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Stark depressive Schwester – wie helfen?

LVilaLxina hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Schwester (Anfang 20) ist seit langer Zeit depressiv, seit 2 Jahren in psychologischer und psychiatrischer Behandlung.

Ambulante und stationäre Therapien hat sie hinter sich. Nach einem Selbstmordversuch, der leider nicht als "Hilferuf" zu sehen ist, hat sie auch einige Aufenthalte in der geschlossenen Psychiatrie hinter sich. Momentan geht sie unter der Woche in eine Tagesklinik.

Ich weiß, dass ich ihr nur sehr beschränkt helfen kann. Hatte selber mehrere Gespräche mit ihrer Psychologin und den Ärzten in der Klinik. Da die Klinik in ihrem Wohnort ca. 100km von meinem Wohnort ist, wird die Situation immer schwieriger.

Momentan verbringt sie das Wochenende komplett hier und unter der Woche fahre ich 3-4 mal zu ihr, damit sie abends nicht alleine ist. Die Ärzte betonen, dass es wichtig ist, dass sie nicht alleine ist, sie selber ist auch der Meinung, dass ihr meine Anwesenheit hilft.

Das geht aber nicht mehr lange so. Meine Arbeit (wieder 120km in die andere Richtung) leidet, meine Beziehung leidet, weil unsere Wohnung nicht dafür gemacht ist, dauerhaft einen Gast zu haben und ja, mittlerweile leide auch ich, weil ich seit 8 Wochen kaum Zeit zum Entspannen habe, dazu kommt die permanente Angst um sie.

Aber in einer solchen Situation kann ich sie doch auch nicht hängen lassen? Nur leider zeichnet sich auch keine Besserung ab, eher wird es derzeit wieder schlechter.

Habt ihr Ideen, Vorschläge wie man sich als Angehöriger richtig verhält, ohne sich selbst dabei komplett aufzugeben?

Sind hier vielleicht selbst User, die unter Depressionen leiden und mir sagen können, wie ich mich verhalten kann ohne ihr das Leben noch schwerer zu machen?

Antworten
F>unkEellstxein


Ohje, das ist wirklich keine einfache Situation.

Sind hier vielleicht selbst User, die unter Depressionen leiden und mir sagen können, wie ich mich verhalten kann ohne ihr das Leben noch schwerer zu machen?

Leider lässt sich das nicht pauschal beantworten, auch nicht von selbst Betroffenen. Jeder empfindet und erlebt eine Depression anders, die Bedürfnisse sind sehr individuell.

Manchmal kann es - das weiß ich aus eigener Erfahrung - gut tun, wenn man nach einer Phase der intensiven Betreuung und Unterstützung wieder ein Stück weit losgelassen und zurück in die Selbstständigkeit geschubst wird. Das kann aber genauso gut falsch sein und schief gehen, weil der Betroffene einfach noch nicht soweit ist und die Geborgenheit und Sicherheit durch eine Bezugsperson braucht.

Was also für deine Schwester und dich im Moment richtig ist, könnt ihr beide selbst am Besten einschätzen.

Ich finde es wundervoll, dass du für deine Schwester da bist und dich um sie kümmerst. Es ist aber ebenso wichtig, dass du dich nicht vergisst und auch auf deine Bedürfnisse achtest.

Geht es deiner Schwester gut genug, um offen mit ihr über deine Situation zu sprechen oder ist das derzeit nicht möglich? Gibt es weitere Familienmitglieder oder Freunde, die du mit ins Boot holen kannst und die sich mit um deine Schwester kümmern könnten? Wie es klingt, scheinst du derzeit alles alleine zu "tragen". Dass das belastet und Auswirkungen auf dein eigenes Leben hat, ist nicht verwunderlich und ich denke, es würde schon vieles leichter machen, wenn es eine zweite, dritte, vierte Person gäbe, mit der du dich in der Betreuung abwechseln kannst.

Alles Liebe! @:)

L#iPla{Linxa


Danke für die Antwort @:)

Mein Partner ist schon ein großer Rückhalt für mich selber, in Bezug zu ihr bin ich da aber leider relativ alleine mit der "Betreuung". Sie lässt niemanden an sich ran, verstößt alle Freunde, die trotzdem noch vorbei kommen und sobald unsere Eltern sich mal einschalten oder aufdrängen, macht sie direkt dicht.

