paket heute und bin schon wieder ein wenig genervt,weil ich warten muss darauf, weil eigentlich will ich ja noch wohin und meine Mutter wollte noch vorbei schauen, die aber nicht weiß wann se kommt und dann kommen meine Kinder auch noch, also zieht sich das alles hin und ich bin... genervt. Ich bin... gefangen, obowhl ich nicht gefangen bin, weil ich könnte mich ja ablenken oder was anderes produktives in der Wohnung tun, aber... im Moment geht es nicht und wenn es gehen würde, dann tu ich das so nebenbei, während meine Gedanken kreisen.

C8leo Ed(wards Pv. Da$vonpoort


ich habe keinerlei Ausdauer bei Gesellschaftsspielen

Ich auch nicht.

Das ganze mit der Ungeduld hat sich schon so weit hingezogen, dass ich mal in der U-Bahn wenige Minuten feststeckte und zu weinen anfing, weil ich... ja... warten musste. Schlimm... schlimm... ":/

HEappy` Banoana


Das ganze mit der Ungeduld hat sich schon so weit hingezogen, dass ich mal in der U-Bahn wenige Minuten feststeckte und zu weinen anfing, weil ich... ja... warten musste. Schlimm... schlimm...

Ähnliches hatte ich vor Monaten im Regionalzug. Strecke war nur eingleisig und mein Zug hielt mitten auf der Brücke an um den entgegenkommenden Zug durchzulassen. Das hat aber geschlagene 5 Minuten gedauert, ich bin bald abgedreht.

Andere bleiben da ganz ruhig und geduldig, aber nicht

Ich. :=o

C\leo &Edwards dv. DaOvonpgoorxt


Ja ja genau, ich dreh da bei sowas am Rad. Ich will da auch diese Coolness haben, aber die habe ich nicht. Damit gerate ich auch öfter mal mit meinem Freund aneinander der, man kann es ahnen, das komplette Gegenteil ist. Ich mach Stress und so weiter und der bleibt cool und gelassen.

HIappy& Banaxna


Oder auch ganz toll in der Großstadt. Man sucht sich eine Bus oder Bahnverbindung raus und dann steht man an der Haltestelle und wartet und wartet und wartet, und es kommt KEIN Bus oder keine Bahn. Und irgendwann kommt mal was und dann ist man schon fast zu spät dran und muss richtig stiefeln, während andere gemütlich laufen. >:(

M*ollien`chexn


Welches Gefühl steckt denn da dahinter? Angst? (Angst zu verpassen z.B.)

Angst, dass während der Wartezeit "es" (worauf immer Du wartest) verschwindet, doch nicht kommt?

Ich finde das Thema sehr interessant. Mich juckt es z.B. nicht, wenn die U-Bahn mal kurz hält, es sei denn ich habe einen wichtigen Termin oder es ist so heiß in der U-Bahn, dass ich mich unwohl fühle. Sonst – wurscht. Nervt, macht mich aber nicht verrückt.

M_ollSienchxen


@ Happy Banana

Oder auch ganz toll in der Großstadt. Man sucht sich eine Bus oder Bahnverbindung raus und dann steht man an der Haltestelle und wartet und wartet und wartet, und es kommt KEIN Bus oder keine Bahn.

Bei sowas werde ich nicht ungeduldig, sondern übergangslos panisch.

M[ollienXchxen


Jedenfalls wenn es eine fremde Stadt ist. Sonst nicht.

C+leo @Edwardds v. D$avonpoxort


Ach was für Gefühle dahinter stecken, kommt drauf an, meistens sitzt mir da die Angst im Nacken, weil es so ist, dass ich meine Kinder abholen muss zum Beispiel.

Oder natürlich, ich erwarte was, jemanden und so weiter. Es kommt eigentlich nicht vor, dass ich ja grundlos wo bin oder so.

So, ich merke, dass das mehrere Sachen sind. Weil einerseits diese Angst, Panik was auch immer, zu spät zu kommen.

Und dann diese "Ohnmacht" auf etwas warten zu müssen.

Nicht zu vergessen, dass ich eben auch wahnsinnig positiv aufgeregt bin, wenn ich auf etwas schönes warte.

Aber egal ob positiv oder negativ, mich nervt es, dass da eben mein Fokus darauf liegt und ich nichts anderes mehr wirklich wahrnehme, mich erfreue oder so.

Dann bin ich einfach darauf verbissen...

S5hoxjo


Meditation. Klingt blöd. Bei mir hilft es. Das kann auf verschiedene Arten sein – entweder ganz klassische Meditation (WENN ich das regelmäßig mache, hilft es wunderbar, allerdings fällt es mir schwer, das ohne einen Rahmen zu tun, Meditationskurse find ich furchtbar, weil mich die Leute meist nerven, da war es bei mir mit Kampfsport plus fünf Minuten Meditation vorher und nachher optimal, da hab ichs dann nämlich tatsächlich auch täglich von mir aus gepackt). Auch eine Art Meditation: versunkenes Arbeiten. Flutscht das gerade gut, merke ich den Effekt sofort – ich schlafe besser und brauche insgesamt deutlich weniger Schlaf, bin viel gelassener und habe gute Nerven.

Allerdings liegen bei mir die "Probleme" wohl anders – wenn ich beispielsweise ein Buch dabeihabe, stören mich Verspätungen irgendwelcher Verkehrsmittel meist gar nicht, und Wartezeiten auf aufregende Sachen mag ich sogar, weil ich das besonders intensiv finde. Trotzdem, ich glaube, dass Geduld eine Temperaments- und eine Trainingsfrage ist. Aus einer unguten Ausgangslage kann man immer noch einiges machen. Wenn man die Geduld dafür aufbringt. ;-D

Cyleo JEdw)ards Dv. DavHonpooxrt


Und eigentlich ist es schon peinlich, aber ich hab da zum Beispiel vor wenigen Tagen einen Text "News" auf einer Seite entdeckt, was mich einfach wahnsinnig interessiert und worauf ich schon warte. So, nun musste ich mich einloggen um diesen Text lesen zu können und ungelogen, ich konnte weder meinen Namen schreiben(weil meine Hände so zitterten), noch wusste ich mein Passwort (Aufregung, Blackout) und stand echt wie so eine Irre davor, weil mich dieser Zitteranfall so fertig gemacht hat und diese Aufregung so schlimm war. Bin da wirklich bekloppt geworden... (nicht dass ich es nicht schon wäre)

M,ollibencxhen


Na ja klar, wenn man Termindruck hat, ist es normal, dass einen die stehenbleibende U-Bahn nicht kalt lässt. Deswegen allerdings zu weinen… Na ja, andere hyperventilieren dann halt. Auch nicht besser. Ich löse sowas meist, indem ich viel zu früh dran bin und am Zielort dann halt warten muss...

Ich hatte auch eine Lebensphase, in der die Freude auf was Schönes alles andere ausgeblendet hat, aber ich glaube, dass ich mich da nicht so mit Dir vergleichen kann. Ich war da nämlich generell psychisch ziemlich kaputt und hab mich von positivem Erlebnis zu positivem Erlebnis gehangelt, und die Zeit dazwischen hätte es gar nicht geben müssen. Aber Du kommst mir eigentlich nicht so vor, als wärest Du ein psychisches Wrack.

M|olli)enc<hexn


Dein letzter Post klingt jetzt wirklich wie Panik, dass das Interessante verschwinden könnte, wenn Du nicht schnell genug bist.

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