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Krankheit vortäuschen wegen Panikattacken?

LJewxian


Smila30

Hast du mal in die Richtung gedacht: "Wenn ich mir alle Umstaende der Klassenfahrt so designen koennte, dass es fuer mich optimal angenehm waere, wie saehe das aus? Gaebe es eine Moeglichkeit, mir das zu erleichtern/ermoeglichen?"

S=mi|la3x0


@ kletterpflanze

klar, ich habe für das mädchen partei ergriffen..aber letztendlich musste sie schon gehen, bzw. war sie eben einfach nie in der schule. sie wurde jetzt ausgeschult. im prinzip war die schulleitung sehr geduldig mit ihr. nur gerade bei meiner teamkollegin (klassenlehrerteam) war viel unverständis..deswegen ist das eben auch so eine sorge für mich.

@ lewian

nein, ich kann sowas nicht. für mich wäre das ungefähr so, wie wenn man sich seine absolute horrorvorstellung schön gestalten soll. schon der gedanke macht mir herzrasen und ruft fluchtreflexe hervor.

das mag jetzt ein dummer vergleich sein, aber für mich ist es so, wie wenn ich mir bei einem flugzeugabsturz musik anstellen darf..oder so (krasser vergleich, ich weiß, aber ich habe einfach krasse panik)

Hjermawn_thqe_Germxan


Bist du verbeamtet? Ich habe mal gehört, wenn man eine Psychotherapie macht, kann man nicht beamtet werden.

SYinnebstä8ter


Smila30

Mal jenseits von Krankmelden oder mit dem Chef reden: So eine Klassenfahrt dauert ja nicht ewig – ein Tag, zwei Tage, selbst wenn es um eine Woche geht, wird der erste Tag der problematischste sein.

Was spricht dagegen, an diesem einen Tag deine Angst medikamentös abzuschalten, z.B. mit Lorazepam?

S%mi8la3x0


@ herman

kommt darauf an, was du als grund für die psychotherapie angibtst. ich bin aber in der schweiz lehrerin aufgrund der schlechten stellensituation in bw. verbeamtung würde bei mir noch gehen, da meine therapeutin es recht geschickt angestellt hat.

@ sinnestäter

eine Klassenfahrt geht eine woche. ich spreche nicht von tagesausflügen. und nein, eben genau das ist nicht möglich, da ich in den wochen davor so eine panik aufbaue, dass ich schlichtweg nicht gehen kann. das ist das problem, dass man diese tatsache den anderen klarmachen muss. denn es wird meistens nicht verstanden.

Slinnesdtätxer


Smila30

da ich in den wochen davor so eine panik aufbaue, dass ich schlichtweg nicht gehen kann.

Ich kenn das ja ein bißchen, ich hatte (bzw. habe, so 100% wird man das ja nicht mehr los) eine ähnliche Problematik, und kenne das sich-Wochen-vorher-völlig-kirre-machen auch. Mir hat tatsächlich sehr geholfen, zu wissen, daß ich an einem bestimmten Zeitpunkt, wenn ich mit herkömmlichen Beruhigungstechniken nicht weiterkomme, trotzdem kein Nervenbündel sein muß.

Zu wissen, daß es für den Fall der Fälle ein sicher wirkendes Medikament gibt, sowie die Erfahrung, daß, wenn erstmal die ersten Minuten/Stunden überstanden sind, das Schlimmste vorbei ist, hat bei mir dazu geführt, daß diese Vorangst keine unbewältigbaren Ausmaße mehr annimmt.

Und selbst, wenn du tatsächlich eine Woche lang täglich ein Medikament nehmen mußt – den Weg würde ich eher gehen als ein Gespräch mit dem Chef (nach dem du unter Umständen die "unzuverlässige Labile" bist) oder gar einer Kündigung.

Knlettierplflan*ze80


Wobei ja bei Jedem die Angst und Panik ausgeprägt ist bzw. was bei dem einen hilft, hilft beim anderen nicht.

Von daher ist eben die Frage ob dieses Bewußtsein ihr hilft, vor allem, wenn sie die Erfahrung noch nicht gemacht hat, also sie müsste das dann vorher bei nem anderen fall mal üben, damit sie die Gewissheit hat, das es funktioniert, ansonsten macht sie sich trotzdem monatelang kirre, da sie ja gar nicht weiß, ob sie mit Medis da sganze einigermaßen übersteht

nEajanIaguxt


Ich würde dieses Notfallmedikament mal bei einer "privaten" Gelegenheit ausprobieren – dann weißt du, ob es bei dir wirkt oder nicht, und du kannst entscheiden, ob du es versuchst.

Wie ist dein Chef so drauf? Hat er grundsätzlich Verständnis, wenn es um psychische Probleme geht, oder ist das für ihn alles nur dummes Geschwätz?

SZmilaI3x0


Ich hab bisher im Notfall Lorazepam genommen. Das hilft ein bisschen, aber auch nur, wenn ich mich dann hinlege und versuche zu schlafen.

Das Vertrauen in ein Medikament beruhigt mich leider auch nicht wirklich, zumal mir Medikamente leider nie so helfen, dass ich dann weitgehend angstfrei bin. Mein Kopf ist zu stark in dem Punkt und da ich ja auch ne große Verantwortung habe auf einer Klassenfahrt, kann ich mich da nicht so abschießen.

JCan7x4


Hallo,

ich bin ja selber von dem Problem betroffen. Mein Rat ist

- stehe zu Deinen Ängsten

- drücke Dich nicht sondern stelle Dich ihnen

Es hat keinen Sinn auf Dauer die Fahrten zu vermeiden. Das wird Dir eh nicht gelingen (Du überlegst ernsthaft, zu kündigen, nur aus Angst!!!! Da merkt man schon wie destruktiv die Angst ist). Die Angst und Verzweiflung wird dadurch nur immer größer.

