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Ssri-Absetzsyndrom, wer noch?

B6rau#cheKgeinenNxamen hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

ich möchte einfach mal von Betroffenen wissen, welche Absetzsymptome ihr hattet und vorallem WIE LANGE sie bei euch anhielten.

Habe vor 17 Tagen in einer Klinik Citalopram abgesetzt ( 20 – 10 – 0 ) und habe seit gut 13 Tagen mit folgenden Symptomen zu kämpfen:

Schwindel

Brain Zaps

Sehstörungen

innere Unruhe

Schwitzen

Frieren/Schwitzen

Stimmungsschwankungen wie: spontane Lachanfälle, Betrübtsein, Traurigkeit, Wut, Aggressionen

Vermehrte Speichelbildung

Kurzatmigkeit

kraftlos und erschöpft

Herzklopfen/rasen

mir tut alles weh

als würden meine Beine mich nicht mehr tragen können

häufiges Wasserlassen

grippeähnliche Symptome wie: laufende Nase, juckende Augen, Fiebergefühl, rotbäckig

extreme Tagesmüdigkeit mit dem Gefühl in der Achterbahn zu sitzen

der ganze Körper bebt irgendwie

Ein- und durchschlafschlafstörungen

sexuelles Desinteresse (vorher schon)

Meine behandelnden Ärzte und Psychologen in der Klinik haben mir meine Symptomatik schon nach 5 Tagen nicht mehr abgenommen und meinten, dass es andere Ursachen haben muss. Da ich sowieso stark somatisiere, schieben sie es gleich auf die Schiene ab, dass ich wieder nur nach neuen Symptomen suche, um hiermit Aufmerksamkeit zu erlangen.

Muss dazu sagen, dass ich auch eine Essstörung und eine Agoraphobie mit Panikstörung habe

Allerdings habe ich diese Art von Symptomen vorher NIE gehabt. Es ist also erst seit dem Absetzen so und ich habe vorher schon 2 mal versucht davon wegzukommen – leider ohne Erfolg.

Als Bedarfsmedikation habe ich Promethazin und Diazepam, was die Müdigkeit allerdings nur noch verstärkt.

Außerdem arbeite ich mit Skills, was aber nicht immer gelingt, versuche mich im Haushalt einzubringen und schreibe mir To Do Listen für jeden Tag.

Da ich aufgrund der Angststörung ein "Vermeider" bin, fällt es mir mit diesen ganzen Symptomen also noch viel schwerer, überhaupt irgendwas auf die Reihe zu bekommen wie z.b: Einkaufen gehen.

Zwar kenne ich alle Strategien, um das Vermeidungsverhalten zu verändern, aber ich fühle mich einfach so unglaublich erschöpft und kraftlos ;o(

Ich möchte endlich wieder leben, rausgehen können, mich freuen können!

??? WANN HÖRT DAS AUF? WER HAT DAS GLEICHE DURCHGEMACHT UND KANN MIR MUT MACHEN? ???

P.S.: Ich werde die Dosis Citalopram NICHT wieder erhöhen, da ich allgemein von Psychopharmaka abstand halten möchte. Habe schon so viele Sorten ausprobiert, was mir immer nur die "Arbeit" agenommen hat und auch nie wirklich 100% geholfen hat. Nur ich allein bin in der Lage mir zu helfen. Da kann ich in 100 Kliniken gehen oder 100 verschiedene Medis ausprobieren. Ich will frei davon sein!!!!!!!!!!!

Bis zur ambulanten Therapie dauert es noch ca. 5 Monate

Antworten
BSrauche.KeinxenNamen


stehe zudem auch völlig neben mir!

Wer hat Erfahrungen ??? ??? ??? ??? ??? ??

D8iOllexs


Also ich nahm Anfangs auch SSRI mit Null Wirkung außer Nebenwirkungen wie Schwitzen und Unruhe. Meine Psychiaterin hat mich auf SRNI (Venlafaxin) umgestellt mit durchschlagendem Erfolg. Habe Citalopram schlagartig abgesetzt und dafür Venlafaxin genommen mit keinerlei Nebenwirkungen.

BErauc&heKWeinexnNamen


Okay, du hast dann aber ein anderes genommen.

