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Nirgends und bei niemanden fühle ich mich auf dauer wohl..

Cxom0ingjHomxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Also ich weis gar nicht so richtig wo ich anfangen soll, aber ich habe das Problem, dass ich mich auf Dauer an einem Ort oder "Zuhause" und/oder bei einem Partner nicht so richtig wohl fühle und dann immer denke, dass das was ich hatte in meiner Vergangenheit und/oder aber einer meiner Expartner doch besser waren obwohl das gar nicht so ist.. Es ist so, als bräuchte ich ständige Abwechslung, Herausforderungen und Neues! Ich bin im September letzten Jahres erst in eine andere Stadt gezogen (Schon das dritte Mal in knapp 3 Jahren) weil ich eigentlich immer in meine Geburtsstadt zurück wollte wo ich jetzt auch bin aber irgendwie fehlt mir meine Familie und so.. Nun habe ich auch vor 3 Monaten meinen Freund kennengelernt, nachdem ich über 1 Jahr Single war nach der Beziehung mit dem Vater meiner Tochter! Anfangs war alles super aber momentan nervt er mich nur noch mit allem und ich fange wieder an an den Vater meiner Tochter zu denken und dass es doch irgendwen besseres dort draußen geben muss und dass es doch einen Ort geben muss, an dem ich mich Zuhause fühle.. Was ist nur los mit mir?

Antworten
LPe?wiaxn


ComingHome

Das klingt ein bisschen widerspruechlich fuer mich. Einerseits schreibst du:

Es ist so, als bräuchte ich ständige Abwechslung, Herausforderungen und Neues!

Andererseits:

dann immer denke, dass das was ich hatte in meiner Vergangenheit und/oder aber einer meiner Expartner doch besser waren obwohl das gar nicht so ist..

Die Vergangenheit ist ja eigentlich gar nicht eine neue Herausforderung.

Ich denke, es ist sehr menschlich, die Sehnsucht zu haben, "zuhause anzukommen", und es ist im Grunde auch menschlich und normal, dass sich diese Sehnsucht in ihrer Reinform nicht erfuellen kann und das frustriert.

Ich weiss nicht, inwiefern es auf dich passt, aber ich stelle mir bei deiner Schilderung ein Problem mit dem erwachsen werden, mit der Abloesung vom Elternhaus vor. Irgenein Problem dieser Art, eventuell auch, dass du zu frueh "in die Welt geworfen wurdest" in irgendeinem Sinne, oder auch zu spaet?

Denn das ist eigentlich einer der wesentlichen Punkte am erwachsen sein, dass man sieht, dass man selber die Verantwortung hat dafuer, wo man ist und wie man sich dort fuehlt, und dass man Entscheidungen trifft fuer sein eigenes Leben, evtl. auch Kompromisse macht, und sich nicht von diesem verschwommenen Ideal des "Heimkommens" leiten laesst, an einen Ort, den man noch nicht zu kennen glaubt (denn die Orte, die man kennt, waren ja wohl nicht so ideal). Dass man einen Ort, an dem man sich nicht auf Anhieb wohlfuehlt, als Herausforderung versteht; das "Neue" waere dann, sich aktiv dort einzurichten, sich das eigene Leben sozusagen zu "erobern", anstatt wegzulaufen. (Wobei, man kann auch als "Weltenwanderer" erwachsen sein, aber dann ist das auch kein Weglaufen, kein "the grass is greener on the other side", sondern ein Zustand, in dem man sich auch eine Art "Zuhause" einrichten kann, innerlich.)

Es ist nicht ein bestimmter Ort, der etwas fuer dich tun wird. Du musst etwas fuer dich tun!

A<iy{anax89


Ich glaube ich bin auch so: Keine Beziehung hat bei mir wirklich lange gehalten, meist auch weil ich wieder meine "Freiheit" wollte und der Partner mich zu sehr eingeengt hat. Beruflich suche ich auch immer das "neue" und mein Lebenslauf wird immer bunter. Selbst sportlichen Hobbys kann ich nicht treu sein. 1-2 Jahre und dann muss was Neues her. Ja selbst Freundschaften ändern sich bei mir ständig. Wobei das größtenteils an den Umständen liegt (längere Reisen – mal 12 Monate, mal 7 Monate..., Veränderungen auf beiden Seiten, und "es passt einfach nicht").

Als mir das bewusst geworden ist, wollte ich dagegen ankämpfen. Habe gedacht, mit mir wäre etwas falsch. Aber mir geht es jetzt viel besser damit seit ich das für mich akzeptiert habe. Ich versuche mit dem zufrieden zu sein was ich habe, akzeptiere aber auch gleichzeitig, dass der Umbruch wieder kommt. Anscheinend bin ich einfach so. Was auch viele Vorteile hat: Man lernt ziemlich viel kennen. Und ich fühle mich praktisch überall zu Hause. Und vor allen Dingen komme ich auch alleine bestens klar. Ich bin auf niemanden "angewiesen". Und ich bin keinesfalls unglücklich darüber, in dem Punkt "anders" zu sein. Vielleicht ändert sich das irgendwann?

k5amilKlchexn


Tiefenpsychologische Behandlung.

A&iyanxa89


Man braucht nicht für alles eine Therapie...

kuamil&lchxen


ROFLMAO!

Nein. Richtig.

Aber für systematischen seelischen Kummer.

