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Sich dem "bösen" Ex stellen?

DZie'Krauemi


ich würde es auf keinen Fall tun, da der Ausgang des Treffens und damit die Folge, ob es dir danach besser oder schlechter geht, absolut von ihm abhängt. Du gibst es ihm wieder in die Hand. Denn wenn du ihm sagst, was er dir angetan hat und wie du leidest, – was ist, wenn er schallend lacht? Oder wenn du ihn als Würstchen" darstellst, und er nur lapidar sagt: "ach, und dieses Würstchen konntest du die ganzen Jahre nicht vergessen?"

Wenn ich es richtig verstehe, ist deine Intention, dich beim Treffen ihm gegenüber so darzustellen, wie du ihm gegenüber wärst (Stark und gleichgültig ihm gegenüber) in der Hoffnung, dass es dann auch Realität wird, oder? Oder die Hoffnung, dass er wieder versucht, dich zu manipulieren, und diesmal läßt du es nicht zu, um dir selbst zu zeigen, dass er dich nicht mehr manipulieren kann? Bloß, was ist, wenn er es nicht versucht? Wenn er dir komplett gleichgültig gegenüber tritt? Dann gehst du mit der Erfahrung nach Hause, dass du dem Mann, der dich immer noch so negativ beschäftigt, völlig egal bist.

mhhh, ich finde, die Gefahren sind größer, dass es dir danach schlechter geht, als dass es hilft.

CNhaYnce*00x7


Hallo LadyM,

Und ich möchte endlich damit abschließen. Und: Ich möchte endlich aus meinen Fehlern lernen.

Du hast doch schon gelernt. :)* Du erkennst heute die Muster und lässt dies nicht mehr mit Dir machen. :)^

Ich denke, abschließen kannst Du dann, wenn Du Dir selbst verzeihst. Sei nicht länger sauer auf Dich, weil Du es damals zugelassen hast. Du schwächst Dich selbst durch diese unterschwellige Wut. Akzeptiere, dass Du zu diesem Zeitpunkt und mit Deinem damaligen Wissen nicht anders reagieren konntest. Schau nicht, was nicht funktioniert hat. Schau, was jetzt funktioniert. Du hast Dich verändert, hast dazu gelernt. Ob er auch diese Möglichkeiten und diese Stärke hat(te)? ;-)

Ich rate Dir ebenfalls von einem solchen Treffen ab. Es könnte Dich im ungünstigsten Fall wieder um Jahre zurück werfen. Du hast diese Befürchtung ja selbst geäußert:

Er, mein Ex, hat mich durch meine immer noch vorhandene Angst bis heute in der Hand. Würde ich ihm begegnen, wäre all die neu gewonnene Stärke plötzlich weg, ich wäre wieder das verschüchterte Mädchen, wie vor 5, 6, 7 Jahren.

Warum diese Situation riskieren und die ganze Arbeit an Dir selbst kaputt machen? Mir wäre dieses Risiko viel zu hoch und ich selbst mir zu wichtig, als es darauf ankommen zu lassen. Du brauchst ihn nicht, um Dir selbst zu beweisen, dass heute vieles anders ist.

Bei neuen Bekanntschaften kannst Du Dich von vornherein schützen und direkt Manipulationen unterbinden. In seinem Fall spielen gewaltig viele bereits abgespeicherte Emotionen mit hinein. Die kann man nicht einfach ausblenden. Vergangenes wird nicht ungeschehen, nur der Umgang damit ist wichtig und das kannst Du letztlich doch nur mit Dir alleine abmachen.

Überschreibe in all den noch kommenden Jahren diese negative Erfahrung durch positive. Und nimm Dir nicht selbst die Gelegenheit, positive Erfahrungen auch ansammeln zu können, indem Du die Vergangenheit festhälst. Schmeiß ihn aus Deinem Kopf und aus Deinem Leben. Wenn es Dir hilft, schreibe es auf. Oder besorge Dir einen schicken Sandsack (ein großes Kissen tut es auch ;-)). Vielleicht kannst Du auch eine Freundin bitten, dass ihr mal in eine abgelegene Gegend fahrt und Du per Rollenspiel "ihm" so ohne Risiko auf Widerworte alles an den Kopf werfen kannst, was Du loswerden möchtest. Das kann unheimlich befreiend sein. :)z

In ein paar Monaten werde ich voraussichtlich mehrere Hundert Kilometer weit weg ziehen. Vielleicht wird es dann besser, wenn ich nicht mehr durch Déjà-Vus an bestimmten Orten hier immer wieder an ihn erinnert werde.

