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Manisch Depressiv und Umgang mit Kindern

dJieNa:na01 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich hab da Fragen und wüsste gern, wie Ihr das handhaben würdet.

Sonntag kam mein Ex, nach Suizidandrohung in eine pyschische Klinik, hab die Polizei gerufen und die kamen gleich mit Krankenwagen und Co. ihn abholen. Seither macht er mir und den Kids die Hölle heiß.

Ich hab mich neu verguckt und hab Ihm Freitag gesagt, das ich so nicht weitermachen möchte, es lief vieles schief. Er verstehts nicht, akzeptieren will er nicht und fängt jetzt an, die Kinder gegen uns auszuspielen. Er fragt Sie aus, schreibt im FB fiese Sachen und postet Dinge aus unserem Privatleben, er erpresst mich mit seiner Therapie, schickt SMS das er kämpfen will! Er darf sich frei in der Klinik bewegen, kommt ergo auch ans Internet, dort belagert er Freunde und Bekannte- ich bekomm den ganzen Dreck ab!

Ich hatte auch schon ein Gespräch mit dem Doc, jedoch macht mein Ex wieder alles so wie immer... man gibt Ihm Rat... und er macht das komplette Gegenteil.

Medi´s nimmt er 100% nicht wenn er raus darf, kenn ich schon zur Genüge.

Gestern meinte er, er wäre wohl manisch depressiv...

Er stellt nur noch Bedingungen, ich habe zu springen wie er möchte. Er möchte zB. komplett Ostern die Kinder haben, meint aber das er dort noch 4-5 Wochen wäre, vll. aber Freigang bekäme... was wenn er dann wieder so ne Macke bekommt? Ich soll auch jetzt gefälligst mit den Kindern (10,8,2) am WE Ihn besuchen auf Station! Es wäre wohl nur ein Oppa da der wohl extrem dabei wäre... ich frag mich ob das so gut ist...

Ich soll seine Finanzen weiter machen (ohne Karte und sonstige Info´s), hab seinen Autoschlüssel bekommen (ich hab keine Fahrerlaubnis), den Briefkasten darf ich leeren und mich drum kümmern, aber den Wohnungsschlüssel verweigert er mir konsequent, er wird schon wissen warum!

Dienstag habe ich zu einem Gespräch dort anzutanzen (wortwörtlich!), erst nachdem ich gesagt habe, das ich in Gespräch mit dem Therapeuten steh hat er mir erstmal erzählt worum es eigentlich geht!

Wir sollen die Trennung besprechen, hab ich ihm schon 1000fach erklärt, er WILL es nicht verstehen, diskutiert alles aus! Er ist so oft fremdgegangen, macht mir aber Vorwürfe, was für eine Schl... ich doch bin! Wir haben beide unsere Fehler gemacht in den vielen Jahren, aber er gibt mir jetzt die Schuld für sein Verhalten.

Ständig steh ich unter Rechtfertigung, hab die 3 Kids, versorge noch seinen Hund, gehe Kompromisse ein, steh im Endeffekt alleine da und hab ehrlich keinen Kopf für sowas und werd jetzt mit seinem Mist belagert, bin Dauermießgelaunt, wenn ich scho dran denke! Andere würden sich aber ni so dolle kümmern! Im Endeffekt will er nur seine Familie raushalten, weil er sich schämt!

Ich weiß grad ni weiter, hab soviel um die Ohren, weiß nicht was richtig und was falsch ist... hauptsächlich mach ich mir Sorgen um die Kids, die zieht er ganz prima mit rein!

Antworten
D8illexs


Hört sich an als ob er in einer richtigen Manie drinsteckt. Manche werden da auch ziemlich agressiv.

Ich hatte letztes Jahr eine schwere Manie und musste auch ins Krankenhaus, da ich alle Mittel verweigerte und ich immer schlimmer wurde , haben sie mich zu sechst eingefangen und fixiert. Dann haben sie mir ein große Dosis Quetiapin intramuskulär gespritzt. Danach wurde ich relativ schnell wieder normal.

