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18-jährige Tochter kann nachts nicht alleine sein

dGor*o0x08


@ Madame Charenton

nur richtig selbsständig wurde ich erst ab 20+.......

Vor etwa 50 Jahren war ein "Kind" erst mit 21 Jahren offiziell erwachsen ??? .

... macht deine Tochter grade eine Ausbildung zur Krankenschwester?

Radiologieassistentin. Sie hat mit z.T. schwerkranken Menschen, entsprechenden Geräten und radioaktiven Stoffen zu tun. Ihr macht der Job großen Spaß, sie sagt aber, dass ihr Stresspegel im Moment am Anschlag ist und immer noch was draufkommt.

Ja, wir haben, wahrscheinlich durch die Alleinerziehung, ein enges Verhältnis und ich sehe auch keinen Sinn darin, ihr plötzlich mit Distanz zu begegnen. Wäre echt komisch, wenn ich plötzlich "andere Seiten aufziehe". Ich werde mir allerdings überlegen, welche Dinge ich von ihr verlangen oder ihr abgeben kann. Es hat sich zwischen uns schon so viel eingespielt, dass ich da wirklich nachdenken muss.

Ich möchte sie einfach nicht in diesem Stress, dem sie gerade ausgesetzt ist, das Gefühl geben, dass ich mich gerade jetzt abseile.

... und wenn du mal eine Nacht wegbleiben willst, mach es einfach, ...

Habe ich mir vorgenommen.

@ Bodhran

Beim Lesen beschleicht mich eher das Gefühl, daß du Angst davor hat, daß die Kleene flügge wird, und du vom einen auf den anderen Tag keine Aufgabe, und keinen Sinn mehr in deiner Existenz hast.

Das unterstellt man uns (allein erziehenden) Müttern wohl oft. Als Vater/Mutter ist man nicht nur Erziehungsperson, sondern entwickelt man auch eine emotionale Bindung an ein Wesen.

Ich freue mich allerdings über jeden Schritt, den meine Tochter in Richtung Selbständigkeit macht und darauf, (endlich) mein eigenes Ding zu machen. Ich habe genug zu tun und noch viel vor.

Wenn sich aber 18 Jahre das Leben überwiegend um ein Kind gedreht hat, halte ich es für normal, dass man seine Existenz ein Stück weit "neu erfinden" muss. Meine Partnerschaft ist noch ganz neu, ich werde umziehen und eine berufliche Perspektive suchen. Ich habe eigentlich nichts, worauf ich zurückgreifen oder mich zurücklehnen kann. Das macht sicherlich Angst, ist aber auch spannend und weckt meine Neugier.

Ja, da ist die Schuld. Deine Schuld. Trage sie mit Würde. Und sei ehrlich. Wenigstens deinem Kind gegenüber, wenn du mit dir selbst Probleme hast.

;-) |-o

Wenn Du ein Kind erziehst, machst Du immer was falsch. Ich habe das vorher nicht gelernt. Und schuldig fühlen wir Mütter uns doch sowieso (mehr oder weniger). Ich denke, wir sollten uns da eher verzeihen. Mein zweiter Vorname ist "Schlechtes Gewissen" *:) .

Zu ihrem Vater hat meine Tochter zwar ein gutes Verhältnis, aber zur Miterziehung konnte man ihn nicht wirklich mit einbeziehen (irgendwie selbst noch ein Kind :-)).

MCaew8x2


Ich werde mir allerdings überlegen, welche Dinge ich von ihr verlangen oder ihr abgeben kann.

Da kannst du sie gut mit einbeziehen. Wir haben es mit unserer Jüngsten (16), die sich in ihrer Rolle als Küken seeehr wohl fühlt, so gemacht: Wir haben mit ihr über das Erwachsenwerden gesprochen, dass das bedeutet, immer mehr die Verantwortung für sich selber zu übernehmen, dass sie das ja auch von uns einfordert in verschiedenen Bereichen (z.B. "Mein Zimmer ist meine Sache!"), dass dazu aber auch gehört, Dinge, die nicht so angenehm sind, selber zu übernehmen. Sie sollte dann alles aufschreiben, was wir Eltern noch für sie tun (Essen kochen, wecken, Fahrdienste, Kleider kaufen, Wohnraum bereitstellen... da sollte echt alles rein, was ihr so eingefallen ist). Dann sollte sie überlegen, was von diesen Dinge sie auch alleine hinbekommen kann und welche Hilfe sie dafür von uns braucht.