Mir hilft großer räumlicher Abstand von solchen Menschen immer sehr. Ich wünsche Dir, dass es Dir auch so geht. :)*

a"ug2x33


LaydM, ich habe nicht alle Deine Texte gelesen, nur den Eingangstext.

Ich rate von diesem Versuch und Wunsch eindeutig ab. Stell dir einfach mal die Situation umgekehrt vor.

Unabhängig davon: es muss auch seine Bereitschaft vorhanden sein sich Vorwürfe anzuhören. Woher vorher wissen, dass er dazu bereit ist. Ohne eine solche Bereitschaft kann eine solche Begegnung ganz schnell aus dem Ruder laufen, wie man so sagt.

Wahrscheinlich ist mal eine Psychotherapie gelaufen – was hat Therapeut zu einem solchen Wunsch gesagt? Wenn ein solches Gespräch etwas bringen soll, dann in einem therapeutischen Rahmen: Du mit Therapeutin/Therapeut; er mit einer Person seines Vertrauens; vielleicht sogar noch ein total neutraler Fünfter.

Ist über die Zukunft nach einem solchen Gespräch gedacht worden? Was ist, wenn er dann auf fiese Art und Weise Druck macht? Hat es sich dann gelohnt, ihm "was zu sagen"?

b@lad!e19


@ LadyM

Ich wünsche sie mir vielleicht insgeheim sogar, weil ich endlich weiß, wie ich mich dann zu verhalten habe und somit die Chance bekäme alles wiedergutzumachen... mein eigenes Verhalten aus der Vergangenheit in der Gegenwart zu korrigieren. Klingt das verrückt?

Hmm...kann man das überhaupt wiedergutmachen? Weil was passiert ist, ist passiert und selbst wenn du dich gegen ihn behauptest ist es immer noch passiert, weil du die Vergangenheit eben nicht ändern kannst. Du hast dich aber inzwischen mit dieser Vergangenheit auseinandergesetzt und bist zu der Erkenntnis gekommen, dass das nicht mehr wieder passieren wird, weder durch ihn noch durch irgendeinen anderen, deswegen brauchst du ihn eigentlich nicht um dein Verhalten zu korrigieren, weil du es eigentlich schon verinnerlicht hast und ja selber geschrieben hast, dass du bei anderen Menschen jetzt hellhöriger bist und dich nicht mehr so leicht emotional erpressen lässt.

Wenn es aber tatsächlich so ist, dass du diesen Trigger brauchst und komplett damit abzuschliessen, dann führt wohl kein Weg daran vorbei dich ihm zu stellen.

ektwas raftploxs


Warum willst du dich nochmal mit ihm treffen?

Einen Menschen der mich so behandelt bei dem schaue ich das ich den bestenfalls nie wieder sehe, aber gewiss würde ich da keine Aussprache wollen

m)inhimia


@ Lady M

Ich denke, dass ein Treffen mit ihm nichts bringen würde, denn er steht nur stellvertretend für dein ursprüngliches Problem.

Wie kam es denn, dass dein Ex überhaupt so einen Erfolg mit seiner Gangart bei dir hatte? Wieso hast du dich manipulieren, einsperren, unter Druck setzen und klein machen lassen? Wieso hast du deine Anfangs-Antennen missachtet und bist trotzdem eine Beziehung mit ihm eingegangen? Wieso missachtest du deine eigenen Bedürfnisse? Was strahlst du aus und warum, dass du offenbar öfter an Menschen gerätst, die dich manipulieren wollen?

Bei "neuen" Menschen mag deine gelernte Lektion greifen, aber an deinen Ex knüpft sich weiterhin deine Angst, die ihren Ursprung woanders hat und schon da war, bevor du deinen Ex kennen gelernt hast.

