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18-jährige Tochter kann nachts nicht alleine sein

duoro0,08


@ This Twilight Garden

Also erstens kommt mir der Faden total bekannt vor...hast du schon mal voreinigen Monaten den gleichen Beitrag hier reingesetzt?

Ich habe hier im Forum mehrere Fäden aufgemacht, die irgendwie zusammenhängen und sich überschneiden. Ich dachte, es wäre besser, das "Problemknäuel" in seine Einzelteile zu zerlegen, damit es nicht zu kompliziert wird. Vielleicht war das aber keine gute Idee.

In DIESEM Faden sollte es nur darum gehen, wie ich die Probleme meiner Tochter einschätzen und wie ich damit umgehen soll, ob ich einen Freund habe oder nicht.

Hier fällt mir auf, das du erstens keine eigenene Meinung zuhaben scheinst (was willst DU?) und das dein Freund nicht besonders sympatisch zu sein scheint. Er denkt nur an sich/euch und schliesst deine Tochter aus. Gut, sie ist 18, aber vll ist sie noch nicht so reif, wie andere 18jährige,sonst könnte sie ja selbstständiger sein.

Ich sitze tatsächlich zwischen zwei Stühlen und bin gestresst. Dieses Thema hatten wir heute. Ich hatte dabei das leise Gefühl, dass er anfängt, meine innere Zerrissenheit zu verstehen.

Es stimmt, ich war viele Jahre allein und plötzlich kommt jemand, der Anforderungen an mich stellt, übertrieben gesagt "Unfrieden" in unser kuscheliges Zuhause bringt.

@ Nico_Robin

Gut, du hast Recht damit, dass keiner garantieren kann, dass es in einem halben Jahr weg ist, das stimmt.

Kann gut sein, dass sich das Problem mit dem Umzug nicht von selbst löst. Deshalb sollte ich vorher schon was machen. Hin und wieder eine "Mutprobe" könnte meiner Tochter auch Selbstbewusstsein geben.

Naja... wie gesagt... manche Kindern ziehen mit 18 aus, manche erst mit Mitte 20. Was ist daran jetzt schlecht?

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Jugendliche erst mit 21 erwachsen wurden. Sind die Kinder in unserer Zeit schneller erwachsen? Ich möchte meiner Tochter auch gerne die Zeit geben, die sie braucht und hoffe, dass das im Rahmen bleibt.

@ Shojo

Mit krank oder nicht (okay, den Begriff hat LovHus ins Spiel gebracht, und zwar als psychologisches Druckmittel der Tochter gegenüber, was ziemlich problematisch werden kann) …

Meiner Tochter ist es wirklich peinlich, dass sie nachts nicht allein sein kann. Sie hört von allen Seiten, dass das nicht normal ist und setzt sich damit doppelt unter Druck.

Ich habe mir übrigens fachliche Unterstützung geholt.

@ gauloise

Ja: ich kenne das. Ja: ich weiß, wie ich selbst darauf reagiere, wie ich auf gewisse "du bist ja nie da, du kümmerst dich nicht, ich hab Angst alleine, ich mag nicht hier alleine sein!" – Attitüden reagiere: mit einem unglaublich schlechten Gewissen nämlich, mit der ewigen Angst, daß ich meine Brut vernachlässige zugunsten meines Lotterlebens.

:-D ;-) ;-D

Ich rücksichtslose Rabenmutter ":/!

d.orFo00x8


Deine Tochter erpreßt dich. Laß das nicht mit dir machen.

Muss man das wirklich so streng sehen?

S5huoxjo


Muss man das wirklich so streng sehen?

