» »

Psychose, aber Neuroleptika wirken nicht - was nun?

snchnSec~ke19x85


Hallo Pueblo!

Erstmal: Lass dich von einer blöden Ärztin nicht unterkriegen! Mir ist auch mal sowas ähnliches passiert (Erstgespräch in einer Klinik), wo ich dann natürlich nicht mehr hin bin.

Vielleicht kann dir ja dein Hausarzt einen guten Psychiater empfehlen?

Ich weiß, wie unendlich mühsam diese Arzt-Sucherei ist, wenn man psychisch so angeschlagen ist :-( Aber es geht vielen so wie dir, vielleicht tröstet dich das etwas?

Lg

schnecke

w\ohlfor muliexrt


Am Ende habe ich dann doch ein Rezept für "Zyprexa" bekommen, es allerdings noch nicht eingelöst, weil ich so unzufrieden mit der heutigen Behandlung war, dass ich an dieser Ärztin stark zweifle. :(v

Zyprexa ist ein gut wirksames und bewährtes Medikament, das kriegen auch viele von unseren Klienten. Ich würde es trotz Deiner Unzufriedenheit mit der Ärztin nehmen – dass Du auf die sauer bist kann ich gut verstehen!

Wenn sie Dich noch nicht kennt, weiß sie halt nicht, wie sie Dein Verhalten einschätzen soll. Vielleicht war die Annahme, dass Du noch Drogen nimmst, für sie ja die einfachste Erklärung. Aber das, was Du schilderst, war schon ein wenig krass.

Also mein Tipp: Nimm das Zyprexa, das ist okay, und wenn Du die Frau gar zu übel fandest, such Dir einen anderen Psychiater.

SPens2e


Pueblo,

das ist nicht gut gelaufen, tut mir Leid für dich. Aber lass Dich davon nicht entmutigen.

Würde ich nicht mehr konsumieren, wären die Symptome längst weg, so die Aussage. Ich versuchte der Ärztin zu verdeutlichen, dass ich nichts mehr konsumiere, mir wurde einfach nicht geglaubt. Wie ich denn von heute auf morgen aufhören könnte, Drogen zu nehmen, das ginge ja garnicht und ich soll doch wenigstens dazu stehen.

Wahrscheinlich hattest Du einen eher untypischen Verlauf in puncto Konsum? Oder wie würdest Du dies beschreiben? Langzeitig oder nur kurz dies und das an Drogen? Alkohol? dies nur beiläufig gefragt, denn ich glaube Dir, dass Du nicht mehr konsumierst.

Trotzdem denke auch ich als Außenstehende, dass dieser Verzicht möglicherweise auf Dauer ungewiss sein könnte. Nicht falsch verstehen – Selbstentzug von heute auf morgen kommt nicht häufig vor, langzeitige Abstinenz kann man bei Dir einfach noch nicht einschätzen. Ein gewisses Misstrauen ist berechtigt, das Erwähnen, das Hinterfragen auch.

Trotzdem hat die Ärztin sich nicht richtig verhalten mit ihrem Misstrauen und ihrer Abwertung. Wer weiß, was ihre Gründe waren, ob dieses Verhalten wirklich an Dir und Deiner Sachlage begründet lag.

Natürlich bin ich 100% Drogenfrei, ich würde nichts tun, um meinen derzeitigen Zustand auch nur um 1% zu verschlechtern.

Hinterfragen, ob wirklich clean, musst Du Dir womöglich noch eine Weile gefallen lassen müssen, auch von anderen Behandelnden, Beteiligten. Die Frage – derzeit nicht Deine, aber grundsätzlich die Deines Umfeldes – ist nämlich, kannst Du weiterhin drogenfrei bleiben, wenn es Dir demnächst durch Medikamente besser gehen sollte?

Wie gesagt, das nur am Rande und zur möglichen Sichtweise einer Dir völlig fremden Ärztin.