Das sind die Fragen, die ich mir stellen würde. :-)

m(in)immia


Nachtrag: Benutze nicht deinen Ex, um dein Angstlevel zu überprüfen, der ist selber hochgradig mit sich im Unreinen, sondern halte Ausschau nach den eigentlichen Gründen/Verursachern.

LZaGdyxM


Vielen Dank für die vielen Antworten!

Es scheint ja einstimmig darauf hinauszulaufen, dass ich das mit dem Treffen lieber lassen sollte und einen anderen Weg suchen soll.

@ cra1p2

Die Situation deiner Freundin und meine lässt sich nicht wirklich vergleichen. Mein Ex belästigt mich ja nicht (mehr).

@ SirTelemark

mein Eindruck ist, dass du dem ganzen eine enorme Bedeutung verleihst, und dich vielleicht auch hineinsteigerst? Das ist schon eine sehr heftige Formulierung. Als würdest du ihn zum Dreh- und Angelpunkt deines Lebens machen, als würde ein epischer Kampf, eines antiken Dramas würdig, bevorstehen.

;-D Wenn ich das nochmal lese, muss ich dir Recht geben, so klingt es. Ich weiß nicht, ob ich mich hineinsteigere.

Bist du sicher, dass das ganz ehrlich ist? Wäre es dir wirklich egal, wenn er sich tatsächlich umbringen würde? Oder stellst du dir vor, das zu sagen, nur um ihn möglichst hart zu treffen – egal wie?

Ja, da bin ich mir sicher. Erschreckenderweise habe ich mich viel eher beim Gedanken erwischt, dass es mich erleichtern würde, wenn ich wüsste, er ist nicht mehr da. Das empfinde ich selbst dann wirklich auch als Hineinsteigern. Direkt nach der Trennung habe ich mich noch viele Monate dafür verantwortlich gefühlt, dass er sich nichts antut, habe alle notwendigen Schritte nur sehr rücksichtsvoll unternommen, um ihm keinen Grund zu geben, Dummheiten zu machen und das wusste er auch. Hat immer wieder versucht, mich wieder "einzunehmen", was ihm dank meinem neuen Partner nicht gelungen ist. – Ich will ihm meine Gleichgültigkeit nicht zeigen, um ihn zu treffen, da bin ich mir ganz sicher. Würde ich ihn hart treffen wollen, ihm schaden wollen, hätte ich dazu ganz andere Möglichkeiten, aber daran habe ich gar kein Interesse. Wie gesagt, ich will mir eher selbst etwas beweisen.

Vielleicht würde es dir eine ähnliche Befriedigung bringen, wenn du auf die Meta-Ebene wechselst und ihm einfach die Wahrheit sagst: nämlich dass seine Suiziddrohungen ein Erpressungsversuch sind, auf den du nicht eingehen wirst und dass es weder in deiner Macht noch in deiner Verantwortung steht, ob er das tut. Ich glaube, das wäre authentischer und ich glaube, mir würde das in der Situation mehr Erleichterung verschaffen.

Stimmt, das wäre auch eine Möglichkeit. Allerdings ist er sich seiner Manipulation selbst gar nicht wirklich bewusst. Für ihn ist sein Handeln normal, er macht das eher intuitiv, hat da viel von seinem Vater "gelernt". Ich weiß nicht, inwiefern er für diese Botschaft dann empfänglich wäre.

Aber vielleicht ist auch [[http://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz#Akzeptanz_in_der_Psychotherapie Akzeptanz]] der richtige Weg? Die Vergangenheit kann man nicht ändern, und das zu akzeptieren, nicht mehr damit zu hadern, kann auch ein Weg der emotionalen Befreiung sein.

Ich dachte ja eigentlich, diesen Schritt hätte ich schon hinter mir. Ich war der Meinung, dass diese Jahre mit ihm eben zu mir gehören und ich daraus sehr viel gelernt habe und mich eigentlich auch "dank" dieser Zeit sehr weiterentwickelt habe. Aber dann diese Erkenntnis, dass ich mich nach wie vor vor ihm fürchte und er mich noch Jahre danach zeitweise beherrscht... das stört mich sehr. Es kommt mir ein wenig so vor, als hätte ich mir etwas vorgemacht.