Sie redet schon recht offen und klar über ihre Gedanken. Ihr ist auch bewusst, welche Belastung sie für uns hier gerade ist und hasst sich selber sehr dafür. Ich versuche dann immer wieder auf's Neue zu betonen, dass ich es gerne für sie mache, dass wir das gemeinsam durchstehen usw. Bisher war ich auch immer der Meinung aber mittlerweile muss ich sagen, dass auch mich der Mut verlässt mit jeder Woche, mit der es ihr schlechter geht.

Habe jetzt die Sorge, dass wenn ich ihr sage, dass ich einfach mal ein paar Tage für mich brauche, sie sich nicht mehr traut, zu mir zu kommen und um Hilfe zu bitten. Außerdem vermute ich, dass ich die freien Tage eh nicht genießen könnte, weil ich genau weiß, dass sie für mein bisschen Freizeit noch mehr leidet als eh schon.

Ach man, weiß gar nicht so recht, was ich mir hier erhoffe. Ich kann mich in sie nur sehr schlecht reinfühlen, weil ich ein sehr lebenslustiger, aktiver Mensch bin und mir kaum vorstellen kann, wie sie sich tatsächlich fühlt.

Woran könnte ich denn erkennen, ob sie einen Schubser vertragen könnte oder ob das im Moment eher kontraproduktiv wäre?

PzustedblumeQ65


Liebe Lialina

ich hatte eine anhaltende leichte chronische Depression und mehrere mittlere bis schwere depressive Episode von bis zu 2 Jahren. Zudem ist auch mein Ehemann chronisch depressiv.

Ich weiß, dass ich ihr nur sehr beschränkt helfen kann. Hatte selber mehrere Gespräche mit ihrer Psychologin und den Ärzten in der Klinik.

Was habe dir die Therapeuten deiner Schwester erzählt?

Die Ärzte betonen, dass es wichtig ist, dass sie nicht alleine ist,

Wurde gesagt, wer dafür zuständig ist, dafür zu sorgen das deine Schwester gesellschaft hat?

Momentan geht sie unter der Woche in eine Tagesklinik.

Das ist gut, dann hat sie ja in der Woche mehr als genug Gesellschaft und zutun.

Das geht aber nicht mehr lange so. Meine Arbeit (wieder 120km in die andere Richtung) leidet, meine Beziehung leidet, weil unsere Wohnung nicht dafür gemacht ist, dauerhaft einen Gast zu haben und ja, mittlerweile leide auch ich, weil ich seit 8 Wochen kaum Zeit zum Entspannen habe, dazu kommt die permanente Angst um sie.

Eben drum, das war von Anfang an kein guter Gedanke, das Du deine Schwester so eng an dir bindest und sie wie ein Kind umsorgst. Du verhinderst damit, das sie ihr Leben wieder selber in die Hand nimmt. Somit hälst Du sie in ihrer Krankheit. Das tut weder dir und ihr gut, wie du ja auch sehen kannst.

Aber in einer solchen Situation kann ich sie doch auch nicht hängen lassen? Nur leider zeichnet sich auch keine Besserung ab, eher wird es derzeit wieder schlechter

Läßt du deine Schwester wirklich hängen, wenn Du dafür sorgst das es dir gut geht. Wenn Du deiner Schwester die Aufgaben des Lebens zurückgibst und sie nicht für unfähig hälst diese zu regeln.

Was hat deine Schwester davon, wenn Du jetzt unter der Belastung zusammen brichst und auch noch depressiv wirst? Was hat sie davon, wenn sie wie ein Kind versorgt wird? Was soll daran positiv sein?

PKustedbluxme65


Habe jetzt die Sorge, dass wenn ich ihr sage, dass ich einfach mal ein paar Tage für mich brauche, sie sich nicht mehr traut, zu mir zu kommen und um Hilfe zu bitten. Außerdem vermute ich, dass ich die freien Tage eh nicht genießen könnte, weil ich genau weiß, dass sie für mein bisschen Freizeit noch mehr leidet als eh schon.