Und hier schließe ich mich wohlformuliert an, denn er hat offenbar beruflich in der Richtung Erfahrung:

Zyprexa ist ein gut wirksames und bewährtes Medikament, das kriegen auch viele von unseren Klienten. Ich würde es trotz Deiner Unzufriedenheit mit der Ärztin nehmen – dass Du auf die sauer bist kann ich gut verstehen!

Wenn sie Dich noch nicht kennt, weiß sie halt nicht, wie sie Dein Verhalten einschätzen soll. Vielleicht war die Annahme, dass Du noch Drogen nimmst, für sie ja die einfachste Erklärung. Aber das, was Du schilderst, war schon ein wenig krass.

Also mein Tipp: Nimm das Zyprexa, das ist okay, und wenn Du die Frau gar zu übel fandest, such Dir einen anderen Psychiater.

Noch mal Rückfrage: Du hast eigentlich einen behandelnden Psychiater – den, bei dem Du Ende April erst einen Termin hast, bei dem Du erst einmal warst nach Ende des stationären Aufenthaltes? Und die Ärztin gestern war eine aus der Ambulanz dieser Klinik?

Nicht verzagen und aufgeben! Wenn Du Zweifel an der Einnahme Zyprexa hast, dann frag doch mal telefonisch in der Praxis des ambulanten (ersten) Arztes an. Oder nimm es einfach erst einmal und dokumentiere Deine Beobachtungen täglich. Finde ich gut, dass Du sogar ausführlich Tagebuch schreibst.

S e~ns e


Ach ja, das möchte ich hervorheben:

Würde ich nicht mehr konsumieren, wären die Symptome längst weg, so die Aussage.

Diese Aussage ist absolut falsch! Und spricht nicht für Kompetenz, leider. Symptome einer Psychose können im ungünstigsten Fall schon nach nur einmal Cannabiskonsum nachhaltig sein.

P=uebslo87


Wahrscheinlich hattest Du einen eher untypischen Verlauf in puncto Konsum? Oder wie würdest Du dies beschreiben? Langzeitig oder nur kurz dies und das an Drogen? Alkohol? dies nur beiläufig gefragt, denn ich glaube Dir, dass Du nicht mehr konsumierst.

Wenn man es so liest, hört es sich in der Tat erstmal hart an, was ich so konsumiert habe die letzten Jahre. Haschisch, Marihuana, Kokain, Speed, LSD, Ketamin, Ecstasy, MDMA.

Allerdings waren das fast alles einmalige "Probierverhalten" und bis auf Ecstasy und Speed war auch alles schon ein paar Jahre her. Die Symptome kommen also ziemlich sicher von Speed oder Ecstasy, gerade die Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Trotzdem denke auch ich als Außenstehende, dass dieser Verzicht möglicherweise auf Dauer ungewiss sein könnte. Nicht falsch verstehen – Selbstentzug von heute auf morgen kommt nicht häufig vor, langzeitige Abstinenz kann man bei Dir einfach noch nicht einschätzen. Ein gewisses Misstrauen ist berechtigt, das Erwähnen, das Hinterfragen auch.

Hinterfragen, ob wirklich clean, musst Du Dir womöglich noch eine Weile gefallen lassen müssen, auch von anderen Behandelnden, Beteiligten. Die Frage – derzeit nicht Deine, aber grundsätzlich die Deines Umfeldes – ist nämlich, kannst Du weiterhin drogenfrei bleiben, wenn es Dir demnächst durch Medikamente besser gehen sollte?

Das kann ich gut nachvollziehen, ich bin mir da trotzdem absolut sicher, dass ich nie wieder konsumieren werde. Mir ist die Tragweite erst vor einiger Zeit so richtig bekannt geworden, dass ich eben nicht nur mich selbst schädige, sondern damit auch meine Familie und meine Freundschaften zerstöre. Ich weiß nun, dass ich eine gewisse Verantwortung habe und werde deshalb enthaltsam sein, ohne wenn und aber.