Mach Dir klar – nur die Angst ist Dein Gegner. Du brauchst weder Vermeidung noch Lorazepam. Wenn Du körperlich gesund bist, kannst Du Dich der Angst auch stellen. Möglicherweise bekommst Du Panikattacken (wobei dann eventuell Lorazepam in der Nähe zu haben hilfreich ist, aber nehmen musst Du es nicht, es reicht, dass Du könntest), aber die bringen Dich nicht um. Die kommen und gehen auch wieder. Und genau das ist der Punkt Eigentlich hast Du nämlich nicht Angst vor den Fahrten, sondern vor Dir selber.. vor dem was Dein Körper mit Dir macht, vor den Panikattacken.

Ich würde also die Flucht nach vorne antreten und den entsprechenden Vorgesetzten offen von dem Problem erzählen und bitten, dass Du Dich vorsichtig rantasten kannst, zum Arzt gehen und einmal durchchecken (sicher ist sicher), und dann halt nutig die erste Reise antreten.. Du wirst sie überstehen und daran wachsen. Auf Dauer ist das der einzige Weg. Wenn man sich seinen Ängsten nich stellt sondern vermeidet und Ausflüchte sucht, werden sie immer größer und fressen das ganze Leben auf.

Gruß+alles Gute!

S{mi_lax30


@ jan

danke für deine meinung. leider funktioniert das bei mir nicht so..ich weiß, dass das nicht zu verstehen ist und man mich dann wohl als widerwillig oder feige bezeichnen wird. Es ist aber leider so..

ann halt nutig die erste Reise antreten.. Du wirst sie überstehen und daran wachsen.

ich komme mit "mut" nicht weiter.

meine Therapeutin würde mir wohl auch ein attest ausstellen, dass diese fahrten vorerst nicht gehen. ist die frage, ob ich deswegen rausfliegen kann..oh man..meine nerven. {:(

am liebsten würde ich einfach die wahrheit sagen. sagen, dass es so aussieht und wenn er mich nach wie vor als kompetente und engagierte (bei allem anderen bin ich das nämlich sehr) schätzt, dann soll er mich behalten..ansonsten nicht. die krankheit gehört nunmal zu mir..herrgott.

Lvewiann


am liebsten würde ich einfach die wahrheit sagen. sagen, dass es so aussieht und wenn er mich nach wie vor als kompetente und engagierte (bei allem anderen bin ich das nämlich sehr) schätzt, dann soll er mich behalten..ansonsten nicht. die krankheit gehört nunmal zu mir..herrgott.

Dann tu es! :)*

Smmilaa30


Ich wäre schon froh, wenn der Termin für das Gespräch mal stehen würde. Hoffentlich ist das noch vor den Osterferien. Dann muss ich mich endlich entscheiden und vor allem auch dazu stehen.

IEs^abexll


Ich kann als "alter Panikhase" Lewian nur zustimmen.

Du bist momentan so blockiert, dass wirklich nur die Flucht nach Vorne den Teufelskreis durchbrechen wird.

Du sagst ja selber, er sieht Dich als "kompetente und engagierte" – also wird ihn Dein Geständnis auch nicht komplett ins Gegenteil fallen lassen.

Noch eine Möglichkeit ist: Hast Du einen Kollegen mit dem Du Dich besonders gut verstehst? Dem Du insoweit vertraust und zutraust, dass er Verständnis für Deine Erkrankung haben könnte? Dann ziehe ihn mit ins Boot.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einer Panikerkrankung Offenheit am Besten ist. Klar gibt es die Menschen, die damit völlig überfordert sind und aufgrund ihres Unverständnisses anfangen loszubeißen (+ Klatsch und Lästerei) – aber das sind weit weniger als man glaubt.

Jan

Ich gebe Dir inhaltlich völlig recht. So sollte und muß man mit der Panik umgehen. Nur gibt es einfach Phasen oder bestimmte Situationen in denen es nicht funktioniert, sondern eher ins Gegenteil umschlägt weil es noch mehr Druck hervorbringt "Du weißt doch wie es geht, also stell Dich nicht so an und rein in die Hölle". Und dieser Druck kommt nicht mal von Außen, sondern ganz alleine von Einem selbst. Und das ist der schlimmste Druck. Diesen gilt es erst mal wegzunehmen und das schafft Smila momentan einfach nicht.

Noch etwas Smila:

Ich weiß nicht ob Du das kennst, aber mich hat meine erste Therapeutin damals ganz am Anfang gefragt: "Wenn Sie sich jetzt in eine (Panik)Situation reindenken – was ist das Schlimmste was Ihnen passieren könnte?"

Und in Gedanken mit dieser Frage bewaffnet, gehe zu Deinem Chef. Was ist das Schlimmste was passieren könnte? Er könnte Dich sofort rausschmeissen – aber mal ehrlich: WIE wahrscheinlich ist das ganz real betrachtet? Vor allem wenn Ihr sonst ein gutes Verhältnis habt und es hier "nur" um eine Klassenfahrt geht? ;-)

:)* :)* :)*

Dyesicra7?7x7


Liebe Smila,

ich als alter Panikhase – kann mich ISABELL – nur anschließen ! Ich kenne das so gut, ich hasse verreisen, Dienstfahren, Meetings weiter außerhalb ein großes Problem, aber witzigerweise habe ich schon mehr geschafft, als ich dachte.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du offen damit umgehen kannst, im Sinne von Isabell´s Ansatz:

Was ist das Schlimmste was passieren könnte...?

Alles Liebe !

Desira

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