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Befreiung vom Sportunterricht

S_c0herbenfg|eixst hat die Diskussion gestartet


Huhu, :-)

also erstmal vorne hinweg: ich bin normal nicht jemand, der unangenehme Dinge meidet. Ich habe auch seit dem Grundschulalter nicht im Schulsport gefehlt, obwohl es für mich immer eine Tortur war. bin sehr unsportlich

Aber so langsam gehts echt nicht mehr.

Nicht wegen der Unsportlichkeit, da würde ich mich wie bisher durchkämpfen. Vielmehr habe ich regelrechte Angst vorm Sportunterricht entwickelt.

Ich empfinde es immer wieder als große Demütigung, wenn ich dann auf dem Feld stehe und "umhertappse" und alle anderen zuschauen. Da kommt auch mal ein unterdrücktes Lachen.

Mein Problem ist, dass es für mich eine große psychische Belastung ist. Ich bin sowieso psychisch nicht so ganz stabli Depressionen, Soziale Phobie, Zwänge. Gerade die Soziale Phobie/Unsicherkeit ist im Sportunterricht nicht gerade förderlich...

Die Angst äußert sich darin, dass ich schon am Abend zuvor mit Bauchschmerzen/Übelkeit im Bett liege und auch in kurzen Schwindelattacken während des Sportes.

Ein weiterer Punkt sind meine Suizidgedanken, ausgelöst durch die Depression. Grundsätzlich verstärken sich diese wenn Sport ansteht, bzw. auch danach. Ich habe sie aber im Griff, keine Angst Einfach weil mir wirklich jedes Mal von neuem bewusst wird, was für ein Versager ich doch bin.

Nun ja, ich habe mir überlegt, ob ich mich nicht befreien lassen könnte. |-o

Statt Sport würde ich dann wohl ein anderes Fach nehmen, z.b. BWL. Problem ist, ich bräuchte ein Attest von einem Arzt und falls es länger werden sollte, dann auch eine Bestätigung vom Amtsarzt.

Und ich glaube nicht, dass das Gründe sind, die triftig genug sind, dass die mich befreien. Vorallem beim Amtsarzt.... Es klingt halt wirklich sehr nach "Ich ab keinen Bock, also denk ich mir einfach irgendwas aus."

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. :-(

Danke schonmal im voraus für alle Antworten! @:)

Lg,

Scherbengeist

Antworten
D:ifficHultxy.


Wie wärs denn erst einmal mit einem Psychologen, der sich damit ein wenig näher befasst? Vielleicht kann der auch Tipps geben.

MKolAlie@nchen


Mir ging es im Sportunterricht so wie Dir. Auf die Idee, mich befreien zu lassen, bin ich allerdings nicht gekommen… (Ob das geht, wenn keine körperlichen Gründe vorliegen, weiß ich auch gar nicht.) Ich hab's halt irgendwie durchgestanden. Und am Ende öfter mal geschwänzt bzw. auch gern mal heftige Regelschmerzen vorgetäuscht… Auch Leistungsverweigerung war dann mal dabei, die miesen Zensuren hab ich in Kauf genommen.

Ich glaube, Vermeidung ist die falsche Taktik. Besser wäre, Dir einfach zu denken "die anderen können mich mal", es so gut wie möglich zu versuchen, ohne Dich selbst unter Druck zu setzen, dass es perfekt sein muss. Denn das ist ja meist das Hauptproblem, dass man an sich selbst zu hohe Erwartungen stellt.

HQoKney_B*unnxy91


Geh zum Sportunterricht!!!

Ich weiß dass das jetzt vielleicht fies klingt, aber Reiß dich zusammen und geh hin! :)_

Wenn du nicht hin gehst geht es dir zwar für den Moment besser aber du wirst IMMER mit deiner Angst leben.

Zieh es durch, zeig deiner Angst den Mittelfinger und sei stolz auf jede Stunde die du trotz deiner Angst geschafft hast :)^

Konfrontationstherapie ist schwer, sehr schwer - das weiß ich aus eigener Erfahrung (ich bin knapp ein halbes Jahr wg sozialängsten gar nicht mehr aus dem Haus gegangen :-/ :(v ) aber es ist die einzige Möglichkeit deine Angst zu besiegen und nicht nur zu unterdrücken :)*

Zieh einen Psychologen mit zu Rate der dich unterstützen kann, rede mit dir näherstehenden Personen über deine Angst und dann auf in den Kampf @:)

Was kann schlimmstenfalls passieren?