Ich bin derzeit ja quasi komplett frei von dem Zeug.

Außer bei Bedarf mal was zum Beruhigen.

Hat noch jemand Erfahrungen, wie lange man sich mit diesen Symptomen rumquälen muss, bis sie verschwinden? Habe solche Angst, dass das alles nicht mehr weg geht :°_

B'rauchMeKein'enNaxmen


*:)

Dzillexs


@ brauchekeinen namen

ab und zu zum beruhigen sollte man das zeug nicht nehmen, da wäre ein Benzo wohl besser(aber nur ab und zu). Schau mal bei ab und zu nehmen oder schlagartigem Absetzen in die Nebenwirkungen auf den Beipackzettel.

Wiederaufnahmehemmer sind da brandgefährlich, vielleicht ist das dein Problem.

Wenn du es ab und zu nimmst, bist du wohl doch noch nicht ganz ausgeheilt.

In einem gewissen Stadium ist eine Depression organisch bedingt und kann dann meist auch nur mit Wiederaufnahmehemmern behandelt werden. Bei 60-70 % helfen diese, falls Citalopram SSRI keine oder wenig Wirkung hatte, wie bei mir, hilft als Alternative SRNI Venlafaxin.

dLaiquxiri


@ Dilles

Sie schreibt doch, dass sie Promethazin und Diazepam als Bedarf nimmt. Da wird sie wohl kaum Citalopram bedarfsweise einwerfen ;-)

@ brauchtkeinennamen

Ich glaube, die Absetzsymptome und auch die Dauer sind sehr individuell. Allerdings sind 20 Tage zum Ausschleichen auch ein sehr kurzer Zeitraum, je nachdem wieviel und wie lange du das Zeug genommen hast. Ich habe Venlafaxin zuletzt über 6 Wochen abgesetzt (auch zu kurz, war zu ungeduldig) und hatte nach dem Absetzen nochmal etwa 6 Wochen miit Absetzsymptomen zu kämpfen. Vor allem mit brainzaps und Magen-Darm-Beschwerden. Früher hatte ich nie so lange Symptome, da war die Sache meist nach 2-3 Wochen vorbei.

Bestimmt hast du es bald durchgestanden, halte noch ein wenig durch @:)

B6rauche)Kein>enNamexn


Danke für deine Antwort, daiquiri ;-)

6 Wochen Absetzsymptome sind heftig – was hast du dagegen allgemein getan, damit es für dich auszuhalten war?

Hast du regelrecht gemerkt, wie es dann nachgelassen hat mit der Zeit?

Die in der Klinik meinten halt, dass 10mg ja kaum noch was wären....(typisch, wenn man es selbst nie am eigenen Leibe erfahren hat)

Ich bin schon stolz, es bald 3 Wochen nicht mehr zu nehmen aber ich hoffe auch, dass es bald aufhört. Fühle mich so merkwürdig und es hindert mich, am Leben teilzunehmen, was durch meine Angststörung ja sowieso nicht ganz einfach ist.

Gestern war ich also mit der Angst + den ganzen Symptomen einkaufen – HÖLLE!

Aber ich habs gepackt und diese kleinen Schritte zählen.

Es gibt aber auch einen bedeutsamen Vorteil seit dem Absetzen – der Appetit ist endlich wieder einigermaßen da ;-) Jetzt muss ich nen paar Kilos drauflegen, denn ich wiege nur noch 46 Kilo! :(v

dcaiqIuiri


Das einzigste was eigentlich hilft (abgesehen von Bedarfmedis) ist Ablenkung. Wenn man was zu tun hat, beschäftigt man sich weniger mit den doofen Symptomen und sie treten etwas in den Hintergrund.

Die ersten Wochen nach dem Absetzen ging es mir durchgehend mies und ich dachte wirklich das es nie mehr aufhört. Hat bestimmt 4 Wochen gedauert bis ich merkte, dass es doch so langsam weniger wurde.

Der Körper muss sich halt erst mal daran gewöhnen das es keinen Nachschub mehr gibt und das dauert eben seine Zeit. Finde es gut, dass du trotz Angst und Symptomen einkaufen gehst. Da bist du doch echt auf dem richtigen Weg.

