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Sich dem "bösen" Ex stellen?

eVtwa1s r6atxlos


Um mir selbst zu beweisen, dass mir so etwas wie damals nie wieder passieren kann. Eine Aussprache ist nicht das Ziel.

Obwohl du nach wie vor Angst vor ihm hast... ":/

Diese Logik verstehe ich nicht!

Der beste Beweis dir selbst gegenüber wäre doch eher solche Menschen ohne wenn und aber zu meiden und für dich selbst abzuschliessen was war

mDinCimia


@ Lady M

Ich frage mich, wie ich die finden könnte... Wäre so ein Treffen nicht vielleicht doch ein Schritt in diese Richtung?

Um dich da ranzutasten, brauchst du mMn dieses Treffen auf keinen Fall!

Lasse deine Gedanken mal schweifen, lasse dieses Angstszenario in dir zu, spüre diesem Gefühl nach, frage dich, wo du diese Angst schon mal hattest? Bei wem? Womöglich im Elternhaus? Geschwister? Andere Partner, Freunde? Welche Situationen gab es bereits in deinem Leben, in denen du dich nicht gewehrt hast, dich rückblickend manipuliert fühltest? Kommt dir diese Szenerie mit dem Einsperren irgendwie vertraut vor? Schon mal dagewesen? Falls ja, durch wen? Fühltest du dich schon früher durch jemanden in deinem Umfeld abgewertet? Warst du schon frühzeitig für irgendjemanden verantwortlich? Krankes Familienmitglied, kleineres Geschwisterkind? Wurde dir häufiger mit Sanktionen gedroht? Durch wen und in welchen Situationen...

Das sind ein paar Fragen, die mir auf die Schnelle einfallen. Lasse deine Gedanken wandern, immer mal wieder, auch wenn sich auf Anhieb vielleicht keine Antwort finden lässt. IdR arbeitet unsere Seele weiter, meldet sich dann oft in Träumen oder plötzlichen Aha-Gedanken oder Gefühlslagen.

:-)

f ü?nefeQuro


Das mit der Augenhöhe ist so eine Sache. Die eigene Augenhöhe kennt man irgendwie. Aber die Augenhöhe des Gegners nicht! Die kann wesentlich von der eigenen abweichen, nach unten wie nach oben. Was ist, wenn man doch verdammt weit nach oben schauen muss?

Das stimmt schon. Es geht aber weniger darum, dass er einen auf Augehöhe wahrnimmt, sondern dass man selbst merkt, dass man keine Angst mehr hat. Innere Überlegenheit.

Vermutlich stimmt es,d ass die wirkliche Größe darin steckt, sich nichts beweisen zu müssen, aber der Drang ist nur sehr schwre zu unterdrücken.

L%adyxM


Hallo,

vielen Dank für eure Antworten! Von manchen fühle ich mich etwas missverstanden...

@ aug233

Die Situation umgekehrt: jemand möchte mit Dir eine Aussprache über eine zurückliegende Situation, und diese Aussprache könnte für Dich sehr unangenehm sein. Wie wären Deine Gedanken und Empfindungen zu einer solchen Sache?

Wie gesagt, ich will keine Aussprache mit ihm und ich würde ihn auch nicht zu so einer bitten. Es gibt andere Gründe, z.B. der gemeinsame Vertrag, die ich ihm als Vorwand nennen könnte.

Wenn die Sache so lange nachhängt, dann könnte Therapie ein Lösungsversuch sein!

Das könnte sein, allerdings habe ich (noch?) nicht das Bedürfnis, mit einem Therapeuten darüber zu sprechen

Die eigene Augenhöhe kennt man irgendwie. Aber die Augenhöhe des Gegners nicht! Die kann wesentlich von der eigenen abweichen, nach unten wie nach oben. Was ist, wenn man doch verdammt weit nach oben schauen muss?

