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Meine imaginäre Freundin

L.yt&hxee


@ Cortisle Munster

Allerdings glaube ich das dein Freund überhaupt keine Ahnung hat wie du denkst

Wie meinst du das?

L"ythxee


Und ja, ich habe ihm schon oft versucht zu erklären, wie es in meinem Kopf aussieht...leider kann ich das nicht so wirklich in Worte fassen und ich glaub auch nicht, dass er versteht, was ich meine. Einen Brief oder ähnliches habe ich ihm auch nicht geschrieben, sowas findet er ohnehin übertrieben

Lbythexe


Mit Sarah rede ich auch oft über meinen Freund...sie stellt mir oft Fragen zu meinem eigenen oder seinem Verhalten und bringt mich so zum Nachdenken. Durch sie betrachte ich Dinge oft aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Sarah hingegen hat natürlich überhaupt keine Probleme mit Männern. Sie ist im übrigen um einiges hübscher als ich

Saal"do


Ist dir eigentlich klar, dass Du alles, was Du bisher geschafft hast - dein Studium und andere Dinge - allein geschafft hast? Ich meine, Sarah ist ja nur ein Trick, das warst alles Du. Vielleicht kann das ein Weg sein, sich von Sarah zu verabschieden. Wenn Du das denn willst. Schreibst Du hier eigentlich, weil Du dir überlegst, sie loszulassen?

Lfetflixe


Ich finde diese imaginäre Freundin völlig ok, ich finde sie sogar sehr hilfreich. Ohne sie wäre Dein Leben vermutlich viel schlechter verlaufen. Durch Sarah bekamst Du Hilfe, Struktur, Orientierung, Halt und eine Freundin. Behalte sie solange Du willst. Du bis ja nicht verrückt. Du weißt ja, dass Sarah ein Phantasiekonstrukt ist.

So eine Freundin würde ich einer schlechten realen Freundin sogar vorziehen, da Dir die Phantasiefreundin ja wirklich nur Gutes für Deinen Weg bringt und somit gesund für Dich ist. @:)

LRytUheoe


@ Saldo

Du hast vollkommen Recht. Im Grunde hab ich bislang alles alleine geschafft. Doch wirklich wahrhaben oder glauben kann ich das nicht.

Warum ich das hier schreibe? Nicht unbedingt um Sarah loszulassen...das möchte ich eigentlich garnicht. Aber ich komme mir einfach ziemlich dämlich vor, wenn ich mich selbst betrachte.

@ all

Ich hab in meinem anderen Faden schon angedeutet, dass mir wohl ein Umzug bevorsteht. Moment verhält sich die Sachlage so, dass es wohl für meinen Freund und mich das beste ist, wenn ich mir alleine ein Zimmer im Studentenwohnheim suche (da er die Möglichkeit hat, wieder zu seinen Eltern zu ziehen). Jetzt hab ich allerdings noch NIE alleine gelebt und der Gedanke, allein zu sein, macht mir schon jetzt ziemlich große Angst. Ich weiß nicht, ob ich dieser neuen Herausforderung gewachsen bin ???

CJortiLsle Munst#exr


Saldo hat recht, alles was du bis jetzt erreicht hast, hast du allein gemeistert, das ist etwas worauf du stolz sein kannst.

Warum solltest du also nicht auch allein leben können.

Mit den Herausforderungen wächst man und Angst entsteht durch negative Gedanken.

Entsprechen die negativen Gedanken den Tatsachen? und helfen sie dir dabei dich so zu fühlen wie du es gern möchtest ?

Euhema~ligerC Nut8zer (#50x2711)


@ Lythee:

Du bist nicht ganz allein, du hast ja Sarah an deiner Seite ;-)

Irgendwann schaffst du es bestimmt auch ohne Sarah, doch so lange sie dein Rückhalt ist und du dir bewusst bist, dass sie für dich eine Stütze ist, finde ich es gar nicht verwerflich. Vielleicht wird Sarah irgendwann von alleine verschwinden, wer weiß. Ich glaube es gibt Schlimmeres als eine imaginäre Freundin.

Meine Sarah ist mein Tagebuch. Es begleitet mich seit fast 10 Jahren. Jeden Tag schreibe ich meine Ängste, Gefühle, Gedanken und weiteres darin auf. Ich stelle mir immer vor ich würde an eine gute Freundin Briefe schreiben @:)

Lcythjee


Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob meine negativen Gedanken wirklich den gegebenen Tatsachen entsprechen. Meine Angst vor dem Alleinsein sehe ich allerdings in der Tatsache begründet, dass ich keine Familie hab, auf die ich mich im Notfall verlassen könnte. Ich würde einfach schon zu oft enttäuscht und verletzt, dass ich einfach nur noch vom Schlimmsten ausgehe...