ClominEgHoxme


Ja ich weis nicht wie ich es richtig erklären soll.. Ich hatte bis jetzt noch keine Beziehung, die länger als 8 Monate ging ohne schluss zu machen.. Und ich bin jetzt 26! Und wenn ich mich in einer Beziehung nicht wohl fühle denke ich, dass der Ex doch gar nicht so schlecht war oder aber auch, dass es einen geben muss, der mich glücklich machen kann! Genauso ist es mit den Wohnorten.. Bin ich irgendwo, fühle ich mich nicht mehr wohl nach einer Weile oder denke, dass es woanders, wo ich vorher war oder wo ich noch nicht war besser sein würde, bis ich dann feststelle, dass es doch nicht so ist und das ganze von vorne anfängt.. Ich weis einfach nicht was ich machen soll! Abwarten, Tee trinken und hoffen, dass dieses Gefühl von allein wieder vergeht und mich meiner Umgebung einfach anpassen? Ich kann doch nicht immer davonlaufen!

kmam2i}kazxe


Was ist nur los mit mir?

Hm, aus meiner laienhaften Sicht würde ich vermuten, dass Du Dich in Deiner Haut nicht wohl fühlst – warum auch immer – und deshalb ständig Action brauchst, um das nicht so zu spüren. Kommt die Gewohnheit, schwindet die Ablenkung – und das Spiel beginnt aufs Neue.

L3ewixan


ComingHome

Ich weis einfach nicht was ich machen soll! Abwarten, Tee trinken und hoffen, dass dieses Gefühl von allein wieder vergeht und mich meiner Umgebung einfach anpassen?

Kannst du mit dem Gedanken nichts anfangen, dass du versuchst, dir deine Umgebung aktiv "anzueignen"? Erkunden, wie sie aussieht, wo Ecken sein koennten, die dir gefallen, und wo du Leute finden koenntest, mit denen du etwas anfangen kannst? Rausgehen und "erforschen"? Jeden Tag etwas finden, was du noch nicht kennst, neugierig sein...

C1omiAngvHome


Ja naja momentan fühle ich mich wohl wo ich lebe, auch wenn ich oft Sehnsucht habe nach meiner alten Heimat, wo ich weis, dass ich dort nicht mehr hinziehen könnte, schon allein finanziellen Mitteln wegen!

Ich fühle mich auch in der Umgebung meines Partners wohl, seine Eltern akzeptieren und lieben mich, genauso wie sein gesamter Freundeskreis und irgendwie weis ich, dass ich hier richtig bin aber mir geht er und alles momentan auf die nerven so dass ich am liebsten meine Sachen packen würde und gehen würde um meine Ruhe zu haben..

Genauso ist es mit dem Job, ich war kurz davor ihn hinzuschmeißen aber weis, dass ich nirgends so gut verdienen werde und da ich eh im August meine Ausbildung anfange und ihn dann aufgeben muss, muss ich jetzt wohl oder übel durchhalten!

Um es genauer zu beschreiben, es ist so, als wenn ich immer genau das haben möchte was ich nicht habe, mit der Person zusammen sein möchte mit der ich nicht zusammen sein kann, an dem Ort sein möchte an dem es mir nicht möglich ist zu sein.. Als wenn ich immer darauf aus wäre zu vermissen und Sehnsucht zu haben.. Ich vermisse immer irgendetwas oder irgendwen und komme niemals zu dem Punkt, dass ich sagen kann, hier fühle ich mich wohl, mit den Menschen die ich um mich rum habe, hier bin ich zuhause und nirgendwo anders.. Das scheint es für mich nicht zu geben und ich kann mir einfach nicht erklären warum!

L,e?wi[axn


Hast du dich als Kind "zuhause" gefuehlt? Wenn ja, wann ist das verloren gegangen?

k/amill_chen


Was für einen Unterschied kann das "wann" machen? ich würde sowas gerne selbst ergründen

Leewixan


Was für einen Unterschied kann das "wann" machen?

Das waere ein Zeitpunkt, wo man dann mal hingucken koennte, was genau da abgelaufen ist. Ohne das zu wissen, kann ich weiter nichts dazu sagen.

RYonalyd x60


Kann es sein, dass es Dir "zu gut" geht?

Vielleicht solltest Du versuchen, Dein aktuelles Leben mal auf "kleinerer Flamme zu kochen" und mit dem zufrieden sein, was Du hast?

CAomin_gHoxme


@ Ronald,

wenn es mir "zu gut" oder generell gut gehen würde, hätte ich glaube ich keinen Grund nach Rat zu fragen, weil ich mich eben gerade nicht wohl fühle! Ich habe schon in verschiedenen Situationen gelebt und mich auch mit weniger zufrieden gegeben, ich sollte ja auch eigentlich nicht klagen was das angeht, ich werde geliebt, habe keine finanziellen Probleme weiter und auch sonst keine Probleme dieser Hinsicht..

Ich weis nicht ganz wie du "zu gut" denn definieren würdest..

@ Lewian,

das wann ist schwer zu ergründen, komme aus einem recht schweren und turbolentem Elternhaus, wo auch Alkohol und Abstinenz des Vaters eine große Rolle spielt! Ich weis, das ich als Kind niemals ins Ausland ziehen wollte, wie der Rest der Familie und deshalb mir immer gewünscht habe zu meinen Geburtsort zurück zu ziehen, wo ich nun auch letztenendes bin!

Generell denke ich, dass es nicht wirklich möglich ist, hier ins Detail zu gehen, meine Vergangenheit ist etwas zu kompakt um sie in einem Forum in Kurzform zu verfassen..

Was mich halt am meisten beschäftigt, sind meine Beziehungsprobleme, dass ich mich auf dauer an niemanden binden kann.. -__-

Danke übrigens für eure Antworten! :)

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