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Ist meine Jugend vorbei?

Fhrau4_Pet0ersilixe hat die Diskussion gestartet


Hallo :)

Aus irgendeinem Grund kam mir dieser Gedanke in den letzten Tagen.

Ich bin Anfang zwanzig und normalerweise finde ich, dass die Jugend und die Zeit zum Spaß haben noch ein ganzen Stück vor mir liegt, jedoch habe ich da einfach keine Lust mehr drauf.

Bis vor ca. 2 Jahren bin ich gerne und regelmäßig feiern gegangen, ausgegangen usw.

Mittlerweile schlepp ich mich, wenn es sein muss, zur Feierei und es wirkt für mich eher wie eine Pflichtveranstaltung. Vor allem, weil ich dieses obligatorische Partymachen mittlerweile eher als Zeitverschwendung erachte, als daran Spaß zu haben.

Jugendliche im Alter von 16/17, mit denen ich ab und an zu tun habe, gehen mir mit ihrem Teenie-Feierei-man-lebt-nur-einmal-coole Klamotten-Party! – Getue und ihrer, ich nenn es mal "jugendlicher Oberflächlichkeit" auf die Nerven. Obwohl ich vor nicht allzu langer Zeit dort mittendrin war.

Früher ist mir so was gar nicht aufgefallen, weil ich ja selbst so war, doch das ist vorbei.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich mittlerweile viel mehr aufs wirklich wesentlich wichtige konzentriere und alles andere ist für mich nur nervig oder sinnlos.

Praktisch sitze ich nun mit Anfang zwanzig am Wochenende lieber irgendwo alleine oder in ganz kleiner Runde und führe gute Gespräche als auf die Rolle zu gehen.

Was erstaunlich ist: Ich finde es noch nicht mal schlimm. Kommentare wie "du bist eine Langweilerin geworden" stören mich nicht (mehr). Weil ich weiß, dass ich nicht langweilig bin, nur weil man mich nicht auf jeder Tanzfläche rumzucken sieht.

Und ich habe nicht das Gefühl, dass es nur eine Phase ist.

Doch woher kommt diese Veränderung auf einmal? Kann es sein, dass mit Anfang zwanzig meine Jugend schon vorbei ist? Oder wieso fühle ich mich nicht mehr so jugendlich?

Antworten
E.hemaWliger -Nutzer< X(#353655x)


Doch woher kommt diese Veränderung auf einmal? Kann es sein, dass mit Anfang zwanzig meine Jugend schon vorbei ist? Oder wieso fühle ich mich nicht mehr so jugendlich?

Du assoziierst "Party machen" mit Jugend. Demnach ist deine wirklich schon vorbei. Vielleicht solltest du dir überlegen, was für dich "Jugend" bedeutet.

Wo ist eigentlich das Problem? Es ist es, dass du dich nicht mehr jugendlich fühlst?

MUilk@yc_Ge77


Party feiern ist halt das typische Teeny-Jugend-Klischee. Aber auch wenn du nicht (mehr) feiern gehst, bist du mit Anfang 20 trotzdem noch jung. :)z

Frrau_qPetkerxsilie


Ich weiß es selbst nicht so genau. Aber "was Jugend für mich bedeutet", finde ich schon mal einen guten Denkanstoß von dir, danke. Jedoch ist das für mich, schwierig zu beantworten und da liegt glaube ich mein Problem.

Mir geht es auch, obwohl ich da das Hauptaugenmerk draufgelegt hab, nicht allein ums Partymachen. Viel mehr sind es meine ganzen Ansichten, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie sich schlagartig verändert hätten und ich demnach auch nicht mehr so gut mit meinen Freunden auskomme d.h. einige von ihnen, naja wie soll ich sagen... passen irgendwie nicht mehr zu dem Menschen, der ich jetzt bin. Ich mag sie natürlich noch furchtbar gern und klar sind es meine Freunde, aber es ist nicht mehr die Bindung, die ich noch vor einiger Zeit mit ihnen hatte, weil ich mich und meine Ansichten verändert habe und mich mehr und mehr unverstanden von ihnen fühlen.

Ich weiß einfach momentan nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich hab das Gefühl, ich habe mich in kurzer Zeit sehr stark verändert und bin "reifer" geworden, als ich es eigentlich sein möchte.

Furau-_PeAtersxilie


Und das ich noch "jung" bin, weiß ich schon. :) Jedoch fühle ich mich geistig eher alt, als "in der Blüte des Lebens"...

M&ilkyu_xe77


also hast du das Gefühl, dass dir ein bisschen die Leichtigkeit/Unbeschwertheit im Leben verloren gegangen ist?

W$aterYlix2


Meine "Jugend" bestand auch nicht aus Party machen, denn ich habe einen anderen Musikgeschmack. ]:D Was hat Jugend mit Tanzflächen zu tun? ":/ DAS ist für mich auch Zeitverschwendung. Ich habe keinen Bock, am Sonntag nichts machen zu können, weil ich bis 15 Uhr pennen muss, weil ich Samstag Party machen "musste", wo ich mich im Grunde zu Tode gelangweilt hab.

