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Die Suche nach dem Zu Hause

b7lsadex19


@ Apfelkuchen007

In dem Eingangsbeitrag sprichst du ja davon, dass du einen Ort suchst, der sich wie ein Zuhause anfühlt. Da frage ich mich natürlich gleich, ob du überhaupt weißt, wie sich ein Zuhause anfühlt? Bzw. welches Gefühl du damit verbindest?

Weil ich sehe erstmal eigentlich zwei verschiedene Punkte in deinen Beiträgen, nämlich zum einen das du keine Wurzeln hast und zum anderen eine innere Unruhe bzw. Rastlosigkeit. Natürlich können beide Punkte zusammenhängen und vielleicht ist das auch so bei dir, nur ist das schwer zu sagen und ich bin mir da relativ unsicher. Der Grund dafür ist, dass du selber analysierst hast warum du meinst keine Wurzeln zu haben, nämlich aufgrund deiner "kaputten" Familienstruktur. Wenn dem so ist, dann wäre der logische Ausweg sich eine neue "gesunde" Familie aufzubauen, nur scheint das für dich irgendwie überhaupt nicht in Betracht zu kommen.

Interessanterweise, weil es durchaus nicht unüblich ist, dass Menschen sich über anderen Menschen selbstverwirklichen, also dem Partner oder der Beziehung oder den Kindern. Nur für dich spielt es überhaupt keine Rolle, stattdessen ist der einzige Lösungsvorschlag denn du selber in den Raum wirfst das totale Gegenteil davon, nämlich sich einen Rucksack zu schnappen und die Welt zu bereisen. Was mag man daraus ableiten? Zum einen bedeutet eine Reise immer Abstand zu dem Ort an dem man gerade ist, also so als ob man vor etwas davon laufen möchte bzw. Abstand gewinnen möchte. Zum anderen wäre so eine Reise relativ unorganisiert, also irgendwie planlos in den Tag hinein (obwohl so eine Reise durchaus eine gewisse Organisation erfordert, aber nicht in der idealisierten Vorstellung) ohne großes Verantwortungsbewusstsein und vorallem ohne Verpflichtungen.

Um es nochmal von einer anderen Seite zu betrachten: Ich kenne tatsächlich Menschen die wirklich rastlos sind und sich nicht lange an einem Fleck aufhalten können, darunter ist auch eine junge Frau, die z.B. kein Problem damit hatte Mittelamerika mehr oder weniger alleine mit einem Rucksack zu bereisen.

Du machst nicht den Eindruck als ob du diese Art von Rastlosigkeit in dir trägst, sondern stattdessen denke ich, dass sich dein Problem tatsächlich darauf zurückführen lässt, dass du hier einen Konflikt hast, welchen du nicht zu lösen vermagst und der dich daran hindert einfach anzukommen. Deswegen denke ich, dass du tatsächlich erst zur Ruhe kommen kannst, wenn du es schaffst diesen Konflikt zu lösen. Das Naheliegendste wäre wahrscheinlich ein Konflikt innerhalb deiner Familie, weil dies der Punkt ist, denn du selber angesprochen hast.

A*pfelCkucghen0x07


Wie sich ein Zu Hause Gefühl anfühlt?? Ich denke vertraut,warm, wo man sich geborgen und sicher fühlt. An Ort an dem man gerne gelebt hat. Mit vertrauten Menschen,die einen mögen und lieben.

Interessanterweise, weil es durchaus nicht unüblich ist, dass Menschen sich über anderen Menschen selbstverwirklichen, also dem Partner oder der Beziehung oder den Kindern

Ja, stimmt, das ist nicht unüblich, auch allgemein, dass Menschen Familien gründen.Warum bei mir der Gedanke dazu nicht kam?? Ich denke das könnte daran liegen, dass mir 3/4 meines Lebens eingeredet wurde, dass ich bloß nie nie Kinder in die Welt setzen soll, weil sie sooo schlimm und anstregend und überhaupt nicht gut sind. So hat sich wohl dieses negative Bild von Kindern und Familie eingeprägt. Mir fallen auf Anhieb mehrere Gründe gegen eigene Kinder ein, bevor(!) positive Dinge zum Vorschein kommen. Tja... . :-/ :-/ . Aber recht hast du schon irgendwie mit deiner Feststellung... .

S)plititersexele


Hallo Apfelkuchen,

da du auf das Thema Haustiere recht gut angesprochen hast, würde ich dir mal einen Lösungsweg vorschlagen, der dich erstmal nicht "einengt".

Ich habe dazu gerade selber einen Thread laufen. Gehe in einen Laden und suche dir ein Plüschtier aus... Damit will ich dich nicht auf den Arm nehmen, das ist ernst gemeint. Wenn meine Partnerin Nachtdienst hat, oder ich Mittags nach Hause komme und den ganzen Tag alleine bin, dann helfen mir meine zwei Plüschpferde mehr, als der lebendige Hund.

Ich war vor kurzem meine Familie besuchen (350km weit weg) und habe (mit 33 Jahren) meine zwei Plüschpferde mitgenommen. Ohne die beiden hätte ich mich Abends im Bett einfach unwohl gefühlt, obwohl das Treffen schön war und etwas von zu Hause und Geborgenheit hätte haben sollen.

Ich rede mit den Beiden vor dem Schlafen gehen immer kurz über den Tag und was wir morgen zu tun haben. Das sind so Rituale die mir wichtig sind und die mir ein Gefühl von "zu Hause" und "Geborgenheit" geben.

Ich schlage dir diesen Weg vor, weil ich Glaube, zwischen deinen Zeilen eine gewisse Form von "Bindungsangst" heraus zu lesen. Wenn man länger an einem Ort ist, dann baut man Sozialkontakte auf (auch ungewollt) die einen gewissen "Erwartungsdruck" mit sich bringen. Wenn man mit dem Rucksack durch Australien zieht, dann lernt man jeden Abend neue Leute kennen, aber immer wenn der Punkt erreicht ist, wo es "intim" wird und näher an die eigene Geschichte, zieht man weiter. Das stellt man sich schöner vor, als es ist. Denn wenn das alles einmal fehlt, dann merkt man erst wie wichtig das ist.

Ich habe damals alles hinter mir zurück gelassen und bin mit 5 Umzugskartons bei meiner Partnerin eingezogen. Ich habe hier nach vier Jahren noch immer keine Freunde gefunden (auch nie bemüht), mein einziger Freund und meine Familie sind jetzt nur noch telefonisch in erreichbarer Nähe. Was sich zunächst wie grenzenlose Freiheit angefühlt hat, fühlt sich nach vier Jahren langsam wie Heimweh an. Das ist die Kehrseite der Medallie.

A*pfuelkuSchAen00x7


Hallo,

den Vorschlag mit dem Kuscheltier finde ich gut, allerdings kann ich es mir einfach nicht vorstellen mit diesem zu sprechen, da würde ich mir irgendwie komisch oder seltsam vorkommen. Und wenn ich mir etwas kaufen würde, dann in einer großen Größe und nichts kleines, so einen Riesenbären oder sowas in der Art :-) .

Und der Tip mit den Haustieren ist gut. Was macht ihr mit ihnen, wenn ihr in Urlaub fahrt??

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