Liebe LilaLina

das mag dir jetzt nicht gefallen, aber befasse dich bitte mit dem Begriff der Coabhängigkeit.

[[http://www.manfred-koschnick.de/coabhaengigkeit.htm]]

LZiGla\Lina


Pusteblume, danke für deine Einschätzung.

Mit Co-Abhängigkeit musste ich mich leider schon umfangreich durch den Alkoholismus meiner Mutter beschäftigen %:| Und ja, das ist leider ein großes Thema. Nicht nur bei meiner Mutter oder meiner Schwester...

Danke, dass du mich noch einmal darauf aufmerksam machst, habe ich mir in den letzten Wochen gar nicht mehr vor Augen geführt, wo ich da reinrutsche.

Zur Tagesklnik: Die geht immer "nur" bis 15 Uhr. Letzte Woche zum Beispiel hat ihr behandelnder Therapeut mich an zwei Tagen angerufen und gebeten, abends zu ihr zu kommen und auch bei ihr zu übernachten. Ab Donnerstag war sie dann wegen des Feiertages eh hier.

Die Ärzte haben mir ziemlich deutlich gesagt, dass ihr Verhalten, ihre Gedanken, ihre Aufgaben ihre Verantwortung sind und sie sich zu kümmern hat. Ich soll ihr aber unter die Arme greifen, ohne ihr Aufgaben aus der Hand zu nehmen. Da find ich es persönlich schwierig abzuwägen, wo die Grenze ist.

Wenn Du deiner Schwester die Aufgaben des Lebens zurückgibst und sie nicht für unfähig hälst diese zu regeln.

Gerade das fällt mir unsagbar schwer. Letztens ist sie im Supermarkt zusammengebrochen, weil sie etwas nicht finden konnte und ihr klar wurde, wie wenig sie ihr Leben selber im Griff hat. Ein Tag später ruft sie mich an, erzählt mir von schweren Suizidgedanken – puh, wo halte ich sie nur für unfähig und wo ist sie es tatsächlich?

SaunfOlo,wer_7x3


Ganz einfach: Wenn Deine Schwester nicht allein sein kann abends etc., dann gehört sie nicht in eine Tagesklinik.

Du kannst Dich nicht zum Sklaven der Erkrankung Deiner Schwester machen. V.a. tust Du ihr damit (sie ist ja in Behandlung!) auch keinen Gefallen, weil sie letztlich nicht lernt, allein klarzukommen. Sich selber aktiv ein Hilfsnetz aufzubauen.

Ich würde ganz offen und freundlich sprechen: Dass Du Dir Sorgen machst... dass Du aber so nicht weitermachen kannst... Dass sie mit den Behandlern sprechen soll. Dass sie ggf. halt komplett stationär gehen soll.

Wichtig dabei: Ihr keine weiteren Schuldgefühle machen bzw. diese ggf. ausreden (sie hat es sich ja auch nicht ausgesucht). Aber ebendie Grenzen deutlich machen.

Sei ansprechbar, ggf. per Telefon. Aber Du bist keine Rundum-Betreuung. Punkt. Wie gesagt: Dann ist TK halt nicht ausreichend, dann muss sie wieder komplett in die Klinik.

Es ist auch Aufgabe der TK, mit den Patienten Strategien für Abends & Wochenende zu besprechen. Und die können sich nicht drauf beschränken, dass Angehörige den Babysitter spielen.

Wie zufrieden ist sie mit der Klinik & Behandlung dort? Ggf. könnte auch helfen, sich mal eine andere Klinik anzuschauen. V.a. wenn es eine kleine örtliche Psychiatrie ist, kann es bei so hartnäckigen Depressionen echt sinnvoll sein, bspw. in die nächstgelegene Uniklinik zu gehen (mehr Medikationserfahrungen, bessere Therapien, mehr Angebote drumrum, evtl. EKT möglich). So ganz pauschal formuliert, Ausnahmen gibt es immer.

