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Ssri-Absetzsyndrom, wer noch?

S$iunnesstKäter


Ich finde die Zeit zum Runterdosieren etwas knapp bemessen. Üblicherweise hat dieses Ausschleichen nämlich den Sinn, daß dadurch Absetzsymptome vermieden werden, wenn du sie trotzdem hast, noch dazu in einem beeinträchtigenden Ausmaß, dann war es zu schnell.

OK, hat natürlich den Vorteil, daß du früher deine Ruhe haben wirst :-) Aber es hätte nicht sein müssen. Für die, die etwas länger brauchen, gibt es Citalopram (und ich glaube, die meisten anderen SSRIs) auch in Tropfenform.

WANN HÖRT DAS AUF?

Individuell. Ich habe, auch nach langsamem Absetzen, bis zu einem Vierteljahr nach Null noch ab und an Zaps, aber das ist nicht allzu störend, eher lästig, wie ein Schluckauf den man hin und wieder hat.

BFranucheK&eine~nNaxmen


Angefangen mit dem halbieren, also von 20 auf 10 habe ich schon vor Weihnachten.

Vorher hatte ich versucht, das Cita mit Cipralex zu ersetzen, was überhaupt nicht gut geklappt hat. Mir ging es dadurch noch viel schlechter. Dann bin ich wieder auf 20 mg Cita und habe es dann auf 10 halbiert. Dann habe ich versucht dazu mit Trazodon zu beginnen, was ich aber auch schnell wieder sein gelassen habe. Zwischendurch dann wieder auf 20mg Cita....ein hin- und her, bis ich mich dann letzendlich vor ca. 4 Wochen wegen starker Panikattacken und allgemeinem Zusammenbruch in die Klinik einweisen lassen hab.

Seit diesem ganzen hin- und her mit dem Cita gehts mir echt gar nicht gut und es fing da schon mit dem Schwindel an, als ich halbiert habe.

Die Zaps sind bei mir deutlich weniger geworden, allerdings leide ich wirklich sehr unter dem Schwindel!! Und da der Schwindel durch Atosil nicht besser wird, schließe ich aus, dass es an der Angst sondern am Absetzen liegt!

Hoffentlich hat mein Neurologe noch einen Rat.

Will auch nicht ständig unter Atosil stehen, weil sie mich echt müde machen und ich dadurch auch jede Std nachts wach werde und schlecht träume. Ist also auch nicht das Gelbe vom Ei.

Heute Abend versuche ich wieder ohne Atosil einzuschlafen (auch wenn ich dann eklige Alpträume bekomme und oft in einer Schlafstarre stecke)

Tablettenfrei leben ist doch schöner ;-) Man schmeißt sie einfach viel zu leichtsinnig ein, um den Gefühlen aus dem Weg zu gehen, die jetzt alle hochkommen. :)z

B_rauRchePKeinenNamOen


ich werde noch wahnsinnig mit diesem Schwindel!!!!!!!!!!

Nicht mal Vertigo-Vomex hilft – werd nur tierisch müde davon ;(

BJrauc.heKeiRnenNamexn


Mitlerweile denke ich, dass der Schwindel tatsächlich nicht mehr vom Absetzen kommt. Alle anderen Symptome sind soweit überstanden.

Klasse, wieder ne neue Baustelle!

BLraucqhueKeine nNamxen


Halte das kaum noch aus und will morgens gar nicht mehr aufwachen

d8aiq(uiri


Hey du, das hört sich aber nicht gut an :-( Denkst du wirklich, dass es eine neue Baustelle ist? Denn es ist ja schon wahrscheinlich, dass der Schwindel ein Symptom der Angststörung ist. Wenn es damit zusammenhängt: Angststörungen kann man gut behandeln. Also gilt es jetzt, die Zeit bis zu deiner Therapie rumzukriegen.

Hast du denn schon irgendetwas gefunden, was dir ein wenig hilft? (außer Tavor, Valium etc.)

