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Seit Venlafaxin Behandlung tiefe Traurigkeit, ist das Möglich ?

DOentz,z hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe seit längerem Probleme mit verschiedenen Schwindelsymptomen. Alles mögliche körperliche wurde bei mir untersucht, bis der Neurologe davon ausgegangen ist, dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Er geht von einer Depression aus. Jetzt ist es aber so, dass ich nie irgendwelche Traurigkeitsempfindungen hatte ... ich war wirklich sehr sehr selten mal traurig.

Seit etwa 3 Monaten nehme ich jetzt Venlafaxin, angefangen mit 37,5 mg und dann gesteigert bis 112 mg (jetzt). Ich hatte am anfang die ersten Wochen etwas Nebenwirkungen und konnte irgendwann eine Wirkung feststellen, die ich nicht als negativ empfunden habe. Zeitweise ging es mir vom Schwindelempfinden her besser.

So jetzt aber zum eigentlichen Punkt. Seit letzer Woche Dienstag geht es mir extrem schlecht. Ich habe eine extreme Traurigkeit, ein richtig beklemmendes Gefühl auf der Brust. Dieses Gefühl hatte ich noch nie zuvor. Das schlimmste daran ist, dass dieses Gefühl nicht nachlässt und dauerhaft besteht. Ich fühle mich richtig schlecht und habe gestern meinen Neurologen aufgesucht. Er sagte dann das wäre früher oder später sowieso gekommen, so sieht nun mal eine Depression aus. Für mich ist das aber unverständlich, da ich diese Symptome nie zuvor hatte, es ging immer nur um Schwindel. Kann es denn sein, dass das von dem Venlafaxin kommt ? Oder ist das unwahrscheinlich und es ist tatsächlich die Depression ? Brauche mal ein paar Meinungen dazu. Vielen Dank schon mal !

Antworten
S"ein-Scxhätzxchen


hey du,

auch ich habe venlafaxin schon eingenommen, gegen meine massiven krankheitsängste und depressionen. ich muss dazu sagen, dass ich die erste Wochen ziemlich heftige nebenwirkungen hatte wie übelkeit, übermäßiges gähnen mit würgreiz, das gefühl, high zu sein und komische träume. meine ängste und auch meine depressionen wurden besser, ich hatte jedoch immer das gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein. aber wie gesagt, ich wurde nach kurzer zeit ruhiger und gelassener.

ich sags dir ehrlich, hol dir eine zweite meinung. ich finde das auch sehr verwunderlich, dass anhand von Schwindel eine Depression diagnostiziert wird und auch noch gleich ein Antidepressiva verordnet wird. Normal soll ein Antidepressiva ja genau diese Symptome, die es bei dir auslöst, verringern. Ich persönlich finde, dass solche Medis ein Segen sind, wenn es einem psychisch ziemlich dreckig geht und ein normaler Alltag nicht mehr möglich ist. Aber wie gesagt, geh nochmal zum Arzt, aber zu nem anderen.

Dcildlexs


@ Dentz,

ich schließe mich sein schätzchen an. Schwindelanfälle bei einer Depression habe ich noch nicht gelesen und ich lese sehr viel über Depressionen , da ich Betroffener bin.

Venlafaxin greift sehr stark in den Hirnstoffwechsel ein und erhöht die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin, die eigentlich für gute Laune zuständig sind. Botenstoffe die vermehrt tagsüber augeschüttet werden wohingegen Nachts Melantonin ausgeschüttet wird.

Bei Depressiven ist der Botenstoffspiegel von Serotonin und meist Noradrenalin zu nieder aus diesem Grund gibt man diese ADs wie Venlafaxin, die eigentlich die Traurigkeit wegnehmen.

Venlafaxin hat mir sehr gut in meiner Depression geholfen, ich nahm das 4 Jahre machte immer wieder Ausschleichversuche fiel aber in die Depression zurück und musste wieder erhöhen. Dann passierte das was man inzwischen durch neue Studien weiss, das Venlafaxin hat eine schwere Manie ausgelöst. Manien entstehen durch zuviel Serotonin, was wohl durch Venlafaxin bewirkt wurde. Eine Manie fühlt sich für einen selbst gut an, aber man kann mit einer Manie kein normales Leben führen.

Wenn du also keine Depression, und eine normale Serotoninproduktion in den Synapsen hast, läufst du Gefahr mit Venlafaxin in eine Manie reinzugeraten, da das Mittel den Serotoninspiegel auch über das normale Mass hinaus erhöhen kann. Das Mittel ist brandgefährlich und die Diagnose Depression sollte schon gesichert sein. Ich würde auch zu einer 2ten Meinung raten.

Die Amis nehmen diese Mittel (Prozac) als Hirndoping da man leistungsfähiger wird, im Prinzip bewirkt es bei Gesunden eine leichte Manie. Man braucht wenig Schlaf ist leistungsfähiger und wacher in den Gedanken. Allerdings ist gerade in den USA festgestellt worden, dass immer mehr Leute in schwere Manien geraten, diese lösen einen Größenwahn aus bei dem sich viele finanziell ruiniert haben. Es laufen aus diesem Grund viele Klagen gegen Pharmakonzerne. Am Montagabend kam genau über diese Mittel eine Reportage, bei einem gewissen Prozentsatz führen diese Mittel zu Gewalttätigkeit, Agressivität und völligen Empathieverlust. Es wurden Beispiele von Menschen gezeigt die unter diesen Mitteln Morde begangen haben. Montagabend ARD Glückspillen , kann man in der Mediathek anschauen.

Für schwer Depressive sind die Mittel ein Segen, aber sie sind brandgefährlich, bei Schwindelanfällen, das zu verschreiben würde ich wirklich nochmal hinterfragen.

ZLwackV4x4


Dentzz, ob Du adäquat behandelt wirst, möchte ich mal leise in Frage stellen. Zunächst einmal wird Schwindel als häufige Venlafaxin-NW angegeben. Vielleicht wärst Du in der Schwindelambulanz eines großen Krankenhauses besser dran gewesen. Wenn sich Dein Zustand erst unter Venlafaxin zu einer richtigen Depression ausgewachsen hat, sollte man auch an die Möglichkeit einer paradoxen Reaktion denken (was Grund für einen Medikamentenwechsel bzw. einen Behandlungsabbruch sein könnte).

A\zu&ce nax1


Hallo Dentzz,

Schwindelgefühle können auch bei einer Angsterkrankung auftreten. Wann hast du denn die Schwindelanfälle? Hast/hattest du Stress, beruflich, privat oder anderer Natur?

LG, Azu

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