Und, so hart es klingen mag:

WENN Deine Schwester ganz endgültig nicht mehr will, dann wird sie Mittel und Wege finden, egal wie viel Zeit Du mit ihr verbringst. Das wünscht sich niemand, aber ganz endgültig wird es niemand verhindern können. Ja, das ist hart und traurig, aber es ist auch nicht DEINE Verantwortung. Du solltest versuchen, Dich von der absoluten Verantwortung für das Überleben Deiner Schwester freizumachen.

Du kannst sie motivieren, Du kannst Ansprechpartner sein. Andere Perspektiven aufzeigen, aufmuntern. Aber nicht den Rundum-Lebensretter & Babysitter spielen.

Und: Je genervter/belasteter Du bist, desto weniger hilfreich bist Du, auch wenn Du körperlich anwesend bist.

Letzter Tipp:

Bitte um ein Familiengespräch in der Klinik: Du, Deine Schwester, der zuständige Arzt/Therapeut. Lege das Problem offen dar, Deine Sorgen,... – und erarbeitet gemeinsam Lösungen.

Buchtipps:

1. [[http://www.hogrefe.de/programm/ratgeber-depression.html]] Extrem hilfreich & informativ.

2. Mit-dem-schwarzen-Hund-leben Eher nett nebenbei.

S`unflo`wer_7x3


Da hat sich jetzt was überschnitten:

Ich finde es von dem Therapeuten ehrlich gesagt eine ziemlich Zumutung, Dich so explizit zum "Babysitten" aufzufordern. Du hast auch da das Recht zu sagen: Geht nicht. Plus Gegenfrage: Wenn sie nicht allein sein kann, gehört sie dann nicht komplett stationär?

Wenn ich lese, dass Deine Schwester wg. so einer "Kleinigkeit" wie der Supermarkt-Sache komplett dekompensiert: Sie gehört nicht in eine Tagesklinik, wenn sie SO anfällig ist.

LoilaLxina


Sie ist mittlerweile schon in der Uniklinik, hat da die stationäre Therapie durch, dort war sie auch in der geschl. Psychiatrie und halt jetzt in der Tagesklinik.

Wohl fühlen tut sie sich dort nicht, spielt mit dem Gedanken abzubrechen, weiß aber, dass das keine Alternative ist und bleibt aus Vernunft dort.

Von einem stationären Aufenthalt wird ihr von den Ärzten derzeit abgeraten, weil sie halt diese Art von Therapie schon lange mitgemacht hat, ohne dass es ihr davon besser geht. Derzeitiger Ansatz ist, dass sie wieder in ihren Alltag finden soll. Das Werkzeug hat sie dafür schon in der stationären Therapie mit auf den Weg bekommen, nutzt es derzeit aber nicht, weil sie – wie sie selber sagt – einfach nicht die Kraft dafür findet.

Es ist auch Aufgabe der TK, mit den Patienten Strategien für Abends & Wochenende zu besprechen. Und die können sich nicht drauf beschränken, dass Angehörige den Babysitter spielen.

Das habe ich letzte Woche angesprochen, als ich sie abgeholt habe. Ihr Therapeut meinte dazu, dass diese Zeit noch kommen wird, derzeit ginge es darum, dass sie sich stabilisiert. Wie lange es aber vermutlich dauern wird, bis es soweit ist, wollte er nicht (und konnte er vermutlich auch gar nicht) abschätzen.

Bitte um ein Familiengespräch in der Klinik: Du, Deine Schwester, der zuständige Arzt/Therapeut. Lege das Problem offen dar, Deine Sorgen,... – und erarbeitet gemeinsam Lösungen.

Werde ich ansprechen :)z Mit Therapeut dabei wird es vermutlich auch leichter, es so rüber zu bringen, dass sie sich nicht noch mehr hasst für ihre Krankheit als eh schon.

Dein Literaturtipp schau ich mir mal an, den zwieten kenne ich schon ;-)

Pdustebluxme65


Bitte um ein Familiengespräch in der Klinik: Du, Deine Schwester, der zuständige Arzt/Therapeut. Lege das Problem offen dar, Deine Sorgen,... – und erarbeitet gemeinsam Lösungen.

Finde ich einen sehr guten Vorschlag.

LIislaLeina


Bisher hatte ich immer nur Erfahrung mit Co-Abhängigkeit bei Suchtkranken.