Das war ein sehr fruchtbares Gespräch und hat einiges bewirkt. Wichtig war aber auch, dass ich nicht aus Gewohnheit oder vermeintlichem schlechten Gewissen (es regnet! Kind wird nass! :-o ) in alte Muster zurückgefallen bin. o:)

dmorov008


@ Mae82

Sehr gute Idee :)^.

Wichtig war aber auch, dass ich nicht aus Gewohnheit oder vermeintlichem schlechten Gewissen (es regnet! Kind wird nass!) in alte Muster zurückgefallen bin.

… und da ertappe ich mich oft dabei ;-).

D9iscedgexre


Und, hat sich in den letzten Wochen was getan?

Mal meine 2 Cents zu dem Thema:

doro008

Er hat auch kein Verständnis dafür, dass meine Tochter dieses Problem hat. Er kommt in "Notfällen", wenn meine Tochter sonst allein wäre, schon mal eine Nacht zu mir, aber er äußert sich dann immer wieder über dieses "komische Verhalten" meiner Tochter.

Während der Arbeitswoche möchte meine Tochter keine Freundin oder ihren Freund bei sich übernachten lassen. Ihr Arbeitstag ist für sie so anstrengend; sie will nur heim und dann entspannen, sich bald ins Bett legen. Am WE geht das natürlich.

Also entscheidet Ihre Tochter quasi wer wann bei Ihnen übernachten darf und Sie richten sich auch selbstverständlich danach? :-o Sie will nicht alleine zu Hause bleiben, dann müssen Sie eben bei ihr Gesellschaftsdame spielen, aber Ihr Freund darf auch nicht zu Ihnen, wenn Ihre Tochter nicht will. Respekt, die hat Sie aber ganz schön im Griff.

Was ich soweiso nicht verstehe, das Probem existiert ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit Monaten und die Aussage war, wenn Sie mit Ihrer Tochter umzieehen ist angeblich alles supi – aber warum sucht sich Ihre Tochter nicht entweder selber 'ne Wohnung oder warum ist Ihr Umzug nicht schon längst in Sack und Tüten oder sogar schon vollzogen?

Nico_Robin

Es IST nun mal so, dass in ein Einfamilienhaus im Erdgeschoss 1.000 mal leichter jemand einbrechen kann als in eine Wohung im 11. Stock. Und selbst da fühlt sich manch einer alleine noch unwohl.

Aber nun mal zu den Fakten – wie oft wurde deenn nun genau in genau diese Wohnung der TE eingebrochen?

Also sind nur Menschen normal, die mit 18 ausziehen und im Erdgeschoss wohnen können ohne sich unwohl zu fühlen ;-) ? Ist ja gut zu wissen.

Sie fühlt sich nicht nur unwohl, sie "terrorisiert" mit ihrem Anspruch, daß sich das Leben ihrer Mutter und ihres Freundes nur um ihr "Unwohlsein" und ihre Befindichkeiten (die Tochter will unter der Woche ihre Ruhe zu Hause und deswegen darf der Freund der TE dort nicht übernachten) drehen, auch ihr Umfeld. Und das ist definitiv nicht normal.

doro008

Deine Tochter erpreßt dich. Laß das nicht mit dir machen.

Muss man das wirklich so streng sehen?

Ja, denn nichts anderes tut sie.

Wenn ihr das Problem wirklich peinlich wäre, würde sie dafür sorgen, daß sie es nicht mehr hat. Stattdessen tut sie... nichts. Und wird von Ihnen noch unterstützt.

Aufgaben im Haushalt übernimmt sie wenig, z.B. ab und zu kochen, backen (sie kocht oft für ihren Freund und dessen Familie und macht dafür auch den Einkauf),

Dann verstehe ich nicht, warum Sie ihr nicht zutrauen dieses auch zu tun, wenn Sie im Urlaub sind?

Ich möchte sie einfach nicht in diesem Stress, dem sie gerade ausgesetzt ist, das Gefühl geben, dass ich mich gerade jetzt abseile.

Das ist jetzt der Grund; was ist der nächste – sie hat die Ausbildung beendet und hat einen harten Beruf und genau desegen kann sie nun immer noch nicht anfangen, selbstständig zu werden?

Wann genau wäre denn der richtige Zeitpunkt?

LG und schönen Soonntag, D.

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