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Vorzeitige Entlassung aus Klinik verhindern?

t'pirprpxr hat die Diskussion gestartet


Ein Bekannter von mir ist derzeit in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik. Da er dort kein Internet hat, bat er mich, hier für ihn etwas anonym nachzufragen.

Die Lage: Nach unzähligen Krisen und Rückschlägen im Alltagsleben hatte sich seine Depression soweit zugespitzt, dass es zum (glücklicherweise nicht vollendeten) Suizidversuch kam. Sein Freundeskreis hatte einige Zeit lang versucht, ihn zu stützen und aufzumuntern, aber da auch Tage später immer noch akute Suitidgefahr bestand, blieb letztlich nichts andere übrig als ihn in eine Klinik zu bringen. Dies geschah erst auf seinen eigenen Wunsch, endete dann aber letztlich in einem Zwangsbeschluss über mehr als 6 Wochen Aufenthalt.

Nun, nach nur ca. 1 Woche Aufenthalt in einer geschlossenen Station gilt er nicht mehr als akut suizidgefährdet, ist aber auch extrem weit davon entfernt, wieder stabil zu sein und einen selbständigen Alltag führen zu können. Der Arzt auf der Krisen-Interventions-Station möchte ihn noch in dieser Woche entlassen, und zwar nicht etwa in eine andere Station oder Klinik, sondern komplett nach Hause, ohne weitere Hilfe oder Betreuung. Dazu wurde wohl auch inzwischen der gerichtliche Einweisungsbeschluss aufgehoben.

Sowohl ihm als auch seinem engsten Bekanntenkreis ist klar, dass er derzeit noch täglich intensive Hilfe braucht, viel mehr als wir ihm realistischerweise bieten können. Andernfalls droht vielleicht in wenigen Tagen der nächsten Suizidversuch und wir alle haben Angst, dass es diesmal klappen könnte. Er würde gerne noch länger dort bleiben, oder noch lieber in eine andere Station oder Klinik wechseln, da er aus Erfahrung weiß, dass ihm andeswo besser geholfen wird als dort wo er jetzt ist. Seine Wunschkliniken sind derzeit alle voll belegt und haben Wartelisten. Das Personal dort sagte, eine Verlegung wäre möglich, wenn sein aktueller Arzt ihn übweist / verlegt, aber dieser Arzt weigert sich und sagt, er braucht keine Hilfe mehr und wird daher auch keine mehr bekommen.

Kann er gegen die Entlassung in die Hilflosigkeit irgendwas tun, außer ggf. vorzutäuschen, er wäre jetzt wieder akut suizidgefährdet? Wir versuchen derzeit schon, außerhalb des Internets Informationen und Beratung zu bekommen, aber bis jetzt hieß es immer nur "da kann man nichts machen".

Danke schonmal für jeden hilfreichen Hinweis!

Antworten
S<unfloOwerx_73


Dein Freund will also noch stationär bleiben?

Dann soll er das so sagen. Es wird von der Geschützten Station verlegt werden, aber wenn ein solcher Patient sagt, er fühlt sich nicht stabil genuig für die Entlassung, aber ebenauch zu stabil für die Geschlossene, kann die Klinik ihn nicht einfach entlassen.

Man muss halt nur aktiv sagen, was man will!

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