L:otte5040x7


Ich habe auch ohne Partys Spaß. Die hab ich nichtmal als Jugendliche wirklich gebraucht.

S5unflowTerT_73


So richtig "Party machen" war auch nie mein Ding. Aber selbst mit 40 gehe ich vielleicht 1-2x im Jahr doch noch mal "abtanzen". Oder treffe mich mit Freunden in Kneipen,... Mein Umfeld ist im Schnitt 10 Jahre jünger, ich fühle mich auch deutlich jünger.

Kurzum: Meine Freizeit-/Wochenendgestaltung hat sich nicht wirklich geändert in den letzten 15 Jahren. Gut, Uni-Partys in miesen Kellerlöchern und billigem Fusel tue ich mir nicht mehr an, aber da bin ich auch seinerzeit eh nur hingegangen, weil es dazugehört.

Nette ruhige Kneipe mit kleiner Speisekarte, wo man sich treffen, essen und reden kann, war immer schon eher mein Ding.

F#rau_VPeteUrsilLie


Natürlich gibt es auch Jugendliche die von vorne rein nicht auf's Feierngehen stehen, aber ich finde es ist etwas anderes, wenn man so etwas gern gemacht hat und nun auf einmal macht es keinen Spaß mehr.

Das mit dem Gefühl die Leichtigkeit/Unbeschwertheit verloren zu haben, trifft es schon eher.

Ich will damit auch nicht sagen, dass ich früher eine richtige Partymaus gewesen bin, dafür ist mein Musikgeschmack auch nicht der geläufigste, jedoch hatte ich generell Spaß daran rauszugehen, was zu trinken, Leute zu treffen und klar, auch zu Feiern. Und laut meiner Leute bin ich nun "langweilig".

Ist mir aber auch egal. Ich frage mich halt nur, ob es sein kann, dass man mit Anfang zwanzig schon das Gefühl hat, das die Jugend irgendwie nun vorbei ist, weil vieles, was MEINE Jugend ausgemacht hat, einfach keinen Spaß mehr macht...

Mviau8x5


ich kann dich voll verstehen. bei mir war/ist es genauso.

ich bin jetzt 27 und war eine richtige, mega parymaus. es gab kein we ohne alkohol und ordentlich abshaken. bis 25-26 auf einmal fand ich es total sinnlos mich jedes we zu betrinken und das herum gehopse auf der tanzfläche erst, ich kam mir richtig blöd und auch fehl am platz vor.

ich habe definitiv an leichtigkeit verloren, sehe dinge viel ernster aber ich fühle mich nicht schlecht. klar denke ich mir manchmal, oh gott du gehst auf die 30 zu :-o und andere leute reden mich an warum ich mit 27 (werde heuer noch 28) schon so langweilig bin.

aber so bin ich halt jetzt nunmal.

es fehlt mir an nichts und es geht mir sehr gut. ich bin auch viel gesünder und sehe besser aus (der alkohol hat meiner figur schon etwas zugesetzt) die we verbringe ich für mich nun sinnvoll und verschlafe diesmal nicht mehr.

das gefühl habe ich auf alle fälle nicht, dass meine jugend vorbei wäre.

Ltotte#0407


Dir werden doch bestimmt andere Dinge Spaß machen, oder nicht?

DXie SehJerin


Das mit dem Gefühl die Leichtigkeit/Unbeschwertheit verloren zu haben, trifft es schon eher.

hat sich denn in deinem leben sonst noch was geändert? z.b. berufsbedingt?

ich selber habe so viele junge und alte phasen in meinem bisherigen leben durchgemacht, die alle nicht in der gängigen reihenfolge abgelaufen sind... mach dir also keine sorgen. das gefühl der jugend kann dich mit 30 wieder total überrollen, oder mit 40 ;-)

kOleiner_idr2achenstVern


Ich finde es ganz normal, dass man seine Prioritäten im Leben verändert, dass sich damit auch Freundeskreise und Interessen ändern, alles andere wäre doch irgendwie seltsam. Und ja, das Leben verliert mit den Jahren seine "Leichtigkeit", machmal von allein, machmal, weil irgendwas passiert...

Wichtig finde ich persönlich, dass man trotz des "erwachsen werdens" tolerant bleibt und nicht plötzlich alles abwertet, was man früher gut und richtig fand. Ich erwähne das deswegen weil mir in letzter Zeit ein gesellschaftlicher Trend auffällt: es sind nicht, wie oftmals angenommen, die Rentner, die sich über Lärm z.B. von Kneipen oder Diskos aufregen, sondern vor allem die Generation der Mitte 30 bis Ende 40er und da ganz oft die, die bis vor gar nicht langer Zeit selbst noch jedes Wochenende gefeiert haben, nachts bis 3 draußen saßen etc. pp..

Man sollte nie vergessen, dass man das selbst auch lange toll fand.

Ich rede hier natürlich NICHT von stundenlangem besoffenem Gegröhle etc. sondern von ganz normalem "Stadtlärm", ein paar Musikfetzten, sich unterhaltende Menschen etc.

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