Na aber es kann mir doch egal sein, ob er sich mir überlegen fühlt, solange ich mich nicht unterlegen fühle. Hochschauen müsste ich nur beim letzten Fall. Außerdem ist seine Augenhöhe nicht mal real höher als meine ]:D

@ Krümel007

Wenn ich mich in seine Lage versetze und mir vorstelle, dass ich seit 5 Jahren vermutlich nur noch sehr wenige Gedanken an dich/die Beziehung verschwendet habe und du dann vor mir stehst und von Dingen redest, die für mich mittlerweile völlig irrelevant und vergessen sind...ich würde dich eventuell schon für etwas bekloppt halten.

Na das will ich doch auch gar nicht :-/

Ich denke eher, dass es dir was bringt, wenn du auf eine akute Situation angemessen reagierst.

Das ist es, was ich will. Und dieses Treffen würde eben diese akute Situation darstellen. Stell dir mal vor, du triffst einen Menschen, der dich blöd behandelt und du bist davon so überrumpelt, dass du ihm kein Kontra gibst. Später ärgerst du dich darüber, dass er das mit dir machen konnte. Ein paar Jahre später begegnest du ihm wieder, er machst dich wieder blöd an, diesmal wehrst du dich aber. So in etwa meine ich das. Natürlich könnte man auch allen anderen Menschen ab dem Moment immer Kontra geben. Aber ich stell mir vor, dass es mir besser geht, wenn ich gerade diesem einen anders gegenübertreten kann als beim ersten Mal.

@ etwas ratlos

Obwohl du nach wie vor Angst vor ihm hast... ":/

Diese Logik verstehe ich nicht!

Der beste Beweis dir selbst gegenüber wäre doch eher solche Menschen ohne wenn und aber zu meiden und für dich selbst abzuschliessen was war

Ich habe viel eher Angst vor meiner eigenen Reaktion. Angst, Angst zu bekommen und dadurch wieder Angriffsfläche. Was würde es mir denn beweisen, wenn ich solchen Menschen immer aus dem Weg gehe? Das würde diese Angst doch noch verstärken und würde mir eher zeigen, dass ich schwach bin und nicht in der Lage, gegen sie anzukommen?


@ fünfeuro

Ein wirklich interessantes Thema, denn ich spiele selbst gerade mit dem Gedanken und wollte einen ähnlichen Faden eröffnen.

Magst du erzählen, worum es bei dir genau geht? Du darfst diesen Faden gern "mitbenutzen", wenn du möchtest :-)

Wenn man sich so verändert und das Geschehene reflektiert, wünscht man sich doch irgendwie eine Art Abschluss. Man will sich selbst beweisen, dass man es geschafft hat. Danach kann man quasi bei Null beginnen, zumindest denke ich mir das.

Ja! So denke ich mir das auch.

Die Gefahr liegt tatsächlich darin, was es in einem selbst auslöst. Dämonen der Vergangenheit bleiben Dämonen und wenn du siehst,w as sie damals mit dir machen konnten, besteht keine Garantie dafür, wie dein Unterbewusstsein darauf reagiert.

Das ist das, wovor ich Angst habe. Aber: Dadurch bin ich ja auch darauf vorbereitet. Wenn man sich vor solchen Dingen Sorgen macht, sind sie meist dann doch nur halb so schlimm oder gar nicht schlimm. Jedenfalls kommt mir das oft so vor.

Das Wissen,d ass er mich nicht mehr klein machen kann und dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat und sie nicht nur oberflächlich war.

Ja, bis jetzt kann ich es nur glauben, dass ich ihm jetzt ohne Probleme gegenübertreten könnte. Wissen werde ich das aber erst, wenn ich es wirklich tue. Falls ich denn zum Schluss kommen sollte, dass das wirklich die beste Möglichkeit ist, denn ihr habt mir hier auch noch andere Lösungsansätze genannt, die ich vorher ausprobieren könnte.

@ blade19

Wenn du den Punkt erreichst, wo du nicht mehr den Drang verspührst ihm gegenüberzutreten, dann hast du erst wirklich mit der Sache abgeschlossen, weil du dann weißt, dass du dir nichts mehr zu beweisen brauchst. Momentan hängst du sozusagen in einer Zwischenebene, die dir suggeriert, dass du weißt, dass du ihm jetzt überlegen bist, aber du bist dir trotzdem noch unsicher, deswegen möchtest du es ja gerade austesten.