@ Messagio

Versetze dich in Gedanken, oder schreibe es nieder, was du ihm noch zu sagen hast. Denn im Grunde ist er ein unsicherer Mensch mit sehr bis gar keinem Selbstwertgefühl, ein Feigling, der sich erhaben vorkam wenn er dich erniedrigt hat.

Ich würde ihm keine Chance geben noch einmal Macht über dich auszuüben, denn er hat sich bestimmt nicht geändert.

Du warst stark dich von ihm zu lösen, weit weg zu ziehen ist die beste Lösung!

Er hat sich zwar nicht geändert, aber ich mich, deshalb hoffe ich ja, dass er inzwischen machtlos ist. Auch Pencil hatte ja das mit dem Brief vorgeschlagen, das werde ich vielleicht wirklich erstmal versuchen (ohne ihn ihm wirklich zu schicken).

@ DieKruemi

ich würde es auf keinen Fall tun, da der Ausgang des Treffens und damit die Folge, ob es dir danach besser oder schlechter geht, absolut von ihm abhängt. Du gibst es ihm wieder in die Hand. Denn wenn du ihm sagst, was er dir angetan hat und wie du leidest, – was ist, wenn er schallend lacht? Oder wenn du ihn als Würstchen" darstellst, und er nur lapidar sagt: "ach, und dieses Würstchen konntest du die ganzen Jahre nicht vergessen?"

Hm ":/ Es liegt eher in meiner Hand, denke ich. Wenn ich ihm begegne und mich doch wieder manipulieren lasse – das wäre das Allerschlimmste, was passieren kann. Wie gesagt, ich würde ihm gegenüber nie erwähnen, dass ich Angst hatte/habe. Es ist nicht so, dass ich mich zu einer Aussprache treffen will, sondern eher unter einem der Vorwände.

Wenn ich es richtig verstehe, ist deine Intention, dich beim Treffen ihm gegenüber so darzustellen, wie du ihm gegenüber wärst (Stark und gleichgültig ihm gegenüber) in der Hoffnung, dass es dann auch Realität wird, oder? Oder die Hoffnung, dass er wieder versucht, dich zu manipulieren, und diesmal läßt du es nicht zu, um dir selbst zu zeigen, dass er dich nicht mehr manipulieren kann?

Ja, so in etwa. Ich glaube, dass er wieder versuchen würde, mich zu manipulieren und ich möchte mir dann quasi selbst beweisen, dass er das nicht mehr kann. Würde ich ihm in diesem Moment sagen, wie armselig ich ihn finde oder was er für ein A** ist, weil er es wieder versucht, dann könnte er daraus ja gar nicht schließen, dass ich immer noch nicht wirklich abgeschlossen habe, oder?

Bloß, was ist, wenn er es nicht versucht? Wenn er dir komplett gleichgültig gegenüber tritt? Dann gehst du mit der Erfahrung nach Hause, dass du dem Mann, der dich immer noch so negativ beschäftigt, völlig egal bist.

Wenn er es nicht versucht, sondern ich ganz normal mit ihm reden kann – dann würde ich mich vielleicht sogar freuen, dass er sich gefangen hat. Ich weiß nicht genau. Ich weiß, was du meinst... aber ich denke nicht, dass mich das irgendwie traurig machen würde, wenn es so käme.

@ Chance

Ich denke, abschließen kannst Du dann, wenn Du Dir selbst verzeihst. Sei nicht länger sauer auf Dich, weil Du es damals zugelassen hast. Du schwächst Dich selbst durch diese unterschwellige Wut. Akzeptiere, dass Du zu diesem Zeitpunkt und mit Deinem damaligen Wissen nicht anders reagieren konntest.

Naja, ich konnte schon, das ist ja das Schlimme :-/ Es war eher so ein "sehenden Auges ins Verderben laufen". Ich habe die Warnungen meines Umfelds ignoriert, mein eigenes Bauchgefühl auch. Ich kann mich selbst nicht verstehen.

In seinem Fall spielen gewaltig viele bereits abgespeicherte Emotionen mit hinein. Die kann man nicht einfach ausblenden. Vergangenes wird nicht ungeschehen, nur der Umgang damit ist wichtig und das kannst Du letztlich doch nur mit Dir alleine abmachen.

Ja, da hast du recht...

Schmeiß ihn aus Deinem Kopf und aus Deinem Leben. Wenn es Dir hilft, schreibe es auf. Oder besorge Dir einen schicken Sandsack (ein großes Kissen tut es auch ;-)). Vielleicht kannst Du auch eine Freundin bitten, dass ihr mal in eine abgelegene Gegend fahrt und Du per Rollenspiel "ihm" so ohne Risiko auf Widerworte alles an den Kopf werfen kannst, was Du loswerden möchtest. Das kann unheimlich befreiend sein.

An so etwas hatte ich auch schon gedacht, an so einen symbolischen Abschluss, ich denke auch, dass mir das helfen könnte. Es gibt nur niemanden, der wirklich weiß, was damals alles passiert ist. Ich wünsche mir schon länger, dass ich einem Freund/einer Freundin davon erzählen könnte, aber bisher hat sich da kein geeigneter Kandidat gefunden. Das mit dem Sandsack/Kissen auf der anderen Seite kann ich mir (im Moment?) nicht vorstellen.

Mir hilft großer räumlicher Abstand von solchen Menschen immer sehr. Ich wünsche Dir, dass es Dir auch so geht.

Dankeschön :)_

@ aug233

Stell dir einfach mal die Situation umgekehrt vor.

Du meinst, dass er sich mit mir treffen wollen würde, um... um was? Ich kanns mir irgendwie nicht umgekehrt vorstellen.

Wahrscheinlich ist mal eine Psychotherapie gelaufen – was hat Therapeut zu einem solchen Wunsch gesagt?

Nein, ich war nie in Therapie. Er schon, hat diese aber meines Wissens nach kurzer zeit abgebrochen.

Wenn ein solches Gespräch etwas bringen soll, dann in einem therapeutischen Rahmen: Du mit Therapeutin/Therapeut; er mit einer Person seines Vertrauens; vielleicht sogar noch ein total neutraler Fünfter.

In einem meiner anderen Beiträge schrieb ich, dass ich mich nicht mit ihm treffen möchte, um ihm Vorwürfe zu machen. Ich möchte mir eher selbst beweisen, dass ich ihm heute ohne Angst gegenübertreten kann und jegliche Manipulationsversuche abwehren könnte. Ein Treffen in Anwesenheit weiterer Personen würde ganz an meinem Ziel vorbeigehen.

Ist über die Zukunft nach einem solchen Gespräch gedacht worden? Was ist, wenn er dann auf fiese Art und Weise Druck macht? Hat es sich dann gelohnt, ihm "was zu sagen"?

Ich kann mir nicht vorstellen, in welcher Art er mir noch Druck machen könnte. Er hat immer gedroht, sich selbst etwas zu tun, das trifft mich nicht mehr. Würde er mich bedrohen, würde ich sofort die Polizei rufen.

LSaPdyM


@ blade

Hmm...kann man das überhaupt wiedergutmachen? Weil was passiert ist, ist passiert und selbst wenn du dich gegen ihn behauptest ist es immer noch passiert, weil du die Vergangenheit eben nicht ändern kannst.

Ich glaube schon. Vor ein paar Wochen habe ich schon etwas Ähnliches gemacht. Ich habe mich während der Schulzeit nie getraut, einen Jungen anzusprechen, der mir gefiel, hab den Mund einfach nicht aufbekommen, wenn er da war. Den habe ich vor einiger Zeit dann einfach mal kontaktiert, habe mich mit ihm getroffen, mit ihm viel gesprochen und gelacht. Auch wenn ich diesmal nicht die Intention hatte, dass aus uns etwas wird, so hat es mir irgendwie gezeigt: Ich bin jetzt "besser", ich krieg's jetzt hin. Aber dass mir hier alle vom Treffen abraten, hat mir jetzt trotzdem zu Denken gegeben.

@ etwas ratlos

Warum willst du dich nochmal mit ihm treffen?

Einen Menschen der mich so behandelt bei dem schaue ich das ich den bestenfalls nie wieder sehe, aber gewiss würde ich da keine Aussprache wollen

Um mir selbst zu beweisen, dass mir so etwas wie damals nie wieder passieren kann. Eine Aussprache ist nicht das Ziel.

@ minimia

Ich denke, dass ein Treffen mit ihm nichts bringen würde, denn er steht nur stellvertretend für dein ursprüngliches Problem.

Wie kam es denn, dass dein Ex überhaupt so einen Erfolg mit seiner Gangart bei dir hatte? Wieso hast du dich manipulieren, einsperren, unter Druck setzen und klein machen lassen? Wieso hast du deine Anfangs-Antennen missachtet und bist trotzdem eine Beziehung mit ihm eingegangen? Wieso missachtest du deine eigenen Bedürfnisse? Was strahlst du aus und warum, dass du offenbar öfter an Menschen gerätst, die dich manipulieren wollen?

Ich denke, dass du recht hast und ich habe mir diese Fragen wirklich oft gestellt, bin aber noch nicht wirklich dahintergekommen, was sie Ursachen waren. Ich kenne meine Gedanken bei all diesen Entscheidungen und ich halte sie auch im Nachhinein für nachvollziehbar in diesen Momenten.

Ich frage mich auch, wieso ich so bin. Wieso ich so für Manipulationen empfänglich bin und wieso ich wirklich jedes Mal aufpassen muss und mir bewusst machen muss, was mein Gegenüber da tut. Ich habe in meiner neuen Beziehung, welche sich direkt nach der Trennung ergab und bis heute andauert, sofort zu Beginn die gleichen Fehler gemacht wie mit meinem Ex und stand am Ende da und konnte nur den Kopf schütteln über mich selbst. Zum Glück konnte ich in den letzten Jahren wachsen, mich meiner eigenen Bedürfnisse bewusst werden, diese auch vermitteln und durchsetzen. Inzwischen bin ich in einer glücklichen Beziehung, weil auch mein neuer Partner an sich gearbeitet hat.

Benutze nicht deinen Ex, um dein Angstlevel zu überprüfen, der ist selber hochgradig mit sich im Unreinen, sondern halte Ausschau nach den eigentlichen Gründen/Verursachern.

Ich frage mich, wie ich die finden könnte... Wäre so ein Treffen nicht vielleicht doch ein Schritt in diese Richtung?

L6aidxyM


Nachtrag: Ich merke übrigens, dass mir das Schreiben und Reflektieren über diese Gedanken seit gestern hier schon eein wenig geholfen hat. Danke euch dafür @:)

a2ug<23K3


@ LaydM,

Deine Gedanken zu seinen Möglichkeiten werden nie vollständig sein können, weil Du seine Vorstellungswelt zwar kennst, aber nicht in ihr drin bist und nicht die Entwicklung seit der Trennung mitbekommen hast. Ich wäre da sehr vorsichtig.

Die Situation umgekehrt: jemand möchte mit Dir eine Aussprache über eine zurückliegende Situation, und diese Aussprache könnte für Dich sehr unangenehm sein. Wie wären Deine Gedanken und Empfindungen zu einer solchen Sache?

Wenn die Sache so lange nachhängt, dann könnte Therapie ein Lösungsversuch sein!

flünfeiurxo


Ich würde ihm gern wenigstens einmal "auf Augenhöhe" gegenübertreten und nicht als dieses kleine, eingeschüchterte Mädchen

Ein wirklich interessantes Thema, denn ich spiele selbst gerade mit dem Gedanken und wollte einen ähnlichen Faden eröffnen.

Wenn man sich so verändert und das Geschehene reflektiert, wünscht man sich doch irgendwie eine Art Abschluss. Man will sich selbst beweisen, dass man es geschafft hat. Danach kann man quasi bei Null beginnen, zumindest denke ich mir das.

Die Gefahr liegt tatsächlich darin, was es in einem selbst auslöst. Dämonen der Vergangenheit bleiben Dämonen und wenn du siehst,w as sie damals mit dir machen konnten, besteht keine Garantie dafür, wie dein Unterbewusstsein darauf reagiert.

Auf der anderen Seite (so geht es mir zumindest): nichts überwiegt den Drang nach Augenhöhe oder gar Überlegenheit, nichts. Ich könnte nurnoch den Kopf schütteln, wenn ich an mich vor 2 Jahren denke. Auch fehlt mir der endgütige Abschluss. Nicht für ihn, sondern für mich. Das Wissen,d ass er mich nicht mehr klein machen kann und dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat und sie nicht nur oberflächlich war.

K;rümezl007


Willst du dir die Blöße wirklich geben?

Meinst du, es würde eher darauf hinauslaufen?

Halte ich schon für möglich. Wenn ich mich in seine Lage versetze und mir vorstelle, dass ich seit 5 Jahren vermutlich nur noch sehr wenige Gedanken an dich/die Beziehung verschwendet habe und du dann vor mir stehst und von Dingen redest, die für mich mittlerweile völlig irrelevant und vergessen sind...ich würde dich eventuell schon für etwas bekloppt halten.

Der innere Dämon ist es. Die Angst, dass ich wieder in meine alte Rolle zurückverfalle, irgendwann. Ich will es ja weniger ihm zeigen (denke ich...), sondern viel mehr mir selbst. Ich will mir selbst beweisen, dass ich stark genug bin. Dass ich tatsächlich aus meinen Fehlern gelernt habe und nicht wieder in dieses Verhaltesnsmuster verfalle. Ich will mich dessen versichern, dass ich gegen solche Menschen, gegen emotionale Erpressung, psychische Gewalt ankomme.

Wieso lässt du die Geister der Vergangenheit nicht einfach ruhen und beweist es dir lieber JETZT und in der Zukunft? Im Moment erpresst er dich ja sowieso nicht emotional. Was soll dir das also alles bringen? Ich glaube eher, dass die Wirkung irgendwie verpuffen würde (was dich vielleicht nur noch mehr enttäuschen würde).

Ich denke eher, dass es dir was bringt, wenn du auf eine akute Situation angemessen reagierst. Und das kannst du nicht, wenn du in der Vergangenheit wühlst.

aKugx233


Das mit der Augenhöhe ist so eine Sache. Die eigene Augenhöhe kennt man irgendwie. Aber die Augenhöhe des Gegners nicht! Die kann wesentlich von der eigenen abweichen, nach unten wie nach oben. Was ist, wenn man doch verdammt weit nach oben schauen muss?

b@laQde1x9


Ich glaube schon. Vor ein paar Wochen habe ich schon etwas Ähnliches gemacht. Ich habe mich während der Schulzeit nie getraut, einen Jungen anzusprechen, der mir gefiel, hab den Mund einfach nicht aufbekommen, wenn er da war. Den habe ich vor einiger Zeit dann einfach mal kontaktiert, habe mich mit ihm getroffen, mit ihm viel gesprochen und gelacht. Auch wenn ich diesmal nicht die Intention hatte, dass aus uns etwas wird, so hat es mir irgendwie gezeigt: Ich bin jetzt "besser", ich krieg's jetzt hin. Aber dass mir hier alle vom Treffen abraten, hat mir jetzt trotzdem zu Denken gegeben.

Es gibt diesen Spruch, der irgendwie so lautet: "Keine Rache ist die beste Rache". Klar, dir geht es nicht um Rache, aber ich denke die gleiche Philosophie die hinter diesem Spruch steckt gilt auch für dein Problem, nämlich so ein Gleichgültigkeit gegenüber dem Problem zu erlangen, dass man es sich selber nicht mehr beweisen muss oder anders ausgedrückt: "Es sich selber nicht mehr beweisen zu müssen, ist die beste Art zu zeigen, dass man jetzt besser ist!". Oder um es dann ganz konkret zu machen: Wenn du den Punkt erreichst, wo du nicht mehr den Drang verspührst ihm gegenüberzutreten, dann hast du erst wirklich mit der Sache abgeschlossen, weil du dann weißt, dass du dir nichts mehr zu beweisen brauchst. Momentan hängst du sozusagen in einer Zwischenebene, die dir suggeriert, dass du weißt, dass du ihm jetzt überlegen bist, aber du bist dir trotzdem noch unsicher, deswegen möchtest du es ja gerade austesten.

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