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Psychologisch krank schreiben lassen?

SiunRflowerx_73


@ Dilles:

Dein "Erst Hirnstoffwechsel, dann weitersehen" widerspricht SÄMTLICHEN Leitlinien ALLER großen Fachgesellgeschaften. Der vorrangige Aspekt "Hirnstoffwechsel" gilt gerade mal für bipolare Störungen und Schizophrenie!

H5azTelmauxs


Ich habe alles soweit gelesen ws ihr mir geschrieben habt und werde euch später auch antworten, bin gerade nur in der Pause un dnicht die Ruhe/Zeit grad zu antworten. Wollte nur kund tun dass ich es schon gelesen habe und ich mich heut abend noch mal dran setzen werde.

Das ist übrigens ein Praktikum was ich mache damit ich nicht nur daheim sitze und die Hände in den Schoß lege, möchte ja was tun... Ich habe schon einmal eine Ausbildung angefangen, aber nicht zu ende geführt, weil ich das seelisch nich tmehr ausgehalten habe, was sich allerdings auf einen bestimmten bereich bezog. Es wird nur immer schwieriger je älter ich werde und das ist auch ein weiterer punkt, der mich quält...aber was soll ich machen, wenn ich bei allem so reagiere...und ich fühle mich auch so machtlos dagegen ich verliere einfach die kontrolle... :°(

Es geht ir heute besser als gestern, aber das kann auch ganz schnell wieder umschwenken...je nachdem was man mir sagt oder so...deswegen empfinde ich das alles als ....wie soll man sagen....hochexplosiv?

a,uge23x3


Vor einiger Zeit hat @Dilles in einem anderen Thread geschrieben: "Wieder und wieder muss man hier erklären was längst in der Medizin anerkannt ist. Depression ist ein organisches Leiden.”

Diesen Satz mit dem Verweis auf den von ihm genannten Prof. in München habe ich einer Fachärztin und Psychotherapeutin zugesandt und darauf folgende Antwort erhalten:

" Das ist ein Streit um Kaisers Bart und eigentlich ein Erkenntnis-Artefakt, kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Stavros Mentzos, emeritierter Psychoanalytischer Psychiater in Frankfurt beschrieb die Psychosen, also auch die "endogene Depression" als Psychosomatosen des Gehirns. Diese Definition ist ungewöhnlich, aber für mich einleuchtend. Wir haben es ständig mit Parallel- und Wechselwirkungen zwischen Psyche und körperlich manifestierten Normabweichungen zu tun (und umgekehrt), zB. bei der Stimulierung oder Hemmung der Neurotransmitterfunktion. Daher kann man diese Prozesse oft von beiden Enden her beeinflussen. Bei den leichten und mittleren Formen tendiere ich zur alleinigen Psychotherapie, bei den schweren zur kurzzeitigen Kombination mit Psychopharmaka."

Ich finde es weiterhin als einen gravierenden Nachteil dieser Internetseite, dass zu wesentlichen Fragen keine Fachärzte mit Klarnamen und nachprüfbarer Adresse eine Stellung beziehen und damit manche Information in das richtige Licht rücken.

Wir haben im Osten Frauen erlebt, die 20 Jahre nur mit Psychopharmaka bei Depression behandelt wurden, 10 Jahre vor der Wende, 10 Jahre danach; in manchen Fällen 20 Jahre kostbar verlorene Lebensqualität.

Die lapidare Aussage: ".... das ist organisch, das muss mit Medikamente behandelt werden..." sollte so nicht stehen bleiben.

Dvillexs


@ aug233

Holsboer zählt zu den anerkanntesten Neurologen der Welt, das ist nicht irgend ein Professor aus München. Wenn du das Video gesehen hast erzählt er dort nichts anderes wie ich wiedergebe und deine Fachfrau auch.

Eine mittlere und schwere Depression muss pharmakologisch behandelt werden , als besonders wirkungsvoll erweist sich eine Kombitherapie mit psychotherapeutischer Therapie.

Ich habe noch nie geschrieben , dass ein leicht depressiver ADs nehmen soll, zudem schreibe ich immer dazu das dies nur ein Psychiater beurteilen kann.

Wenn du von verlorener Lebensqualität schreibst hast du noch keine schwere Depression, wie ich gehabt. Das Leiden ist am Schluss so stark dass man nicht mehr leben will. 10.000 Suizide von Depressiven im Jahr in D sprechen für sich.

@ sunflower ,

ich habe immer geschrieben , dass ein Psychiater beurteilen muss wie stark eine Depression ist. Und bei einer mittel- bis schweren Depression liegt eine Störung der Botenstoffkonzentration (Hirnstoffwechsel) vor und sollte pharmakologisch behandelt werden. Kannst du in folgendem Video vom Psychiatriepapst ansehen. [[www.youtube.com/watch?v=irCrGQ20Vx4]]

Ich war schwer depressiv und konnte nur mit Botenstoffwiederaufnahmehemmern die in den Hirnstoffwechsel eingreifen geheilt werden.

Jetzt bin ich bipolar und bekomme auch Medikamente die in den Hirnstoffwechsel eingreifen.

Schwere Fälle von Epileptiker, Schizophrene, Depressive, Manische, Psychotiker, Bipolare bekommen alle Medikamente die in den Hirnstoffwechsel eingreifen.

Serotonin , Noradrenalin, Melantonin sind alles Stoffe die im Hirn wechseln.

Beim Manischen greift man mit Melantonin ein damit er ruhig wird beim Depressiven mit Serotonin oder Noradrenalin damit er wieder lustiger wird.

Ich für meinen Teil empfinde bei der Schwere meiner Erkrankungen die ADs als einen Segen. Ich weiss dass ich ohne sie nicht mehr am Leben wäre.

Swunflowkerx_73


@ Dilles:

Die Diagnose muss aber eben NICHT ein Psychiater stellen, dass kann ebensogut ein Psychotherapeut. Zum Thema Ungleichgewicht Botenstoffe musst Du mir nichts erzählen, nur so viel: Das sind ALLES nach wie vor Hypothesen, endgültig 100% sicher geklärt ist da gar nix. Man schlussfolgert das nur.

Und der "Psychiatriebpapst": Sorry, aber da sind mir Leitlinien, die von großen Teams aus Örzten & Psychotherapeute interdisziplinär (Stichwort: AWMF) erarbeitet werden und wo ALLE Befunde zu Behandlungsmethoden (Pharmakologie, einzelne Psychotherapie-Verfahren) einfließen (in Form Hunderter Studien) dann doch lieber.

Und eine MITTELGRADIGE Depression MUSS NICHT medikamentös behandelt werden. Kann, muss nicht. Eine schwere hingegen schon.

Beim Maniker ist das Mittel der Wahl zudem nicht Melatonin, sondern Lithium oder Cabamazepin. Das sind gängige sog. Phasenprophylaktika.

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