Okay die Leute lachen...

Und?

Dadurch stirbt man nicht, die Kriegen sich auch wieder ein ;-)

Lach mit, nimm's nicht persönlich sondern sei stark und steh drüber :)*

Die selbe Angst hatte ich bei Vorträgen - so ausgeprägt dass ich vorher immer ... Naja Kotzen.. Musste und Nächte nicht schlafen konnte.

Ich hab mich dann freiwillig für Vorträge gemeldet und so viele gemacht wie möglich und irgendwann wurde es besser :-)

Jetzt hab ich nur noch so eine Angst bei Prüfungen (v.a. Mündlich) aber das Krieg ich sicher auch noch hin :-)

_^Pa*rvaGtix_


Ehrlich: Sowas wie Unsportlichkeit gibt es einfach nicht. Mit etwas Training außerhalb der Schule kann man schon viel erreichen. Da kann man – je nachdem welche Sportarten man wählt – Kraft, Ausdauer und Kondition verbessern. Wenn man dann im Sport besser geworden ist, kann man auch selbstbewusster den Sportunterricht angehen. Weiter ist Sport generell für Körper und Seele gut. Es stärkt nicht nur die Muskulatur und steigert die Ausdauer, sondern Sport macht auch den Kopf nach einem stressigen Schultag frei. Im Grunde ist der Schulsport eh schon zu wenig, so, dass man eigentlich noch außerhalb des Sportunterricht Sport treiben sollte. Sollte bei dir der Sportunterricht jetzt auch noch weg fallen, wäre das weniger gut. Dann hast du am Ende noch weniger Bewegung.

Klar wird man, selbst mit Training außerhalb der Schule, nicht in allen Sportarten gleich gut sein. Aber mein Gott, wer ist das schon. Jeder hat seine Stärken und Schwächen – nicht nur im Schulunterricht sondern auch im Sport. Wenn die anderen Schüler lachen, dann lass sie lachen. Hauptsache, du gibst dein bestes.

Und ich glaube nicht, dass das Gründe sind, die triftig genug sind, dass die mich befreien. Vorallem beim Amtsarzt.... Es klingt halt wirklich sehr nach "Ich ab keinen Bock, also denk ich mir einfach irgendwas aus."

Das kann dir der Amtsarzt vielleicht vorwerfen, muss aber nicht unbedingt sein, wenn dieser nicht gerade der A**** vom Dienst ist. Ich würde mir an deiner Stelle eher Gedanken darüber machen, wie deine Mitschüler auf ein eventuelles Attest reagieren würden. Die könnten dir noch eher vorwerfen, dass du kein Bock auf Sport hast und durchlöchern dich vielleicht noch mit Fragen, warum du ein Attest hast. Hab ich alles schon selbst erlebt und ich hatte sogar "nur" eine Teilsportbefreiung. Allerding aus physischen Gründen.

SDunfl?owehr_73


Wenn Du so massive psychische Probleme hast, solltest Du eine Therapie machen. Und dort lernen, solche Situationen zu bewältigen, statt sie zu vermeiden.

Die Befreiung mag ja erstmal naheliegend erscheinen, aber: Was bringt sie Dir wirklich? Du solltest an der Bewältigung der Probleme arbeiten und nicht davonlaufen.

m*ond+sfterne


Wenn Du noch nicht erwachsen bist, solltest Du erstmal mit Deinen Erziehungsberechtigten reden.

EyhemalQiiger %NutDzezr (I#4613x29)


Oh du Arme :°_

Würde mir eine Befreiung holen und mir diesen Mist nicht mehr geben :°_ Man muss nicht immer alles ertragen! %-|

Leute die hier schreiben "stell dich nicht so an, zieh es durch" wissen bestimmt nicht, wie geil es ist, wenn man total unsportlich ist und von anderen ausgelacht wird bzw. wenn andere über einen lästern obwohl man in der Nähe steht und immer als letztes ins Team gewählt wird.

@:)

HIoney_"Bounnyx91


Und du meinst dadurch wird es besser?

Vermeidung ist das letzte was man bei psychischen Störungen tun sollte, machglitzerdrauf! Danach wird's nämlich nur noch schlimmer bis man irgendwann gar nichts mehr tun kann und nur noch Zuhause vor der Glotze hängt (und das ist aus Erfahrung so!) :(v

cPhriss_ylaxy


Hey

ich weiß wie das ist, wurde früher in der Schule auch gemobbt und natürlich ganz krass im Sportunterricht (aber nicht mal wegen Unsportlichkeit, ich hab denen einfach nicht gepasst) das zog sich den ganzen Unterricht hin und da im Sport auch noch die Parallelklasse dabei war, war es besonders schlimm.