In der Manie hat man ein übersteigertes Selbstbewusstsein, findet alle anderen dumm, nur die eigene Meinung zählt, zuweilen ist man agressiv, schläft fast kaum noch und wird für sein Umfeld eigentlich untragbar.

Ich vermute stark er ist noch nicht richtig medikamentös eingestellt oder er verweigert die Medikamente wie ich.

d&ieNSana0x1


Dilles, was du da beschreibst kommt so ziemlich 100% hin... wie aber kläre ich das denn jetzt mit den Kindern?

Hab eben mit dem Thera gesprochen und Ihm gesagt, das ich zu solchem Gespräch nicht zur Verfügung stehe und habe den Termin abgesagt. Dabei kam erneut raus, das mein Ex schonwieder gelogen hat, auch den Therapeuten.

Wie soll ich den Vertrauen haben, wenn er dort auch nur am Lügen ist... ich kann dem die Kinder definitiv nicht mit ruhigem Gewissen allein überlassen!

Sfp>ringcbhild


Wie alt sind die Kinder denn?

Andere würden sich aber ni so dolle kümmern!

Wieso tust Du es?

ddieNTana01


die kinder sind 10,8 und 2

Und ich kümmer mich derzeit nur um die Kids und mich – damit hab ich grad genug zutun

I{sabelvl


Erst mal ist es völlig egal was er letzendlich nun "hat".

Wichtig ist es, wie Du für Dich (und die Kinder!) einen Weg findest damit so umzugehen, dass es Euch gut geht.

Du sagst, Du sprichst mit dem Therapeuten/Arzt? Und der sagt nicht, dass Du für Dich erst mal größtmögliche Distanz halten solltest?

Du bist zu nichts verpflichtet, nur weil Jemand in irgendeiner Form krank ist. Oder andersrum: Du mußt Dir nicht Alles an Verhalten gefallen lassen weil Jemand krank ist.

Wir sollen die Trennung besprechen, hab ich ihm schon 1000fach erklärt, er WILL es nicht verstehen, diskutiert alles aus! ...(...)....aber er gibt mir jetzt die Schuld für sein Verhalten.

Ständig steh ich unter Rechtfertigung,...(...)...

Wer sagt, dass Du Dich für was auch immer rechtfertigen mußt?

Wer sagt, dass er Deine Entscheidung zur Trennung verstehen muß?

Du hast Dich getrennt. Punkt. Punkt. Ausrufezeichen. Danach kommt nichts weiter.

Will er seine Kinder sehen, dann hat er Besuchstermine auszumachen, einzuhalten – auch Punkt.

S4pring;chxild


Und ich kümmer mich derzeit nur um die Kids und mich – damit hab ich grad genug zutun

Achso, in Deinem ersten Text hörte es sich so an als würdest Du momentan einiges für ihn tun (Gespräche mit dem Therapeuten, seinen Briefkasten leeren etc). Können sich denn seine Angehörigen nicht darum kümmern?

Ich persönlich würde die Kinder nicht unbedingt mit ihm allein lassen solange er in der Episode drinsteckt, aber einem Besuch steht doch eigentlich nichts im Wege (solange er nicht gerade auf der geschlossenen Station ist, das ist wirklich kein passender Ort für Kinder). Wenn ich mir vorstelle in der Psychiatrie zu sein und es mir deswegen verweigert würde, mein Kind zu sehen... das wäre ganz schrecklich.

Aber ich denke mal wenn er wirklich in einer manisch-depressiven Phase steckt darf man nicht jedes Wort das er sagt auf die Goldwaage legen. Eine Entschuldigung ist es natürlich nicht und ich kann Dich auch gut verstehen, dass Dir das sauer aufstößt, aber ich hab das selbst schon erlebt. Man fühlt sich absolut im Recht, egal wie weit hergeholt das ist was man sich zusammenspinnt – das sind eben Symptome und kommt nicht daher, dass man es böse meint oder so. Ist halt ziemlich schwierig für alle Seiten, damit umzugehen. :)*

IjsabYelxl


Springchild

Aber ich denke mal wenn er wirklich in einer manisch-depressiven Phase steckt darf man nicht jedes Wort das er sagt auf die Goldwaage legen.