Jein. Sie nutzt es aus, dass Du das mitmachst, sie übt Druck auf Dich aus, sie macht es sich auf euer beider Kosten bequem und lässt das Problem wuchern, statt dran zu arbeiten, das ja. Ich halte das für eine ganz normale menschliche Neigung – ausweichen statt konfrontieren. Du machst es ihr möglich, manchmal braucht es ein bisschen Druck dafür, den übt sie dann aus, funktioniert, wieder drum gedrückt, sich auseinandersetzen zu müssen. Damit schadet sie euch beiden. Man könnte also auch sagen: "Lass sie das nicht mit Dir und mit sich selbst machen". Sie muss da früher oder später ja sowieso durch und sich um das Problem kümmern – kein anderer Mensch wird je diese Affengeduld mit einer so blöden Macke aufbringen wie Du als Mutter. ;-)

Meiner Tochter ist es wirklich peinlich, dass sie nachts nicht allein sein kann. Sie hört von allen Seiten, dass das nicht normal ist und setzt sich damit doppelt unter Druck.

Ich habe mir übrigens fachliche Unterstützung geholt.

Fachliche Unterstützung: prima! Wobei: Warum hast DU Dir fachliche Unterstützung geholt? Wenn es Deiner Tochter so peinlich ist und sie sich unter Druck setzt, warum kümmert sie sich dann nicht selbst, gegebenenfalls mit Deiner Hilfe? Inwiefern setzt sie sich unter Druck? Das habe ich bisher nämlich noch nicht rauslesen können.

LvovHuxs


Mit krank oder nicht (okay, den Begriff hat LovHus ins Spiel gebracht, und zwar als psychologisches Druckmittel der Tochter gegenüber, was ziemlich problematisch werden kann) Shojo

Sie nutzt es aus, dass Du das mitmachst, sie übt Druck auf Dich aus, sie macht es sich auf euer beider Kosten bequem und lässt das Problem wuchern, statt dran zu arbeiten, das ja. Shojo

Wenn sie tatsächlich so eine panische Angst davor hat, alleine zu sein, mach' ihr klar, daß das nicht normal ist und schick' sie in Therapie. Wer weiß, vielleicht löst sich dann alles ganz schnell in Luft auf. gauloise

Meiner Tochter ist es wirklich peinlich, dass sie nachts nicht allein sein kann. Sie hört von allen Seiten, dass das nicht normal ist und setzt sich damit doppelt unter Druck. doro

Ich stimme dem "ziemlich problematisch" von Shojo im ersten Zitat zu. Psychischer Druck aus der Spannung "Bin ich noch normal oder gehöre ich in die 'Psycho-Ecke'?" stelle ich mir sehr belastend vor und ich würde nicht empfehlen, damit zu spielen. Und nachdem es so zitiert wurde, sollte ich nochmal klar stellen, dass ich nicht von "krank" geschrieben habe, um es dann als psychisches Druckmittel einzusetzen in der Hoffnung oder gar Erwartung, dass damit der Spuk beendet werden kann. So einen taktisch beabsichtigter Trick fände ich ziemlich mies. Ich meinte nur, dass es sein könnte, dass die Tochter vor einer Therapie doch auf mein 1. und 2. einlenkt. Wenn aber nicht, soll das mit der Therapie schon ernst gemeint gewesen sein, und zwar um der Tochter zu helfen, nicht um ihr klarzumachen, wie "kaputt" sie ist.

MHaex82


Ich möchte meiner Tochter auch gerne die Zeit geben, die sie braucht und hoffe, dass das im Rahmen bleibt.

So geht es mir auch. :)_

Aber so ein klein wenig schubsen muss wohl auch sein. ;-) Unsere Tochter macht schließlich nächstes Jahr Abitur. Und wenn sie dann keine Ausbildung hier im Ort macht sondern studieren will (wovon ich ausgehe), muss sie bis dahin gelernt haben, über Nacht allein zu sein. :)z

d+orJo0x08


Danke für Eure Beiträge.

Ich habe mittlerweile selbst das Gefühl, dass ich mein Leben nicht mehr in dem bisherigen Maße von meiner Tochter bestimmen lassen will.