Noch mal Rückfrage: Du hast eigentlich einen behandelnden Psychiater – den, bei dem Du Ende April erst einen Termin hast, bei dem Du erst einmal warst nach Ende des stationären Aufenthaltes? Und die Ärztin gestern war eine aus der Ambulanz dieser Klinik?

Richtig, das stimmt so. Wobei ich nach Ende des stationären Aufenthaltes noch garnicht bei ihm war, das letzte mal müsste Mitte Februar gewesen sein.

Diese Aussage ist absolut falsch! Und spricht nicht für Kompetenz, leider. Symptome einer Psychose können im ungünstigsten Fall schon nach nur einmal Cannabiskonsum nachhaltig sein.

Das hoffe ich nicht. :-(

Also mein Tipp: Nimm das Zyprexa, das ist okay, und wenn Du die Frau gar zu übel fandest, such Dir einen anderen Psychiater.

Mit diesem Gedanken spiele ich auch, ebenfalls hätte ich gerne einen Psychotherapeuten für Verhaltenstherapie. Nur, wo Finde ich einen, der nicht mindestens 6 Monate Wartezeit hat?

Ab morgen werde ich es mal mit Zyprexa probieren und hoffen, dass sich irgendwann mal ein Zustand der Besserung einstellt, das ist nämlich langsam wirklich unangenehm alles.

PvueGblo8x7


So, es ist jetzt doch kein Zyprexa geworden, sondern "AmilsupridLich", die Leute von der Institutsambulanz hielten Zyprexa nicht für das Mittel der ersten Wahl. Kann dazu jemand was sagen? Dosiert wird es mit 2 x 100mg am Tag, dazu noch 2mg Risperdal (wovon ich ja nichts merke außer den Nebenwirkungen).

Syenpse


Wenn man es so liest, hört es sich in der Tat erstmal hart an, was ich so konsumiert habe die letzten Jahre. Haschisch, Marihuana, Kokain, Speed, LSD, Ketamin, Ecstasy, MDMA.

Allerdings waren das fast alles einmalige "Probierverhalten" und bis auf Ecstasy und Speed war auch alles schon ein paar Jahre her. Die Symptome kommen also ziemlich sicher von Speed oder Ecstasy, gerade die Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Da schreib ich mal ein paar Sätze zu: ist in der Tat hart, was Du Deinem Organismus und Deinem Hirn in den letzten Jahren zugemutet hast. Wann begann denn der Konsum?

Ein paar Jahre her, bis auf Speed oder Ecstasy.. alles chronologisch noch nachvollziehbar für Dich selbst? Egal. Vor "ein paar Jahren" war Dein Gehirn noch in der Entwicklungsphase, da kann schon "bloß Cannabiskonsum" ungünstige Weichen gestellt haben. Der folgende Konsum dürfte dies unterstützt haben. Auch, wenn es "fast alles einmalige Probierverhalten" waren. Ich will Dich nicht ärgern – aber war das wirklich so und nicht doch phasenweise mal etwas mehr? Ist auch egal, denn...

was ist mit Alkohol? Du schriebst ja, es gab jüngst eine Neigung zum Biertrinken.

Wie auch immer, Du musst mir darauf nicht antworten, ich wollte die Fragen trotzdem zum Bedenken anbringen. Diese Bedenken sind grundsätzlich die Grundlage des Misstrauens Deiner Umgebung. ICH finde Deine Aussagen hier, Du wärest ab von allem, glaubwürdig und authentisch.

Und doch kann ich die Bedenken der "anderen" nachvollziehen.

Das kann ich gut nachvollziehen, ich bin mir da trotzdem absolut sicher, dass ich nie wieder konsumieren werde. Mir ist die Tragweite erst vor einiger Zeit so richtig bekannt geworden, dass ich eben nicht nur mich selbst schädige, sondern damit auch meine Familie und meine Freundschaften zerstöre. Ich weiß nun, dass ich eine gewisse Verantwortung habe und werde deshalb enthaltsam sein, ohne wenn und aber.