Erzähl doch mal bitte, wann bei dir alles angefangen hat, mit welchen Symptomen und ob du bereits Therapien gemacht hast bzw was dir in der Klinik vermittelt wurde :)_

Burauche:KeinrenNamen


Ich bin mir so unsicher, woran es nun wirklich liegt. Gestern war ich z.B. mit meinem Freund Autofahren und an der Ostsee spazieren. Hatte kaum Angstsymptome, außer innere Unruhe/Anspannung und Völlegefühl/Aufstoßen (was ich vorher immer schon hatte) und ganz leichte Zaps. ALs wir dann wieder Zuhause waren, habe ich mich in der Küche gut beschäftigt aber der Schwindel fing wieder an, stärker zu werden.

Heute morgen bin ich auch schon wieder mit Schwindel wach geworden – zudem wache ich jede Nacht 100 mal auf ;( Fühle mich so schwankend und unsicher auf den Beinen.

Habe trotzdem das Gefühl, dass die Paniksymptome seit dem Absetzen "anders" sind – irgendwie abgeschwächter – ich kann nun besser mit Skills arbeiten und es abschwächen.

Aber diese Grundanspannung ist einfach da – habe teilweise das gefühl zu platzen und kann auch nicht wirklich lachen oder richtig positiv denken.

Habe mich übrigens wieder bei der Klinik angemeldet – geht wohl in max. 2 Wochen los!

Angefangen hat alles mit dem 13. Lebensjahr – ich konnte von einem auf den anderen Tag nicht mehr richtig essen (Völlegefühl, Luftschlucken, Aufstoßen, das Essen kam förmlich wieder hoch gefühlsmäßig)

Habe allerdings nie gebrochen (zum Glück)

Übrigens sind mir die Auslöser bekannt (was also familiären Hintergrund angeht usw)

SPäter kamen dann Ängste und Panikattacken dazu.

Seit 1,5 Jahren habe ich zusätzlich noch nen Kloß/Engegefühl im Hals, bin permanent im Nacken verspannt, knrische nachts usw.

Habe zwischendurch immer wieder AD´s genommen, aber die Ängste sind die verschwunden und mit dem Essen ist es auch nie gut gewesen, weil ich meine Gefühle einfach zu sehr über den Magen austrage.

Im Oktober bin ich in eine andere Stadt zu meinem Freund gezogen und fühle mich hier einfach auch total allein. Er arbeitet ja nun auch den ganzen Tag und ich vereinsame hier so sehr, weil ich mich aufgrund der Ängste und der negativen Einstellung so sehr zähme, rauszugehen. Manchmal schaffe ich es aber schon!

In der Klinik hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass sich mein Magen etwas entspannt hat und ich mich mit anderen Dingen beschäftigen konnte. (trotz der ganzen Absetzsymptome)

Bevor ich das Cita abgesetzt habe, hatte ich keinen Schwindel und auch keine Depersonalisierung oder Sehstörungen. Ich HOFFE nachwievor, dass es noch abklingt!

Du hast ja auch 6 Wochen gebraucht und das macht mir immer Mut, wenn ich das lese.

Bei mir sind es nun knapp 5 Wochen!

Will nicht immer irgendwas an Medis nehmen. Gestern habe ich auch wieder auf die Benzos verzichtet.

d`aiqu!i3ri


Ich denke schon, dass das alles irgendwie zusammenhängt. Das sich die Symptome verändern, finde ich jetzt nicht ungewöhnlich. Zum einen bestand vielleicht schon vorher eine (unbewusste) Angst, weil Medis abgesetzt werden sollen und zum anderen spielen sicher auch die Absetzsymptome eine Rolle, welche ja gerne durch Ängste verstärkt werden. Jedes Symptom wird genau unter die Lupe genommen und aus einem Herzstolpern, wird dann schnell mal Herzrasen ;-)

Auch wenn es jetzt total doof klingt, hast du mal versucht deine ganzen Symptome, so wie sie im Moment sind, zu akzeptieren und anzunehmen? Das hat mir damals wirklich geholfen, weil ich innerlich ewig dagegen angekämpft habe, wodurch es aber echt nur schlimmer wurde. Nachdem ich mir immer wieder gesagt habe, dass die zur Zeit eben zu mir gehören und ich sie schon fast als Freund betrachtet habe, sind sie nach und nach völlig verschwunden. Und glaub mir, es war damals eine Höllenzeit für mich. Habe mich mehrmals mit dem Krankenwagen abholen lassen, weil ich der festen Meinung war, dass mein letztes Stündlein geschlagen hat ;-D

Wenn man für sich Skills gefunden hat, ist das auf jeden Fall eine gute Sache. Gibt es noch nichts, was dir bei Schwindel oder Depersonalisierung helfen könnte? Ganz starke Reize, die dich ein Stück weit in die Realität zurückholen könnten? Steinchen in die Schuhe oder krasse Gerüche wie Ammoniak? Es gibt ja ne ganze Menge. Hast du mal in den Skillsfaden hier geschaut?