Meine Tochter wird immer der wichtigste Mensch in meinem Leben bleiben und ich habe sie natürlich sehr lieb.

Ich habe aber das Bedürfnis, wieder ein Eigenleben zu entwickeln. Sie muss einfach lernen, immer mehr Dinge selbst auf die Reihe zu bekommen, anstatt sich immer auf mich zu verlassen. Ich bin es wirklich langsam müde, Rundum-Mutter zu sein.

Ich will aber die Gratwanderung hinbekommen, ihr mehr Eigenverantwortung zu übergeben ohne sie vor den Kopf zu stoßen.

g,aulVoise


Ich will aber die Gratwanderung hinbekommen, ihr mehr Eigenverantwortung zu übergeben ohne sie vor den Kopf zu stoßen

Naja – da kommt wahrscheinlich eine Menge Gegenwind auf dich zu. Du hast da die letzten Jahre geschlurt, weil du nicht das Bedürfnis danach hattest, ein eigenes Leben zu haben...und deine Tochter hat sich wahrscheinlich recht kommod eingerichtet. Das ist kein Vorwurf: du sahst keine Notwendigkeit, sie hatte es ziemlich kuschlig.

Wie sieht euer Alltag denn sonst aus? Übernimmt sie Aufgaben im Haushalt, regelt sie ihr eigenes Leben (Krankmeldungen, Versicherungen, KK etc.) selbst? Oder machst du das? Das wäre dann der erste Ansatzpunkt. Man kann 18jährigen manches vorwerfen, aber komplett blöde sind sie eigentlich eher selten, deine Tochter wird wissen, daß sie anfangen sollte, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist aber natürlich allerhöchst bequem, das weiterhin Muddi zu überlassen.

Mein oberster Erziehungsgrundsatz war es immer, daß es mein Job ist, meine Kinder liebzuhaben, sie großzuziehen und sie bereit zu machen für ein Leben ohne mich. Das beinhaltet viel Kummer und viel schlechtes Gewissen, weil ich z.B. NIE vor sie gesprungen bin, wenn ich der Meinung war, daß sie die jeweilige Situation selber zu regeln hätten, sei es in der Schule, sei es im Freundeskreis oder im Job.

Sie bekommen immer und jederzeit Hilfe, Tipps und Strategien von mir, aber sie müssen selbst aktiv werden. Konkret: wenn sie einen Job haben und krank sind, müssen sie selbst absagen. Praktikumsplatz? Ja, da sind ein paar Anrufe und persönliche Vorstellung fällig. Praktikum ist erst gegen 22:00 beendet, da Gastronomie? Nimm das Fahrrad. Fahrrad ist kaputt? Immer noch?? Tjo. Dann wirst du zu Fuß gehen müssen. ]:D

Wenn ich an einem Papa-Wochenende nicht hier bin, sich aber eins meiner Mädels entschließt, ochnö, ich will nicht zu Papa, ich will lieber hierbleiben: dann müssen SIE sich darum kümmern, wie sie das Wochenende rumkriegen, ob sie woanders schlafen wollen oder eine Freundin hier nächtigt.

(und, das nur nebenher: wir wohnen in einer ziemlich bunten Nachbarschaft...hier ist am Wochenende eigentlich immer Streß auf der Straße; und unser Wohnzimmer geht direkt auf den Bürgersteig.)

Ich sagte es schon: all diese Aktionen verschaffen mir immer (!) ein schlechtes Gewissen und mein Bauch sagt, das arme Kind, du kannst sie damit nicht alleine lassen. Aber mein Kopf weiß, daß ich ihnen damit helfe, groß zu werden.

doro008, du wirst Streß bekommen mit deiner Tochter. Aber letztlich hilfst du ihr einfach nur dabei, erwachsen zu werden. Und das ist alleroberster Elternjob. @:)

d<oro0x08


@ gauloise

Du hast da die letzten Jahre geschlurt, weil du nicht das Bedürfnis danach hattest, ein eigenes Leben zu haben...und deine Tochter hat sich wahrscheinlich recht kommod eingerichtet. Das ist kein Vorwurf: du sahst keine Notwendigkeit, sie hatte es ziemlich kuschlig.