Darüber hinaus war ich noch nie wirklich alleine. Bis zu meinem 18. Lebensjahr hatte ich zusammen mit meiner jüngeren Schwester in einem Zimmer gewohnt. Danach hab ich mit meinem Exfreund zusammengelebt und jetzt mit meinem Freund. Schon wenn mein Freund übers Wochenende wegfährt oder so, schiebe ich Panik und igel mich eigentlich nur noch Zuhause ein. Wenn dann Sarah nicht da wäre, würde ich vermutlich nicht mal richtig essen und schlafen. Sie ist es nämlich, die mich dann bisschen mitschleift sozusagen.

Letztes Jahr war mein Freund für ganze 3 Wochen weg (in Ungarn). Ich dachte, diese Zeit würde ich niemals überstehen. Doch irgendwie, auch wegen Sarah, hab ich es doch geschafft. Die ersten Tage waren die reinste Hölle...die Wohnung war so still und nachts sogar unheimlich bedrückend. Ich hab viel geweint und mich im Bett verkrochen. Wenig gegessen und getrunken. Sah einfach keine Sinn.

Ich komm mit dem Alleinsein nicht klar...meistens hänge ich dann im Internet rum und chatte mit Wildfremden leuten, um überhaupt mit anderen Mitmenschen in Kontakt zu kommen

S:aldRo


Also gerade dein letzter Post kommt mir schon etwas extrem vor. Lass ihn mal von Sarah lesen und frage sie, was sie davon hält. und ich halte dich nicht für unnormal, im Gegenteil, wahrscheinlich hast Du dir Sarah mal früher als gute Lösung für eine schwierige Situation ausgedacht Wenn sie der Meinung ist, dass das nicht mehr normal ist, dann solltest Du etwas tun - für dich.

D'espRerate0x1


:)=

Lrythxee


Auch ICH weiß, dass das nicht normal ist. Doch selbst wenn ich mir vornehme, mich anders zu verhalten, mich sogar versuche dazu zu zwingen, falle ich immer wieder in dieses Verhalten zurück.

Wenn ich alleine bin, dann verhalte ich mich ja nicht die ganze Zeit so. Mir geht es besonders am Anfang so schlecht. Doch irgendwann strampel ich mich aus dem Nebel raus und denk mir "leck mich am Arsch, ich komm auch ohne dich zurecht. Ich brauch dich nicht". Besonders der Anfang ist schwer...

(zu der Sache wegen Essen und Trinken: ich esse und trinke sowieso, also auch in Gesellschaft, ziemlich wenig. Doch wenn ich in Gesellschaft esse, also beispielweise ich zusammen mit meinem Freund koche und wir uns dann gemütlich zusammen hinsetzen und essen, macht mir das einfach mehr Spaß. Alleine hab ich da nicht so den Antrieb dazu)

Skaldxo


Freunde und Gesellschaft zu suchen ist nicht nur normal, sondern beweist Gemeinschaftssinn. Sich aber so lange und so intensiv eine Person auszudenken, ist schon ein bisschen ... ungewöhnlich.

Was mir nur etwas Sorge macht ist die Tatsache, dass ich jetzt 25 bin und meine imaginäre Freundin immernoch in meinem Kopf existiert. Freunde möchte ich schon gerne finden, aber die Umsetzung gestaltet sich mehr als schwierig. Ich hab teilweise halt auch Angst unter fremden Leuten zu sein.

Hier steckt viel Wahrheit für dich drin.

Vielleicht mal eine Therapie versuchen?

LSadMypM


Wenn ich dann wirklich mal den Mut aufbringe und z.b. andere Mitstudenten anspreche, diese sich aber grad mit Absicht in die andere Richtung drehen und mich total ignorieren, verliere ich mehr und mehr den Mut es nochmal zu versuchen. Das kostet mich nämlich immer sehr viel Kraft...

:-o Wie kommt es eigentlich, dass du so extrem offen abgelehnt wirst? Hast du dazu schon mal Feedback bekommen?

L1yZtPhee


Nein, Feedback habe ich noch nicht bekommen. Kann es mir ehrlichgesagt auch nicht erklären. Die Menschen, die mich kennen (auch ältere, wie bespielsweise die Patentante meines Freundes), schätzen mich sehr. Aber im Bezug auf Altersgenossen, tu ich mir aus unerklärlichen Gründen sehr schwer

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