Hab mich vom Hausarzt befreien lassen je immer für ein halbes Jahr, ging Super. hab halt im Zeugnis die Note "-" aber das macht keine Probleme, zu dem ich micj mit dem alten Zeugnis eh nicht mehr Bewerbe...

Alles Gute

gfoldEenbltue


ich würde es zuerst beim hausarzt versuchen, wenn du ein gutes verhältnis zu dem hast. der hat mir damals auch meine befreiung über ein halbes jahr geschrieben. war zwar wegen körperlichen gründen aber trotzdem. ansonsten würde ich auch auf jeden fall zum psychologen gehen, sollte man sowieso tun wenn suizidgedanken vorkommen denn damit ist nicht zu spaßen! ich verstehe dich, ich hab sport auch gehasst. ich wusste irgendwann gar nicht mehr wie ich mich bewegen und was ich tun soll weil ich das gefühl hatte alle starren mich an und machen sich lustig.

EYhemali)ger bNutze;r (#4613x29)


Und du meinst dadurch wird es besser?

Vermeidung ist das letzte was man bei psychischen Störungen tun sollte, machglitzerdrauf! Danach wird's nämlich nur noch schlimmer bis man irgendwann gar nichts mehr tun kann und nur noch Zuhause vor der Glotze hängt (und das ist aus Erfahrung so!)

Ich denke, dass sich MOBBING, ANGST und DEMÜTIGUNG auch nicht positiv auf psychische Störungen auswirken ! Tut mir Leid, aber 1) ist nicht gesagt, dass sie nur aufgrund einer Befreiung vom Sportunterricht auch bald nicht mehr in der Lage ist anderen alltäglichen Dingen nachzugehen und 2) ist der Sportunterricht nicht überlebensnotwendig – warum sollte sie sich diese dauernden Verletzungen antun ??? ?

Hwoney_PBuZnnxy91


– warum sollte sie sich diese dauernden Verletzungen antun ?

weil vermeidungsvehalten bei psychischen Erkrankungen normal sind, aber nicht förderlich für eine erfolgreiche Therapie der Angst.

Wenn ich mich immer vor schwierigen Situationen Drücke kann's ja nicht besser werden.

Ich hab damals auch immer gedacht mich lachen alle aus oder alle tuscheln hinter meinem Rücken usw.

Es war aber schlichtweg nicht so!

Da ging's um ganz andere Sachen als mich, ich hab mir das in meiner Panik nur mehr oder weniger eingeredet.

Mobbing ist das mMn bei der TE nicht, zumindest kann Man das aus den wenigen Sätzen nicht rauslesen ":/

Die Situation der TE erinnert mich halt sehr stark an mich, zwar nicht mit vorturnen aber mit Vorträgen, deswegen versuche ich ihr einen guten Rat zu geben was mir geholfen und was es bei mir schlimmer gemacht hat, in der Hoffnung dass sie erst gar nicht so weit absackt.

Denn da wieder raus zu kommen ist einfach nur derbe schwer.... :-/

Also: was passiert denn? Selbst wenn die anderen kichern sollten oder sie mal ne falsche Bewegung macht oder sonstwas?

Was passiert denn schlimmstenfalls?

Richtig, gar nichts!

Sollen sie doch mal kichern, und? Davon stirbt man nicht, davon geht die Welt nicht unter! Mitlachen und sagen: das war so geplant :-p :-)

gMoldeCnbxlue


ich finde mit dem "sich stellen" hat honey_bunny91 recht. ALLERDINGS ist meine meinung, dass sie sich ihren depressionen und suizidgedanken stellen sollte, indem sie eine therapie beginnt. sich trotzdem durch den sportunterricht zu quälen nur um sich irgendwelchem gelächter zu stellen halte ich allerdings für sinnlos.

E%hemaligerb NutzeFr (#46x1329)


ALLERDINGS ist meine meinung, dass sie sich ihren depressionen und suizidgedanken stellen sollte, indem sie eine therapie beginnt. sich trotzdem durch den sportunterricht zu quälen nur um sich irgendwelchem gelächter zu stellen halte ich allerdings für sinnlos.

:)z :)^

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