Tja. Der Verlust, der Gegenwind. Und letztlich die Selbsterkenntnis, dass die letzte Selbstkontrolle im banalen Alltag unter Wahnvorstellungen auch noch verloren geht... auch das mag nach außen wie eine Erkenntnis unter Höchstdruck kurz vor dem Abgrund anmuten. Du wirst es "beweisen" müssen, wirst mit dem Argwohn und der Angst Deiner besorgten Umgebung leben müssen demnächst und eine ganze Weile länger womöglich.

So viel zu der Moralpredigt, die von mir aus keine soll! Denn ich wünsche Dir Kraft und Durchhaltevermögen für beides: dass Du abstinent allen Substanzen bleibst, dass Du das Misstrauen aushältst!

Deinen Psychiater siehst und sprichst Du jetzt wohl erst Ende April, wie vorgesehen. Wie war denn Dein erster Eindruck von ihm?

So, es ist jetzt doch kein Zyprexa geworden, sondern "AmilsupridLich", die Leute von der Institutsambulanz hielten Zyprexa nicht für das Mittel der ersten Wahl. Kann dazu jemand was sagen? Dosiert wird es mit 2 x 100mg am Tag, dazu noch 2mg Risperdal (wovon ich ja nichts merke außer den Nebenwirkungen).

Zu den Medikamenten kann ich Dir nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass es bei Psychosen an sich, vor allem bei drogeninduzierten oft einiger Anläufe bedarf, um die optimale Medikation zu finden.

Risperdal gehört zu den Langzeitmedikamenten, diese nehmen einige Erkrankte auf Lebenszeit ein. Das muss auf Dich nicht zutreffen – aber Du fängst ja auch gerade erst an.

So hab einfach Geduld, nimm das AmilsupridLich zusätzlich ein wie verordnet, führe Deine Notizen, damit Du Ende April zum Termin aktiv etwas beitragen kannst. Ob Du Veränderungen feststellen konntest oder keine, oder minimale.

Wie ist denn so Dein Tagesablauf? Was machst Du so?

wmohlforwmuli=erxt


Amisulprid ist mir gut bekannt. Es wird auch unter dem Handelsnamen Solian verkauft. In geringen Dosen wirkt es eher beruhigend, in höheren Antipsychotisch.

Soweit ich weiß ist die unterste Grenze, die überhaupt wirksam ist, etwa 100 mg und die höchste, die man ambulant gibt, etwa 400 mg. In der Klinik wird z.T. noch mehr gegeben, aber dabei möchte man dann die Leute auch unter Beobachtung haben wegen Nebenwirkungen u.a..

Soll heißen: Falls es nicht gleich wirken sollte, ist bei der Dosis noch etwas Luft nach oben. Finde es aber gut, dass sie Dir nicht sofort die Höchstdosis gegeben haben.

Solian ist gut verträglich, ich habe da wenig gehört von störenden Nebenwirkungen.

Jetzt zu den Drogen:

Ob Du da noch was nimmst oder nicht, ist ja eigentlich weniger für uns wichtig als für Dich selbst. Es ist Deine Entscheidung. Nach meiner Erfahrung verschlechterst Du Deine Heilungsschancen durch weiteren Drogenkonsum sehr.

Also wenn Du clean bist und es bleibst: Prima. Andernfalls ist das keine Schande, aber vielleicht ein Grund, im eigenen Interesse mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen.

PFu;eblox87


Ich will Dich nicht ärgern – aber war das wirklich so und nicht doch phasenweise mal etwas mehr? Ist auch egal, denn...

was ist mit Alkohol? Du schriebst ja, es gab jüngst eine Neigung zum Biertrinken.

Es war schon ziemlich genau so wie beschrieben – es war nicht wirklich eine Routine drin sondern eben alle paar Monate mal, "wenn es sich ergab".