Das stimmt teilweise. Ich hatte keine Notwendigkeit, ich habe mein eigenes Leben hintendran gesellt.

Meine Tochter hatte während der Schulzeit mehrere gesundheitliche Probleme, die alle sehr untersuchungsintensiv waren und eine Zeit lang unsere Energie gefordert haben. Ich war oft nur froh, dass sie so einigermaßen ihre Schule geschafft hat und stabil war. Ich wollte da nicht noch mit Haushalt daherkommen.

Wie sieht euer Alltag denn sonst aus?

Aufgaben im Haushalt übernimmt sie wenig, z.B. ab und zu kochen, backen (sie kocht oft für ihren Freund und dessen Familie und macht dafür auch den Einkauf), sie ist mit ihren Sachen sehr ordentlich, ihr Zimmer ist immer tipp topp aufgeräumt, sie lässt nichts rumliege; sie kann ein ganzes Zimmer einrichten, mit Möbel aussuchen (unter Einhaltung des Budgets), Möbel aufbauen, Wände streichen.

Um ihre Praktikumsplätze hat sie sich von Anfang an selbst gekümmert (den ersten musste sie mit 14 suchen). Es war mir wichtig, dass sie da nicht mit ihrer Mami daherkommt, sondern alleine anruft und vorspricht. Das macht einfach einen besseren Eindruck. Ich habe sie allerdings auf dem Weg dahin begleitet oder bei Anrufen neben ihr gesessen und sie beraten.

Das mit den Krankmeldungen macht sie seit dem 16. Lebensjahr selbst, da es in ihrer Schule/Ausbildung auch gewünscht ist. Ich bringe ihr nur am Morgen das Telefon ans Bett, wenn sie mal hohes Fieber hat und sie sich krank melden muss.

Versicherungen hat sie noch nicht.

Zum Arzt fährt sie mittlerweile auch selbst.

Sie arbeitet im Krankenhaus, hat teilweise mit schwerkranken Menschen zu tun, hat mit Radioaktivität zu tun … sie ist sehr gefordert, Verantwortung zu übernehmen.

Ich wollte ihr, zumindest in der ersten Zeit, in der sie sich an diese Anforderung noch gewöhnen muss, erst mal den Rücken frei halten. Ich bin ja daran interessiert, dass sie ihre Ausbildung schafft (und die ist ganz schön schwer). Das gibt mir ja auch schneller mehr Freiheit.

Außerdem hat sie einen sehr langen Arbeitsweg. Sie fährt (mit Wartezeiten) am Tag 3 Stunden hin und zurück.

Ich sagte es schon: all diese Aktionen verschaffen mir immer (!) ein schlechtes Gewissen und mein Bauch sagt, das arme Kind, du kannst sie damit nicht alleine lassen. Aber mein Kopf weiß, daß ich ihnen damit helfe, groß zu werden.

Wenn Du IMMER ein schlechtes Gewissen bei diesen Aktionen hast, dann kann doch was nicht stimmen. Der Bauch sollte auch ein Mitspracherecht haben, denn da sind doch Erfahrungen als Gefühl gespeichert.

w(ohlfhormulixert


Wenn Du IMMER ein schlechtes Gewissen bei diesen Aktionen hast, dann kann doch was nicht stimmen.

Ich vermute, Gauloise meint damit nur jenes schlechte Gewissen, das in solchen Fällen wohl unvermeidbar ist.

Wenn man zu nahestehenden Menschen konsequent ist und Grenzen setzt, ist das oft mit einem schlechten Gewissen verbunden. Bei manchen besonders netten Leuten ist das stärker als bei anderen, und das wird schon mal gerne ausgenutzt.