Ich glaube, das hast du gut analysiert :-) Vielleicht ist für die nächste Ebene ein Treffen nötig, vielleicht nicht... vielleicht mache ich mir hier auch jetzt Gedanken und morgen sitzt er plötzlich neben mir am Bahnhof.

@ minimia

Danke dir vielmals für diese vielen Fragen als Denkansatz! Ein paar davon hatte ich mir schon gestellt, z. B. ob mir meine Eltern irgendwie (bewusst oder unterbewusst) das Verhalten als richtig vermittelt haben, welche ich in der Beziehung an den Tag legte. Auf dieses Aha-Erlebnis warte ich noch. Verantwortung für meine kleinen Geschwister sollte ich immer übernehmen und soll es bis heute, was ich aber ablehne. Dass ich für andere (Partner, Freunde...) mitdenke, musste ich mir erst abgewöhnen. So ganz stellt sich der Zusammenhang aber noch nicht her. In manchen Situationen, ja, aber es lässt sich irgendwie (noch) nicht auf die Gesamtsituation Beziehung übertragen.

Danke dir auf jeden Fall, das hilft mir sehr weiter! @:)

W(aterxli2


Mir geht es ähnlich mit den Leuten, die mich jahrelang gemobbt haben. Ich fühle mich am wohlsten damit, ihnen nie wieder zu begegnen... nicht zu Klassentreffen zu gehen oder sonstwas. Was ich gerne machen würde, wäre sie nochmal für damals zur Rechenschaft ziehen. Aber das geht nicht, weil schon zu lange her. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich DAMALS ihre Morddrohungen und sowas nicht zur Anzeige gebracht habe, denn damit hätte ich mich richtig rächen können und es wäre mein gutes Recht gewesen.

Hast du deinen Ex wegen der Messerfuchtelsache angezeigt? Wenn nein, dann prüfe mal, ob und wann sowas verjährt und zeig ihn evtl. jetzt noch deswegen an. Sachen wie richtige Körperverletzung und sowas verjähren auch nicht ganz so schnell. Damit könntest du zu deinem Frieden kommen, weil du dich irgendwie "gewehrt" hättest.

Ansonsten: ist doch toll, dass du jetzt die Leute durchschaust und sowas nicht mehr mit dir machen lässt. Schau nicht so sehr zurück... das ist doch nicht mehr wichtig. Und wenn du Angst hast, dann mach was dagegen... z.B. einen Selbstverteidigungskurs. Und wenn du ihn nochmal siehst, solltest du vielleicht so tun, als wenn du ihn gar nicht kennst. Das ärgert die immer noch am meisten.

Ich sag z.B. bei Klassentreffen-Anfragen manchmal "vielleicht komm ich" und melde mich dann nie wieder. Die wissen schon, warum ich nicht komme. Aber über alles andere, wie mein Leben jetzt ist, wie ich reagieren "würde" usw. können die nur spekulieren. Und mehr haben sie auch nicht verdient. Ich mache mich doch da nicht mehr zum Affen und opfere wertvolle Lebenszeit. ;-) Für solche Leute, die keine Einsicht haben und nie hatten, ist es doch auch egal, wie man ihnen begegnet: es juckt sie nicht. Solche Leute haben keine Aufmerksamkeit verdient. Das bringt dich nicht weiter und darum geht es doch hier... es geht nicht darum, deinem Ex zu "helfen" oder so. :)z

KTrümdel007


Ein paar Jahre später begegnest du ihm wieder, er machst dich wieder blöd an, diesmal wehrst du dich aber.

Ja nun, der Haken ist ja aber, dass er dich schon seit Längerem nichtmehr blöd anmacht. Heißt in der Konsequenz, dass du ihn provozieren müsstest, solltest du ihn treffen. Und das halte ich irgendwie für unangebracht.

fdünxfexuro


Magst du erzählen, worum es bei dir genau geht? Du darfst diesen Faden gern "mitbenutzen", wenn du möchtest

Danke @:)

Die Kurzversion: er hat mich so manipuliert (und ich habe mich so manipulieren lassen), dass ich selbst Angst hatte, ihn zu verlassen. Körperlich hat er mir nie wehgetan, aber seine emotionalen Bestrafungen waren reinste Folter für mich. Meine Abhängigkeit und seine krankhaften Besitzansprüche endeten darin, dass ich ihm in einer guten zeit eine Liebeserklärung machte und er mir damit drohte, mich umzubringen, wenn ich auch nur einen anderen ansehe. Ende vom Lied: er sitzt lange hinter Gittern und ich hatte Glück ohne Ende.