Finde es gut, dass du es nochmal mit Klinik versuchst. In einer geschützten Umgebung mit Unterstützung wird du sicher viel eher an deinen Problemen arbeiten können.

Ich bin mir ganz sicher, dass du es schaffen kannst. Nur aufgeben solltest du nie :)_

BtraucIheKebinenNa#men


DIe Psychologin sagte auch, dass die Symptome wohl zu mir gehören und ich sie akzeptieren sollte, weil ich vielleicht einfach noch nicht ohne sie kann ;-) (Angst vor Neuem/Veränderungen und so)

Bei mir galt nämlich bisher immer: ich bekomme nur Aufmerksamkeit, wenn ich krank oder auffällig bin.

Mir wird das jetzt alles erst so richtig bewusst und ich habe Jahre gebraucht, bis ich akzeptieren konnte, dass meine Symptome von der Psyche kommen und ich physisch gesund bin (mal abgesehen von der Gallenblasenentfernung, Verwachsungen etc.)

Man sucht immer wieder nach Gründen, um darüber bei Ärzten, Therapeuten, Familie usw Aufmerksamkeit zu erlangen.

Mir ist es bewusst und ich steuer da auch gegenan, ändere schon meine Denkweisen und akzeptiere mich schon mehr. Aber man hat einfach das Vertrauen in den eigenen Körper verloren, weil der immer wieder sowas mit einem macht ;-)

Es besteht außerdem noch der Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit histrionischen und narzistischen Zügen. Ich sehe das als ganz normal an, dass sich die Persönlichkeit nach all dem Mist verändert und man sich gewisse Züge aneignet.

BdrauchMeKein exnNamen


und – natürlich bin ich seeehr gut im "IN MICH REINHORCHEN", um Symptome wieder mal vorschieben zu können. Ich habe irgendwie Angst vor Identität, allein zurechtzukommen

B7rauYch@eKYeinenNtamen


Zu den Skills:

Hab da etliche Listen und kenne auch so einiges. Ich benutze am liebsten Pfefferminzöl und meinen Igelball ;o) Auch rausgehen, lesen, sich schminken, kochen usw sind für mich gut geeignete Skills, wobei der Schwindel dadurch nicht weggeht...aber wenn ich mich recht entsinne, war er schon stärker. ich schwanke bloß noch sehr und vorallem im liegen habe ich das gefühl, umzufallen, ins bett gedrückt zu werden oder dass der körper in eine schräglage (nach hinten über kippen) befindet , was natürlich bedeuten kann, dass gerade vieles freigerüttelt worden ist und ich mich noch nicht richtig in der mitte wieder finde, sondern noch sehr schwimme!

BkrauchheKeinoenNamen


besonders schlimm sind die schlafstörungen – wache tausend mal nachts auf, mein magen ist voller luft....

aaaaaaaaaaber: ich war die letzten 3 tage immer draußen und hatte dabei keine heftigen paniksymptome – nur nen kloß im hals und leichte nervösität

und mir ist ständig übel, mein nacken ist auch total verspannt ;( habe nen mega blähbauch

hach ja....entweder nächste oder übernächste woche gehts los in die klinik ;-)

alles positive, was ich da erleben werde, speicher ich mir in meinem gehirn ab, so dass es auch mal bleeeeeeeeeeeibt ;-) ]:D

PoepitaM.arl-exne


Hi- also ist noch irgendjemand aus diesem Chat aktiv? ich habe gerade aktuell Absetzbeschwerden und wollte mich austauschen. Hat es denn jemand von euch erfolgreich geschaffr die Absetzsymptome zu überstehen ohne wieder zu Medikamenten zu greifen?

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