Ich habe selbst keine Kinder, aber ich kenne das nur zu gut von meinem Bruder, der appelliert immer wieder an das schlechte Gewissen unserer Eltern und an mein eigenes. Zum Glück bin ich inzwischen soweit – nach vielen Jahren – dass ich es schaffe, ihm notfalls klare Grenzen zu setzen.

Dann reagiert er noch immer oft mit dramatischen Szenen voller Vorwürfe, aber auch an so etwas kann man sich gewöhnen ]:D

g_auloxixse


Wenn Du IMMER ein schlechtes Gewissen bei diesen Aktionen hast, dann kann doch was nicht stimmen. Der Bauch sollte auch ein Mitspracherecht haben, denn da sind doch Erfahrungen als Gefühl gespeichert.

Hä? Nein. Mein Bauch – bzw. direkt benachbarte Organe ;-D – hat diese Kinder mal beherbergt...dementsprechend ist das die emotionale Basis für meine Babies. Und dieses Gefühl, das ist mein Baby und ich beschütz' dich vor allem!; das greift immer noch, egal, wie alt sie sind. Ich fürchte, das hört nie auf.

Wenn man zu nahestehenden Menschen konsequent ist und Grenzen setzt, ist das oft mit einem schlechten Gewissen verbunden.

Genau so meinte ich das. Leider sagt einem vorher keiner, daß Erziehung genau das beinhaltet...und daß es mit der Trotzphase des Dreijährigen losgeht und mit 18 immer noch nicht beendet ist. Es ist stete Auseinandersetzung, es ist unbequem, es bedeutet Streß und Arbeit.

Meine große Tochter ist fast 18, kam gestern abend unangekündigt viel zu spät nach Hause – und bekam Ärger.

Will ich das? Nein. Will meine Ruhe, der Tag war lang genug.

Muß ich das tun? Ja, und wie ich das muß! Egal, wie müde ich bin, da muß dann noch eben der Ärger sein, da müssen die passenden Worte beim Frühstück fallen. Madame hat sich unreif und dumm verhalten, dann muß sie mit meinem Zorn leben. Sie will als fast-Erwachsene behandelt werden? Fein, dann muß sie sich auch so benehmen. Sie will Privilegien, weil sie ja achsogroß ist? OK. Dann möchte ich bitte im Gegenzug kein Gejammer mehr über bääh, will nicht alleine sein! hören.

doro008, du machst das schon. Wie gesagt, du wirst Streß mit deiner Tochter haben, aber das darf dich nicht schrecken. Halbwüchsige Töchter wissen viel zu genau, wie sie ihre Mütter kriegen, aber mach' dich gerade für dein eigenes Leben! Deine Tochter weiß garantiert, daß ihre Mutter nicht nur auf der Welt ist, um sie zu umsorgen. Was du über sie erzählst, klingt alles ziemlich gut und ziemlich erwachsen. Ein bißchen Abgrenzung wäre ganz gut für euch beide.

dhoro1008


@ gauloise

Meine große Tochter ist fast 18, kam gestern abend unangekündigt viel zu spät nach Hause – und bekam Ärger. …

… Madame hat sich unreif und dumm verhalten, dann muß sie mit meinem Zorn leben. …

... du wirst Streß mit deiner Tochter haben, ...

gauloise, wir haben das gleiche Ziel und ich habe verstanden, was Du meinst.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob ein Kind etwas lernt, wenn die Mutter auf ein unerwünschtes Verhalten mit Zorn reagiert. Bekommt ein Kind dann nicht eher ein schlechtes Gewissen und zieht sich wütend zurück anstatt von sich aus kooperativ zu werden (weil es den Grund dieser Regel, die liebevoll gemeint ist, versteht)?

Sollte man dem Kind, im Falle des abends-zu-spät-heim-kommens nicht lieber sagen, wie es wirklich ist? Dass man sich Sorgen gemacht hat und das pünktliche Heimkommen dem Schutz des Kindes dient und nicht dazu, ihm den Spaß zu verderben?