Bis heute bekomme ich Post mit Liebeserklärungen und Schuldzuweisungen. Ich habe es aber geschafft, endlich aus diesem emotionalen Kerker auszubrechen und wieder ich selbst zu werden. Er ist der größte Dämon meiner Vergangenheit.

Mir geht es hauptsächlich darum, für mich einen Schlussstrich zu ziehen. Ich bin jetzt unabhängig und stark. Aber das Wissen, dass er das nicht weiss, finde ich furchtbar.

Das klingt alles sehr danach, dass ich ihm etwas beweisen möchte, aber das ist mir egal. Ich habe den schieren Drang, ihm einmal auf Augenhöhe oder gar überlegen zu begegnen. Was er sich dabei denkt, ist mir wurst. Ich will dieses Gefühl erleben, dass ich das kann.

Für solche Leute, die keine Einsicht haben und nie hatten, ist es doch auch egal, wie man ihnen begegnet: es juckt sie nicht.

Das stimmt allerdings. Ich persönlich erwarte mir auch keine Einsicht, weil ich endlich akzeptiert habe, dass er ein Problem hat, was ich dann zu meinem gemacht habe. Jetzt sind seine Probleme seine eigenen und meine Probleme waren noch nie seine.

f}ün`feuxro


Ja nun, der Haken ist ja aber, dass er dich schon seit Längerem nichtmehr blöd anmacht. Heißt in der Konsequenz, dass du ihn provozieren müsstest, solltest du ihn treffen. Und das halte ich irgendwie für unangebracht.

Ich glaube, es geht vielmehr darum, keinen Streit auszulösen, sondern ebenbürtig vor ihm zu stehen. Da geht es um die eigenen Gedanken, die dieses Mal nicht schwach und empfänglich sind, sondern innerlich stark. Man möchte einfach für sich spüren,d ass es einen selbst nicht mehr juckt. Nicht nur,d ass man sich wehren kann, sondern auch seine Stärke beibehält, wenn man sich nicht wehren muss.

LadyM konnte bis heute noch nicht richtig abschließen, weil sie teilweise immernoch Angst hat. Die direkte Konfrontation gab es nicht wirklich und das kann einen selbst ganz schön stören.

e*twase raKtloxs


Ich habe viel eher Angst vor meiner eigenen Reaktion. Angst, Angst zu bekommen und dadurch wieder Angriffsfläche. Was würde es mir denn beweisen, wenn ich solchen Menschen immer aus dem Weg gehe? Das würde diese Angst doch noch verstärken und würde mir eher zeigen, dass ich schwach bin und nicht in der Lage, gegen sie anzukommen?

Muss man denn gegen gewisse Typ Menschen ankommen die man eigentlich getrost aus seinem Leben ausschliessen sollte?

Warum willst du dir überhaupt etwas beweisen?

Wenn schon, dann das du einen solchen Menschen nicht mehr in deinem Leben haben willst oder brauchst und das du an dir selbst gewachsen bist, reifer bist!

Und dazu gehört das man sich mit bestimmten Menschengruppen ganz schlicht und ergreifend einfach nicht mehr abgibt!

Kwrüm_el00x7


Und dazu gehört das man sich mit bestimmten Menschengruppen ganz schlicht und ergreifend einfach nicht mehr abgibt!

So sehe ich das auch.

