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Freund hat sich geritzt, wie soll ich damit umgehen?

k#aDmikazxe


Talija

ich komm aber nicht mit der Doppelbelastung klar! So entsetzt wie ich darüber auch bin, aber ich komm nicht klar damit. Ich kann nicht nur die Starke sein. Das war ich jahrelang und bin so in nem tiefen Loch voller Depressionen gefallen, das mir schon genug ruiniert hat. Das hab ich zwar mittlerweile alles im Griff, dennoch ist die Gefahr groß, dass ich wieder abstürzt. Und dann? Dann ist keiner mehr stark. Was machen wir dann? Ich kann das alles hier allein nicht stemmen. Ich kanns einfach nicht...

Ja, Du kannst es nicht und das ist auch ganz normal. Schließlich bist Du nicht seine Therapeutin, sondern ein ganz normaler Mensch mit seinen eigenen Problemen.

Ich würde mich wirklich sehr von ihm abgrenzen. Es ist lieb von Dir, dass Du ihm so beistehen willst, aber ich glaube, Du kannst nichts für ihn tun, was ihm dauerhaft helfen würde. Wenn der Druck so groß ist, dass er sich wieder schneidet, dann hilft ihm auch die gut gemeinte Notfallkiste gar nichts, sondern er wird wieder zum Messer greifen und hinterher werdet ihr beide heulen. Er zehrt von Dir. Das geht auf Dauer nicht gut, erst recht nicht, wenn da mal Kinder kommen. Er muss lernen, die Verantwortung für seine Krankheit zu übernehmen und auch die, die er in eurer Beziehung Dir gegenüber hat. Dazu gehört vor allem, sich anständig von entsprechend ausgebildeten Personen helfen zu lassen. An Deiner Stelle würde ich ihn mal weniger mit "liiiiiebhaben" weichspülen, sondern mal Klartext reden: Es wird nichts aus euch, wenn das so weitergeht, denn das schaffst Du nicht und Du willst das auch ganz bestimmt nicht, wenn Du mal an die nächsten 20 Jahre und an Kinder denkst. Ich würde die Beziehung schleunigst wieder auf Augenhöhe setzen und ihm seinen Teil der Veranwortung wieder zurückgeben. Denn im Moment bist Du eher seine liebe Mutti-Therapeutin als seine Freundin.

D%if7ficSultyx.


Schließlich bist Du nicht seine Therapeutin, sondern ein ganz normaler Mensch mit seinen eigenen Problemen.

:)z :)^

An Deiner Stelle würde ich ihn mal weniger mit "liiiiiebhaben" weichspülen, sondern mal Klartext reden: Es wird nichts aus euch, wenn das so weitergeht, denn das schaffst Du nicht und Du willst das auch ganz bestimmt nicht, wenn Du mal an die nächsten 20 Jahre und an Kinder denkst.

Das kann aber auch in dem Moment Gegenteil umschlagen, wenn er es aus irgendwelchen Gründen nicht schafft, diese Verantwortung zu tragen. Das hängt stark vom Menschen ab.

Nburarihpyon


Klar ist schwer das zu lernen Talija. Es ist saumäßig schwer sogar. Das ist etwas, was man lernen muss, und das dauert seine Zeit.

Es gibt probleme, die kann man nicht als Paar stemmen. Probleme, die nicht eure sind, sondern nur seine. Etwas als Paar duchstehen zu können ist eine tolle Sache, aber das darf niemals in Selbstaufgabe abdriften, denn dann passiert genau das, was du jetzt schon beobachten kannst: Du gehst vor die Hunde.

Es ist ein sehr schmaler Grad und es gibt nur wenige sinnvolle Wege.

Du lernst dich von seinen Problemen ein Stück weit abzugrenzen, so das du vor allem genug Kraft für dich selbst hast.

Du kannst mit ihm fühlen, nicht aber mit ihm leiden.

@ Kamikaze

Klartext kann auch böse nach hitnen losgehen, je nachdem was er genau hat. Manchen gibt das den richtigen tritt, andere mag es gar zurückwerfen. :-| Wenn er mit Kritik im Grunde umgehen kann gebe ich dir aber recht. Zumindest muss ihm klar werden, wie sehr sie das mitnimmt und das die Beziehung früher oder später kippt.

Dvif/f/i6culxty.


Nurarihyon, und wieder triffst du es besser als ich! ;-D

N6urarimhyoxn


Ich musste mich mit der Situation auch auseinander setzen, allerdings als die andere Partei. Ich hatte im Laufe der Zeit viel gelegenheit darüber nachzudenken. Meine Freundin hat das sich abgrenzen gut drauf. Und das sie sich abgrenzen kann stärkt mich und gibt mir mehr Sicherheit, als wenn sie sich kopflos meine Probleme zu eigen machen würde.

Klingt das irgendwie nachvollziehbar? Ist ein wenig wirr geschrieben, trifft es aber prima. Mittlerweile bin ich ziemlich stabil und unser beider Lebensqualität hat sich erheblich verbessert :)_ ;-D

k}amikwa4zxe


Nurarihyon

Klartext kann auch böse nach hitnen losgehen, je nachdem was er genau hat. Manchen gibt das den richtigen tritt, andere mag es gar zurückwerfen.

Natürlich kann das auch nach hinten losgehen, aber was wäre denn die Alternative? Nichts sagen, immer nur für ihn da sein und dauerhaft zurückstecken bis zur Selbstaufgabe?

Zumindest muss ihm klar werden, wie sehr sie das mitnimmt und das die Beziehung früher oder später kippt.

Eben und das geht nur durch klare, sachliche Worte.

N`ura/rihxyon


Richtig, aber man muss dann schon etwas sensibel rangehen und kann trotzdem die richtige Botschaft übermitteln. Das eine schließt das andere nicht aus.

Alternativen gibt es wenig sinnvolle, das ist richtig. Einer von beiden muss lernen (am besten beide) sich abzugrenzen oder das ganze endet in einer Katastrophe.

Schon alles blöd und kompliziert *seufz*

D{iffi$cul&tyx.


:)z Ergibt vollkommen Sinn. Ich arbeite noch an der "Freundin"-Position.

k<am]ikazxe


man muss dann schon etwas sensibel rangehen

Na, habe ja nix Gegenteiliges geschrieben, gelle...allerdings würde ich schon deutlich sagen, was Sache ist und nicht aus falscher Rücksichtsnahme so tun, als ob alles halb so schlimm für mich wäre.

NluPrari|hyoxn


Stimmt, wir meinen wohl das Gleiche, Kami ;-D

:)z Ergibt vollkommen Sinn. Ich arbeite noch an der "Freundin"-Position.

Mein Hirn läuft schon auf Sparflamme, also frag ich lieber. Du bist also der weibliche Part in einer Partnerschaft, in welcher Er auch so seine Problemchen hat?

Dxiffic)uxlty.


;-D Richtig.

kWamiFkmaze


Stimmt, wir meinen wohl das Gleiche, Kami

Ich denke auch, Nurilein. :-x

N\urar\ihyxon


Nurilein x:)

@ Difficulty.

Wie klappt das denn bei euch so im Alltag, wenn ich fragen darf?

D.iffic/ultxy.


Ich scheib dir mal eine PN, ich will den Faden der Te nicht shreddern. ;-)

NWurari}hyoxn


Ok :-D

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