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Stark depressive Schwester – wie helfen?

P~usteb%lume6x5


Habe übrigens 1,5 Jahre alle paar Wochen eine 98 Pak. Loracepam von Tierarzt für meine Hund abgeholt. Die hätte ich ja auch genau so gut selber konsumieren können.

Es ist halt doch eine Sache, was der Arzt einem zutraut und was nicht.

D:il+les


@ lilalina

letztes Jahr war ich fast 2 Monate in einer psychiatrischen Klinik. Nach einer schweren Depression vor vier Jahren hatte mich eine schwere Manie erwischt die stationär behandelt werden musste. Meine schwere bereits suizidale Depression bekam ich mit ADs (Wiederaufnahmehemmer) schnell ambulant in den Griff. Um so mehr haben mich meine Mitpatienten und ihr Leiden mit der Depression erschüttert. Man gehört tatsächlich zu den Auserwählten(ca.60-70%) beim Gesunden dieser Krankheit, wenn diese Wiederaufnahmehemmer helfen. Wenn nicht, wie bei meinen Mitpatienten, werden richtige Cocktails verabreicht um herauszufinden was Linderung bringen könnte, auch dort wurde z.T. Tavor eingesetzt, wenn es nicht mehr aushaltbar war für den Menschen.

Bei einem dauerte die Depression schon Jahrzehnte und es konnte nie richtig geholfen werden. Er verlor dadurch seine Frau und mit ihr sein Kind, was auch nicht förderlich für ihn war.

In der Zeit in der ich dort war probierte man an ihm die EKT Therapie und sein Zustand besserte sich von mal zu mal , am Schluss bevor ich entlassen wurde hat er sogar wieder gelacht.

Was ich damit sagen will ist, dass es die verschiedensten Methoden gibt diesen Menschen zu helfen die leider zu denen gehören bei denen diese Mittel nicht anschlagen.

Es gibt z.B. Prof.Dr. Holsboer in München der ganz spezifische Medikamentencocktails individuell entwickelt.

Oder die ElektroKrampfTherapie EKT dabei wird der Patient in Vollnarkose versetzt und in dieser werden Stromschläge durch das Hirn geschickt, das Hirn verkrampft damit und dadurch verändert sich der Stoffwechsel des Hirns, was im Übrigen auch bei Wiederaufnahmehemmern passiert. Diese Therapie wird 2-3mal die Woche durchgeführt.

Also ich würde überlegen noch andere Wege einer Gesundung zu beschreiten.

Ich kenne mich nicht in allen Möglichkeiten aus aber die EKT habe ich bei meinem Mitpatienten als hilfreich erlebt.

Vielleicht einfach mal googeln welche Klinik was anbietet.

L#iElaLxina


So, nachdem ziemlich viel los war, kurzes Update.

Wurde Donnerstag wieder telefonisch gebeten, abends "Babysitter" zu spielen, hatte vorher schon einen Gesprächstermin für Freitag ausgemacht. Leider war dann wegen eines Krankheitsfalls nicht so richtig viel Zeit %-|

Aussage war, dass es noch zu früh ist, zu erwarten, dass sie außerhalb des Tagesklinik "alleine" klar kommt. Dass bewusst ist, dass es eine schwierige Situation ist, aber ein stationärer Aufenthalt würde das Problem nur verschieben. Und dass das Ziel erstmal ist, wieder ein Netz von Ansprechpartner aufzubauen, danach erst wird versucht, das Allein-Sein zu üben.

Daran wird jetzt derzeit gearbeitet, heute wurde ein Plan aufgestellt, wer alles erreichbar ist. Ihr ist dadurch wohl erstmal bewusst geworden, dass es mehr Leute gibt, die ihr gerne helfen wollen, als sie bisher dachte.

Meine Bedenken wegen der Medikamente konnte ich nicht los werden. Aber ja, ihr habt Recht – sie selber geht bisher verantwortungsvoll mit dem Tavor um hat bisher immer direkt nach der Einnahme mit ihrem Therapeuten über die jeweilige Situation gesprochen.

Was sie braucht, um sich etwas anzutun, weiß sie eh. Da stellt das Tavor wohl kaum eine weitere Gefahr da.

Neues Problem hat sich heute ergeben – eines der Antidepressiva, das seit drei Wochen neu "probiert" wurde, muss sie absetzen, weil die Nebenwirkungen zu stark sind %:| Dabei war die Hoffnung groß, dass endlich ein passendes Medikament gefunden wurde.

Ich brauch wirklich mehr Geduld. Nach einem anstrengenden Wochenende mit ihr war ich gestern selber ziemlich zermürbt. Ich finde es schwierig, die Geduld zu bewahren, wenn man selber langsam den Glauben verliert, dass sie aus dem Loch weider herauskommt.

Heute sieht's wieder deutlich entspannter aus :-)

PBust5ebluxme65


Liebe Lina

wie wird denn jetzt die weitere Begleitung deiner Schwester nach der Tagesklinik u. am Wochenende aussehn?

Hast Du den Therapeuten klar gemacht, das du auf Grund der Entferung diese nicht leisten kannst?

Hast Du das Thema psychiatrische Pflege angesprochen?

PZustebWlumel6x5


Ich brauch wirklich mehr Geduld

Liebe Lina, das ist mit Geduld nicht zu regeln.

Meine letzte Episode hat 3 Jahre gedauert und sowas ist normal.

Es müssen tragfähige Lösungen für deine Schwester gefunden werden und diese Lösungen müssen auf professioneller Hilfe aufbauen, weil die Belastungen für rein persönliche Beziehungen eben nicht tragbar sind.

l*ori@_007


Hallo LilaLina, wie geht es mittlerweile deiner Schwester und auch dir?

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