Hab' nur kurz gegoogelt, bisher nicht wirklich etwas Passendes gefunden – habt ihr noch Informationen über Co-Abhängigkeit bei depressiven Menschen?

Oder ist es eh einerlei, weil es letzendlich nur dadrum was die Hilflosigkeit etc. bei einem selbst auslöst unabhängig von den Gründen, die dahinter stehen?

S[unflowcer_7x3


Wobei es schwierig werden könnte, wenn die Therapeuten so vehement auf extremer Einbindung der Angehörigen bestehen. Da wäre ggf. ein Gespräch erstmal ohne die Schwester (und die dann dazuholen) sinnvoll, damit man den Aspekt mit dem Behandlerteam klärt.

Wenn es Deiner Schwester aber schon so lange so schlecht geht: Dann sollte man ernsthaft ergänzend über ein ambulant betreutes Wohnen oder eine Wohngruppe nachdenken, zumindest vorübergehend. Das System bietet da etliche Dinge, aber man muss sich halt überwinden und diese Dinge in Anspruch nehmen. "Klischee" hin oder her.

Und wenn Deine Schwester schon so lange stationär ist, dass man da keine Besserung mehr erzielt: Dann muss man jetzt halt auch hinnehmen, dass diese "zwangsweise" Rückführung in den Alltag eben mit mehr Anforderungen/Belastungen einhergeht und eine Verschlechterung erstmal normal ist. Die sollte dann halt nicht als extrem bedrohlich, sondern eher logische Konsequenz gesehen werden. Etwas, wo man durch muss. Wo Deine Schwester dann aber auch an der Akzeptanz arbeiten muss.

Im Notfall gäbe es aber auch immer noch die Option, dass sie nur EINE Nacht zur Krisenintervention in der Klinik bleibt, wenn es gar nicht geht. Statt die Familie einzuspannen. Das sind Optionen, die man thematisieren sollte. Ich habe es mehr als ein Mal erlebt, dass Patienten aus der TK oder sogar von offenen Stationen für eine Nacht auf eine geschlossene Station kamen. Ganz klar mit der Ansage: Morgen geht es wie bislang weiter, daraus wird keine längere Aufnahme, sondern nur eine kurze Entlastung.

Oder man sollte schauen, ob in absoluten Krisen am Abend zu Hause bspw. ein Telefonat mit dem diensthabenden Arzt helfen kann. Die freuen sich da nur begrenzt drüber, aber es sind Dinge, mit denen man Patienten nach Hause bekommt, in Krisen stabil hält – und die Familie entlastet.

Aber das erfordert letztlich, dass man als Familie eine Grenze zieht.

PpustebKlume6x5


Liebe LilaLina

ersetze das Wort Alkohol und Trinken durch für die Situation deine Schwester passende Worte.

Es spielt im Grunde keine Rolle ob jemand trinkt oder/und depressiv ist. Die Verantwortung für sein Leben trägt er immer selber. Und niemand kann und sollte ihm diese abnehmen.

SRunflo#w#er_73


@ Lina:

Es ist ziemlich egal. Bei der Co-Abhängigkeit im Suchtbereich geht es offensichtlicher darum, bei der Krankheit "nicht mitzuspielen".

Bei Depression geht's mehr darum, nicht die Verantwortung für alles zu übernehmen.

K,apu]zinePrkrbesxse


@ LilaLina

ich habe selbst mit depressionen zu tun, einige schwere episoden erlebt.

ich schließe mich sunflower in allem an.

ich denke auch, dass dieses gespräch eine gute idee ist und so wie du deine schwester schilderst, ist sie kein patient für die tagesklinik. du kannst das nicht ausgleichen und gehst dabei selbst noch vor die hunde.

leider finden depressive patienten heute immer schwerer ausreichende behandlung. als ich in d er klinik war, sagte eine psychologin zu mir, sie hat seit langem niemanden mehr entlassen, der wirklich so weit war. aber die sparvorlagen erzwingen es.

aber ich denke, wenn ihr euch da engagiert, eventuell ja auch eine andere klinik, wie sunflower vorschlägt, dann werdet ihr da auch was erreichen.

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