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Psychose, aber Neuroleptika wirken nicht - was nun?

PuuPeblxo87 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit Anfang Januar leide ich nun anscheinend an einer drogeninduzierten Psychose (siehe meinen anderen Thread), bekomme seit Anfang Februar Neuroleptika, diese schlagen allerdings garnicht bei mir an, ich merke lediglich die Nebenwirkungen.

Anfangs:

25mg Seroquel, anschließend 50mg Seroquel, daraufhin 100mg Seroquel + 50mg Seroquel Prolong. Hat bei mir garnichts geholfen, außer dass ich starke Albträume bekommen habe.

Mittlerweile nehme ich seit etwa 2 Wochen Risperdal, 3mg insgesamt (1mg morgens, 2mg Abends), auch diese schlagen garnicht an.

Eher habe ich das Gefühl, dass meine Symptome stärker werden, also z.B. nimmt die Konzentrartionsfähigkeit weiter ab, ebenfalls reagiere ich seit einigen Tagen noch sensibler auf Geräusche.

Was kann ich denn jetzt am besten machen? Irgendetwas muss ich doch tun können, oder soll ich diesen Zustand auf Ewig ertragen?

Könnten andere Neuroleptika eventuell helfen?

Danke schonmal für eure Antworten.

Liebe Grüße, Pueblo

Antworten
E(qukilize1r


Wenn die Symptome stärker werden, würde ich umgehend mit dem Arzt darüber sprechen.

P}uebFlol8x7


Das würde ich ja gerne, aber den nächsten Termin habe ich erst Ende April bekommen. :(v

Was mache ich denn jetzt am besten?

E{qui$lizer


Hm......gibts keine Ausweichmöglichkeiten?

Pnuebl)o87


Habe morgen wieder einen Termin in unserer Klinik, dann sehen wir weiter. Das Medikament wird wohl gewechselt, hoffentlich findet sich ein verträglicheres, welches mir auch hilft.

Drückt mir die Daumen. :)^

E?quil_ixzer


Mach ich! :)z :)^ :)^ :)^

sUchrnecke1x985


Bei wem bist du in Behandlung, Hausarzt oder Psychiater/Neurologe?

Warum ich das frage? Weil das Seroquel extrem niedrig dosiert ist, bei psychotischen Schüben liegt die Dosierungs-Latte von 300 – 1200mg pro Tag. In solch niedriger Dosierung werden eher Ängste und depressive Verstimmungen mit Seroquel behandelt.

Ich selbst nehme auch Seroquel, allerdings gegen Ängste und bin da mit 300mg eingestellt – drunter gings einfach nicht.

Pauebalo8x7


Ich bin ab morgen ambulant in der Klinik, d.h. es wird vermutlich ein Psychiater sein.

Bisher war ich bei einem Psychiater, dessen Motto es war, Medikationen so niedrig wie nur möglich zu dosieren, deshalb hat es vielleicht nicht gewirkt. Allerdings habe ich so schreckliche Albträume vom Seroquel bekommen, dass ich mich frage ob es sinnvoll ist, dort noch weiter hochzugehen? Ebenfalls meine ich, dass ich dieses Gedankenlautwerden auch erst in Kombination mit Seroquel bekommen habe, kann das sein?

S\e.nsie


Hallo Pueblo87,

ich finde es bemerkenswert, dass Du auf Deine Signale achtest und Dich verantwortungsvoll kümmerst, drücke Dir die Daumen für morgen. :)^ :)^

Etwas Geduld wirst Du jedoch aufbringen müssen, die optimale Einstellung wird oft nicht mit der ersten Medikation erfüllt. Bleib in Kontakt mit der Institutsambulanz und Deinen Ärzten. Vielleicht führst Du nebenbei ein Tagesprotokoll?

S@exnse


Ebenfalls meine ich, dass ich dieses Gedankenlautwerden auch erst in Kombination mit Seroquel bekommen habe, kann das sein?

Das ist eine Frage, die Du auf jeden Fall morgen stellen solltest. Immer alle Fragen stellen, alle Signale beachten – das hilft auch der behandelnden Ärzteschaft.

Phueb<lox87


Danke für deine erheiternden Worte. :)^

Ich führe eine Art Tagebuch, in dem ich den Verlauf des Tages schildere. Vielleicht, wenn ich mal wieder genesen bin, werde ich es digitalisieren, falls es irgendwen interessieren sollte.

Jetzt gucke ich nochmal eine Runde zu meinen Eltern, die Nähe tut mir sehr gut zur Zeit.

S"plittmerseexle


Huhu Pueblo...

Ich schließe mich mal Schnecke an, was die Dosierungsfrage angeht. Ich bin kein Mediziner und kann wenig dazu sagen, aber ich bekomme 400mg zur Nacht und falle dann im "Normalfall" eine Stunde später in ein so "schwarzes Loch", welches keine Alpträume zulässt. Auf gut Deutsch: "Ich bekomme Abends den Holzhammer auf den Kopf geschlagen, damit ich pennen kann".

Interessant ist auch, das du Seroquel + Seroquel Prolong bekommst. Sollte beides den Wirkstoff "Quetiapin" beinhalten und eigendlich das Gleiche sein. *grübel*

H|inaxta


Der Unterschied zwischen dem "normalen" Seroquel und dem Prolong ist die Wirkdauer.

Das Prolong hat eine andere Wirkstofffreisetzung, sodass die Blutspiegel länger konstant sind. Das bekommt man mit den "normalen" Seroquel nicht so hin, außer man möchte alle paar Stunden Tabletten nehmen.

S7plitter9seele


Ah jo... Dann sagt doch gleich retard Wirkung ;-)

P5ueblUo8x7


Also der Termin heute beim Arzt war nicht so dolle, ich wurde wie der letzte Junkie bezeichnet.

Würde ich nicht mehr konsumieren, wären die Symptome längst weg, so die Aussage. Ich versuchte der Ärztin zu verdeutlichen, dass ich nichts mehr konsumiere, mir wurde einfach nicht geglaubt. Wie ich denn von heute auf morgen aufhören könnte, Drogen zu nehmen, das ginge ja garnicht und ich soll doch wenigstens dazu stehen.

Ich habe dann der Ärztin angeboten, einen Drogentest zu machen, was aber abgelehnt wurde, weil man da betrügen könnte und der sehr teuer wäre.

Ich kam mir echt wie im falschen Film vor, ich dachte teilweise ich wäre bei der versteckten Kamera, so absurd waren die Fragen und Äusserungen. Ganz abgesehen von der über 2 Stündigen Wartezeit. :|N

Natürlich bin ich 100% Drogenfrei, ich würde nichts tun, um meinen derzeitigen Zustand auch nur um 1% zu verschlechtern.

Am Ende habe ich dann doch ein Rezept für "Zyprexa" bekommen, es allerdings noch nicht eingelöst, weil ich so unzufrieden mit der heutigen Behandlung war, dass ich an dieser Ärztin stark zweifle. :(v

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