Auch in meinem Leben gab es jemanden, der mich sehr verletzt hat. Und wollte ich ihm damals noch sagen, was für ein widerlicher, egoistischer Mistkerl er ist, so finde ich heute Genugtuung darin, ihn wie Luft zu behandeln und ihm damit zu zeigen, dass ich einen Dreck auf ihn gebe. Allerdings kommt die Genugtuung auch daher, weil ich weiß, dass er es nicht haben kann, wenn sich jemand nicht um ihn schert (ob das bezüglich mir auch so ist, weiß ich im Grunde nicht, aber ich gehe einfach mal davon aus). Und auch, wenn die Emotionen von damals mir heute noch ab und zu einen Besuch abstatten und ich ihm mal gerne so richtig die Meinung sagen würde, rufe ich mich damit zur Vernunft, dass ein Mensch wie er es gar nicht wert ist, dass man überhaupt noch einen einzigen Gedanken an ihn verschwendet (im Grunde ist es schon zu viel, hier über ihn zu schreiben, aber es dient ja einem Zweck ;-) ).

Bei dir, LadyM, scheinen die Wunden tiefer zu liegen, wenn du nach so langer Zeit noch daran knabberst. Aber im Grunde musst du in dich hineinhorchen um herauszufinden, was dich besser fühlen lässt. Ob es dann im Endeffekt auch die gewünschte Wirkung hat, wirst du erst irgendwann danach wissen.

L|adxyM


@ Waterli2

Mir geht es ähnlich mit den Leuten, die mich jahrelang gemobbt haben. Ich fühle mich am wohlsten damit, ihnen nie wieder zu begegnen... nicht zu Klassentreffen zu gehen oder sonstwas. Was ich gerne machen würde, wäre sie nochmal für damals zur Rechenschaft ziehen. Aber das geht nicht, weil schon zu lange her. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich DAMALS ihre Morddrohungen und sowas nicht zur Anzeige gebracht habe, denn damit hätte ich mich richtig rächen können und es wäre mein gutes Recht gewesen.

Ich glaube, gegen eine Gruppe anzukommen ist noch viel schwerer als gegen eine Einzelperson. Gerade wenn es auch noch Klassenkameraden sind, denen man nicht aus dem Weg gehen kann. Tut mir leid für dich, was du erleben musstest :°_

Hast du deinen Ex wegen der Messerfuchtelsache angezeigt? Wenn nein, dann prüfe mal, ob und wann sowas verjährt und zeig ihn evtl. jetzt noch deswegen an. Sachen wie richtige Körperverletzung und sowas verjähren auch nicht ganz so schnell. Damit könntest du zu deinem Frieden kommen, weil du dich irgendwie "gewehrt" hättest.

Nein, ich habe ihn nicht angezeigt, auf die Idee bin ich ehrlichgesagt gar nicht gekommen. Er hatte mir ja gedroht, sich selbst umzubringen, hat das Messer gegen sich und nicht gegen mich gerichtet, auch wenn ich zeitweise befürchtet habe, dass er mich mit mehr oder weniger Absicht erwischt. Deshalb glaube ich, dass das auch gar nicht gegangen wäre, oder? ":/ Die Polizei hatte an dem Tag auch nichts in der Art erwähnt. Ich würde es auch heute ehrlichgesagt nicht als "Wehren" empfinden.

Schau nicht so sehr zurück... das ist doch nicht mehr wichtig. Und wenn du Angst hast, dann mach was dagegen... z.B. einen Selbstverteidigungskurs. Und wenn du ihn nochmal siehst, solltest du vielleicht so tun, als wenn du ihn gar nicht kennst. Das ärgert die immer noch am meisten.

Ich glaube, ein Selbstverteidigungskurs hilft gegen verbale Gewalt nicht... vielleicht eher ein Debattierclub? ;-D

Das letzte Mal, als wir uns sahen, war mein Freund dabei und er war auch in Begleitung. Wir schauten uns etwas länger an, als man es bei Fremden tut, aber grüßten uns nicht. Danach war mir ganz schlecht. Wie gesagt, das ist jetzt etwa 2 Jahre her.