LtopvHxus


Kinder nehmen ihre Eltern, wie sie sind. Wer kennt einen mit all den Macken und Prinzipien und Ausnahmen etc. schon so gut, wie sie?

Auch ob gauloise ihren Erziehungsprinzipien folgt oder ihrem Muttergewissen ist ziemlich egal, Tochter durchschaut eh beides 8-) und zieht ihr Ding durch. Darin dann wohl ganz die Mutter: Ist da doch ein klitzekleines schlechtes Gewissen gegenüber der Mutter? Egal, wenn man als Kind da nicht hart bleibt, lassen die Mütter ihre Küken nie ziehen. :-p ;-D

MEadaMme ChaMrenton


ich wurde auch eher "schludrig" erzogen, ich würde es aber eher zwischen laissez-fair und etwas überbehütet bezeichnen. geschadet hat es mir nicht, nur richtig selbsständig wurde ich erst ab 20+.......was ich jetzt nicht tragisch finde.

so wie ich das verstanden habe macht deine Tochter grade eine Ausbildung zur Krankenschwester? die Ausbildung ist durchaus schwierig und verlangt einem viel ab, also absolute Unselbstständigkeit bzw. Faulheit oder ähnliches kann man deiner Tochter nicht unterstellen. ich habt eben ein sehr enges Verhältnis und sry, aber jetzt anzufangen rumzuerziehen wird nichts bringen (währe auch furchtbar komisch jetzt, wo sie volljährig ist anzufangen eine strenge, fordernde Mutter zu werden).

ich würde ihr vermitteln dass es ok ist ein Problem mit dem allein schlafen zu haben, da wohl fast jeder irgendwelche Macken hat - und dass es auch nicht schadet mal zu nem Psychologen zu gehn um was dagegen zu unternehmen. du kannst ihr das ruhig auch schmackhaft machen indem du ihr sagst, dass sie dadurch nur stärker und selbstständiger werden kann bzw. es gibt nichts zu verlieren wenn sie mal professionelle Hilfe in Anspruch nimmt :-)

geh positiv an die Sache ran! und wenn du mal eine Nacht wegbleiben willst, mach es einfach, ohne Diskussion schließlich gibt es nichts zu diskutieren oder zu erklären, trau deiner Tochter zu allein klarzukommen und sag ihr das auch (hat sie schließlich schonmal geschafft, wenn auch mit Müh und Not ;-) )

B\odh$raxn


Beim Lesen beschleicht mich eher das Gefühl, daß du Angst davor hat, daß die Kleene flügge wird, und du vom einen auf den anderen Tag keine Aufgabe, und keinen Sinn mehr in deiner Existenz hast. Solche symbiotischen Beziehungen sind sicher nicht ideal für beide Seiten, aber traurigerweise eine Folge der vermeintlichen Alleinerziehung eines Kindes.

Eine Lösung habe ich nicht, aber du scheinst jetzt in der Lage zu sein, eigene Fehler im Handeln und Sein zu reflektieren, und dieses irgendwann mit etwas Abstand deinem Kind geben zu können. Im Verhältnis Eltern / Kind muß es eine Abgrenzung geben, emotional und auch rational. Ja, da ist die Schuld. Deine Schuld. Trage sie mit Würde. Und sei ehrlich. Wenigstens deinem Kind gegenüber, wenn du mit dir selbst Probleme hast. Wie sieht es denn mit anderer Unterstützung aus, wo ist ihr Vater?

S hojxo


Solche symbiotischen Beziehungen sind sicher nicht ideal für beide Seiten, aber traurigerweise eine Folge der vermeintlichen Alleinerziehung eines Kindes.

Keine zwingende Folge. Das möchte ich einfach der Vollständigkeit halber mal festhalten. ;-)

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