Alkohol habe ich von April (ende des Kiffens) bis Januar sehr viel getrunken, ich würde 4 – 6 Bier (0,5l) pro Abend schätzen. Seit Januar allerdings keinen Tropfen mehr.

Du wirst es "beweisen" müssen, wirst mit dem Argwohn und der Angst Deiner besorgten Umgebung leben müssen demnächst und eine ganze Weile länger womöglich.

Beweisen werde ich es, auch wenn ich Angst vor der Zukunft habe. Bis jetzt hat sich nämlich garnichts getan in Richtung Besserung. Die Angst ist groß, dass der derzeitige Status dauerhaft ist, das möchte ich nicht akzeptieren. :-(

So viel zu der Moralpredigt, die von mir aus keine soll! Denn ich wünsche Dir Kraft und Durchhaltevermögen für beides: dass Du abstinent allen Substanzen bleibst, dass Du das Misstrauen aushältst!

Dankeschön. Ich kann mich nur wiederholen, aber für mich gibt es auch einfach keinen Grund mehr zu konsumieren. Es gibt nichts lieber was ich hätte als einfach ganz normale Klarheit im Kopf, ich habe nichtmal mehr Lust auf Alkohol.

Deinen Psychiater siehst und sprichst Du jetzt wohl erst Ende April, wie vorgesehen. Wie war denn Dein erster Eindruck von ihm?

Der Psychiater ist nett, aber anscheinend leider sehr gestresst, immer hoher Zeitdruck, deshalb kann man seine Probleme nicht ausreichend schildern, befürchte ich.

Zu den Medikamenten kann ich Dir nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass es bei Psychosen an sich, vor allem bei drogeninduzierten oft einiger Anläufe bedarf, um die optimale Medikation zu finden.

Ach, ist das so? Wusste ich noch garnicht, danke für den Hinweis. Wäre interessant zu erfahren, warum hier die Medikamente dann nicht sofort anschlagen im Vergleich zu z.B. einer Schizophrenie.

Wie ist denn so Dein Tagesablauf? Was machst Du so?

Bis jetzt lebe ich so in den Tag hinein. Ich habe ja auch nicht wirklich was zu tun. Ich kann weder Fernsehen, noch PC Spiele spielen oder ein Buch lesen, zu allem fehlt mir die nötige Konzentration irgendwie. Rausgehen und spatzieren ist auch nicht, da ich so extrem lichtempfindlich bin. Selbst bei bewölktem Himmel bekomme ich die Augen kaum auf, so sehr werde ich geblendet.

Ich hatte gestern allerdings ein Vorstellungsgespräch und werde nach Ostern einen neuen Job beginnen, dann habe ich wenigstens wieder etwas Routine im Alltagsleben.

Soll heißen: Falls es nicht gleich wirken sollte, ist bei der Dosis noch etwas Luft nach oben. Finde es aber gut, dass sie Dir nicht sofort die Höchstdosis gegeben haben.

Ich bekomme nun 2 x 100mg, also insgesamt 200mg (1x morgens, 1x mittags).

Also wenn Du clean bist und es bleibst: Prima. Andernfalls ist das keine Schande, aber vielleicht ein Grund, im eigenen Interesse mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen.

So eine Stelle wollte ich auch ohne Konsum mal aufsuchen, einfach um mal zu hören, ob die Leute mir dort besser beschreiben können, was gerade in meinem Kopf vorgeht. Bis jetzt habe ich das nämlich noch nicht so wirklich verstanden.

Ske|nvse


Es war schon ziemlich genau so wie beschrieben – es war nicht wirklich eine Routine drin sondern eben alle paar Monate mal, "wenn es sich ergab".

Alkohol habe ich von April (ende des Kiffens) bis Januar sehr viel getrunken, ich würde 4 – 6 Bier (0,5l) pro Abend schätzen. Seit Januar allerdings keinen Tropfen mehr.

Ohne Dich mit meiner Einlassung zu einer Drogenbeichte gezwungen haben zu wollen – Du kannst Deinen Verlauf ohne Umschweife beantworten, beschreiben und vertreten.