@ Krümel007

Ja nun, der Haken ist ja aber, dass er dich schon seit Längerem nichtmehr blöd anmacht. Heißt in der Konsequenz, dass du ihn provozieren müsstest, solltest du ihn treffen. Und das halte ich irgendwie für unangebracht.

fünfeuro hat das gut erklärt. Wenn er mich wieder "angreifen" sollte, könnte ich natürlich irgendwie noch mehr Kontra geben und mich mir selbst gegenüber mehr beweisen, ich schrieb irgendwo auch, dass ich vielleicht insgeheim hoffe, dass es so weit kommt. Einen Streit provozieren würde ich deshalb nicht, denn dadurch würde ich mich nicht besser fühlen. Es würde mir auch einfach schon reichen, wenn ich mit ihm ein paar Worte wechseln kann, ohne dass mich währenddessen oder danach eine Zitterei packt. Ohne dass ich mich ihm gegenüber unterlegen fühle. Es geht ja vielmehr darum, was sich in mir abspielt. Aber vielleicht braucht es dieses Treffen dafür wirklich nicht... mal sehen.

Auch in meinem Leben gab es jemanden, der mich sehr verletzt hat. Und wollte ich ihm damals noch sagen, was für ein widerlicher, egoistischer Mistkerl er ist, so finde ich heute Genugtuung darin, ihn wie Luft zu behandeln und ihm damit zu zeigen, dass ich einen Dreck auf ihn gebe. Allerdings kommt die Genugtuung auch daher, weil ich weiß, dass er es nicht haben kann, wenn sich jemand nicht um ihn schert

Das heißt, ihr lauft euch manchmal noch über den Weg und du ignorierst ihn? In dem Fall hättest du ja genau diese Treffen/Begegnungen/Kontakte/was auch immer, die ich hier initiieren will, weil ich dem Zufall nachhelfen will :-)

@ fünfeuro

Wow, bei dir zieht sich das ja noch bis heute :-/ Wie lang ist eure Trennung denn her? Wie lange wird er im Gefängnis bleiben müssen? Es scheint ja immer noch eine Bedrohung von ihm auszugehen, wenn er dir immer noch schreibt.

@ etwas ratlos

Muss man denn gegen gewisse Typ Menschen ankommen die man eigentlich getrost aus seinem Leben ausschliessen sollte?

Muss man nicht, aber ich begegne solchen Leuten immer mal wieder. Der neue Freund meiner Schwägerin z. B. erinnert mich sehr stark an meinen Ex. Ich rede nur das Nötigste mit ihm, trotzdem muss ich an Familienfesten Kontakt mit ihm haben.

Warum willst du dir überhaupt etwas beweisen?

Das ist eine gute Frage... vielleicht um einen Beleg für meine Weiterentwicklung zu haben?

f9ünf?euxro


Wow, bei dir zieht sich das ja noch bis heute Wie lang ist eure Trennung denn her? Wie lange wird er im Gefängnis bleiben müssen? Es scheint ja immer noch eine Bedrohung von ihm auszugehen, wenn er dir immer noch schreibt.

So ca. 2 Jahre. Er darf erst seit 9 Monaten schreiben. Es wird ihn so gebrannt haben, dass ich nicht mehr da war. Er wollte mich ständig und immer kontrollieren. Er kann das nicht mehr. Also schon allein aus Gitter-Gründen ;-D , aber auch, weil ich mich nicht mehr kontrollieren lasse. Das juckt ihn vermutlich. Angst habe ich nicht mehr wirklich vor ihm. Ich habe hart an mir gearbeitet, um endlich ein paar Dinge zu begreifen und darauf bin ich sehr stolz und das solltest du auch sein @:)

vielleicht um einen Beleg für meine Weiterentwicklung zu haben?

So in etwa ist das bei mir auch. Einfach mal endgültig zu wissen,d ass man den Absprung geschafft hat. Da wurden vermutlich schwere seelische Wunden hinterlassen und wenn man die mit eigener Kraft wieder schließen kann, will man sichd as irgendwie bestätigen. ich kann das nur schwer beschreiben ":/

Wenn man abnimmt beispielsweise, kämpft man evtl. jahrelang mit seinem Essverhalten, der Disziplin und und und. Und am Ende will man den Beweis, man stellt sich der Waage oder dem Shoppen ;-D Graduell ein unaugeglichener Vergleich, aber es geht darum, dass man nicht nur selbst weiß, dass man abgenommen hat und Komplimente dafür bekommt- man will eine Zahl sehen.