Aber um das zu können, muß man sich selbst, die eigene Person, auch klar abgrenzen können. Und so wie es rüberkommt kann Nana das ganz und gar nicht.

S{p,ri$ngAchilxd


Du bist zu nichts verpflichtet, nur weil Jemand in irgendeiner Form krank ist. Oder andersrum: Du mußt Dir nicht Alles an Verhalten gefallen lassen weil Jemand krank ist.

Also das stimmt schon, aber dass es an der Krankheit liegt und nicht daran, dass man als Person so ist, dafür sollte schon versucht werden ein gewisses Verständnis aufzubringen. Es ist ja für Betroffene auch nicht gerade leicht, weil man eben eine verzerrte Wahrnehmung hat und sich komische Gedanken dazu macht, die in einer normalen Phase niemals kommen würden.

Auch ich habe mich oft gefragt "hat das jetzt Berechtigung, ist es wirklich real so oder spinne ich wieder?" Es ist ein schlimmes Gefühl nicht zu wissen ob das was man denkt und empfindet auch wirklich einen realen Hintergrund hat oder "krank" ist.

SUpr+ikngcghixld


Aber um das zu können, muß man sich selbst, die eigene Person, auch klar abgrenzen können.

Ja da hast Du recht.

Iwsabsell


Springchild

Also das stimmt schon, aber dass es an der Krankheit liegt und nicht daran, dass man als Person so ist, dafür sollte schon versucht werden ein gewisses Verständnis aufzubringen.

Man kann auch verstehen und sich trotzdem abgrenzen ;-)

Shpringchxild


Man kann auch verstehen und sich trotzdem abgrenzen

Kann man und sollte man... was ich versuche zu sagen ist, dass man der kranken Person nicht 100 % Schuld an ihrem Verhalten geben kann.

IHsbabexll


Springchild

was ich versuche zu sagen ist, dass man der kranken Person nicht 100 % Schuld an ihrem Verhalten geben kann.

verstehe ich ja doch ;-) und sehe ich genauso.

Nur hat das mit der eigenen Person erst mal nichts zu tun.

Weißt Du was ich meine? Jemanden zu verstehen ist nicht gleichbedeutend damit, eigene Grenzen automatisch einreißen zu müssen.

Es gibt viele Menschen in meinem Umfeld oder auch in meiner Vergangenheit die ich durchaus verstehe oder bei denen ich Abzüge mache weil sie krank sind – deshalb kann, darf und muß ich aber aus eigenen Wohlbefindsgründen trotzdem bei Manchen eine klare Grenze ziehen.

Und hier: Sie könnte für ihn da sein – wenn oder soweit sie fähig wäre ihre eigene Person abgrenzen zu können.

Solange sie meint sich rechtfertigen zu müssen, sich seinen Vorwürfen stellen zu müssen, sich seinen -platt gesagt- "Launen" hingeben, ja sich gar davon abhängig machen zu müssen....solange sollte sie sich sehr stark von ihm fernhalten.

S5pr!iHn]gchilxd


Ja das finde ich doch auch... irgendwie reden wir aneinander vorbei glaube ich. @:)

a,ugx233


Sollte ein "Nicht-Fachmann/Fachfrau" einem manisch Depressiven einen "Krankheitsbonus" einräumen? Ich meine: NEIN Sonst sieht der Betreffende nie einen Grund zur konsequenten Therapie. Seine Krankheit kann ihm im besten Fall in einem Strafprozess berücksichtigt werden. Wenn ein Psychotherapeut mit einem solchen Kranken anders umgeht, dann hat das seinen guten Grund. Aber warum soll es der "Rest der Welt"? Dürfen die Kranken dann jeden Unsinn machen? Darf sich dagegen niemand wehren?

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