Beweisen werde ich es, auch wenn ich Angst vor der Zukunft habe.

Es geht ja nicht nur um Beweise allen anderen gegenüber. Aber trotzdem auch darum. Denn Du bist angewiesen auf Hilfe von außen. Auch, wenn Du jetzt nichts mehr konsumierst.

Bis jetzt hat sich nämlich garnichts getan in Richtung Besserung. Die Angst ist groß, dass der derzeitige Status dauerhaft ist, das möchte ich nicht akzeptieren. :-(

Dieser Zustand ist Gegenstand Deiner Angst. Möglicherweise ist diese Angst Deine Motivation, derzeit dem Konsum jeglicher Substanzen zu entsagen. Die "anderen", die Besorgten und NiemalsDrogengefährdeten, sehen wachsamen Auges auf Dich, haben Sorge und Angst um Dich und – sind infolge argwöhnisch.

Verzeih mir, dass ich es nochmals deutlich anspreche. Wie ich es letztlich pragmatisch sehe, oder weiterhin Beteiligte, beschreibt

wohlformuliert schrieb:

Jetzt zu den Drogen:

Ob Du da noch was nimmst oder nicht, ist ja eigentlich weniger für uns wichtig als für Dich selbst. Es ist Deine Entscheidung. Nach meiner Erfahrung verschlechterst Du Deine Heilungsschancen durch weiteren Drogenkonsum sehr.

Also wenn Du clean bist und es bleibst: Prima. Andernfalls ist das keine Schande, aber vielleicht ein Grund, im eigenen Interesse mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen.

Ich kann mich nur wiederholen, aber für mich gibt es auch einfach keinen Grund mehr zu konsumieren. Es gibt nichts lieber was ich hätte als einfach ganz normale Klarheit im Kopf, ich habe nichtmal mehr Lust auf Alkohol.

Und was war der Grund, dass es überhaupt zum Konsum harter Drogen kam? Abgesehen von Neugier und jugendlichem Leichtsinn? Fragen, die Du nicht hier beantworten musst – die Dir andere real Beteiligte jedoch stellen werden.

So eine Stelle wollte ich auch ohne Konsum mal aufsuchen, einfach um mal zu hören, ob die Leute mir dort besser beschreiben können, was gerade in meinem Kopf vorgeht. Bis jetzt habe ich das nämlich noch nicht so wirklich verstanden.

Gute Idee! Ruf vorher an und mach einen Termin. Öffne Dich und vertrau Dich an, wie Du hier dazu in der Lage bist (Lob nochmal an dieser Stelle! @:) ). Wer weiß, welche Hilfestellung sich daraus für Dich ergibt. Sprich an, was Du alles schon unternommen hast, welche Gedanken Du Dir machst und was Du Dir an Hilfestellung erhoffst.

Der Psychiater ist nett, aber anscheinend leider sehr gestresst, immer hoher Zeitdruck, deshalb kann man seine Probleme nicht ausreichend schildern, befürchte ich.

Einmal gesehen, hm. Nächsten Besuch abwarten.

Zu den Medikamenten kann ich Dir nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass es bei Psychosen an sich, vor allem bei drogeninduzierten oft einiger Anläufe bedarf, um die optimale Medikation zu finden.

Ach, ist das so? Wusste ich noch garnicht, danke für den Hinweis. Wäre interessant zu erfahren, warum hier die Medikamente dann nicht sofort anschlagen im Vergleich zu z.B. einer Schizophrenie.

Ich weiß davon durch Erfahrung in meinem Umfeld. Der Vergleich zur Schizophrenie ist übrigens treffend: Symptome deckungsgleich, Definitionen überschneidend. Ob Medikamente bei Schizophrenie im Vergleich eher anschlagen, entzieht sich meiner Kenntnis. Bis auf einen Fall im engeren Kreis: hat einfach auch länger gedauert. Regelmäßige Einnahme unter Verordnung ist unumgänglich, um zu einem Ergebnis zu kommen. Also hab einfach Geduld.