LadyM, ist es für dich so,d ass du dieses Treffen als Abschluss benötigst? @:)

Gerade, wenn man sich so hat behandeln lassen

LyadyxM


Ich habe hart an mir gearbeitet, um endlich ein paar Dinge zu begreifen und darauf bin ich sehr stolz und das solltest du auch sein

Ich versuchs ;-D Du hast meine volle Bewunderung, dass du diesen Prozess geschafft hast, obwohl er dich nach wie vor kontaktiert :)^

LadyM, ist es für dich so,d ass du dieses Treffen als Abschluss benötigst?

Ein Abschluss... hm nein, so würde ich das in meinem Fall nicht nennen. Einen Abschluss strebe ich ebenfalls an, dafür müsste aber endlich die Sache mit dem Vertrag vorangehen, da mich die Vergangenheit (mein Ex) sonst immer wird einholen könnte. Ich bleibe bis zur Lösung dieser Sache abhängig von seinem Wohlwollen mir gegenüber, was er mir aber bisher immer versichert hat... nunja, komplizierte Sache :-/

Ich hatte es in einem anderen Beitrag schon geschrieben, ich empfände das Treffen eher wie eine Wiedergutmachung. Eine Art erneutes Durchleben einer Situation – und diesmal mach ich alles richtig. Es wäre eher ein Anfang als ein Ende.

K\rüm_el0k07


Du scheinst von einem Treffen überzeugt zu sein. Was genau hindert dich dann noch daran?

Lrewicayn


LadyM und fuenfeuro

Macht euch klar, dass ihr nicht vorhersehen koennt, wie ein solches Treffen laufen wird. Ihr denkt vielleicht, "er hat sich nicht veraendert", aber ihr wisst vieles aus seinem Leben nicht.

Ich denke, wenn man so ein Treffen "plant", hat man eine gewisse Phantasie darueber, wie der andere sich verhalten wird. Und in seinen Ueberlegungen geht man davon aus, dass es so oder ungefaehr so werden wird. Es kann aber ganz anders werden.

Es ist ja auch so, ihr wollt ihn mit einem anderen Verhalten konfrontieren, das er von euch nicht kennt. Ihr wuerdet eine neue Situation schaffen. Wie koennt ihr einschaetzen, was er in dieser Situation tun wird?

Seid ihr euch sicher genug in eurem Verhalten, dass ihr wisst, ihr koennt so reagieren, wie ihr euch es erhofft was immer er tun koennte?

Leider kann man vom "Gegenueber" nicht erwarten, dass sein Verhalten irgendwie zu dem psychologischen Prozess passt, den man selber gerade durchlaufen hat. Und sei es, dass er bloss sein altbekanntes Verhalten wieder abruft.

Eine neue Situation ist eine neue Situation. Sie kann alle moeglichen anderen Dinge beinhalten ueber "Verarbeiten von alten Situationen" hinaus.

Ich bin sehr skeptisch, eine kuenstliche Situation mit dem Ex zu schaffen, die aus eurer Sicht nur dazu dient, mit der Vergangenheit abzuschliessen. Denn die Vergangenheit ist die Vergangenheit, und was ihr taetet, waere, eine gegenwaertige Situation zu schaffen.

Einfach mal endgültig zu wissen, dass man den Absprung geschafft hat.

Wenn du das nicht ohnedies weisst, weisst du auch nicht, ob die Situation, die du schaffen willst, dir dieses Wissen bringt.

Eine Art erneutes Durchleben einer Situation – und diesmal mach ich alles richtig.

Du erwartest von ihm, dass er dir dieselbe Seite zeigt wie frueher. Was wenn nicht?

Ich kann die ganze Idee eigentlich ziemlich gut nachvollziehen aus meiner Beschaeftigung mit Gestalttherapie heraus, weil es dort auch darum geht, bestimmte Gefuehle und Verhaltensweisen, die aus einer alten Situation kommen und einen in der Gegenwart behindern, dahin "zurueckzugeben", wo sie herkamen und sich davon zu befreien. Allerdings wird in der Gestalttherapie eher mit Rollenspiel gearbeitet, wo man die Kuenstlichkeit noch viel offensichtlicher macht. Das hat den Vorteil, dass man nicht Gefahr laeuft, neue Themen mit den alten Leuten aufzumachen.

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