B5rauc5heKeineYnNxamen


Fast 3 Wochen habe ich ja nun auch schon geschafft...ich halte das nun auch noch durch, aber es macht mir doch schon ganz schön zu schaffen.

Hattest du auch ein bestimmtes Bedarfsmedi?

Ablenken ist echt schwer. Vorhin hab ich gekocht und dachte dabei immer wieder umzufallen. Manchmal wird mir plötzlich übel bzw. als würde etwas hochsteigen und das macht mir wahnsinnige Angst. (Emetophobie)

Mein Gehirn fühlt sich an, als würde es sich ständig zusammenziehen, wenn ich mich hinlege und die Augen zumache, fühlt es sich an, als würde mein ganzer Körper schwingen.

Es nervt soooooooooooo und macht mich wahnsinnig!

Werde heute Abend statt Promethazin mal das Diazepam nehmen. Mal gucken, womit ich besser zurecht komme. Promethazin hat ja ne recht geringe Halbwertszeit und Diazepam wirkt länger. Hoffe, dass ich damit besser durch den Tag und die Nacht komme.

dVaiquxiri


Das dir das zu schaffen macht glaub ich dir gern. Du hast schon 3 Wochen hinter dir, halte irgendwie durch, es wird bestimmt weniger.

Aber da du an einer Panikstörung leidest, kann es doch schon sein, dass vielleicht das ein oder andere Symptom auch damit zusammenhängt? Ich kenne das nämlich selbst und weiß was Angst und Panik auslösen kann. Bist du in Therapie?

Ich habe als Bedarf auch Promethazin, sowie Lorazepam und Alprazolam für den absoluten Notfall. Lorazepam/Alprazolam sind wie Diazepam Benzos, die zwar supertoll beruhigend wirken (gerade bei Angststörungen) aber eben auch abhängig machen können, also wirklich nur nehmen wenn's nicht mehr geht. Promethazin wirkt da leider längst nicht so gut, dafür halt ohne Suchtpotenzial.

BMrau`cheK_einencNamexn


Klar, hab vor dem Absetzen aufgrund der Panikstörung natürlich schon Erfahrungen mit Kloß im Hals, Übelkeit, Reizmagen, Nervösität etc.

Aber einige Symptome sind einfach neu und daher bin ich fest der Überzeugung, dass sie vom Absetzen kommen.

Heute habe ich bisher einen recht guten Tag. Habe schon die ganze Wohnung geputzt, gekocht und mich nicht ins Bett zurückgezogen. Hab auch noch einiges auf der Liste heute ;o) Es wird und ich halte durch ;o) Ich muss eben auch meine Gesamtsituation in den Griff bekommen und immer wieder daran arbeiten, mich nicht zu sehr auf all das Negative zu konzentrieren! @:) ;-D

d,aiquEiqrxi


Wie geht's dir so? Alles noch unverändert oder wird es langsam besser? :)*

B1rau/cheKeCinenNCamen


Ach, die Tage gehen auf und ab.

Heute habe ich mich überwunden für 1,5 Std in die Stadt zu gehen und hab so eines erledigt.

Mich ärgert dieser Schwindel + Sehstörungen so sehr! Das macht mich richtig aggressiv.

Dazu so ein ekliges Gefühl, als hätte ich Sand im Mund / betäubt. Ständig Kopfweh, extreme Schlafstörungen, heftig reelle Alpträume.

BITTE MACH, DASS DAS AUFHÖRT ;o(

Hattest du das auch alles zu dem Magenproblemen?

BfraucheWKeinxenNamen


Und was noch sehr unangenehm ist, ist der viele Speichel/Schleim im Mund/Rachen

Kann mic nachwievor schlecht aufraffen und muss mich echt zwingen. Meinem Magen gehts auch nicht wirklich gut. Aber das kenn ich ja sowieso ;/ Ärgert mich bloß, dass es wieder schlimmer ist, seit dem ich wieder Zuhause bin!

Hab nächste Woche einen Termin bei meinem Neurologen. Mal sehen, was er dazu sagt.

Heute ist der 25. Tag ohne Cita! x:)

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