Bis jetzt lebe ich so in den Tag hinein. Ich habe ja auch nicht wirklich was zu tun. Ich kann weder Fernsehen, noch PC Spiele spielen oder ein Buch lesen, zu allem fehlt mir die nötige Konzentration irgendwie. Rausgehen und spatzieren ist auch nicht, da ich so extrem lichtempfindlich bin. Selbst bei bewölktem Himmel bekomme ich die Augen kaum auf, so sehr werde ich geblendet.

Das alles ist eine erhebliche Einschränkung. Mal schrittweise rausgehen üben? Regenschirm und Sonnenbrille?

Ich hatte gestern allerdings ein Vorstellungsgespräch und werde nach Ostern einen neuen Job beginnen, dann habe ich wenigstens wieder etwas Routine im Alltagsleben.

Dafür wünsche ich Dir ganz viel Glück und Gelingen!

P$uebtlo8x7


Und was war der Grund, dass es überhaupt zum Konsum harter Drogen kam? Abgesehen von Neugier und jugendlichem Leichtsinn? Fragen, die Du nicht hier beantworten musst – die Dir andere real Beteiligte jedoch stellen werden.

Wenn ich dir das nur beantworten könnte ... aus der derzeitigen Sicht war es einfach pure Dummheit und Selbstüberschätzung. Ich war immer deer Meinung, alles im Griff zu haben. Tja, wie man sich nur irren kann ... :°(

Ich weiß davon durch Erfahrung in meinem Umfeld. Der Vergleich zur Schizophrenie ist übrigens treffend: Symptome deckungsgleich, Definitionen überschneidend. Ob Medikamente bei Schizophrenie im Vergleich eher anschlagen, entzieht sich meiner Kenntnis. Bis auf einen Fall im engeren Kreis: hat einfach auch länger gedauert. Regelmäßige Einnahme unter Verordnung ist unumgänglich, um zu einem Ergebnis zu kommen. Also hab einfach Geduld.

Ich gebe mein bestes. :-)

Das alles ist eine erhebliche Einschränkung. Mal schrittweise rausgehen üben? Regenschirm und Sonnenbrille?

Mit Sonnenbrille geht es nicht viel besser, das habe ich schon versucht. Sogar das Licht einer Energiesparlampe ist mir schon zu hell. :-/

Dafür wünsche ich Dir ganz viel Glück und Gelingen!

Dankeschön. :-) Morgen ist es dann so weit, ich werde mal berichten, wie es mir mit dem Arbeiten dann so geht.

SWe3nxse


Morgen ist es dann so weit, ich werde mal berichten, wie es mir mit dem Arbeiten dann so geht.

Mach das mal, wenn Dir danach ist und egal, wie es verläuft. :)* *:)

P-uebl0o-87


Das mit der Arbeit ist schon ganz gut, denn ich habe endlich mal wieder so etwas wie einen Rythmus. Zudem weiß ich auch garnicht was ich zu Hause machen soll, durch meine Gefühlsarmut, da macht mir nichts mehr Spaß, da ist arbeiten dann wohl derzeit eine sinnvolle Alternative.

Allerdings geht es mir seit heute wieder ziemlich schlecht, ich stehe noch viel mehr neben mir als sonst, weiß nicht was ich da machen kann, damit es besser wird.

P1ue1blo@87


Seit gestern bekomme ich nun wieder Seroquel, diesmal höher dosiert als zuvor, nämlich 200mg Retard/Prolong und 50mg normal. Ich hoffe sehr, dass diese nun die gewünschte Wirkung erzielen, drückt mir die Daumen. :)

Pvueblox87


Mittlerweile bin ich bei 600mg Seroquel Prolong und 300mg Seroquel normal ... nichts ... überhaupt keine Wirkung ... ich bin am verzweifeln ... :-(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH