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Meine imaginäre Freundin

Cyortislne MuMnstxer


Hallo Lythee

Scheint so als ob du einen ziemlich schlimmen und steinigen Weg bis jetzt zu gehen hattest.

Es währe eventuell hilfreich dir etwas zu suchen was dich eine bestimmte Zeit lang beschäftigt.

Eigene Haustiere kannst du leider nicht halten wenn ich richtig gelesen habe aber dich in einen Tierheim engagieren währe doch eine möglichkeit.

Tiere können einem viel geben und verurteilen niemanden.

Einfach nur das man auch eine Zeit lang von sich selbst abgelenkt ist und nicht ständig über sich und seine Probleme grübelt.

Und scheue dich nicht dir professionelle Hilfe zu suchen.

Du willst doch nur glücklich sein, das ist ein Grundbedürfniss, und es steht jeden Menschen zu das er glücklich ist.

L#ytHhexe


Danke Leute... @:)

Mir ist bewusst, das wohl das Hauptproblem bei mir selbst liegt. Das kann ich nun mal nicht leugnen. Und ja, ich möchte mir wieder professionelle Hilfe suchen...doch so einfach ist das hier in der Großstadt nicht. Darüber hinaus, sollte ich Vertrauen zu dem Therapeuten aufbauen können, sonst macht es meiner Meinung nach wenig Sinn.

Das mit den Haustieren hab ich mir wirklich schon lange überlegt. Allerdings habe ich hier die Angst, dass ich das arme Tier vernachlässigen könnte, wenn ich in eine meiner depressiven Phasen falle. Sowas könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass ein Lebewesen leidet, nur weil es mir schlecht geht. Versteht ihr, was ich meine?

L#ythxee


Und dann tun mir die kleinen Tiere wie Hamster oder Mäuse so unendlich leid, wenn die da im Käfig oder Nagerterrarium leben...am liebsten würde ich ihnen ein riesiges Heim bieten wollen, aber dafür hab ich leider nicht das nötige Kleingeld. Eine Katze, die sich frei bewegen kann, wäre da denk ich besser. Obwohl ich bei Katzen irgendwie Respekt habe...

Vor einem Jahr hab ich mich spontan für 3 Wüstenrennmäuse entschieden. Hatte alles mögliche gekauft und sie dann zu mir nach Hause geholt. Am nächsten morgen hatten die drei das ganze Terrarium verwüstet und ich wollte saubermachen...aus mir unerklärlichen Gründen bekam ich einen ziemlich heftigen Asthmaanfall. Obwohl es mir sehr schlecht ging, taten mir die Mäuse so leid, dass ich sie erstmal wieder abgegeben habe. Ich war nicht im Stande, mich ausreichend um sie zu kümmern. Hab anschließend sofort einen Allergietest machen lassen, um die gesundheitlichen Probleme abklären zu lassen, wo eine Hausstaubmilbenallergie festgestellt wurde.

h+colQhczsra


Hasllo Lythee

Ich finde schon ziemlich krass was Du schreibst, erinnert mich aber trotzdem ein wenig an mich. Auch ich hatte früher eine lebhafte Phantasie und hab mir praktisch eine zweite Identität ersponnen. Allerdings ohne konkrete Freunde.

Obwohl ich mir schon manchmal einen größeren und engeren Freundeskreis wünschte, ist es bei mir aber so, das ich Annäherungsversuche von fremden Personen sogar teilweise abblocke, weil ich einfach meine Ruhe haben will. Ich würde mich im weiteren Sinne als Kontaktgestört bezeichnen.

Trotzdem gibt es einen großen Unterschied zwischen uns. Während Du davon schreibst, noch nie alleine gewesen zu sein -also kann es doch nicht so schlimm mit Deinen Kontaktproblemen sein, wie sieht das denn Dein Freund?- verbringe ich schon mein ganzes Erwachsenenleben allein.

Wie einige Kommentare hier beweisen, stehst Du jedenfalls nicht ganz alleine da. Es gibt schlimmeres als eine imaginäre Freundin. Ich selbst führe Abends manchmal meinen imaginären Hund aus, aber das ist nicht wirklich ernst gemeint von mir :-)

L)ytUhee


Mein Freund ist heute Morgen gegen 7 Uhr aus dem Haus gegangen. Obwohl er sich krank fühlt, hat er sich dennoch dafür entschieden, mit den Jungs zum Skifahren zu gehen.

Natürlich mache ich mir Sorgen um ihn...jedoch hab ich keine Szene gemacht und ihn gehen lassen, ihm sogar noch viel Spaß gewünscht. Beim Abschied meinte mein Freund dann zu mir "Ich hab dich lieb...und Danke!"

Jetzt bin ich alleine...hab erstmal ausgeschlafen. Das Wetter ist jetzt auch nicht besonders stimmungsaufhellend.

E[hemaligter Nutze&r (#540;395x6)


@ Lythee

Was mich interessieren würde wäre. Bildest du dir deine Freundin Sarah nur ein, oder siehst du sie in irgendeiner bestimmten (z.B. menschlichen) Form vor dir. Musst du dich auf sie konzentrieren um sie zu sehen oder siehst du sie wenn du z.b. die Augen schließt vor dir?

Ist sie da wenn du reden möchtest, hat sie ein Gesicht?

Gibt sie dir Ratschläge oder ist sie eher ein stiller Zuhörer?

LG

Gelberstern

L:y=thee


@ gelberstern

Sarah existiert nur in meinem Kopf. Ich sehe weder ihr Gesicht, noch ihre Gestalt vor mir. Sie ist nur ein Konstrukt in meinen Gedanken.

Ja, sie ist immer da, wenn ich jemanden zum reden brauche. Als stille Zuhörerin würde ich sie jedoch nicht beschreiben, da sie mir schon auch Ratschläge gibt

ELhemaligGer NuFtzer (#5-03956x)


Als stille Zuhörerin würde ich sie jedoch nicht beschreiben, da sie mir schon auch Ratschläge gibt

Nur weil wir etwas nicht sehen heißt das nicht, dass es nicht existiert. Blickt man über den von der Gesellschaft anerkannten oder besser aufgesetzten Meinung hinweg, stellt sich schon die Frage in wie weit es sich überhaupt um eine Einbildung handelt oder ob diese Sarah jemand aus deinem spirituellem Team ist die sich um dich kümmert? Im Allgemein als Schutzengel bekannt, wobei jeder Menschen meist von mehreren spirituellen Wesen begleitet wird. Ich will hier nichts einreden, aber diese Möglichkeit einmal in den Raum stellen.

Sollte das der Fall sein kannst du von ihrer Weisheit profitieren.

Natürlich kann es einfach nur eine Einbildung sein. Das wird auch das sein, was jeder Psychologe sagen wird. D.h aber nicht, dass es auch stimmt!

Von spirituellen Dingen haben die meist keine Ahnung von daher könnte es einen Grund geben warum du schon so lange Kontakt zu ihr hast. Sie zieht dich ja mit (wie du schreibst in der Uni), wirkt sich also positiv auf dich aus. Das ist doch super!

Vielleicht ist die Lösung viel einfacher als du denkst. Vielleicht hast du "einfach" nur einen entsprechenden geöffneten spirituellen Kanal der Kontakt zur Seelenwelt zulässt und kannst somit zu dieser Sarah kommunizieren. Muss nicht sein, gibt es aber und das häufiger als man denkt. Ich finde sowas aber immer wieder sehr interessant.

Hilft zwar bei deiner Frage nichts, ist aber ein anderer (vielleicht neuer) Denkansatz.

LG

Gelberstern

LKyvthexe


Das ist wirklich ein sehr interessanter und spannender Denkansatz...Danke dafür @:)

Ich beschäftige mich eigentlich sehr gerne mit Esoterik. Meine Tarotkarten sind mein ständiger Begleiter. Würde also von mir selbst schon behaupten, dass ich solch "übernatürlichen" Dingen durchaus offen gegenüberstehe.

Foun)nyCchrisxsy


Hallo Lythee, hallo ihr alle,

ich habe mich in vielem hier wieder gefunden. Ich habe auch noch nie darüber gesprochen, aber ich denke hier kann ich das. Ihr scheint das total zu verstehen.

Lythee, ich finde deine Fantasiefreundin absolut nicht schlimm, absourd oder krankhaft. Im Prinzip ist das nichts anderes als etwa, dass dir Halt gibt. Bei dem einen ist das sein fester Glaube an Gott, der nächste hält sich an einem besonders schönen Erlebnis fest, der nächste an seinen Haustieren, usw. Im Prinzip tust du mit "Sarah" auch nichts anderes.

Ich bin jetzt schon 30 – und ich habe auch so meine "Fantasien". Ich hatte keine wirklich leichte Kindheit und Jugend. Ich war damals sehr schüchtern, aber extrem zielstrebig und ehrgeizig. Lernen fiel mir schon immer leicht. Ich hatte stets gute Noten und war bei den Lehrern beliebt. Aber nicht bei meinen Mitschülern. Für dich war ich ein Stück Dreck auf gut Deutsch. Ich wurde lange Zeit gemobbt, dass ging so weit das mir vor jedem Schultag schlecht war. Das hörte erst auf, als ein Lehrer davon Wind bekam (oder bekommen wollte, den anderen wars eh egal) und meine Widersacher "dem Erdboden gleich" machte. Bildlich gesprochen.

In dieser Zeit habe ich angefangen, viel zu schreiben. Tagebuch, Briefe, Gedichte – nur so konnte ich durch diese Zeit kommen. Ich habe Brieffreundschaften geschlossen, diese Menschen nahmen mich so wie ich war. Mochten mich so wie ich war. Ich habe viele eigene Geschichten geschrieben und habe gemerkt, wie frei unsere Gedanken sind. Keiner kann sie sehen, keiner kann sie uns nehmen. Ich habe mir mit Hilfe meiner Fantasie eine eigene Geschichte ausgedacht. Mit einer Familie, die Abenteuer erlebt, Schicksalsschläge und schöne Ereignisse. Alles, was in meinem Leben passierte habe ich darin mit eingebunden. Mir Wege überlegt, wie man da durch kommt. Das half mir, vieles auf mein Leben zu übertragen (natürlich auch umgekehrt) und hat mir Lösungen an die Hand gegeben. Oder zumindest die Kraft, nicht aufzugeben. Es half einfach! Oft habe ich mir auch Situatione erlebt, wie ich sie mir gewünscht hätte. Ich finde, Fantasie und Gedanken sind so immens wichtig. Sie bringen uns durch schwere Zeiten!

Ich persönlich finde nicht, dass du "Sarah" aufgeben solltest. Sie kann auch nach Jahren noch deine Freundin sein und dir so helfen! Gib das nicht auf – nichts ist wertvoller als unsere Fantasie.

Wichtig ist nur, dass sie nicht dein einziger Lebensinhalt wird. Du kannst sie als Anstoss nehmen, als Halt, als Kraftquelle. Sie hat dir durch so vieles geholfen. Warum aufgeben? Das gehört zu dir und ich find das gar nicht schlimm.

Hast du selbst schon mal an Brieffreundschaften gedacht? Ich finde, nichts kann mehr entspannen. Da findest du immer Menschen, die dich so nehmen wie du bist. Ohne Vorurteile. Und es könne daraus die besten Freundschaften erwachsen!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für dein Leben – lass es dir nicht nehmen – von niemanden!

Alles liebe

Chrissy

LqewMian


Lythee

Das Ganze erinnert mich an diesen Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/601098/]]

Nicht ganz dasselbe, aber aehnlich in verschiedener Hinsicht.

Meiner Meinung nach hast du im Uebrigen bereits von recht extremen und auch traumatisierenden Erfahrungen geschrieben, sexueller Missbrauch, ein Vater, der dein Selbstbewusstsein unterdrueckt. Das sind keine Kleinigkeiten. Da faellt mir als Erstes ein, wie anderen auch schon, dass dir therapeutische Hilfe sicherlich gut tun koennte. Mir scheint, dfass dein Selbstwertgefuehl sehr beschaedigt ist. Deine imaginaere Freundin ist, wie du weisst, ja deine eigene Konstruktion, d.h. alles Gute, was sie dir tut, tust du dir eigentlich selber, sie verkoerpert ein paar gute Gedanken, die du hast und ein paar gute Eigenschaften, auch eine Kraft, alleine eben doch durchzuhalten und klarzukommen. Aber du lagerst diese guten Eigenschaften, die ja eigentlich aus dir selber kommen, irgendwie aus, an Sarah, und machst dich selber weiterhin klein. Es ist nicht so, dass ich Sarah als grosses Problem sehe, ich denke, du hast andere "echte" Probleme. Bloss, Sarah scheint irgendwie ein bisschen zu "verdecken", wieviel mehr wert du selber eigentlich in dir finden koenntest, weil du den Wert sozusagen an sie delegierst.

hxcJolhcsxra


Das ist wirklich ein sehr interessanter und spannender Denkansatz...Danke dafür

Ich beschäftige mich eigentlich sehr gerne mit Esoterik. Meine Tarotkarten sind mein ständiger Begleiter. Würde also von mir selbst schon behaupten, dass ich solch "übernatürlichen" Dingen durchaus offen gegenüberstehe.

Da würde ich Dir raten Deine Probleme doch lieber auf der Seite Allmystery zu diskutieren.

Ich glaube nicht an so was.

[[http://www.allmystery.de/]]

LSyt&hee


@ FunnyChrissy

Vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich war schon immer ein sehr fantasievolles Kind. Hab mir im Kindesalter schon immer Abenteuer und Geschichten ausgedacht. Sogar damals schon habe ich mir vorgestellt, dass ich mal studieren möchte :)

Diese Fantasie ist ja an sich nichts schlimmes...und ich weiß ja, das Sarah nicht real ist. Mit Brieffreundschaften habe ich noch keine Erfahrungen. Allerdings schreibe auch ich in ganz schlimmen Momenten kleinere Gedichte. Das tut gut.

@ Lewian

Du hast Recht, mir ist schon einiges "Schlimmes" widerfahren. Schon oft hatte ich Gedanken, einfach aufzugeben. Doch irgendwie treibt mich eine innere Kraft doch immer weiter.

Deine imaginaere Freundin ist, wie du weisst, ja deine eigene Konstruktion, d.h. alles Gute, was sie dir tut, tust du dir eigentlich selber, sie verkoerpert ein paar gute Gedanken, die du hast und ein paar gute Eigenschaften, auch eine Kraft, alleine eben doch durchzuhalten und klarzukommen. Aber du lagerst diese guten Eigenschaften, die ja eigentlich aus dir selber kommen, irgendwie aus, an Sarah, und machst dich selber weiterhin klein.

Auch hier gebe ich dir Recht. Mir ist bewusst, dass alles was Sarah sagt oder tut, ja eigentlich von mir selbst kommt. Doch genau wie du sagst, kann ich nichts gutes an mir selbst erkennen. Mein Selbstwertgefühl oder mein ICH-Gefühl existieren nicht...mag vielleicht an den Dingen liegen, die mir passiert sind. Ich weiß es nicht.

@ hcolhcsra

Mein Kommentar bezog sich auf den Beitrag von gelberstern und sollte NUR als Randinformation dienen (falls es ihn interessieren sollte). Das DU nicht an so etwas glaubst, ist dein gutes Recht.

L#eZwiMan


Lythee

Du koenntest mal fuer dich (nicht unbedingt im Forum) eine Liste von guten Eigenschaften machen, die Sarah hat.

Und dann gucken, wie du dich fuehlst, wenn du dir sagst, dass das alles du selber bist.

(Vielleicht erschreckt es dich irgendwie und kommt dir "falsch" vor, gut ueber dich selber zu denken?)

L{ytthpee


Ich hab nie erfahren, ein "guter" Mensch zu sein...wie kann ich dann "gut" über mich selbst denken??

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